Dem Fluss der Ereignisse trauen

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Menschen sind aus zwei Gründen ineffektiv. Entweder wissen sie nicht, was sie wollen, oder sie glauben, es nicht verdient zu haben.

Wir sind nie an eine Vergangenheit gebunden. Wir sind ein fortwährender Dialog zwischen Energie und Form.
Versuchen Sie gerade den Traum von jemand anderem zu leben anstatt Ihren eigenen?
Also ich denke, Sie können sich sicher sein, dass Ihr Traum nicht so aussieht wie der eines anderen Menschen. Ihr Traum ist nämlich einzigartig.
Dabei brauchen wir  nur klar darin sein, was wir wollen. Und dann brauchen wir uns nur mit ganzem Herzen dafür engagieren. Und dann akzeptieren, egal wie es sich entfaltet oder wie es aussieht.  Eine Schöpfungsformel ist Dankbarkeit. Eine weitere lautet: Glaube an das, was  du willst, und wisse, dass du es verdient hast. „Glauben ist Ergriffensein, von dem, was uns unbedingt angeht“, las ich an anderer Stelle.
Noch eine Schöpfungformelt ist Hingabe, nicht wanken, bis sich das, was du willst, im Leben manifestiert hat.
Eine weitere Schöpfungsformel ist das Loslassen von Erwartungen. Nimm es einfach so an, wie es ist. Arbeite damit. Lass deine Erwartungen los.  Liebe es und bleibe bei der Liebe. Dann bist du emotional offen und mental wach und aufmerksam. Dann kann Energie mühelos fließen.
Wende jede Strategie an, die sich gut anfühlt. Es ist nicht die Strategie, die dich ans Ziel bringt, sondern deine Sehnsucht, es zu erreichen, und deine Hingabe bei seiner Verwirklichung. Du musst nicht für Gelegenheit sorgen. Die kommen von selbst. Alles, du brauchst, ist Klarheit und Hingabe.

Wenn wir lernen, Situationen anzunehmen, können wir aus ihr lernen und weitergehen. Wenn nicht, werden wir darin herumstochern und sie vermutlich schlimmer machen. Über das Annehmen erfahren wir inneren Frieden.  Sanft und im Mitgefühl. Anzunehmen ist, als ob man einen tiefen Atemzug macht und sich entspannt.  Dann muss nichts erzwungen werden. Dann verspannen wir nicht. Dann sind keine großen Anstrengungen und Manipulationen erforderlich. Dann müssen keine Schlachten im eigenen Kopf geführt werden. Dann sind keine Urteile und Intrpretationen mehr notwendig auf die Umstände des Lebens. Dann kann man sich besser entfalten, wenn nichts im Weg steht.

Wir haben genau das, was wir brauchen, wenn wir es brauchen.

Hier geht es nicht darum, Dichter oder Floristin, Arzt oder Jurist zu werden.
Es geht um die wahre Lebenskraft, die wir finden können, wenn wir annehmen, wenn wir finden, was wir lieben.

In die Offenheit hinein entspannen. Wenn wir den Mut dazu haben, verlangsamt sich das Tempo, in dem wir in der Geschwindigkeit denken, in der unser Herz fühlt.

 

 

 

Urwissen der Schöpfung

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Foto: R. Weller

Ammonite sind Fossilien. Benannt wurden sie nach dem griechischen Gott namens Ammon.Vor 415 Millionen lebten sie als Muschel-Kreaturen im Meer. Sie sind aus den Bactrites hervorgegangen, sagt die Evolutionsbiologie. Es gab dann drei Katastrophen. Während der Permian Periode vor 250 Millionen Jahren, nur zehn Prozent überlebten, während der Triassic Periode vor 206 Millionen Jahren, es überlebte nur eine Spezie von ihnen. In der Zeit der Jurassic Periode bis zum Ende der „Cretaceous“ Periode starb  der letzte Rest an Ammoniten aus. Man findet Ammoniten auf jedem Kontinent. Sie  sind nicht nur wunderschön, sondern auch von hohem wissenschaftlichen Wert. Geologen können  -dank ihres Vorkommens – Gesteine recht genau datieren.

 

Die harmonischen Prinzipien des Universums

 

ammonite fossil

Unsere Herzen stehen in Resonanz mit der Frequenz des Herzschlages der Erde. Zahlen stehen in engem Kontakt mit Klängen. Jede einzelne Schwingung, jede einzelne Frequenz wirkt auf uns Menschen, auf unser Befinden, auf die Natur, den Kosmos. Nada Brahma – Die Welt ist Klang.  Die 8 Hauptgruppen des Periodensystems korrespondieren mit den 8 Tönen der Tonleiter. Die Töne der Planeten unseres Sonnensystems ergeben eine Harmonie. Die Solfeggio Frequenzen, jene Heilklänge, basieren auf mathematischer Perfektion und können auf die Quersummen 3 – 6 – 9 reduziert werden. Bei den Maya sind es 9 Unterwelten und 13 Himmel. In der Kabbalah wird ebenfalls auf die Bedeutung der Quersummen 3 – 6 – 9 hingewiesen.

Bei den Kelten steckt in der 9 das ganze Universum. Die 5 erfasste Zeit und Raum. Auch bei den Essenern ist die Anwendung der Heiligen Geometrie gebräuchlich. Zahlen sind keine gewöhnlichen Gesetze des Wortes. In der Tradition der Maya, der tibetischen Bön-Tradition, bei Schamanen und weiterer indigenen Kulturen oder auch im Sufismus ist dieses bekannt.
Sie wurden nicht willkürlich geschaffen. Sie sind wesentlich Harmonie, von aller Ewigkeit an. Es sind die harmonischen Prinzipien des Universums.

Für die Essener und Kabbalisten ist alles, was existiert – und zwar ohne Ausnahme  – von einem Lichtfeld umgeben. Dieses Lichtfeld folgt den geometrischen Ordnungs-Prinzipien des Geistes. Der Geist ist primärer Schöpfer- seiner Natur nach im wesentlichen Gedanke und Licht – durch seine Bewegung im leeren Raum des Bewusstseins wurden  alle Dinge erschaffen. Alles spiegelt sich in geometrischer Organisation wieder: Atom, Mineral, Kristall, Pflanze, Tier, Mensch, Planet, Sonnensystem, Galaxie und Universum.

Die Dreiheit ist immer das Vollkommene. Immer dann ist eine Ganzheit errreicht. Drei mal drei ist die göttliche Zahl.

Wunderwerke der Natur.

Wunderschön anzusehen. Überbleibsel aus einer Zeit, die wir uns wohl nur schwerlich vorstellen können.

In der gesamten Natur finden sich die gleichen Muster. Ob in der Sonnenblume oder im Kaktus, ob im Wasserwirbel oder in einer Galaxie, überall treffen wir auf das gleiche System von Informationen.

ammonite shell

 

 

ammonite kleinsten 1,5, cm

kleinste Ammonit, 1.5 Zentimeter

 

 

Die Drei: Zahl des ganzen Menschen aus Körper, Seele und Geist. Zahl der menschlichen Befindlichkeit aus Über-Ich, Es und Ich.  Zahl der Zeit aus Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Die erste männliche (ungerade) Zahl. Zahl der Verbindung von Himmel und Erde durch Luft und Symbol für ein geschlossenes System mit Anfang – Mitte – Ende. Es gibt 3 Erzengel: Michael, Gabriel und Raphael.

 

Die Fibonacchi -Zahlenreihe

heilige geometrie fibonacci2
Leonardo von Pisa, auch unter dem Namen Fibonacci bekannt, reiste nach Ägypten, Indien und nach Syrien. Er hat die Welt der Zahlen und der Kultur entscheidend geprägt. Zu den bekanntesten harmonikalen Strukturen gehört neben dem Goldenen Schnitt auch die Fibonacci-Reihe. Sie fangen mit 0 und 1 an, und dann ist jede Fibonacci-Zahl gleich der Summe der beiden vorhergehenden Fibonacci-Zahlen. Übrigens: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Wiege unseres Zahlensystems  Nordindien und nicht Arabien. Hier entwickelten Gelehrte im dritten Jahrhundert v. Chr. ein Zehnersystem, bei dem man für die Ziffern 1 bis 9 abstrakte, graphische Zeichen schuf. In denen waren bereits unsere modernen Ziffern zu erkennen.

