Sehen braucht Zeit

Bruecken

Liebe, Liebe, Liebe. Ich höre mich mit leisem Vibrieren in der Stimme diesen kleinen Refrain singen. 528 Hz. Gesund. Ich  singe ihn noch einmal, ganz sanft. Es ist fast wie ein Tanzen.  Der richtige Zeitpunkt im Leben eines Menschen ist sehr wichtig.
Ich landete im Abstand zwischen zwei Gedanken und versuchte meine innere Person zu erreichen.  Blaues Licht (Intellekt), grünes Licht (Fühlen) – sei glücklich. Harmonisiere dich. Verheirate diese beiden Seelenanteile.

Befreiung aus der Welt der Maya, der Wünsche, der Illusion. Meine  Wünsche sind die Ursachen all meiner Probleme. Sie entspringen nicht meinem wahren Selbst. Sie sind mit meinen körperlichen und persönlichen Bedürfnissen gekoppelt, las ich erst jüngst.

Oh, glauben Sie  besser nicht, das sei nur mein Problem.  Die Augen sehen alles, aber sich selbst können sie nicht sehen.
Und wie könnte es auch anders sein? Dass wir da manchmal durcheinander kommen – nun, mich wundert`s nicht.
Wer sind wir denn  in Wirklichkeit? Wir sind drei Personen.  Die, für die wir uns halten. Die für die die anderen uns halten und die, die wir wirklich sind.  Dann noch der starke Eigen-Sinn. Wie häufig wollen wir selbst den Zeitpunkt bestimmen, statt auf unsere innere Uhr zu hören?

Alle drei eins werden, das ist die eigentliche Arbeit. Dann wird es Frieden und Segen geben.

Heute ist  ein guter Tag dafür. Ich spüre es.

Meine Mutter sagte immer:  Wenn jemand hungrig ist, sollte man ihm zunächst nur wenig zu essen geben. Wenn er sofort alles auf einmal bekommt, wird die Gesundheit darunter leiden. Manchmal ist es  besser nur einen Schluck  auf einmal zu bekommen. Glauben und Vertrauen soll ich.  Alles, was ich brauche, werde ich bekommen.  Wenn nicht morgen, dann eines Tages irgendwann einmal.  Alles zu seiner Zeit,  zur rechten Zeit. Du hast Kraft. Vertraue auf dein inneres Gefühl. Darauf kommt es im Leben an.

In jedem Leben jeden Menschens gibt es einen natürlichen Rhythmus und Zeiten, in denen er für gewisse Lektionen empfänglicher ist. Wir können uns anstrengen wie wir wollen, wenn es nicht an der Zeit für uns ist. Die Lektion heißt Geduld.

Betrachteten wir uns als Glühbirnen mit unterschiedlichen Leistungen, leuchteten einige mit 20, die anderen mit 40 oder mit 60 Watt- je nach unserer individuellen Entwicklung.  Nur vergessen wir nicht, dass die Energie,  die uns leuchten lässt, immer die gleiche ist, ungeachtet der individuellen Leistung.  Mit anderen Worte: das Licht, das in uns leuchtet ist Gott, ist die Schöpferkraft, ist das Licht einer höheren Intelligenz, eines höheren Bewusstseins,  aber wir geben das Licht mit unterschiedlicher Intensität wieder.

Unabhängig sein von Äußerlichkeiten ist die Freiheit.  Je weniger zahlreich die Wünsche, desto größer die Freiheit. Baut die Vorstellungen ab, die ihr voneinander habt. Löst euch von allen Sicherheitssymbolen. Wir Westler sind so zeitfixiert.  Wir hängen der Lustliebe nach. Sie ist kontraktiv oder zusammenziehend, eben schrumpfend, hörte ich in Mexico.

Zwischen Trägheit und Zwangshandlung – irgendwo dazwischen sollten wir uns einpendeln.
Bitte? Träge…. faul….. Zwangshandlungen? Dieser Gedanke traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel und meine  Reaktionen darauf waren sehr gemischt. Von ein Ding der Unmöglichkeit bis unbehaglich,  arbeitete ich doch hart.  Naja, wohl doch nicht  so sehr gemischt- meine Reaktionen. Ach ja,…seufz….da war es wieder – das Ego mit seinen vielen Vorlieben und Abneigungen.
— Aber…es arbeitete in mir…. was ist denn die Kehrseite von hart arbeiten? Was steckt denn hinter so einer introvertierten Lebensweise? Schutzmechanismus –  mich dem Weltbild anderer nicht anpassen müssen, und darüber letztlich meine Identität wahren. Was ist das Ergebnis, wenn ich wenig Kontakt mit der Außenwelt pflege?  Und ist es nicht eine gewisse Form von Faulheit, wenn man Einzelheiten zu wenig Beachtung schenkt?
Ich bin weit davon entfernt, frei zu sein von den Problemen, die so mancher alles durchleuchtender Scheinwerfer bloß stellt.  Abschütteln Martina. Abschütteln.

singen

Liebe. Liebe.Liebe. Ich singe den Refrain noch einmal. Leise.  Wie soll man sich denn auch zwischen Extremen zurechtfinden?

