Erfahrungen sind es wert, gemacht zu werden

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Selig die Unabhängigen und Erwählten, sagte Jesus. 

Ziehe man uns auf die Höhe des Eifelturmes und nähme uns das existierende Nichts, hätten wir die Größe eines Flohs von drei Millimetern.  Man müsse uns mit dem Mikroskop suchen, nähmen wir die Leere heraus.  Wir bestehen zu 99,99999999 Prozent aus masseleerem Raum. Das Nichts sei keinesfalls ein Vakuum, sondern ein Raum voll mit Energie und Informationen, die darauf warte, abgerufen zu werden.  Und dass wir uns trotzdem mit der Faust nicht durchhauen können, hätten wir allein dem Umstand zu verdanken, dass die Bindungen der Moleküle mit einer enormen Kraft ausgestattet seien, sagt  uns die Quantenphysik. (Dr. U. Warncke,  Quantenphilosophie und Spiritualität)

Rund 70 bis 80 Billionen Zellen wirken in unserem Körper, alles in der Zusammenarbeit von  Körper Geist und Psyche.  Unser Gehirn verarbeitet  pro Sekunde 400 Milliarden Informationen. Ungefähr zweitausend davon werden uns überhaupt nur bewusst! Unsere Aufmerksamkeit können wir dabei auf jede beliebige Situation lenken.  Der Körper ist eine Protein-Zellmaschine. Hautzellen produzieren Hautproteine. Muskelzellen produzieren Muskelproteine. Magenzellen produzieren Magenproteine, sogenannte Enzyme. 10 Millionen Zellen verlieren wir in jeder Sekunde und 10.000 neue Zellen  werden wieder hergestellt.  Wenn unsere Gene angeschaltet werden, produzieren sie ebenfalls Proteine.  Eine DNA besteht aus einfache Zucker und Proteinstückchen. Was hat eine DNA dazu veranlasst, sich in ein Muster zu organisieren?  Damit aus Milchzähnen richtige Zähne werden, muss die DNA einiges über den Verlauf der Zeit wissen. Sie wusste, dass das passiert, als sie noch in der Gebärmutter war. Selbst der Tod könnte dann in DNA vorprogrammiert sein. Vielleicht wartet die DANN nur darauf, uns von unserem Platz in der Unendlichkeit zu erzählen.

Wir können 24 Gene einfach dadurch anschalten, dass wir glücklich sind. Die winzigste Lücke zwischen zwei Nervenenden im Gehirn beinhaltet das Potential für alle Erfahrungen. Der Mensch ist ein Wunderwerk.

Wir sind geboren. Hineingeboren in einen Mutterschoß.  Ein Mechanismus ist geboren, der siebzig bis achtzig Jahre lang arbeiten wird. Wir sind präsent. Mit Hilfe der Bewegung des Verstandes können wir an Zukunft denken. Er kann sich auch Sorgen darüber machen, wohin wir gehen, wohin wir nicht gehen, was nach dem Tod geschehen wird. Er macht sich auch Gedanken darüber, wo er vor der Geburt war.

Eine einzige Bakterie im Universum könnte die Schöpfungsgeschichte neu schreiben. Wären die Kräfte der Natur nur ein Millionstel Grad aus dem Gleichgewicht gewesen, gäbe es keine Stern und kein Leben.

Es gibt da etwas. Hier drinnen in Ihnen und in mir. Es ist dieselbe Intelligenz, die unser Herz schlagen lässt. Unser Herz transportiert 400 Liter Blut pro Stunde durch einhunderttausend Kilometer Blutgefäße, die nur drei Prozent unseres Körpergewichts ausmachen.  Denken Sie an das Schlagen Ihres Herzens. Gibt es einen höheren Geist, der das für uns erledigt? Was meinen Sie?

Als Geistwesen leben wir an der Oberfläche, angelockt von einem Licht von oben, das wir nicht so recht erkennen können. Tage streichen an uns vorbei und formen unsere Sichtweise. Wir fühlen, wir denken, wir wollen zum Ausdruck bringen. Jeder Mensch ist darüber hinaus voll von Dingen, die sich nicht sagen lassen.

birneIch kann es nicht fassen, dass Menschen jeden Morgen aufstehen und nicht dankbar sind zu leben! Jeden Tag!
Wie können wir hinter dieser Präzision keine Intelligenz vermuten? Die Grenzen der Wissenschaft werden unscharf  und mit dem Geist verschwimmen sie.
Es gibt einen großen Plan, davon bin ich überzeugt.  Es gibt ein universelles Bewusstsein.

Eines ist sicher: Irgendwann werden wir wieder dorthin gelangen, woher wir gekommen sind.
Heute nähert man sich wissenschaftlich der Vorstellung aller Weisheitslehrer der vergangenen Jahrtausende ebenso wie dem Wissen aller indigenen Kulturvölker an, dass wir uns vermutlich sogar von jenem Gedanken lösen müssen, dass alles in unserem Gehirn geschieht. Es gibt etwas in jenem Raum, das ist das, was uns die Kraft gibt, unseren Körper zu heilen, Frieden in unsere Welt zu bringen und diese Welt zu verändern, wenn wir die Sprache verstehen, um zu diesen Dingen zu sprechen, die leer sind. Alles, was in unserem Körper geschieht, wird  in der 5 u. 6. Dimension gesteuert, erklärt nun auch endlich die Wissenschaft, präziser die Quantenphysik.

Denken Sie sich Ihr  Gehirn  am besten „nur noch“  als eine Antenne. Die gute Nachricht, die Kommunikation findet in jedem Moment statt.  Sie wird in jedem Moment aktualisiert.
Trösten Sie sich bitte, ohne das menschliche Gehirn ginge es aber auch nicht. Es würde nur eine Quantensuppe existieren.  Mozart schrieb mit neun Jahren seine Symphonie, mit 12 Jahren seine erste Oper. Ein Wunderkind erscheint nicht einfach so. Es wird durch eine Intelligenz geformt.  Chaos ist nur eine Illusion.  Man sieht es nur, wenn man nicht genug Weitblick hat.

Manche  von uns werden zu Hellsehern und blicken in die Zukunft. Hellseher sind auf eine Welt eingestellt, die sich noch nicht manifestiert hat. Aber wie können innerliche Neuronenblitze, äußeren Ereignisse gleichen, die noch nicht stattgefunden haben.  Die Antwort liefert uns nun auch die Quantenphysik: Es gibt keine in der  Zeit festgelegten Ereignisse, es gibt nur unendliche Wahlmöglichkeiten. Und wir bestimmen, welche der Möglichkeiten greifbar werden. Jetzt und später findet Zukunft statt für den Hellseher. Sie haben den Zugang zu jenem erweiterten Bewusstsein und dem Wissen, dass alles miteinander verknüpft ist.  Sozusagen ein  Bindegewebe in einem Netz von Seelen.

https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/2013/02/26/zuruck-aus-der-atempause-re-naissance-der-sinne/

Agni Zwiebel

Quelle:Agni

Unsere erste Wirklichkeit ist unser Geist, unser Bewusstsein, alles andere von Wirklichkeit  sei nicht mehr als eine Vermutung, lautet eine weitere Aussage der jüngeren Wissenschaft.  Der freie Wille dringt sozusagen in die Physik ein!  Willkommen möchte man ihnen zurufen. Willkommen bei den Weisheitslehren östlicher Traditionen, bei  den Mayas, den Aborigines, den Hopi, den Zulus, den Maoris, bei  allen indigenen Kulturen, bei allen heutigen spirituellen Heilern, die schon längst mit diesem Wissen arbeiten,  die es jetzt noch wissen und  die es in alten Zeiten wussten und damit  lebten. Es ist der Akt in uns. Dieser Akt macht das Universum erst zu dem, was es ist. Fern von Raum und Zeit.  Es ist unsere gefühlte Überzeugung. Darauf gründet sich Realität.

