Eine Reise durch die Welt der Maya

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Die Maya haben als erste den Begriff „Null“ eingeführt. Das erlaubte ihnen mit Zahlen in der Größenordnung von mehr als einer Million umzugehen. Dagegen kannten sie keine Gewichte und Maße. Sie errechneten das Sonnenjahr genauer als unser Kalender. Sie errechneten den Umlauf der Venus und sagten deren Finsternisse mit exakter Genauigkeit voraus. Sternenbewegungen berechneten sie.  Sterne, die man nicht mit dem bloßen Auge  nicht sehen kann. Woher sollen sie etwas vom Asteroidengürtel oder vom fernen Pluto gewusst haben? Dass sie es wussten, zeigt die gigantische Pyramidenstadt Teotihuacan in Mexico – sie erwies sich als perfektes Modell unseres Sonnensystems. Sie besaßen keine Instrumente, um Stunden, Minuten oder Sekunden genau zu messen, nicht einmal eine Sanduhr. Dabei war ihnen das Glas unbekannt. Beständige Beobachtung führten zu Sonnen-Mond- und Venuskalendern.  Die kosmischen Urväter sollen wichtige Botschaften und Codes in den 13 Kristallschädeln hinterlassen haben. Die Maya sagen, diese Kristalle kamen nicht von der Erde, sie kamen mit den Ahnen und den Propheten der Plejaden. Ihre Kinder schielten. Im zartesten Alter band man ihnen eine Harzkugel an eine Haarsträhne und ließ sie zwischen den Augenbrauen herunterbaumeln oder klebte ihnen eine mit roten Federn verzierte Wachsperle auf die Stirn. Wissenschaftler sagen, dies sei ein Schönheitsideal der Maya gewesen. Deutungen. Möglich.Vielleicht vereinfachte dies aber auch „das Sehen“ über das „Dritte Auge“?  Man presste ihre Stirn zwischen zwei Täfelchen, was zur seitlichen Verflachung der Schädel führte.

Das Wort „Maya“ wurde zum Namen ihrer gesamten Kultur. Zuvor bezeichnete es einen großen Teil der Indios in Yucatan. Im Lauf ihrer Geschichte hatten sie die sogenannte „Liga von Mayapàn“ gegründet. Mayapán war für eine Zeit Hauptstadt von Yucatan, jene Halbinsel Mexicos am Karibischen Meer.

Sie kannten keine Gesetze des Städtebaus, bauten aber riesige Städte. Sie legten Straßen an, aber das Rad war ihnen unbekannt. Sie waren großartige Bildhauer, arbeiteten aber mit Steingeräten, die der Zeit des Neolithikums entsprachen. Wir verdanken ihnen die Maiskultur. Und doch  fällten sie mit Steinäxten die Bäume und mit langen Grabstöcken zogen sie Furchen in steinge Böden, um Mais auszusäen. In Tikal, im undurchdringlichen Urwald,  ragen Tempel fünfzig Meter über dem Boden. In einer für den Ackerbau denkbar ungünstigen Umgebung, ohne Fluss, bauen sie eine glanzvolle Stadt wie Tikal. Sie sammelten die Säfte der Bäume: Kautschuk, Chiclè, Kopal und den Gummi des palo mulato. Die Region Péten bietet einen unerschöpflichen Vorrat an Essenzen.Weihrauch für die Götter, duftende Harze für sich und auch für andere Regionen. Andere Städte waren Hauptzentren der Astronomie. Nicht die Fruchtbarkeit des Bodens, sondern der klare Himmel entschied  für den Standort so mancher Stadt.

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Tikal in Pèten ist so eine herausragende Stadt. Sie ist die älteste  Maya-Stadt (bislang! Längst sind noch nicht alle vermuteten Maya-Städte freigelegt). Auf einer Fläche von 16 Quadratkilometer weisen rund dreitausend Bauten alle charakteristischen Merkmale der Maya-Architektur auf. Pyramiden mit Treppen, die zu Tempeln führen, Flachreliefs, Kraggewölbe, Ballspielplätze, Schwitzbäder, Bauten mit fensterlosen engen Räumen, Gräber mit herrlicher Keramik, Stelen und Altäre, in deren Monolithe Hieroglypheninschriften umgebene Gestalten eingemeißelt sind. Ihre Treppen sind mit dem Jaguar und der Schlange gekrönt. Symbole, die die Sonne oder die Venus darstellen. Priester-Könige oder Priester-Krieger sind dargestellt. Tikal war schon 600 vorchristlicher Zeit bewohnt. Es ist nicht so, wie von einigen Wissenschaftlern behauptet, die ersten Maya-Städte seien spontane Gründungen des vierten nachchristlichen Jahrhunderts.

