Alles, was einen werden lässt

galaxie hier sind wir

Aus dem Universum:  Blick auf unsere Galaxie.  Quelle:Nasa

 

Für die Maya-Ältesten ist das Universum aus der Sternenkonstellation, den Plejaden, entstanden. Vor wenigen Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es dort wirklich eine spiralförmige Bewegung gibt, aus der laufend neue Sterne hervorgehen. Rund um die Spirale aber sei der Raum völlig leer. Tikal, die zentrale Pyramidenstadt der Maya in Guatemala repräsentiert mit der Anordnung der Pyramiden die Konstellation der Plejaden. Und auch Chichèn Itzà

Wer sind wir eigentlich in diesem großen Universum Unendlichkeit?

Ein kleine Punkt in der großen Weite des Universums – mehr ist sie nicht unsere Galaxie im Meer der vielen weiteren zehntausenden von  Galaxien. Viele der Galaxien sollen schwarze Löcher haben, die selbst Riesensonnen zu schlucken vermögen.  Benachbarte Galaxien gruppieren sich zu Haufen, die ihrerseits Superhaufen bilden

milchstrasse erde
Quelle: Resonance Project.is

 

Die Milchstraße symbolisiert für die Mayan den kosmischen Baumstamm. Ihre Unterwelt ist zugleich das Zentrum unserer Galaxie – oder auch wie die Mayan sagen, die kosmische Gebärmutter, aus der alles entsteht, alles, die Sterne, die Menschen…Alles. Wir nähern uns diesem Zentrum, diesem ’schwarzen Weg‘, der Teil der Milchstraße ist. Der Ort, wo alles endet und Neues geboren wird.

milchstrasse sonne
Die Milchstraße ist nur eine von vielen Galaxien. Sie besteht aus 100 bis 300 Millionen Sternen.
Die Erde steht dabei keineswegs im Mittelpunkt. Eigentlich existiert überhaupt kein Referenzpunkt, da es im Universum weder Mittelpunkt noch Rand gibt und doch bezieht sich alles aufeinander. Eine absolute Position der Erde gibt es nicht. Sie kann lediglich in Bezug zu einem Sonnensystem gesetzt werden. Jenseits des beobachtbaren Universums liegt das unbeobachtbare Universum. Es gibt keine Orientierung am Absoluten. Wir sind vermutlich ein Auffunkeln, durch die liebevolle Schwerkraft auf diese Erde gepresst. Kein Wissen ist, außer dem, dass wir hier sind auf Erden und das Unsichtbare im Sichtbaren unseres Herzens wahrnehmen sollen. Wir sollen uns auf unser Herz einlassen. Es ist Zeit dafür. Davon sprechen die Mayan in ihren Prophezeiungen.

Der Mensch, der Bewohner der Erde.

Angesichts der Dimensionen des Unendlichen sollte es leicht fallen, den ganzen Kram von Rechnerei, Rückversicherung und Eitelkeit wegzuschieben.
Jeden Tag werden Sterne. Und dass der Mensch ein Werden sei, heißt es in der Bibel…Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder…Sind wir Menschen?

Ist diese Erde ein Ort der Freundschaft und der Liebe, der Erkenntnis? Gehen wir darauf zu?

 

weite
Ich habe Wüsten, Sandstrände und das weite Meer immer schon geliebt. Man setzt sich auf eine Sanddüne. Man sieht nichts. Man sitzt am Strand, blickt auf das Meer. Man sieht nichts. Und währenddessen strahlt etwas in der Stille. Etwas Unsichtbares, aber deutlich fühlbares. Es wirkt wie ein Brunnen. In solchen Momenten spüre ich die unendliche Weite, die vor mir liegt und die in mir ist. Ich nehme den Raum in meinem Körper wahr, das Feuer meiner Sterne, das Sonnensystem in mir, die Luft, die mich mit dem großen, weiten Kosmos verbindet. All dieses spüre ich an solchen Orten in mir.  Es ist eine Form von Gewahrsein, die dazu führt, sich selbst zu entdecken und Freund mit sich selbst zu werden. Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl auch? Dieser Moment, der ein erfüllender ist…Es ist wohl die Liebe, die einem das Gefühl für die Weite bringt. Es ist nicht das Auge, der Geist gewährt…

