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Ein Hoch auf ein authentisches Leben.

 
Nie habe ich Liebe so wahr, so beschwingt erlebt, intensiv und lebendig, wie mit jenen Menschen, die mich in meinem ganzen SEIN erkannten, annahmen und liebten.  Es waren jene, die  in  Sanftmut  und Güte durchaus auch ein unerschüttlerliches Nein hervorbrachten. Und ich fühlte mich dennoch vollkommen in  Ordnung, so wie ich gerade im Moment war. Ich fühlte mich geborgen und in meiner Haut wohl. Ich war mit meinen getroffenen Entscheidungen im Reinen. Gefragt waren echte Worte und Werte. Wahrheiten waren gepaart mit Liebe, im Wissen darum, dass Wahrheit allein zu hart ist. Getragen von  der Haltung, dass neben einer Wahrheit immer noch mindestens eine andere Wahrheit existiert. Wissend, alles hat seinen eigenen Platz, seinen Ort im Universum. Getragen vom Vertrauen. Vertrauen hat nichts mit Kontrolle zu tun. Es war dieses Licht des Herzens, was sich als ein wunderschön, anziehendes Licht zeigte. Diese Liebe war wie jede andere Liebe auch vergänglich, aber sie hinterließ einen anderen Geschmack.

 

Jüngst hörte ich den Satz: „Fühlen ist lästig!“. Der Satz schien mir würzig genug, um darauf zu reagieren:
„Oh, es ist schon so, dass die Menschen vergessen, was du ihnen sagst. Menschen vergessen auch, was du für sie getan hast. Aber sie werden nie vergessen, welches Gefühl du ihnen gegeben hast!  Wir können uns nicht von außen sehen. Dafür benötigen wir andere Seelen, eine andere Ordnung des Sehens und Denkens. Du tust gut daran, dich in fühlender Weise anderen zu nähern. Der Spiegel könnte dich in den Genuss bringen, bis auf den tiefen Grund zu sehen. Die Tiefe ist das, was dich trägt. Vor dort aus gehend, hast du vermutlich mehr vom Leben. Du kannst natürlich ebenso gut  in der Welt der Illusion und Täuschung spielend leben und daran deine Freude haben. Du kannst hier niemals endgültig verloren gehen. “

 

Haben Sie schon einmal ein Musikstück gehört, bei dem Sie sich ganz fühlen? Sie schwimmen und lassen sich in das Gefühl ziehen. Nahe bei der Musik. Durchlässig im Gefühl.  Man bewegt sich durch diese wunderbare Melodie hindurch. Beim Ausatmen verschwimmen dabei sämtliche Trennlinien, die uns viel zu häufig im alltäglichen Leben beschäftigen.

 

buecherstapelEs gibt auf dieser Erde unendliche viele Möglichkeiten, ein menschliches Leben zu verbringen.
Unsere Gedanken treiben uns entweder durch Liebe oder durch Angst.
Ein Zustand, der mich umtreibt, ist immer gewesen, an meinem eigenen Platz zu sein. Damit meine ich , das zu SEIN, was in meinem Herzen liegt.  Mich ganz fühlen dürfen. Zu wissen, mir darf es gut gehen. In der Liebe, mit ihr und durch sie „gefeiert“ zu werden, als Mensch, der man ist – es gibt nichts Schöneres, als „sein Licht“ zu finden und darin auch von anderen erkannt zu werden. Gefeiert zu sein oder das Sein zu feiern. Sich zeigen und fallen lassen können, getragen von der Kraft der Liebe. Sich in das Große und Kraftvolle wie auch in die Schwachstellen, seine eigenen und die des anderen hineinzulieben. Selbst danach zu streben, den anderen in seinem Sein so wenig wie möglich zu stören, ihn in seiner Eigenart zu respektieren und zu unterstützen, seine eigenen Erfahrungen in der Welt zu machen, Aufmerksamkeit zu schenken. All dieses führt dazu, dass man sich „ganz“ fühlt. Danach streben  und jeden Tag ein wenig glücklicher sein. Seiner Lichtfülle Ausdruck geben. Allem Raum geben können, auch dem, was wir nicht verstehen. Es in unserer Liebe aufnehmen und sein eigenes Sosein leben.

 

Wir bewegen uns selten darauf zu, was uns Liebe schenkt. Stattdessen stellen wir Bedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor wir aufeinander zugehen, entwickeln Lebensstile, füllen Bankkonten, lenken ab vom schlichten und vom wesentlichen Bedürfnis, gehalten zu werden. Darin sind wir wahre Meister. Wir kritisieren so gerne. Es sind  solche Sätze –  innere wie äußere Kritiker – wie „Du bist groß, überragst immer alle. Du bist zu perfektionistisch. Du klingst nicht sehr zuversichtlich. Du bist so impulsiv. Wieso kannst du nicht mal ein wenig weniger kontrolliert reagieren“, die uns bei diesem Gefühl, sich ganz zu fühlen im Weg stehen.  Hinzu kommen noch die Pauschalurteile: „Du bis ja immer…“ Wir urteilen nach äußeren Erscheinungen, erkennen zuletzt die inneren Qualitäten, das Licht und das wahre Sein.
Wir vergleichen uns mit anderen, statt uns selbst mit uns als jenen Menschen zu vergleichen, der wir  am Vortag waren. Eine großer Teil unserer Angst und inneren Unruhen stammt daher, dass wir in einer Kultur leben, deren Werte uns von der Essenz des Wesentlichen fernhalten. Innen wollen wir Frieden, außen wollen wir Erfolg. Wir wollen Aufmerksamkeit bekommen, obwohl das Geheimnis darin liegt, Aufmerksamkeit zu schenken. Selten denken wir darüber nach, dass wir unsere Worte nicht zurücknehmen können.  Und wundern uns dann, wenn Gesagtes ein kleines oder großes Echo bringt. Was nicht in Liebe und Wahrheit ausgesprochen wird, liegt dann wie ein Grauschleier in der Luft. Wir grenzen uns starr ab, schränken ein, drängen zurück, um mehr Platz zu haben.

Wir tolerieren gerne. Aber eigentlich tolerieren wir nur solange, es uns nicht weiter stört. Einlassen tun wir uns einzig auf jene, die wir wahrhaft kennen lernen wollen. Und selten wollen wir „das Andere“ kennen lernen und uns einlassen, mit Haut und Haar.  Wir dulden, aber ist ein Dulden  nicht eher Gleichgültigkeit?  Und Ignorieren ist auch noch keine Toleranz.  Toleranz gewährt man oder auch nicht. Heute hat Toleranz Argumente für den Respekt für „das Andere“.

Eine Maxime Goethes war sein Toleranzvorbehalt:  „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ Und so führt er weiter aus:  „Im Praktischen ist doch kein Mensch tolerant! Denn wer auch versichert, daß er jedem seine Art und sein Wesen gerne lassen wolle, sucht doch immer diejenigen von der Tätigkeit auszuschließen, die nicht so denken wie er.“

 

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Treffpunkt Leben.
Ein authentischer Mensch lebt im Einklang mit sich selbst. Sie kennen so eine Menschen vielleicht? Diese Menschen wirken echt, ungekünstelt, offen und entspannt. Ist man authentisch,  lebt man in Übereinstimmung mit seinen Werten. Ein authentischer Mensch löst bei anderen Menschen angenehme Gefühle aus. Er strahlt aus, das er zu sich selbst steht. Zu seinen Stärken und seinen Schwächen. Dadurch gibt er auch anderen das Gefühl, so sein zu dürfen wie sie sind. Menschen, die keine Fassade haben, ist man im Alltagsleben aufgeschlossener gegenüber.
Ein authentischer Mensch wird für uns erkennbar. Körpersprache, Mimik, Gestik stimmen überein. Stimmung und Wirkung passen. Je bewusster jemand seine Gefühle in den verschiedenen Situationen für sich selbst wahrnimmt, desto schneller und authentischer kann er reagieren. Einer seiner Stärken kann auch sein, sich seiner Schwächen bewusst zu werden und diese nicht jedem Menschen gegenüber oder in jeder beliebigen Situation auszuleben.

 

Auch unsere Persönlichkeit ist im Fluss.

Unserer Persönlichkeit ist kein zementierter Zustand. Panta rhei – alles fließt.

Ist ein Gefühlsausbruch authentisch? Ist ein Wutausbruch oder Weinkrampf authentisch? Ja, das ist es. Wenn Sie sich im Inneren eben in dem Moment genauso fühlen, wie es außen von Ihrem Gesprächspartner wahrgenommen wird. Nur, ob es immer für Sie von Vorteil ist, das gilt es zu bedenken.