Die Tolteken, die Azteken und die Maya folgten denselben religiösen Vorschriften. Sie zerstörten nach 52 Jahren ihre Tempel oder setzten Pyramide über Pyramide, als neues Zeichen des Lebens. Nach 52 Jahren begann für sie eine neue Ära. Es war der Beginn einer neuen Kalenderrunde.

Sie errichteten Monumente und manchmal zerstörten sie diese wieder, um auf derselben Stelle neue zu errichten. Mitunter wurde der Bau eines neuen Monumentes über dem alten errichtet. In Tikal ruhen die heutigen Ruinen auf den Überresten von etwas zwölf älteren Bauten. Auch der Große Platz liegt auf vier einander folgenden Bauschichten, von denen die älteste aus dem Jahr 150 v. Chr. und die jüngste aus dem Jahr 700 n. Chr. stammt. Es gibt auch Bauten, die niemals angerührt worden sind.
Die Azteken zerstörten im 13. und 14. Jahrhundert ihre Tempel alle 52 Jahre um neue zu setzen. Zwischen den Azteken und den Maya liegen Tausende von Kilometer Entfernung und ein Jahrtausend zwischen den frühesten Bauten beider Kulturen.

Alle zwanzig Jahre errichteten die Maya Stelen.

 

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Brustschmuck aus Jade. Zwischen 300 und 650 n.Chr. entstandende Relief.

Die Pyramiden sind niemals ein Grabmal gewesen, wie es bei den Ägyptern der Fall war. Vielmehr haben die mehrgeschossigen Tempel der Sumerer mit einem Heiligtum auf der obersten Plattform, das ebenfalls der Beobachtung der Sterne diente, mehr Ähnlichkeit mit der Maya-Pyramide. Aber auch hier, glaubt man der Zeitrechnung der Wissenschaftler, liegen 4000 Jahre liegen zwischen den Bauten der Sumerer und der Maya.

 

Die Hieroglyphen ihrer Kalender sind von der Wissenschaft vollständig entziffert. Ein Teil der Baudenkmäler sind erforscht. Die berühmten Bücher des Chilam Balam (Chilam=Wahrsager; Balam=Jaguar, im 16. bis 18. Jahrhundert verfasst), des Popol Vuh und anderer in der Maya-Sprache haben ihre Deutung gefunden. Manchmal mit ausgesprochen hypothetischem Charakter.
Unbestritten ist, die Maya-Kultur ist eine der glanzvollsten des präcolumbianischen Amerikas.

Gegen Ende des 9. Jahrhunderts bricht in den Maya-Städten alles architektonische Schaffen ab.Im 10./11. Jahrhundert verschwinden die Maya auf geheimnisvolle Weise.

 

 

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Maya-Stadt Copan, Honduras. Die Stadt der Astronomen. Kolossalkopf, der große Gott Izamna, der Erfinder der Schrift und der Kalender. Sohn des Weltenschöpfers Hunab Ku.

Der große Gott Itzamnà

Itzamna ist den Menschen freundlich gesinnt. Seine Frau Ixchel ist die Göttin der Überschwemmungen, der Schwangeren und der Weberei. Es folgt Yum Kax, der Maisgott, Ah Puch, der Gott des Todes, Ek, der Gott des Polarsterns und Kukulcan, die Gefiederte Schlange. Kukulcan ist die wörtliche Übersetzung von Quetzacòatl. Bei den Azteken hieß Kukulcan Quetzacòatl.
Überall wo Quetzacóatl vorüberkam, waren plötzlich Handabdrücke auf Felsen zu sehen, berichten die Legenden.
Quetzal= kostbare Feder
Còatl= Schlange

Bei den Azteken war er der Windgott, der Regenmacher. Sie übernahmen diesen obersten Gott von den Tolteken. Ursprünglich hat er Ce-Acatl (Eins-Rohr) , wie das Jahr seiner Geburt, geheißen.

