Coba – Stadtstaat der Maya

 

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Stele von Cobà, Yucatan, Mexico

Die archäologischen Funde berichten von Kukulcan, der auf den Stelen  als Ah Kin Coba erwähnt wird.
Kukulcan war für die Maya der Gott der Auferstehung und der Reinkarnation. Die Tempelstadt Chichèn Itzà wurde ihm zu Ehren erbaut. Die Azteken nannten in Quetzalcoatl. Die Maya sagen, er kam aus dem Ozean und kehrte dorthin zurück. Sie sagen auch, er wird eines Tages wieder auf die Erde zurückkehren. In Yucatan wird er Kukulkan, in Guatemala wird er Gucumatz genannt.

Theorien über die Maya sind so alt wie Mayaforschung. Schon die spanischen Missionare vermuteten im 16. Jahrhundert über eine mögliche Abstammung „der Indianer“ von einem der verlorenen Stämme Israels. Sie werden ebenso mit Atlantis in Verbindung gebracht.

Sie erschufen eine blühende Kultur, die fünfmal länger bestand als das Römische Reich. Sie bauten Städte in architektonischer Perfektion. Pyramiden, Tempel, Paläste – ausgerichtet nach Planeten- und Sternenkonstellationen. Lange bevor in Europa überhaupt von Kultur zu sprechen war. Sie berechneten einen Kalender, der fast auf die Sekunde so exakt ist wie unser heutiger.  Sie erfanden das mathematische Konzept der Null, sie konnten Sonnen- und Mondfinsternisse voraussagen. Sie erschufen eine blühende Kultur, die fünfmal länger bestand als das Römische Reich. In Kunst und Architektur erreichten sie ein hohes Maß an Ausdruckskraft und Vollkommenheit. Fließendes Wasser in den Häusern, steinernde Toiletten mit  Wasserspülung, ein Kanalisationssystem in Palenque und mancher anderen Stadt – nicht in allen. Sie hinterließen in Stein gemeißelte Geschichten und Kristallschädel, die , laut Wissenschaft, mit heutiger Technik nicht nachgebaut werden könnten. Ihre Straßen waren mit einer wetterfesten Schicht überzogen.  Sie bauten Straßen in Perfektion, nutzten aber, so sagt die Forschung,  keine Last- und Zugtiere und keine Fahrzeuge mit Rädern.
Sie verliessen eine Stadt nach der anderen und bauten sie ein paar hundert Kilometer weiter erneut auf.
Sie gaben ihren Sternenbilder die gleichen Namen wie die Sumerer, die auf einem anderen Kontinent lebten.

Ihre Blütezeit erlebten sie in der sogenannten klassischen Periode, die zwischen 600 und 800 nach Christus ihren glanzvollen Höhepunkt erreichte.

 

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Links i. Bild:  unerforschter Dschungel. Rechts i. Bild: :  Forschungsgelder standen zur Verfügung. INAH Mexico leistet hier wertvolle Arbeit. Das Institut für Archäologie und Geschichte.

Auf mehr als tausend wird die Zahl der Maya-Städte in Mittelamerika geschätzt. Zumeist von dichtem Urwald überwuchert, schwer zugänglich und häufig genug noch nicht einmal in Ansätzen erforscht. Zu den erfreulichen Ausnahmen zählt Coba, von den Tourismuszentren Yucatáns ebenso schnell erreichbar wie Chichén Itzá.
Die Maya-Stadt Cobà

Erstmals entdeckt wurde die Stätte im Jahr 1891 vom Österreicher T. Maier. Erst 1929 begann man mit den ersten Ausgrabungen.
Trotz systematischer Forschung sollen noch die meisten Gebäude verborgen liegen. Man muss einige Wege zurücklegen, will man das Gebiet erkunden.

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Coba liegt nah der Riviera Maya, ein Küstenstreifen. Die schönsten Hotels finden sich dort.

Die Halbinsel Yucatan kennzeichnet sich durch einen steinigen und trockenen Norden und eine nassen Süden, wo zum Teil große Seen gewesen sein müssen. Im Norden siedelten sich die Maya mit ihren Städten nah der Cenoten an. Cenoten sind unterirdische Wasserquellen. Sie waren mehr als das. Für die Maya waren sie heilige Orte. In Größe und Form  zeigten sie sich sehr unterschiedlich. Fast alle Städte im Nordosten und im zentralen Norden wurde in der Nähe von Cenoten erbaut oder nah der Höhlen, in den Wasser gesammelt werden konnte.