Weder das eine noch das andere Extrem kann dem Idealbild einer ausgeglichenen Lebensweise entsprechen. Ich schwimme auf einer Welle des intuitiven Wissens. Bleib in Verbindung mit dir. Bleib gelassen, Martina. Praktiziere, was du predigst.

Ich kann mich doch jetzt  nicht einfach in das Problem hineinstürzen und es  mit einemmal rausziehen, wie Unkraut mit der Wurzel, nur weil ich weiß, dass etwas geschehen sollte?  Meine bisherigen Lebenserfahrungen sagen mir, dass ein Ändern von Gewohnheiten, Lebenseinstellungen oder negativen Gefühlen ein Prozess ist, der nur schrittweise vor sich gehen kann. Überhaupt können Wachstum, Heilung und jede grundlegende Veränderung sich nur dann ereignen, wenn das Bewusstsein der Notwendigkeit zu einer Veränderung vorhanden ist.

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Es gibt keinen Zauberstab, den wir – oder wer auch immer – benutzen könnten, um die Veränderung herbeizuführen. Wahrhaftig sein. Dann können wir auf das Ziel zugehen, der zu werden, der wir in Wahrheit schon sind. Die Hoffnung auf Erfolg ist natürlich immer berechtigt. Die Forderungen des Egos opfern. Es ist eine Frage von: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.

singen1Ich lächelte mir zu wie eine nachsichtige Mutter.
Und mit einem spitzbübischen Augenzwinkern rief ich mir dieses in Erinnerung: Es gibt viele Berge den Weg hinauf. Aus der unbewussten in die bewusste Seinsebene heraufholen. Genau, das ist es. Anschaubar werden lassen.  Richtig anschauen, dann kann man sie erst loslassen. Schonungslos klar und deutlich ansehen.  Reinigung einleiten. Auf emotionaler, auf mentaler, auf körperlicher Ebene.
Das Leben sendet uns Botschaften, die es zu entziffern gilt.

Wir laufen  alle auf so holprigen Straßen. Wir sind mal glücklich, dass wir so hoch springen. Dann geschieht etwas, was wir nicht mögen, und  schon fallen wir sehr tief. Nimm den schwarzven Vogel an und greife nicht nach dem weißen, sagen die Maya.

Stimme dich auf dein Herz ein.
Be happy, whatever happens.
Werde nicht stolz, wenn sich deine größten Träume erfüllen.
Rege dich nicht auf, wenn es nicht so läuft, wie du gern möchtest.
Reagiere nicht mit starken negativen Emotionen, auf Erfahrungen, die dir das Leben vermittelt,
auch wenn du sie nicht magst.
Reden und Klatsch sind nicht nur Verschwendung von Zeit, sondern unnötig verschwendete Energie
Gefühlsregungen wie Zorn, Gier, Neid, Eifersucht bedeuten ebenso einen riesigen Energieverlust.
Keiner ist Besonderer oder Liebenswerter. Keiner!
Machen wir uns keine Konkurrenz.
Entledige dich der vielen dicken Wunschschichten, die das innere Licht verdunkeln.

Ich beeile mich hinzuzuschreiben, dass es viel leichter ist, darüber zu schreiben.

Das Loslassen von Wünschen klingt natürlich sehr viel einfacher, als es in der Tat ist.
Wir alle klammern uns so fest, woran wir glauben, dass wir es brauchen und widersetzen uns stark den Dingen,
von den wir befürchten, dass sie uns einholen.

Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie lange es dauern wird, aber ich arbeite weiter daran.
Wenn dies für mich gilt, wie wäre es mit Ihnen?
Ziehen Sie die äußeren Sicherheitsymbole vor?
Verspüren Sie auch Lust, die Verbindung mit
Ihrem Inneren aufzunehmen und an sich weiterzuarbeiten?