Quetzaòatl galt als sehr häßlich, denn er trug einen Bart. Aber er war fromm, gerecht und wohlwollend. Da er Großes leistete, begann  mit ihm das goldene Zeitalter der Tolteken. Er wollte die Menschenopfer abschaffen, Weihegaben aus Blumen, Weihrauch ersetzen und machte sich damit viele Feinde. Die setzten alles dran, ihn Irrtümer und Sünden begehen zu lassen. Er wurde zweiundfünfzig Jahre alt und lebte so genau eine Kalenderrunde lang. Er starb in einem Jahr, das den Namen Eins-Rohr trug. Sein Herz flog zur Venus, dem Morgenstern, die von nun an den Namen Ce-Acatl erhielt, so liest es sich in den aztekischen Chroniken. Die präcolumbianischen Berichte sagen, Quetzacòatl werde von Osten über das Meer zurückkehren.

Nach den Maya-Erzählungen kam Kukulcan zwischen 967 und 987 nach Chichèn Itzà, nach den aztekischen Quellen bestieg er 977 den Thron von Tollan, verließ dann das Land, wendet sich nach Osten und stirbt 999. Zwei verschiedene Quellen mesoamerikanischer Geschichte stimmen in ihrer Chronologie überein. In den Chroniken erscheint Tollan als ein legendäres Land des „Goldenen Zeitalters“. Es gilt als nachgewiesen, dass die Städte Tollan und Chichèn Itzà tatsächlich von demselben großen Tolteken-König Quetzacoàtl „gegründet“ wurden, der in Yucatan den Namen Kukulcan erhielt. Die Städte liegen 1200 Kilometer voneinander entfernt.

Was nicht heißt, dass diese Stadt nicht schon zuvor bewohnt war. Lange vor Ankunft der Tolteken sollen die Maya in Chichèn Itzà  gelebt haben. So steht es im „Chilam Balam“, dem heiligen Buch der Maya. Zehn Provinzstädte gründeten die damals aus dem Pèten kommenden Maya in Yucatan, darunter auch Chichèn Itzà.  In der ersten Chronik des „Buches von Chumayel“ heißt es: Während des katun 6 Ahau (zwischen 435 und 455) wurde Chichèn Itzà entdeckt. Weitere Chroniken datieren exakt das Jahr 455.

 

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Chichèn Itzá, Yucatan, Mexico. Mit typischen Motiven der toltekischen Kunst. Am Kriegertempel der Kopf einer Gefiederten Schlange. Rechts der Tausendsäulenkomplex. Die Säulen trugen ursprünglich die Dachkonstruktion einer großen Halle.

 

Kulkulcan…Quetzacòatl, die Erzählungen hierzu erinnern nicht wenig an Jesus und seine Kritik an den Herrschenden und dem Tempelkult- die erwartete Rückkehr, das Goldene Zeitalter…Quetzacoatl war Gott und hat gleichzeitig als König gelebt
Die hochbedeutende heilige Stadt Chichèn Itzà auf der Halbinsel Yucatan ist eine Stadt zu Ehren Kukulcan. Die Stadt wurde während des katun 4 Ahau (968-987) gegründet. Die Stadt der  Heiligen Cenoten (natürliche Brunnen) und der tausend Säulen. Es gab ein Nonnenkloster, ein Ballspielplatz, den Jaguartempel, einen Kriegstempel, ein Observatorium, Marktplatz, den Tempel des Tanzes, Tempel der Wandtafeln und anderes. Es wurde eine zweite Pyramide über die erste gesetzt.

 

 

Hunab Ku ist der große Weltenschöpfer und Vater der Gottheiten, die die drei Welten der Maya-Welt durch Sintfluten vernichteten. Die vier Bacab, Götterbrüder, überlebten die Sintfluten. Ihre Aufgabe war es, die vier Zipfel des Himmels zu tragen. Diese vier Himmelsrichtungen haben jede ihre eigene Farbe mit magischer Ausstrahlung.

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Hunab ku. Das mächtigste Symbol der Maya

 

Regengott Chac wurde zu Chac Xib Chac, dem roten Chac des Ostens, zu Sac Xib Chac, dem weißen Chac des Nordens, zu Ek Xib Chac, dem schwarzen Chac des Westens, oder zu Kan Xib Chac, dem gelben Chac des Südens.  Chac scheint den Himmelsgott Itzamna, Sohn des Hunab Ku, vom Thron verdrängt zu haben.