„Die Geometrie ist vor der Erschaffung der Dinge, gleich ewig wie der Geist Gottes selbst und hat
in ihm die Urbilder für die Erschaffung der Welt geliefert“, sagte der Astronom und Philosoph Johannes Kepler im 17. Jahrhundert.

Die Heilige Geometrie ist das Urwissen der Schöpfung. 
Heilig auch im Sinne von heilsam, denn sie wirken zutiefst harmonisierend und erinnern den Menschen an seine ursprünglichen Ordnungsprinzipien. Heil zu sein bedeutet ausgeglichen und im Lot zu sein, verbunden mit dem Weltganzen, auch Urgrund oder Urmatrix genannt. Insofern kann beispielsweise ganzheitliche Architektur auch die Heilwerdung fördern, indem sie durch harmonische Formgebung zum Wohlbefinden ihrer Benutzer beiträgt. Stichwort: Feng Shui, Geomantie.

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Hunab-ku. Dieses Zeichen ist das kraftvollste Zeichen der Maya. Es ist das Symbol für Gottes Welt. Der Kreis, die Einheit,  der Raum, die Spirale, das Zentrum der Galaxie, der Ursprung allen Seins.
Zeit geschieht spiralig für die Maya.

 

 

 

 

Kabbalah oder Kabbala: Für all jene, denen der Begriff Kabbala, auch Kabbalah geschrieben, erst einmal gar nichts sagt:
Es ist sozusagen die geistige Lampe des Abendlandes, über die Mysterienschulen Ägyptens und Israel nach Europa und Amerika gelangt. Sie ist eine mystische Tradition des Judentums, die den Sinn des Gottesnamens, die sternenbestimmte Organisation der Welt, die Naturelemente und die makro-kosmischen Geheimnisse des menschlichen Organismus einschließt. Nach kabbalistischer Ansicht hat Gott alles, was er im Universum geschaffen hat, auch am Menschen geschaffen. Hieraus ergibt sich ein Weltbild der wechselseitigen Entsprechungen von Oben und Unten, Innen und Außen. Der Mensch steht unter dem ganzheitlichen Einfluss universaler Kräfte, kann diese aber seinerseits beeinflussen. Beispielhaft hierfür ist die kabbalistische Wortmagie, in welcher das Aussprechen von Worten eine unmittelbare Einflussnahme auf das damit Bezeichnete nach sich ziehen soll. Jedem Buchstaben des Alphabets entspricht eine bestimmte Zahl und jeder Zahl eine Deutung.  Und noch vieles mehr…
Wir sind umgeben von einem sich gegenläufig drehenden Pyramiden-ähnlichem Lichtfeld, das den feinstofflichen Körper mit der Seele verbindet (Merkabah).

ammonite fossil2

Wenn man die Geheimnisse  der Natur begreift, kann man sich nur vor ihr verneigen. Vor uns liegt Vollendung.
Es ist das leichte Brennen des Daseins, des Wissens um die Wunder dieser Welt. Staunen, erwachen vor der Sonne, spüren, wie die Erde spürt, die sich knirschend um das unsichtbare zentrale Feuer dreht. Es ist dieser Pulsschlag nah an meinen Knochen, der sich im Pulsschlag der Erde wiederfindet – Lebendigsein. Erfahrungen rauschen durch den Raum zwischen  der Haut meiner Seele und der Haut der Welt.  Mein Atem ist es, der mich mit dem Weltganzen verbindet.  Wind, den wir erzeugen, wenn wir laufen, ist die Energie des Werdens. Wind, der zu uns kommt, wenn wir stillhalten, ist die Energie des Seins.  Alles geht nahtlos ineinander über. Wir waren gestern und sind heute. Die Biene umkreist die Blume. Alles, was mit unseren Gefühlen spielt, will unsere Herzen öffnen, um das Licht einzulassen.  Eine Träne und ein Lächeln. Diese Welt, die mit uns unterwegs ist, ist unser Herz.

Wir sind umgeben von einem Mantel aus unsichtbaren Energien. Wenn wir das Materielle überschreiten würden, könnten wir es erkennen. Die Natur ist in Licht gebadet.  Leben ist von Angebinn im Geist. Unser Körper ist nicht so schnell. Unser Körper ist nicht alles, was wir sind. Es gibt keine andere Tiefe als die Tiefe der menschlichen Seele. Wir sind ein atmendes Puzzlestück in diesem Weltganzen.  Die Anleitung zum Leben kommt mit dem Leben. Und im Lauf der Zeit erahnen wir ein Bild und wir begreifen unseren Platz in der Welt. Die Dinge, zu denen wir uns hingezogen fühlen, sind einfach Teile, die jene Höhere Intelligenz, Höhere Macht, Gott,  wieder ungebrochen  für uns zusammenfügt. Es ist als laufen wir rückwärts, um wieder Ganz zu werden.

Und so ist es: Alles läuft letztlich immer wieder auf die Frage der Energie hinaus.

Du bist die Entdeckung von dem, was du hinter deinen Augen bist, was du bist und was deine Bedeutung und dein Sinn ist. Das ist das Mysterium. Du bist nicht die vielen Kleider in deinem Kleiderschrank. Man erkennt dich an deinem Licht und an deiner Energie. Man erkennt dich an deiner Schwingung. Du bist der gehauchte Atem von etwas ganz Großem. Das Licht um dich herum sind die verbliebenen Partikel deines Ursprungs. So`ne Art Transportmittel, durch das du hier auf Erden dieses Abenteuer Leben erfahren kannst. Umarme alle deine Möglichkeiten. Du bist hierher gekommen, um zu lernen zu manifestieren, um zu heilen, was meint, in Harmonie mit dem Weltganzen verbunden zu sein. Du wirst deine Macht niemals kennen und besitzen, bis du weißt, W e r  du bist, bis du weißt, dass du es We r t bist.

Wir könnten diesem Prozess vertrauen. Dem vertrauen, was wir im Herzen hören. Wir könnten weniger Tun und mehr Sein. Tun bringt nicht immer die erwünschten Ergebnisse. Wir könnten aufhören, Dinge zu erzwingen, zu manipulieren, zu bedrängen, voranzutreiben. Wir könnten aufhören, intensiv über Dinge zu grübeln, sich Sorgen zu machen. Geschehnisse herbeiführen wollen, heißt: Kontrolle ausüben. Kontrolle klappt nicht. Damit können wir sogar verhindern, dass es eintrifft. Etwas trifft nicht ein, es trifft nicht so ein, wie wir es wollten und uns erhofften. Wir können davon ausgehen, dass wir mit Kontrolle kein besseres Ergebnis erzielt hätten.
Oft bekommen wir das, was wir wirklich brauchen und häufig bekommen wir noch Besseres. Indem wir loslassen…. Herzenswünsche werden zu Seiner Zeit und auf Seine Weise erfüllt.

Die Kraft des Sprunges

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In Wahrheit schafft erst die Kraft des Sprunges – der Sprung des Glaubens – das Sicherheitsnetz für unser Leben.
Der Glaube ist es, der Berge versetzt. Alles ist möglich, wenn man glaubt. Wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.

Er muss vorhanden sein. Worauf er sich bezieht, entscheiden Sie für sich. Ob es der Glaube an eine andere Person ist, an Gott, an ein Höheres, an das Glück, an den Erfolg, an das Schicksal – woran Sie Ihr Herz hängen. Sie müssen an nichts von all dem Aufgezählten glauben, aber glauben Sie wenigstens an sich!

Haben Sie den Mut zum ersten Schritt. Lehnen Sie bitte nicht gleich den Glauben ab, weil Sie eine gewisse Vorstellung von Gott ablehnen. Denken Sie Ihren Glauben in Richtung Bezugspunkt all unserer Suche nach Wahrheit und Liebe, wenn ihnen das Bild von Gott nicht behagt.

Ein alles veränderndes, heilendes, angstüberwindendes Vertrauen, hieß in der Sprache Jesu „Glaube“.
Ich finde, von dieser Art von Glauben können wir gar nicht genug in unser Leben holen.

Zutiefst daran glauben, dass „die Welt, so wie sie ist, nicht bleibt, nicht bleiben kann, sondern werden wird, wie sie sein soll.“ (C.F . von Weizäcker).