 

gurum

Gurum Ram Das Tempel

Gestern reiste ich nicht ans Meer, sondern saß am Rhein und mir begegnete so völlig aus dem Nichts, also unerwartet, ein wunderbarer Mensch. Wir staunten auf den Fluss und genossen die weiche, sanfte Stimmung, die uns die Sonne schenkte. Und wir wurden wie die Kinder… Wir setzten uns auf die Fähre und liessen uns ein paar Mal von einer Seite des Flusses zur anderen hinübersetzen nur um das Mysterium des Goldenen Tempels zu erfühlen. Sie kennen Guru Ram Das, der vor Urzeiten einen kunstvollen Tempel in Indien erbauen ließ? Ich lernte die Geschichte gestern kennen. Das gesamte Tempelgebiet ist vergoldet, kunstvoll ausgemalt, der Rest der Anlage aus weißem Mamor, tausende von Menschen verrichten dort einen hingebungsvollen Dienst. Ebenso viele Menschen pilgern an jenen Ort. Der Tempel ist von heilendem Wasser umgeben. Die ganze Anlage ist zu 60 Prozent Wasser und zu 40 Prozent Baustoff.  So wie unsere Körper es sind.
Mitten auf dem Fluss wollten wir sein, umgeben von Wasser, dem Goldenen Tempel nachspürend. Heilendes Wasser, Sonne – und wir, die wir zu jenem Goldenen Tempel wurden.

Alles, was einen werden lässt….

Das schönste Geschenk, welches mir dieser Mann indischer Abstammung an diesem so herrlichen Sonnentag reichte, waren sein Gesang und sein Tanz der Buchstaben. Er tanzte mir ein M und ein unendliches A. Er stupste ein N an und formte tanzenden Schrittes Energie zu einem T. Ich sah so etwas zum ersten Mal. Zum Staunen schön war es. Gesund soll es vor allem sein.

Er kam aus einer Vormittags-Situation, die ihn beschäftigte. Für eine Zeit genossen wir einfach diesen so wunderbaren funkelnden Teppich auf dem Fluss, den die Sonne auf ihn legen mochte. Und aus diesem stillen Moment heraus, begann er zu singen : Ich vergebe dir, liebe X (Schwiegermutter). Ich vergebe dir, liebe x (Ex-Ehefrau). Ich vergebe dir, liebe x. (andere Person). Ich vergebe mir selbst….. Ich vergebe. Ich vergebe mir.  Ich liebe mich. Ich liebe dich.
Und da war es hautnah, das hawaiianische Ritual, von dem ich einst gelesen hatte: Ho`oponopono.
Mal wieder streifte ich eine Wahrheit.

Ho`oponopono geht davon aus, dass in der Welt alles eins ist, auch wenn wir uns getrennt fühlen. Aufgrund dieser Einheit kann nichts in der eigenen Welt geschehen, ohne dass es dazu nicht auch eine Resonanz im Betrachter gäbe. Man kann Probleme im Außen darum nur dann ändern, wenn man die innere Resonanz dazu heilt. Mit diesem Ritual kann man sich mit der Quelle aller Kraft in seinem Herzen verbinden.

Ich sehe, dass du leidest. Ich sehe, dass ich leide.
Ich vergebe mir und allen Beteiligten und ich bitte um Vergebung.
Ich danke für das Mitgefühl und die Erfahrung.
Ich liebe mich mit all meinen Stärken und Schwächen. Ich liebe dich mit all deinen Schwächen und Stärken
Amama, es ist getan: Ich lasse los. Die Angelegenheit ist jetzt bei Gott.
Aloha: Ich sehe das Göttliche in Dir und und mir

 

Es geht darum, das eigene Kopfkino zu reinigen. Es ist meine Realität. Ich kreiere. Sie auch. Wir sind verantwortlich dafür, es in uns zu heilen. Es ist eine Projektion. Es ist mein Programm, das da draußen angeblich geschieht. Darum ist es wichtig, dass wir all jenes in uns selbst reinigen. Der Film läuft in uns selbst ab. Im Ho`oponopono geht es nicht darum, zu jener Person zu rennen und den Kniefall zu praktizieren. Jene vergebenden Sätze können  zu einer weißen Wand gesprochen werden. Es geht nicht um Manipulation, sondern um eine innere Reinigung.
Das Programm eines anderen  wird zu unserem, weil etwas davon in uns ist. (Resonanz) Der Andere zeigt mir immer einen Aspekt von mir.