Die Göttin Ixchel wurde in der  yukatekischen Küstenstadt Tulùm verehrt. Zahlreiche Pilger kamen in den Wallfahrtsort am Karibischen Meer. Tulùms ursprünglicher Name war Zama – Stadt der Morgenröte. Die Stadt war der erste Schauplatz der Europäer mit den Maya.

 

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Feenhaus, Tulum, Yucatan, Mexico. Traumhafte Landschaft. Wunderschön zu erleben.

 

 

 

kabahDie Mayastadt Kabah,

auch Kabaah, Kaba oder Kahbah geschrieben, befindet sich auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Von westlichen Forschern erstmalig im Jahr 1843 näher beschrieben, zählt Kabah zu den beeindruckendsten historischen Städten, die das Volk der Maya der Nachwelt hinterlassen hat.

Die Stadt  war mit ihrer Tempelanlage zwischen dem 9.und 11. Jahrhundert  – neben Uxmal – die zweitwichtigste Stadt. Im 11. Jahrhundert wurde sie – wie viele andere Maya-Städte – aufgegeben. Aus den „Büchern des Chilam Balam“ weiß man, dass sich  ein Teil der Nachkommen in Chakumputun, dem heutigen Champotòn, in Tabasco ansiedelten.
Scheinbar folgten diese Stämme den Tolteken und kehrten damit in das Land ihrer Väter zurück?

Das Wort  Kabah bedeutet “Herr der starken Hand”. Einst hieß die Stadt  Kabbala.  Mayatexte sprechen auch von cabalah, cabal, gabal .

Die Mayastätte Kabah stand in enger Verbindung zur Stadt Uxmal.  Uxmal gehörte zu einer von drei Städten, die noch zu Zeiten der Spanier im 16. Jahrhundert existierten. Uxmal bedeutet die „dreimal Erbaute“. Das Schildkrötenhaus in Uxmal ist eines der schönsten Bauten der yukatekischen Maya.

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Hohe Baukunst. Maskenpalast in Kabah, Yucatan, Mexico

 

Das berühmteste Gebäude in der Stadt Kabah ist der ‚Maskentempel‘ – ein Tempel, dessen Fassade komplett mit Masken des Regengottes Chaac (auch Chac) verkleidet ist. Der Palast wird Codz Poop („aufgerollte Matte“) genannt  Das 45 Meter lange Gebäude ist auf einer quadratischen Esplanade mit ungefähr 80 Meter Seitenlänge erbaut. Die Fassade und die Seiten des Gebäudes werden von 260 Chac-Masken (die Anzahl der Tage eines heiligen Jahres) vollständig überdeckt.

 

Der magische Maya-Kalender besteht aus 13 Monaten von zwanzig Tagen. Das Jahr hat also 260 Tage in endloser Wiederkehr. Die Zahl Zwanzig heißt in der Maya-Sprache uinic/uinal, wird also mit demselben Wort wie der Mensch bezeichnet. Die Zahl Dreizehn ist in der Welt der Maya der Angelpunkt ihres gesamten Zahlensystems. Für die Maya gab es dreizehn wichtige Gestirne. Die Dreizehn und Zwanzig könnten die Verbindung von Mensch und Himmel symbolisieren. Zahlen und Namen haben für die Maya verborgene Kräfte des Universums.

 

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Puuc- Baustil

 

Auf 1000 Hektar Fläche finden sich in Kabah weiträumig Pyramiden, Paläste, Triumphbögen und sacbé, jener Verbindungsweg von Kabah Richtung Uxmal.

Das Gebiet von Kabah wurde vermutlich im dritten Jahrhundert vor Christus erstmalig besiedelt. Der Großteil der Bauwerke der Mayastadt entstand zwischen dem siebten und elften Jahrhundert. Die heilige Stätte ist über eine „weiße Straße“ mit der Stadt Uxmal verbunden gewesen. Die beiden Städte liegen 20 Kilometer auseinander.

 

Archäologen haben auf dem Gelände von Kabah auch die Überreste einer ehemaligen Großküche entdeckt, die vor etwa tausend Jahren in Betrieb war. Die Ausmaße des Gebäudes sind für eine Küche gewaltig: Vierzig Meter lang und vierzehn Meter breit soll sie gewesen sein. Es soll sich dabei um die Küche einer Königsfamilie handeln. Bei den Ausgrabungen wurden 30.000 Fundstücke entdeckt.

