Eine Reise durch die Welt der Maya

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Die Maya haben als erste den Begriff „Null“ eingeführt. Das erlaubte ihnen mit Zahlen in der Größenordnung von mehr als einer Million umzugehen. Dagegen kannten sie keine Gewichte und Maße. Sie errechneten das Sonnenjahr genauer als unser Kalender. Sie errechneten den Umlauf der Venus und sagten deren Finsternisse mit exakter Genauigkeit voraus. Sternenbewegungen berechneten sie.  Sterne, die man nicht mit dem bloßen Auge  nicht sehen kann. Woher sollen sie etwas vom Asteroidengürtel oder vom fernen Pluto gewusst haben? Dass sie es wussten, zeigt die gigantische Pyramidenstadt Teotihuacan in Mexico – sie erwies sich als perfektes Modell unseres Sonnensystems. Sie besaßen keine Instrumente, um Stunden, Minuten oder Sekunden genau zu messen, nicht einmal eine Sanduhr. Dabei war ihnen das Glas unbekannt. Beständige Beobachtung führten zu Sonnen-Mond- und Venuskalendern.  Die kosmischen Urväter sollen wichtige Botschaften und Codes in den 13 Kristallschädeln hinterlassen haben. Die Maya sagen, diese Kristalle kamen nicht von der Erde, sie kamen mit den Ahnen und den Propheten der Plejaden. Ihre Kinder schielten. Im zartesten Alter band man ihnen eine Harzkugel an eine Haarsträhne und ließ sie zwischen den Augenbrauen herunterbaumeln oder klebte ihnen eine mit roten Federn verzierte Wachsperle auf die Stirn. Wissenschaftler sagen, dies sei ein Schönheitsideal der Maya gewesen. Deutungen. Möglich.Vielleicht vereinfachte dies aber auch „das Sehen“ über das „Dritte Auge“?  Man presste ihre Stirn zwischen zwei Täfelchen, was zur seitlichen Verflachung der Schädel führte.

Das Wort „Maya“ wurde zum Namen ihrer gesamten Kultur. Zuvor bezeichnete es einen großen Teil der Indios in Yucatan. Im Lauf ihrer Geschichte hatten sie die sogenannte „Liga von Mayapàn“ gegründet. Mayapán war für eine Zeit Hauptstadt von Yucatan, jene Halbinsel Mexicos am Karibischen Meer.

Sie kannten keine Gesetze des Städtebaus, bauten aber riesige Städte. Sie legten Straßen an, aber das Rad war ihnen unbekannt. Sie waren großartige Bildhauer, arbeiteten aber mit Steingeräten, die der Zeit des Neolithikums entsprachen. Wir verdanken ihnen die Maiskultur. Und doch  fällten sie mit Steinäxten die Bäume und mit langen Grabstöcken zogen sie Furchen in steinge Böden, um Mais auszusäen. In Tikal, im undurchdringlichen Urwald,  ragen Tempel fünfzig Meter über dem Boden. In einer für den Ackerbau denkbar ungünstigen Umgebung, ohne Fluss, bauen sie eine glanzvolle Stadt wie Tikal. Sie sammelten die Säfte der Bäume: Kautschuk, Chiclè, Kopal und den Gummi des palo mulato. Die Region Péten bietet einen unerschöpflichen Vorrat an Essenzen.Weihrauch für die Götter, duftende Harze für sich und auch für andere Regionen. Andere Städte waren Hauptzentren der Astronomie. Nicht die Fruchtbarkeit des Bodens, sondern der klare Himmel entschied  für den Standort so mancher Stadt.

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Tikal in Pèten ist so eine herausragende Stadt. Sie ist die älteste  Maya-Stadt (bislang! Längst sind noch nicht alle vermuteten Maya-Städte freigelegt). Auf einer Fläche von 16 Quadratkilometer weisen rund dreitausend Bauten alle charakteristischen Merkmale der Maya-Architektur auf. Pyramiden mit Treppen, die zu Tempeln führen, Flachreliefs, Kraggewölbe, Ballspielplätze, Schwitzbäder, Bauten mit fensterlosen engen Räumen, Gräber mit herrlicher Keramik, Stelen und Altäre, in deren Monolithe Hieroglypheninschriften umgebene Gestalten eingemeißelt sind. Ihre Treppen sind mit dem Jaguar und der Schlange gekrönt. Symbole, die die Sonne oder die Venus darstellen. Priester-Könige oder Priester-Krieger sind dargestellt. Tikal war schon 600 vorchristlicher Zeit bewohnt. Es ist nicht so, wie von einigen Wissenschaftlern behauptet, die ersten Maya-Städte seien spontane Gründungen des vierten nachchristlichen Jahrhunderts.

Die Tolteken, die Azteken und die Maya folgten denselben religiösen Vorschriften. Sie zerstörten nach 52 Jahren ihre Tempel oder setzten Pyramide über Pyramide, als neues Zeichen des Lebens. Nach 52 Jahren begann für sie eine neue Ära. Es war der Beginn einer neuen Kalenderrunde.

Sie errichteten Monumente und manchmal zerstörten sie diese wieder, um auf derselben Stelle neue zu errichten. Mitunter wurde der Bau eines neuen Monumentes über dem alten errichtet. In Tikal ruhen die heutigen Ruinen auf den Überresten von etwas zwölf älteren Bauten. Auch der Große Platz liegt auf vier einander folgenden Bauschichten, von denen die älteste aus dem Jahr 150 v. Chr. und die jüngste aus dem Jahr 700 n. Chr. stammt. Es gibt auch Bauten, die niemals angerührt worden sind.
Die Azteken zerstörten im 13. und 14. Jahrhundert ihre Tempel alle 52 Jahre um neue zu setzen. Zwischen den Azteken und den Maya liegen Tausende von Kilometer Entfernung und ein Jahrtausend zwischen den frühesten Bauten beider Kulturen.