„Es tut mir leid, bitte vergebe mir und Danke. Es tut mir leid, ich war nicht fokussiert …..Ich vergebe mir….“

Wenn wir wüssten, wie weit sich diese Haltung – die „Reinigung in uns“ – energetisch positiv auf uns und unser gesamtes Umfeld auszuwirken vermag, würden wir es tun, tun, und immer wieder tun,.

 

honoponaMorrnah Nalamaku Simeona (1913-1992) entwickelte dieses Vergebungsritual. Sie wurde der „lebende Schatz von Hawaii“ genannt. Simeona eine Kräuterheilerin und trug ihr Wissen nach Europa und Asien. Ihre Mutter war Priesterin, die mit Worten heilte. Sie lehrte an den Universitäten dieser Welt und sprach vor den Vereinten Nationen.

 

 

 

 

Eine Version des Ho`oponopono-Songs

Deine Haltung ist deine Welt

auge leben zulassen

 

Ich schaue mich nur mal so um. Im Herzen. Es ist ja niemand da sonst. Hier heißt es sterben und wieder neugeboren werden. Herzensmensch zu sein, nun ja?… Die Gesellschaft braucht Köpfe. Menschen, die mit dem Kopf arbeiten stehen über denen, die mit den Händen arbeiten. Mit der Hände Arbeit verdiene ich meinen Lohn. Aber das Herz fehlt – niemand wird Herz genannt. Und dann sind wir unterwegs, nirgendwo angekommen Wir sagen häufiger zu allem Nein als je zuvor. Nein zur Liebe. Nein zum Glauben. Nein zum Jenseits. Nein zum Mitgefühl. Nein zur Zufriedenheit. Nein zur Hingabe. Lauter Nein-Steine. Und so verschwinden wir allmählich. Es wird so eng. Wir leben aus Angst, nicht aus Liebe. Und es kommt noch dicker: Wir schaffen es nicht einmal neue Fehler zu erfinden. Wir machen die gleiche Art von Fehlern, immer wieder.
Darum werden die Philosophen bei uns keine Mystiker. Und die Sufis tanzen und erzählen schöne Geschichten voller Bedeutung.
Falling in Love. Für den Kopf ist es wie ein Verrat. Da beginnt man ins Herz zu fallen. Das Herz hat allergrößte Bedeutung. Es ist das Tor zum Sein.

 

antwort16Ich riskiere jetzt mal ein bisschen mehr und lass mich ins Sein gleiten.  Ich frage nicht nach dem Wie. Wenn ich nach dem Wie frage, kann ich auch gleich einpacken. Ich muss nicht erst viel üben. Ich tue es einfach. Ich lasse mich fallen. Ich werfe mich als stillen Stein in den See und erzeuge sanfte Kreise. Aaahhhmmm… Ommmm ….geht doch….fühlt sich wundervoll an. Be-ruuu–hi–gend.  Total allein hier. Der See ist vollkommen still. Es ist plötzlich soooo weit.  Sei still. Irgendwann kräuselt kein Gedanke mehr den glatten See. Nicht die leiseste Welle….. Hier gibt es keine Seifenblasen mit allen Mitteln: mit Geld, mit Ansehen, mit Macht, mit Wissen. Hier hat nur das Ganze einen Mittelpunkt. ICH verschwinde. Dass Außen erscheint wie ein Traum. Organisch mit etwas verwoben, das wohl unaussprechlich bleibt. Hier kann sich alles auflösen, was der Liebe nicht entspricht.

Hmm….Es leuchtet hier innen drin. Alle Bewertungen lösen sich darin auf.