Am Anfang war das Licht, nicht das Wort, nicht der Gedanke.  Information ist der Urstoff des Universums, erklärt uns heute die Quantenphysik. Wirklichkeit besteht aus Information nicht aus Materie.  Information ist Licht. Licht sind Wellen/Schwingungen.  Licht ist nicht ohne Grund in allen alten Hochkulturen immer etwas „Höheres“ gewesen.  Licht transportiert Ereignisse in Zeit.  Photonen formen Muster, die irgendwann als Zeit auftreten. Hellsehen erlaubt  beispielsweise einen Zugang ins Bewusstsein, dass nicht von Zeit eingeengt wird. Das ist das eigentlich Wunder von Photonenblitzen, die durch das Gehirn flitzen. Jeder Augenblick kann einen Zugang zu unendlichen Möglichkeiten bedeuten

Alles, was wir begreifen müssen für dieses Leben  wurde uns mitgegeben. Es ist da. Auch wenn wir es nicht sehen können. Alles, was wir je brauchen werden, tragen wir in unserem Inneren. Wir müssen uns nur darum kümmern, ständig, nicht nur sporadisch.

Heute sagt die Wissenschaft, dass jeder Gedanke, der mit einem Gefühl verbunden ist,  Molekülverbindungen verändern kann. Dieser Verbindungen geschehen durch Elektronen. Und die Eigenschaft jener Elektronen kann ich mit meinem Bewusstsein verändern. Im Klartext: Ich kann Materie verändern.  Man ist heute auch in der Lage mit dem Bewusstsein Materie zu informieren, auch über Meditation. Sie hätten die Antworten schneller finden können, hätten sie die Maya in Guatemala und Mexiko gefragt. Seit Jahrtausenden speichern sie ihr  Urwissen in Kristallschädeln ab. Wissen, dass jederzeit wieder abgerufen kann.  All dieses Wissen war bereits 500 Jahre vor Christi Geburt Bestandteil der Lehren von Philosophen wie Parmenides oder Empledokes  und anderen Gelehrten jener Zeiten. Es ist Wissen, dass immer schon existierte. Es ist uraltes Wissen.  Innen wie außen. Unten wie oben. Alles ist in dir. Nichts existiert unabhängig von dir.

Wir Kinder der Industrialisierung hätten verantwortungsvollere Schriftgelehrte gebraucht, die Jesus Gedanken wortgetreuer aus dem Aramäischen ins Griechische hätten übersetzen wollen.   Wir hätten jenen Machtbesessenen, die alchemistisches Wissen  hinter den Türen größter Geheimhaltung verschließen mochten, mehr auf die Finger klopfen sollen.

https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/2013/01/21/kristallschadel-is-calling-victor/

Die Quantenphilosophie sagt auch: Der Geist schafft Materie. Nun, Jesu sagte nichts anderes:  Wenn das Fleisch um des Geistes willen ins Dasein gekommen ist, so ist es ein Wunder aller Wunder… Das Bewusstsein ist die Quelle, die Welt ein Nebenprodukt.
Geht hin und heilt Menschen –  Geht hin, und gebt ihnen ihr Zentrum. Wir sind  so sehr in Gedanken und in der Welt verstrickt, wir sollten im Sein wurzeln. Denkt an das, was aus euch herausgeht, kümmert euch nicht so viel darum, was hineingeht. Wie transformieren wir Beleidigungen? Kommt Liebe oder Hass?  Worauf es ankommt, ist, nie zu vergessen, dass du es in dir verwandeln musst.

Bei aller Beschäftigung können wir es  aber dennoch schaffen, am Sinn des Lebens vorbei zu stolpern!

https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/tag/quantenphilosophie/

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Babaji

Zum Verändern gehören nämlich die entsprechenden Gefühlsmomente. Die sind notwendig, damit Information abgerufen wird. Information, die mich ursprünglich mal aufgebaut hat: Gesundheit.
Mit meinen Gedanken und Gefühlen kann ich mir schaden, ich kann mir aber auch gut tun.
Gedanken können Heilung, aber auch Schaden in Gang setzen. Warum?  Weil Heilung eine Angelegenheit des Körpers selbst mit dem Geist ist.

Unsere interne Umwelt ist es, die wir regeln müssen.
Wenn Gedanken Krankheiten hervorrufen können, dann können wir mit Gedanken auch Gesundheit hervorrufen.

Wenn wir  allerdings jeden Tag dieselben Gefühle fühlen, wird sich nichts ändern.
Könnte das Ihr Leben sein?:  20 Jahre Hass, 5 Jahre Wut,  10 Jahre Angst, deshalb bin ich krank geworden.
Jede Krankheit geht aus Stressboten hervor.  Zwischen 75 bis 90 Prozent aller Krankheiten sind stressbedingte Krankheiten in unserer westlichen Welt.  Das limbische System schüttet  enorme Mengen Adrenalin und Cortison aus, wenn wir im Stress feststecken.  Eine Menge von Energie verbrauchen deswegen.
Sie haben es vielleicht schon selbst erlebt, wenn ein Mensch etwas Schlimmes erlebt, kommt es vor, dass seine Haare am nächsten Morgen grau sind. Der Ausschalter unserer Gene ist am Wirken. Gene sind wie An- und Ausschalter. Wenn wir demselben System immer dasselbe Signal geben, bleibt die chemische Ordnung bestehen.
Heute bemerkt ein Zuckerkranker seine Unterzuckerung nicht mehr, weil es dank der Pharmazie Medikamente dafür gibt. Was für ein Fortschritt! Jetzt fällt der Kranke um, ohne es zu bemerken.  Haben Sie eine Erklärung dafür, dass in der Gruppe der Ärzte, die Alkohol –und Drogenprobleme am höchsten sein sollen?

chakra2Wir haben es mit einer Kraft zu tun, in uns sowie da draußen im universellen Bewusstsein. Im Informationsfeld, das die Wissenschaft auch das Meer aller Möglichkeiten nennt, in dem es nur so wimmelt von Energie und Information. Es ist eine Beobachtung,  die aus dem Möglichen in die Kraft hineinschaltet, es also in die Realität zieht.  Es ist diese Beobachtung , die an ein Geben von Sinn und Bedeutung gekoppelt ist. Dafür ist ein Bewusstsein notwendig. Unbewusst geben wir Menschen  Sinn und Bedeutung mit Gefühlen.

 

Eigentlich müssten wir ein völlig anderes Leben führen!

Wir sollten Schulen der Gefühle aufbauen, statt Jahreszeiten über Kriegsbombardements  zu lehren. Wir sollten lernen, die  „richtigen“ Gefühle zu fühlen, solche Gefühle,  die uns ein friedliches, freundliches,  ein zuversichtliches und ein gesundes Umfeld schaffen und auch garantieren. Das sollte nicht nur im Interesse jedes Einzelnen sein, sondern auch im Interesse aller nachfolgenden Generationen. Denn, was wir an Gedanken und Gefühlen – sprich an Informationen in die Realität bringen, bleibt auf ewig in jenem  Feld der Informationen gespeichert. Aus jenem Feld fischen auch nachfolgende Generationen ihre Informationen heraus.