Alles Unmenschliche umkrempeln. Neu machen. Lieben mit weitem, offenen Herzen. Die Frage nach Sinn von Geld und Macht zu stellen. Sich an seinen Früchten erkennen lassen und nicht an frommen Sprüchen. Mitmenschlichkeit wiederbeleben. Personenkult ablegen. Immer wieder über seine eigenen Schatten springen. Urvertrauen entwickeln, das jedes Leben total verändern kann. Für das Naturgesetz des heilenden Vertrauens nicht müde werden. In die eigene Tiefe hinuntersteigen und seinem Selbst begegnen. Herausforderungen begrüßen. Keine Ruhmeshymnen mehr singen. Unabhängig von Gewinn oder Verlust an seinem Glauben festhalten. Dienen. Dienen in Demut, mit Dankbarkeit und Hingabe. Nicht mehr bei anderen nach Fehlern suchen. Neid, Hass, Eifersucht, Wut, Ruhelosigkeit angst um Karrieren, um Autorität mit der Kraft der Liebe auslöschen. Nichts schließt Liebe mehr aus als die Angst. Wirklich heilsam werden für andere Menschen, für die Gesellschaft, für die Natur. Der Schöpferkraft der Liebe vertrauen. Nicht vernünfteln, sondern fühlen. Menschlichkeit dafür bekommen, was wir Tieren antun. Aufrecht gehen, wenn auch gedemütigt und keine Gewalt anwenden. Mit den Leiden der Menschen solidarisch fühlen.

Ein Leben von Angst in Glauben, von Verzweiflung in Selbstannahme, von Aussichtslosigkeit in Zuversicht verwandeln.
Das Prinzip Hoffnung gespeist aus Vertrauen.

Trauen Sie sich, zu lieben: sehen, hören, fühlen, bitten – in Bewegung bleiben, damit die Liebe lebendig bleibt oder wieder lebendig wird. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Den Kopfmenschen sei gesagt: die richtige Einstellung des Herzens ist nicht gegen den Kopf gerichtet. Das Herz macht den Kopf wieder frei. Dem Kopf schadet allerdings ein versteinertes Herz, aber das wissen Sie sicherlich schon längst.

Es ist die Angst, die uns in das Atomzeitalter und in die Gentechnologie führte. Es ist die Angst und die damit verbundene Raffgier, die uns in die Finanzkrise führte. Wem vertrauen wir? Wie ist es um unsere inneren Maßstäbe, wie ist es um unsere seelische Entwicklung bestellt? Reagieren Sie nicht sogleich mit einem ungeheuren Satz von Einwänden.

Nehmen Sie sich bitte Zeit für diese Fragen. Halten Sie inne .

Bewußtwerdung in einer satten Gesellschaft, wissend, dass Autos und Fernseher, Facebook nicht glücklich machen, wissend das Sein entscheidet, nicht der Schein. Es ist die Angst, die uns zu einer erbarmungslosen anspruchsvollen Gesellschaft hat werden lassen, unter unserer Maßlosigkeit leiden Menschen in anderen Ländern, denen wir zum Teil noch die Nahrungsmittel wegkaufen, unter dieser Maßlosigkeit leiden Tiere, leiden wir , denke ich allein an all die Gesundheitsschäden. Eitel konsumieren wir drauflos. Ich glaube, die Heilung der Welt gelingt nur durch die „Heilung“ des Einzelnen.

Dafür haben wir alle eine Verantwortung. Jeden Tag auf ein Neues. Das Leben hier auf dieser Erde ist unser Job.

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Maya-Frau in der Tempelanlage Chichen Itzà, Yucatan, Mexico. Foto:Kunze

Wissen Sie, was die Mayan sagen? Viele von ihnen erzählen folgende Geschichte: Als wir noch im Himmel gewohnt haben, wurde es eines Tages ziemlich eng. Der große Geist entschloss sich daraufhin, uns zur Erde zu senden, um dort als Wesen mit einem physischen Körper zu leben. Und dann hieß es: Jene von euch, die dabei sein wollen, wenn Mutter Erde lebendig und erfüllt mit Leben wird, müssen sie auch beschützen. Wir geben euch machtvolle Medizin der freien Wahl und des freien Willens. Damit seid ihr die Hüter der Erde.

Seit tausenden von Jahren haben sie ihr Wissen gehütet, in den Ländern Guatemalas, Mexico, Honduras und Belize. Das Weisheitsbuch der Maya heißt ‘Popul Vuh’. Am Anfang war Nichts, oder anders ausgedrückt: Alles war in Einheit. Im Popul Vuh findet sich die Schöpfungsgeschichte, der Ursprung des Lebens, wie sie sich in allen anderen Kulturvölkern dieser Welt gleichen. Denn alles steht mit allem in Verbindung.

Wir sind vom Vergessen geprägt. Wir sind Menschen, die in Angst leben. Häufig glauben wir auch, wir seien im Besitze der besseren Zutaten. Glauben, wir backen den besseren Kuchen. Es kommt aber sehr oft vor, dass nicht derjenige mit den besten Zutaten den besten Kuchen backt – immerhin geht es beim Backen nicht nur um die Zutaten, sondern um die Mühe, die Sorge, die Liebe, die man in den Backvorgang steckt.

Stille verändert das Herz. Liebe zieht Liebe an. Glaube versetzt Berge. Vertrauen heilt.

Welche Einstellung haben Sie dazu?

Vom Suchen,Finden und Fragen

Gotteserfahrung

„Was ist das hier nur alles mit diesem endlosen Kreislauf von Zusammenkommen und Auseinandergehen, von Vereinigung und Trennung,  mit jenen Wurzeln  aller Existenz: Erde, Luft, Wasser, Feuer. Jeder kleine Blubb, jeder kleine Knall, vom Lebenszyklus der Sterne bis zum kleinsten Insekt, all diese Dramen kosmischen Ausmaßes – nach bestem Wissen wissenschaftlich vermessen – sind vermutlich nichts weiter als das kollektive Seufzen von uns Menschen. Unsere Augen sind aus Erde gemacht. Selbst wenn wir in den Weltraum geschossen werden würden, sähen wir wahrscheinlich nichts als Erde“,  sagte ich und seufzte laut in die Sternenwelt, die über uns funkelte.

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„Na, du scheinst dich ja in der Ewigkeit auszukennen“, sage Brunhilde und lachte.  „ Du könntest dir ja eine Bohnenranke seufzen und hinaufklettern, dir einen Überblick durch alle Wolkenschichten hindurch verschaffen, Martina.  Mein 82-jährige Freundin sah mich mit einem amüsierten Blick an.
„Lächelst du gerade meine Gedanken an?“, fragte ich.
„Nein, nein. Vielleicht ist es wirklich so einfach, dass wir es glatt übersehen mögen. Frage nicht so viel, Martina.  Mit den Fragen ist das so eine Sache. Einer fragt, woher es kommt, und der überhaupt nicht fragt – genau der erhält Antwort.  Lebe dieses Leben ohne Wie? Und Was? Und warum?

„Dann nimmst du mir einen Wesensteil meines Menschseins. Wir sind nun einmal Suchende!

„ Die Suche nach was? Nach dem Ideal von was? Das ist doch nur eine Fantasie des Verstandes.“

„Aus seiner Seelenfamilie herausgerissen zu werden, muss irritieren. Unsere Sehnsucht hat Gott auch geschaffen. Unseren Verstand ebenso.

„Ja, aber du musst all das in dir vereinen. Du sollst dein Denken nicht aufgeben. Nutze die Kraft deines Denkens lieber dafür, in die Ruhe zu kommen. Dann schwingst du auf einer anderen Frequenz. Wenn wir zu kopflastig sind, dann besteht ein Ungleichgewicht. Das schafft unnötige Spannungsfelder in dir. Der Weg zu deinen Antworten liegt nicht im Fragenstellen, sondern im Fühlen deines Herzens. Fühle die Wahrheiten in dir! Jede Kultur – und da nehme ich nicht mal die Religionen aus – sorgt dafür, dass schon die Kinder, den Kontakt mit dem Herzen verlieren. Dafür gibt es einen Grund, Martina. Alles, was wirklich gefährlich werden kann, kommt aus dem Herzen“, erklärte sie.

„Nicht jede Kultur. In der Kultur der indigenen Völker aller Traditionen der Welt ist das anders. Sie wissen um den Zugang zum Herzen und geben dem im Herz Gesehenen eine Bedeutung“, erwiderte ich.

