Der Verstand kommt da nicht mit

buddhisten kinder see
Was ist die feste Welt?

Fast alles in dieser Welt gehört jemandem. Häuser, Wälder, Katzen – –
Fast alles auf diesem blauen Planeten ist seit einigen Jahrhunderten aufgeteilt. Land, Wasser – und sogar die Luft.
Überflugrechte wurde eigens dafür ausgehandelt. Gekämpft wird auch um Wasserrechte. Der kleine Junge nimmt den Bagger seines Freundes weg.
Alles ist genau vermessen, definiert in Grundbüchern und darum wird nicht selten innerhalb der Familien heftig gestritten. Besitz wechselt die Besitzer.
Wenige haben ganz, ganz viel, und ganz, ganz viele teilen sich den Rest.
Mein und dein wissen wir sehr genau zu unterscheiden.

Hast du WAS, bist du WAS.
Könige fühlen sich königlich, weil sie auf ererbten Thronen sitzen.
Diebe freuen sich diebisch, weil sie anderen etwas wegnehmen und es dann ihr Eigen nennen.

Ich habe Angst, also bin ich..
Ich habe Hoffnung..
Ich bin enttäuscht, also bin ich..

Und wenn du plötzlich aufhörst zu reden, fällst du aus dem Rahmen der menschlichen Gesellschaft und Zivilisation heraus. Sprache macht uns überhaupt erst zu einem Mitglied der menschlichen Gesellschaft. Die Sprache, die aus tiefer Stille geboren wird, ist uns fremd geworden.

Buddha hat einige Grundformen des Leidens definiert:

Nicht bekommen, was man will
Bekommen, was man nicht will.
Bekommen, was man will – und dann daran hängen.

… und unter allem liegt: grundlegende Rastlosigkeit, Unbefriedigtsein, Frustration.
Das ist der Schatten des Habens. Leiden am Haben und Leiden am möglichen Verlust.

Solange alles unseren Erwartungen entspricht. Es ist eine feste Welt, die eine Länge, Breite und Höhe hat, eine messbare, eine, die etwas wiegt und die Bedeutung und Gewicht in unser Leben bringt.

Und richtig schwierig wird es  ja erst, wenn wir bekommen haben, was wir wollen. Wenn unsere Wünsche wahr geworden sind und wenn wir das Ding der Begierde tatsächlich in den Händen halten. Dann müssen wir aufpassen, dass es nicht verloren geht, dass es niemand stiehlt, dass es nicht kaputt geht, dass wir nicht zu schnell die Freude daran verlieren. Zwei Füße und dreihundert Paar Schuhe. Wenn das Glas voll ist, ist kein Platz mehr – auch nicht für den köstlichsten Wein.

Materielle Werte sind zugleich ideelle Werte. Der Wert definiert sich zumeist durch die Intensität der Anhaftung

geld papier

Mit Papier Feuer machen

 

Vögel fliegen. Fische schwimmen.  Das Schwere fällt. Das Leichte fliegt.
Erst die Hose, dann die Schuhe. Wasser fließt bergab. Täler sind tief. Wolken verdichten sich – es gibt Regen. Die Ernte der Weinreben war nicht so gut, also wird es weniger Wein geben.
Ein Scherz macht froh, eine Lüge bewirkt Leid. Jede Wirkung ist Ursache für eine neue Auswirkung.

Alles hängt mit allem zusammen  – und dieser Zusammenhang hat eine Ordnung.
Sie ist so unscheinbar, dass wir ihr keine weitere Beachtung schenken.

Außer dann, wenn die Dinge plötzlich nicht mehr so sind wie erwartet. Dann tun wir alles dafür, dass sie wieder so werden, wie er oder sie glaubt, dass sie sein müssten, sein sollten oder niemals sein dürfen.
Ausgangspunkt sind dabei jene von Menschenhand gemachten Gesetze, Regeln, Konventionen, Vereinbarungen, die unserer Miteinander regeln.
Sie wissen schon: Die Schuhe gehören in den Schrank. Der Hut auf die Hutablage.
Die meisten unserer Regeln sind nicht im Einklang mit der Natur. Sie sind höchst selten im Einklang mit unserem inneren Gefühl.