Mit jedem Gedanken, jeder Handlung speichern wir etwas im Quantenuniversum ab. Sie haben eine Wirkung, die  absolut über das Persönliche hinausreicht.  Damit haben wir Verantwortung. Je unverantwortlicher wir mit unseren Gefühlen und Gedanken umgehen, umso schlechter sieht es für Natur und Mensch aus.

Wir nehmen Wirklichkeiten in Beziehung auf unseren  auf Chemie basierenden Gefühlen wahr. Wir überlagern unsere Bilder mit unseren Erinnerungen.  Wenn wir einen unsicheren Gedanken produzieren, fühlen wir uns auch unsicher. Wenn wir das immer tun, wird es zu einer Gewohnheit. Die entsprechenden Botenstoffe produziert unser Körper.  Das nennen wir dann Konditionierung und irgendwann Persönlichkeitsstruktur.

Veränderung des Bewusstseins

Die Angst führt dazu, dass wir nicht das Urvertrauen in die Sinngebung haben. Die Angst ist die Kehrseite von Liebe. Wenn man dem Menschen helfen würde, seinen Sinn leben zu können, erreichte er auch das Maximum seiner Gesundheit.  Das mit der Energie funktioniert  immer so:
Sie wird dorthin gelenkt, wo sie sinnvoll erscheint. Wenn Sie also den ganzen Tag über ihre Krankheit nachdenken, wird ihre Krankheit mit Energie versorgt. Die Folge: mehr Krankheit.  Wir bestärken bestehende Schaltkreise in unserem Gehirn, sowohl chemisch als auch neurologisch.
Darum ist es gar nicht so gut, sich den Tag hindurch mit den Negativmeldungen unserer Medienlandschaft zu beschäftigen.  Wir sind das, was wir mental und physisch üben!  Wollen wir andere Erfahrungen in unser Leben holen, müssen wir neu denken und neu handeln, schönere und gesündere Gefühle fühlen. Fühlen Sie exakt,  wie Sie denken.  Und am besten aus einem  Zustand der Dankbarkeit heraus. Das hat deutliche Auswirkungen auf Ihre Gesundheit.

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Stirn- oder Frontallappen – agiert wie ein Lautstärkeregler . Er kann unsere Gefühlsschaltkreise herunterfahren.  Spielt für Persönlichkeit und Charakter eine tragende Rolle.

Sie kennen die Redewendung: Das geht mir an die Nieren.
Zur Niere gehört die Angst.  Angst drückt uns nieder. Alles beginnt mit der Niere, heißt es in der chinesischen Medizin. Sie ist die Wurzel des Lebens.  Sind die Eltern zum Zeitpunkt der Zeugung ausgeruht und deren Essenz in guter Kondition, so wird sich der gezeugte Mensch ebenso hochwertiger Nierenessenz erfreuen können. Nieren produzieren das Mark (Knochen, Knochenmark, Gehirn und Rückenmark), füllt das Gehirn und die Knochen. Wenn das Gehirn über das Rückenmark nicht genügend mit Essenz versorgt wird, kann schlechtes Erinnerungsvermögen, schwache Konzentration, Schwindelgefühl, stumpfes Denken und Schlechtes Sehen die Folge sein.

Beobachtet man bei Schulkindern Konzentrationsstörungen und Lernschwierigkeiten, so ist das häufig auf eine „schwache Niere“ und in der Folge mangelnde Versorgung des Gehirns mit Essenz die Ursache sein. Die Niere regiert das Wasser.  Kleine Mutproben stärken die Niere.

Es gibt aber auch die Angst der Leber. Sie ist oft nicht als solche zu erkennen. Sie äußert sich als emotionale und körperliche Anspannung. Der Betroffene wirkt gehetzt, empfindlich, übersensibel, oft sogar aggressiv. Entscheidungen fallen ihm schwer, er ist unsicher. Die Aufgabe des Funktionskreises Leber ist die Harmonisierung innerer wie äußerer Lebensprozesse. Übernimmt die Leber diese Funktion nicht, hat der Mensch Probleme, sich spontan und flexibel auf Lebensumstände einzustellen – Stress entsteht. Hält dieser Zustand an, wird der Betroffene Angst vor dem Leben und seinen Entscheidungen entwickeln. Hinzu kommt die Angst, Fehler zu machen. Die übertriebene Angst vor Fehlern ist jedoch das beste Mittel, eben diese zu produzieren. Leicht entsteht wieder ein Teufelskreis..

Er nimmt sich das aber auch immer zu sehr zu Herzen.
Es gibt die Angst des Herzens, die sich in  körperlichen Symptomen wie Schlaflosigkeit, Herzklopfen oder Bluthochdruck zeigt. In diesem Fall fehlt einem Menschen die natürliche Abgrenzungsfähigkeit. Alles geht ihm direkt „zu Herzen“, und vor den daraus resultierenden möglichen Verletzungen fürchtet er sich.

Die Angst der Milz zeigt sich als übertriebene Sorge. Ständig grübelt er über die Zukunft, über Probleme, die aller Wahrscheinlichkeit gar nicht eintreten werden.

Die Angst der Lunge ist die Angst vor Verlust. Verlust von materiellen Gütern, Gesundheit oder nahe stehenden Menschen. Beherrscht diese Angst das Leben einer Person, wird ihr Handeln wieder den besten Nährboden schaffen, um den befürchteten Verlust früher oder später auch wirklich wahrscheinlich zu machen. Eifersucht beispielsweise findet häufig ihren Grund in dieser Form der Angst.

Bestimmte Emotionen  (Gefühle) korrespondieren mit körperlichen Organen. Die traditionelle chinesische Medizin ordnet den emotionalen Aktivitäten jeweils bestimmte Organe zu, so wird die Freude dem Herzen , der Ärger oder Zorn der Leber , die Nachdenklichkeit der Milz , die Besorgtheit und Trauer den Lungen und die Angst und der Schrecken den Nieren zugeordnet.  Sie werden deutlich als die Hauptkrankheitsursachen begriffen.

Das Suwen (Buch der einfachen Fragen, Teil des Klassikers des gelben Kaisers) schreibt: “ Der Mensch nun hat die Fünf Zang-Organe, in denen diese fünf klimatischen Bedingungen in Freude, Ärger, Niedergeschlagenheit, große Trauer und Angst verwandelt werden. Freude und Ärger beeinträchtigen den Geist. Kälte und Hitze beeinträchtigen den Körper. Starker Ärger schädigt Yin, starke Freude greift Yang an. Kommen starke Emotionen auf, hören die Pulsschläge auf und verlassen den Körper. Sobald Freude und Ärger ohne Selbstbeherrschung zunehmen, werden Kälte und Hitze im Übermaß auftreten, und die Lebensfähigkeit ist nicht länger gewährleistet. Darum müssen sich Yin und Yang in einem ausgeglichenen Gleichgewichtsverhältnis zueinander befinden“ (2. Buch, 5. Kapitel)

Schon Marc Aurel  formulierte es sehr treffend: “Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.”  Gedanken sind ohne Gefühle nicht zu haben…

Durch unsere eigene Absicht geschieht unsere Welt. Wir merken es nur nicht alle, weil sie in Zeit und Raum verteilt ist. Schöpfung beginnt im Geist, bevor sie sich in der materiellen Welt befestigt. Hier erzeugt der Glaube die Wirklichkeit.  Wir sollten uns nicht mehr in den Grenzen unseres Körpers einengen.