Alle Wege führen nach Rom, heißt es. Geben wir nur gut Acht darauf, diesen Weg nicht einzig
als römische Ferien zu genießen.
Ziehen wir lieber neue Anregungen aus dieser abenteuerlichen Reise,
um zu erkennen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Umgehen Sie Ihr Herz nicht.
Dort sitzt die natürliche Quelle der Liebe.
Dort sitzt IHR Goldklümpchen.
Wir habe da so zwei Blasebälge – unsere Lungen  – die können uns helfen,
das Goldklümpchen funkeln zu lassen.
Jeder Atemzug kann uns zu unserem Herz führen.

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Wahrhaftigkeit

flower power

„Martina –, du — hast – da etwas – auf deinem –ähm, da sitzt was – auf deinem Kopf!,“ stottert Brunhilde vorsichtig hervor.

Ein  „Ach, wirklich. Brunhilde? Ist mir noch gar  nicht aufgefallen!“,perlt mir über meine kleine, herzförmigen Lippen.

„Da-s — si-eht seltsam — aus“. Naja, die Brunhilde kennt sich aus. “ Viele Insektenarten haben die Fähigkeit erworben, sich eine Tarnung zuzulegen. Ist das jetzt deine neue Tarnung?“, fragt sie.

Die nennt, wie es ist.

Schließlich tapfer, dem Schicksal ihrer Fragen nicht entrinnend, antworte ich: „Wie sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können. So war`s versprochen auf dem Buchtitel. Jesus, ich vertraue dir. „Mit klaren blauen Augen einer wachen alten Kinderseele blicke ich in mir ruhend in die Menschenrunde, ähm auf Brunhilde.  Ich hab`keine Ahnung, was hier gerade läuft. Ich hab`nur gedacht, mehr nicht. “
Ungerührt starrt Brunhilde auf mein Kopf- Blumenarrangement.  „Kommt Zeit, kommt Rat“, meint sie dazu.  “ Wäre die Welt vollkommen, was hätten wir dann zu tun? Hast Du vielleicht an ein Baumhaus gedacht?

Sie berichtet  sogleich von einem Buchenbaum in zweieinhalb Meter Höhe. Brunhilde ist mal wieder eine exzellente Dramaturgin.

„Die Geschichte zaubert keine Freude in mein Antlitz. Was soll ich denn jetzt bloß machen?“

brunhildestehend„Papperlapapp, Martina, was sinnierst du da auch schon wieder.  Musste jetzt andere Signale, also andere Verhaltensweisen an den Tag legen, damit dein DNA-Code sich ändert.  Aktiviere deine Gene, laut der Epigenetik funktioniert das. Du kannst deine genetische Bestimmung ändern.  Emotionaler Stress drückt auf die genetischen Auslöser, das führt zur Dysregulation der Zellen und verursacht Krankheiten.  Weil wir immer wieder dieselben Gedanken und Gefühle hegen, Seinszustände also verinnerlichen, aktiviert unsere innere Chemie ständig wieder dieselben Gene, und auch die gleichen Proteine.  Du musst den Genen durch deine Emotionen eine andere Erfahrung senden. Wenn du einen Busch durch Gedanken auf deinem Kopf  wachsen lassen kannst, wirst du ja wohl auch Emotionen durch einen Gedanken erzeugen können. Damit bringst du deine Gene dazu, neue Proteine zu produzieren, die das da auf deinem Kopf wieder verändern. Über Nacht wachsen ja auch bekanntlich graue Haare.  Du brauchste ne neue Verschaltung in deinem Gehirn.  Du weisst ja, im Meer aller Möglichkeiten ist bereits jedes Potenzial existent, du brauchst es dir nur heraussuchen und in ein zukünftiges Ereignis emotional integrieren, als hättest du die Erfahrung schon gemacht, so oft bis das Ereignis dich findet.  Los, du Supermeisterin der Meditation, ab mit deinen Gehirnwellen in den Thetazustand. Lass es schwingen „, erklärt Brunhilde.

“ Das haste jetzt nicht in so einem Reclam-Heft gelesen, oder? Hafte an der Wahrheit wie an der Luft zum Atmen“, sage ich mit ernster Stimme und  gekräuselter Stirn. “

“ Wie kommst du denn darauf? Hast du mir noch immer nicht meine letzte Wahrheit vergeben? Der Schmerz war notwendig , um die Wahrheit zu erkennen“, darauf bestand Brunhilde, “ aber du brauchst nicht den Schmerz lebendig zu halten, damit die Wahrheit lebendig bleibt. Höre auf, dich durch jene zu definieren, die dich verletzt haben. Denke dran, der Lohn der Vergebung liegt tiefer, als eine Entschuldigung derer, die uns verletzt haben. Tausche besser deinen inneren Groll gegen innere Freiheit ein.“

Ich tauchte meinen Lippen in einen aromatischen Minztee mit Zimstange ein. „Die Menschen sind in vielem, was sie tun und sagen nicht wahrhaftig und das bringt  ihr Leben durcheinander und das anderer.   Alles in der Welt hat seine Ordnung.  Wenn jemand nicht tut, was er sagt, wie kann dann Ordnung bestehen? Wo soll da Wahrheit sein? Wenn jemand etwas sagt, was er nicht wirklich denkt – auch da gibt es weder Wahrheit noch Ordnung, sondern nur innere Zerrissenheit“,  urteile ich am offenen Mund von Brunhilde vorbei.

