Wahrhaftigkeit

flower power

„Martina –, du — hast – da etwas – auf deinem –ähm, da sitzt was – auf deinem Kopf!,“ stottert Brunhilde vorsichtig hervor.

Ein  „Ach, wirklich. Brunhilde? Ist mir noch gar  nicht aufgefallen!“,perlt mir über meine kleine, herzförmigen Lippen.

„Da-s — si-eht seltsam — aus“. Naja, die Brunhilde kennt sich aus. “ Viele Insektenarten haben die Fähigkeit erworben, sich eine Tarnung zuzulegen. Ist das jetzt deine neue Tarnung?“, fragt sie.

Die nennt, wie es ist.

Schließlich tapfer, dem Schicksal ihrer Fragen nicht entrinnend, antworte ich: „Wie sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können. So war`s versprochen auf dem Buchtitel. Jesus, ich vertraue dir. „Mit klaren blauen Augen einer wachen alten Kinderseele blicke ich in mir ruhend in die Menschenrunde, ähm auf Brunhilde.  Ich hab`keine Ahnung, was hier gerade läuft. Ich hab`nur gedacht, mehr nicht. “
Ungerührt starrt Brunhilde auf mein Kopf- Blumenarrangement.  „Kommt Zeit, kommt Rat“, meint sie dazu.  “ Wäre die Welt vollkommen, was hätten wir dann zu tun? Hast Du vielleicht an ein Baumhaus gedacht?

Sie berichtet  sogleich von einem Buchenbaum in zweieinhalb Meter Höhe. Brunhilde ist mal wieder eine exzellente Dramaturgin.

„Die Geschichte zaubert keine Freude in mein Antlitz. Was soll ich denn jetzt bloß machen?“

brunhildestehend„Papperlapapp, Martina, was sinnierst du da auch schon wieder.  Musste jetzt andere Signale, also andere Verhaltensweisen an den Tag legen, damit dein DNA-Code sich ändert.  Aktiviere deine Gene, laut der Epigenetik funktioniert das. Du kannst deine genetische Bestimmung ändern.  Emotionaler Stress drückt auf die genetischen Auslöser, das führt zur Dysregulation der Zellen und verursacht Krankheiten.  Weil wir immer wieder dieselben Gedanken und Gefühle hegen, Seinszustände also verinnerlichen, aktiviert unsere innere Chemie ständig wieder dieselben Gene, und auch die gleichen Proteine.  Du musst den Genen durch deine Emotionen eine andere Erfahrung senden. Wenn du einen Busch durch Gedanken auf deinem Kopf  wachsen lassen kannst, wirst du ja wohl auch Emotionen durch einen Gedanken erzeugen können. Damit bringst du deine Gene dazu, neue Proteine zu produzieren, die das da auf deinem Kopf wieder verändern. Über Nacht wachsen ja auch bekanntlich graue Haare.  Du brauchste ne neue Verschaltung in deinem Gehirn.  Du weisst ja, im Meer aller Möglichkeiten ist bereits jedes Potenzial existent, du brauchst es dir nur heraussuchen und in ein zukünftiges Ereignis emotional integrieren, als hättest du die Erfahrung schon gemacht, so oft bis das Ereignis dich findet.  Los, du Supermeisterin der Meditation, ab mit deinen Gehirnwellen in den Thetazustand. Lass es schwingen „, erklärt Brunhilde.

“ Das haste jetzt nicht in so einem Reclam-Heft gelesen, oder? Hafte an der Wahrheit wie an der Luft zum Atmen“, sage ich mit ernster Stimme und  gekräuselter Stirn. “

“ Wie kommst du denn darauf? Hast du mir noch immer nicht meine letzte Wahrheit vergeben? Der Schmerz war notwendig , um die Wahrheit zu erkennen“, darauf bestand Brunhilde, “ aber du brauchst nicht den Schmerz lebendig zu halten, damit die Wahrheit lebendig bleibt. Höre auf, dich durch jene zu definieren, die dich verletzt haben. Denke dran, der Lohn der Vergebung liegt tiefer, als eine Entschuldigung derer, die uns verletzt haben. Tausche besser deinen inneren Groll gegen innere Freiheit ein.“

Ich tauchte meinen Lippen in einen aromatischen Minztee mit Zimstange ein. „Die Menschen sind in vielem, was sie tun und sagen nicht wahrhaftig und das bringt  ihr Leben durcheinander und das anderer.   Alles in der Welt hat seine Ordnung.  Wenn jemand nicht tut, was er sagt, wie kann dann Ordnung bestehen? Wo soll da Wahrheit sein? Wenn jemand etwas sagt, was er nicht wirklich denkt – auch da gibt es weder Wahrheit noch Ordnung, sondern nur innere Zerrissenheit“,  urteile ich am offenen Mund von Brunhilde vorbei.