 

Kaba1Puuc ist ein Yucatek Wort und meint: Hügel, die auf der Westseite Yucatans zu finden sind. Das Wort verweist ebenso auf die Epoche eines Baustils.  Die  Blütezeit der Puuc-Kultur: Proto Puuc (A.D. 250-600), frühes Puuc (A.D. 670-770), klassisches Puuc  (A.D. 770-830), und klassische Puuc Mosaik (A.D. 830-950). Der Baustil umfasste  mehr als 200 Städte und weitere kleinere Gebiete. Die Stadt Kabah gehört dazu.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kabah , Quelle: google

 

 

Fresken im Nahua-Stil, Wandmalereien, Stelen, die genau gleich hoch stehen, Hieroglyphen, Zahlenmystik, Kenntnisse der Naturgesetze, Kunst, bei der astronomische Inschriften sternengleich in ihrer Herrlichkeit zu Jaguarend und Schmetterlingen verwandeln.  Ihre spezielle Art Zeit zu messen, vertrauend auf ihre Götter, auf ihre Riten aus Rauch und Traum, auf ihre Kalendersteine, auf die Musik ihrer Worte, auf ihre Weisheit, auf alles, was in 500 Jahren Eroberung bis heute nicht gänzlich vernichtet werden konnte. Kulturbringer, die Maisanbau lehrten, wie man ihn noch heute sät und erntet. Mit dem Mais wurde die übrige Nahrung gemacht: Bohnen, Kürbisse, Kakao, Tabak, Kikamwurzel, Weihrauch, Kautschuk, Pinie, Baumwolle. Tiere, die diese Märchenwelt bewohnen: Jaguare, Puma, Hirsche, Koyoten, Eidechsen, Schlangen, Adler.  Biblische Geschichten, die sich mit den alten amerikanischen Erzählungen vermischen, fast schon – dank ihrer poetischen Gestalten – bereichern, spanische Eroberer, die so viel Kulturgut zerstörten, ihr großes Interesse, Dokumente verschwinden zu lassen oder nach ihrem Geschmack zu ändern, weil ihnen die Religion der Maya nicht passte, sie durch den katholischen Glauben ersetzt werden sollte.
Architekten, Bildhauer, Ethnologen und Archäologen geraten bis heute ins Staunen und Rätseln. In diesem Sumpfland wurden tonnenweise Steine aufgetürmt. „Von der honigsüßen Hindu-Sexualität findet sich in der Maya-Kultur nicht die geringste Spur“, schreibt Aldous Huxley. Und weiter schreibt er: „Ihr Kopfschmuck ist reine geometrische Abstraktion, ähnlich den glatten Kegeln und Zylindern auf den Köpfen der Menschen von Piero della Francescas Fresken. Streng diszipliniert gehorchten sie einer intellektuellen Ordnung.“

Kostbares Wissen über Kultur,  Sprache und Schrift der Maya verdanken wir einigen Geistlichen des 16. Jahrhunderts. Der Dominikanerpater Bartolomè de Las Casas setzte sich für eine menschenwürdige Behandlung der Unterworfenen ein. Er behauptete, dass es sich bei den „Indios um einen der verschollenen Stämme Israels handele“. Es gab zu jener Zeit eine reiche Literatur. Der Engländer Thomas Gage publizierte 1648 seine Reiserfahrungen. 1688 erschien in Madrid die Geschichte über Yucatan von Diego Lopez de Cogolludo. Erste knappe Hinweise auf die Maya-Kultur findet man im 19. Jahrhundert bei Alexander von Humboldt.

Hier ein kleiner Auszug aus  verschiedensten Hypothesen über die Herkunft dieses Kulturvolkes:

Augustus Le Plongeon schreibt 1886: “ Ich will versuchen darzulegen, daß die alten heiligen Mysterien und infolgedessen die Freimaurerei auf eine sehr viel frühere Zeit zurückgehen, als sich die meisten Erforscher ihrer Geschichte je geträumt hätten. Ich werde keine Mühe scheuen, um ihren Ursprung auf diesem Kontinent, in Amerika, Schritt für Schritt nachzuzeichnen, von dem aus die Maya-Bauern vor nicht weniger als 11500 Jahren ihre alten Riten und religiösen Zeremonien  nicht nur an die Ufer des Nils, sondern auch an die des Euphrats und bis an die Küsten des Indischen Ozeans brachten.“