Sind Sie einverstanden?

Wenn man das Gehirn eines Mannes scannt, während er ein Problem löst, stellt man fest, Aktivitiät findet einzig auf einer Seite des Gehirns statt, also sehr einseitig.
Wollen Sie Vorträge vor Männern halten, müssen diese sehr wissenschaftlich ausgelegt sein, damit  Männer Wissen annehmen.  Weibliche Coaches können ein Lied davon singen

Bei Frauen hingegen sieht das Gehirnscanning bei einer Problemlösung aus, wie bei einem Gewitter. Frauen lösen Probleme auf eine sehr non-lineare Weise. Fahren Sie mal mit einer starken Frau Einkaufen. Sie werden staunen: Zwei davon, drei davon und das nehmen wir noch mit für die anstehende Reise in vier Wochen.
Männer haben die Fähigkeit sehr zielstrebig zu sein. Sehr klar wissen sie, was sie wollen, aufgrund der Funktionsweise ihres Gehirns ist die Intention  stark.
Frauen haben die Fähigkeit der Hingabe. Sie kennen ein Resultat, ohne zu wissen, wie es dazu kommt. Im Vertrauen darauf. Darum können sie sich einem größeren Geist hingeben.

Männer müssen lernen, sich hinzugeben. Frauen müssen lernen zielstrebig zu werden.

Wir müssen etwas einüben, was wir bislang vernachlässigt haben. Wir müssen dafür  neue Schaltkreise in unserem Gehirn herstellen. Wir müssen lernen, ohne Scheuklappen zu denken. Wir müssen uns in neue Erfahrungen und neue Muster hineinfeuern, dann schaffen wir es auch anders zu denken und zu handeln. Was wir den gesamten Tag mental üben, was wir physisch demonstrieren, also die Art wie wir handeln, ist das, was WIR SIND. Es ist die Ansammlung von Schaltkreisen , die sich aus einer Kombination unseres Denkens und Handelns formt und festsetzt. Darin existiert unsere Umwelt. Wenn wir uns also ändern wollen, müssen wir größer denken als unsere Umwelt. Das heißt, wir müssen andere Erfahrungen machen. Wir müssen über das, was uns gerade möglich scheint, hinausdenken. Wir tun gut daran aufzuhören, den Himmel untergehen zu sehen, wenn die Internetverbindung nicht innerhalb von 30 Sekunden steht.

Wenn wir uns mit unseren Gefühlen voll und ganz auf diese Anderswelt einlassen, holen wir Informationen in uns hinein, an die wir eben noch gar nicht denken können. Es geht hier nicht um Nachahmen, sondern um Verstehen. Es geht um mehr Verantwortung, um mehr Authentizität, um mehr Lebendigkeit, um mehr Gesundheit, um mehr Harmonie und Freude.

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Für den, der zu große Angst hat, Fehler zu machen, gibt es keine Wachstumschancen. Der Geist wächst in Situationen, wo wir auf uns selbst gestellt sind. Du bringst deine eigene Energie ein, um sie zu lösen. Mit diesem Wissen können wir unsere Zügel unseres Lebens selbst in die Hand nehmen. Wenn wir diese alte Wissen in unser Leben führen, es probieren, uns üben und üben und üben, denn das müssen wir genauso, wie wir unser heutiges tägliches Leben,  unsere Gewohnheiten, Traditionen, unser Projizieren, unser Urteilen, unsere Vernunftsgründe, unsere Verhaltensmuster übten. Unser körperliches Leben ist nicht alles, was das Leben zu bieten hat.

Wir werden glücklich, wenn wir etwas Neues schaffen, weil Kreativität ein freudiger Zustand ist. Inspiration, Ehrfurcht, Dankbarkeit am Leben zu sein, Liebe. Haben Sie schon einmal bemerkt, wie glücklich wir sind, wenn wir inspiriert sind? Wenn wir glücklich sind, sind wir liebevoll, sind wir achtsam, sind wir frei, sind  wir kreativ. Dabei geht es dann um mehr als nur um das Überleben.

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Hoffe und wünschen Sie nicht. Fühlen Sie, dass Sie sich verändern.

Sehen Sie auf die Möglichkeiten und nicht auf die Probleme.

Schmoren Sie nicht in Ihren eigenen Dramen. Ihr Gesicht wird dann glatter und straffer.

Jagen Sie keiner Methode hinterher.

Erfahrungen sind es  wirklich wert, gemacht zu werden.

Zeigen Sie Ihre  Herzensseite. Vertrauen Sie Ihrem Herzen.

Machen Sie sich nicht vorher ihr Urteil, sondern danach.

Die Weisheit des Alters ist eigentlich die Weisheit der Kinder.
Was Sie gerade fühlen, danach haben Sie Sehnsucht.

Versetzen Sie  Ihr Leben in eine Schwingung, die zu Ihnen passt!
Wir können über unsere Gedanken und Gefühle eine gewisse Schwingungsqualität entstehen lassen. Wir sind keineswegs das Opfer widriger Umstände.

Sie müssen sich einfach entscheiden.

Nur so  erhalten wir einen „neues“ Bewusstsein.

Ändert Eure Einstellung, sagte Jesus.
Ich kann nächstes Jahr nicht wieder kommen und Euch heilen.
Ich habe eine Vision, einen Traum, ich werde nicht anders handeln, als ich glaube, ich werde kompromisslos leben –  lasst Euren Körper und Geist zusammenarbeiten
.

 

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Der Mensch ist ein Regenbogen

Der Mensch ist ein Regenbogen

„Was tust du da?“, fragte mich Brunhilde.
„Ich male mich!, antworte ich.
„Dich?“
„Ja, mich!“
„Aber das bist doch nicht du, sondern ein Regenbogen, den du da malst!“, erwiderte Brunhilde erstaunt.
„Der Mensch ist  ein Regenbogen. Sieben Chakren hat der Mensch. Alle sieben Farben zusammen, alle sieben Seinszentren, machen uns zu einem Regenbogen. Sie machen uns erst zu einer Melodie.  Manche Menschen haben sogar neun oder zehn oder gar noch mehr. Löse dich vom Blick auf meinem physischen Körper, denke mich gerade feinstofflich.  Natürlich  stehen die Chakren meines zweiten, feinstofflichen „Körpers“ in Resonanz mit meinem physischen Körper“, erklärte ich und lachte.
„Fantasie kommt, wenn der Wille aufgegeben ist.  Sieben Zwerge hatte Schneewittchen an ihrer Seite“, kommentierte sie mit einem herabwürdigenden Ton.
„Genau! …sieben Raben, sieben Geißlein, sieben Farben existieren im Regenbogen, sieben Tage hat die Woche. Die Zahl Sieben scheint eine bedeutsame Zahl, findest du nicht? Am siebten Tag ruhte Gott. Die Sieben ist eine Primzahl. In Griechenland gab es seit ältester Kultur siebentägige Fristen. Sieben Todsünden im Christentum. Die östliche Musik unterteilt den Klang in sieben Töne. Sa, re, ga, ma, pa, dha ni – das sind sieben Grundtöne. Alle Musik, jede Melodie, jeder Tanz, jede Symphonie wird auf diesen sieben Grundtönen geschaffen“, erklärte ich.

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In ihrem Blick  erkannte ich ihren Zweifel.

„Du glaubst mir nicht? Oohhhh, bitte führe sie von der Dunkelheit ins Licht, von der Ignoranz zur Wahrheit!