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„Ich sagte und sage auch jetzt die Wahrheit“, mosert sie. “ Alles liegt in mir, der Heilige als auch der Verbrecher, damit zeigte schon Goethe die ungeheure Spannbreite des Möglichen auf.  Du kannst nur das wachrufen, was tief in deinem Inneren schwingt. Das Gesetz der Resonanz…Der Schlüssel zur Umwelt liegt in dir.  Je reiner der Ton, je reiner das Echo.  Rachmaninow, der berühmte russische Komponist wurde 1899 nach England eingeladen. Er litt unter schwersten Depressionen, hatte aber versprochen für die Londoner Philharmonie ein Klavierkonzert zu schreiben. Er griff auf einen Hypnosearzt zurück. Rachmaninow erhielt eine neue Programmierung und neue Gedanken und schrieb sein Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll, das in die Musikgeschichte eingegangen ist. Also, du brauchst nur dein jetztiges Ich schreddern.“

„Schreddern? Wo soll denn das hinführen“, jammerte ich. Wippende Baumkronen, grüne Töne und Wellen, Blumenmeere legen mein reales Gedächtnis lahm.

„Anders fühlen, anders denken, anders tun- hin zum Sein. Sozusagen deinen geistigen Garten versorgen“, höre ich meine gute Fee sagen.

flower powerklein

„Willst du dich etwa lustig machen über mich?“ frage ich. Seltsamerweise ist  weit und breit kein böses Lachen auszumachen. Ich war kein Körper mehr. Ich war ein einziges Blumenmeer.

„Tief atmen. Betrachte immer die helle Seite aller Dinge – und wenn sie keine helle hat, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.  Den alten Gedanken keine Macht mehr einräumen.  Alte Schaltkreise im Gehirn, die zu vorhersehbaren Reaktionen verleiten, neu ausrichten.  Nicht mehr in alten Emotionen gefangen.   Gedanken aktivieren, die mit einem bestimmten Bewusstseinsstrom zu tun haben.  Dein Denken in neue Bahnen lenken. Eine neue Realität organisieren.

Es ist möglich, wenn, wie die Quantenphysik besagt, die Umwelt eine Ausdehnung des Geistes ist, organisiert sich das Leben neu, um deinen neuen Geist zu spiegeln. Die inneren Gefühle  und Gedanken spiegeln sich im Außen wider.  Brenn dir deinen Weg nach außen. Entspanne deine Seele in die Offenheit hinein.   Nocheinmal:  alles Materielle kommt aus dem unsichtbaren Feld des Immateriellen, jenseits von Raum und Zeit. Einfach ausdgedrückt: Säe in die Welt die Saat aus, wird sie mit der Zeit Früchte tragen. Träume einen Traum mental und emotional in der  inneren Welt der Potentiale umfassend, ist er bereits geschehen.  So lautet das Gesetz. Das Schwierigste dabei: dein kostbares Ich.  Wir sind göttliche Schöpfer.  Aber wir sind auch Gewohnheitstiere“,  dringt da die Stimme eines erdigen Schutzengels, der Brunhilde, in mein Bewusstsein.

„Offensichtlich gelang mir meine Zielmanifestation nicht“ , sage ich.

blume

Empfangen, ohne voll zu werden
Vergossen werden, ohne leer zu werden
und nicht wissen, wie einem geschieht –
das ist die Kunst der Bewahrung des Lichtes.
Laotse

„Wie wäre es mit ein wenig Zurückhaltung.  Ein Blume blüht auch nicht, wann es ihr beliebt. Sie sammelt im Winter Kräfte, um bereit zu sein für das Frühjahr. Zurückhaltung richtet sich nicht nach einem Ego, das die Welt nach seinen eigenen Vorstellungen manipulieren möchte. Dein Wille hat Kraft.  Ja. Ob er allerdings immer  im Einklang mit den universellen Gesetzen, nun ja, …eben,  die Welt ist ein vollkommener Spiegel, sie zeigt dir mitunter auf merkwürdige Weise, wo dein Wille im Einklang oder auch nicht im Einklang ist  mit  dem, was du dir als Seele für die Inkarnation gesetzt hast, und ob er im Einklang mit den universellen Gesetzen ist.  Letzteres kannst du auch „zum Wohle aller dienen“ nennen. Du erkennst es an den Früchten, die du hervorbringst und erntest.  Erinnere dich…diese duale Welt ist nicht wirklich….die Hingabe lässt dich mit der Einheit verschmelzen, zwischen dir und dem, was geschieht. Wenn du dir selbst mit dem Eigenwillen im Weg stehst, ist er derjenige, der dich selbst bekämpft. Halte dich im Gebrauch zurück, sodass deine Kräfte im Inneren wachsen können. Übe dich im Gebrauch, ohne sie zu missbrauchen, dass du sie anwendest, wenn du nicht zuständig bist. Zurückhaltung stärkt Kräfte. Du pflanzt doch auch nicht einen Samen und gräbst ihn dann ständig aus, um nachzusehen, ob er wächst. Nicht alles zugleich. Alles zu seiner Zeit, nicht zu einer beliebigen Zeit, nicht an einem beliebigen Ort, dosiert“, sagt sie.