Guillaume Dupai schreibt 1805: „Was nun die Ansiedlung eines Teiles dieser Bevölkerung angeht, so wiederstrebt es dem gesunden Menschenverstand nicht anzunehmen, daß es sich hier um Auswanderer aus dem östlichen Teil der Welt handelt, um ein Volk, das von der Insel Atlantis stammte… Es fiele mir nicht schwer zu glauben, daß diese Übersiedlung vor oder während der Sintflut stattgefunden hat,weil diese einem Teil der Bevölkerung Zeit und Mittel gelassen hätte, vor der Gefahr zu fliehen;[…]“

Josè Calderòn 1784/1785 ist begleitet von „ortsansässigen Indianern und Mestizen“, als er sich zu den „Steinhäusern“ von Palenque begibt. Dichter Urwald. Er fand niemanden, der ihm sagen konnte, „was es mit dieser Stadt auf sich hat“.  Calderòn beschreibt:  „Die Figuren sind mit großer Geschicklichkeit  aus den Mauern der Paläste herausgehauen, die ganz aus Stein bestehen. Unter ihnen sind menschliche Figuren, die mit seltsamen Federgewänden bekleidet sind, Frauen mit ihren Kindern im Arm und von riesiger Größe; Inschriften oder Wappen, und dann der Turm, den man dort sieht, der unvollständig ist zu dem großen Palast gehört. Es heißt, Plutarch berichte, die Römer hätten Halbmonde auf ihrem Schuhwerk getragen, um damit auf die Unsterblichkeit der Seele hinzuweisen. Ob es Römer waren, die hier regierten? Oder Spanier, die zur Zeit der Maurenherrschaft bis zum Hafen Ctasaja kamen, wo sie an Land gingen, oder gar jene Karthager, von denen es heißt, sie seien nach Amerika gekommen? Ich weiß es nicht.“

 

Heute begehen die Maya nicht mehr ihre Tempel und Orte, die von Stelen und Opferplätzen umgeben sind,  sie feiern in den Vorhöfen von Kirchen und in den Kirchen selbst, wo sie in blutüberströmten Christusbildern den Maisgott zu sehen glauben, oder sie feiern auf Bergen oder in Höhlen. Die Monumente ihrer Zeremonialzentren, ihre Ballspielplätze, ihre Pyramiden, ihre Paläste und Tempel sind dennoch keine toten Reliquien. Wer sich über die Baukunst, die Höhe und Steilheit der Pyramiden ein eigenen Eindruck verschaffen will, der kann es noch heute tun.  Wer sich an jenen Maya-Stätten einmal aufgehalten hat, weiß um die besondere Energie, die dort zu spüren ist. Über die Ballspielplätze, auf denen sie leidenschaftlich spielten, kann man heute noch gehen. Dort kann man in die Hände klatschen und über den Ton staunen, der klingt, als sei es der Vogel Quetzal. Zufall? Nein. Die Maya setzten ihre Steine millimetergenau, damit dieses Echo entstehen kann. Wenn man dort steht, spürt man die religiöse Aura, die alles, was das Ballspiel anging, umgab. Die Nacht vor dem Spiel verbrachten alle Spieler im Gebet.

Ihre Wurzeln leben noch.

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Aus der Gedankenwelt der Maya

Das Größte der Welt

Das Größte der Welt

“Was ist das Größte auf der Welt?”, fragte mich meine Mini-Philosophin erste Klasse Grundschule.
“Ein Elefant, eine Giraffe”, antwortete ich, die ein paar Tage zuvor im Zoo gewesen war. ” Ein Berg.”
Sie sagte: “Mein Auge ist das Größte.”  Die Musik verstummte. Einen Moment lang war alles still. Dann fragte ich: “Was meinst du damit?”  “Na ja”, erläuterte sie, “mein Auge kann auch einen Berg sehen und viele andere große Dinge. Da all dies in mein Auge passt, muss mein Auge das Größte auf der Welt sein.

Weisheit heißt nicht lernen, sondern das deutlich zu erkennen, was nie gelehrt werden kann.