Authentisch zu sein, bedeutet nicht Rücksichtslosigkeit. Es bedeutet auch nicht „Schuster bleib bei deinen Leisten“, weil uns Veränderungen Angst machen und wir uns von der Stresszone über die Panikzone schnellstmöglich wieder in unserer Komfortzone flüchten. Mit der festen Überzeugung: Es ist besser.  Das ist nicht mit Authentizität gemeint.
Zumeist sprechen wir jemanden authentisch, weil er oder sie sich gemäß unseren Vorstellungen verhält. Auch das ist nicht mit Authentizität gemeint. Alles vage und subjektiv.

„Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden. “ (F. Nietzsche)

 

Authentisch sein, bedeutet:

Der meint, was er sagt.
Der kennt sich aus mit seinen Schwächen und Stärken, mit seinen Gefühlen und Motiven.
Der weiß, warum er sich jetzt so und nicht anders verhält.
Der ist ehrlich. Wir Menschen neigen dazu, andere besonders kritisch, uns selbst aber mit einer rosaroten Brille zu betrachten. Ein authentischer Mensch geht seinen inneren Weg. Er weiß, alles was er ist, was er in sich  kennt und liebt, wird ihn unterstützen.

Dass, was Probleme macht, ist nicht, dass das Leben nicht einfach wäre. Was Probleme macht, ist das fehlende Vertrauen in das Leben.
Das Leben hat keine Probleme. Wir Menschen machen sie.

 

Mögen Sie sich!
Halten Sie sich bei Menschen auf, die sie feiern und wachsen sehen mögen.
Lieben Sie sich, um Ihrer Selbstwillen.
Gehen Sie ganz in Liebe auf.
Halten Sie sich an Ihren Füßen fest.

Es ist doch absurd, dass wir meinen, unseren Wert im Urteil anderer Menschen
zu finden, wir vergessen, wer wir wirklich sind und unser Glück außerhalb von uns suchen.
Im Einklang mit sich selbst, kommt man seinen Wahrheiten näher.

 

 Einfach Sein im Herzen.

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Weisheit ruht in sich selbst und muss sich nicht beweisen

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Ja gut, sehr gut. Und tief atmen.  Alles ist weit und licht da oben in meinem Kopf.  Frohbeschwingt.
In meiner Brust pulst alles.
Wenn nur mein Halsweh nicht wäre.
Was der Augenblick mir gerade sagt, wird später überprüft, geordnet, frisch gewagt.
Die Haut ist weich und gefühlig.
Meine Badewanne, gefüllt mit dampfendem heißen Wasser, wartet schon.
Rosenöl- Zaubertunke hinein und dann schmunzeln.

Meine kluge Freundin Önnemarie von den Düften angelockt, saß neben der Wanne. Sie sparte nicht aus mit feinsinnigen Lebenshilfen.  Jetzt war Vorlesung angesagt. Ganz wuselig wurde mir im Kopf.

„Konflikte mit anderen Personen birgen ein enormes Potential, das wir uns zu Eigen machen können. Egal, was dir begegnet. Es nutzt deiner Entwicklung und deinem Wachstum.“  Önnemarie hätschelte meine Wange.
„Gleich wird es bei mir Peng machen. So schlau. Du bist so schlau. Meine Liebe,wird es dir nie langweilig?
Soll ich mich auch gleich mit Affirmationen überzuckern?“ Ich sang andachtsvoll: „Ich bin die Schönste! Ich bin die Schönste!“ Meine seidigen Beinchen verschlang ich ineinander.

Önnemarie schenkte mir ein leises dunkles Lachen.
„Wenn du die Schlauheit in dir annimmst, musst du sie nicht mehr in mir verurteilen. So ist das übrigens auch mit der Schwäche. Wenn du sie in dir annimmst, musst du sie nicht mehr in anderen Menschen verurteilen. Du willst es ja nicht wahrhaben, aber die Wurzeln der unbewussten Programmierungen sitzen tief im lebendigen Fleisch.“

Önnemarie wusste sehr wohl, dass ich wusste, wie man etwas begehrte, aber nicht zu sehr begehrte. Sie wusste, dass ich wusste, wie man wartet, aber nicht zu lange. Sie wusste, dass ich mich gern vom Strom des Schicksals treiben ließ, mit einer leichten Drehung hier und da, einer beiläufigen Wendung, ausgelöst durch Willen und Hoffnung, ein Fisch im Strom der Zeit. Sie wusste, meine Augen glitzern erst, wenn ich weiß, was ich will.
Was wollte ich ? Liebe, das war Önnemarie schon lange klar gewesen. Ich befand sie  für zu kompliziert. Dann will man, dass einer eine gute Meinung von einem hat. Dann will man mehr. Dann träumt man von der reineren, mehr durchgeistigten Liebe und wird von der besten Freundin abserviert oder übergangen, wie bei Anna Karenina. Dann wird man seiner Freiheitsliebe beraubt. Dann soll man das sein, was seine eigene Mutter nie gewesen war: sein!. Dann schlägt einem die salzige Gischt gegen das feste Spiegelglas. Und auf der harten Nuß im Kern wird herumgehackt. Und plötzlich ist dein Glück in einem löchrigen Eimer und versickert unentwegt.
„Es ist nicht nötig, die Boten umzubringen, die an deinen Programmierungen „Schuld“ sind“, sagte Önnemarie. “ Die Botschaft selbst muss umgeschrieben werden. Deine sabotierenden, begrenzenden Überzeugungen sind es.“
In Verbindung mit meinem spirituellen Bewusstsein hangelte sich auf meinen Lippen ein „Wie soll ich denn wissen, welche Programmierungen ich habe, wenn sie doch meistens jenseits meiner Wahrnehmung sind? Und was nützt es, wenn ich umschreibe, aber mein Partner sich nicht über seine unbewussten Hindernisse im Klaren ist? Da kann ich doch auch gleich mit einer Mauer reden.“ Eine kraftvolle Macht stieg durch meine Zehen: Drang und Reiz zugleich. „Wer bist du Seelentrost, die heilige Maria, Buddha?“, wagte ich noch zu sagen.  Leise dachte ich: Sollte sie jetzt sagen: „Ich weiß gar nicht wie du zurechtkommst, werde ich ihr ein Scheibchen Räucherlachs in den Mund stopfen.“

Ihre dunklen Augen blitzten.
„Ehrlich, ich weiß gar nicht wie du mit dieser Art von Selbstsabotage zurechtkommst!“, sagte Önnemarie.
„Aber — Mist ich muss noch einmal aus dem Wasser“, sagte ich. Ich trippelte aus dem Badezimmer. Es dauerte eine Weile bis ich mich beruhigt hatte. Ich strich Brote und belegte sie mit Räucherlachs. „Ich werde sie für eine Woche aus meinem Leben verbannen“, sagte ich laut genug, damit sie es hören konnte.  Ich wollte ein gemütliches Bad nehmen und nicht kluge Worte einstecken. Alles hat seine Zeit. Geboren werden hat seine Zeit.  Weinen hat seine Zeit. Klagen hat seine Zeit. Heilen hat seine Zeit. Suchen hat seine Zeit.Wegwerfen hat seine Zeit. Schweigen hat seine Zeit. Reden hat seine Zeit. Lieben hat seine Zeit. Baden hat seine Zeit. Super Erdenleben. Ich erinnerte mich an die weisen Sätze in meinem ledernden Buch: Wenn ich die äußere Welt wahrnehme, ist das nur ein Zeichen, dass mein Inneres arbeitet. Es gibt keine  Erscheinung ohne unser Bewusstsein. Innen wie außen.  DIe Außenwelt ist nur ein Spiegel unserer selbst. Und es gibt eine ganze Menge Resonanzmomente in  meinem Leben. Resonanz ist jetzt das, was Sie, liebe Leserin, lieber Leser,  lächeln lässt.
Ich trippelte zurück ins Bad. „You are welcome, Miss Swarmi“.  Schnittchen gefällig?“ Ich stopfte Önnemarie ein Scheibchen in ihren Mund,  noch ehe sie etwas erwidern konnte und ließ mich in die Wanne fallen. Mein genussvoll melancholisch zelebriertes Sadnessprogramm wurde fortgesetzt.

„Essen geht nicht nur durch den Magen. Es geht durch alle Zellen! Es gibt nichts Besseres, als sich gütlich tun in seinem Leben“, drang aus Önnemarie
„Ich hab gelernt,  mal mutig seinen Kopf hängen zu lassen und traurig zu sein, ist auch eine Gabe Gottes“, antwortete ich. „Ist doch wahr, wie oft wird unser Gefühlsleben von der Angst und der Fliegenklatsche beherrscht, Wie oft töten oder verjagen wir alles, was sich bewegt.  Jeder, der von dir verlangt, etwas anderes zu werden als du selbst, ist nicht heilig, sondern versucht nur seine eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Eine energetische Bankrotterklärung ist das. ”
„Wahre Liebe verläuft nie reibungslos, du Erleuchtete. Dich hat die Enttäuschung wie ein Faustschlag in den Magen getroffen, Herzchen! Du bist stinksauer. Nach der Wut folgen Traurigkeit und Tränen. Denk dir nichts weiter dabei. Die alltägliche äußerliche Welt – so ist sie. “ Önnemarie lachte vergnüglich.
„Also, wie ist das jetzt mit dem Umschreiben meiner Programme?“, erkundigte ich mich.
„Willst du jetzt eine holprigen Kurs zum Happy End ohne Ende? , fragte Önnemarie.
„Ich höre!“, sagte ich und schenkte ihr höchste Aufmerksamkeit. Wie die  Freiheitsstatue am Hafen von New York war ich umspült von Wasser.