 

Ich könnte mich auf diese Reise in mein Innenleben mitten in New York auf dem Hollywood-Boulevard begeben, auf einem einfachen Stuhl, unter einem Baum, in der Stille meines Zuhauses, im Flugzeug oder im Zug. Es braucht kein Ashram oder ein Bergkloster  –  ich muss auch keine 1000 Euro bezahlen, um meditieren zu lernen, denn niemand kann einem so etwas beibringen. Alles ist in uns zu finden. Durch mühelose „Bemühung“. Niemand lenkt den Tanz. Kein Mittel, kein Zweck. Es steigt auf und verliert sich.

Kraft, innere Ruhe, Erkenntnis und Seelenstärke warten dort auf uns. Irgendwann begibt man sich wieder an Land und ist wachsamer, aufmerksamer und umsichtiger.

Solange wir innen alles beim Alten lassen, wird sich im Außen nichts ändern. Wir tragen den Himmel in uns. Übrigens: Die Hölle auch.
Sie existieren, aber nicht da draußen in geographischen Räumen, oben und unten. Wir tragen sie immer mit uns. Die Upanishaden, jene uralten indischen Schriften,  schenkten uns hierfür eines der innigsten Symbole: „Jeder Mensch trägt wie die Spinne sein eigenes Netz mit sich. Und wo wir uns aufhalten, breiten wir das Netz aus und schaffen um uns unser alte Muster.“

Sind wie liebvoll, zeigen uns andere das eine Gesicht. Sind wir ihnen gegenüber gleichgültig, zeigen sie uns ein anderes Gesicht. Und wenn wir darauf aus sind, ihnen zu schaden, zeigen sie uns erst recht ein anderes. Ganz einfach schon dadurch, dass wir jenen Menschen beobachten. Schon dadurch verändern wir das Verhalten eines anderen. Die Physiker der Quantenwelt haben es uns doch schon erklärt. Allein durch die Beobachtung verändert sich ein Elektron. Nichts ist tot – auch nicht ein Stein. Alles lebt im grenzenlosen Meer von Leben und Bewusstsein.
Und es zeigt, in der bloßen Beobachtung muss schon eine gewaltige Energie stecken, wenn sich dadurch Elektrone verändern.

Hmm! Warum dann nicht sich selbst beobachten? Mit Bewusstsein hören Gewohnheiten auf.

Im Höhenrausch des Ichs haben wir diesen Weg vergessen. Erinnern.  Nach Innen gehen – wieder mit dem Innern in Berührung kommen. Zurück in die Quelle, die in uns liegt-  und nirgendwo anders.

…das Leben liebt uns.

 

 

 

 

 

 

Im Sein

ruhe3

 

 

Stille ist Literatur.
Nicht?
Naja, zumindest ist sie ein schöpferischer Akt.
Ich schreibe einen Beitrag über die Stille.
Der Satz ist beendet. Ich setze einen Punkt.

 

Ist das Alles?
Nein.

PS.:
Mein Freund aus dem Gaza hat sich noch nicht gemeldet…
Ich hätte es gerne.

Ein Gedanke hellt nach.
Nicht mein Wille,
Dein Wille geschehe…

Signatur des Moments.

 

 

Vollkommene Stille

kind u katze
(Gracias T.)

 

Immer, wenn es keine Meinung, kein Urteil, keine Bewertung gibt, hören wir aus der Stille heraus.
Immer, wenn wir einer Sache volle Aufmerksamkeit zuwenden, herrscht vollkommene Stille.
In dieser Aufmerksamkeit gibt es keine Grenze, keine Mitte, kein „Ich“, das bewusst oder aufmerksam ist.

Vollkommene Stille, vollkommene Offenheit für einen Moment

 