„Mmhh, wenn das Ego verbrannt ist, bleibt Weisheit. Sie entsteht nicht durch das Alter, sie ist immer da. Sie wird nur durch das Ego verdeckt, so las ich erst kürzlich.  Des Weisheit letzter Schluß, heißt es doch, also wenn man nicht mehr weiterweiß und aufhören muss, es selbst besser wissen zu wollen. ….Der Wille hat Kraft, sobald wir aufhören, uns zu wehren…gegen die Einheit..gegen uns selbst, gegen die schöpferische Intelligenz. —  Techniken…. deren Ursprung sich im Dunkel der Zeit verlieren und von den alten Ägyptern, Palästina und den Mystikern des Himalaya ererbt wurden. Alte Traditionen sprechen doch schon von einer Energieform, die das ganze Universum durchdringt. Alles ist eins.  Die Erde hat ein Herz… Leere dein Labyrinth in deinem Kopf…Verlangsame deinen Gang. Finde deine Achse wieder…“,  las ich Brunhilde weiter aus meinem aktuellen Manuskript vor.

„Du musst dein Herz kennen und dich deines bedienen, Martina.  Bewusst – Sein. Wir können durch Schwingung verändert werden. Wir sind Licht.  Licht ist Schwingung. Unsere Körper, jede einzelne Zelle von uns hat ihren eigenen individuellen Rhythmus. Wir sind überall da krank, wo wir nicht heil sind. In unserer Aura zeigt sich das in Form von energetischen Löchern. Also fehlt uns Lichtinformation.  Die Hömöopathie, ein gutes Beispiel, sie  arbeitet mit Heilmitteln, deren Schwingungsmuster die Schwingungsmuster einer Krankheit umzuwandeln vermögen. “

„Ist noch immer alles dran auf meinem Kopf?“ , frage ich besorgt.

“ Die Dinge kommen und gehen. Wir atmen ein. Wir atmen aus. Das Leben macht keinen Unterschied zwischen dem Ein-und Ausatmen. In unser Leben kommen Menschen. Du nimmst ihn entweder hinein oder du wirfst ihn hinaus. Nenn es Liebe, meinetwegen auch Hass, das Anziehende und das Abstoßende.  Wir mögen. Und wir mögen nicht.  Gerade bist du voller Hoffnung. Wenig später bist du hoffnungslos. Es gibt Momente, in denen du dich stark fühlst. Es gibt Momente, in denen du dich selbst vor einem Schatten fürchtest. Dieser Prozess läuft ununterbrochen, jeden Moment. Wir nehmen Einflüsse auf und stoßen sie wieder ab. Der andere Pol ist immer da. Die Lebensenergie existiert in Polarität. Du kannst niemanden lieben, ohne ihn irgendwann zu hassen. Wir brauchen allerdings das eine nicht dem anderen vorzuziehen. Wenn wir allerdings eine Wahl treffen: die Liebe oder den Hass, ruft es eine Störung hervor. Moralisches Auswählen macht es erst zur Hölle. Es gibt beides in uns. Die Dinge kommen und gehen. Wer darum weiß, hängt sich an keines von beiden, denn was wird sonst aus dem anderen Pol?  Sei Zeuge dieser Polarität. Spalte dich nicht in ihr auf.  Sei keines von beiden, dann ist eine dritte Kraft entstanden.
Es ist allerdings auch eine Wahrheit,  dass uns nichts und niemand ohne Grund begegnet und:

wahrheit

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Vergebung

energie

Wenn ein Stammesmitglied der Babemba in Südafrika ungerecht gewesen ist oder unverantwortlich gehandelt hat,wird er in die Dorfmitte gebracht, aber nicht daran gehindert wegzulaufen. Alle im Dorf hören auf zu arbeiten und versammeln sich um den „Angeklagten“. Dann erinnert jedes Stammesmitglied, ganz gleich welchen Alters, die Person in der Mitte daran, was sie in ihrem Leben Gutes getan hat. Alles, an das man sich in Bezug auf diesen Menschen erinnern kann, wird in allen Einzelheiten dargelegt. Alle seine positiven Eigenschaften, seine guten Taten. Seine Stärken und seine Güte werden dem „Angeklagten“ in Erinnerung gerufen. Alle, die den Kreis um ihn herum bilden, schildern dies sehr ausführlich. Die einzelnen Geschichten über diese Person werden mit absoluter Ehrlichkeit und großer Liebe erzählt. Es ist niemanden erlaubt, das Geschehene zu übertreiben und alle wissen, dass sie nichts erfinden dürfen. Niemand ist bei dem, was er sagt, unehrlich und sarkastisch. Die Zeremonie wird so lange fortgeführt bis jeder im Dorf mitgeteilt hat, wie sehr er diese Person als Mitglied der Gemeinschaft schätzt und respektiert. Der ganze Vorgang kann mehrere Tage dauern. Am Ende wird der Kreis geöffnet und nachdem der Betreffende wieder in den Stamm aufgenommen worden ist, findet ein fröhliches Fest statt.

