Die dünne Taille der Ameise

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Wissen sie eigentlich, warum die Taille der Ameise so dünn ist?
Meine erste Antwort lautete: Vermutlich, weil sie so hart arbeiten. Ich stieß bei der Suche nach Beantwortung dieser Frage auf die Hopi. Die Hopi leben in ihrem „Reich der Hopi-Indianer“, zurückgezogen in ihren abgelegenen Mesas (Bergspitzen) im amerikanischen Arizona, nah des Grand Canyons.  Die Hopis  wurden rücksichtslos getötet und enteignet. Und doch sind sie ein großes Volk. Die Größe eines Volkes bestimmt sich ja nicht an Zahl. Also gibt es auch nicht so etwas wie ein kleines Land. Das indianische Volk erinnert an die Scheinheiligkeit und Versäumnisse von Regierungen und Kirchen, die sie niederwalzten.  Die Hopi zeugen von der Kluft zwischen Bewusstem, dem Götzen Dollar, und Unbewusstem.
Lange unterlagen die Hopi der Illusion, ihr  „weißer Bruder“ sei ihr verheißener Pahàna.  Das Kommen des Pahàna, des verlorenen weißen Bruders der Hopi, die Rückkehr des weißbärtigen Gottes, der Kulkucan der Maya,  und des toltekischen und akzektischen Quetzalcoatl ist für ganz Amerika ein Mythos oder eine Vision mit Tiefsinn. Es ist der Traum eines Lebens aller Völker und Rassen, in Frieden und Harmonie zu leben. Ihre Stimme wird verstärkt von all jenen Völkern, die zunehmend das Recht für sich fordert, mit ihren eigenen Wurzeln aufzuwachsen.

Die Hopi sagen, sie seien das älteste Volk Amerikas. Ihr Dorf Orabi ist auch tatsächlich die älteste Siedlung Amerikas. Sie leben in Hopiklanen:  dem Bärenklan, Coyotenklan, Sonnenklan, Seitenmaisklan, Dachsklan, Habichtsklan, Schangenklan, Adlerklan, Wasserklan, Wolkenklan, Dachsklan, Kürbisklan.

hopi7Ihre Weissagungen waren nicht ganz so optimistisch wie die der Maya.
Den Dritten Weltkrieg sagten sie voraus. Ihn werden jene Völker anfangen, die zuerst das Licht, die göttliche Weisheit oder Einsicht in den anderen alten Ländern empfangen haben, sagten sie vor vielen Jahren. Das seien Indien, China, Ägypten, Palästina, Afrika. Amerika würde von Atombomben zerstört werden. Das Heimatland der Hopi bliebe als eine Oase erhalten. Jene, die den Frieden in ihrem Herzen haben, lebten im großen  Schutzraum des Lebens. Die materiellen Dinge würden von Geistwesen zerstört werden. Es soll geschehen, sagen sie, wenn der „Saquasohu-Kachina auf der Plaza“ tanzt.  Er stellt einen blauen Stern dar, der weit entfernt ist und jetzt noch unsichtbar sei. Die Zeit wird von einem Lied angezeigt. Es wurde 1914 und wieder 1940 gesungen, und es beschreibe die Uneinigkeit, die Verdorbenheit und den Hass, die sich auf der ganzen Welt ausgebreitet  hätten. Der Aufstieg in die fünfte Welt habe bereits begonnen, sagten sie in den 80er Jahren. Er werde von den Demütigen der kleinen Nationen, Stämme und Minderheiten gemacht. Man könne das an der Erde selbst ablesen, wenn die Menschen nur weise genug wären, die Zeichen zu lesen.  Alte Pflanzenformen tauchen als Samen wieder. Dieselbe Art von Samen werde auch in Gestalt von Sternen in den Himmel gesät, sagten sie.

Hopi bedeutet Frieden.
Sie leben stets im Bewusstsein der Schöpfung. Sie machen einen Lebensrhythmus geltend, den wir ignorieren. Sie erinnern uns daran, dass wir uns auf einen inneren Wandel einstellen müssen, wenn wir nicht ganz mit unserem Herzen brechen wollen. Sie sehen ihren Lebensplan darin, die Harmonie des Universms erhalten zu helfen und sich nach dem vollkommenen Schöpfungsplan auszurichten. Entsprechend ist der Zweck ihrer Zermonien. Sie sind sich ihrer Zukunft so sicher wie ihrer Vergangenheit.  In den 80er Jahren enthüllten sie erstmals ihr Verständnis vom Leben, bis dahin ignorierten sie still das äußere Bild, das man sich von ihnen machte.  Ihre Lebensanschauung ist tief religiös mit esoterischer Bedeutung. Leben geschieht für sie durch die eine Kraft, die ihren Stempel dem höchsten Berg und das kleinste Insekt aufdrückt.

Sie sagen auch, es sei besser keine geschriebene Sprache zu haben, um Religion oder Glauben auszudrücken. Eine niedergeschriebene Religion erzeuge Einwände und Zwistigkeiten. Es sei besser, den Glauben mündlich und im Geheimen weiterzugeben, wie es bisher bei ihnen geschehen sei – ausgedrückt in tiefgründigen Ritualen und einer Symbolik von Zeremonien.

 

Vier Welten
Ihr „Altes Testament“ handelt von der Erschaffung der vier Welten. Die Erste Welt war Tokpela, der endlose Raum. Zuerst aber gab es den Schöpfer Taiowa. Alles, war endloser Raum. Dann erschuf Taiowa Sotuknang, der den Plan eines Lebens im unendlichen Raum ausführen sollte.  Formen wurden so gebildet, dass sie miteinander harmonisch wirken, so wie es der Plan von Taiowa wollte. Sieben Welten, sieben Meere und eine für sich. Er setzte die Kraft der Luft in Bewegung. Sotuknang schuf eine Spinne, sie mischte etwas Erde mit etwas Speichel und formte aus ihr zwei Wesen. Dann bedeckte sie diese mit einem Umhang, der aus weißer Substanz bestand und die schöpferische Weisheit selbst war, und er sang über ihnen das Lied der Schöpfung. Die Zwillinge wurden wach und fragten: „Wer sind wir? Warum sind wir hier?

 

hopi2Der linke Zwilling sollte über die ganze Welt gehen und helfen, diese Welt in Ordnung zu halten. „Sende einen Ton über die ganze Welt aus“, so dass er durch gehört wird. Alle Töne sind das Echo des Schöpfers. Und so reiste einer der Zwillinge über die ganze Erde und verdichtete die Gegenden zu Bergen. Die tieferen Gegenden machte er fest und doch weich genug, um von Wesen genutzt zu werden, die darauf leben sollten und die sie ihre Mutter nennen würden. All die Schwingungszentren entlang der Pole und der Erdachse ließen seinen Ruf wiedertönen. Das Universum zitterte im Gleichklang. Die ganze Welt wurde ein Instrument aus Klängen.