Es ist der Geist. Ihr Geist sieht alles, was ihr Auge sieht, und er sieht noch mehr, nämlich alles, was ihm ihre Fantasie eingibt. Er kennt auch Klänge,  die ihr Auge nie sehen wird, er kennt auch Berührung, echte und erträumte.  Ihr Geist kann auch Dinge kennen, die ihrne Sinnen verborgen bleibt. Da alles, was man wissen kann, in ihren Geist passt, muss er das Größte auf der Welt sein.

Kalender mit großer Bedeutung

12 Stunden. 60 Minuten pro Stunde,60 Sekunden pro Minute. Für die Maya leben wir heute in einem Rhythmus, der sich weit von der Natur entfernt hat. Damit sind wir aus dem Rhythmus geraten. Der Tzolkin-Kalender, sein Name bedeutet, dass wir alle Teil der Sonne kennen lernen, also alles, was dieses Universum zusammenhält. Unaufhörlich pulsiert der Rhythmus der 13 Zahle, der 13 Bewegungen durch diesen Ablauf von 20 Sonnentagen. Sie haben den Kalender – neben seiner Verwendung im ganz alltäglichen Leben – in ihren Jahreskalender hineinverwoben, um der Erde  und den Menschen zu helfen, ihre unregelmässige, viel zu schnelle Bewegung zu verändern, und so wieder in ein Gleichgewicht zu kommen. Der Tzolkin funktioniert also wie ein Schrittmacher.

Einige Stämme in Belize beginnen das Neue Jahr mit dem 1.1., die Maya in Yucatan beginnen mit dem 21.3., andere wiederum mit dem 23.9, dem 21.12. oder mit dem 26.7.  Alle 52 Jahre laufen die Räder des Tzolkin und des Haab, ein geschichtlich jüngerer Kalender, der dem Sonnenzyklus der Erde entspricht zusammen. Das ergibt 18 980 verschiedene Tage und Möglichkeiten (=52 Jahre).  Zahlen und Symbole, Monate und Tage – Tzolkin und Haab – drehen gmemeinsam und niemals endend in einer aufsteigenden Spirale der Entwicklung.

Die Maya sagen: Die Bedeutung dieser Kalender liegt darin, dass sie eine Erinnerung in uns auslösen, sobald wir uns mit ihrem Wissen verbinden. Eine Erinnerung, die tief in unserem Erbgut verschlossen ist.Indem wir die Zyklen der Zeit verstehen lernen, haben wir die Gelegenheit, wieder mit dem Wissen aller Zeiten und aller Kulturen in Kontakt zu treten.

Zurückkehren zum Datum 0.0.0.0.0

Die Maya kannten die Zusammenhänge zwischen dem Planeten Erde und anderen Gestirnen genauso gut wie die tiefsten Verbindungen zwischen Menschen und Universum. Sie sind Meister dieses Wissens. Sie kannten die ‘langen Zählungen’ von mehreren Millionen Jahren bis zu einem Zyklus von 104 000 Jahren mit Abschnitten von 26 000 Jahren. (Der Zyklus, der im Dezember 2012 zu Ende ging). Der letzte 5200- Jahre-Zyklus war im Wissen aller indianischen Völker ein für diesen Planeten wichtiger Zeitraum.  Für diese Zeitspanne benutzen die Mayan eine spezielle Schreibweise. Der 13. August 3113 hatte das Datum: 0.0.0.0.0. Die Nullen stellen von links nach rechts die verschiedenen Zeiträume dar. Baktun 0 bezeichnet die ersten 400 Jahre des 5200- Jahre-Zyklus-Zeitraumes. Katun 0 die ersten 20 Jahre innerhalb dieser 400 Jahre, Tun 0 das erste Jahr innerhalb der ersten 20 Jahre. Astronomisch betrachtet, war der letzte 5200-Jahr-Zyklus auch jene Zeit, in der der Planet Venus am Horizont der Erde sichtbar war. Botschafter der Mayan sagen: der Tzolkin sei das Symbol der Plejaden (offener Sternenhaufen, der mit bloßem Auge gesehen werden kann). Der Kalender sei das wichtigste Instrument für die Vorbereitung auf die neue Zeit. Sie sagen, ein Teil unseres Seins ist hier auf Erden. Ein anderer Teil, nämlich das Herz, sei verbunden mit der Venus. Der Planet Venus ist auch der Planet Quetzacoàtls, des Propheten der Mayan. Viele Frontseiten der Pyramiden wurden ausgerichtet auf die Bewegung von Sonne und Venus, den beiden dominaten Himmelslichtern. Sie kannten den Rhythmus der Venus sehr genau. Alle 584 Tage erscheint die Venus als Morgenstern.