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„Im Grunde stehen wir auf der Bühne von aktiven Energiewirbeln. Was wir sehen, ist nicht unser Nachbar, sondern Photonen, die uns umwirbeln. Wir missachten sie ständig. Wir klammern uns an Worte. Die viel zuverlässigere, energetische Kommunikation überdecken wir oft“, schnaubte Önnemarie.

„Wir machen uns leider häufig zum Sklaven unserer Überzeugungen. Frage dich immer: Willst du recht haben oder lieben?  Werde still. Über Berührung miteinander Kontakt aufnehmen, statt darüber zu streiten, wer recht hat. Rückverbindung.“

Die Worte ergossen sich ins Universum, um sich mit allen Zerstrittenen zu vereinen. Sie müssen wissen, liebe Leserin, lieber Leser: Alle unsere Sätze sind unsterblich. Unser nutzloses Blöken umkreist das Universum bis in alle Ewigkeit.

„Mach dir bewusst, dass ein Tonband in dir läuft. Wer spricht da in dir? Dein Vater oder deine Mutter? Mach dir einen Gedanken  bewusst und schreibe ihn um. Immer wieder. Daraus wird dann eine Gewohnheit. Werde dir deiner Einschränkungen, deiner zerstörerischen Verhaltensweisen bewusst. Du kannst selbst die besten Absichten und die positivsten Gedanken unterwandern. Die Kräfte, die wir nicht sehen, sind der eigentliche Stoff, aus dem Leben besteht.

Du brauchst dir nur die Zusammenhänge zwischen Ursache und Wirkung klar machen. Das Universum reagiert weniger auf dein Denken und Handeln, sondern auf dein Fühlen und Sein. Unser Zellbewusstsein entzieht sich unserer alltäglichen Wahrnehmung und scheint uns darum unberechenbar, ist aber für die Realisierung deiner Wünsche ausschlaggebend. Du kannst das, was dir bewusst ist, kontrollieren und steuern. Also mach es dir bewusst,welche Beweggründe dich treiben.

Hochmut ist die Kehrseite von Minderwertigkeit. Dahinter verbirgt sich oft Unsicherheit über die eigene Wertigkeit. Angst, die sich bemerkbar macht, kann sich auf einer höheren Stufe in Form von intellektuellem Hochmut oder Skepsis äußern. Zweifel sind die Wächter der Gewohnheit und schützen das, was mal als Überlebensmechanismus im Zellbewusstsein abgespeichert wurde, gegen die Ungewissheit, die in einer Veränderung liegt. Der Ausweg ist die Anerkunng. Zweifel werden von deinen Ängsten und emotionalen Defiziten motivert. Inneren Frieden erlangst du, wenn du alle deine Gefühle und Ängste in positiver Weise annimmst und verwandelst. Depression bedeutet ein hohes Maß an Selbstunterdrückung.

Der Klassiker ist das Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung. Wenn Beziehungen recht schnell wieder in die Brüche gehen, sabotierst du unbewusst die emotionale Nähe zum Partner. Entweder befürchtest du zurückgewiesen oder verletzt zu werden oder du rechnest damit, deine Freiheit zu verlieren und dich persönlich einschränken zu müssen, wenn du in einer festen Beziehung lebst. Eine Sabotage kann sein, dass du dich immer in die „Falschen“ verliebst, die entweder vergeben sind oder dich mies behandeln. Du kannst deinen schlimmsten Befürchtungen oder deinen positiven Erwartungen folgen. Es  liegt an dir, was du in dein Leben ziehen willst

Nach dem Gesetz der Anziehung folgt auf ein Gefühl von Mangel keine Erfüllung, sondern noch mehr Mangel  Wenn du dir aber deines Wertes bewusst und damit in einer Schwingung bist, die mit etwas entsprechend Wertvollem übereinstimmt, dann wird dir dieser Wert zuteil. Die Wunscherfüllung ist nicht die Bedingung dafür, dass du dich gut fühlst, sondern die natürliche Folge. Wenn du etwas brauchst, bist du auf einen Mangel fixiert.

Liebeshungerloch:  Du rauchst, trinkst oder stopfst Süßigkeiten in dich hinein. Du hüllst dich in blauen Dunst ein, um deine hochsteigenden Gefühle zu vernebeln. Alles sind bewährte Strategien, um wahre Bedürfnisse zu deckeln und dich vom Innersten abzugrenzen.

Exklusivität ist nur ein eleganteres Wort für Abgrenzung.  Freiheit und Abenteuer gleich mit dabei. Die Medienwelt redet sie uns ein. Eine originelle Person braucht eine originelle Zigarettenmarke. Also her mit dem nilblauen Design. Kosmetika, Sport- und Luxuswagen versprechen erotische Ausstrahlung. Wovon wollen wir uns überhaupt abgrenzen? Von den Eltern, vom gemeinen Volk, vor der Zu- und Eindringlichkeit von anderen Menschen schützen?  Dies sind alles künstliche Abgrenzungen. Darunter steckt häufig ein Gefühl der Wertlosigkeit.

Neid ist das, was du dir selbst vorenthälst. Neider missgönnen den „Begünstigten“ ihr Glück. Je mehr du in dir ruhst, desto weniger wird der Neid anderer dich erreichen. Und die Neider?  Sie sollten daran denken: Alles was sie  beneiden, tragen sie als Potential auch in sich. Neid ist eine Form von Sehnsucht, und Sehnsucht ist ein Ruf der Seele. Sehnsucht verweist auf all jene Möglichkeiten, die  verwirklicht werden möchten.

Wundere dich nicht, wenn du in einer Person plötzlich dein eigenes Mangelgefühl erkennst! Ihr zwei geht spiegelbildlich miteiander in Resonanz. Was die Person zu haben scheint, das hast du auch. Woran es ihr fehlt, daran fehlt dir auch. Gib der Person die Energie, worum sie dich beneidet – darüber wirst du dich verwandeln, und sie sich mit dir.

Nimm das Gefühl der Nichtigkeit, das sich auch als Scham äußern kann – es ist beschämend, keinen Wert zu haben. Missachtung ist eine grobe Verletzung der Würde. Missachtung betont das Vergehen des Konfliktpartners. Darin liegt eine Schuldzuweisung.  Wie fühlt sich das an? Solange ich im Bewusstsein von Schuld verharre, habe ich den Kern meines Problems noch nicht erfasst. Weisst du, wie es sich anfühlt, deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und offen zum Ausdruck zu bringen? Weisst du, wie du sie erfüllen kannst? “

Bereust duvieles in deinem Leben? Oder nur eine Sache, aber gewaltig? Etwas hat sich aufgrund von Fehlentscheidungen nicht realisiert. Reue verkörpert jenes ungelebtes Potential. Wir oft hadern wir mit dem niemals zum Leben erwachten. Fühlen Scham und Schuld, weil wir etwas versäumt haben. Reue ist ein Zombie. Für dein Zellbewusstsein zählt einzig die Gefühlsqualität, die damit verbunden ist. Der Rest ist Formsache.  Es ist eine Erfahrung. Hand aufs Herz. Wie fühlt es sich an, fortwährend für Dinge vereinnahmt zu werden, die eigentlich gar nicht so dem entsprechen, was dir tief in deinem Innenleben für dein Leben vorschwebt?

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Je mehr du deine Abspaltungen integrierst, je stimmiger dein Zellbewusstsein in sich ist, desto eher arrangieren sich deine Herzensangelegenheiten zu einer volltönenden Sinfonie.

Schmerzhafte Kompromisse sind niemals die Lösung, die deine weite Seele wählt, und sie rächen sich zuverlässig, denn sie entspringen dem Glauben an Mangel und Begrenzung. Gibt dich nicht mit Halbheiten zufrieden, wenn du das Ganze erleben kannst.

 

Oh Gott, das konnte ich mir doch nicht alles merken. Mein heißes Köpfchen rotierte wie wild.