„Ja, aber in unseren Breitengraden haben wir den Kontakt zum Herzen weitgehend verloren. Mit dem  Verstand fühlt man sich sicher. Du kannst alles vermessen, beurteilen, abwägen. Man ist nicht alleine. Wenn so viele Leute in die Richtung laufen, wird es schon irgendwie stimmen. Du stößt auf Mauern aus Gedanken, umzingelt von Ideologien und Interpretationen, auf Menschen, die unendlich raffen, auf ein Immer mehr. Es schließt so viel aus. Mit dem Herzen bist du alleine. Keiner ist bei dir. Wohin die Reise geht, weißt du dann nicht mehr.“ Sie lachte noch einmal.

Meine Grübchen wuchsen zu zwei Gruben heran. Ich zog Luft ein.
„Rhuka de Koodsha!“
„Bitte?“
„Rhu– ka dä-ä  Ku-utscha“ wiederholte ich und sah dabei in den Sternenhimmel. „Das ist Arämisch. Der Heilige Geist. Ist der Heilige Geist auf dich übergegangen? Du weißt schon Spirtus sanctus.“ Ich lächelte blitzsauber.

Ein anerkennender Pfiff. Ein Daumen hoch.
Dafür flupste sogleich eine Praline in meinen Mund.  Hops.

„Ich wünsche dir, dass du den Erfolg in dir suchst, Martina. Fokussiere deine Gedanken. Lenke Sie. Überwinde deine inneren Grenzen und du wirst so weit gehen, wie du dir es niemals hättest träumen lassen. Es ist völlig egal, wie du dich zufällig fühlst. Warum der gute Moment plötzlich kein guter mehr ist. Wir lieben die Liebe und hassen den Hass. Es gibt da aber so etwas wie einen Urzustand der Liebe. Der geht genau über diese Trennung hinaus.  Diese Verbindung zum Urzustand kannst du nutzen. Bewusst nutzen. Du hast die Fähigkeit der Wahrnehmung. Du kannst dein Ego wahrnehmen. Und du kannst dein Selbst wahrnehmen. Alles eine Frage der Bewusstheit. Um mit die Verbindung zum Urzustand aufzubauen, braucht es einer Frequenz, eines Bewusstseinszustandes. Stell eine direkte Verbindung her zu der Urquelle. Das hat reinigende Wirkung. Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben (Lukas12,32).  Es ist jederzeit zugänglich. Es ist in dir.  Höre nach innen, fühle nach innen.

Hier ging es jetzt mit vollem Elan ans Eingemachte.

„Wenn du dich auf deiner Seins-Ebene aufhältst, verströmst du eine andere Schwingung.
Dann kommen Qualität wie Liebe und Vergebung zum Ausdruck. Dann vertraust du in das Leben. Dann wirkst du mitfühlend, begeisternd und lebendig in die Welt hinein, fühlst Glück, erhältst Inspiration, erlebst Freude, Friede, Licht und Kraft. Das ist etwas anderes, als Angst und Scham oder Schuld, Neid und Eifersucht, Mangel und Begrenzung zu fühlen. Dann fühlst du die Gutwilligkeit des Verstehens und der Versöhnung. Des Menschen Unmenschlichkeit des Menschen gegenüber, lässt Abertausende klagen, schrieb der schottische Dichter Robert Burns. Du brauchst nur die Zeitungen aufschlagen.
Ich bin, ist das Brot des Lebens. Das ist die geistige Nahrung, die dich nährt. Das ist, als würdest du deinen Garten umgraben, Mit dem Umgestalten wird sich auch deine Erfahrung verändern.“

computerfreiertag3 Ich seufzte tief.

„ Alles beginnt dort, wo du dich selbst wahrnimmst. Spüre dich.  Vertraue deiner eigenen Wahrnehmung.  Vertraue in das Leben. Teile Pflanzen nicht mehr in Nutzpflanzen und Unkraut ein. Wir lernen von den tollen Menschen und wir lernen von weniger tollen. Bleib in deinem eigenen Tempo.  Mit 82 Jahren darf ich fragen, welche Vorteile hätte es, hätten wir alle wieder das Tempo von vor 100 Jahren? Mach genau dann eine Pause, wenn du das Gefühl hast, keine Zeit zu haben. Wer sich selbst besiegt ist stark, nicht wer andere besiegt. Liebe ist Vertrauen. Frage nicht Warum?..Wie?…Wodurch?… Mit den Worten Paulus hört sich mein Anliegen derart an: Um solcher Ursache willen, erinnere ich dich, dass du erweckest die Gabe Gottes, die in dir ist…(Timotheus 1,6)

 Nicht wissen, wie einem geschieht, das ist die Bewahrung des Lichts.

Im Gespräch

Im Gespräch

„Brunhildeeee-ee, du kannst doch nicht einfach…Das ist der Heilige Vater, der Papst dieser Welt. Millionen von Menschen knien vor diesem Gottesvertreter nieder! Ein handgeschriebener Brief hätte es doch auch getan.“

„Und ob ich kann. Jesus ist auch in die Schule von Frauen gegangen. Matthäus 15, 22-28). Es reicht! Ich komme im Gefolge der Schwester Gelbe Galle! Sollen wir hier total verblöden? Jesu sagte zu den „Theologen“/ Schriftgelehrten seiner Zeit: „Weh euch, Ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen“(Matt.23,13). Ganz offensichtlich haben seine Aussagen bis heute nichts an Aktualität verloren! Irreführung nennt man das!“

Ich guckte wie ein vom Donner gerührtes Eichhörnchen und versuchte mit rollenden Augen und rudernden Armen dagegen zu argumentieren.  „Woher weißt du denn, dass alles, was er gesagt haben soll, wahr ist?“, fragte ich.

„Wer? Jesu? Woher weißt du, dass es nicht wahr ist? Ich weiß, wie ich mich mit ihm fühle. So, und jetzt lass`mich mal Händeschütteln“ Sie kniff die Augen zusammen.

Ich schluckte.

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Brunhilde erwischte den Papst beim morgendlichen Spaziergang.

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“ Tach auch!  Wie isses es denn so?
Ich komme gleich mal zu Sache, Eure Heiligkeit. Mir brennen nach all den Skandalen nun wirklich ein paar Fragen auf meinen Schühchen!

Bitt sehen Sie es mir nach, wenn ich Sie nicht „Heiliger Vater“ nenne. Von einem Papst sprach Jesus  nicht, auch nicht von einem „Heiligen Vater“ auf Erden. Im Gegenteil, in der Bibel heißt es: „Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist“ (Matthäus 23, 9). Und damit komme ich gleich zum Kern meiner Fragen.

Was macht das Christentum eigentlich relevant, Euer (Schein-) Heiligkeit?“ Für wen will das Christentum relevant sein?“, fragte Brunhilde.

„Ähm…Ja -aa…Ich..ääähmmm.???“ Sein Räuspern zog sich in die Länge.

„Potzdonner. Lassen se man sein. Ich sag`Ihnen jetzt mal was! Ihnen und all ihren Zöglingen.. Die Ursprungsidee des Christentums war, alles zu verändern. Schon vergessen? Offenbarung 21,5. Jetzt mache ich alles neu.  Wieso blieb dann fast alles beim Alten?

“ Hääääh?…“

„Ach! Es geht  doch um Glaubwürdigkeit, um Geldeinnahmen, Geldausgaben und Transparenz in einer Kirche der „Armen“. Die Karten legen Sie leider selten offen auf den Tisch.  Sie gehen wohl eine langen dunklen Weg in Ihrer Männerkirche. Hand in Hand bestückt mit Rangordnung, Hierarchie, Machtgelüsten, Hochmut und Ausgrenzung.“ Brunhilde sauste durch alle Todsünden der Kirche.  „Also, liebe Herren Geistliche, es wäre schon gut, wenn sie sich  daran erinnern könnten, dass das Christentum nicht irgendeine Weltanschauung ist, sondern etwas mit einem Christus zu tun hat. Die Erinnerung an  Jesus, der im neutestamentlichen Griechsich  Christos genannt wird, hält die 27 Bücher des Neuen Testaments zusammen! Das Christentum bezieht sich auf eine sehr konkrete Person“. Sie verzog nachdenklich den Mund nach links.