Ich weiß noch, wie ich mit dem Auto durch weite Landschaften Südafrikas reiste und hier und dort vereinzelt Menschen im Schatten ihrer Hütten sitzen sah – nah bei ihren Feldern – und dachte: Hier spielt die Zeiteinteilung nach Stunden überhaupt keine Rolle. Es hing keine Uhr an ihren Handgelenken. Sie sahen nicht ständig auf  den großen und kleinen Zeiger.

Ihr habt die Uhren, wir haben die Zeit. (afrikanisches Sprichwort)

Es gibt sie noch heute, jene Menschen, die den Gesetzen der Natur folgen. Sonnenstand und Sternenbilder bestimmen ihren Zeitpunkt der Aussaat und der Erntezeiten. Sie beobachten die Natur sehr genau und lesen die Gesetzmäßigkeiten aus der Natur heraus.

Es gibt sie noch immer die uralten Gesetze, die nicht aufgeschrieben sind. Auch wenn uns der Geruch gepflügter unter dem Asphalt der Straßen und der Schilderflut abhanden gekommen ist. Es gibt sie….
jene natürliche Ordnung, jene heil-ige Ordnung. Heilig im Sinne von heil, ganz, ganzheitlich:

Wenn man wochenlang schlecht über die Nachbarin spricht, sie diffamiert und über sie lästert, dann kann man ihr nicht mehr offen in die Augen schauen, wenn man sie im Supermarkt trifft. Wenn man nicht den Mut hat, dem anderen die Kritik offen ins Gesicht zu sagen, mag es klug sein zu schweigen.

Unsere Fingernägel wachsen nach voraussehbaren Gesetzmäßigkeiten.

Die Jahreszeiten folgen einem uralten Rhythmus.

Leben ist zerbrechlich. Die stille Wahrheit von der Flüchtigkeit, dass alles leise kommt und wieder geht, behagt uns nicht. Darum suchen wir alle nach der großen Sicherheit. Und so binden wir uns immer fester an Gewohnheiten. Wir machen lieber das, was wir kennen. Schnarch. Wo sind die Träume unserer Jugend hin? Die Illusion der Sicherheit wird zu unserer eigenen Falle.  Wir greifen, halten fest, fixieren.  Jeder Anker ist uns recht. Dabei genügt uns schon die Illusion von Halt.  Geld, Festgeld, Beton, Vorsorgen ist angesagt in diesem endlos weiten Raum. Dem Raum der Welt. Weltraum. Offener Raum scheint uns gefährlich. Dabei wird der Weg durch tausend Richtungen angezeigt.
Wir erkundigen uns bei A über B. Hören wir etwas Falsches, übernehmen wir es. Wer B ist fragen wir nicht. Wir wollen herausfinden, ob das Vorurteil nun zutrifft oder nicht. Jemandem von Herz zu Herz begegnen, der Weg scheint vergessen. Unserem inneren Gefühl vertrauen wir nicht.

Begegnen wir der Liebe mit einem Bild, ist sie schon tot. Wie können es zwei Menschen aushalten, wenn sie sich nur in ihre eigenen Bilder verlieben?
Jeder Mensch hat sein eigenes Schicksal. Hand in Hand ist gut – solange es dauert.
Wer das Loslassen nicht lernen will, der muss ständig halten.

Je durstiger wir werden, desto  größer wird das Feuer in unserem Herzen. Und erst dann können wir die Angst fallen lassen und den Sprung wagen, wenn der Durst größer ist als die Angst. Der Durst ist schon da, wir unterdrücken ihn nur. Laufend unterdrücken wir etwas, was immer tief in uns ist.

Wir selbst sind das Hindernis zwischen dem, was wir sehen und dem, was wir suchen. Zwischen dem Durst und dem Wasser. Zwischen unserem Hunger und dem Sattsein, zwischen Unfrieden und Frieden, zwischen einer Frage und der Lösung.

Ich kann nichts tun, als den Moment abzuwarten, wo mein Durst so stark geworden ist, dass ich nicht mehr anders kann, als zu springen, ins Unbekannte zu explodieren, den Schritt nach vorn zu wagen.

So steht es mit uns – mit jedem von uns.
Absolut genauso.

Niemand hindert uns.