„Kommt Zeit, kommt Liebe oder sie verkommt total“, meinte Önnemarie belustigt.  „Geradewegs auf den emotionalen Kern subtrahiert: Die Umstände folgen dem Geist, nicht umgekehrt. Je stärker deine Blockade, desto mehr Energie ist in ihr gebunden. Energie lässt sich nicht auflösen. Aber wir können ihre Form ändern. Überall dort, wo du Schwierigkeiten hast, erhältst du einen Hinweis darauf, wo du noch Energie geparkt hast, die  du – verwandelt –  deinen Werten und Zielen zuführen kannst!  Jede unangenehme Konfrontation, jede Herausforderung birgt eine enorme Bereicherung. Bevor du deinen Gegner besiegen willst, musst du dich selbst besiegen. Nochmals: Es gibt nur eine einzige Kraft. Energie lässt sich zwar in verschiedene Wahrnehmungsaspekte auffächern, aber nicht trennen. Betrachte ich mein Hologramm, dann erkenne ich, dass sich mein Gegner, also das, was meinen guten Absichten entgegensteht, nichts anderes als meine eigene Energie spiegelt.  Beide Gegensätze müssen in Einklang gebracht werden. Kenne dich selbst, und du kennst deinen „Gegner“.  Du sparst viel Kraft, wenn du die Kraft deiner Blockaden integrativ nutzt. Strahle andere Überzeugungen aus. Unsere Überzeugungen sind es, die dich und mich davon abhalten, wundervolle Liebesbeziehungen zu erleben. Verändere ich meine Überzeugungen, verändere ich meine Beziehungen. So einfach ist es natürlich nicht. Es wirken mit: Denken, Wahrnehmung, Stimmung, Erinnerung. Diese vier Bewusstseinsebenen müssen miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Wage einfach mal, das Gefühl der Erniedrigung zu spüren und sende deinen „Sklaventreibern“ Licht und Anerkennung.  Richte dich auf eine bestimmte Energiequalität aus, dann äußert sich diese Qualität garantiert in deinem Alltag.

Und wenn jetzt dein Bauch knurrt und seine Aufgabe sehr ernst nimmt  und dir sagt: „Von wegen Glück und Liebe, dann sage ich dir:

Wenn du auf dein Glück wartest, wirst du ewig warten. Sei zuerst glücklich, wenn du unter glücklichen Bedingungen leben willst. Schaffe in dir selbst die Vorlage zum Glück, das sich in deinem Leben reflektieren soll. Wie würdest du dich fühlen, wenn du das Gewünschte bereits hättest? Darum geht es.
Signalisiere deinem Zellbewusstsein, dass du es ernst meinst.

Wirst du nervös? Aber ich muss doch noch zum Friseur? Ich habe doch aber gar nicht die nötigen Kompetenzen, um das zu meistern. Ich muss doch erst noch meinen Kram aufräumen und aussortieren. Heute habe ich Kopfschmerzen. Verschiebst du aus Unsicherheit auf ein Morgen? Dann bist du noch nicht wirklich bereit.
Geh nach innen.  Go for your dreams. Lausche auf spontane Eingebungen und Impulse. Ich kenne einen Menschen, der hatte die Eingebung in eine bestimmte Stadt zu fahren, an einen bestimmten Ort jener Stadt Er kam nicht aus jener Region. Er hatte keine Ahnung wieso , warum, aber er gab diesem Impuls Raum und fuhr zu jenem Ort. Dort traf er auf einen Menschen, den er noch nie in seinem Leben zuvor gesehen hatte. Jener Mensch drehte sich um zu ihm und sagte: „Da bist du ja.“ Auch jene Person hatte eine Eingebung, die da lautete: Es wird heute ein besonderer Mensch kommen. Das ist keine erfundene Geschichte!

50 Billionen empfindsame Zellen.

Diese Zellen leben sehr viel harmonischer zusammen als zankende Paare.

Wir können viel von ihnen lernen.

Durch gute Schwingung hilft uns die Natur mit, dass wir am richtigen Platz die richtige Person finden. Umgib dich mit Menschen und Dingen,  die dich energetisch aufbauen. Achte auf die guten Schwingungen. Quantenphysikalisch gesagt: sich am Punkt der Konvergenz der Wellen begegnen, an dem sie die stärkste konstruktive Interferenz bilden. In unserem persönlichen Energiefeld ist die Außenwelt repräsentiert. Dort ändern wir alles, was wir in unserem Leben ändern wollen, auch Konflikt mit unseren Mitmenschen.

 

wir

 

Vertrauen darauf, dass sich alles im richtigen Tempo entwickelt.  Die Dinge akzeptieren, wie sie sind. Loslassen – zulassen, dass alles im Wandel ist. Nicht im Strudel von Gefühlen und Erwartungen verlieren – Geduld. Offen bleiben: nichts muss, alles darf. Denke über mich, was du willst. Ich tue nichts, um anderen zu gefallen. Ich spiele nicht das Opferspiel. Dabei verliert man sich und findet seine Berufung nicht  – Selbstliebe!

„Gestern war ich klug, also wollte ich die Welt verändern.

Heute bin ich weise, daher ändere ich mich selbst.”

(Rumi)

Lets peace together

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Foto: A.John

Mein innereres Kind ist akzeptiert und geliebt.
Ich bin die Freude des Lebens.
Ich bin die Freude des Lebens.
Ich bin die Freude des Lebens.

Mein innere Kind manifestiert sich, wenn ich kreativ bin.
Ich bin die Kreativität des Lebens.
Ich bin die Kreativität des Lebens.
Ich bin die Kreativität des Lebens.

Lets peace together„, sagte ich und küsste in einer einfachen Stehhaltung mein Spiegelbild.

„Was du hier gerade tust, wirft die Frage auf: Geht`s noch? Was um Himmelswillen hast du vor?“, fragte Brunhilde.

„Ich erinnere mich an meine Selbstdisziplin, mich selbst zu lieben. Dafür muss ich ein paar Punkte in meinem Leben ändern. Ich bin gerade dabei, ein wenig Staub von meiner Seele zu fegen und ich löse meine Energieblockaden im Wurzelchakra auf. Der erste Versuch war ein Flop. Dieser hier wird mir gelingen.“

brunhildestehend
„So! So! — Naja, das ist mit uns manchmal wie mit den Gärten. Sobald man pflanzt, setzt der Garten doch alles daran, die vom Menschen geschaffene Ordnung in ein unkrautüberwuchertes, schneckenzerfressendes, wühlmausunterhöhltes Chaos zu verwandeln. Man bekommt darüber ein intimeres Verhältnis zu seiner natürlichen Umwelt und einen neuen Blick auf sich selbst. Dranbleiben ist wichtig. Vergeblich ist nicht vergebens. Das Scheitern ist dazu da, um uns auf die richtige Spur zu führen.“, erklärte Brunhilde.

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, so heißt es doch. Das ist das Motto. “

„Na, die Hausaufgabe müssen wir wohl alle noch machen!“.

„Es ist nie zu spät für ein schwillendes Ego. Ich muss mein Leben in Ordnung bringen. Der Kopf muss dem Herzen untergeordnet werden, wenn wir diese Welt friedlicher machen wollen. Ich will die Gangart der Erde wieder unter meinen Füßen spüren und die Gangart mit der Wolken über meinen Kopf ziehen.  Ich will mich nicht mehr durcheinander schleudern  lassen, durch dieses wechselhafte Auf und Ab der Tage. Es ist Zeit aus dem Wettbewerb auszusteigen. Ich hab`s erkannt: Der einzige Wettbewerber bin ich in mir selbst. Ich will die Person werden, die sagt: Ich kann. Und nicht die, die sagt: Ich kann nicht. Ich will nicht mehr mit irgendwelchen Masken kämpfen, die ich trage. Du weißt schon, all die Masken, die wir hier alle irgendwie tragen, mitunter aus Angst und Scham wegen der alten Verletzungen. Ich will nicht sein, was etwas oder andere für mich definiert haben. Ich will fest stehen im Bekenntnis zur Liebe.  Ich will mich nicht einschüchtern lassen. Dafür brauche ich Selbstliebe. Dafür muss ich zur Wahrheit dessen erwachsen, wer ich wirklich bin. Niemand kann einem Menschen widerstehen, der Liebe ausstrahlt. Kannst du dir das vorstellen?“

 