„Ähm-Jaa-a, ganz richtig…Ähhm-m…“

„Religion im Sinne Jesu ist wesentlich Arbeit an sich selbst, liebe Priester, Bischöfe und Weihbischöfe, Kardinäle und Päpste, Pfarrer, Pastoren und Pastorinnen, kirchliche Erzieherinnen und Erzieher, kirchliche Sekretärinnen und Sekretäre, kirchliche Einrichtungen aller Art.  Warum glauben Sie, dass Jesu in damaligen Zeiten, so viele Menschen erreichte. Er gab Antworten auf konkrete Lebensfragen und bot Lebenshilfe. Er wusste, was die Menschen krank macht. Liebe das Leben, indem du es lebst! Er überzeugte, weil er authentisch das vorlebte, was er den Menschen anbot. Seine Botschaft: das Schwache stärken, das Kranke heilen, das Verirrte suchen. Vertrauen statt verdrängter Angst. Hoffnung statt unreifer Illusion. Liebe. Erkenntnis der Liebe, statt Bekenntnis. Er nahm sich Zeit für leidende Menschen.

Was ist  heute  das Besondere am Christentum? Wollen Sie, Eure Eminenz,  ernsthaft behaupten, Ihre Kirche bringt das von diesem Jesus Christus Gesagte und zu Sagende zur Geltung? Schnüren Sie nicht vielmehr schwere Lasten zusammen und laden sie den Menschen auf die Schultern, aber sie selbst machen keinen Finger krumm, um sie zu tragenSie haben es gern, wenn man sie als hochwürdige Lehrer anspricht“….Mt, 2.3 – Nicht Herrscher, aber kräftig, was – dieser Jesus!“, sagte Brunhilde.

Der Papst holte tief Luft. „Oo…“

“ Sexualverbrechen, Machtsicherungsverträge mit schlimmsten Diktatoren, mangelhafte Aufarbeitung des Mittätertums in der Nazizeit,  Dogmen, verordneteter Glauben, Wahlverfahren ändern, um einen speziellen Kölner Weihbischof an die Macht zu bringen, und nun erfährt man von Millionen und Milliarden an Entschädigungsleistungen neben den Kirchensteuern, die die Großkirchen seit 200 Jahren und bis auf ewig fordern!  Im Wissen darum, dass die Kirchengeschichte in jenen Jahrhunderten alles andere als christlich war – sie  von schlimmsten Greueltaten und Lügen und Aberlügen gezeichnet war, bleibt einem fast die Luft weg!! Hat Ihre Kirche all jene Familienangehörigen in den letzten 200 Jahren entschädigt, denen sie als  Kirche durch Lügen und Intrigen fremdes Land raubte? Ich denke da an die vielen Opfer durch Hexenverbrennungen, Vergewaltigungen und auch Morde. Ich denke an all die NS-Opfer. Ich denke an all die Kinder in kirchlichen Heimen, über die Kirchendiener Schrecken und  Leiden verbreitet hat – bis in die jüngsten Jahre hinein. Ich denke an all die  Menschen und ihre Familienangehörigen, die lebenslang von diesen Taten gezeichnet  waren und sein werden – haben Sie, habe Ihr werte Geistliche, Eminenzen und Exzellenzen,  jenen Menschen  eine Entschädigung auf Ewig gereicht?

Entschädigungsleistungen  vor dem Hintergrund einer Kirche, die den  Ablasshandel erfand,  die viel Geld und Besitz durch Ämterverkauf erwarb. Schamloser geht es nicht mehr!  Papst Innozenz III. schuf gleich nach seinem Amtsantritt 52 neue Sekretariatsstellen, die er für 79.000,- Goldgulden verkaufte. Selbst das Amt des Papstes war käuflich!  All die gefälschten Urkunden im Mittelalter, um an Grundstücke und Werte zu gelangen. Verstorbene wurden nachträglich noch zu Ketzern erklärt, um sich deren Vermögen anzueignen. Papst Alexander II verfügte, das jedes Testament ungültig sei,  wenn es nicht in Gegenwart eines Priesters aufgesetzt war. Bereits im 4. Jahrhundert war die Erbschleicherei durch den damaligen Papst Damasus so schlimm, dass der Kaiser eingreifen musste. Kirchenvater Salvian im 5. Jahrhundert: »Wer sein Vermögen seinen Kindern hinterlässt, statt der Kirche, handelt gegen den Willen Gottes und gegen seinen Vorteil. Das Gesetz der Inquisition unter Papst Gregor IX, Heere wurden von Erzbischöfen geführt, Bauern massakriert und deren Vermögen eingezogen. Klerus und Klöster handelten mit Sklaven.  Mit dem ersten Gold aus der Süd-Amerika-Beute ließ Papst Alexander VI. die Decke von Santa Maria Maggiore in Rom verzieren. Im 15. Jahrhundert ließ die Kirche die Länder Lateinamerikas ausplündern und ihre Bewohner versklaven, bestialisch umbringen und ihren Besitz konfiszieren. Der größte Teil geraubter Schmuckstücke wurde eingeschmolzen, nicht zurückgegeben.  Und wer denkt  schon an das Blut von Indianern, wenn man den vergoldeten Altar der Kathedrale von Sevilla bestaunt. Der Altar ist mit 20 Tonnen Blattgold  versehen.
Johann Wolfgang von Goethe schrieb einst: „Die Kirche hat einen guten Magen / Hat ganze Länder aufgefressen / Und doch noch nie sich übergessen / Die Kirch‘ allein, meine liebe Frauen / Kann ungerechtes Gut verdauen“ (Mephistopheles in Faust I, Vers 2836 ff.

Das Finanzimperium des Vatikans hatte einen ausgezeichneten Start im Jahr 1929, als  Diktator Mussolini und Papst Pius XI. den Lateranvertrag unterzeichneten, demzufolge der Vatikan als Entschädigung für die Herausgabe von 41440 km² italienischen Bodens die Summe von etwa neunzig Millionen Dollar erhielt, schreibt der Historiker Karlheinz Deschner. Tausende Goldbarren lagern in Geheimtresoren in der Schweiz und New York. Der Vatikan ist im Besitz von vielen einflussreichen Banken. Die Kirche mischt mit bei Immobilien, Plastik, Elektronik, Stahl, Zement, Textilien, Chemie, Nahrungsmittel und Bauwirtschaft,Teer, Eisen, Destillaten, Trinkwasser, Gasherden, Industrieöfen, u.a..  Immobilien von unermesslichem Wert.
Auch durch den Verkauf von Segensbriefen. Persönlicher Segen mit Urkunde. Privataudienz mit Video. Heiligsprechungen.

Vor dem Hintergrund solcher Greueltaten und Reichtümer und Raubzüge, muss die Frage gestellt werden dürfen: Welches moralische Recht hat die Kirche, Entschädigungen aus dem Jahre 1803 zu verlangen ?

Pfuiiii!
NEIN, kann das wichtigste Wort in der Liebe sein. Nein, so nicht, verehrte Kirchenvertreter!

Stellen Sie sich mal vor, Sie müssen zum Jüngsten Gericht und haben Ihr Herz nicht dabei. Wie stehen Sie denn dann da!“

„Naa-ja-a, ähm-m, also…Vertrag ist nun mal Vertrag…ähm…“, sagte der Papst. Wie eine Eisbombe saß er vor Brunhilde.

“ Jesus hat Familien auseinandergerissen. Er sagte, die Wahrheit wird euch frei machen, nicht die Familienbande. Sag ja, ja oder nein, nein, alles andere hat keinen Wert. Er sagte: Du kannst nicht zwei Herren dienen – Gott und dem Mammon.  Warum mag die Kirche nicht ihrem eigenen Schatten begegnen?

„Ohh, ihr mit eurem Papageien-Christentum, jeder macht das nach, was der andere macht.  Millionen von Menschen treten aus der Kirche aus. Und was bietet die Kirche jenen zur Antwort? Beleidigt sein.  Ihr betet  die Macht und den Mammon an. So sieht es leider aus!  Tonnen von Gold, Wertpapieren, Aktien, Immobilien, Grundstücke so weit das Auge reicht.  Halb Rom und Verona gehören euch. Ihr seid der größte Großgrundbesitzer Deutschlands und vermutlich auch noch Westeuropas, A13- aufwärts-Gehälter, staatsfinanzierte Pensionen – und ihr sammelt Spenden für die Armen dieser Welt.

Ist das Jesus Botschaft gewesen?  Was hat die Kirche mit Jesus gemacht?