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„Ich sagte und sage auch jetzt die Wahrheit“, mosert sie. “ Alles liegt in mir, der Heilige als auch der Verbrecher, damit zeigte schon Goethe die ungeheure Spannbreite des Möglichen auf.  Du kannst nur das wachrufen, was tief in deinem Inneren schwingt. Das Gesetz der Resonanz…Der Schlüssel zur Umwelt liegt in dir.  Je reiner der Ton, je reiner das Echo.  Rachmaninow, der berühmte russische Komponist wurde 1899 nach England eingeladen. Er litt unter schwersten Depressionen, hatte aber versprochen für die Londoner Philharmonie ein Klavierkonzert zu schreiben. Er griff auf einen Hypnosearzt zurück. Rachmaninow erhielt eine neue Programmierung und neue Gedanken und schrieb sein Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll, das in die Musikgeschichte eingegangen ist. Also, du brauchst nur dein jetztiges Ich schreddern.“

„Schreddern? Wo soll denn das hinführen“, jammerte ich. Wippende Baumkronen, grüne Töne und Wellen, Blumenmeere legen mein reales Gedächtnis lahm.

„Anders fühlen, anders denken, anders tun- hin zum Sein. Sozusagen deinen geistigen Garten versorgen“, höre ich meine gute Fee sagen.

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„Willst du dich etwa lustig machen über mich?“ frage ich. Seltsamerweise ist  weit und breit kein böses Lachen auszumachen. Ich war kein Körper mehr. Ich war ein einziges Blumenmeer.

„Tief atmen. Betrachte immer die helle Seite aller Dinge – und wenn sie keine helle hat, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.  Den alten Gedanken keine Macht mehr einräumen.  Alte Schaltkreise im Gehirn, die zu vorhersehbaren Reaktionen verleiten, neu ausrichten.  Nicht mehr in alten Emotionen gefangen.   Gedanken aktivieren, die mit einem bestimmten Bewusstseinsstrom zu tun haben.  Dein Denken in neue Bahnen lenken. Eine neue Realität organisieren.

Es ist möglich, wenn, wie die Quantenphysik besagt, die Umwelt eine Ausdehnung des Geistes ist, organisiert sich das Leben neu, um deinen neuen Geist zu spiegeln. Die inneren Gefühle  und Gedanken spiegeln sich im Außen wider.  Brenn dir deinen Weg nach außen. Entspanne deine Seele in die Offenheit hinein.   Nocheinmal:  alles Materielle kommt aus dem unsichtbaren Feld des Immateriellen, jenseits von Raum und Zeit. Einfach ausdgedrückt: Säe in die Welt die Saat aus, wird sie mit der Zeit Früchte tragen. Träume einen Traum mental und emotional in der  inneren Welt der Potentiale umfassend, ist er bereits geschehen.  So lautet das Gesetz. Das Schwierigste dabei: dein kostbares Ich.  Wir sind göttliche Schöpfer.  Aber wir sind auch Gewohnheitstiere“,  dringt da die Stimme eines erdigen Schutzengels, der Brunhilde, in mein Bewusstsein.

„Offensichtlich gelang mir meine Zielmanifestation nicht“ , sage ich.

blume

Empfangen, ohne voll zu werden
Vergossen werden, ohne leer zu werden
und nicht wissen, wie einem geschieht –
das ist die Kunst der Bewahrung des Lichtes.
Laotse