Der andere  Zwilling ging um die ganze Welt und legte seine Hände auf die Erde, damit sie sich ganz verfestigte, schuf Bäume, Pflanzen, alle Formen von Samen, um die Erde umzukleiden. In der gleichen Weise wurden die Tiere geschaffen. Mit ihrem Umhang  aus weißer Substanz bedeckte er die Erde und sang. Einige setzte er zu seiner Rechten und einige zur seiner Linken, andere vor sich und hinter sich – in alle vier Richtungen der Welt.  Ihre Rufe hatten die Macht, die Bewegungen der Luft in sanften und geordneten Bahnen zu halten.

Die Schöpfungsdämmerung

Bei der Erschaffung der Menschen sang die Spinne das Schöpfungslied und legte einen Umhang über sie. Aus  Erde und vier Farben, rot, schwarz, gelb und weiß,  mischte sie Menschen. Bald erwachten sie und der Abschnitt des fahlblauen Lichts begann. Die Menschen begannen sich zu bewegen, aber ihre Stirn war noch feucht und sie hatten eine weiche Stelle am Kopf. Dies war die Zeit des gelben Lichts, die Zeit als der Atem des Lebens in den Menschen kam.
Kurz darauf erschien die Sonne. Sie trocknete ihre feuchte Stirn und härtete den weichen Fleck an ihrem Kopf. Dies war die Zeit des roten Lichts, als der Mensch vollkommen geformt und gefestigt war und sie ihrem Schöpfer begegneten. Das ist die Sonne.  Es ist das Gesicht durch das Taiowa, der Schöpfer, schaut.

Diese drei Lichter sollten die Menschen immer in Erinnerung halten und beachten. Sie enthüllen das Geheimnis, den Atem des Lebens und die Wärme der Liebe. Diese enthalten den Plan des Schöpfers für das Leben der Menschen. Der Schöpfer zeigt sich durch das gelbe Licht. Er gab den Menschen das vollkommene Licht zur Zeit des roten Lichts. Er pflanzte die Freude in unser Leben. Mit dem Erscheinen des gelben Lichts wiederholt und wiederholt sich immer wieder das freudige Echo, Hall und Wiederhall für kommende Zeiten. Einer der Zwillinge sorgte auch dafür, dass die Menschen eine Sprache für jede Farbe erhielten. Dafür sollten sie Ehrfurcht, Weisheit, Liebe und Harmonie für die Liebe ihres Schöpfers haben.

chakra3

Die lebendigen Körper von Erde und Menschen sind von gleicher Art. Durch jede läuft eine Achse. Die Achse des Menschen ist die Wirbelsäule, die das Gleichgewicht bei seinen Bewegungen herstellt. Auf dieser Achse liegen Schwingungszentren, die den Urklang des Universums durch das ganze Universum widerschallen oder warnen, wenn etwas nicht gut ist.
Das erste Zentrum liegt am Scheitel, kopavi, die offene Tür, das Schwingungszentrum durch das der Mensch Leben erhält und mit seinem Schöpfer verbunden ist. Bei jedem Atemzug hebt es sich auf und ab – in sanfter Schwingung mit dem Schöpfer vereint. Zur Zeit des roten Lichts wurde die Stelle hart und die Tür schloß sich. Geschlossen bis zum Tod, dann öffnet sie sich, um das Leben gehen kann, wie es gekommen ist.

Das Herz ist ein schwingendes Organ. Mit dem Herzen fühlen die Menschen das Gute, den tiefsten Sinn des Lebens. Doch manche ließen auch das Böse ein. Es zog ein zweites Herz ein. Darum sprechen die Hopi von „Zweiherzen“ in ihren Prophezeiungen.

Die Schwätzer kommen

Die ersten Menschen kannten keine Krankheit. Vielleicht mal eine Erkältung im Kopf oder einen verdorbenen Magen durch das Essen, mehr aber auch nicht. Ein Medizinmann überprüfte die Punkte (Chakras) an Kopf, Auge, Kehle, Brust und Bauch. Die Hände waren sehendes Werkzeug. Sie spürten die Vibrationen eines jeden Zentrums. Viel Übel kam durch die Gedanken und von jenen Zweiherzen. Dann nahm der Medizinmann einen Kristall, hielt ihn in die Sonne, um ihn wirkungsfähig zu machen, und schaute durch ihn auf jeden der Punkte. Daran war nichts Magisches. Der Kristall verlegte lediglich die Vision jenes Zentrums im Medizinmann nach außen, das seine Augen lenkte und das er zu diesem Zweck in sich entwickelt hatte. In der Ersten Welt waren die Menschen glücklich. Dann kamen die Schwätzer und sie redeten von Unterschieden. Den Unterschieden von Mensch und Tier, den Unterschieden von Hautfarben, Sprachen und Glauben an den Plan des Schöpfers. Und so flüchteten die Tiere aus Angst vor den Menschen. Sie wurden wild. Und die Menschen trennten sich. Dann kam die Schlange und sie führte die Menschen von ihrer Weisheit weg. Sie klagten sich an. Sie vertrauten nicht mehr und kämpften gegeneinander. Die ganze Zeit schwätzte Katoya in Gestalt einer Schlange und Lavaihoya, in Gestalt eines Vogels.

Ameisen teilten mit den Menschen
bruecken bauen

Es stand schlecht mit der Welt und so beschlossen der Schöpfer und Sotuknang die Erde zu zerstören und eine neue zu schaffen.  Die Menschen mussten darum in einen Ameisenhügel hinuntersteigen. Sie sollten etwas von den Ameisen lernen, folgten diese dem Plan des Schöpfers. Dort waren die Menschen in Sicherheit. Die  Welt  zerstörte Sotuknang durch Feuer, weil ihre Führer vom Feuerklan waren. Feuer regnete. Er öffnete die Vulkane. Feuer kam von überall, bis alles nur noch ein Element war: Feuer. Die Menschen lebten derweil glücklich unter der Erde zusammen. Kristalle hatten das Licht der Sonne aufgenommen. Es gab also dort unten im Ameisenberg auch Licht. Aber die Nahrungsmittel wurden knapp. Die Ameisen gaben den Menschen alles, was sie hatten. Sie waren ja ihre Gäste und darum wurde es für sie knapp. Sie wurden von Tag zu Tag dünner, und darum sind die Taillen der Ameisen heute so dünn.