Dem Mann aus Nazareth, der konsequent und als erster Mann gezeigt hat,  was es heißt, das zu leben, was man lehrt.  Habt ihr schon vergessen, Jesu wurde  nicht gekreuzigt, weil er sich anpasste, sondern weil er sich widersetzte. Christlich ist nicht alles, was wahr, gut, schön und menschlich ist. All das gibt es auch außerhalb des Christentums. Christlich ist alles, was einen positiven Bezug zu Jesus Christus hat.

jesusfrage1„In Wirklichkeit betet ihr den Mammon an“, lautete  die Bestandsaufnahme des Christentums in Europa  durch Mahatma Ghandi. Viele Jahre her und doch aktueller denn je! Die Macht und den Mammon. Und das ist der eigentliche Skandal,  werte Herren Bischöfe, Weihbischöfe, Kardinäle und Päpste und alle weiteren staatsfinanzierten Kirchendiener unserer Großkirchen!

Pro Tag (!) sterben ca. 10.000 Kinder weltweit an Unterernährung. Um dagegen zu halten, macht der Vatikan keinen Euro locker, aber er fordert die Gläubigen zum Spenden auf. Eine Theologie der Befreiung sieht anders aus.

Könnte es sein, liebe Kirche, dass ihr die Bibelgeschichte als Schlafgeschichte gegen uns missbraucht? Auch, weil ihr den  wahren Kern – den Zündstoff, der darin enthalten ist – nicht traut zu lehren?

So sentimental-romantisch war Jesus  nicht, wie ihr ihn uns geredet habt.  Wir bekamen das kleine verniedlichende  Jesu-Kindlein in die Krippe gelegt; es folgte der verkitschte verkirchlichte Jesu-Mann. Mit einer Vertröstungstheologie auf das zukünftige Paradies lenkt ihr uns ab. Wir stehen heute vor einer saftlosen Anpassungs- und Servicekirche, peinliche steife Feierlichkeit statt lebendiger Spiritualität!  Kircheninstitutionen, die sich  ohnegleichen mit Unwahrheiten aufladen…,Die Kirche hat das Wissen um das Gesetz von Saat und Ernte und die Reinkarnation in den ersten sechs Jahrhunderten nach Christus aus dem Christentum gestrichen. Verfälschung von Urwissen, wie weit reichen Eure Schandtaten? Die kirchliche Lehre von der Beicht. Der Sündenfall.  Kann heute noch jemand wirklich guten Gewissens glauben, dass die Schuld, die uns ein  Pfarrer vergibt, „Gottes Vergebung“ ist?

Ich frage mich, was Jesus den heutigen Großkirchen entgegen schleudern würde? Viel an seinen Worte von damals bräuchte er heute nicht zu ändern: Weh`euch! Ihr wollt andere führen und seid selbst blind…Ihr Scheinheiligen! Kümmert euch zuerst um die innere Reinheit, dann ist alles äußere rein. Von außen hält man euch für fromm, innerlich aber steckt ihr voller Heuchelei und Schlechtigkeit. (Mt, 23)

Jesus wollte genau das Gegenteil, keine Dogmen, weder durch Verstand noch durch Glauben. Setzt Gott keine Grenzen, das war seine Botschaft.  Geradheit des Herzens. Er wollte den aufrechten Gang, keine Windigkeit des Denkens! Jesus Echtheitskriterium ist immer das Einfache. Er war ein echter Gott-Sucher, ein einfacher Mensch und deshalb ein göttlicher Mensch.

Sein Rezept für die Welt war: Vertrauen, Hoffnung, Liebe. Jesus war ein Suchender und er fand. Er hat geheilt, gepflegt, getröstet, geholfen, geweint und gelacht. Er hat Geschichten erzählt, die Weltliteratur wurden. Er faszinierte Frauen, verwirrte Männer und lernte von Kindern. Er war ein tief Fühlender. Er klagte und weinte. In vielen Situationen hat er geschrien. Er fühlte, er ahnte, hatte Intuitionen. Sein Wissen kam von innen heraus. Er suchte die Heilkraft der Stille und schöpfte tief aus ihr. Bis ans Kreuz war er ein Lernender. Was er sagte, tat er.  Seine Sprache war konkret, bildhaft, zu einer Zeit, in der die meisten Menschen nicht zu lesen vermochten. Diese zeigten sich verwirrt, entsetzt, verwundert, erstaunt. Er reagierte sachlich, einfühlsam, spontan, elastisch. Er war mit seinem Programm identisch. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Er war konsequent, unverwechselbar, als sämtliche Schriftgelehrten und Pharisäer an Konventionen, an Prinzip und Autorität hingen. Er war das größte Kontrastprogramm zu seiner Umwelt, das man sich vorstellen kann. Er war überzeugend und heilend für seine Mitmenschen. Der Mann wollte herrschaftsfreie und gewaltfreie Veränderung und keine nahezu unveränderlichen Systeme etabliert sehen.

Er lernte vor allem in der Schule von Frauen. Im Neuen Testament gibt es nicht eine Stelle, in der er ein einziges zorniges Wort zu einer Frau spricht, aber sehr viele zornige Worte gegenüber Männern – all das in einer massiv männerorientierten antiken Welt.  Nichts hat ihn an Frauen irritiert. Interessant ist hingegen, wie viele moralische Zeigefinger sich von Paulus bis hin zu den neuzeitlichen Päpsten an Frauen richten. Mit Jesus „Modell“ hat das nichts zu tun.  Also auch noch Bedeutungsverschiebungen durch Überlieferungen und Übersetzungen, je nach Bewusstsein des Übersetzers. Nicht immer,  was Jesus sagte, sondern die Meinung von wenig frauenfreundlichen Schreibern liest man in der Bibel.  Verschiedene Schriften sollen  durch Priester und Theologen auch plump gefälscht worden sein.

Der Papst  schrieb über 100 Seiten zur Stellung der Frau. In den ersten zwei Dritteln liest man das, was Anthropologen, Psychologen und Soziologen dazu zu sagen haben. Danach folgt ängstlicher Dogmatismus, warum Frauen in der katholischen Kirche nicht zu Priesterinnen, Bischöfinnen oder zur Päpstin geweiht werden dürfen. Gott hat aber nun  am Anfang den Menschen als  Mann und Frau geschaffen. Markus – das älteste Evangelium.  Nicht Petrus, Maria Magdalena ging zum Grab und hatte begriffen: Er lebt.  Nicht sie, Petrus hat Jesus verraten. Sie und nicht Petrus stand unter dem Kreuz.  Sie hat seine Füße gesalbt. Er hat dieses Zeichen der Liebe später  seinen Aposten gereicht. Zweimal wird Jesus im Neuen Testament geküsst. Von einem Mann und einer Frau. Maria Magdalena und Judas. Die Küsse der Frau sind Küsse der Liebe; die Küsse des Mannes sind Verrat.
Sie symoblisiert das, was Jesus wichtigstes Anliegen war: Liebe. Jesus vertraut der Schöpferkraft der Liebe. Im Herzen jedes Menschen steckt der göttliche Kern. Zu seinem Jüngerkreis gehörten auch Frauen! Von Frauen lernte er, dass vor allem die Schwachen geschützt werden müssen.  Jesus Aufmerksamkeit lag bei den Entrechteten, den Ausgebeuteten, den Schwachen, den Kranken und Gedemütigten.

„Ähm ja, also…äh-mmm, also bitte, darüber kann ich doch mit keiner Frau reden!“, empörte sich Eure Heiligkeit.

„Im Thomas-Evangelium heißt es: „Selig bist du, wenn du weißt, was du tust. Wissen Sie und Ihr Zöglinge,  Kirchenmänner- und frauen,  was sie tun?
Bewusstheit erfordert Tiefe und nicht Gier, Habsucht und Angst vor Machtverlust. Erinnern Sie sich an die
Todsünden im Christentum?“

Brunhildes Berufsberatungsgespräch nahm seinen Lauf.

„Stolz, Neid, Geiz, Gier, Habsucht und Wollust….ähm…und ..es waren sieben…ooohh…mmhh…“

„Der Kapitalismus hat fünf der sieben Todsünden in soziale Tugenden verwandelt, während die  christlichen Haupttugenden Liebe und Bescheidenheit schlecht fürs Geschäft sind.  Was sind die Botschaften im Sinne Jesu?  In dieser schwergewichtigen Phase, wo die Erde ausverkauft wird, wo Kanada Militärschiffe in der Arktis auffährt, will Rußland Herrscher über jenes Meer sein , wo sich Inselvölker mit Zukunftsproblemen ungeahnter Ausmaße wie auch Afrika von China umgarnen lassen. In einer Zeit, in der Deutsche in Australien künftig auf Chinesen treffen werden, die ihnen den Rang ablaufen, wo Menschen in schönsten Paradiesen ihre Inselheimat verlassen müssen, ist der Klimawandel bereits eine große Bedrohung für sie,  weil wir Industrieländer es es mit unserem Lebensstil geschafft haben, in nur zwei Generationen kaputt zu machen, was allenfalls in 30.000 Generationen wieder wachsen kann- – wenn überhaupt !!!!
Einen Hirtenbrief schafft ihr Päpste zu schreiben. Hundert Seiten über die Stellung der Frau. Zwei Drittel davon Meinung Fremder, ein Drittel Dogmen.