Regen fällt im nördlichen Teil Yucatans im Juli und August.

In der Stadt Cobà  gab es drei Seen: den See Sacalpuc, den See Coba und der See Macanoxc. Auch heute noch liegt die Stadt zwischen zwei Seen, die aber wegen der Krokodile nicht so wirklich zum Baden geeignet sind.

 

Die Stadt liegt im Norden der Halbinsel Mexicos, keine 30 Kilometer vom Karibischen Meer entfernt. In alten Schriften wird Coba  auch mit den Namen Kabah erwähnt. Die Maya nennen sie auch Oxkinca.  Sie war nicht nur eines der wichtigsten Metropolen und Handelsstädte während der spätklassischen Epoche, sie war ebenso die größte Stadt Mesoamerikas. Während des 8. Jahrhunderts lebten in der Stadt etwa 55.000 Einwohner. Zur Ankunft der Spanier war die Stadt – wie viele andere Städte auch – bereits aufgegeben.

Im 9. Jahrhundert zogen  die Iztas nach Cobà. Itzas waren Chontal sprechende Mexikaner der Bundesstaaten Campeche und  Tabasco. Später, nach Ankunft der Itza im Maya-Land, migrierten ebenso ebenso Mexikaner aus den mexikanischen Hochebenen in die Stadt Cobà. Sie kamen als Krieger oder Händler auf die Halbinsel Yucatan.

 

 

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Auf einer Cobà- Stele abgebildet

 

Für zwei Jahrhunderte, vom13 bis 15. Jahrhundert, war Mayapan die Hauptstadt Yucatans. Als die Stadt im 15. Jahrhundert unterging zog sich der Herrscher der Stadt, Hunac Ceel Cauich, nach Cobà zurück. Erwähnt ist Ah Muzen Cab, der Honig produzierte und mit Coba assoziiert wird.  Honig war seit Urzeiten sehr bedeutsam für die Zeremonien der Maya.

Gott M, bekannt als Ek Chuah,  ist häufig auf Keramik-Gefäßen zu sehen und zwar in Form eines Reisenden, der eine Tasche mit Coba auf dem Rücken trägt. Gott M war der Gott für den Kakao. Der große Schöpfergott Itzamna wurde bei den Maya durch einen großen Lizzard repräsentiert.

Gehandelt wurde in Coba – weit über die Region hinaus – mit Kakao und Salz.
Die Stadt war ebenso Umschlagplatz für Tabak, Honig, Salz, Jade und Gold, bezahlt wurde mit Kaffeebohnen.

Mayapan wird auch  „kleines Chichen Itza“, das Prachtstück der Itzà, genannt. Mayapan liegt im Osten der Halbinsel Yucatans und  wird als die letzte große Mayahauptstadt angesehen. Die Nachfolgerin Chichen Itzàs wurde Mitte des 15.Jahrhunderts während eines Bürgerkriegs niedergebrannt,

 

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Observatorium Mayapan, Yucatan, Mexico

 

Man geht davon aus, dass  die Stadt Mayapan auf ihrem Höhepunkt um das Jahr 1300 n. Chr. etwa 12 000 Einwohner beherbergte. Es wurden über viertausend architektonische Strukturen endeckt, die denen in Chichen Itzà ähnlich sind.

 

 

Zurück zu Cobà:

Das Hauptmerkmal von Cobà ist die grosse Anzahl an Stelen mit Kalenderdaten, welche auf die Gründung im Jahre 600 n. Ch. und das Überleben bis in das 15. Jahrhundert hinweisen.

Über 40 interne sakbeo’ob (weiße Straßen) verbinden das Zentrum untereinander und die äußeren Gruppen mit diesem.  Nach Schätzungen dehnte sich Cobá auf mindestens 70 qkm aus.

Coba  war ein tzekel, eine steinige Region. Eine Menge Minen und Bergruben entdeckte man in den meisten Maya-Städten. Sascab, ein kalkhaltiger Sand, wurde gefördert. Allein in Coba bewegten etwa 4.500 Männer, die in Minen arbeiteten, über zweihundertausend Kubikmeter. Sascab wurde mit Lehm gemischt, um Mörtel daraus zu machen. Granulierten Sascab nutzten sie in der Region um Coba, um Straßen zu bauen.Man hat zwischen Yaxuna und Cobà eine 99 Kilometer lange Straße entdeckt, die in gerader Linie auch über natürlich Hindernisse,, ob Sümpfe oder Seen,  hinweg  in Richtung Chichen Itzà führt. Etwa 45 Wege haben Archäologen entdeckt.
Man entdeckte  ebenso eine Vier-Wege-Rampe in der Mitte mit einem Altar versehen. Man grub eine Straßenrampen frei, auf der zusätzlich noch eine  Plattform aufgebaut war. Die Richtungen führten in weitere Städte.