BabembaAls ich davon las, dachte ich: Ja. Ja. Ja. Das ist es. Ja!

„Ja. Ja. Ja.“ dachte ich wieder. Gott hat die Vielfalt geschaffen und gibt allem seinen Raum, er gibt jedem die Möglichkeit sich zu entfalten und sein eigenes Sosein zu leben.
Warum geben wir nicht allem Raum, auch dem, was wir nicht verstehen? Warum nehmen wir es nicht in Liebe auf, vielleicht verstehen wir es dann besser?

„Ja. Ja. Ja.“ , rief ich erneut. Diese Geschichte der Babemas ist ein Beispiel für das, was  möglich ist, wenn wir anderen gerade dann  Liebe reichen, wenn sie es am nötigsten haben. Eben in  genau solchen Momenten, in denen wir denken, sie hätten sie am wenigsten „verdient“, weil  sie uns das Leben  schwer machen. Sie nicht abstrafen, sondern ihnen zeigen, wie wichtig und wertvoll sie für die Gemeinschaft sind.  Sie  an all ihre positiven Eigenschaften  erinnern. Ihnen Respekt und Achtung nicht entziehen.

 

Es würde mehr Frieden auf der Erde geben, wenn jeder an seinem eigenen Platz sein würde und mit diesem Platz zufrieden wäre. Und ich dachte auch : Aber es gibt immer wieder Menschen, die gerne da wären, wo andere sind und diese zurückdrängen und einschränken, um selbst mehr Platz zu haben. Anstatt dem anderen liebevoll zu begegnen und danach zu streben, ihn zu verstehen, versucht man, sich starr abzugrenzen und den anderen loszuwerden. Und dann dachte ich über die Seelen nach und ihr Ankommen in einem Körper und wie sich das Menschenleben so zeigt.

der weg2Es ist doch so: Man wird vollgestopft mit Wissen. Das Motto: ‘Teile und Herrsche’ regiert die Welt. Wir leben abgetrennt von der Natur und von uns.  Am Ende versklaven wir uns selbst.  Man flösst uns ein, wir seien schwach und machtlos. Das alles ist vermutlich eine große, fette Lüge.
Es gibt keinen Grund. Weshalb sollte ich nicht mächtig sein?

Und überhaupt!
Was ist ein Menschenleben?
Die ersten 30 Jahre versucht man etwas zu werden. Zunächst  ein gutes Kind, dann ein guter Schüler, ein guter Auszubildener, ein guter Berufstätiger, eine gute Ehefrau, ein guter Ehemann.  Alles, was ich aus diesem Blickwinkel sah, war: es ist nicht okay,  wie ich bin. Ich musste gut werden. Sie, liebe Leser, vermutlich ebenso.
Irgendwann begriff ich, dass ich das Spiel nicht verstanden hatte.
Das Spiel ist nämlich, herauszufinden, was ich bereits bin.

Ich bin nicht als Martina geboren, sondern als Mensch.  Als Seele, die sich diesen Körper ausgesucht. Das Land, das Geschlecht, wem ich begegnen möchte – alles schon vor der Geburt ausgesucht.  So lernen wir auf unsere bestimmte Art, was wir lernen wollen. Kein Mensch gleicht dem anderen, dachte ich und staunte mit großen, blauen Augen.  Und doch orientieren wir uns am Kulturkreis, an der eigenen Familie, an Freunden, Bekannten oder Kollegen, dachte ich auch. Ich lernte  also  schon kurz nach meiner Geburt, wer ich bin, ob ich gut bin oder böse, erfolgreich oder nicht.  All das ist angelernt. Du siehst jemanden an und es heißt in unserem Kulturkreis: schlauer, dümmer, älter, jünger, ärmer, reicher, hübscher, moralischer. Wir machen all diese Unterscheidungen, um Menschen in Kategorien einteilen zu können und sie dementsprechend zu behandeln. Wir betrachten die Menschen als von uns getrennt, weil wir nur das wahrnehmen, was uns von ihnen unterscheidet.
Seither stört uns das Ausdrücken der Zahnpastatube, der Waschlappen der immer am Becken liegen bleibt, der Nachbar, der die Musik zu laut aufdreht,

weniger stört uns,was ein Eingeborener gerade im Kongo tut.