Der von der Kirche hochgeschätzte Paulus, wenn auch Frauenfeind,  ließ sich nicht wie die heutigen Theologen für ein geistliches Amt bezahlen,  er arbeitete als Zelt bzw. Teppichmacher. (siehe Apostelgeschichte 18, 1-3; 20, 34; 1. Brief an die Korinther 4, 12; 1. Brief an die Thessalonicher 2, 9). Hier könnten sich die Kirchenmänner also wenigstens ein Beispiel an Paulus nehmen, wenn sie schon nicht das tun, was Jesus lehrte. Aber wenn es unbequem wird, ist ihnen auch Paulus einerlei.“

„Ähähämmm, ja-aa, aber die Politik macht doch auch…..!“

„O man o man! Und dabei könntet ihr großartige Arbeit leisten. Denn die Erkenntnis liegt ja nun mal auch auf der Hand, wir werden mit so vielem fertig, nur nicht mit uns selbst.

“ Was ist christlich? Sa-aagen Sie es mir bitte!“, ereiferte sich Brunhilde.

„Ääähm, jaa-aa…ähmmmm….!“

„Christlich ist heute fast alles:  politische Parteien, Kirchen, Vereine, Entwicklungszusammenarbeit, natürlich Europa, der Westen, allerchristliche Könige, Schulen. Als das Wort aufkam, war es eher Schimpfwort als ein Ehrenname.  Als Rom brannte, schob Kaiser Nero es den Chrestianern zu. Der Geschichtsschreiber Flavius Josephus erwähnt die zweiundsechszigste erfolgte Steinigung des Jakobus ( Bruders Jesu).

Christlich ist aber nicht alles, was wahr, gut, schön und menschlich ist All das gibt es auch außerhalb des Christentums. Ehrlichen Glauben gibt es auch außerhalb des Christentums.  Meditation, Engagement, Aktion, anständiges Leben und Heil kann es auch in anderen Gruppen der Kirche geben.  Für Christen ist letztlich Jesus Christus entscheidend. Christentum ist dort, wo die Erinnerung an Jesus Christus in Theorie und Praxis aktiviert wird.

 Jesus von Nazareth hat nirgends davon gesprochen, dass er sich eine Kirche mit Theologen wünscht, die als Pfarrer und Priester arbeiten. Im Gegenteil: Die Theologen der damaligen Zeit, die so genannten „Schriftgelehrten“, waren die erbittertsten Gegner des Jesus von Nazareth.Den Berufsstand des Pfarrers oder Priesters hat Jesus von Nazareth überhaupt nicht gewollt. Es ist also kein christliches Amt, sondern stammt aus antiken Götzenkulten. Jeder Pfarrer stabilisiert mit seinem Tun dieses Gebäude von Irreführung und hochmütiger Ignoranz.Nach dem kirchlichen Glauben werden die Menschen durch Pfarrer oder Priester von den Sünden los gesprochen. Das ist aber gar nicht möglich. Es gibt keinen Auftrag oder Befehl des Jesus von Nazareth an eine Kirche, so zu handeln Klerikaler Hochmut?

Nachfolge heißt: Höre auf deine innere Stimme, achte auf deine Träume.  Empfinde. Fühle. Habe Ehrfurcht vor dem Leben, folge deinem Gewissen.  Leben heißt Leben von Anfang.  Jesu forderte die „Umkehr des Herzens.“ Jesu Himmelreich ist tief in uns. Er hat den Samen in uns  hinein gelegt. Jesus kam in Liebe. Ich helfe dir, war seine Botschaft. Der Same in DIR ist es, der alles enthält, was in dir wachsen soll! Jesus spricht vom Gesetz von Saat und Ernte.

„Her zu mir, ihr Bedrückten und Bedrängten, ich will euch Ruhe geben.“  (Mt.11,28). Menschen mit gebrochenen Herzen, Ich-schwache-Zweifler und verblendete Ideologen, die im wesentlichen von ihren Vorurteilen leben, bedürfen der „Ruhe“, die die innere Gelassenheit dieses Ich-starken Jesus ausstrahlt. Die Heilkraft der Stille, aus der er tief schöpfte. Er hat seiner inneren Stimme, seinem Vater vertraut, keinem Politiker, keinem Theologen, keiner weltlichen Autorität, keinem Gesetz.  Er kurierte  nie an Symptomen- es ging ihm immer um die grundsätzliche Wandlung.  „Nur wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“ Denhier beschriebenen Jesus finden Sie im Markus-Evangelium.  Er lebte und war getragen von einer zentralen Erfahrung und Wirklichkeit,darum wissend, dass hinter allem, was existiert,  ein gütiger Willen wirkt.



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Finden Sie, dass Ihre Kirche  den Willen Gottes erfüllt?

Feinde entfeinden! Verwandelt das Böse durch das Gute, sagte Jesus. In Gerechtigkeit verwurzelt sein. Die Schwachen will er gestärkt sehen und nicht nur die bürgerliche Wohlanständigkeit bestätigen.

Jesus handelte gegen das Gesetz – aber er folgte dem Impuls seines Herzens.  Personenkult ist das letzte, was zu Jesus passt. Menschensohn, Gottessohn – wir sind alle Gottes Kinder. Jesus sagte es hundertfach: Ihr seid Kinder Gottes, vertraut eurem Vater!  Er postulierte keinen blind-frommen Glauben, sondern einen mit Herz und Verstand. Jesus sah man an der Seite von Minderheiten. Er ging keine faulen Kompromisse ein.

Er wurde im Neuen Testament vielfach als Menschensohn bezeichnet. In der aramäischen Umgangssprache bedeutet es: einfacher Mensch oder einfach Mensch.

Warum ist Ihre Christus-Kirche so autoritätsfixiert, so titelsüchtig?

Die Schwachen sind bei Jesus die Privilegierten. Dann kommen Männer und machen aus Jesu einen Gottessohn und erklären sich selbst zu Halbgöttern. Schwarz für die einfachen Priester, Violett für die Bischöfe, Purpur für die Kardinäle, Weiß für den Papst. Kirchliche Laufstege – klerikale Farbkarriere. Und das im Namen Jesu!  Kein Staat der Welt hat solchen maskenhaften Schnickschnack. Diese ganzen kirchliche Lehren, ob katholisch oder evangelisch, haben nicht das Geringste mit Jesus, dem Christus, zu tun. Jesus setzte niemals eine Institution ein, in der man aufgrund eines bestimmten Amtes plötzlich über bestimmte geistige Fähigkeiten verfügen könne.“

Jesus war kein Theologe und auch kein Priester. Seine Lehrweise war direkt und hatte Bildkraft. Alle missdeutbaren Titel wie Messias und Davidsohn vermeidete er. Keine taktisch kluge Koalition mit bestimmten Gruppierungen, kein strategisch langer Marsch durch die Institutionen, keine Ausnnutzung von Popularität, kein Machtbestreben – im Gegenteil: Machtverzicht. Schonung. Gnade. Frieden, die Befreiung aus dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt, Schuld und Vergeltung.  Er hat mit der Bergpredigt keinen Heimatroman geschrieben.  Jesus hat mit allen Traditionen gebrochen.