Alle zwanzig Jahre errichteten die Maya Stelen.

 

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Brustschmuck aus Jade. Zwischen 300 und 650 n.Chr. entstandende Relief.

Die Pyramiden sind niemals ein Grabmal gewesen, wie es bei den Ägyptern der Fall war. Vielmehr haben die mehrgeschossigen Tempel der Sumerer mit einem Heiligtum auf der obersten Plattform, das ebenfalls der Beobachtung der Sterne diente, mehr Ähnlichkeit mit der Maya-Pyramide. Aber auch hier, glaubt man der Zeitrechnung der Wissenschaftler, liegen 4000 Jahre liegen zwischen den Bauten der Sumerer und der Maya.

 

Die Hieroglyphen ihrer Kalender sind von der Wissenschaft vollständig entziffert. Ein Teil der Baudenkmäler sind erforscht. Die berühmten Bücher des Chilam Balam (Chilam=Wahrsager; Balam=Jaguar, im 16. bis 18. Jahrhundert verfasst), des Popol Vuh und anderer in der Maya-Sprache haben ihre Deutung gefunden. Manchmal mit ausgesprochen hypothetischem Charakter.
Unbestritten ist, die Maya-Kultur ist eine der glanzvollsten des präcolumbianischen Amerikas.

Gegen Ende des 9. Jahrhunderts bricht in den Maya-Städten alles architektonische Schaffen ab.Im 10./11. Jahrhundert verschwinden die Maya auf geheimnisvolle Weise.

 

 

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Maya-Stadt Copan, Honduras. Die Stadt der Astronomen. Kolossalkopf, der große Gott Izamna, der Erfinder der Schrift und der Kalender. Sohn des Weltenschöpfers Hunab Ku.

Der große Gott Itzamnà

Itzamna ist den Menschen freundlich gesinnt. Seine Frau Ixchel ist die Göttin der Überschwemmungen, der Schwangeren und der Weberei. Es folgt Yum Kax, der Maisgott, Ah Puch, der Gott des Todes, Ek, der Gott des Polarsterns und Kukulcan, die Gefiederte Schlange. Kukulcan ist die wörtliche Übersetzung von Quetzacòatl. Bei den Azteken hieß Kukulcan Quetzacòatl.
Überall wo Quetzacóatl vorüberkam, waren plötzlich Handabdrücke auf Felsen zu sehen, berichten die Legenden.
Quetzal= kostbare Feder
Còatl= Schlange

Bei den Azteken war er der Windgott, der Regenmacher. Sie übernahmen diesen obersten Gott von den Tolteken. Ursprünglich hat er Ce-Acatl (Eins-Rohr) , wie das Jahr seiner Geburt, geheißen.

Quetzaòatl galt als sehr häßlich, denn er trug einen Bart. Aber er war fromm, gerecht und wohlwollend. Da er Großes leistete, begann  mit ihm das goldene Zeitalter der Tolteken. Er wollte die Menschenopfer abschaffen, Weihegaben aus Blumen, Weihrauch ersetzen und machte sich damit viele Feinde. Die setzten alles dran, ihn Irrtümer und Sünden begehen zu lassen. Er wurde zweiundfünfzig Jahre alt und lebte so genau eine Kalenderrunde lang. Er starb in einem Jahr, das den Namen Eins-Rohr trug. Sein Herz flog zur Venus, dem Morgenstern, die von nun an den Namen Ce-Acatl erhielt, so liest es sich in den aztekischen Chroniken. Die präcolumbianischen Berichte sagen, Quetzacòatl werde von Osten über das Meer zurückkehren.

Nach den Maya-Erzählungen kam Kukulcan zwischen 967 und 987 nach Chichèn Itzà, nach den aztekischen Quellen bestieg er 977 den Thron von Tollan, verließ dann das Land, wendet sich nach Osten und stirbt 999. Zwei verschiedene Quellen mesoamerikanischer Geschichte stimmen in ihrer Chronologie überein. In den Chroniken erscheint Tollan als ein legendäres Land des „Goldenen Zeitalters“. Es gilt als nachgewiesen, dass die Städte Tollan und Chichèn Itzà tatsächlich von demselben großen Tolteken-König Quetzacoàtl „gegründet“ wurden, der in Yucatan den Namen Kukulcan erhielt. Die Städte liegen 1200 Kilometer voneinander entfernt.

Was nicht heißt, dass diese Stadt nicht schon zuvor bewohnt war. Lange vor Ankunft der Tolteken sollen die Maya in Chichèn Itzà  gelebt haben. So steht es im „Chilam Balam“, dem heiligen Buch der Maya. Zehn Provinzstädte gründeten die damals aus dem Pèten kommenden Maya in Yucatan, darunter auch Chichèn Itzà.  In der ersten Chronik des „Buches von Chumayel“ heißt es: Während des katun 6 Ahau (zwischen 435 und 455) wurde Chichèn Itzà entdeckt. Weitere Chroniken datieren exakt das Jahr 455.

 

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Chichèn Itzá, Yucatan, Mexico. Mit typischen Motiven der toltekischen Kunst. Am Kriegertempel der Kopf einer Gefiederten Schlange. Rechts der Tausendsäulenkomplex. Die Säulen trugen ursprünglich die Dachkonstruktion einer großen Halle.