Liebt einander, und die Menschen werden kommen…keine aggressiven Botschaften mehr. Niemand, der einem seine Wahrheiten um die Ohren schlägt, kein Vortäuschen mehr, kein sich selbst belügen mehr,  keiner betrachtet den anderen geringer als sich selbst, keiner ist weniger wert. Menschen als menschliche Wesen wahrnehmen, kein Herbsetzen, keine Verunsicherung und Angst durch Wut ausleben, keine schimpfenden und drohenden Menschen mehr im Straßenverkehr oder Menschen, die Unwahrheiten über einen anderen verbreiten. Keine Menschen mehr, mit denen man in Kontakt kommt, ohne in seiner Mitte zu sein, die nur darauf warten ihre Wut explodieren zu lassen. Sein Herz für solche Menschen offen halten. Und umgekehrt, Menschen, die einem das Herz öffnen, wenn man ihnen in die Augen schaut. Erkennen, wann ich hartherzig und lieblos war. Keine Macht abgeben, weil ich denke, der andere hat etwas, was ich nicht habe. Kein negatives Denken hierzu. Im Vertrauen ruhen. Nichts mehr kontrollieren. Auch den Mut haben, abseits zu stehen, der Rufer in der Wüste sein, und den eigenen Weg gehen, selbst wenn niemand in unserem Leben damit übereinstimmt. Nicht um sich zu isolieren, sondern um du selbst zu sein. Um den authentischen Weg zu gehen und sich daran erfreuen können, mit Menschen zusammen zu sein, die gerne sie selbst sind. Klingt gut, ist aber kein leichter Weg. Das ist eine Vollzeitbeschäftigung. Alles ist heute so schnell. Beziehungen beginnen und enden. Manche Menschen sind heute eine wandelnde Wunde. Und nur wenige bemerken es.“

„Uns hat niemand versprochen, dass es ein leichter Weg sein wird.  Es geht um den Frieden auf dieser Welt. Dass muss es uns wert sein.  Ja, genau, eine Vollzeitbeschäftigung. Achsamkeit – jeden Tag erneut und immer wieder und noch einmal. Genau, seine  Wahrheiten und Freiheit nicht preisgeben für ein paar Streicheleinheiten. Kein Heiraten von Autoritätsfiguren.  Keine Missbrauchsbeziehungen mehr anziehen. Kein Verhalten mehr, dass seinem eigenen Schmerz entspringt.  Ich schulde niemandem etwas außer der Wahrheit.

All dieser Unfrieden auf dieser Welt ist aus den Tiefen unseres Wesens herbeigerufen. Wenn wir Frieden in diese Welt bringen wollen, müssen wir unseren eigenen Vorhang lüften. Wir sind die Engel, die als Verwundete herumlaufen. Wenn wir  so tun, als wären wir Engel, obwohl wir uns wie ein verletztes Kind fühlen, erwachen wir nie.  Stilles Reflektieren. Zeit nehmen, um in seine Mitte zu kommen. Iss gut. Schlaf gut. Sorge für dich. Arbeite an etwas, was dir Freude macht. Die eigene innere Ruhe würdigen. Den verletzten Stellen im Herzen Liebe schenken. Durch seine Angst und Scham hindurchgehen. Sich mit seinem eigenen Rhythmus und seinem Körper, zum Atmen und der Natur wieder verbinden. In der Stille seine eigene Stimme wiederfinden.“

Zurückkommen in sein Herz.

 

„Ohne Wurzeln gibt es keine Flügel, außer bei den Vögeln. Und die bauen ihre Nester in den Bäumen, die ihre Wurzeln fest in der Erde verankert haben.“

 

 

 

 

 

 

 

Wahrheiten ein- und ausatmen

schmetterin mond

Der Mondlichtschmetterling ist eines der weltweit größten Schmetterlinge. Er kann eine Spannweite bis zu 30 cm aufweisen.
Das ist mehr als mancher Singvogel misst.  Er wird auch Kometenschweif genannt und lebt in den Regenwäldern von Madagaskar.

400 Kilometer entfernt vom afrikanischen Festland liegt die Insel Madagaskar. Sie hat eine Größe von Frankreich. Etwa 14  Millionen Menschen leben auf ihr.

Bereits bevor die Dinosaurier ihre große Zeit hatten, vor gut 250 Millionen Jahren, flogen die ersten Schmetterlinge durch die Lüfte. Sie sahen unseren heutigen Motten sehr ähnlich. Zum Vergleich: Die ältesten Bienen entstanden erst viel später in der Kreidezeit zwischen 135 und 65 Millionen Jahren. Somit zählen die Schmetterlinge zu den ältesten Insekten der Erde.

Viele Kilometer weit können Männchen ihre Weibchen in ganz kurzer Zeit orten – so wie hochempfindliche Antennen – bereits wenige Moleküle Lockstoff reichen. Unser Körper ist auch zum Zwecke der Wahrnehmung gemacht, und das Gefühl des Berührens und berührt zu werden ist eine Wonne. Es ist weniger Wonne, wenn wir Wunden an unserer Haut tragen. Dann schmerzen Berührungen mitunter.

Der menschliche Geist ist wie unsere Haut. Jeder Mensch hat einen emotionalen Körper, der mitunter mit recht viel ungesunden Emotionen bedeckt ist. Zum Beispiel Hass, Wut, Neid und Traurigkeit, Verbitterung. Manches bricht alte Wunden in uns auf. Wir leiden an Angst. Und häufig sind unsere emotionalen Körper damit so erfüllt, dass wir unseren verwundeten Geist als „normal“ bezeichnen. Es ist aber kein „normaler“ Zustand.

Kein Schmetterling kann fliegen, ohne die Flügel zu öffnen. Und niemand kann lieben, ohne sein Herz zu öffnen. Das ist eines der inneren Gesetze, so unausweichlich wie die Schwerkraft.  Und es ebenso unmöglich, sich in irgendeinen Zustand zu erheben, ohne jene Teile zu offenbaren, an denen wir am engsten festhalten.

Wir brauchen zunächst einmal die Wahrheit.
Wie finden wir sie?

Wir müssen vergeben. Und zwar nicht, weil andere Vergebung verdienen, sondern weil wir uns selbst so sehr lieben, dass wir nicht mehr für die „Ungerechtigkeit“ zahlen wollen. Es ist eine Form des Mitgefühls uns selbst gegenüber. Anderen zu vergeben, bedeutet Selbstliebe und Selbst-Akzeptanz.

monument nelson mandela

Ein Monument errichtet an dem  Ort, an dem Nelson Mandela einst festgenommen wurde.

Nelson Mandela trug nach dem Ende der Apartheid ganz und gar eine vergebende Haltung in sich. Er hat damit eine ganze Nation von ihrer Identifikation durch ihre Täter befreit. Der damalige südafrikanische Präsident und Archbishop Tutu richteten  die Truth und Reconciliation Commission ein. Der Fokus wurde in Südafrika nach dem Ende Apartheid nicht auf die Bestrafung gelegt, sondern auf die Wahrheitsfindung. Auch seine ehemalige Ehefrau Winnie Mandela trat vor die Kommission und hatte Fragen zu beantworten. Die Apartheid brachte schreckliche Seiten in den Menschen hervor, mitunter auch auf Seiten der eigentlichen Opfer. Winnie Mandela hat während der Apartheid Kinder zu Spionen gemacht. In ihrem Haus fanden schlimme Dinge statt. Archbishop Tutu ist der Patenonkel eines ihrer Kinder. Er saß mit im Gremium. Er weinte in jener Sitzung und er bat Winnie immer wieder, immer wieder bat er sie, die Wahrheit zu sagen und das auszusprechen, was sie damals nicht bereit war sagen: Please, please, please, say at least I am sorry. Es waren andere Zeiten, war ihre Antwort.

Damals ging jeder Täter straffrei aus, der bereit war, über seine Taten zu berichten, über das, was sie wussten. Es sollte dem Zweck der Wahrheitsfindung dienen. Darüber erhielten  auch manche der  Opfer erstmals den Raum, öffentlich über ihre Wunden zu reden. Über das, was ihnen angetan wurde. Das Unaussprechliche aussprechen zu können, gehörte zur Heilarbeit jener Jahre. Erstmals wurde ihnen zugehört. Einige der Menschen konnten sich mit Fragen an jene Täter wenden. Und diese Frage waren von gewichtiger Art: Wo habt ihr unsere Kinder hingebracht? Sagt es uns! Gebt sie uns zurück, wir wollen sie beerdigen.

Vergebung ist der einzige Weg zur Heilung. Aus Mitgefühl zu uns selbst. Wir sind dann nicht mehr der große Richter, der gegen sich selbst vorgeht. Wir sind dann nicht mehr derjenige, der sich selbst bestraft. Wir sind dann nicht mehr das Opfer.

Die Wahrheit ist mitunter wie ein Skalpell. Die Wahrheit ist schmerzhaft, da sie alle Wunden öffnet, die von Verdrängungsmechanismen verdeckt sind,  damit wir heil werden können. Es ist auch gut, dass wir dieses System der Verdrängung haben, weil es uns erlaubt, unsere Wunden zu verdecken und weiterhin zu funktionieren. Aber es geht nur eine Zeit lang gut, wenn wir Gefühle unterdrücken.  Sie wagen nicht zu sagen, was sie sagen wollen. Der Druck baut sich auf und die Luft wird knapp.

Und eigentlich sind wir nie mehr als einen Herzschlag davon entfernt, uns aus dieser Isolation zu befreien. Nie weiter als ein Schlucken, ein Räuspern davon entfernt, zurückzufallen in die Offenheit.