Ich lernte, dass viele Menschen sich erst richtig wohl fühlen, wenn sie kämpfen können und sie ihr aggressives Verhalten selbst als Stärke erleben. Die Aggression begegnet uns in vielen Schattierungen, als Ehrgeiz, als Eitelkeit, als Eifersucht, als Neid, als Geiz, als Haß, als Überheblichkeit, Arroganz, Zorn oder als Recht des Stärkeren.  Gewinnt die Aggression nicht seinen Kampf -trotz der vielen eingesetzten Energien – richtet sich diese Aggression gegen ihn selbst. Die Diagnose lässt dann nicht lange auf sich warten: Magenkrämpfe, Darmerkrankungen, Gallenleiden, Herzerkrankungen.

Ich lernte, wir leben zwischen Ying und Yang und zwischen Krieg und Frieden in dieser Welt.

Wenn unser eigenes Leben von etwas Fremden berührt wird, fängt es an, zu stören. Toleranz ein großes Wort, gerne verwendet von vielen Menschen.  Letztlich hat Toleranz nur mit unseren eigenen Grenzen zu tun. Aber gerade an der Grenze zwischen Ich und Du wird erst Begegnung möglich. Toleranz hat auch mit Verständigungsproblemen zu tun. Wen du liebst und magst, den kannst du leicht tolerieren. Toleranz hat auch mit Toleranzerweiterung zu tun, da, wo dein Bewusstsein zu eng ist, wo du den anderen nicht verstehst, fängt er an, dich zu stören.
Toleranz kommt aus dem Lateinischen. Ich dulde. Aus meiner Sicht, fühlt es sich nach einer erhabenen Haltung. Für wie lange toleriere ich?  Was, wenn das Tolerierte auf  Toleranzgrenzen eines engen Bewusstseins trifft? Toleranz heißt nicht, dass ich das zu Tolerierende verstanden haben muss.

Nun hat Gott aber jedem Menschen Willensfreiheit gegeben und er lässt jedem Wesen den Raum, sich innerhalb der Gesetze der Schöpfung frei zu entfalten.  Und so sitzen wir mitten drin in vielen, bunten Lernerfahrungen.

Wie wäre es mit Akzeptanz? In Anerkennung der Vielfalt dieser Schöpfung,  dem Anderen mit Respekt und Achtung zu begegnen.

Akzeptanz  bedeutet annehmen, anerkennen, mit jemanden einverstanden sein. Akzeptieren können wir nicht jeden und nicht ohne weiteres. Es setzt voraus, daß wir verstanden haben und das, was wir sehen und hören auch in unser Weltbild aufnehmen können.
Akzeptanz verschließt sich nicht, sondern öffnet sich und lässt Vielfalt hindurch strömen, um selbst zu lernen und zu wachsen. Um sich bereichern zu lassen.

Die meisten Dinge sind so wie sie sind.  Was kümmert uns denn ein Berg, ob er hoch oder steil ist? Interessiert uns doch auch erst, wenn wir ihn besteigen wollen, wenn wir von ihm hören.

Wir sind eins mit allem, was ist. Das ist einfach so.

Eine der dramatischsten Erfahrungen in meinem Leben war es, mit einer Person zusammen zu sein und dann plötzlich zu erkennen, wie sehr ich ihr gleiche und diese Person nicht anders ist, als ich bin.  Man erlebt, dass das Wesentlichste in dir und mir in der Tat ein und dasselbe ist. Man versteht, dass es überhaupt kein „anders“ gibt.

Es ist alles eins. Alles ist aus dem Einen.

Das Leben ist wie eine Fahrt in einem Vergnügungspark. Wenn wir die Fahrt beginnen und denken, es wäre die Realität, dann ist unser Gehirn problemlos in der Lage, es real erscheinen zu lassen. Die Fahrt geht hoch und runter, hin und her, mal Nervenkitzel,  mal mit kaltem Schauer. Sie ist sehr hell und in Farbe und es ist ziemlich laut – und es macht Spaß – eine Weile lang. Man fragt sich. Ist das echt, oder ist das nur ne` Fahrt?  Andere sagen: Macht euch keine Sorgen und habt niemals Angst, denn das ist nur ne` Fahrt. Und wir bringen diese Leute um. Bringt ihn zum Schweigen! Ich hab in diese Fahrt investiert! Schaut Euch meine Sorgenfalten, mein dickes Bankkonto und meine Familie an, das muss echt sein.

Es ist nur eine Fahrt. Es ist nur die Wahl. Aber das macht nichts, denn es ist nur eine Fahrt, die wir jederzeit ändern können. Es ist nur die Wahl. Kein Aufwand, keine Arbeit, kein Job, keine Ersparnisse.

Nur die Wahl, hier und jetzt, zwischen Angst und Liebe.