 

Kulkulcan…Quetzacòatl, die Erzählungen hierzu erinnern nicht wenig an Jesus und seine Kritik an den Herrschenden und dem Tempelkult- die erwartete Rückkehr, das Goldene Zeitalter…Quetzacoatl war Gott und hat gleichzeitig als König gelebt
Die hochbedeutende heilige Stadt Chichèn Itzà auf der Halbinsel Yucatan ist eine Stadt zu Ehren Kukulcan. Die Stadt wurde während des katun 4 Ahau (968-987) gegründet. Die Stadt der  Heiligen Cenoten (natürliche Brunnen) und der tausend Säulen. Es gab ein Nonnenkloster, ein Ballspielplatz, den Jaguartempel, einen Kriegstempel, ein Observatorium, Marktplatz, den Tempel des Tanzes, Tempel der Wandtafeln und anderes. Es wurde eine zweite Pyramide über die erste gesetzt.

 

 

Hunab Ku ist der große Weltenschöpfer und Vater der Gottheiten, die die drei Welten der Maya-Welt durch Sintfluten vernichteten. Die vier Bacab, Götterbrüder, überlebten die Sintfluten. Ihre Aufgabe war es, die vier Zipfel des Himmels zu tragen. Diese vier Himmelsrichtungen haben jede ihre eigene Farbe mit magischer Ausstrahlung.

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Hunab ku. Das mächtigste Symbol der Maya

 

Regengott Chac wurde zu Chac Xib Chac, dem roten Chac des Ostens, zu Sac Xib Chac, dem weißen Chac des Nordens, zu Ek Xib Chac, dem schwarzen Chac des Westens, oder zu Kan Xib Chac, dem gelben Chac des Südens.  Chac scheint den Himmelsgott Itzamna, Sohn des Hunab Ku, vom Thron verdrängt zu haben.

Die Göttin Ixchel wurde in der  yukatekischen Küstenstadt Tulùm verehrt. Zahlreiche Pilger kamen in den Wallfahrtsort am Karibischen Meer. Tulùms ursprünglicher Name war Zama – Stadt der Morgenröte. Die Stadt war der erste Schauplatz der Europäer mit den Maya.

 

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Feenhaus, Tulum, Yucatan, Mexico. Traumhafte Landschaft. Wunderschön zu erleben.

 

 

 

kabahDie Mayastadt Kabah,

auch Kabaah, Kaba oder Kahbah geschrieben, befindet sich auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Von westlichen Forschern erstmalig im Jahr 1843 näher beschrieben, zählt Kabah zu den beeindruckendsten historischen Städten, die das Volk der Maya der Nachwelt hinterlassen hat.

Die Stadt  war mit ihrer Tempelanlage zwischen dem 9.und 11. Jahrhundert  – neben Uxmal – die zweitwichtigste Stadt. Im 11. Jahrhundert wurde sie – wie viele andere Maya-Städte – aufgegeben. Aus den „Büchern des Chilam Balam“ weiß man, dass sich  ein Teil der Nachkommen in Chakumputun, dem heutigen Champotòn, in Tabasco ansiedelten.
Scheinbar folgten diese Stämme den Tolteken und kehrten damit in das Land ihrer Väter zurück?

Das Wort  Kabah bedeutet “Herr der starken Hand”. Einst hieß die Stadt  Kabbala.  Mayatexte sprechen auch von cabalah, cabal, gabal .

Die Mayastätte Kabah stand in enger Verbindung zur Stadt Uxmal.  Uxmal gehörte zu einer von drei Städten, die noch zu Zeiten der Spanier im 16. Jahrhundert existierten. Uxmal bedeutet die „dreimal Erbaute“. Das Schildkrötenhaus in Uxmal ist eines der schönsten Bauten der yukatekischen Maya.

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Hohe Baukunst. Maskenpalast in Kabah, Yucatan, Mexico

 

Das berühmteste Gebäude in der Stadt Kabah ist der ‚Maskentempel‘ – ein Tempel, dessen Fassade komplett mit Masken des Regengottes Chaac (auch Chac) verkleidet ist. Der Palast wird Codz Poop („aufgerollte Matte“) genannt  Das 45 Meter lange Gebäude ist auf einer quadratischen Esplanade mit ungefähr 80 Meter Seitenlänge erbaut. Die Fassade und die Seiten des Gebäudes werden von 260 Chac-Masken (die Anzahl der Tage eines heiligen Jahres) vollständig überdeckt.

 

Der magische Maya-Kalender besteht aus 13 Monaten von zwanzig Tagen. Das Jahr hat also 260 Tage in endloser Wiederkehr. Die Zahl Zwanzig heißt in der Maya-Sprache uinic/uinal, wird also mit demselben Wort wie der Mensch bezeichnet. Die Zahl Dreizehn ist in der Welt der Maya der Angelpunkt ihres gesamten Zahlensystems. Für die Maya gab es dreizehn wichtige Gestirne. Die Dreizehn und Zwanzig könnten die Verbindung von Mensch und Himmel symbolisieren. Zahlen und Namen haben für die Maya verborgene Kräfte des Universums.

 

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Puuc- Baustil

 

Auf 1000 Hektar Fläche finden sich in Kabah weiträumig Pyramiden, Paläste, Triumphbögen und sacbé, jener Verbindungsweg von Kabah Richtung Uxmal.

Das Gebiet von Kabah wurde vermutlich im dritten Jahrhundert vor Christus erstmalig besiedelt. Der Großteil der Bauwerke der Mayastadt entstand zwischen dem siebten und elften Jahrhundert. Die heilige Stätte ist über eine „weiße Straße“ mit der Stadt Uxmal verbunden gewesen. Die beiden Städte liegen 20 Kilometer auseinander.