Damit Wunden heilen können, braucht es die Wahrheit und die Vergebung.  Die Wahrheit führt uns zu unserem Pulsschlag, zu dem, was uns heilig ist. Wir gewinnen Vertrauen in uns selbst Vertrauen zurück. Sie gibt uns unsere Achtung.

Es braucht ein waches Bewusstsein. Wir müssen, die auf Angst basierenden Vereinbarungen beenden. Der Krieg in unserem Kopf  erfordert Disziplin. Die Disziplin, wir selbst zu sein, egal was passiert.  Es macht einen Unterschied, ob wir Gefühle zurücknehmen oder sie unterdrücken. Ein Opfer unterdrückt seine Gefühle. Die Gefühle bewusst zurückzunehmen heißt, sie im richtigen Moment zu zeigen.

Wir können unseren Eltern vergeben, unseren Brüdern, unseren Schwestern, unseren Freunden und Gott. Wenn man Gott vergeben kann, kann man sich selbst auch vergeben. Sobald man sich selbst vergibt, ist es mit der Selbstablehnung vorbei.
Wir können akzeptieren, wie wir selbst sind.

Wir können Erfahrungen aus uns heraus brennen lassen,
egal, ob das, was dabei herauskommt, intelligent oder hübsch ist.

Wir können unsere Lebendigkeit damit gesund und warm halten.
und am Ende fliegen wie ein Schmetterling.

Tausend Gesichter

dear self

Ich stellte die Musik ab. Nat King Cole, der unbedingt zum Mond geflogen werden wollte, Peggy Lee, die predigt, dass man erst jemand ist, wenn man von jemanden geliebt wurde.
Am besten gleich morgens um sieben Uhr, dann ist die Luft nicht so stickig. Hast du Lust zum Joggen? Morgen. Gleich in der Früh?  Klar doch, hörte ich mich antworten. Ich hab Ja gesagt. Mist.
So viele Dinge tut man. Ich schaue in den Spiegel , jeden Morgen, jeden Abend. Jetzt ist Abend. Ich sehe eine Mischung aus höchster Vertrautheit und beunruhigender Fremdheit. Stets erscheint mir eine andere Facette in meinem Gesicht.  „Na, na“, sage ich mir besänftigend. Glücklicherweise habe ich genug Taktgefühl, Ich lächele mich so fröhlich an, wie ich nur kann.
badezimmerVielleicht sollte ich eine innenarchitektonische Veränderung vornehmen?
Was braucht die Welt einen Spiegel?

Ich gehe jetzt mal gleich ins Bett, damit ich gerüstet bin für den morgendlichen Marathonlauf. Deeeen Wecker habe ich auch schon gestellt. Verschlafen wäre mir peinlich.

So. Jetzt liege ich hellwach im Bett.

Pünktlich um 7 Uhr stehe ich in fast neuen Turnschuhen draußen vor dem Haus. Besser, als wenn er die Türe einschlägt. Quälende Momente meines Lebens. Was für eine bescheuerte Idee von mir.
In Muskel-Shirt kommt er um die Ecke gerannt. Turnhose im Glanzlook.

Das kann ja noch heiter werden. Laufschuhe mit Gel-Sohle, vom Feinsten. Dann kann`s ja losgehen.
Wo laufen wir denn lang? Er zeigt einmal im Quadrat bis hinter die Sonne. Es fühlt sich nach zwanzig Kilometer an.  Hätte doch mal Nein sagen sollen. Über Straßen, Brücken, links abbiegen, durch Wald und Unterholz. Langsam, erst einmal warm werden. Die Feuchtigkeit der Nacht zieht an meinen Beinen hoch. Jetzt bloß die Zähne zusammenbeißen. Hart und erbarmunglos fegt der Wind. Was bleibt er denn jetzt stehen und trabt wie ein Pferd auf der Stelle? Ich komme doch schon. Der will mich nicht zu Tode hetzen. „Geht es noch, Martina?“ Er lässt die Luft richtig profihaft aus seinen Lungen strömen. Ich beuge mich nach vorn und drücke meine Hände in die Taille. „Ich würde sagen, mehr oder weniger“, keuche ich mit zittrigen Händen. Meine Lunge will Luft. Mein Herz knallt wie wild. Der kann es einfach, schießt mir gerade durch den Kopf. Wird er wohl machen, j e d e n Tag, so einen kleinen Lauf jeden frühen Morgen. Luft bitte. Und schließlich bleibt die Wahrheit übrig.

snoopy morningIch hatte sowieso nichts Großartiges vor und  keine Lust. Lächeln nicht möglich. „Trostlose Gegend hier, was“, fällt mir noch so ein zu sagen. Sieht so deine Zukunft aus? frage ich mich. Alles nimmt seinen Lauf. Wenige Zeit später sitze ich an meinem Schreibtisch. Die Arme ausgespreizt. Mein Kinn ist darauf abgelegt. Turnschuhe abgeschmissen. Ist einfach bequemer. So sitze ich und starre aus dem Fenster. Ich gebe einen perfekten Seufzer von mir. Den einer ewigen Optimistin.  Durch so etwas verliere ich doch meine Kraft, sage ich mir.

Jetzt musst du nur noch innerlich zetern und mit dir schimpfen. Wenn ich mich jetzt über meine Entscheidung ärgere, komme ich ganz vom Weg ab. Das dahinter stehende Schaupiel – was ist das?

Im Zen sagen sie: Finde dein wahres Gesicht. Das Gesicht, das du hattest, bevor du geboren wurdest oder das Gesicht, das du haben wirst, wenn du gestorben bist. Alle anderen Gesichter gehören zum Verstand und nicht zum Herzen.

Wie viele Welten bewohnen wir? Wie viele Gesichter zeigen wir anderen so am Tag?
Wir haben gelernt ein bestimmtes Gesicht zu bestimmten Situationen zu machen. Auf Mutters Geburtstag ein anderes, als beim Geldabheben auf der Bank. Beim Vorstellungsgespräch ein anderes und gegenüber Freunden wieder ein anderes. Oder haben Sie ein Universalgesicht, das für alle Situationen taugt? Haben Sie nicht von verschiedenen Situationen verschiedene Vorstellungen? Sind Sie nicht unterschiedlich konditioniert? Beim Einkaufen schaut man anders als beim Zahnarzt. Unsere  Gedanken sorgen schon für das passende Gesicht.  Und ändert sich die Mimik immer nur  im Kontakt zu anderen?
Kennen Sie Ihr wahres Gesicht, frei von allen Beeinflussungen, innerer und äußerer Intentionen?

Gesichter-zum-Aussuchen

Trotz der vielen Gesichter öffnet sich immer nur ein Herz, wenn es sich öffnet…

Leo Tolstoj erinnert sich in seinen Memoiren an seine Mutter. Er sagt, sie sei eine sehr freundliche Frau gewesen, sehr gütig, aber nicht immer mitfühlend. Sie sei sehr emotional gewesen – so emotional, dass sie im Theater die ganze Zeit über weinte. Die Tolstojs waren reiche Leute. Sie zählten zum Adel. Wenn Tolstojs Mutter ins Theater ging, musste sie immer einen Diener mit zahllosen Taschentüchern begleiten.

Überrascht habe ihn aber immer, dass „sie selbst im russischen Winter, wenn es bitterkalt war, unter null Grad, und der Schnee draussen fiel, ins Theater gehen und ihren Kutscher einfach draussen sitzen lassen konnte, mitten im Schnee, wo er fror und vielleicht sogar krank wurde. Sie verschwendete niemals einen Gedanken an diesen Mann, der in der Kälte warten und leiden musste. Doch gleichzeitig vergoss sie Tränen über irgendeine Geschichte, die sie im Theater sah.“
Osho  sagt dazu:
„So verhalten sich sentimentale Menschen, emotionale Menschen – es kostet sie nichts, zu weinen, Gefühle zu haben. Doch es kostet sehr viel, mitfühlend zu sein. Es kostet das gesamte Leben. Ein mitfühlender Mensch ist ein sehr realistischer Mensch. Ein emotionaler Mensch lebt einfach nur in Träumen, in vagen Gefühlen, in Fantasien. Mitgefühl entsteht also nicht durch Fühlen.