Wann ist Ihre Kirche reif für Jesus,?  Wann wagt Kirche einen schlichten Umgang mit Jesus – ohne Umwege? Jesus hat Mut gemacht, eigene Wege zu gehen – was tun Sie als Kirche?
Sie sind gefordert durch seine Person, durch den Mann aus Nazareth, wenn Sie vorgeben, Vertreter des Christentums zu sein! Das Kriterium des Christlichen ist Jesus als der M a ß g e b e n d e – in seinem Wirken und Werk: Nächstenliebe im Dienen ohne Rangordnung, Vergeben ohne Ende, Verzichten ohne Gegenleistung, in der Feindesliebe. Von ihm haben viele Menschen gelernt, was dieser Ellbogengesellschaft voll mit Egoismus so sehr fehlt: Rücksicht zu nehmen und zu teilen, vergeben zu können, Verzicht zu üben und Hilfestellung zu geben, Vertrauen, Liebe, Ganzheitlichkeit, Hoffnung. “

So steht`s geschrieben.
Zehn Minuten später huschten Brunhilde und der Papst den hallenden Gang entlang. Sie warf ein weißes Taschentuch durch die Luft, sodass es flatternd gegen die Fensterscheibe flog.  Weißer Rauch – unser verabredetes Zeichen.  Der Papst rüttelte verwirrt an einer seiner vielen Türen im Palast  und versuchte sich ängstlich aus dem Staub zu machen.

Ach, du lieber Gott, was sagt uns so eine Kirche über uns selbst?…

Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten“ (Johannes 16, 12-13).

Alles Wesentliche liegt heute offen.

Auskunft über die Violettbuch Kirchenfinanzen – Wie der Staat die Kirchen finanziert.  Politologe Dr. Carsten Frerk
Alibri-Verlag, Aschaffenburg 2010
Der Theologe, Drewermann, Eugen, Alt, Franz, Küng, Hans.

Der Mensch – ein Instrument aus 1000 Seiten

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Mit einer Mein-Bauch-Gehört-Mir-Haltung legte ich mich auf eine satt-grüne Wiese. Ich hatte mir einen kuscheligen Platz gesucht. Früher Nachmittag. Es grünt so grün, wenn Bonns Wiesen glühn`. Hier herrscht Harmonie und Farbenklang. Zwitschernde Vögel und das Wehen des Windes. Carpe Diem. Immer wieder wird mir in solchen Momenten klar, es ist das Einfache im Leben, das Einfache in der Natur, der Welt, das Einfache in der Unendlichkeit, das es uns ermöglicht, zu erkennen, anzuerkennen und zu begreifen.

Alles kommt einmal für den, der  warten kann, Geduld Martina. Es ist zwecklos zu drängeln.

Ich nehme an, die Existenz von Kapuzenjacken ist für niemand ein Geheimnis. Ich meine diese Kapuze, die sich zusammenknautscht und im Kragen verstecken lässt, die, einer Schnecke gleich, aus ihrem Gehäuse kommt und wieder drin verschwinden kann. Einige von ihnen besitzen solche Jacken aus  mir unerfindlichen ästhetischen Gründen nicht. Es gibt doch nichts Schöneres, wenn herbstlicher Wolkenbruch-Regen auf den Kopf prasselt. Wer eine Kapuze trägt wird zum Regenschirm.  Das ist eine anerkannte Tatsache. Bitte glauben Sie mir nicht! Erfahren Sie es irgendwann selbst und Sie werden spüren, wovon ich hier gerade schreibe.

Ich bin gerade ein Regenschirm. Es schüttete Bindfäden auf mich hernieder. Leidenschaftliche Sinnsuche bei Wind und Wetter.

Ich bin ein Instrument aus 1000 Seiten, das schon sehr früh nach der einen, bald nach der anderen gezogen, gestimmt, abgestimmt wurde. So vieles läuft im Film des Alltags in uns zusammen. Wir sind bevölkert von Glaubenssätzen, die wir von uns selbst haben. Ja, ja – ein Leugnen ist zwecklos. Besser annehmen, denn ein Annehmen beendet den Zustand des Widerstandes. Familienmuster, Herzensbrüche, Alpträume, bewusste und unbewusste Wünsche, Entscheidungen, Haltungen der Vorsicht oder der Nachlässigkeit, die unsere Erwartungen auf gegenläufige Weise beeinflussen, die das Auftreten von Ereignissen beeinflussen. Ob tiefes Nachdenken oder Unbekümmertheit, die der Mensch in seiner Faulheit hegt, vorausgehen, immer erschafft unser Geist die Welt – unsere Welt, wie wir sie sehen.  Alles besteht in unserer Welt aus Selbstkonzepten. Und wissen Sie was, man braucht echt Talent, um solch erstaunliche Lebenssuppen zusammenzubrauen.

Wie es uns schmeckt, hängt von unserer Stimmung ab, von der Atmosphäre und Art, wie etwas serviert wird, von den Leuten, mit denen wir zusammen sind, von unserem Hunger auf Leben, von unserer Haltung zum Leben, von der Frage, wie wir Aufrüttelndes aushalten und wie es um unser Vertrauen bestellt ist, wenn die festen Grundlagen unter unseren Füßen und über uns zum Beben gebracht werden und die Welt um uns herum total auf den Kopf gestellt wird.
Wie weit vertrauen wir unseren energetischen Schwingungen? Sind wir gewillt der Wahrheit ins Auge zu sehen? Jeder Wahrheit, nicht nur die uns schmeichelnde, auch wenn die Wahrheit gegen alles verstößt, was dir, mir, Ihnen beigebracht wurde? Beigebracht in einer Gesellschaft, die an chronischer Verstopfung leidet, weil sie so engstirnig und egoistisch ist.

ich kann

Mit der Gewissheit eines Senklotes erklärte mir Brunhildchen erst gestern Abend, worauf es im Leben wirklich ankommt: „Erfolg ist sehr eng mit Karma verbunden, Martina. Du kannst der talentierteste Schauspieler oder Sportler überhaupt sein, aber du brauchst eine Gelegenheit, dein Können unter Beweis zu stellen. Du brauchst eine Startrampe. Außerdem benötigst du Unterstützung, denn man muss bekannt werden.  Wenn Erfolg nicht in unseren karmischen Bauplan für unser jetziges Leben vorgezeichnet ist, wird uns vermutlich sogar all das nicht helfen. Darauf läuft alles hinaus. Vergiss aber nicht, irgendwann wirst du Erfolg haben, wenn nicht in diesem Leben, dann in einem anderen Leben. Die Absicht zählt, die Anstrengung, die Liebe, die Opfer, die du dafür bringst. Wichtig ist die Absicht. Die wahren Absichten zählen. Braucht dein Ego eine hundertprozentige Erfolgsrate? Aus Angst vor Versagen? Um andere zu beeindrucken? Absichten und Anstrengungen sind am wichtigsten. Resultate sind auf Gottes Skala erst sehr weit unten angesiedelt. Ja, ja, mein Mädchen, das ist die Wahrheit, du kannst mir glauben, ich habe in diesem Leben schon 82 Jahre Erfahrung sammeln dürfen. Ich kenne das Leben. Schreite auf dem Weg ins Licht voran. Gelange Schritt für Schritt näher an die Quelle des Lichts. Alles andere ist zweitrangig. Setze deine Seele nicht aufs Spiel. Es ist völlig unerheblich, ob du ein Politiker, eine Journalistin oder eine Weltenwanderin bist. Die Seele ist von größter Bedeutung. Deine Absichten, die Liebe und die Anstrengungen, die du unternimmst, um sie umzusetzen. “

Ich fragte: „Und was macht die Essenz der Seele aus?“

„Vertrauen, Martina! Vertrauen ist der Herzschlag der Seele. Liebe und Vertrauen.“

 

Und mit diesen gestrigen Abendgedanken liege ich jetzt auf der Wiese und schmecke den Regen. Schweigend.  Ja, die Essenz des Schweigens ist der Ursprung aller Dinge.  Viele von uns reden gerne. Doch besser wäre, vorbildlich zu leben – ohne großes Aufsehen. Tag für Tag. Wir können eine Botschaft deutlich vermitteln, ohne den Mund aufzumachen. Da ist beispielsweise die blinde Frau, die einzig über die laute Stimme einer rufenden Mutter auf der gegenüberliegenden Straßenseite wahrnimmt, dass das Kind jener Mutter nah dran ist, in ein Auto zu laufen und sie reagiert, nicht sehenden Auges und ohne Worte, und doch mit einem so überaus klaren Blick für die Situation, läuft sie  schneller als gewöhnlich über den Zebrastreifen, um dort auf der anderen Straßenseite dem Kind ein ‚STOP‘ zu reichen, dass sie damit  aus der Gefahrenzone bringt. Von Licht und Herzensenergie durchtränkt. Still, bescheiden und mit völliger Hingabe – ohne ein Wort.

Hilf einfach den Menschen. Das ist der beste Weg…

Davon erzähle ich morgen mehr…