„Wie wäre es mit ein wenig Zurückhaltung.  Ein Blume blüht auch nicht, wann es ihr beliebt. Sie sammelt im Winter Kräfte, um bereit zu sein für das Frühjahr. Zurückhaltung richtet sich nicht nach einem Ego, das die Welt nach seinen eigenen Vorstellungen manipulieren möchte. Dein Wille hat Kraft.  Ja. Ob er allerdings immer  im Einklang mit den universellen Gesetzen, nun ja, …eben,  die Welt ist ein vollkommener Spiegel, sie zeigt dir mitunter auf merkwürdige Weise, wo dein Wille im Einklang oder auch nicht im Einklang ist  mit  dem, was du dir als Seele für die Inkarnation gesetzt hast, und ob er im Einklang mit den universellen Gesetzen ist.  Letzteres kannst du auch „zum Wohle aller dienen“ nennen. Du erkennst es an den Früchten, die du hervorbringst und erntest.  Erinnere dich…diese duale Welt ist nicht wirklich….die Hingabe lässt dich mit der Einheit verschmelzen, zwischen dir und dem, was geschieht. Wenn du dir selbst mit dem Eigenwillen im Weg stehst, ist er derjenige, der dich selbst bekämpft. Halte dich im Gebrauch zurück, sodass deine Kräfte im Inneren wachsen können. Übe dich im Gebrauch, ohne sie zu missbrauchen, dass du sie anwendest, wenn du nicht zuständig bist. Zurückhaltung stärkt Kräfte. Du pflanzt doch auch nicht einen Samen und gräbst ihn dann ständig aus, um nachzusehen, ob er wächst. Nicht alles zugleich. Alles zu seiner Zeit, nicht zu einer beliebigen Zeit, nicht an einem beliebigen Ort, dosiert“, sagt sie.

„Mmhh, wenn das Ego verbrannt ist, bleibt Weisheit. Sie entsteht nicht durch das Alter, sie ist immer da. Sie wird nur durch das Ego verdeckt, so las ich erst kürzlich.  Des Weisheit letzter Schluß, heißt es doch, also wenn man nicht mehr weiterweiß und aufhören muss, es selbst besser wissen zu wollen. ….Der Wille hat Kraft, sobald wir aufhören, uns zu wehren…gegen die Einheit..gegen uns selbst, gegen die schöpferische Intelligenz. —  Techniken…. deren Ursprung sich im Dunkel der Zeit verlieren und von den alten Ägyptern, Palästina und den Mystikern des Himalaya ererbt wurden. Alte Traditionen sprechen doch schon von einer Energieform, die das ganze Universum durchdringt. Alles ist eins.  Die Erde hat ein Herz… Leere dein Labyrinth in deinem Kopf…Verlangsame deinen Gang. Finde deine Achse wieder…“,  las ich Brunhilde weiter aus meinem aktuellen Manuskript vor.

„Du musst dein Herz kennen und dich deines bedienen, Martina.  Bewusst – Sein. Wir können durch Schwingung verändert werden. Wir sind Licht.  Licht ist Schwingung. Unsere Körper, jede einzelne Zelle von uns hat ihren eigenen individuellen Rhythmus. Wir sind überall da krank, wo wir nicht heil sind. In unserer Aura zeigt sich das in Form von energetischen Löchern. Also fehlt uns Lichtinformation.  Die Hömöopathie, ein gutes Beispiel, sie  arbeitet mit Heilmitteln, deren Schwingungsmuster die Schwingungsmuster einer Krankheit umzuwandeln vermögen. “

„Ist noch immer alles dran auf meinem Kopf?“ , frage ich besorgt.

“ Die Dinge kommen und gehen. Wir atmen ein. Wir atmen aus. Das Leben macht keinen Unterschied zwischen dem Ein-und Ausatmen. In unser Leben kommen Menschen. Du nimmst ihn entweder hinein oder du wirfst ihn hinaus. Nenn es Liebe, meinetwegen auch Hass, das Anziehende und das Abstoßende.  Wir mögen. Und wir mögen nicht.  Gerade bist du voller Hoffnung. Wenig später bist du hoffnungslos. Es gibt Momente, in denen du dich stark fühlst. Es gibt Momente, in denen du dich selbst vor einem Schatten fürchtest. Dieser Prozess läuft ununterbrochen, jeden Moment. Wir nehmen Einflüsse auf und stoßen sie wieder ab. Der andere Pol ist immer da. Die Lebensenergie existiert in Polarität. Du kannst niemanden lieben, ohne ihn irgendwann zu hassen. Wir brauchen allerdings das eine nicht dem anderen vorzuziehen. Wenn wir allerdings eine Wahl treffen: die Liebe oder den Hass, ruft es eine Störung hervor. Moralisches Auswählen macht es erst zur Hölle. Es gibt beides in uns. Die Dinge kommen und gehen. Wer darum weiß, hängt sich an keines von beiden, denn was wird sonst aus dem anderen Pol?  Sei Zeuge dieser Polarität. Spalte dich nicht in ihr auf.  Sei keines von beiden, dann ist eine dritte Kraft entstanden.
Es ist allerdings auch eine Wahrheit,  dass uns nichts und niemand ohne Grund begegnet und:

wahrheit