Das Ego-Bewusstsein ist dabei der größte Betrüger, den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sehen kann. Das Problem ist, dass das Ego sich da versteckt, wo man es am wenigsten erwartet. In sich selbst. Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als die Ihren. Sie halten es für Ihr Selbst. Menschen verteidigen ihr Ego ohne Grenzen. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden, um ihre Ego- Grenzen zu behalten. Die Leute haben keine Ahnung, dass sie im Gefängnis sitzen. Man realisiert nicht, wie durchtrieben das Ego wirklich ist.  Durch die Erfindung dieser ur-eingebildeten Abgrenzung entstehen dann echte Feinde. Etwas wie einen äußeren Feind gibt es aber nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf mir oder  Ihnen sagt,  Alle Feindbilder, die wir haben, spiegeln nur die Ängste unseres Egos wieder. Den Feind in uns.
Dein größter Feind ist deine eigene Selbstwahrnehmung, deine eigene Ignoranz, dein EGO.

 

In einem Tempel des Friedens ist es vollkommen friedlich, weil alles an seinem Platz ist und nichts den anderen stört.  Hier können wir selbst sein, weil uns niemand dabei stört. Was den anderen stört, sind Übergriffe auf sein Leben, auch verbale Übergriffe, wenn du zum Beispiel versuchst, den anderen zu manipulieren oder dafür beinflusst, damit er sein eigenes Leben deiner Meinung nach besser leben kann.
(S.B)

 

elefantliebe

 

Es heißt, Vergebung ist das Mächtigste, was wir Menschen uns reichen können, um diese Welt zu heilen.

Nelson Mandela war einer der großen, der darum wußte. Der innere Frieden ist ein wichtiges Ziel jedes Menschen.  Dann kann die Lebensenergie wieder frei fließen. Aus der Ruhe kommt die Kraft. Es geht dabei nicht um das Vergessen oder darum, alles hinzunehmen, sondern darum, uns nicht als  hilfloses Opfer zu fühlen und uns davon zu befreien.  Vergebung befreit uns von gedanklichen Bindungen des „Was- uns- angetan- wurde“ und sie befreit uns von  jenen destruktiven  Gefühlen, die sich letztlich gegen uns selbst richten.  Vergebung ist  ein Prozess der Selbstheilung.  Wir finden zurück zu einer bejahenden Haltung. Unser Glück hängt nicht von einem anderen Menschen ab, auch wenn wir und das immer mal wieder einreden.  Wir machen unsere wahre Stärke geltend. Unser Leben nimmt seinen Lauf. Wir tragen Sorge für uns selbst. Das nennen wir innere Heilung.  Wir vertrauen diesem Prozess. Wir können darauf vertrauen, dass etwas Gutes geschieht. Vergebung kann sogar chronische Rückenschmerzen und Depressionen lindern.  Wir lassen innere Widerstände los. Wir gehen im Moment der Vergebung mit unseren Gefühlen um.  Wer anderen vergibt, ist für etwas, das ihm angetan worden ist, nicht nachtragend und zur Versöhnung bereit .  Vergebung findet immer im eigenen Geist statt.  Erst die Vergebung befreit von Energieknollen, die wir Groll und unterdrückten Zorn nennen.

Wir sind angehalten, viele Dinge anzunehmen, uns selbst, so wie wir sind, unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse, den Stand unserer Beziehungen mit ihnen, Probleme, Segnungen. Eine Abwehrhaltung bringt uns nicht weiter. Akzeptieren ist jene Zauberformel, die eine Veränderung ermöglicht. Sie bringt Frieden und Zufriedenheit. Sie wirkt nicht ewig, sondern für den Augenblick. Sie richtet das Licht positiver Energie auf alles, was wir haben und sind. Ich setze mich nicht zur Wehr. Ich mache Fortschritte, indem ich akzeptiere, dort zu sein, wo ich heute bin.

Ich bin bereit zu vergeben. Mir selbst und anderen zu vergeben befreit mich von der Last der Vergangenheit. Vergebung ist die Antwort auf fast alle Probleme. Ich vergebe, und schenke mir damit die Freiheit

 Alles, was wir brauchen, wird uns zuteil.
Ich lehne Angst ab.  Ich lehne kurzsichtiges und
kleinmütiges Denken ab.

Ich öffne mich der Fülle.

 

 

 

 

Heilsame kleine Unfälle

fehler gibt es nicht

Samenkörner, die Entwicklung und Wachsen für uns bedeuten. Pflanze sie. Du brauchst auch nicht zu graben, und das Wachsen zu prüfen.
Das Samenkorn weiß, was es werden wird.  Benutze deine Gabe der Fantasie. Hole sie dir zurück.  In Augenblicken wie diesen kann man aus einer Tüte an wertvollen Lektionen lernen.  Es gibt „nur“ das Leben – gewoben mit den Fäden unserer Erfahrungen.  Die Fülle liegt ganz und gar in unserer Bewusstheit.
Geld kauft Dinge,keine Erfahrungen. Die Göttin des Glücks wurde von den alten Griechen nicht ohne Grund kahlgeschoren dargestellt mit einer Locke an der Stirn, an der man sie packen muss, solange sie vor einem steht. Ist sie vorbei, kann sie nicht gehalten werden.  Und dann herrscht das Unerfreuliche, Leidige.  Wer Mut hat, wird es am Ende auch gut haben, weil eine bejahende Haltung das Förderliche, das Gute anzieht.