 

Archäologen haben auf dem Gelände von Kabah auch die Überreste einer ehemaligen Großküche entdeckt, die vor etwa tausend Jahren in Betrieb war. Die Ausmaße des Gebäudes sind für eine Küche gewaltig: Vierzig Meter lang und vierzehn Meter breit soll sie gewesen sein. Es soll sich dabei um die Küche einer Königsfamilie handeln. Bei den Ausgrabungen wurden 30.000 Fundstücke entdeckt.

 

Kaba1Puuc ist ein Yucatek Wort und meint: Hügel, die auf der Westseite Yucatans zu finden sind. Das Wort verweist ebenso auf die Epoche eines Baustils.  Die  Blütezeit der Puuc-Kultur: Proto Puuc (A.D. 250-600), frühes Puuc (A.D. 670-770), klassisches Puuc  (A.D. 770-830), und klassische Puuc Mosaik (A.D. 830-950). Der Baustil umfasste  mehr als 200 Städte und weitere kleinere Gebiete. Die Stadt Kabah gehört dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kabah , Quelle: google

 

 

Fresken im Nahua-Stil, Wandmalereien, Stelen, die genau gleich hoch stehen, Hieroglyphen, Zahlenmystik, Kenntnisse der Naturgesetze, Kunst, bei der astronomische Inschriften sternengleich in ihrer Herrlichkeit zu Jaguarend und Schmetterlingen verwandeln.  Ihre spezielle Art Zeit zu messen, vertrauend auf ihre Götter, auf ihre Riten aus Rauch und Traum, auf ihre Kalendersteine, auf die Musik ihrer Worte, auf ihre Weisheit, auf alles, was in 500 Jahren Eroberung bis heute nicht gänzlich vernichtet werden konnte. Kulturbringer, die Maisanbau lehrten, wie man ihn noch heute sät und erntet. Mit dem Mais wurde die übrige Nahrung gemacht: Bohnen, Kürbisse, Kakao, Tabak, Kikamwurzel, Weihrauch, Kautschuk, Pinie, Baumwolle. Tiere, die diese Märchenwelt bewohnen: Jaguare, Puma, Hirsche, Koyoten, Eidechsen, Schlangen, Adler.  Biblische Geschichten, die sich mit den alten amerikanischen Erzählungen vermischen, fast schon – dank ihrer poetischen Gestalten – bereichern, spanische Eroberer, die so viel Kulturgut zerstörten, ihr großes Interesse, Dokumente verschwinden zu lassen oder nach ihrem Geschmack zu ändern, weil ihnen die Religion der Maya nicht passte, sie durch den katholischen Glauben ersetzt werden sollte.
Architekten, Bildhauer, Ethnologen und Archäologen geraten bis heute ins Staunen und Rätseln. In diesem Sumpfland wurden tonnenweise Steine aufgetürmt. „Von der honigsüßen Hindu-Sexualität findet sich in der Maya-Kultur nicht die geringste Spur“, schreibt Aldous Huxley. Und weiter schreibt er: „Ihr Kopfschmuck ist reine geometrische Abstraktion, ähnlich den glatten Kegeln und Zylindern auf den Köpfen der Menschen von Piero della Francescas Fresken. Streng diszipliniert gehorchten sie einer intellektuellen Ordnung.“

Kostbares Wissen über Kultur,  Sprache und Schrift der Maya verdanken wir einigen Geistlichen des 16. Jahrhunderts. Der Dominikanerpater Bartolomè de Las Casas setzte sich für eine menschenwürdige Behandlung der Unterworfenen ein. Er behauptete, dass es sich bei den „Indios um einen der verschollenen Stämme Israels handele“. Es gab zu jener Zeit eine reiche Literatur. Der Engländer Thomas Gage publizierte 1648 seine Reiserfahrungen. 1688 erschien in Madrid die Geschichte über Yucatan von Diego Lopez de Cogolludo. Erste knappe Hinweise auf die Maya-Kultur findet man im 19. Jahrhundert bei Alexander von Humboldt.

Hier ein kleiner Auszug aus  verschiedensten Hypothesen über die Herkunft dieses Kulturvolkes:

Augustus Le Plongeon schreibt 1886: “ Ich will versuchen darzulegen, daß die alten heiligen Mysterien und infolgedessen die Freimaurerei auf eine sehr viel frühere Zeit zurückgehen, als sich die meisten Erforscher ihrer Geschichte je geträumt hätten. Ich werde keine Mühe scheuen, um ihren Ursprung auf diesem Kontinent, in Amerika, Schritt für Schritt nachzuzeichnen, von dem aus die Maya-Bauern vor nicht weniger als 11500 Jahren ihre alten Riten und religiösen Zeremonien  nicht nur an die Ufer des Nils, sondern auch an die des Euphrats und bis an die Küsten des Indischen Ozeans brachten.“

Guillaume Dupai schreibt 1805: „Was nun die Ansiedlung eines Teiles dieser Bevölkerung angeht, so wiederstrebt es dem gesunden Menschenverstand nicht anzunehmen, daß es sich hier um Auswanderer aus dem östlichen Teil der Welt handelt, um ein Volk, das von der Insel Atlantis stammte… Es fiele mir nicht schwer zu glauben, daß diese Übersiedlung vor oder während der Sintflut stattgefunden hat,weil diese einem Teil der Bevölkerung Zeit und Mittel gelassen hätte, vor der Gefahr zu fliehen;[…]“