..außer unser Ego. Das, was wir für unser eigenes Ich halten…

Sich selbst. Da steckt das Ich schon drin. Mit diesem Bezug schauen wir die ganze Welt an.

Es ist eine Ansammlung von Form, Gefühl, Wahrnehmung, Bewusstsein, die zusammen die Illusion einer Identität ergeben.
Es ist ein Trugbild. Dieses Ego schafft die Illusion jener unumstößlichen Außenwelt. Um sich selbst eine eigenständige Existenz zu geben, wird gemessen, bewertet, verglichen, gelobt und bekämpft.  Wir dienen anderen lediglich als Bestätigung unserer individuellen Einzigartigkeit. Sogar durch Ignoranz können wir andere bestätigen. Ich bin der, dem du egal sein darfst.
ICH fühle mich besser, stärker, klüger als andere
Nein, das war nicht ICH…
Ich kann das nicht so gut wie…
ICH bin heute ganz anders als ich früher war…
Eines bestätigt das andere.

Wer als Kind geliebt wurde, entwickelt sich anders als jene, die schon früh um Anerkennung kämpfen mussten.
Jemand der unsicher ist und ständig nachprüfen muss, ob er noch einen Schatten wirft, kann keine Ruhe finden in seinem zerbrechlichen Hauch von Ich. Das dicke Ich  bläht sich auf.  Das dünne Ich versteckt sich am liebsten.

Dies ist eine Vereinbarung unter uns Milliarden von Menschen.

Ego los zu sein – ist Freude.

Liebe ist unteilbar. Und sie will immer nach draußen – zum anderen.
Sie ist eine Sache des Herzens.

Die schönste Liebe ist egolos.
Atemzug um Atemzug. Schritt für Schritt in kleinen Schritten.
Diese Liebe kann man üben.

 

 

 

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Zaubertüren

perle auster

Eine Perle, die wir zunächst nicht sehen können.
Eine Verhärtung, die sich zwischen uns und der Welt bildet.

Die tiefsten Freundschaften beginnen, in dem wir einander in die Augen sehen und entdecken, dass der andere, das auch kennt. Wenn der andere sieht,was man selbst gerade gesehen hat. Wenn man tief atmen kann und die Luft und die Stille näher kommen. Wenn man sich gemeinsam von dem halten lässt, was ist.

Wenn wir – vor allem uns selber – zugeben können, dass wir Bedürfnisse haben. Wenn wir  in dem stillen Mut, unsere Verletzlichkeit offenbaren. Wenn sich das Weiche um das Weiche schmiegt. Wenn das Weiche sichtbar wird. Wenn alles, was lebt, heilt.

Wenn die Gedanken des anderen die Wolken in meinem Kopf befreit.
Wenn ich schulterzuckend dastehe und eingestehen kann, dass ich nicht weiß, was ich tun kann.
Wenn ich mich auf das Warten einlassen kann.
Wenn Milch und Himmel und Lachen und Staunen schmecken.

Dann wird ein tieferer Ort frei, in dem das demütige Werk der Liebe einer Freundschaft beginnt.

Bis nur der Berg bleibt

elefan meditation

 

 

Bin ich jetzt wach?
Habe ich viele Millionen Jahre geschlafen?

 