Das ist ein Lebensgesetz. Wer es missachtet, tut sich schwer. Wer Ja sagt, hat Glück.

Mut, alles als gut zu bejahen. Kein heimliches oder lautes Verneinen, kein Zweifeln, kein Sorgen, kein Ver-urteilen, kein Ablehnen, kein Grollen, kein Schimpfen, kein Trotzen,  kein schwermütiges  oder bitteres Rückwärtsblicken, keinen unerfreulichen Verhältnissen zum „Opfer“ fallen – all dieses greift unsere Reserven an. Es vermindert unser Gut-Haben.

Falls wir auf jemanden wütend oder neidisch sind, berauben wir uns selbst der Gesundheit, der Harmonie und des Guten.  Was wir dem Gegenüber suggerieren, fällt letztlich auf uns zurück. Wir nehmen uns etwas weg, wenn wir versuchen, das Glück eines anderen zu beinträchtigen.

Dazu gehört auch, in solchen Situationen lieber etwas Negatives über den Menschen zu hören, der uns angeblich Unrecht getan hat, statt das Gegenteil.

Wir wissen und fühlen , ob und wann wir jemandem verziehen haben. Das ist gewissermaßen der Indikator. Es teilt sich uns deutlich mit. Immer.

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Solch innige Momente mag ich auch gern wahrnehmen. Lieben Gruß. Foto: Kunze

 

Niemand kann uns Unrecht tun, wenn wir es nicht gestatten. Alles ist ein Spiegel unseres Bewusstseins, unseres Zustandes, jenes Gemisch aus Vorstellungen, Überzeugungen, Stimmungen. Die Handlungen des anderen spiegeln uns die eigene Einstellung wider. Sie erinnern uns an unseren Bewusstseinsstand und darum können kleine Unfälle (accidents) heilsame Wirkung haben. Es sind Boten, wie wir uns selbst sehen. Sie erinnern an unsere  unverarbeiteten Wunden. Ich möchte es als eine besondere Form der „Zusammenarbeit“ bezeichnen, auch weil sie einen in die tiefsten Tiefen zu schleudern vermag.

Hindernisse, unangehme Gefühle – wir stoßen auf sie. Wir stoßen auf unsere inneren Widerstände. Nur allzu gerne ergreifen wir die Flucht, statt gerade ihnen Beachtung zu schenken. Wir geben dem Gefühl der Mutlosigkeit nach, statt uns in den Zug des Wachstums zu setzen, statt uns die Lektion  z u H e r z en
zu nehmen.

Solche Erfahrungen beinhalten einiges, auch das Prinzip der Gemeinsamkeit. Es kann die Chance bedeuten, gemeinsam ein Ziel zu erreichen:

 Eine von Vergebung, von  Gutwilligkeit und Liebe geprägte Stimmung zu schaffen.

„Des Menschen Feinde werden seine eignen Hausgenossen sein (Matthäus 10,36).“

Nelson Mandela ist verstorben. Sein Tod berührt mich. Ich traf auf ihn, während meiner südafrikanischen Zeit.
Vor diesem Mann kann man sich nur verbeugen. Er hat der Vergebung ein Gesicht gegeben.

Den Frieden verdanken die Menschen in Südafrika vor allem ihm.
Ihm war die Wahrheit wichtiger, als das Abstrafen.

Was bleibt ist die Erkenntnis

Was bleibt ist die Erkenntnis

Brunhildchens kleiner weißer Knuddelhund rannte leichtfüßig und spielwütig zwischen die Beine eines Joggers. Er Anfang 40, muskelbepackt. Der Hund drei Monate jung. Jenes männliche Muskelpaket trat dieses Miniknäuel von Hundedame bitterböse, sodass das Sally von Mayflower durch die Lüfte flog. Sie klatschte mächtig unsanft auf den steinigen Boden. Nichts übertönte unser gemeinsames  nachfolgendes Schweigen. Wir starrten auf Sally. Zwei Schockminuten.