Wir besitzen diese Kraftzentren.  Jedes von ihnen besitzt seine eigene Charakteristik. Hey, was, wenn die Unsterblichkeit existiert, Brunhildchen? Was, wenn der Körper die Seele verlässt. Und nicht, wie wir gemeinhin annehmen, beim Sterben die Seele den Körper? Was, wenn du und ich, wir alle von einem Energiefeld über Generationen hinweg umgeben sind, indem sämtliche Themen deines Lebens jederzeit abrufbar bereitliegen, je nachdem, wie sehr du die Gesetze des Lebens verinnerlicht hast und über energetische Schwingungen in Resonanz gehst, um jene Gedankenenergie heranzuziehen? Probleme, Zustände, Wünsche, Krankheiten und Lebenssituationen – alles, jeder Gedanke zieht etwas in entsprechender Weise in unser Leben?“

„Das könnte uns in einen sehr freien Zustand versetzen, würde ich mal annehmen!“, antwortete sie.

„Wenn da draußen universale Energie strömt und  in uns ebenso Lebensenergie fließt und wir von einem ganz persönliches morphogenetisches Feld umgeben sind, dass geladen ist mit Emotionen, Gedanken und Worten, mit Taten, Glaubenssätzen, Überzeugungen und dergleichen, all das in Form von Schwingungen gespeichert und zwar nach holografischen Prinzipien, wenn also alles ist mit allem verbunden, dann bedeutet das sehr wohl, dass wir  über Gedanken und Gefühle eine gewisse Schwingungsqualität entstehen lassen können und wir keineswegs – wie häufig angenommen – das Opfer widriger Umstände sind.  Dann können wir unser Leben in Schwingung versetzen, in Schwingungen, die zu uns passen.

Was, wenn unsere Vorstellung von lineare Zeit völlig überholt ist, und wir lieber über unterschiedliche Dimensionen als Bewusstseinsebenen nachdenken sollten, statt das Leben in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzuteilen? Was, wenn es uns gelingt, Zugang zu diesem Feld zu bekommen und dir jemand sagt, je höher du energetisch schwingst, desto eher gelingt es dir, Zugang zu diesem Feld zu bekommen? Was, wenn unser Körper in einzigartiger Form ein Resonanzkörper ist?  Alles in uns und um uns herum ist in irgendeiner Weise gespeichert. Unser Körper speichert Informationen in jeder einzelnen Zelle.

Was wenn – egal, ob Chiropraktiker, Akupunkteur, Facharzt für Allgemeinmedizin, Geistheiler, Osteopathie oder Naturheilkunde –  zwar Heilungen auf unterschiedlichsten Wege hervorrufen, letztlich aber alle durch das Unterbewusstsein bewirkt werden?  Was wenn sie alle die eine universale Heilkraft dafür benutzen, die dem Unterbewusstsein innewohnt.  Hellsichtigkeit gibt es eindeutig. Sie  ist eine der Kräfte des Unterbewusstseins. Das Unterbewusstsein ist sehr empfänglich für die Macht der Suggestion. Darauf verweist allein schon der Placebo-Effekt.

Wir sind umgeben von einem Energiekleid.

Wenn jemand ständig mit seinem Kopf nach unten schaut, sinkt seine Energie deutlich. Selten sind wir uns allerdings über die Ursachen bewusst.  Wir haben auch vergessen, wie heilsam  tiefea Atmen ist – also Einatmen bis hinein in das Wurzelchakra (Höhe Steißbein).
Unser Einatmen ist das Ausatmen des Universums und umgekehrt. Wir sind aus dem gleichen Stoff. Es ist sozusagen die Tankstelle.

Charakteristik des Wurzelschakras: Urvertrauen, Lebenskraft.
Das Hauptthema ist Sicherheit und Stabilität. Erst ein geöffnetes Chakra ermöglicht uns, dem Leben angstfrei zu begegnen.

Über die Zahl der Energiepunkte gibt es unterschiedliche Anschauungen. Die Einen sprechen von 26 Energiepunkten auf jeder Körperseite, andere wieder – wie im Ayurvedischen – verweisen auf 108 Energiepunkte. Die Energie hat viele Namen. Es gibt jahrtausendaltes Wissen darüber, wie wir unsere Lebensenergie harmonisieren können. Heilkünste entstanden aus tiefen Weisheiten.
Was, wenn ich dir sage, auch du trägst dieses Wissen in dir? Ja, ja, es schlummert in uns.

„Du glaubst mir immer noch nicht! Ich spüre es. Gut, sei dein eigenes Zeugnis!

Lege deine rechte Hand  für eine Weile leicht über deine linke Schulter und deine linke Hand in die linke Leiste. Horche in dich hinein, spüre, wie die Spannung von deiner Schulter abfließt. Spüre, wie sich im Vergleich dazu die andere Schulter anfühlt?“

„Was tue ich hier gerade?“, fragte Brunhilde.

„Du harmonisierst Körper, Verstand und Bewusstsein in gleicher Weise.  Mitunter tun wir genau dieses völlig unbewusst.  Wenn du zum Beispiel zum Nachdenken deinen Kopf oft in die Hände legst, aktivierst du damit intuitiv deine Gehirnströme.
In uns strömt Lebensenergie und außerhalb strömt universelle Energie. Wir schwingen sozusagen durch dieses Leben. Mal mit mehr Schwung, mal mit weniger und manchmal schwingt gar nichts mehr, dann müssen wir uns wieder in Schwung bringen, damit unsere Seele in uns wohnen und strahlen kann.

Fast alle Energiebahnen fließen auch durch die Finger. Und jeder Finger ist mit Organen unseres Körpers verbunden. Es sind sozusagen  die korrespondierendem Punkte unseres Körpers. Und da landen wir wieder bei der  Harmonie. Es geht in all unseren Lebensbereichen um Harmonie, auch um die Harmonisierung unserer Lebensenergie. ‚
Die einfachste Art dein Energiesystem in Schwung zu bringen: Umfasse nacheinander jeden einzelnen Finger mit der anderen Hand. Streiche jeden Finger ab – so eine Art Mini-Massage. Von wegen Schneewittchen und die sieben Zwerge….“

Werde zum Gärtner

Werde zum Gärtner

„So, jetzt hab ich mir noch schnell ein Käffchen gemacht. Wir können noch ein bisschen über dieses spezielle Thema „“Werde zum Gärtner“ klönen. Aus Brunhildes Lippen hangelte sich ein: Wer sucht, soll so lange suchen, bis er gefunden hat.  Und wenn er findet, wird er erschrocken sein, wird er staunen, und er wird König sein über alles. Na, geh`n wa mal davon aus, dass s i e auch suchen soll und s i e ebenso Königin sein wird über alles.“

Kraft ihres gesprochenen Wortes mit dem Feinstoff eines ausgewählten Jesu-Textes, ging ich sehr respektvoll mit den vor mir liegenden, schmackhaften und geistvollen Keksen um.  „Brunhildchen, ich glaube, ich muss mich erst mal tröstelnd um meine Vollendung kümmern!“,sagte ich. Ein Keks und ein zweiter Keks ploppten lässig in meinen Mund.  Unscharf formuliert: Pleonasmus, zu Deutsch: doppelt gemoppelt. Hält besser! Krümelnd meldete ich eine kluge Erkenntnis an: „Das Quantenmodell führt mich mit seinem sehr speziellen Wirklichkeitsverständnis ein ganzes großes Stück näher an das Verstehen seiner Aussagen. Reiche Worte. Botschaften aus der Innenwelt, die außerhalb von Raum und Zeit liegen. Lange schienen sie mir seltsam“ , meinte ich.