Das bringt mich gleich zum Anlass meiner Gedanken, wie dem zur Frage, warum man sich mitunter selbst so wenig Mitgefühl entgegen bringt und warum man nicht einfach akzeptiert, dass man nicht perfekt ist, wissend, dass man es doch gar nicht zu sein hat. Ist es nicht so, dass wir nicht selten über unsere eigenen Entscheidungen  murren. Man bekommt so blöde Gefühle im Bauch. Es kommt Unzufriedenheit hoch. Doch bloß nicht zurückschauen. Man soll ja Vergangenheit Vergangenheit sein lassen. Vor uns liegt der Weg. Pflaster drüber.  Zudecken. Schwamm drüber. Das Ding ist, die Erinnerungen gehen davon nicht weg. Funktioniert garantiert nicht. Flieht man vor seinen eigenen „Fehlern“, sieht man die Fehler anderer umso stärker.  Herzensgüte, auch das noch!

lehrer

Wir machen Fehler. Wir machen sie manchmal aus Hilflosigkeit, manchmal aus Arroganz, manchmal aus Verzweiflung. Manchmal machen wir sie aus der Unwissenheit heraus.
Annehmen.  Ich sag ja nicht, dass es einfach ist, mit sich ins Reine zu kommen. Ich sage nur, dass es ein guter Weg sein kann – für sich und damit auch für die ganze Welt. Verstehen, was mich dazu getrieben hat. Ich mach`s beim nächsten Mal besser. Das nächste Mal gehe ich einen anderen Weg. Über mich lachen. Mich selbst lieben, als den Menschen, der ich gerade bin. Zu wissen, dass es gut und richtig ist, dass man so ist, wie man ist. Niemand etwas beweisen müssen. Ich bin, wie ich bin, nicht mehr und nicht weniger. Und das ist gut so. Wir dürfen Fehler machen, manchmal brauchen wir sie auch. Eine gehörige Portion Selbstliebe kann dabei helfen, sich kreativ durch den Prozess zu wuseln.

Worte und Konzepte öffnen nicht unsere Herzen. Das kann nur Liebe. Wenn wir in der Liebe leben, und sie auf andere freimütig ausdehnen, werden die Worte, die nötig sind, in den Sinn kommen. Und klar ist doch, Liebe hat mit Selbstliebe zu tun. Klar ist auch,  je mehr Selbstliebe wir haben, desto mehr Liebe bleibt übrig für jemanden, der einem gegenüber „Fehler“ begangen hat. Desto mehr kan ich ihn in seinem Sein lassen. Wenn man dann noch die Stärke hat, nicht auf sein besseres Wissen Stolz zu sein und auf den anderen herabschaut, gibt man dem anderen die Möglichkeit viel schneller sein Gleichgewicht wieder herzustellen und über sich und sein Verhalten zu schmunzeln.

Willkommen im Leben. Wir sind auf diesem Planeten, um zu wachsen. An Erfahrung.

Du selbst entscheidest, was du über das Leben glauben willst

Du selbst entscheidest, was du über das Leben glauben willst

Jeder Mensch kommt aus seinem Himmel und bringt uns wundervolles Licht. Die Einzigartigkeit der Wesen schenkt uns Gold. Öffne dein Herz. Wenn nicht du, wer dann? (Auszug aus einem Song von Sushira Neumann, eine großartige Sängerin)

Buchautoren würden es so formulieren: Folge deinem Herzen.

 

 

„Ich bleib so Scheiße wie ich bin!“ Ich mache diesen Psychoterror der Selbstverbesserungspropaganda  nicht mehr mit.  Wem das zu geschmacklos klingt, der hat die Brisanz noch nicht erkannt, die hinter manchen Forderungen unseres Umfeldes stecken.
„Du hast dich noch nicht mal bei mir entschuldigt!“  Imposant, man muss nur konsequent „das Richtige“ tun, dann widerfährt einem die Liebe.  Ich fühle mich schon jetzt ungeheuer schuldig.  Hütet Euch vor der Liebe. Sie kann voneinander trennen.  Es gibt eine Kluft zu überbrücken zwischen der Person, die man ist und der man für andere sein soll.  Verpacke das Ganze doch noch mit der fertigen Analyse deiner Beweggründe für mein „Fehlverhalten“.  Heute muss man sich vorbereiten auf die Liebe. Hart an sich arbeiten, eine glückliche Beziehung verdienen. Wir müssen Verhaltensmuster auflösen, bevor wir lieben dürfen. Die Umwelt verlangt, dass wir unabhängig sind und sind wir es nicht, müssen wir eben an unseren Gefühlen arbeiten.  Die Sache mit der Liebe wird immer wirrer. Dabei ist es doch so einfach: wir wollen alle geliebt und angenommen werden – und zwar hier und jetzt, bedingungslos, sofort und für immer.  Nur können wir das von den Menschen um uns herum nicht bekommen – auch wenn wir es uns so sehr wünschen. Und weil wir diese schlichte Wahrheit nicht ertragen, verkomplizieren wir die Zusammenhänge.  Wir bemühen uns die Gefühle unter Kontrolle zu bekommen.  Nur starke, unabhängie Menschen, die Verantwortung für ihre Gefühle übernehmen, haben eine Chance auf eine Beziehung mit einem ernst zu nehmenden Partner. Die moderne Liebesgeschichte ist eine Geschichte der mühsam erkämpften Anpassung.Die Regeln einer Beziehung unterscheiden sich von den Regeln einer Freundschaft.  In einer Beziehung verhalten sich Partner nicht einfach so wie sie wollen, sondern beziehen bei allem, was sie sagen, den besonderen Status einer Beziehung mit ein und antzipieren stets, wie das auf den Partner wirkt.
Wir sollen uns leidenschaftlich lieben, aber vernünftig miteinander sprechen?
Wer sagt eigentlich, dass man in einer Beziehung tolerant sein muss?  Wer zu Ende sprechen will, muss spannend reden!
Ehrgeizige Menschen erwarten von sich selbst und zumeist viel von ihrer Umgebung.  Wenn du viel von dir und nichts von anderen erwartest bist du selbstgerecht.

Die Schönheit des Nebenbei – eine besondere Begegnung ist eine Begegnung, die sich unerwartet ergibt, die mich herausreißt aus meinem Trott und meinen vorgefertigten Überzeugungen. Verlieben hat etwas mit Überraschung zu tun.  Was tun wir? Wir setzen uns in eine Wartehalle und warten, dass der nächste Zug, der einfährt, uns zur wahren Liebe fährt.

Tatsache ist, dass niemand mehr mit niemand zufrieden ist. Bestellt wird zumeist im Internet. Das Ziel: sich über die Partnerschaft selbst verwirklichen.

Und hier ist das Geheimnis: man sieht nur mit dem Herzen gut. Es macht einen Unterschied, ob ich über ein Gefühl spreche oder ob ich es fühle.  Feel you heart! ( die besten Heilmusik, die mir je begegnet ist, Sushira Neumann)
FEEL, statt andere für deine Frustration verantwortlich zu machen. Kritik bindet uns an unsere Verhaltensmuster. Versuche es mal mit Wertschätzung und sieh, was dann geschieht.

Ob du es glaubst oder nicht, aber wir denken unsere Gedanken selber aus!
Jeder Gedanke, den wir denken, gestaltet unsere Zukunft. Und wir haben eine unbegrenzte Auswahlmöglichkeit an Gedanken. Es gibt Menschen, die meinen, dass Verbitterung, Kritik, Schuld und Angst mehr Probleme verursachen als irgendetwas sonst.
Was auch immer da draußen geschieht, ist nur ein Spiegel unseres eigenen inneren Denkens.   Die Vergangenheit ist vorüber. Wi r können sie jetzt nicht mehr ändern. Wie dumm, sich in der Gegenwart selbst zu bestrafen, weil uns jemand in vergangener Zeit verletzt hat?  Alle Krankheiten entstehen durch einen Zustand des Nichtvergebens. Ich bin nicht so, wie du mich haben wolltest in der Situation x oder y – und? Dir ist Kritik wichtiger als einen Raum der Geborgenheit und Vertrauen und der Akzeptanz  und Wertschätzung zu schaffen?  Wo liegt das Problem?  Das ist Angst und nicht Liebe. Liebe ist eine Wertschätzung, die so groß ist, dass mein Herz davon überfließt.
Das Problem ist selten das wirkliche Problem. Es ist nicht die Entschuldigung, die du von mir forderst. Räume weg, was dir tatsächlich im Weg steht.  Geistiger Hausputz.  Die sicherste Art, ein Problem zu behalten, ist die Schuldzuweisung.

Dein Problem braucht nicht länger für dich wahr zu sein. Es kann in die Bedeutungslosigkeit zurücksinken, aus der es einmal gekommen ist. Du kannst das schaffen!