 

feueropal

Feueropal

„Die Zeit wird kommen, wenn die schlechtesten Menschen erkennen, dass wieder eine Welt zerstört werden wird und dann werden sie vor euren Hügeln sitzen und um Hilfe schreien“, sagte Sotuknang den Ameisen und dankte ihnen, dass sie halfen, die Menschen zu retten. Er wandte sich an die Menschen: „Steigt nun auf in die Zweite Welt. Sie ist schön, aber nicht ganz so schön wie die Erste Welt. Vermehrt euch und seid glücklich, aber erinnert euch an die Gesetze, die der Schöpfer euch mitgegeben hat. Die Tiere hielten sich weiterhin fern von den Menschen und darum befassten sich die Menschen mit ihren eigenen Angelegenheiten. Sie bauten Häuser und Dörfer. Sie sammelten wie die Ameisen Nahrungsmittel. Sie begannen zu handeln und zu tauschen. Und das Übel begann erneut. Sie wollten mehr haben. Mehr und mehr wollten sie von den Dingen haben, die sie nicht brauchten. Sie tauschten und horteten. Und es geschah, was geschehen musste. Sie stritten und bekämpften sich. Ein paar Menschen aber sangen noch immer das Lied der Schöpfung. Aber die bösen Leute lachten sie aus, bis sie es nur noch in ihrem Herzen singen konnten. Sotuknang hörte es trotzdem.
Und so entschieden sich Taiowa und er, diese Welt auch wieder zu zerstören. Und wieder rief er das Ameisenvolk an. Sie sollten die Türen für die ausgewählten Menschen öffnen. Die Zwillinge standen derweil an den Polen der Erde, um die Erde im richtigen Umlauf zu halten. Sie sollten ihren Posten aufgeben. Das taten sie und sogleich kam die Erde aus dem Gleichgewicht. Sie überschlug sich zweimal, Länder überfluteten, Meere klatschten zusammen und die Welt gefror zu Eis. Das war das Ende der Zweiten Welt.

Die Menschen lebten glücklich und warm  unterirdisch bei dem Ameisenvolk. Man ging sparsam mit den Nahrungsmitteln um, aber die Taillen der Ameisen wurden dennoch dünner und dünner. Sotuknang begann die Dritte Welt zu erschaffen. Als alles zur Besiedlung geeignet war, sagte er den Menschen: „Es ist Zeit heraufzusteigen.“  Wieder sagte er ihnen, sie  sollen sich gegenseitig achten und ihn und sie sollen in Eintracht singen, damit der Schöpfer sie hört.

 

heilige geometrie3 sombrero nebelKuskurza war der Name der Dritten Welt. Ihre Farbe war Rot.

In der Ersten Welt lebten die Menschen einfach mit den Tieren. In der Zweiten Welt hatten sie Handfertigkeiten gelernt. In der Dritten Welt machten sie schnell Fortschritte, bauten Städte, Staaten, schufen Kulturen. Immer mehr wurden sie von irdischen Plänen in Anspruch genommen und vergaßen dabei den Plan des Schöpfers. Der Krieg kam in die Dritte Welt. Es hatte keinen Sinn zu warten, bis ihr Lebensfaden auslief. Die Spinne sollte die Menschen retten, während Sotuknang die Welt mit Wasser zerstörte.  Die Spinne fragte: „Wie soll ich sie retten?“ „Sotukanang sagte: „Wenn du hohe Pflanzen mit hohen Stengeln siehst, hau sie ab und stecke die Menschen hinein.“   Die Spinne tat wie ihr befohlen. Sie säbelte Schilfrohrhalme ab und steckte die Menschen dort hinein, zusammen mit etwas Wasser und hurusuki, Teig von weißem Maismehl, als Speise, und verschloß sie dann.
Dann kam das Wasser. Wellen, höher als Berge, rollten über das Land. Kontinente brachen auseinander und versanken im Meer. Die Menschen wurden hoch in die Luft geschleudert und dann fielen sie wieder hinunter ins Wasser. Dann war alles ruhig. Und sie schwammen und schwammen – und immer noch schwammen sie.

Nach ein langen Zeit brach die Spinne die Schilfrohre auf und zog die Menschen an ihren Köpfen heraus. Sie sahen nur einen Gipfel, alles andere war Wasser. „Wo ist die neue Vierte Welt, die Sotuknang für uns geschaffen hat?“, fragten sie. Die Vögel suchten nach dem Land, aber sie fanden sie auch nicht. Daraufhin pflanzten sie einen Schilfhalm, der hoch zum Himmel wuchs. Daran kletterten sie hinauf und starrten über das Wasser. Kein Zeichen von Land.

Und Sotukanang sagte: „Ihr müsst weiterreisen. Eure Weisheit wird euch führen. Die Tür auf eurem Scheitel ist offen“  Also bauten sie Boote aus ihren Schilfrohrhalmen. Lange trieben sie auf dem Wasser. Bis sie ein rumpelndes Geräusch hörten.  Sie kamen zu einer Felseninsel, die aber nicht groß genug war. Also reisten sie weiter in Richtung aufgehender Sonne. Wieder hörten sie ein rumpelndes Geräusch.  Wieder eine Insel. Dort hielten sie sich einige Zeit auf. Es war aber  noch immer nicht das rechte Land. Sie zogen ostwärts weiter, zu Fuß über die Insel zur Küste. Dort bauten  sie Flöße und reisten weiter nach Osten und ein bißchen nach Norden. Dort hörten sie wieder das rumpelnde Geräusch. Das Land war lang und breit und schön. Dort war es fruchtbar. Dort blieben sie jahrelang, aber es war noch immer nicht die Vierte Welt.