Waren Sie schon einmal auf einem Berg? Ich war schon einmal auf einem hohen Berg. Für ein paar Tage. Acht Stunden aufwärts unter Afrikas Sonne.  Niemand sonst dort.  Niemand.  Was ich dort erblickte, erwartete ich in meinen kühnsten Träumen nicht. Meine Liebererklärung an den Rausch lautete damals: Danke, lieber Gott, danke, niemals war ich dir näher. So fühlte ich mich. Ich sang Miten & Deva Premal`s Song: There is so much magnificene near the Ocean…“
Eine zweite Welt lag hoch oben auf diesem Berg. Bis dahin dachte ich alle Berge haben oben nur eine Spitze und man muss sehen, dass man nicht herunterfällt. Dem ist ganz und gar nicht so. Weite begegnete mir. Wolken zum Anfassen, wunderschöne Bergseen, Wasserfälle, uralte Bäume, deren Wurzeln vier Meter aus der Erde wachsen, Farne zwei bis drei Meter hoch, tiefe Schluchten und weite Wiesen, auf denen Südafrikas schönste und farbenreiche Botanik  zu Hause ist.  Zwei Mal blinzelte ich am frühen Morgen. Nach der ersten Nacht auf hartem Holzboden kroch ich aus dem Schlafsack heraus.  Ich blinzelte mit den Augen,   um zu klären, ob ich wirklich bin , wo ich bin und sehe, was ich sehe. Vor mir lag der  Indische Ozean. So weit mein Auge reichte –  alles voller Meer. Die ankommenden Wellen dort tief unter mir  spürte ich bis hinein in mein Herz. Der Wind fegte mir die Zahnpasta um die Ohren und ich lachte so über alles Glück hinaus. Diese wunderschönen türkis- und königsblauen Farbinseln des Indischen Ozeans, diese unglaubliche Stille dort hoch oben auf dem Berg. Und ich meine  Stille. Sie machte mir bewusst,  wie laut wir in unseren Städten leben.  Über mir die Sonne, Millionen von  Pflanzen in leuchtenden Farben, die weltweit nur dort wachsen, schwimmen im kristallklaren Bergsee und duschen unter einem Wasserfall. In weiter Ferne ein Luchs, der mich wohl erblickte, sich aber nicht an mir störte. Dieses völlig andere Körpergefühl ist mir noch in Erinnerung.

Nie zuvor und nie, nie wieder danach fühlte ich mich so verbunden mit der Natur wie dort oben und überhaupt in Südafrika. Wir Stadtmenschen haben uns weit  entfernt von der Natur.  Ich durfte für ein paar Jahre im Einklang mit der Natur leben. Ich habe es nie vergessen, wie ich mich damals fühlte.

Heute ist wieder so ein Tag. Ich fühle mich heute wie ein Berg.

Wie fühlt sich ein Berg an?

Im Herbst ist der Berg manchmal von einem Mantel leuchtender Feuerfarben überdeckt, im Sommer liegt auf ihm kein Schnee. Gelegentlich ist der Berg von Nebel und Wolken umhüllt, oder Regen prasselt auf ihn nieder. Bergwanderer sind vielleicht von ihm enttäuscht, aber das ist dem Berg gleichgültig. Es ist ihm egal, ob er gesehen wird oder nicht, ob er im Sonnenlicht liegt oder von Wolken verüllt wird, ob es glühendheiß oder eiskalt ist – er sitzt einfach nur da und ist er selbst. Von Winden unvorstellbarer Stärke wird er umtost und manchmal sind es Stürme, doch sitzt der Berg unerschütterlich da. Der Frühling kommt, auf den Bergwiesen und Hängen erblühen die Blumen, und in den Bergbächen schießen gewaltige Mengen von Schmelzwasser zu Tal. Während all dieses geschieht, hört der Berg nicht auf dazusitzen, ohne sich vom Wetter und von dem, was auf seiner Oberfläche geschieht, beeindrucken zu lassen.
Wir erleben Zeiten des Lichts und der Dunkelheit, lebhafte Farben und düstere Dumpfheit. Wir erleben Stürme und Gewalt, in der äußeren Welt ebenso wie in unserem eigenen Leben und in unserem Geist. Wir stehen Zeiten des Schmerzes ebenso durch, wie wir Augenblicke der Freude und Hochstimmung genießen. Selbst unsere äußere Erscheinung verändert sicht ständig, so wie die des Berges, während er dem Wetter und der Witterung ausgesetzt ist. Wir neigen dazu alles persönlich zu nehmen, obwohl es weitgehend unpersönlich ist.

Wenn wir sitzen, können wir angesichts der Veränderungen in unserem Leben von Sekunde zu Sekunde, von Stunde zu Stunde die gleiche unerschütterliche Stille und Verwurzelung erfahren und aufrechterhalten.

In der Meditation werden wir selbst zum Berg.  Mit einem Höchstmaß an Gewahrsein begegnen wir unserer Stärke und Stabilität. Wenn wir uns unseres eigenen Berges bewusst sind, können wir zu einer tiefen Ruhe, Stille und Weisheit gelangen, und dies inmitten all der tosenden Stürme.