Plejadenentdeckte Plejaden der Welt. Alles ist spiralig.

Conference Cancun 2012, Fotos: Kunze.

Carmen de Playa 115

 Cancun, Mexico 2012

Für die Maya-Ältesten ist das Universum aus der Sternenkonstellation, den Plejaden, entstanden. Vor wenigen Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, dass es dort wirklich eine spiralförmige Bewegung gibt, aus der laufend neue Sterne hervorgehen. Rund um die Spirale aber sei der Raum völlig leer. Tikal, die zentrale Pyramidenstadt der Maya in Guatemala repräsentiert mit der Anordnung der Pyramiden die Konstellation der Plejaden.

Maya 212

Auch die Pyramide in Chichen Itza weist auf die Synchronisation mit den Plejaden hin. (als 7. Weltwunder eingetragen)
Sie findet dort alle 52 Jahre am 20. Mai statt.

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Genau diese Konstellation sagten die Maya vor Tausenden von Jahren für den Tag des 21.12.2012 voraus. Und es geschah. Erde, Sonne, Milchstrasse (Galaxie) -alles in einer Reihe.

Galaxie
Ihre Unterwelt ist zugleich das Zentrum unserer Galaxie – oder auch wie die Mayan sagen, die kosmische Gebärmutter, aus der alles entsteht, alles, die Sterne, die Menschen…Alles. Wir nähern uns diesem Zentrum, diesem ‘schwarzen Weg’, der Teil der Milchstraße ist. Der Ort, wo alles endet und Neues geboren wird.

Unsere lineare Vorstellung von Zeit steht  in völligem Gegensatz zu der Zeitvorstellung der Mayan. Ihre entspricht mehr dem Webmuster des Universums in ihrer endlos spiralförmigen Drehbewegung, die vom Zentrum ausgeht und zum Zentrum zurückkehrt.

Ihrem Kalender folgend, befinden wir uns in einer Zeit des Übergangs, wo alte Muster sich auflösen, damit Neues entstehen kann.

Erinnert Euch wieder, Wer ihr seid und erinnert alle auf diesem Planeten daran.

Die Zeit ist da, sagen die Schamanen, sagen die Propheten der Urvölker der ganzen Welt. Seit einigen Jahren gehen die Weisen jener Völker an die Öffentlichkeit. Das ist kein Zufall. Ob aus Tibet, Australien, Neuseeland und Afrika, ob aus Nord-,Zentral-,oder Südamerika. Die Hopi, die Chirokeesen, die Mayan, die Tibeter, die Maori, die Dagara,die Nisgaà, die Lakota, die Irokesen – sie alle wissen schon lange Bescheid. Wir, die Weißen hinken, weil wir auf zwei verschiedenen Beinen (Sanftheit und Liebe ihrer neuen Religion  und Gier nach materiellem Besitz) stehen. Dann wird die Zeit kommen, wo die Erde sehr krank ist. Die ganze Natur ist in Schmerzen. Dann wird eine neue Sonne im Osten aufgehen und die alten Völker werden ihre Kraft , ihre Weisheit und ihren Stolz wiederfinden. Dann werden auch die Nachfahren der weißen Eroberer zu uns kommen und mit uns einen neuen Weg zu finden. Und sie werden sagen: Wir brauchen eure Hilfe wie Brot für den Hunger, denn wir haben unsere Lebensgrundlagen beinahe zerstört. Schließlich kommt die Zeit – so sagten ihre Vorfahren – wo ihr alle nach großer Mühe und Anstrengung die Heilung der Menschen und die Reinigung der Erde beendet habt. Es ist dies die Zeit, in der alle Kreaturen in Harmonie  wieder miteiander zu leben beginnen.  Dann wird das neue Zeitalter des Friedens und der Liebe Wirklichkeit werden.

Das ist die Botschaft der Mayan:

Es ist eine Botschaft an uns alle.

Die Menschen werden jetzt erkennen, in welch schwierigen Zeiten sie leben.  Große Zyklen gehen zu Ende.
Das Wissen des Herzens ist jetzt wichtig.