Die Spinne sagten ihnen, sie müssen weiterziehen.  Wieder zogen sie weiter nach Osten und ein bißchen nach Norden. Sie paddelten viele Tage und Nächte. Endlich sahen sie Land, ein weites mächtiges Land, sagte ihnen ihre innere Stimme.  Es gab nur hohe Berge an der Küste, kein Platz zum Landen und so paddelten sie weiter Richtung Norden. Aber die Berge wurden immer höher und steiler.  Also paddelten sie viele Tage lang nach Süden.

inseln im meer

Aber auch dort wurden die Berge immer höher.  Sie hörten auf zu paddeln, öffneten die Türen ihrer Scheitel und ließen sich führen. Sofort glättete sich das Wasser und sie fühlten eine Strömung. Von ihr ließen sie sich ziehen. Und so erreichten sie einen Sandstrand.Breit und lang war das Land. Es war ihr Land und sie freuten sich. Sie konnten sogar die Inseln sehen, auf denen sie sich ausgeruht hatten.
„Das sind die Fußspuren eurer Reise. Die Gipfel eurer Dritten Welt, die ich zerstört habe. Seht nun!“, sagte Sotuknang.  Und als sie sahen, verschwand eine Insel nach der anderen. „Seht nun! Ich habe sogar die Fußspuren eures Aufstiegs weggewaschen, die Trittsteine, die ich für euch gelassen hatte.“  Auf dem Grund der Meere liegen all die stolzen Städte, die weltlichen Schätze und jene Menschen, die keine Zeit fanden, von den Gipfeln der Berge die Preislieder für ihren Schöpfer zu singen. Bewahrt diese Erinnerung, bewahrt die Bedeutung, und die Trittsteine werden wieder auftauchen. Dies war das Ende der Dritten Welt.

Nun standen sie am Ort  ihres Aufstiegs, der Vierten Welt. Sie hieß Tùwaqchi, vollständige Welt.  „Ihr werdet herausfinden, warum“, sagte Sotuknang. Sie ist nicht so schön und bequem wie die vorangegangenen Welten. Sie hat Höhen und Tiefen, Hitze und Kälte, Schönheit und Unfruchtbarkeit. Ihr könnt wählen. Was ihr wählt, wird entscheidend dafür sein, ob ihr diesmal den Schöpfungsplan ausführen könnt oder ob die Welt wieder zerstört werden muss. Jede Gruppe wird ihrem eigenen Stern folgen, bis er anhält. Ihr werdet von den entsprechenden Gottheiten, von guten Geistern Hilfe erhalten. Behaltet nur eure Türen offen und erinnert euch an das, was ich euch gesagt habe!“
Die Menschen zogen ins Land weiter. Plötzlich hörten sie wieder ein rumpelndes Geräusch. Sie schauten und entdeckten einen großen Mann. Er war es, der die Geräusche machte, damit sie den Weg zu ihm fanden. Er war der Beschützer des Landes. Er war schon in der Dritten Welt zum Verwalter gemacht worden, hatte sich aber zu wichtig genommen und seine Demut verloren. Da er aber ein Geist war, konnte er nicht sterben. Taiowa machte ihn damals zum Geist der Unterwelt. Und nun war er der Verwalter der Vierten Welt. „Ihr steht auf dem Rückgrat der Erde, auf seiner avila (Westabhang). Ihr müsst noch eure Wanderung machen. Kommt ihr wieder auf Abwege, nehme ich euch die Erde weg. Ich bin nicht nur der Verwalter. Ich bin auch der Beschützer.“, sagt er. Die Menschen teilten sich in Gruppen und Klane auf. „Mögen wir uns wiederbegegnen“, riefen sie einander zu. So begann alles auf dieser, unserer Vierten Welt.

 

Lasst uns nur schön auf die Klänge dieser Erde hören,
und  unsere Türen am Scheitel offen halten.
Lasst uns in Eintracht singen, damit der Schöpfer uns hört und weiß, dass wir ihn nicht vergessen haben, sonst müssen wir auch paddeln oder landen in Schilfrohrhalmen und werden in die Luft geschleudert.
Und die Taillen der Ameisen sind auch bereits dünn genug.

 

 

 

dont forget

 

 

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Es gibt da etwas, dass unser Leben bestimmt…

dream big

Als Kind hieß mein soziales Netzwerk Draußen. Heute sitze ich munter im virtuellen Raum und kneife meine Augen vor dem Bildschirm eines Computers zusammen. Hin und Weg.  Mit einem O-Mund starre ich auf den Monitor. Text schreiben. Ruhe am Set! und Action!  Ich komme mir schon vor, wie eine Glühbirne im Schaltkreis. Mich würde es nicht wundern, wenn sich meine Nackenhaare bald aufstellten. Alles ganz schön Gaga. Alles ganz schön hermetisch verriegelt. Nur an besonderen Tagen spreche ich noch direkt mit Menschen. Geht es Ihnen ähnlich?

Alles ist hermetisch verriegelt. Mmmh…Der Satz glühte auf. Wo kommt diese Redewendung her? Den Ausdruck kennen Sie doch sicherlich? Luft- und wasserdicht verschlossen. Da gelangt kein Körnchen durch. Und ich dachte, tja, da gab es wohl einen Gott, der Hermes hieß und vor vielen, vielen Jahren irgendeine Sache verriegelt hat. Aber dann kam Brunhilde ins Spiel.

ich kann„Hier ist jetzt aber mal eine kurze Beschreibung nötig!“, verkündete sie im Goldharfen-Klang.
„Wen meinst du? Ach so, mich!“
Diese liebe Intelligenzia Brunhilda, die bahnbrechende Arbeit an mir leistet. Ich bin natürlich das halbdumme Mädchen, blaue Augen noch dazu. Dabei weiß ich, Hermes war der Sohn Zeus. Schelmischer Charakter. Er machte aus Schildkrötenpanzer Musikinstrumente, aus Menschen Steine. Er brachte die Pandora auf die Erde, um die Menschen zu strafen. Schneller als das Licht war er, der Götterbote. Hermes trägt Flügel. Und er kann sich überall hinbegeben durch seine geflügelten Schuhe. Er übersetzte die Botschaften, die Zeus ihm reichte. Der Vermittler zwischen Gott und uns Menschen. Die Wissenschaft vom Erklären und Verstehen wird deshalb auch Hermeneutik genannt. Innen wie außen. Was oben ist, ist unten.Du kannst es aber auch afrikanisch betrachten: Ubuntu. Ich bin, weil wir sind. Und Buddha sitzt auch nur im Lotussitz, weil er will, dass eine Resonanz erzeugt wird. Eben, Gesetz der Anziehung.

maedchenstehend2„Und es heißt doch eindeutig hermetisch verriegelt „, sagte ich.

toth

Thot

„Dahinter steckt der ägyptische Gott Thot„, erklärte mir Brunhildchen. „Die Griechen nannten ihn den dreimal großen Hermes. Er beherrschte alle drei Ebenen der Schöpfung. Die geistige, die mentale und die körperliche Ebene.“

Die Geschichte rüttelte.
Brunhilde wurde noch deutlicher, damit ich auch ja schön weit nach hinten kippe und mir die Worte fehlen.
“ Thot lebte 52.000 Jahre“, erzählte sie mir fast beiläufig.
Ich tat ganz abgeklärt. „Nun, von Essenern hörte ich jüngst, dass unser Leben keineswegs bereits mit 80 Jahren zu Ende sein müsse. Von 52.000 Jahren sprachen sie allerdings nicht“
„Thot war auch der König von Atlantis. Was Hermes für die Griechen war, war Merkur für die Römer, Thoth für die Ägypter und Arlich Vormalites, der Weisheitssucher, für die alten Atlanter. Es handelt sich dabei um ein und dieselbe Person: Thot. Er bewohnte einen menschlichen Körper und erklärte, eines Tages wiederzukehren. Altantis ging unter. Ägypten kam Jahre später auf den Plan. Dann erst nannte er sich Thot. Dann starb Ägypten, und so schuf er die nächste große Kultur: Griechenland.