„Ja, neuer Geist, neues Leben. Deutlich der Zeit voraus dieser junge Mann. Ein mitreißendes Buch die Bibel. Jesus ist etwas für Dich! “, sagte sie. Ich sah meine 80-jährige Freundin für eine ganze Weile schweigend an und ließ den Satz in sich ausruhen.

 

herzkaffeemaedchenMit hintergründigem Lächeln ging es geradeaus weiter bei Brunhilde: „Was ich in meinen Garten gepflanzt habe, ist, was ich bin. Darum werde zum Gärtner. Zum Meistergärtner, Martina. Dein Garten sitzt genau dort.“ Sie drückte mit ihrer Fingerspitze direkt auf mein Herz. „Dein Garten sitzt in deinem Herzen. Deine Blumen sind die Muster deiner Interpretationen auf alles, sie sind deine Worte und deine Gedanken.  Sie machen aus Blumen kleine oder große Blumen mit schwachen oder auch starken Wurzeln – je nachdem, welche Gedanken du hegst. Wähle freudige, kräftigende, lebensförderliche Gedanken. Meide Gedanken von Mangel und Einschränkendes. Wenn ihr dem gestattet zu wachsen, was ihr habt, wenn ihr dem helft, sich zu zeigen, zu entfalten, was bereits da ist, …das Senfkorn…wird, was ihr habt, euch retten. Du bist der Gärtner deines Gartens. Wenn du die falschen Pflanzen wässerst, kann dein Baum nicht wachsen. Weder Macht, noch Reichtum, noch unser gesamter Besitz können uns letztlich davor schützen, nicht zu sinken. Nichts davon wird uns retten. Es gehört alles dem Körper, mit dem wir uns so sehr identifizieren. Aber was, wenn der Körper wegfällt?“

Es gab den erleichterten Blick von meiner Seite. Ähm, so denkt man wohl, wenn man 80 Jahre alt ist. Ähm, nun gut, ich bin verantwortlich für meine Gedanken. Natürlich musste ich hinterfragen, wie verlässlich das war, was Brunhilde mir hier erzählte.  Ähm, na gut, selbst ich hatte Ehrfurcht vor dem menschlichen Körper. Was der auch alles aushält.

Mit der ruhigen Präzision eines Pfeilbogenschießers setzte sie fort: „Was immer du suchst, darin suchst du zutiefst dich selbst. Ob Reichtum, Macht oder Erfolg, ob Liebe, Geborgenheit, Sicherheit – hinter all dem steckt die Suche nach dem wirklichen Zuhause, nach einem Seinszustand, in dem wir daheim sind. Bist du innerlich arm, kannst du äußerlich noch so reich sein, dein Wohlstand wird dich vernichten. Warum? Weil Bewusstheit fehlt. Bewusster werden. Noch bewusster werden. Schritt für Schritt. Wie oft irren wir uns und behaupten felsenfest, der andere ist es, der schaut garantiert aus dem falschen Fenster. Dabei sind wir es, die an die falsche Tür klopften! Und warum? Weil wir nicht sehen. Weil wir nicht fühlend sehen. Weil wir beständig mit diesem Orchester egozentrischen, sich selbst allzu wichtig nehmenden Orchestermitgliedern weiterüben, die alle meinen ihre Instrumente müsse alle anderen übertönen und ihren Anweisungen sei Folge zu leisten. “

„Ja, aber wie soll ich bitte…und überhaupt, unser Ego existiert auch aus gutem Grund. Es ist die unüberhörbare Stimme des Überlebensinstinkts. Es ist die Stimme unserer Persönlichkeit und Individualität, unseres Selbst. “

brunhildchenerklaertdiewelt
„Ich stimme dir zu. Aber es macht zumeist zu viel Aufhebens und lenkt dich ab, weil es überall Gefahr sieht. Dein Wahnsinns-Ich hält jede Menge Masken für dich parat. Dein ganzes Leben lang musst du dafür schuften, päppeln, aufrichten, manipulieren. Da ist aber noch  etwas ganz anderes in dir, in mir, in uns. Hegt und pflegt das in euch, was bereits in euch ist.  Hilf ihm zu wachsen. Geh dir aus dem Weg, vergiss dich selbst. Suche die Nähe derer, die schon über dich Hinausgewachsen sind. Sei in ihrer Gegenwart und deine Bewusstheit wird wachsen und wachsen. Sei ein Quell‘ der Liebe und Anteilnahme“, sagte sie.
„Warum soll ich lieben? Äh, darüber können wir reden. Ist ja immerhin kein Zuckerschlecken“ Ich seufzte und kam mir natürlich blöd vor, wenn man so einen speziellen Satz sagt.
„Ich bin entzückt. Wer Angst hat, flieht was?“ antwortete Brunhilde blitzschnell.
Ich mampfte noch einen Keks. „Es war nur eine rein rhetorische Frage a la Frau Kunze“, donnerte ich los und drückte dabei den vierten Keks vor lauter Schreck an mein Kinn. Ein Zen-Meister würde jetzt wohl sagen: Bewahre die Ruhe. Rühr` den kleinsten Finger und schon hast du`s verfehlt.

Hier verschränkte Brunhilde die Arme und machte ein faszinierendes Gesicht. Mit leiser Stimme beantwortete sie meine Frage. „Weil Liebe dich stärkt, weil sie wirkt, weil sie das beste Werkzeug ist, um mit den Erfahrungen des Lebens fertig zu werden, weil sie Mauern aus Misstrauen zum Fallen bringt, weil sie Brücken baut, weil sie deine kleine Blume Selbstwert wachsen lässt, weil sie die schönsten Farben mitten in dein Herz zu malen vermag, weil es die  Liebe ist – und nur die Liebe, Zugang zu anderen Seelen findet, weil sie dein Leben verändert, weil sie Menschenherzen öffnet und weitet, weil sie Augen leuchten lässt, weil sie Anteilnahme und Trost schenkt, Hoffnung und Zuversicht, Demut und Dankbarkeit., weil Liebe Lächeln auf deinen und anderen Lippen zaubert, weil mit Liebe andere Gedanken in dein Herz dringen,  weil Liebe verhindert klein und bitter zu werden,  weil Liebe ermöglicht, frei zu sein, zu teilen und zu geben.  Liebt bringt zum Vorschein. Und es kann nur zum Vorschein kommen, was in uns enthalten ist. Liebe lindert, Liebe heilt. Liebe schenkt Nähe. Liebe trägt. Liebe vergibt. Und, weil wir ohne Liebe scheitern. Wenn wir uns in der Liebe aufhalten, leben wir nicht in der Furcht. Es ist die Liebe, die uns die besseren Wege zeigt. Liebe ist Lebensenergie. In der Liebe vergisst man alles, was trennen könnte.“

Mir fielen sämtliche Krümel aus meinem keksgestopften Mund heraus. „Donnerwetter, was für ein Pamphlet. Ein eindrucksvolles –  für die Liebe! Und wieso werden wir erschrocken sein, wenn wir finden, wonach wir suchen sollen?“ fragte ich weiter.