Josè Calderòn 1784/1785 ist begleitet von „ortsansässigen Indianern und Mestizen“, als er sich zu den „Steinhäusern“ von Palenque begibt. Dichter Urwald. Er fand niemanden, der ihm sagen konnte, „was es mit dieser Stadt auf sich hat“.  Calderòn beschreibt:  „Die Figuren sind mit großer Geschicklichkeit  aus den Mauern der Paläste herausgehauen, die ganz aus Stein bestehen. Unter ihnen sind menschliche Figuren, die mit seltsamen Federgewänden bekleidet sind, Frauen mit ihren Kindern im Arm und von riesiger Größe; Inschriften oder Wappen, und dann der Turm, den man dort sieht, der unvollständig ist zu dem großen Palast gehört. Es heißt, Plutarch berichte, die Römer hätten Halbmonde auf ihrem Schuhwerk getragen, um damit auf die Unsterblichkeit der Seele hinzuweisen. Ob es Römer waren, die hier regierten? Oder Spanier, die zur Zeit der Maurenherrschaft bis zum Hafen Ctasaja kamen, wo sie an Land gingen, oder gar jene Karthager, von denen es heißt, sie seien nach Amerika gekommen? Ich weiß es nicht.“

 

Heute begehen die Maya nicht mehr ihre Tempel und Orte, die von Stelen und Opferplätzen umgeben sind,  sie feiern in den Vorhöfen von Kirchen und in den Kirchen selbst, wo sie in blutüberströmten Christusbildern den Maisgott zu sehen glauben, oder sie feiern auf Bergen oder in Höhlen. Die Monumente ihrer Zeremonialzentren, ihre Ballspielplätze, ihre Pyramiden, ihre Paläste und Tempel sind dennoch keine toten Reliquien. Wer sich über die Baukunst, die Höhe und Steilheit der Pyramiden ein eigenen Eindruck verschaffen will, der kann es noch heute tun.  Wer sich an jenen Maya-Stätten einmal aufgehalten hat, weiß um die besondere Energie, die dort zu spüren ist. Über die Ballspielplätze, auf denen sie leidenschaftlich spielten, kann man heute noch gehen. Dort kann man in die Hände klatschen und über den Ton staunen, der klingt, als sei es der Vogel Quetzal. Zufall? Nein. Die Maya setzten ihre Steine millimetergenau, damit dieses Echo entstehen kann. Wenn man dort steht, spürt man die religiöse Aura, die alles, was das Ballspiel anging, umgab. Die Nacht vor dem Spiel verbrachten alle Spieler im Gebet.

Ihre Wurzeln leben noch.

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Prophezeiungen und Beobachtung der Maya

 

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Maya-Stätte Tulum, Foto: Kunze,

Die Mayan sagen: Wenn wir uns nicht ändern, wird das schwer wiegende Folgen haben. Wir haben die Erde in eine Müllhalde verwandelt. Wenn wir aufhören zu lieben, dann verschmutzen wir uns selbst, und unser Denken und Tun verdunkeln sich. Wir haben uns dadurch die reine Luft zum Atmen genommen.

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Maya-Kalender.

Die Mayan verfügten über Kenntnisse um die Kosmischen Gesetze der Zeit. Und um dieses Wissen der vierdimensionalen  Zeit und ihrer kausalen Zusammenhänge geht es. Insofern ist der Kalender weit mehr als ein Kalender, wie wir ihn verstehen, wenn wir das Wort Kalender hören.  Der 2011 verstorbene Jose Argüelles ist derjenige, der dieses Wissen aus der Alten Tradition dechiffriert hat. Bekanntwurde Arguelles durch seine Bücher  Der Maya Faktor und Earth Ascending

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mein Geburtstag in Maya-Schriftzeichen, bekommt man eigens gemalt/gedruckt  in Chichen Itzà  Foto: Kunze

Trennungen beenden

Die Wettermuster geraten völlig aus dem Gleichgewicht. Extreme Temperaturen werden sich zeigen. Auch die Regenfälle verändern sich.  Wenn Völker aus dem Tritt geraten und nicht meh rin Übereinstimmung mit der Natur leben – dann wird für sei das Ende auf dieser Erde kommen. Das ist das göttliche und natürliche Gesetz. Hört auf diese Worte. Jede negative Prophezeiung, die in Erfüllung geht, ist eine fehlgeschlagene Prophezeiung. Denn sie ist einzig dazu da, uns zu warnen.

Europäer lehrten uns allen den Weg der Trennung und der Herrschaft der Menschheit über die Erde. Das sind nicht unsere Wege.
Der weiße Mann hat uns gelehrt, dass Gott getrennt ist von uns und dass der Kontakt nur durch organisiertee Religionen möglich ist. Wir zeigen unseren Kindern, dass Gott überall ist, in jedem Baum, in jedem Blatt, in jeder Wolke, in jedem Berg. Jede Blume hat den Geist in sich, das Bewusstsein des Schöpfers.

Cosmic-Call

Cosmic Call

Überall, wo der weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie verwundet. Wir lehren unseren Kindern, die Gesetze der Natur und des Lebens zu beachten. Sie lernen, dass sie auf die Zeichen von Mutter Erde achten und dass sie alles zurückgeben, was sie von ihr erhalten. Sie lernen auf ihre innere Stimme zu hören und so ihren Weg zu gehen.
Der weiße Mann hat uns gesagt, dass es nur eine Art gib, den Großen Geist anzubeten und ihm zu dienen. Wir haben nie verstehen können, warum er dann die Menschen so verschieden behandelt. Unsere Kinder wissen, dass sie ein Ausdruck des Großen Geistes sind. Er ist das, was sie sind und sie sind das, was er ist. Er tut, denkt und fühlt – was sie denken und fühlen und umgekehrt. Sie wissen, dass sie wertvoll sind, wie sie sind. Und sie wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr Leben ein besonderer Beitrag ist für den Frieden unter den Menschen auf Mutter Erde.
Wir haben beobachtet, dass die weißen Menschen ihren Kindern sagen, dass sie von nichts eine Ahnung haben und dass deshalb ihr ganzes Leben zum Lernen da ist. Wir sagen unseren Kindern, dass sie das große Wissen in sich tragen und dass jeder Tag dazu da ist, um daraus zu schöpfen und dabei sich selbst sowie die Welt ständig neu zu erschaffen.