Wir sitzen zusammen, der Berg und ich.
Bis nur der Berg bleibt

 

 

 

 

 

Perspektivenwechsel

perspektive3

 

Sich selbst erreicht man nicht

durch nachdenken

Sich selbst erreicht man nicht so einfach

außer

halb sich,

sich selbst.

 

Heute betrachte ich mein Leben aus einer anderen Perspektive. Ich bin und ich sehe alles, wie perfekt, wie schön und voller Liebe es ist. Heute sehe ich mich als Teil jener anderen Menschen, dessen Teil wir sind. Heute sehe ich  meine eigene Lichtreflexion in der Welt. Möglichst demütig, ungeachtet der tausend Träume und Entschuldigungen,Hoffnungen und Wünsche, die mich vom Boden trennen, auf dem ich gehe – verwurzeln.

Erkennen, immer und immer wieder, was da ist. Es ist genug.
Und in diesem Licht finde ich meinen Frieden.
Und es ist kein Zufall, dass ich dann auch die Welt um mich herum besser fühlen und sehen kann.

 

weite strand

 

Wenn du nicht sehen kannst, wonach du suchst, sieh, was da ist.

Ich kann

ich kann

 

Sie müssen nicht denken, dass ich diese Beiträge nur für Sie schreibe.
Ich metaphere auch nicht einfach drauf los.
Hee.Hee.

Ich kann schreiben und fühlen, was ich will.
Ich kann hier jetzt auch einfach aus der Geschichte herausfallen.
So what.
Aber  wir sind nun einmal in der Sprache und so schnell fällt man  nicht aus ihr heraus.
Hee.Hee.

Lebe erst einmal, dann kannst du schreiben, sagte mir  jemand vor vielen Jahren.
Schreiben eine höhere Art der Beobachtung?
Wer sagt denn, dass Lebenserfahrung Literatur sättigt?
Keine Geschichte haben und darüber schreiben – das wäre doch mal etwas.
Hee.Hee.

Ich kann.
Die Entscheidung für ein Leben aus vollem Herzen.

Ich kann die Dinge so sein lassen, wie sie sind, ohne sie zu beurteilen, und auf diese Weise ganz von selbst zu lernen, zu leben.
Ich kann unmittelbar mit dem Leben umgehen und so den gegenwärtigen Moment wirklich erfahren.
Ich kann mit dem Herzen glauben.
Ich kann mich in Achtsamkeit üben.
Ich kann den wilden Sprüngen des Lebens mit mehr Akzeptanz begegnen.
Ich kann anderen mitfühlende Aufmerksamkeit schenken.
Ich kann lernen mit dem Fühlen, mit der Energie, die den Gefühlen zugrunde liegt,wirklich in Kontakt zu sein.
Ich kann die Welt hereinlassen und zu m e i n e m Leben erwachen. Zu jedem einzelnen Augenblick, so wie er ist.
Ich kann und darf mich schwach fühlen. Ich kann und darf mich stark fühlen.

 

Auf den Punkt gebracht

punkt

 

 

 

 

 

Unser Leben ist das Ganze.
Das Leben unterliegt Gesetzmäßigkeiten, deren Auswirkungen wir täglich erfahren.
Zwei erzeugt  drei.
Die Wechselwirkung von Ying und Yang erzeugt Qi. (Lebensenergie)
Harmonieren die beiden, fühlen wir uns stabil in unserer Mitte.
Sage dir jeden Tag du bist stark, dann wirst du auch jeden Tag stärker.

It`s all about harmony, sagte mir jene Maya-Dame in Mexico.
Aus der Mitte heraus leben.

Freude ist die Kraft des Herzens.
Lachen, Tanzen, Lebenslust, Mut und Liebe
sind die Sprache des Herzens.
Die Liebe und das Mitgefühl sind der Schlüssel zum Leben.