„Wir suchen, aber wie dir aufgefallen sein wird, wissen wir als Suchende nicht, wonach wir suchen. Du weißt nicht, wohin die Reise geht, warum du unterwegs bist. Lange Zeit weißt du es nicht, dennoch folgst du einem tiefen Drang. Irgendwie tappen wir alle weitgehend im Dunkeln, bis es plötzlich passiert. Es passiert, wenn wir wirklich in die Tiefe gehen. Die Essener nennen diesen erschrockenen Zustand, „die dunkle Nacht der Seele“. Einen Zustand durch den man durch muss.“  Schleifen der Erkenntnis umwickeln mich.
„Und danach?“, frage ich ängstlich.
Brunhildchen lacht. „Danach folgt Licht. Licht. Licht. Danach folgt Mut, Veränderungen vorzunehmen. Danach breitet sich deine Pflanze aus. Danach schneidest du Geäst heraus, dass der Entwicklung deiner Pflanze im Wege steht. Danach folgt dein Seelenweg.“

„Und auch in der Glaubensvorstellung der Mazdaznans (sprich: Masdasnan)  heißt es: Es muss einen tieferen Grund geben, der uns hierher gebracht hat, als den der Illusion. Erkennt ein jeder sich selbst, erkennen wir einander. Brunhilde kennt sich vor allem mit der Gesundheitslehre jener Mazdaznans  aus. Mazdaznans bedeute „Verehrer des Höchstdenkbaren“ erklärte sie mir. Es handele in jener Denkweise um Einflüsse von zoroastrischen, christlichen und einigen hinduistischen/tantrischen Elementen.

„Mädchen (sie meint mich), stell dir vor, wir könnten uns in einem mega-vergrößerten Maßstab sehen. Dann sähen wir uns als ein ausstrahlendes Wesen. Jede Zelle glich einem Bach, all deine Zellen, die sich in Flüssen sammelten und gleich Flüssen in einem Meer ergießen würden, so strahlen wir aus und so verbinden wir uns letztlich als elektromagnetische Strömung mit der Atmosphäre. Darüber wärst du vermutlich erschrocken, wenn du dich so wahrnehmen könntest? Wir träumen im Schlafsaal von der Reise nach Italien. Dabei sollten wir besser morgens aufstehen, als hätten wir gerade den besten Sommer unseres Lebens in Italien verbracht. Uns  in den Seinszustand begeben, darum geht es.“ Sie lacht.

Jetzt bock hier nicht, Martina. Brunhilde klingt weise.  Ich habe schon einiges Neues im Leben gelernt. Ich möchte aber nichts von der Weisheit missen, die ich mir durch Erfahrung angeeignet habe. Ich bleibe dran.

 

Lass dir dein Ich nicht stehlen

Lass dir dein Ich nicht nehmen

Eines sollten wir uns klar machen: Unser Gedächtnis wird jeden Tag neu geboren.

Wir sind eine Spezie der Geschichtenerzähler. Und ich wette, Sie haben auch schon einmal in Ihrem Leben über Ihr Umfeld, Ihren Körper und die Zeit hinausgedacht. Das Gefühl, Zeit verschwindet. Kreative Momente, in denen man vom Tun ergriffen ist.
Gipfelerfahrungen, in denen wir einen Seinszustand erreichen. Haben Sie doch sicherlich schon einmal erlebt beim Stricken, beim Lesen, beim Autofahren, beim Klavierspielen oder an einem ruhigen Platz in der Natur?

In so einem Moment traf ich auf meine kluge Freundin. Sie behauptet: Die größte Hürde auf dem Weg in ein neues Ich seien unsere Gedanken und Gefühle. Der Kern unserer Persönlichkeit sei eben nicht angeboren, sondern immer wieder formbar. Unser Gedächtnis sei gewissermaßen flüssig und verändere sich bei jedem Erinnern.

Worauf ich meine Stirn runzele. „Also ein ewiges Wiederanfangen?“, frage ich.

„Wir haben nicht eine Vergangenheit, sondern Hunderte“, erklärt Önnemarie nonchalant.  „Ja. Wir verwalten, verdrängen, beschönigen und manipulieren unsere Erinnerungen derart, dass wir uns unseres Selbstbetruges am Ende gar nicht mehr bewusst sind.“

„Wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, dann ist wohl auch nichts Verwerfliches daran. Und wieso verteidigen wir überhaupt noch, was richtig ist, oder anders, was es offensichtlich gar nicht sein kann, weil es ja sechs Milliarden menschliche Versionen Wirklichkeiten auf diesem Planeten gibt, die alle als Wahrheit angesehen werden?

maedchen1.8.

Sie schaut mich an und erklärt mir, als sei ich minderbemittelt: „Wenn du dich von dem Schreck erholt hast, dass deine Erinnerungen nicht so zuverlässig sind, wie du immer dachtest, kannst du im nächsten Schritt erkennen, dass wir frei sind und unser Leben im Jetzt gestalten. Wir brauchen uns nicht von der Sichtweise abhängig zu machen, die unsere Vergangenheit prägt. Wir können in jedem Augenblick selbst prägen. Zum Beispiel, du glaubst du bist jemand. Du hältst dich für etwas Besonderes.  Wer behaupt, wird zum Oberhaupt. Dabei weißt du ganz genau, dass es nicht stimmt, dass es so etwas nicht geben kann. Tief drinnen weißt du ganz genau: Niemand ist jemand. Niemand ist  – niemand! Dieses Jemand-sein, das Ego, ist eine falsche Größe, eine Erfindung. Aber wir klammern uns daran. Wir tun so, als ob. Wir  unterstützen diese Seifenblase mit allen Mitteln: mit Geld, mit Ansehen, mit Macht, mit Wissen, mit Selbstgeißelungen. Verzweifelt versuchen wir Bedeutsamkeit zu beweisen. Wir lassen uns beeinflussen vom Denken, Fühlen und Verhalten anderer. Wir tun so, als wären wir die großen Liebenden. Wenn man liebt, zeigt man sich unverhüllt. Dann täuscht man nichts Unwahres vor.  Hättest du schon einen Menschen rückhaltlos geliebt, dann hätte der liebe Gott sich dir vermutlich schon gezeigt. Wir erklären uns zum Nabel der Welt. Aber warum sollten ausgerechnet wir, der Nabel der Welt sein? Vor uns gab es diese Welt schon. Nach uns wird es sie geben.

„Okay, seit ich dich kenne, weiß ich, ich bin nicht Ich, ich führe ein Leben als verkörperter Jemand. Es gibt mich eigentlich nicht als Ich, nur als Jemand.  Wir sind ein Bewusstsein, dass verbunden ist mit einem Quantenfeld voller Intelligenz. Ich bin eine Quantenbeobachterin meiner Gedanken Und das mit der Liebe und mit dem Ich sagen geschieht vermutlich aus rein rhetorischen Gründen, ähm…, wenn das Leben eben mit all seinen Anforderungen dazwischen funkt“, gab ich zu Bedenken. „ICH bin nur eine Welle, Wellen kommen und gehen. Wir sind ein Hochleistungsgerät, ein Mikrochip. Alle Organismen, auch Menschen, nehmen ihre Umgebung durch Energiefelder wahr und kommunizieren durch sie. Aber wenn das alles so ist mit der Wahrnehmung und den Hunderten von Wahrheiten, wie du gerade beschreibst, wieso sollen dann bitte Erkenntnisse der Quantenphysik w a h r sein? Ich sehe das so: Wir sind ein Stück Autonomie durch unsere eigene Programmierung und wir sind ein Stück Loyalität insofern, als dass wir uns mit einer gewissen Offenheit äußeren Umständen, nenne es von mir aus auch Schwingungen, anpassen. Die Frage ist nun allerdings, reagiere ich auf ein äußeres Energiefeld oder auf meine eigene unbewusste Sichtweise? Und wie lasse ich bitteschön all die von mir erzeugte Realität hinter mir? Und woher soll ich ohne Zeit, Umwelt, Körper wissen, wer ich bin? Und wie soll ich als ein körperloser Niemand leben?“, frage ich