Daneben wurde viel Ton aus den Minen geholt, das für die Herstellung von Millionen von Keramiken benötigt wurde. Viel Ton kam  hierzu auch aus den benachbarten Keramik-Produktionsstätten.
Ebenso bedeutsam im Leben der Maya war Saklu-ùm, ein Kraut, das man zur Behandlung von Diarrhö verwendete. Schwangere Frauen aßen dieses schmerzbetäubende Kraut. Weit über die Region hinaus wurde mit dem Kraut gehandelt. Es würde  in unserer Region wohl heute als Droge bezeichnet werden.

Die Cobanèos maximierten ihre Wasser-Ressourcen bis zum äußersten. Seen durch Gruben, die sich während der Regenzeit mit Wasser füllten, Wasserhöhlen, Cenoten. Man baute Dämme und Kanäle, fing das Wasser in Bassins auf. Von Menschenhand angelegte Kanäle verbanden die Seen.

 

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Nochol-Mul-Pyramide. Ruine  mit 120 Stufen. Kleinste Stufen. Der Auf-und Abstieg erfordert vollste Konzentration. Vom Eingang der Maya-Stätte geht man 20 Minuten bis zur Pyramide.

 

Mit 42 Metern steht die höchste Pyramide in Cobà, die Nohoch-Mul-Pyramide. Sie hat 120 Stufen. Das Heiligtum auf der Pyramide ist noch erhalten. Der Name Nohoch-Mul bedeutet „Großer Hügel“.
Durch ein Labyrinth von weißen Kalksteinwegen gelangt man dorthin. Etwa 60 Meter entfernt, steht die Stele 20, die von einer Herrscherin berichtet.

Am Eingang des Ortes durchquert man den Juego de pelota, oder Tlachtli: den Platz des Ballspieles.

In nächster Nähe befindet sich das Bauwerk La Iglesias, ein 24 Meter hoher Tempel mit Stuck-Motiven versehen.
In den Mythologien der Maya wird der Tempel mit Chibirias assoziiert, in Maya Ix Chebel Yax. Sie ist eine Göttin der Regeneration. Chibirias spielt eine bedeutende Rolle in Coba. Sie ist die Patronin der Stadt. Bei wichtigen Entscheidungen suchte man sie auf. Wird sie nicht hinzugezogen und jemand zieht aus dem Ort aus, könnte er krank werden oder sterben.

 

Soziale Strukturen

Die Adligen waren die Almehen. Sie waren die Köpfe der Städte. Die Position wurde vom Vater auf den Sohn vererbt. Allerdings mussten die Götter den Sohn für geeignet befinden. Sie waren die Herrscher und sie waren auch Priester, die in Tempeln Service abhielten. Sie wurden respektiert und bei wichtigen Angelegenheiten von der Stadtbevölkerung aufgesucht. Sie ernannten Gouverneure, häufig ihre eigenen Söhne. Ihre Aufgabe war es, Arme freundlich zu behandeln und für Frieden zu sorgen.  Das „einfach Volk“ bewirtschaftete die Felder der Adligen, sie teilten ihre Erträge mit den Adligen.

Die mächtigste soziale Gruppe unter den Adligen waren die Ahau.  Sie waren die Herrscher von mehreren Bezirken einer Stadt oder Regionen des Landes. Halach Uinicob war ein weiterer Titel für Herrscher einer Provinz oder Stadt. Sie konnten auch als Priester agieren. Ihr Einkommen erhielten sich durch die Arbeit ihrer Sklaven. Kakao und andere Farmarbeit. Ihnen wurden darüber hinaus Erträge  von Antragstellern aus anderen Städten ihrer Provinz gereicht. Mais, Bohnen, getrockneter Fisch, Salz, Muscheln, Kleidung und auch Sklaven.

Die Batabob gehörten auch zu den Adelsleuten. Sie wurden durch die Halach uinic ernannt. Sie achteten darauf, dass die Häuser in Stand gesetzt waren, die Felder geschnitten, abgebrannt und in kalendarischen Zyklen gepflanzt wurde.