Wir haben gesehen, dass es für die weißen Völker sehr wichtig ist, Entdeckungen zu machen. Sie haben die Wissenschaft erfunden, weil sie glauben, dass sie nichts wissen. Darin aber liegt die Ursache ihrer Angst. Und wo Angst ist, dort ist Zerstörung. Unsere Kinder erfuhren, dass das große Wissen in ihnen selbst liegt, weile jede Zelle ihres Körpers die Erinnerung an alles trägt.  Sie haben gelernt, dass es nur eines gibt, was wirklich zählt, nämlich dass sie sich schöpferisch am Spiel des Lebens beteiligen.

Wir haben die Weltsicht des Westens studiert und haben entdeckt, dass sie ein großes Problem hat. Sie trennt die Menschen von der Natur. Dann können die Menschen die Natur nur noch als Gegenstand sehen und nicht mehr als ihre Seele begreifen. Und von diesem Abgeschnittensein kommt ihre große Einsamkeit.

Die Weltsicht eurer Wissenschaftler ist nur eine unter vielen und sie ist sehr eng. Deshalb können sie auch nicht wirklich die Zusammenhänge dieser Welt erklären. Sie können die Weisheit unserer Kulturen nicht erklären. Sie können die Pyramidenbauten nicht erklären. Ob das Inka-Imperium oder Stonehenge in England.  Es wird für euch ein Rätsel bleiben, wie einfache Menschen dazu fähig waren, solche Steine zu bewegen und diese perfekte Bauten zu schaffen.

Der Oberste des Weisenrates aller Urvölker auf dem Kontinent Amerika, Don Alejandro Cirilo, der Groß-Älteste der lebenden Quiche-Maya, auch Wandering Wolf genannt,  Guatemala, meint dazu:

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Sein Maya-Name ist Wakatel Utiw, was “Wandering Wolf” bedeutet.
Er wird auch Großvater Cirilo oder einfach “Tata” genannt, was in der Sprache der Maya Großvater bedeutet.

“Die neue Sonne wird kommen, aber wenn wir nicht unsere destruktiven und unharmonischen Handlungsweisen ändern, werden viele sie nicht erleben,” warnen die Ältesten. “Wir sind nicht machtlos angesichts der Dinge, die uns passieren, sondern wir „geschehen“ der Erde und einander”, sagt Cirilo in seinen befähigenden Lehren. Unsere Handlungen haben eine unausgewogene Welt geschaffen, die wieder ins Gleichgewicht gebracht werden muss, um noch mehr Leid für die Menschen und alles Leben zu vermeiden.

“Ihr vom Westen habt uns großes Wissen gebracht – und wir haben eine andere Wissenschaft. Es ist die Wissenschaft, die wir jetzt brauchen werden. Wir nennen sie die Wissenschaft des Herzens. Wissenschaft ohne Verständnis des Schöpfers ist zerstörerisch. Nur das Wissen, das die universelle Kraft mit einbezieht, hat keine Grenzen. Hört auf euer Herz. Mutter Erde (pacha mama) ruft euch. Sie ruft jeden von uns, damit wir sie heilen und dabei auch uns selbst.

Es ist  jetzt  Zeit, unsere Art zu denken, zu leben und zu sein zu ändern – bevor es zu spät ist.  Die Erde ist nicht unser Besitz. Die Herrscher der Welt beginnen zu spüren, dass ihre Macht zu Ende geht. Wir benötigen jetzt die Macht der Menschen, die fähig sind, einen neuen Weg zu gehen. Und es steht geschrieben, dass die alten Völker diesen Weg des Friedens bewahrt haben.”

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Lage und Aufteilung der Tempelanlagen in Tulum, der Maya-Stätte am Karibischen Meer. Vor ihr liegt eines der längsten Korallenriffe der Welt im Meer, das exakt vor der Maya-Statte geteilt ist. 80 km – die Zufahrt – als hätten sie es gewusst…Die Gebäude waren einst viel farbiger. Foto:Kunze Tulum, Mexico

Tulum liegt 130 Kilometer von Cancun entfernt. Der Küstenstreifen wird auch Riviera Maya genannt und liegt im Bundesstaat Quintana Roo auf der Halbinsel Yucatan.  Es gibt dort den  „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, den „Tempel des Windes“ und den  Freskentempel sowie den  “ Tempel der Feen“(Bild 2.Reihe rechts.)

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Tulum,  Mexico, Fotos: Kunze
Die innere Stadt wird von einer zum Meer hin offenen Stadtmauer umrundet, an deren Nordwest- und Südwestecken Wachtürme stehen. Tulum war im 13. und 14. Jahrhundert einer der größten Städte in Yucatan. Sie war ein wichtiger Handelsknotenpunkt.
Von hier aus wurde erbitterter Widerstand im Unabhängigkeitskrieg der Maya (1847 – 1901)  gegen Mexico geleistet. Ein Sprechendes Kreuz wurde dort von der Maya-Priesterin Maria Uicab, der Königin von Tulum gehütet. Sie fassten diesen Kries ausschließlich als Verteidigungskrieg auf. So nutzen sie nicht die günstige Gelegenheit um Städte von „Weißen“ zu stürmen, weil sie an jenen Städten gar kein Interesse hatten. Mexico verkaufte Maya als Sklaven nach Kuba in jenen Jahren.