Dieses Foto hat mich fühlen gemacht. Zunächst war ich fasziniert von diesen Augenpaaren. Dieser Gleichzeitigkeit. Es gibt ihn, den zeitlosen Moment, dachte ich weiter.  Es gibt diesen entspannten Moment, wo Zwischenräume verschwinden. Je länger ich auf das Foto sah, desto stiller wurde ich. Wohltuend still.  Und nach einer Weile begriff ich:
Sehen und Lernen sind eine  große Kunst, die man nicht auf der Universität lernt.
Leben, Lernen und Handeln sind keine verschiedenen Dinge, sie sind untrennbar.
Das Denken sich nicht einmischen lassen. Wenn wir etwas tun, statt nur beobachten,  bringen wir Konflikte hinein.
Sie wollen doch nicht behaupten, dass wir nicht alle in Konflikt oder in Spannung leben? Alle möglichen Dinge. Die Socke, die rutscht. Der Nachbar, der zu laut ist. Der Bericht, vor dem ich schon seit Wochen weglaufe. Meine Karriere geht nicht so richtig voran. Ich bin  betrogen worden. Liebe mich, aber bitte so, dass du mich nicht allzu sehr  in meiner Freiheit störst. Konflikte zu Eigentum, zu Dingen, zu Vorstellungen – viele Konflikte.  Einsamkeit, Angst vor dem Altern,  angst zu verlieren,w as man sich geschaffen hat, Verzweiflung, Sorge, Frustration, Kummer, äußerste Langeweile, Routine, gelegentlich blitzende Freude. Wir reden von Liebe, von Zärtlichkeit, während wir mit anderen wetteifern, ehrgeizig sind, nach persönlicher Position streben.  Beziehungen zwischen zwei Partnern werden in Wirklichkeit zwischen Vorstellungsbildern gelebt. Fast jede Beziehung ist zum Kampf geworden. Menschen treten gegen Menschen an. Kurz aufflammende Freude wird zur Erinnerung.
Wir versuchen dem zu Entkommen durch jede Form von Unterhaltung, durch Alkohol, durch Reisen, durch Gelehrsamkeit, durch Religion, durch Sex, durch Suchen nach Autoritäten, die uns sagen, was wir tun sollen. Wir stellen uns durch Wortwiederholung ruhig. Flüchten in Ansprüche, Wünsche, Bestrebungen und Zwänge. Von anderen erfahren wir, wie wir uns verhalten sollen, wie wir leben sollen. Wir versuchen zu werden.  Ich soll nicht zornig sein, bewirkt dieses  „sollte nicht“, und schon sitzte ich im Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Ich verbrauche meine Energie im Streben nach dem jeweiligen Gegensatz. Wir sind konditioniert, um uns an dem „Helden“ zu messen, am Ideal. Und schon sitzen wir in der Falle des Vergleichens. Was sein sollte, wird wichtiger als das, was ist.

Vermutlich werden wir Menschen  bald 150 Jahre werden können. Die Wissenschaft erfindet sicherlich entsprechende Medikamente. Dabei fürchten wir uns so sehr vor dem Alter. Seltsam. Eine Frau von achtzig Jahren wird „junge Dame“ genannt.  Das Alter wird in Altenheime verfrachtet. Junge Menschen wollen nicht mehr für die Alten aufkommen müssen. Ihre Last ist auch so schon groß genug. Das nennen sie Leben.

Noch älter werden?  Wozu?

Wird es dazu führen, dass wir uns als Menschen besser verstehen? Werden wir weniger in Konflikten, in Angst und Spannung leben?
Werden wir uns sagen: Warum sollte ich eine Meinung über einen anderen haben? Das ist eine solche Verschwendung von Zeit und Energie. Warum soll man sein Gehirn, sein Bewusstsein mit Meinungen, Urteilen, Schlussfolgerungen vollstopfen?
Warum soll ich anderen sagen: „Lebe auf diese Weise“?  Sich einem Verhaltensmuster anzupassen und entsprechend zu handeln, ist doch kein Handeln, sondern pure Nachahmung.

Werden wir dann verstehen, dass  unser Bewusstsein immer empfindet – auch ohne Denken?  Es ist nicht im Denken verstrickt, wenn es wahrnimmt. Es empfindet, was vor sich geht. Es empfindet Freude oder Angst  oder auch nicht, in einem anderen Menschen, im Inneren des Menschen, ohne darüber nachzudenken, was er tut und was vor sich geht. Sobald wir  t u n, landen wir in Konflikten.
Dabei verstehen wir auch ohne Denken. Es geschieht quasi nebenbei.

Werden wir dann begreifen, dass Liebe kein Denkprozess und keine Abhängigkeit ist? Werden wir verstehen, dass Liebe nicht Lust ist und auch nicht gedeihen kann, wo Angst und Neid herrschen?