„Aber ich dachte, das war Pythagoras?“

„Pythagaros erwähnt selbst, dass Thot ihn an die Hand genommen habe, ihn unter die große Pyramide führte, ihn die gesamte Geometrie lehrte. Er war in der Lage, seinen Körper zu erneuern und somit diese lange Zeitspanne auf der Erde zu verbringen. In Griechenland nannte er sich Hermes. Der Name Hermes ist von herm abgeleitet, einer Form von Chiram, dem personifizierten universellen Lebensprinzip, das durch das Feuer repräsentiert wird. Die Skandinavier verehrten Hermes unter dem Namen Odin. In Phönizien hieß Thot Cadmus.“, erklärte Brunhilde.

Ich blinzelte und richtete mich auf.  „Alle eine Person. Der Thot, über den ich erst kürzlich schrieb? Der mit seiner Arche zu anderen Galaxien flog?“

„Ja. Im Alten Testament der Bibel liest du von Henoch oder Enoch. Henoch bedeutet Eingeweihter. Chanoch auf Hebräisch. Er war mit Elia der Einzige, der nicht sterben musste. 365 Jahre wurde er alt. Nach damaligen Maßstäben war das recht jung. Henoch heiratete. Sein erstgeborener Sohn hieß Methusalah, der 969 Jahre alt wurde. So lange wartete Gott mit der Flut. Henoch war derjenige, der von Jesus sprach. Auch Henoch war Thot.  Henoch hat so an die 42 Bücher geschrieben. Über die Entstehung des Weltalls, über die himmlische Geometrie, über Astrologie, Kosmographie, Numerologie und vieles mehr. Im vierten Jahrhundert nach Christus wurde beschlossen alle Bücher von Henoch zu verbrennen. Doch im Laufe der Zeit erschien eine intakte Kopie eines seiner Bücher in Abessinien, Äthiopien. Danach wurde das Buch nach England gebracht. Mehr weiß ich auch nicht darüber. Thot hat 12 Pyramiden des Lichtes gebaut. Mit Licht und Kristalltönen, so steht es in seinem Buch geschrieben. In Tibet, Peru, Mexico, Atlantis, Lemuria, Ägypten, über Europa und an weiteren Orten dieser Welt.“

Mein Weltbild drohte zu kippen. Bislang dachte ich immer, die Menschen jener Hochkulturen hätte sie gebaut. Mir kamen Don Alejandro`s Worte in den Sinn, der Sprecher der Maya-Ältesten, der einst sagte, wir würden nie verstehen, wie sie all diese Weltwunderbauten errichtet hätten und woher die Kristallschädel kämen. Ich dachte an die Tempelanlage in Kaba auf der Halbinsel Yucatan in Mexico, die einst Kabbala hieß. Die Maya stammen von Atlantis. Dort lebten sie knapp 14000 Jahre. Das soll auch das Land gewesen sein, wo sich die Juden erstmals mit dem menschlichen Bewusstsein verbanden.

maedchenmilch2Jetzt bloß nicht sentimental werden.

„Europa?“ Detektiv Martina lehnte sich in ihren Stuhl zurück und setzte in tiefer Überzeugung alles auf eine Karte.  „Damit wird wohl der damals unbekannte Erdteil Kreta gemeint sein. Der liebe Zeus hatte doch eine Affäre mit der Tochter des phoenizischen Königs. Dorthin brachte er sie und darum nannte man diesen unbekannten Erdteil Europa. Brunhilde, irgendwie klingt das mit den Pyramiden nach einem energetischen Vernetzen der Welt. Nach Energiefeldern von großer Reichweite. Davon erzählt auch Druvano Melchizedek, der in den 80er Jahren von einer Pyramide zur nächsten flitzte, um Verwirrungen der Energienetze im Auftrag der indigenen Völker auszuloten. Seit 2012 wissen wir es doch, dass sich die Erdachse auf dramatische Weise verändert, das magnetische Feld seit Ende der 90er Jahre instabil wurde, so sehr, dass es gefährlich wurde Flugzeuge mit Autopiloten landen zu lassen, gab es zu viele Abweichungen. Wir wissen, das Jahr 2012 läutete eine neue Schwingung ein, um die so viele der indigenen Völker wussten und halfen, damit wir diese neue Stufe des Bewusstseins erreichen können –  nicht erst seit den 80er Jahren, schon in den 50er Jahren begannen sie diese Arbeit, während wir hier im Westen Shoppen gingen. Chile wurde energetisch das neue Tibet.“

„Es ist möglich. Na, jedenfalls sehen die Pyramiden gleich aus. Aber jede einzelne hat ihre ganz ureigene Frequenz. Meine Liebe, wir sind Kinder des Lichts, vergiss es nie! Die Quantenphysik bestätigt es uns doch nun endlich. Auch wenn die Wissenschaft die Authentizität der Smaragdtafeln bezweifelt. Sie sagen, sie seien eine post-christianische Fälschung. Es gibt viele Hinweise, dass die Tafeln, ungeacht der Autorenschaft, von hohem Alter sind. Sie sollen die ältesten Zeugnisse der Chaldäer sein.“

entenMir war klar, ich befand mich an einem Ort, an dem Welterfahrung möglich wurde.

“ Was für Tafeln?, fragte ich.