Das Sprechende Kreuz war ein Orakel. Chan Santa Cruz war der Kern des politischen Zentrums  der Maya in jenen Jahren des „Kastenkrieges“.  Der Maya-Führer Jose María Barrera  fand in einem unbewohnten Waldgebiet neben einem kleinen Cenote namens Lom Ha’ („gespaltene Quelle“) ein kleines Kreuz, das in einen Baum geschnitten war. Über dieses Kreuz soll Gott zu ihm gesprochen und ihn zur Fortsetzung des Kampfes ermuntert haben, und so entstand hier ein Heiligtum.

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Kapokbaum in Chichen Itza, Yucatan, Mexico, Foto: Kunze

Der Ritus des Sprechenden Kreuzes stellt eine synkretistische  Verschmelzung alter Maya-Religion mit christlicher Symbolik dar. Das Kreuz beinhaltete drei Elemente der alten Maya-Religion: Es wuchs auf den Wurzeln eines Kapokbaums  des heiligen Baums des Lebens (Ya’axche’, Spanisch Ceiba), der aus einer Höhle wuchs (Áaktun, heiliger Ort der Mayas), die sich bei einem Cenote  (Ts’ono’ot) befand (Ort des Regengotts Chàak).  Es gab ein Sprechendes Kreuz in Tulum, eben von jener besagten Maya-Priesterin gehütet. Heute wird der Kult noch in vier Orten gepflegt,  X-Cacal Guardia, Chancah Veracruz, Chumpón und Tulúm gepflegt. Kein Weißer oder sonstiger Fremder wird an das Kreuz gelassen.

Cenoten – sind für Maya heilige Teiche, die sich direkt zum Herzen der großen Mutter öffnen. In Chichen Itza beispielsweise gab es unterirdische Flüsse, darum wurde dort die Stadt erbaut.  Allein zu Ehre dieser heiligen Stätte. Das Wasser ist für sie heilig – noch heute. Man fand Knochen  in Chichen Itza von über 300 Maya, die sich in jenem Wasser geopfert hatten. Dieses Ritual war für die Auserwählten eine große Ehre, da sie auf diese heilige Weise zur großen Mutter zurückkehrten. Tausende von Kristallen fand man zwischen den Knochen. In diesen Kristallen sollen die Gebete der Vorväter gewesen sein.  Das Magazin National Geographic ließ 1950 Teiche ausheben. Sie haben sie weggenommen. Jahre später kamen sie nochmals und  holten wirklich jeden Stein aus der Cenote heraus.

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Chichen Itzà, Mexico, Foto: Kunze

Diese Pyramide bedeutete für die Maya der Zugang zum menschlichen Herzen und der Schlüssel zum Verständnis der Maya.  Der Grund für den Bau finde sich nicht in diesen Gebäuden – in der Pryramide steckt noch eine Pyramide  – sondern im Dschungel.  Die Cenoten.  Oben auf der Pyramide sind vier Öffnungen. Drei davon führen in einen gemeinsamen u-förmigen Gang. In der oberen Öffnung des U gibt es eine weitere Öffnung, die führt genau zum Mittelpunkt der Pyramide.  Es geht ein wirklich starke Energie von dieser Pyramide aus.  Es heißt die Energie des Herzens fließt durch Chichen Itzà. Wer sich darauf einlässt, fühlt dort seinen Mer-ka- ba, seinen Lichtkörper.  Mer= Licht, Ka= Geist, Ba= Seele.  Es ist der Teil eines Gitternetzes des Einheitsbewusstseins , die diese Pyramide channelt.  Die Große Pyramide Ägyptens ist im Hinblick auf ein Teil des Gitternetes die Energie des Verstandes.
Die großen Stufen brechen das Licht. Am Fuß der Pyramide ist ein aus Stein gehauener Schlangenkopf, der gen Norden gerichtet ist.  Wenn man an der Frühlings-Tagundnachtgleiche zu Sonnenuntergang vom Westen asu darauf schaut, bricht das Sonnenlicht, und einen Moment sieht es so aus, als gleite eine Schlange von der Spitze der Pyramide aus nach unten. Durch diese Schlange wußten die Maya, wann die Frühlings- Tagundnachtgleiche gekommen war, und konnten sich beim Ackerbau und hinsichtlich ihrer spirituellen Dinge daran orientieren.

All diese Tempel an speziell ausgewählten Orten haben eine Bezug zu den Chakras.  Kohunlich, eine weitere Maya-Tempelanlage, etwas 50 Kilometer entfernt von Chetumal, alles entlang der Ostküste,  zeigt auf jeder Seite der Pyramide Reliefs von menschlichen Gesichtern, jedes ungefähr 3 Meter hoch und mit einem Punkt zwischen den Augenbrauen, der das Dritte Auge betont.

KohunlichKohunlich repräsentiert das sechste Chakra.
Besiedelt ungefähr 200 v. Chr.. Etwa 10000 Menschen lebten dort. Auch diese Stadt wurde irgendwann verlassen, wie so viele der Maya-Stätten.  Es gäbe noch viel zu Kohunlich zu berichten.