Werden wir dann das Leben mit dem Herzen in voller Aufmerksamkeit wahrnehmen? Fühlen, empfinden, erkennen, was das Leben ist und was der Tod ist?
Werden wir etwas finden, was wir nicht durch den Intellekt, durch Denken zurechtgelegt haben?
Werden wir in dieser Freiheit des Schauens leben?
Beobachten, um  herauszufinden zu können, was unsere Gesellschaft menschlicher werden lässt und was es ist, dass unsere Wahrnehmung dabei verzerrt?
Werden all diese Gefühle von Trennung, den engen Raum, den wir um uns herum schaffen –  ich bin ein Christ, du bist ein Hindu, ich bin eine Deutsche, du bist ein Afrikaner , ich bin ein Studierter, du bist ein Handwerker, ich bin ein Mann mit Haus, Geländewagen und Boot , du bist ein Habenichts, ein Ende gefunden haben, damit wir echte Beziehungen aufnehmen können?
Werden wir begreifen, dass diese Trennung eine Illusion ist? Trennung ist Konflikt und nicht Beziehung.
Werden wir begreifen, dass wir diese Probleme, all das hier gerade Erwähnte  ernst und tief im eigenen Inneren zu lösen haben?

Ich glaube nicht daran, dass  eine Bildung, geschärft durch Konkurrenz, Neid und Wetteifer, dass ein solcher Geist imstande ist, die  tieferen, unbewussten Schichten zu erforschen.

Stille ist nötig für solches Schauen. So nötig, wie der Tag für die Nacht nötig ist.  Ohne Anstrengung, ohne Verzerrung. Ein stiller Geist besitzt Weiträumigkeit.  Das ist ein Raum von einer ganz anderen Qualität, der sich einstellt, wenn wir nicht denken.

Wenn wir ohne Anstrengung, ohne Vorbehalt, ohne Urteile, ohne Angst in uns hineinhorchen, in uns hineinfühlen, werden wir außergewöhnliche Dinge entdecken – auch die Angemessenheit unseres Handeln.

Die Schönheit ist da, wenn wir den Geist und das Herz haben zu sehen – nicht oben in der Wolke, in dem Baum, im Wasser, in dem Ding, sondern in sich selbst.

 

Sei dir selbst ein Licht

Thailand naturepark

Naturpark. Thailand

laotziLaozi, einer der größten chinesischen Mystiker, hatte die Gewohnheit, jeden Morgen einen Spaziergang zu machen. Ein Nachbar schloss sich ihm oft an, aber der Nachbar wusste, dass Laozi ein Mann ohne Worte war. Jahrelang folgte ihm also der Nachbar auf dem Morgenspaziergang, aber er sprach nie ein Wort, sagte nie etwas.
Eines Tages hatte der Nachbar Besuch, einen Gast. Und dieser wollte ebenfalls kommen. Der Nachbar sagte: „Sag nichts, denn Laozi möchte unmittelbar leben. Sprich kein Wort!“
Sie gingen, und der Morgen war so schön, so still, die Vögel sangen, und nur aus Gewohnheit sagte der Gast:“Wie schön!“ Nur so viel – nicht viel, für einen Spaziergang von einer Stunde ist das nicht sehr viel: „Wie schön!“ Aber Laozi sah ihn an, als hätte er eine Sünde begangen.
Wieder daheim, sagte Laozi zu dem Nachbarn: „Komm nie wieder, und bring niemanden mehr. Dieser Mann scheint mir allzu gesprächig zu sein.“ Und er hatte nur gesagt: “Wie schön!“ Zu gesprächig… Dieser Mann hat die ganze Sache zerstört.“
„Wie schön!“ Es fiel wie ein Stein in einen stillen Teich. Das „Wie schön!“ fiel wie ein Stein in einen stillen Teich und schlug überall Wellen.

Mach`es einfach.

kaffeetassemaedchen

Mach`es einfach.
Mach`es einfach.

Wenn die Umstände es erlauben,

ziehe dich mit dir selbst zurück.

Wende dich in die Stille.

Nach innen….

 

 

und…das Porzellan ist von PiP, Happy Products for happy people – ein herzwärmendes Überraschungsgeschenk von einer ganz lieben Menschin.