Aber dann, dann stieg rote Farbe in Brunhildes Gesichtchen.  „Sie elendiger Wurm, kommen Sie zurück, trauen Sie sich nur..“, und noch so Allerlei brüllte sie mit dem Lungenvolumen einer 82-jährigen diesem Runner hinterher. „Sie sind doch ein Pflegefall…“  Sally rappelte sich und lief schon längst wieder fröhlich umher.
„Du musst dich nicht unbeliebt machen, wenn andere es tun!“, sagte ich. „Was für Gifttaschen trägst du denn in dir, meine Liebe? Auch wenn die Sache eine ganz gemeine Angelegenheit ist, zwei Negative machen noch keinen Positiven. Segne ihn. Segne die Situation. Bleib wachsam für deine Gefühle! Negative Schwingungen sind überall, auf der Straße, im Fernsehen, in privaten Unterhaltungen. Die Welt ist staubig. Komm, wir neutralisieren jetzt das Negative, indem wir einen Strahl von Licht und Liebe auf diesen Mann, auf uns und auf Sally projizieren. Dies ist ein guter Tag und wir sind Magneten. “ Minuten später lachten wir beide laut los. „Sie sind doch ein Pflegefall….der war göttlich gut, liebes Brunhildchen.“  Der Tierarzt meinte später: „Glück gehabt, keine Rippen gebrochen, hätte leicht passieren können.“

„Ängste lassen uns steckenbleiben. So ist es einmal“, schnäuzte Brunhilde. „Darum sollten wir für Stärke, Weisheit, Liebe und Mitgefühl beten, damit das, was das Leben für jeden von uns bereithält, mit Würde, Zufriedenheit und Hingabe akzeptiert werden kann. Das ist unbedingt erforderlich. Daran führt kein Weg vorbei. Alle Qualitäten im Leben kann ein Mensch nur dann leben, wenn er zuvor mit Weisheit, Stärke, Liebe und Mitgefühl erfüllt worden ist. Es ist der sicherste Weg zur einzigen Quelle. Es ist auch die sicherste Art, sein Ziel zu erreichen. Hass, Ärger und alle damit verbundenen Emotionen werden dann in dem Feuer des Mitgefühls verbrannt.“

„Wenn du mich fragst, braucht man auch jede Menge Humor, um durchs Leben zu gehen.“

„Und Dankbarkeit und Hingabe, Martina!“, ergänzte sie. „Hingabe führt zielsicher zu der tiefen Weisheit der Dankbarkeit. Und Hingabe erfahren wir, wenn wir im Aufgeben des Egos mit seiner unaufhörlichen Sorge, seinem Verlangen und seinem Verhaftetsein an seine eigene Schlauheit. Wie sagte es Jesu: Von oben geboren sein…“

„Was meint das?“, fragte ich.

„ Statt uns ständig zu sorgen, um Umstände, um Besitztümer, lieber aus deinem tiefsten Sein Dankbarkeit spüren, meint das.
Also alles Eins – kein Dies und Das, kein ich und mein, nicht anderes, das zu besitzen wäre. Niemand von uns besitzt etwas. Wir besitzen nicht einmal, was uns gehört – nicht mehr als ein Stück Himmel oder die Luft in unseren Lungen besitzen können.  Entsagen und genießen.  Alle Verhaftungen aufgeben, das Bedürfnis deines Egos, alles kontrollieren zu wollen und so zuzulassen, dass der gegenwärtige Augenblick so ist, wie er ist, meint das.  Praktizieren von Dankbarkeit aus einem tiefen Wissen heraus, nicht aufgrund einer Idee oder einem Gedanken. Die Erkenntnis wird dann sein, dass Gottesbewusstsein und Dankbarkeit ein und dasselbe sind. Im Licht des Gottbewusstseins erfahren wir wahre Fülle und Dankbarkeit.  Ich glaube, das meinte Jesu damit.
Wir sollen unser authentisches Selbst voll erkennen, dann würden wir vor Erstaunen in die Knie fallen, heißt es ebenso. Für einen Gegenstand dankbar zu sein, ist ein guter Ausgangspunkt. Aber ich glaube, die Dankbarkeit hat noch eine viel tiefere Dimension.
Was, wenn das Bewusstsein der Dankbarkeit gar nichts mit dem zu tun hat, was wir hier in den äußeren Formen haben? Was, wenn die Dankbarkeit kommt, bevor, und nicht nachdem wir unsere Segnungen gezählt haben?“

„Klingt nach einer friedlichen Stille des Bewusstseins der Dankbarkeit“, sagte ich. Nach ein paar Schritten des Schweigens stellte ich die Frage: „Schließt das auch die Dankbarkeit im Angesicht unserer Feinde ein?“

Worauf  Brunhilde in meinen Haaren wuschelte (ggrrrrrr…) und sagte: „Ich verstehe deinen Hinweis. ( sie lächelt)  Ja, ja…niemand ist eine Insel und wenn man zur Insel wird, zieht man oft die letzten schiffbrüchigen Idioten an, das weiß ich aus eigener Erfahrung…oder man wird komisch. Und um deine Frage konkret zu beantworten: Ja, auch wenn wir nicht frei sind von Problemen, auch im Angesicht unserer Feinde. Dankbarkeit ist die Haltung, mit der wir allem begegnen sollten, unerschütterlich….das Leben ist kein Zuckerschlecken…Ich arbeite daran….immer wieder, wie du siehst, …wer möchte nicht unbelastet vorwärtsziehen, still bereit!“