 

palenque

Palenque (re.i.Bild) liegt im Bundesstaat Chiapas, ein weiterer Staat auf der Halbinsel Yucatan, eine weitere Tempelstadt. Sie ist dem Kronenchakra gewidmet. Die Zirbeldrüse sitzt in der Mitte des Kopfes, ganz in der Nähe des siebten Chakras ist der Schlüssel zum Dritten Auge. Das Dritte Auge ist das Bindeglied ziwschen dem Mer-Ka-Ba-Feld und dem heiligen Raum im Herzen. Die Stadt liegt im Regenwald an einem Berghang.  Es ist für die Maya die Metropole gewesen. Auch hier zieht sich eine System von Wasserkanälen, kleine Bäche,  unter der Erdoberfläche durch. Die Stadt soll einst auch von einer Königin regiert worden sein.  Es gibt einen Tempel der Inschriften, eine Stufenpyramide. Es gibt einen Palast, ein astronomisches Observatorium, wie in Chichen Itzà, einen Kreuztempel, einen Sonnentempel und zahlreiche weitere Gebäude.

karte yucatan

Aufenthalt in Tulum , Mexico Foto:kunze

 

Impressionen

Licht, Blau, Meer, Wind, Wellen im Hotel Krystal, Cancun, Insel Muyere, Tulum Maya-Stätte und Xalapa. Der Ton ist 1:1 von ‚der Straße‘ aufgenommen. Sowohl im Hotel, am Strand als auch in der Stadt spielte sie. Wenn auch mit minderer Qualität. Ich habe keine andere Musik ‚drüber gelegt‘. Wer leise lauscht, kann – trotz all der Kopiererei von Film – vielleicht noch Wellenklang vernehmen. Es ist, wie es ist. Es sind Momentaufnahmen – vor allem für Tete, Tina, Juan, Axel y Victor y Angel in Xalapa, Oaxaca und Pueblo.

You Tube Martina Kunze Mexiko eingeben  und schon erscheinen in Google zwei FilmhinweiseEs geht aber auch noch schneller:

Impressionen Krystal Hotel, Insel Muyere, Tulum, Xalapa YouTube

 

Der Artikel „Was wissen wir eigentlich? Sternengucker und Schlangenhügel“ ist in Arbeit.

 

So saß ich vor drei Tagen  – halbwegs wieder in Bonn angekommen  – gemeinsam mit meinem Buch  zum Thema Quantenheilung im riesengroßen Ohrensessel der Buchhandlung und neben mich setzte sich ein Herr mit einen Magazin in der Hand. Die Headline lautete ‚Was ist Wirklichkeit?‘  Das Universum brachte mir den Vorstand der Bonner Sternwarte in mein Leben. So erfuhr ich alles über Schwarze Löcher, deren Anziehungskraft, die so groß ist, dass Licht nicht aus ihnen zurückkommt. Ich hörte von schwarzen Löchern, die gar keine sind, sondern eine Wand, wie man herausgefunden haben soll. Und ich hörte von dunkler Materie, was nicht gleich Loch ist, von Sternen, die vielfach größer sind als die Sonne, ihrer nuklearischen Zündung. Ich lernte über Quarks und Atömchen, über die Milchstraße und die Lichtgeschwindigkeit, die – wie wir alle noch von der Schule wissen – in 1 Sekunde die Erde 4,5 Mal umkreist (Durchmesser 44.000 Kilometer).  Entsetzlich schnell, in der Tat. Die Sonne soll 8 Lichtminuten entfernt sein und ich lernte, das Hebelgesetz hört am Boden nicht auf, sondern ist bis ins Universum hineinzudenken, insofern seien die Erschütterungen Richtung Sterne um das 200000fache höher, will man mit einem Teleskop von der Erde beobachten, braucht es ganz spezieller. Man müsste Satellit sein, dann hätte man damit kein Problem.
Ich lernte, dass dort oben vor allem Dreck ist. Wann immer ich ein Dingsda aus dem Universum benannte, hörte ich, das sei Dreck.  Na so was, sieht doch immer so schön sauber da oben aus.  Die Romantik können wir schon mal ganz an dieser Stelle vergessen. Die Sonn als solches sei ja überhaupt nur etwas ineinander Gepresstes. Sie sammelt Dreck und Dreck.  Und wenn Dreck gepresst wird, glüht es eben. Das ganze Prinzip basiert auf Druck. Wenn kein Druck da ist,  fällt sie zusammen und das soll in 400 Millionen Jahren passieren. Das ist wie mit jemandem, der sehr erzürnt ist, erst bläht er sich auf, dann fällt er zusammen. Und genau so wird es mit der Sonne geschehen. Ihr Horizont ird in jener Situation die Erde berühren, so es unsere Mutter Erde noch gibt. Nach dem Aufblähen der Sonne gibt es sie ganz sicher nicht mehr. Nur die Ruhe, in Millionen von Jahren soll es geschehen, das ist noch ein kleiner Augenblick, ihr könnt mindestens noch einmal Shoppen gehen. Wenn ihr nach Rückkehr allerdings auf einen Steinball trefft, ist das unsere Erde. Mehr wird von ihrer nicht mehr zu sehen sein. Dann habt ihr das Spektakel ganz offensichtlich verpasst.

Nun sind weitere Tage vergangen und ich belegte  wieder den riesengroßen Ohrensessel in der Buchhandlung. Heute mit einem Buch von Erich von Däniken.Grüße aus der Steinzeit. Heute setzte sich ein in Ruhe gesandter Journalist neben mich. Er arbeitete für die Deutsche Welle, BBC, erzählte er mich irgendwann. Er spreche Deutsch, Russisch, Englisch. Bulgarisch sei seine Muttersprache. S-o-o drei, ähm vier Sprachen, sprechen Sie?! Liebe Carola, ich erwähnte schon einmal den Namen Grabovoi, um mich langsam vorzutasten. Wer weiss, vielleicht möchte er ja Übersetzungen schreiben? Oh ja, er kenne ‚Schrödingers Katze‘ – wenn ich es nicht vor zwei Tagen gelesen hätte, wüsste ich es nicht. Es ist ein hypothetischer Versuch aus den 30er Jahren im Bereich der Quantenmechanik. Na dann!  Morgen geht es in der Buchhandlung weiter. Er hat eine ganze Batterie an Literatur über den CIA. Es wird spannend.