„Die Tafeln sind die grundlegendsten Schriften von Thot. In ihrer Bedeutung kannst du sie den Kristallschädeln der Maya und Inka gleichsetzen. Wer die Tafeln in seinen Händen hält, besitzt Schöpferwissen, Urwissen über die Entstehung des Universums. Es sollen 15 Tafeln sein. Schlüssel zu Weisheit lautet eine Tafel. Die Hallen von Amenti eine andere. Amenti ist die Unterwelt. Lange Zeit waren sie in der Pyramide von Gezeh versteckt. Es heißt, sie sollen vor Jahren nach Lateinamerika gebracht worden sein. Nach ägyptischer Überlieferung werden Thot mehr als 1200 Schriften zugewiesen.“

„Die Chaldäer waren doch ein altes Volk Babyloniens, heutiges nördliches Irak. Berühmt für ihre magischen Fähigkeiten. Und man bezeichnete früher einen Teil der christlichen Kirche als Chaldäer. Es soll noch immer Anhänger im Nahen Osten geben.“

„Genau. Die Chaldäer, Ägypter, Hebräer, sie alle haben ihr Wissen aus ein und derselben Quelle, über Chiram,  das Feuer, geschöpft. Nimm Homer, Hesiod oder Ovid, das Wissen um die geheimen Vorgänge in der Natur bildet den prinzipiellen Sinn hinter all ihren antiken Schriften „, sagte Brunhilde.

parmenides.

Parmenides. Philosoph

Ich platzte erneut dazwischen: „Parmenides  auch. Im sechsten Jahrhundert vor Christus geboren, Italiener. Seine Stadt wurde von Griechen erbaut. Dort kamen die Phokäer an. Heute heißt ihre Herkunftsstadt Foca. Sie liegt in der Provinz Izmir in der Türkei. Sie waren von den Persern aus ihrer Heimatstadt vertrieben und kamen in der Geburtsstadt von Parmenides an, der Stadt Velia in Italien. Die Phokäer taten alles, um ihre religiöse Tradition unverfälscht fortzuführen.“

„Was hat das mit Parmenides zu tun?“, fragte Brunhilde.

„Alles hat mit Parmenides zu tun, weil er uns ein poetisches Stück hinterließ, in dem er über diese Menschen schreibt. Von ihnen lernte er. Keine Fiktion, aber leider von einem großen Teil der Wissenschaft verkannt. Darin geht es auch um den Ursprung aller Gesetze. Er schreibt von der allumfassenden Lebensenergie, dem Chiram. Dort erzählt er, wie er sich als Mensch auf Reisen begibt, eine Initationsreise in eine andere Welt unternimmt. Ebenso Epimenides. Er hat alles, was er wusste in der Inkubation erfahren. Seine Kenntnisse über das Heilen. Nicht zu verwechseln mit unserer heutigen Inkubation. In der Antike war es der „Tempelschlaf“ verbunden mit Ritualen. Er war der Heiler-Prophet und lebte auf der Insel Kreta, auch er schrieb und berichtete, was er in der anderen Welt gelernt hatte. In  antiken Welt sprachen ihn die Menschen mit Kouros (jungerMann) an. Der Ort dieser Kouros-Tradition war Phokaia, exakt die Heimat der Phokäer, die nach Italien flüchteten und über die Parmenides schrieb.“

„Interessant. Hier ist ein Auszug aus dem Schriften von Thot: “

smaragdtafeln

Smaragdtafel

Alles, was der Mensch ist, ist er aufgrund seiner Weisheit.
Alles, was er sein wird, hat er selbst in der Hand.
Lausche nun meiner Stimme und werde größer als der gewöhnliche Mensch.
Hebe deine Augen nach oben,lass Licht dein Sein erfüllen.
Sei immer ein Kind des Lichtes.
Nur durch Bemühen wirst du aufwärts wachsen zu der Ebene, auf der du eins bist mit allem.Sei der Meister von allem, was dich umgibt. Lass dich niemals von den Auswirkungen deines Lebens beherrschen. Erschaffe immer noch vollkommenere Ursachen und mit der Zeit wirst du eine Sonne des Lichtes sein.Seid Ihr einmal den Weg der Erkenntnis gegangen, wird euch keine Macht mit niederem Einfluss mehr von eurem Weg abbringen können. Menschen, was habt ihr wahrlich zu verlieren? Diese Erkenntnis und die Befreiung eurer Seelen kann euch in die höchsten Ebenen des Seins erheben, und das Licht des Ur-Schöpfers wird wieder bis in die kleinsten Fasern eures Selbst erstrahlen. Werdet euch eures Selbst wieder bewusst und steigt aus diesem Bann der Unterjochung aus. Werdet frei und entscheidet selbst, welchen Weg ihr für euch erwählt.“ (Thoth, der Atlanter, Die Smaragdtafeln)

„Dieses hier geht ein großes Stück über die traditionellen Lehren der Theologie hinaus. Es ist eine Art Landkarte des Ursprungs und der Kräfte der Schöpfung. Und es erklärt die Beziehungen der Menschen zueinander und zu allen anderen Dingen des Universums – alles auch verborgen im Text der Bibel.

Diese Tafeln verweisen auf die „Kontinuität der Schöpfung„. Ganz viele Helfer soll es für uns geben. Alles unterliegt geometrischen Mustern, egal, wie unterschiedlich Kulturen der Welt sie darstellen oder bezeichnen. Es kann der Tempelberg sein, es kann der Samen in der Frucht sein, es kann die Spitze des Daumens sein. Sie sind nicht synonym, dennoch unterliegen sie alle einer gemeinsamen geometrischen Basis. Am Ende findet sich das „Licht im Versammlungszelt“.

Das Licht, die Flamme, spiralig geschnitten, ist der Blitzstrahl, der Samen im Zentrum, der blitzt sich sozusagen den Baum in der Mitte des Gartens. Der Blitzstrahl sitzt auf einem kleinen Apfel, dem Weltapfel, den musst du dir als Prozess der Schöpfung denken, wie so ne Art Gerüst um die Erde herum, vier Punkte, die eine Erde bestimmen, in der steckt jede Menge Energie und darüber gibt es eine gedehnte Wolke (Ain Soph), der Wirbelwind, der alles Keimende formt.Die ganze Welt wird als Sonne verstanden.

tetrahedron02(Tetraeder)

bottro
Dieses Apfel-Etwas mit Lichtstrahl-Baum stellt das Ganze dar. Es gibt darin die Singularität und es gibt die Ganzheit. Beides zusammen ist eine Einheit. Für diese Einheit gibt es verschiedene Stufen im Prozess. Das Licht ist in sechs Unterteilungen an einem siebten zentralen Punkt angeordnet – den Sabbat. Der Name für die leuchtende Flamme in der Mitte ist shemesh, was im Hebräischen und Aramäischen Sonne bedeutet.
(Dodekaeder)
dodekaederJedes Licht sitzt in einem Gefäß, einer geometrischen Form, der des Tetraeders. Das ist ein Vierflächner. Denk es dir wie ein Zelt. Denk dir den Weltapfel. Die Kabbalisten nennen ihn Ei. Wenn der Weltapfel, also das Ei bricht, springen zehn Samen heraus, von denen jeder ein Keim des Lebens (LIcht) ist. Der Weltapfel sitzt in einem Dodekaeder – also zehnmal Tetraeder.
Ich stand kurz vor dem Kollaps. Mein Gesicht halloweenisierte. Brunhilde sah es mir an. Ich saß in einem Haus mit sieben Giebeln in einer zivilisierten Gegend. Ich staunte die Welt an. Brunhilde mein Special Agent im Ruhestand erklärte mir die Schöpfung. Ich fühlte mich wie auf einer Reise per Anhalter.