Wo ist deine Freude?

spiralesterne

Es ist wie im Kino. Du sitzt im Zuschauerraum und auf der Leinwand bewegen sich Bilder. Sie werden projiziert, und zwar von hinten. Licht und Schatten formen sich.
Manchmal kommen einem absurde Gedanken – just in einem Augenblick, ein so absurder Gedanke, dass es einfach unfassbar ist, dass er aufkommen konnte. Man schreitet tausend Mal über eine Brücke – und an einem dieser Tage steht in der Mitte die Lösung – doch genau an diesem einen besagten Tag entscheidet man sich, mit geschlossenen Augen über die Brücke zu gehen, weil es doch lustig wäre, einmal mit geschlossenen Augen über die Brücke zu gehen.
Und  die Berührung des Windes ist rauh.
Und du blickst danach in alle Himmelsrichtungen und siehst nichts außer Wolken.
Und du gibst vor, zu wissen, was es bedeutet, aber eigentlich weißt du gar nichts.

Und dann kommt jemand vorbei und sagt dir:
„Jeder muss seinen ureigenen Weg finden. Jeder mit seinem einzigartigen Herzschlag, mit seinem eigenen Tanz. Es ist eine einfache Welt. Einatmend, ausatmend.“
Und du denkst im Stillen: Nein, das stimmt doch gar nicht. Sie ist so komplex mit ihrer unendlichen Vielfalt an Formen.
Und dann sagt dir dieser jemand: „Innerhalb der Einheit haben viele Widersprüche Platz. Höre mit offenem Herzen und offenem Geist. Höre ohne zu urteilen. Gibt deine Selbstanklagen auf. Schritt für Schritt findest du dann über die Brücke deiner Liebe zu dir selbst zurück. “

computerfreiertag3Und du denkst: Liebe. Liebe. Liebe – die ist gerade in Urlaub gefahren und hat mich nicht mitgenommen. Ja? Kennen Sie das Gefühl? Dann jammere ich ein bisschen und tue mir leid. Sie auch?

Und dann sagt dieser jemand zu mir: …Aber darunter ist das Wissen, das nicht verringert werden kann. Selbst wenn ich mich unglaublich dumm erweise und etwas tue, was ganz und gar unsinnig ist, was kontraproduktiv ist für meinen Weg,  für meinen spirituellen Weg, für die Güte meines Lebens, sagt da die eine Quelle: In Ordnung. Bring das hinter dich. Führe es durch. Hab Freude dran, wenn du kannst. Und ich werde da sein, wenn du zurückkommst. Da ist kein Warten auf „Ich hab`s dir doch gesagt“
Hab Geduld. Lerne Ja zu dir zu sagen. Die anderen verraten dich nicht wirklich. Sie spiegeln dir lediglich deinen Selbstverrat. Ohne sie würde dein Prozess des Erwachens länger dauern. Sie zeigen dir, was du in dir selbst anschauen musst, und du tust dasselbe für sie.

Segne deine eigenen Erfahrungen. Lass deine Freude voll werden. Das gibt ganz schön Kraft und ist ermutigend. Es geht nicht darum, Dinge zu verdienen oder ihrer würdig zu sein! Es hat mit dem Öffnen seiner Kanäle für die Freude, für das Glücklichsein und die Dankbarkeit zu tun. Dann fangen wir an, die Möglichkeiten für das Leben zu sehen. Dann hat man nicht das Gefühl gegen eine Mauer anzurennen. Dann weiß man, unter dieser Erfahrung gibt es die Möglichkeit zu einem Leben, wie ich es mir vermutlich noch nicht einmal vorstellen kann. Freude ist also unglaublich machtvoll“

Und dann sage ich: „Wenn ich es mir noch nicht vorgestellt habe, dann ist dafür kein Platz in mir. Es passt nicht hinein.“

Und dieser jemand antwortet: „Dann lerne zu sagen: Was immer ich tun will, ist möglich. Es gibt keine Grenze. Dann wirst du andauernd überrascht sein, wenn dir dein Geist sagt: Sieh mal hier! Das ist doch noch gar nichts! Da geht noch mehr! Sei offen für die Möglichkeiten des Lebens. Die Wissenschaftler, nicht bloß die Mystiker, sprechen schon davon. Sie sprechen von der Matrix, von Frequenz und  Ausrichtung. Wenn sie die Matrix um einen Grad verlagern würden, könnte eine ganz neue Welt exisiteren Nur einen Grad von unserer Ausrichtung entfernt. Es könnte also 360 Grad weitere Welten geben, die sich ereignen, genau in dieser Zeit und in diesem Raum und wir würden sie nicht wahrnehmen, weil wir die Wahrnehmungskraft noch nicht besitzen – noch nicht!  Was passiert denn, wenn wir uns mit Freude füllen, dann öffnet sich die Wahrnehmungsfähigkeit und lässt uns Dinge wahrnehmen, die wir jetzt noch nicht sehen können. Eine winzige Verlagerung in der Matrix, um es möglich zu machen. Wenn wir eine Tür öffnen und hindurchgehen, geschehen mitunter andere, ungeahnte Dinge.
Ich gebe dir eine Herausforderung für die nächste Woche mit:

Frage dich immer wieder einmal:
Wo ist deine Freude?
Halte dir diese Frage gegenwärtig.
Wo ist deine Freude? Und ist sie voll?
Wenn du ja sagst, gibt es Möglichkeiten, neue, wunderbare Dinge zu erfahren.
Die Wahrheit kennst du tief im Innern.
Werde still und lausche.

Und auch das geschieht:
Lernen wir uns zu freuen, verlernen wir am besten, anderen weh zu tun“
(F. Nietzsche)

Dem Fluss der Ereignisse trauen

hundsitztaufhund

 

 

Menschen sind aus zwei Gründen ineffektiv. Entweder wissen sie nicht, was sie wollen, oder sie glauben, es nicht verdient zu haben.

Wir sind nie an eine Vergangenheit gebunden. Wir sind ein fortwährender Dialog zwischen Energie und Form.
Versuchen Sie gerade den Traum von jemand anderem zu leben anstatt Ihren eigenen?
Also ich denke, Sie können sich sicher sein, dass Ihr Traum nicht so aussieht wie der eines anderen Menschen. Ihr Traum ist nämlich einzigartig.
Dabei brauchen wir  nur klar darin sein, was wir wollen. Und dann brauchen wir uns nur mit ganzem Herzen dafür engagieren. Und dann akzeptieren, egal wie es sich entfaltet oder wie es aussieht.  Eine Schöpfungsformel ist Dankbarkeit. Eine weitere lautet: Glaube an das, was  du willst, und wisse, dass du es verdient hast. „Glauben ist Ergriffensein, von dem, was uns unbedingt angeht“, las ich an anderer Stelle.
Noch eine Schöpfungformelt ist Hingabe, nicht wanken, bis sich das, was du willst, im Leben manifestiert hat.
Eine weitere Schöpfungsformel ist das Loslassen von Erwartungen. Nimm es einfach so an, wie es ist. Arbeite damit. Lass deine Erwartungen los.  Liebe es und bleibe bei der Liebe. Dann bist du emotional offen und mental wach und aufmerksam. Dann kann Energie mühelos fließen.
Wende jede Strategie an, die sich gut anfühlt. Es ist nicht die Strategie, die dich ans Ziel bringt, sondern deine Sehnsucht, es zu erreichen, und deine Hingabe bei seiner Verwirklichung. Du musst nicht für Gelegenheit sorgen. Die kommen von selbst. Alles, du brauchst, ist Klarheit und Hingabe.

Wenn wir lernen, Situationen anzunehmen, können wir aus ihr lernen und weitergehen. Wenn nicht, werden wir darin herumstochern und sie vermutlich schlimmer machen. Über das Annehmen erfahren wir inneren Frieden.  Sanft und im Mitgefühl. Anzunehmen ist, als ob man einen tiefen Atemzug macht und sich entspannt.  Dann muss nichts erzwungen werden. Dann verspannen wir nicht. Dann sind keine großen Anstrengungen und Manipulationen erforderlich. Dann müssen keine Schlachten im eigenen Kopf geführt werden. Dann sind keine Urteile und Intrpretationen mehr notwendig auf die Umstände des Lebens. Dann kann man sich besser entfalten, wenn nichts im Weg steht.

Wir haben genau das, was wir brauchen, wenn wir es brauchen.

Hier geht es nicht darum, Dichter oder Floristin, Arzt oder Jurist zu werden.
Es geht um die wahre Lebenskraft, die wir finden können, wenn wir annehmen, wenn wir finden, was wir lieben.

In die Offenheit hinein entspannen. Wenn wir den Mut dazu haben, verlangsamt sich das Tempo, in dem wir in der Geschwindigkeit denken, in der unser Herz fühlt.