In diesem Sinne

Liebe oder Angst

Liebe oder Angst

I would have given you all of my heart, but there’s someone who’s torn it apart
And he’s taking just all that I had…Sheryl Crow...But if you wanna try to love again
Baby, I’ll try to love again, but I know The first cut is the deepest, baby, I know…..ein paar Sekunden stiere ich wie hypnotisiert auf das Radio.
Angetrieben von rechtschaffener Empörung und lauwarmen Latte klammere ich mich am Kühlschrank fest. „Ich glaube es einfach nicht“, platzt es aus  mir heraus. Was mögen denn die Männer, Väter, Söhne, Jungs ingesamt –  Autos, Frauen, Macht, Skat, Essen, Trinken,Freunde,  Fußball, Sex.“
„Hä?“ Verwirrt schaut Önnemarie mich an.
„Was ist das Wichtigste in einem Menschenleben? Sag du es mir! Juan. Er hat so getan, als sei er zu Hause, dabei sitzt er vierhundert Kilometer entfernt bei seiner Freundin. Wandelt einstige Liebeleien in Freundschaft um“, erkläre ich.
Wie ich Önnemarie kenne, wird sie einiges dazu zu sagen haben. Gespannt erwarte ich ihre Reaktion.
Sie runzelt die Stirn. Und dann sagt sie unerwartet, nur zwei Worte. Aber das genügt, um meine ganze Welt auf den Kopf zu stellen.
„Welcher Juan?“
Ich schaue sie völlig verdattert an und weiß gar nicht, was ich sagen oder tun soll.
Und dann fällt plötzlich der Groschen. “ Oh! Ha, ha, ha…sehr witzig“, sage ich ehrlich erleichtert.
Ich lasse den Kühlschrank los. Klar, ich soll ja nicht mehr über Juan reden. „Ich soll so tun, als gäbe es ihn nicht, stimmt`s?“
„Als gäbe es wen nicht?“
„Ich weiß, ich weiß“, meine ich, „aber können wir damit mal kurz aufhören?“
„Aufhören womit?“, sagt sie, als hätte ich keinen Schimmer, was ich da rede.
Hör zu, danach rede ich nie wieder über ihn, versprochen“, sage ich und schiebe einen der Küchenstühle gleich neben ihren.
Kein „Nein, im Ernst!“. Keine Gesamtanalyse. Önnemarie runzelt erneut die Stirn. „Wovon redest du bitte?
Hast du von dem Fruchtpunsch getrunken?“, frage ich angesäuert.
„Was zum Teufel ist in dich gefahren?“, kontert sie.
„Was in mich gefahren ist? Du kannst dich nicht an Juan erinnern?“
„Weil du nie einen Freund mit Namen Juan hattest!“, sagt sie.
Darauf fällt mir nichts mehr ein. Aber nur eine Sekunde lang. „Das ist nicht witzig“, sage ich.
„Sehe ich so aus, als würde ich lachen?“ Sie balanciert die Tasse Tee auf einem Knie.
„Ach, hör doch auf“, meine ich und verschränke meine Arme vor der Brust. . „Im Ernst! Wie kannst du so tun, als würdest du den Mann nicht kennen? Ich hatte nach vier Wochen des Kennens mit einem Liebesbrief von ihm gerechnet. Aber auf so eine Lüge war ich nicht vorbereitet.  Leider kein Umschreiben der Geschichte möglich. Ähm, Augenblick mal, könnten wir das nochmal zurückspulen. Die Erkenntnis versetzte mir eine schmerzlichen Stich. “
Ich spitze die Ohren und lausche auf verräterische Geräusche.
„Tut mir leid, Martina. Da komme ich nicht mehr mit.“
„1.79 cm groß, längere blonde Haare, das süßeste Lächeln von Welt. Voller Stolz und Anmut.“
Abermals ausdruckslose Miene.
„Sehr gut aussehend“, füge ich hinzu.  Siegesgewiss renne ich an meinen Computer, trage ihn in die Küche und knalle ihr den Rechner vor die Nase. Ich klicke meinen Laptop aus dem  Johny-Depp-Bildschirmschoner-Schlafmodus wach.
„Ich habe hunderte Fotos auf meinem Laptop“, erkläre  ich kurz und bündig.
Nur da finde ich kein Foto. Ich schaue Önnemarie an. Sie bedenkt mich mit einem Blick, als wollte sie sagen: Hab ich dir doch gleich gesagt.
„Ach…ja klar, hab`ich auf die externe Festplatte hinübergeladen“, stammele ich.
„Wie du meinst“, entgegnet sie. “ Martina, denke an diesen Tag. Denke an jeden Tag als einen Tag des Lernens. Als eine Chance zu lernen und dem Geist neue Horizonte zu eröffnen.  Schaue auf deine Visionen. Auf eine neue, starke Weise. Heute. Liebe oder Angst, Martina. Was ist das Wichtigste in einem Menschenleben? “
„Was das Wichtigste im Menschenleben ist? Ähm….nun, wann immer sich die Menschen von der Liebe trennen, scheitern sie“, erwidere ich und muss mit meiner miserablen Laune zum Trotz lachen.  Es ist doch so: Man wird vollgestopft mit Wissen. Das Motto: ‚Teile und Herrsche‘ regiert die Welt. Wir leben abgetrennt von der Natur und von uns.  Am Ende versklaven wir uns selbst.  Man flösst uns ein, wir seien schwach und machtlos. Das alles ist vermutlich eine große, fette Lüge. Es gibt keinen Grund. Weshalb sollte ich nicht mächtig sein?
Und überhaupt! Was ist ein Menschenleben? Die ersten 30 Jahre versucht man etwas zu werden. Zunächst  ein gutes Kind, dann ein guter Schüler, ein guter Auszubildener, ein guter Berufstätiger, eine gute Ehefrau, ein guter Ehemann.  Alles, was ich aus diesem Blickwinkel sah, war: es ist nicht okay,  wie ich bin. Ich musste gut werden. Sie, liebe Leser, vermutlich ebenso.
Irgendwann begriff ich, dass ich das Spiel nicht verstanden hatte. Das Spiel ist: herauszufinden, was ich bereits bin.

Ich bin nicht als Martina geboren, sondern als Mensch. Ich lernte, wer ich bin, ob ich gut bin oder böse, erfolgreich oder nicht.  All das ist angelernt. Du siehst jemanden an und es heißt: schlauer, dümmer, älter, jünger, ärmer, reicher. Wir machen all diese Unterscheidungen, um Menschen in Kategorien einteilen zu können und sie dementsprechend zu behandeln. Wir betrachten die Menschen als von uns getrennt, weil wir nur das wahrnehmen, was uns von ihnen unterscheidet.

Eine der dramatischsten Erfahrungen ist es, mit einer Person zusammen zu sein und dann plötzlich zu erkennen, wie sehr sie dir gleicht und nicht anders als du ist.  Man erlebt, dass das Wesentlichste in dir undmir in der Tat ein und dasselbe ist. Man versteht, dass es überhaupt kein „anders“ gibt.

Es ist alles eins.

gleichen

Das Leben ist wie eine Fahrt in einem Vergnügungspark. Wenn wir die Fahrt beginnen und denken, es wäre die Realität, dann ist unser Gehirn problemlos in der Lage, es real erscheinen zu lassen. Die Fahrt geht hoch und runter, hin und her, mal Nervenkitzel, mit kalter Schauer. Sie ist sehr hell und in Farbe und es ist ziemlich laut – und es macht Spass – eine Weile lang. Man fragt sich. Ist das echt, oder ist das nur ne` Fahrt?  Andere sagen: Macht euch keine Sorgen und habt niemals Angst, denn das ist nur ne` Fahrt. Und wir bringen diese Leute um. Bringt ihn zum Schweigen! Ich hab in diese Fahrt investiert! Schaut Euch meine Sorgenfalten, mein dickes Bankkonto und meine Familie an, das muss echt sein.

Es ist nur eine Fahrt. Es ist nur die Wahl. Aber das macht nichts, denn es ist nur eine Fahrt, die wir jederzeit ändern können. Es ist nur die Wahl. Kein Aufwand, keine Arbeit, kein Job, keine Ersparnisse.

Nur die Wahl, hier und jetzt, zwischen Angst und Liebe.

UNSER EGO

Das Ego-Bewusstsein ist dabei der größte Betrüger , den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sehen kann. Und der größte Betrug dabei ist: Ich bin Du. Das Problem ist, dass das Ego sich da versteckt, wo man es am wenigsten erwartet. In sich selbst.
Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als die Ihren. Sie halten es für Ihr Selbst. Menschen verteidigen ihr Ego ohne Grenzen. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden, um ihre Ego- Grenzen zu behalten. Die Leute haben keine Ahnung, dass sie im Gefängnis sitzen. Man realisiert nicht, wie durchtrieben das Ego wirklich ist.  Durch die Erfindung dieser ur-eingebildeten Abgrenzung entstehen dann echte Feinde. Etwas wie einen äußeren Feind gibt es aber nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf mir oder  Ihnen sagt,  Alle Feindbilder, die wir haben, spiegeln nur die Ängste unseres Egos wieder. Den Feind in uns.
Dein größter Feind ist dein eigene Selbstwahrnehmung, deine eigene Ignoranz, dein EGO.  Raum und Zeit sind eine Illusion der Wahrnehmung, sagt die Quantenphysik. Ein spirituelles Band hält hingegen die Welt, uns Menschen zusammen. Es erklärt Phänomene wie die Reinkarnation, Deja-vu, Karma-Gesetze.  Bewusstsein formt  Realität.

to be continuued…