„Gut, einfacher. Der keimende Same, das Licht steigt von der Erde zum Himmel auf, fällt zurück auf die Erde, und wird wieder erneut geboren in einem größeren Oben und Unten. Glaube nur nicht der Himmel habe nichts mit der Erde zu tun. Anders ausgedrückt, Yod, hebräisch, meint die Hand, die Quelle, also seine Wurzeln sind verwurzelt, seine Ströme sind verbunden, seine Tropfen ruhen auf dem Tikkun, der Reparatur des Kreises. Der Kreis umgibt das, was er umkreist, während er das, was steht, umkreist, es zum Stehen bringt. Ist doch ganz einfach. Das ist der uranfängliche Äther. In ihm kehren alle generellen Prinzipien ins Detail zurück und alle Details in die Prinzipien. Alle sind im Yod eingeschlossen. Sie alle läuten aus und kehren zurück. In ihrer Rückkehr werden sie zu einem Kreis.  Die Teile werden Stück für Stück zusammengefügt, bis sie wieder eins sind. So jetzt hast du die ganze Schöpfung erklärt bekommen, auch nachzulesen in der Genesis.“

maedchenstehend„Das klingt ganz ähnlich wie bei den Maya. Der Baum, der die Unterwelt und das Himmelsgewölbe miteinander verbindet. Spiraliges Licht. Die Spirale ist das vorherrschende Prinzip bei den Maya. Ihre gesamten Kalender handeln davon. Die Kabbalisten sprechen von sieben Welten, die es vor unserer Erde gegeben haben sollen. Auch die Maya sagen, es gab sie schon mehrfach. Bei  den Kabbalisten ist Ain-Soph, die verborgene, grenzenlose Energie, ohne Eigenschaft und Attribute.Bei den Maya ist  Hunab ku, das Zentrum der Galaxie, die Kraft allen Seins,  die Santo Mundo, ihre heilige Welt, die für sie die Quelle ist, aus der alle Energien und alles Wachstum entspringen.“

brunhilde0„Ja, durchaus.  Es ist noch viel mehr. Es ist ein Code des Universums. Wir brauchen uns darüber nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Das haben die Kabbalisten schon für uns getan. Sie sagen, die Ain-Sof Energie trieb durch den Buchstaben Yod mitsamt der heiligen Namen Gottes durch die Ebenen der Schöpfung hindurch. Aus dem Sefirot – dem Baum des Lebens –  und dem Alphabet ist die Schöpfung entstanden. 22 Wege – das hebräische Alphabet – die, die zehn Sefirots miteinander verbinden.  Alles ist durch die Vernetzung der 22 Buchstaben und der zehn Sefirots entstanden.
Sprache und gesprochenes Wort spielen in der Genesis tatsächlich eine wichtige Rolle. Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Jedes Mal, wenn Gott spricht, geschieht etwas. Zweifelsfrei nachzulesen. Die Sonne erscheint, das Wasser teilt sich, der Himmel bevölkert sich.  Die Thora ist eine Geschichte des Universums bis zu Moses und darüber hinaus. Sie existiert vor den Ereignissen und sagt sie sogar voraus. Die Sprache scheint ein Werkzeug der Schöpfung. Sie wussten immer schon um die Macht der Gedanken, um die Macht der Worte. Kabbalisten interpretieren die Worte auf eine bestimmte Weise. In der Reihenfolge der Buchstaben, beispielsweise Tisch , shulchan, liegt die Formel, die jenes Ding erschafft, das wir Tisch nennen. Ändert man die Reihenfolge der Buchstaben erschafft man damit auch etwas anderes. Das hebräische Alphabet ist für sie eine Art Code. Jeder einzelne Buchstabe steht für eine andere Energie. Wie in der Chemie, dort werden ja Dinge auch auf eine Formel reduziert. Im hebräischen Alphabet ist auch jedem Buchstaben eine Zahl zugeordnet. So kann man mit dem entsprechenden Zahlenwert dasselbe bewirken.

Der Volksmund sagt Mehr Glück als Verstand, überrascht noch am Leben zu sein. Für so etwas ist dann auch niemand verantwortlich. Von wegen!

Nach kabbalistischer Ansicht hat Gott alles, was er im Universum geschaffen hat, auch am Menschen geschaffen. Hieraus ergibt sich ein Weltbild der wechselseitigen Entsprechungen von Oben und Unten, Innen und Außen. Der Mensch steht unter dem ganzheitlichen Einfluss universaler Kräfte, kann diese aber seinerseits beeinflussen.

heilige geometrie merkabaEs gibt etwas, dass unser ganzes Leben bestimmt. Gesetzmäßigkeiten. Sieben an der Zahl. Sieben universelle Lebensgesetze, auch hermetische Prinzipien genannt. Und die meisten Menschen – wenn man sie fragte – würden vermutlich sagen: Keine Ahnung, wovon du sprichst. Jahrtausend altes Wissen, das unser aller Leben verändern kann. Kybalion. Das Universum ist geistig gehalten – gehalten im All.  Unser Drama ist, dass wir auf die kleinen Dinge fixiert sind und nicht die großen Zusammenhänge erkennen.

1.Alles ist geistig – auch das Universum
2.Das Prinzip der Anziehung. Wie oben so unten. Wie innen so außen. Wie der Geist, so der Körper. Alles entspricht unseren Gedanken, Ausrichtungen und Überzeugungen. Es begegnet uns nichts, was nicht irgendwie mit uns zu tun hat. Die äußeren Verhältnisse spiegeln sich im Menschen und umgekehrt.
3.Das Prinzip der Schwingung. Gleiches zieht Gleiches an. Alles schwingt.
4.Das Prinzip des Rhythmus. Alles fließt aus und ein. Ebbe und Flut. Rhythmus gleicht aus. Der Ausschlag nach rechts,ist das Maß für den Ausschlag nach links
5. Das Prinzip der Polarität. Alles ist zweifach. Die Gegensätze sind zwei Seiten ein und derselben Sache.
6. Das Prinizip der Kausalität. Ursache und Wirkung. Auch der Zufall entspringt einer Ursache. Nur, was vorher gedacht wurde, kann existieren. Es gibt viele Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.
7. Das Prinzip des Geschlechts. Alles hat männliche und weibliche Anteile.