„Als körperloser Niemand identifizierst du dich nicht mehr mit Besitztümern, Aufgaben, Menschen oder Orten. Du lebst jenseits der linearen Zeit. Du gibst dein selbstzentriertes Ego ab. Das wahre Wissen kommt immer aus dem Herzen, wusste schon Leonardo da Vinci. Bevor dein Gedanke auftaucht, hast du schon gefühlt. Jede Form von Emotionsschulung geschieht nicht ohne Grund über die eigene Achtsamkeit. (Daniel Goleman:Emotionale Intelligenz). Anders als das Tier kann der Mensch allein mit Gedankenkraft Kampf-oder Fluchtreaktion in Gang setzen. Wie kraftvoll hört sich das für dich an? Wenn Gedanken eine so große Kraft haben, sie dich krank machen können, und das können sie durchaus, warum sollten dich Gedanken dann nicht auch gesund machen können? “, schwärmte meine kluge Freundin. Ihre Stimme klingt wie ein Trommelwirbel.

„Du willst sagen, wer das Leiden meistert, kann genauso gut die Freude meistern. Ich soll mir also neue Möglichkeiten des Seins ausdenken.  Einen emotionalen Effekt, der mir vertraut wird und eine  spezielle Geisteshaltung hervorruft.  Das neue ideale Ich. Wie wäre es, …zu sein? Wie könnte ich besser…sein? Was wäre, wenn ich diese oder jene Realität leben würde? Die Lautstärke meines Verstandes herunterdrehen?  Und wohin geht bitte all die emotionale Energie, die ich bislang in mein Ego steckte? Energie verschwindet nie, sagen uns die Quantenphysiker. Sie muss also irgendwo hingehen?

„Sie geht zum Herzbereich.  Willst du entspannt in der Gegenwart leben oder im Überlebensmodus aufgehen? Schenke dieser Frage Aufmerksamkeit, indem du einfach nur fühlst.  Fühle. Fühle dich verbunden mit etwas Größerem. Fühle Dankbarkeit. Fühle Expansion, Gesundheit, Liebe, Freude, Vertrauen. Fühlte  Nichts, Niemand, Zeitlosigkeit, Energiegewinn, Wachstum, Verbundensein. Fühle alle Möglichkeiten.“

„Tausche  Überlebensmodus gegen kreativen Zustand -dem Leben in der Gegenwart…ähm…“, sage ich.

Ich werde gnadenlos abgewürgt von Önnemarie.

„Einem entspannten Leben in der Gegenwart.  Weg mit Stress, Furcht, Wut, Traurigkeit, Energieverlust, Engstirnigkeit, Getrenntsein und Ungleichgewicht. Her mit einem neu verschalteten Gehirn.“

„Klingt schickt. Einen Versuch wäre es wert.  Unterwegs in die andere Dimension. Anders denken. Anders fühlen, um so eine neue Erfahrung zu machen. Von neuen Ereignissen zu neuen Emotionen wandern. Wann weiß ich, dass ich mich im Seinszustand befinde?“

„Wenn du dich nicht mehr an deine PIN-Nummer erinnern kannst, sie aber dennoch automatisch richtig eintippst.“

„Bitte?
“ Ja, exakt in jenem Moment. Du tust etwas, ohne wirklich darüber nachzudenken. In diesem Zustand befindest du dich im Seinszustand. Das Cerebellum, der Sitz deines Unterbewusstseins, ist aktiviert. Jede Nervenzelle deines Cerebellums kann sich mit mindestens 200.000 – und bis zu einer Million – anderen Zellen verbinden, um für Gleichgewicht, Koordination, bewusste Wahrnehmung und die Ausübung kontrollierter Bewegungen zu sorgen. Aber auch Einstellungen, Reaktionen, wiederholte Tätigkeiten, Gewohnheiten, konditionierte Verhaltensweisen und unbewusste Reflexe liegen dort abgespeichert.

„Und was, wenn ich gar nicht mein Leben lebe, sondern die Erfahrungen meiner Vorfahren? Was, wenn all ihre unbeantworteten Fragen meinen Weg lenken  in diesem relativ konstanten Schwingungsfeld?“frage ich mit einem relativ schiefen Lächeln.

„Du könntest zum Beispiel sagen: Mach`s gut. Ich stehe dir dafür nicht mehr zur Verfügung“,  antwortet sie und hält mir verführerisch ein Glas Champagner unter die Nase.  Bisher hat es immer geholfen, sich mit Önnemarie zu betrinken, damit sie wieder n o r m a l wurde.

„Wie stehen wir überhaupt zur Verfügung“,  frage ich und zwinkere ihr zu.

„Bestenfalls stehen wir anderen für ihre Lernprozesse zur Verfügung. Wir lassen uns von den Wünschen, den Zielen anderer führen.  Wir tun unser Bestes, um zu helfen. Die Menschen in unserem Leben benutzen uns auch, um sich ihres emotionalen Selbst zu erinnern. Wer ich als ‚jemand‘ meiner Meinung nach bin.  Änderungsimpulse.   Nicht nur das, was man von einem anderen Menschen bekommt, schafft Bindung, sondern ebenso manchmal um so mehr das, was man sich ersehnt hat, aber nicht bekommen hat.  Jeder Konflikt ist ein Beziehungsangebot.  Es bleibt die Frage, ob es als solches wahrgenommen werden kann. Newton hat uns alle geprägt. Ursache- Wirkung. Wir verbringen unser Leben damit, auf etwas oder jemanden von außen zu warten, der oder das unsere Gefühle steuert.  Ich kann aber auch selbst die Kontrolle übernehmen, das Gefühl vor der eigentlichen Erfahrung kreieren. Fühle es. Tritt mit deinen Gedanken und Gefühlen in die Fußstapfen dieses zukünftigen, möglichen Ich. Sei diese Person jetzt oder die erwünschte Erfahrung“, sagte sie.

„Warte mal. Wie fühlt sich denn etwas an, was ich noch nicht erlebt habe?“, frage ich.

“ Du weißt, was du magst und was nicht. Dein Körper kann alles erleben, noch bevor er es über die Sinne realisiert. Du kannst dich auf  die Schwingung von Freude, Liebe und Dankbarkeit befördern. Emotionen sind, so besagt die lateinische Wurzel des Wortes Energie in Bewegung. Lösche die Emotionen, mit denen du dich einschränkst.  Lass dich nicht erst von den Umständen niederknüppeln.  Lass dir dein Ich nicht stehlen.

Wer sich allerdings verändern will, muss wissen: Energie ist mit allem im Außen Erfahrenen verbunden.  Du wirst dich von Menschen lösen, die dich lieber in deinem gefühllosen Selbst erleben möchten, das sich anpasst und klarkommt mit ihnen. Wer will schon mit jemandem etwas zu tun haben, der mit einem neuen Ich aufwartet, und darum unberechenbar und radikal auf sie wirkt? Wer will schon mit der Wahrheit zu tun haben?“

„Prost! Auf dein und mein Ich! Ist doch kinderleicht“,  rufe ich schließlich begeistert. Demonstrativ wedele ich mit dem Champagner-Glas und ziehe ein Grimasse.

„Ja, nicht?“