„So und nun muss ich aber los. Die Zeit läuft davon“,, sagte Brunhilde und weg war sie.
„Ähm, ja…gut..“, antwortete ich etwas irritiert.

Ich fühlte mich wie eine Mitameise einer Holzameise, die bei der Arbeit tot umfällt, insgesamt fünfzehn bis dreißig Sekunden Zeit hat, bevor ihr Körper gepackt und aus dem Nest zum Sandhaufen getragen wird. Ich konnte das gerade nicht leiden.

Später dann ….

badewanneGibt`s da einen Haken? Eine Stolperfalle? Das ist doch alles kein Geklimper. Schlüssel bei den Kabbalisten. Codes in Kristallschädeln bei den Maya.
22 hebräische Buchstaben. 20 Kin bei den Maya.
Die Namen der Kin sprechen die Maya nicht einfach aus, weil sie ihnen heilig sind. Heilige Worte haben eine große Bedeutung bei den Kabbalisten.
72 Eigenschaften Gottes. 13 Wellen bei den Maya.

Die Schlüssel der Kabbalisten sind ein Bauplan der vielen Ebenen spirituellen Bewusstseins und dazu entworfen, uns in Berührung mit Göttlicher Intelligenz zu bringen. Die Maya  lebten  in diesem Bewusstsein auf allen Ebenen ihres Lebens. Darauf bauen sämtliche Kalender, die Pyramiden, ihre Tempelanlagen auf. Bei den Maya sind es 9 Unterwelten und 13 Himmel. Ihre Kalender sollen die Menschen in Einklang mit der Natur und dem Kosmos, ihrer Göttlichkeit bringen.

Der Baum des Lebens bei den Kabbalisten. Ain Soph enthüllt dem Menschen die Aspekte seiner Göttlichkeit und auf dem Baum des Lebens werden diese durch zehn Hauptstufen oder Bewusstseinsstufen, die Sefirots, symbolisiert. Das Wacah  Chan, das Zentrum der Galaxie, ist für die Maya mit dem Baum des Lebens verbunden.

Hermetische Prinzipien der Kabbalisten. Oben- unten. Innen- außen. Ebenso bei den Maya. Der Kosmos ist für sie ein Spiegel der Welt, ein Spiegel von uns Menschen. In jedem Gesicht eines Menschen, in jeder Pflanze, in jedem Tier ist ein Stück Sonne, sagen die Maya.

Kaba, die Tempelanlage in Mexico geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Juden auf Atlantis, dort wo die Maya gelebt haben.

Beide, Kabbalisten als auch Maya, haben letztlich das Ziel, auf allen Ebenen eine harmonische, ausgewogene Welt zu schaffen. Beide sind kein leicht verständliches System. Vielschichtig wie eine Zwiebel.

Die Anhänger der Kabbala glauben, wenn verschiedene Menschen unterschiedlicher Kulturen unabhängig voneinander zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangen, kann das nur bedeuten, dass sie alle auf der richtigen Spur sind.

„Denn das Königreich ist in eurem Innern. Nirgendwo anders.“ Thomas Evangelium. Jesus sagte es.
Drinnen wie draußen. Wir sind der Tempel – nicht die Organisation Kirche. Wir brauchen kein Rom, kein Mekka, kein Medina. Alles existiert in uns. Wir müssen uns nur erkennen. Dieses ganze Universum kümmert sich um uns. Wir behandeln es leider nur wie einen Pfannkuchen. Wir sind nicht ohne Grund mit Bewusstsein auf dieser Erde gestrandet.Es gibt einen Grund dafür, dass, wenn ich mir mit dem Hammer auf den Daumen haue, es mir wehtut und nicht dem Hammer

A.1

Gehirn

A

Universum

Unser Nervenstränge ähneln nicht ohne Grund exakt der Energienetze des Universums. Sie sind ein Spiegelbild. Wir leben in etwas Lebendigem. Wir stehen in einer tiefen organischen Beziehung zu allem. Das Gehirn scheint mehr eine Antenne zu sein. Davon reden die Hindus seit Jahrtausenden. Was immer du tust, wird Karma erzeugen. Karma dreht sich im Kreis.

Ich dachte an Brunhildes Worte: „Jesus sagte: Jeder ist Gottes Kind. JEDER. Er hat es immerhin erkannt.  Er ist Gottes Sohn. Du bist Gottes Tochter. Nach diesen hermetischen Prinzipien kann es gar nicht anders sein. Er ist in dir. Du bist ein Teil Gottes. Auch hierzu lassen sich klare Aussagen von Jesus finden. Er sagte, er ist in allem, im Stein und sonstwo. Innen wie außen. Alles ist in uns. Ich bin, der ich bin. Wir suchen noch immer. Wir liegen im Tiefschlaf. Und zugleich schaffen wir es, uns so ungemein wichig zu nehmen.“

indianer5Nach Vorstellung der toltekischen Schamanen, die vor Jahrtausenden in Mexico gelebt haben, besteht alles im Universum, den menschlichen Körper eingeschlossen, aus reiner Energie. Der menschliche Körper erscheint dem Schamanen, der ihn als Energie wahrnimmt wie ein gewaltiges leuchtendes Ei.  Am Platz des Montagepunktes werden die Energiefasern des Menschen verknüpft mit der unvorstellbar großen Masse der Energiefasern des Universums und an diesen ausgerichtet. Das Resultat dieser Verknüpfung ist Wahrnehmung. Je nachdem, welche Energiefasern dabei genutzt werden, ergeben sich unterschiedliche Wahrnehmungen. Bewegt sich daher der Montagepunkt an eine andere Stelle, so führt dies dazu, dass eine andere Welt in unserer Wahrnehmung erzeugt wird. Heute finden wir hier und da von der Wissenschaft Bestätigung all dieses Ur-Wissens, mit denen indigene Völker selbstverständlich umgehen. Wir sind Energiekörper. Der größte Teil unserer Energie geht nur leider für die Schaffung unseres Selbstbildes drauf. Sei es nun von uns selber oder von anderen.

Es ist also hochherrliche Zeit, die eigene Faulheit beiseitezufegen, die eigenen Vorurteile aus Faulheit, aus Feigheit, und einmal genauer hinzusehen, hinzulesen, was denn wirklich geschrieben steht.

 

 

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https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/2014/01/24/zirkeltage-und-es-ward-licht/