Der Ah Hol Pop war  Gouverneur einer kleinen Stadt. Durch sie regierten die halach uinic und die batabob. Sie waren für das Stadtzentrumshaus zuständig, das popolna. Dort wurde öffentlich diskutiert, dort lernte man Tanzen für die Feste. Der Ah Hol Pop war auch verantwortlich für die Musikinstrumente, die benötigt wurden für Hochzeiten und andere Anlässe.

Ah kin mai – der von der Sonne. Die Priester. Sie waren tätowiert. Sie trugen weiße lange Roben und mit Schlangen- und Muschelornamenten verzierte Shirts, manchmal waren sie zusätzlich mit Federn beschmückt. Priester nahmen an allen Zeremonien teil. Sie hatten sehr viel politische Macht und waren die Berater der Herrscher. Sie wurden von den Adligen unterstützt. Sie bildeten deren Söhne aus.
Sie unterrichteten Kalenderwissen, die Methoden der Prophezeiung, Behandlungsmethoden bei Krankheiten, Schreiben, Lesen, Malen, einschließlich der Hieroglyphen.

Unter ihnen gab es noch eine Gruppe, die sich chilamob nannten. Sie waren sehr bedeutsam, waren sie diejenigen, die Prophezeiungen aussprachen. Sie allein standen in Verbindung mit der Zukunft. Im Chilam Balam, einem der heiligen Bücher der Maya, wurde die Eroberung durch die Spanier beispielsweise vorausgesagt. Chilamob waren die „Rebellen“ unter den Maya.
Die Maya-Städtebau-Kunst ist eine Kunst der „noblen Gesellschaft“, ein Zeugnis der herrschenden Klasse. Vergessen werden darf nicht, dass das „gemeine Volk“ keinen Zutritt zu den Tempeln hatte. Sie lebten ausgegrenzt vom Zentrum.

 

 

 

 

 

 

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Wie sähe Ihre Welt aus?

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Schmetterlingswelt in Mexico

 

An Mexico  beeindruckt die kulturelle und biologische Vielfalt. Der Bundestaat mit 31 Einzelstaaten und einem Bundesdistrikt Stadt Mexico weist  eine der höchsten Biodiversitäten auf diesem Planeten auf. Anders formuliert, Mexico gehört  zu den Ländern mit der höchsten Artenvielfalt. Das Land verfügt über Subtropisches- und Hochgebirgsklima als auch über Wüstenklima. Die Temperaturen können in der Tierra Calida (heißes Land) im Sommer bis auf 48 Grad Celsius steigen und im Winter bis auf 13 Grad Celsius fallen. Der Pico Orizaba,  Berg der Sterne, ist mit 5.636 Metern der höchste Punkt Mexicos. Der tiefste Punkt ist mit 10 Metern unter dem Meeresspiegel Mexicali, die Hauptstadt des Bundesstaates Baja California. Die großen klimatischen Unterschiede im Land spiegeln sich auch im Baumbestand. Im Norden und in Zentralmexico dominieren Kiefer und Eiche. Im Südosten Mahagoni, Ebenhölzer, Nussbäume und Rosenhölzer.Über den Raubbau an Hölzern schreibe ich an dieser Stelle nicht.

Mexico ist der viertgrößte Produzent von Obst und Gemüse in der Welt. Das Land gehört zu den Top Ten weltweit in der Produktion von Avocados, Öpflanzen wie der Färberdistel, Kartoffeln, Limetten, Orangen, Bananen, Chili, weißer Mais, Mangos, Guajavas, Anis, Fenchel, Koriandersamen, Vanille, Bohnen, Rohrzucker, Blumenkohl, Broccoli, Walnüssen, Kürbis, Erdbeeren, Kaffee, Wassermelonen und Honig.

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Mini-Melonen Mexicos, fotos: gracias T.

 

 

Es gibt so viele kulturelle Territorien der indigenen Völker, die mit den vielfältigen Öko-Systemen des Landes übereinstimmen. Dies ist kein Zufall, sondern ein Zeichen intelligenter Anpassung der Menschen an ihre Umwelt.

Hinter Indien verfügt Mexico über die reichste kulturelle Vielfalt der Welt. Es ist ein Land, in dem tausend Welten existieren. Ob in der Sprache und den vielen Dialekten der Ureinwohner, der sogenannten Indigenos, ob in den prächtigen Bauwerken oder aber auch selbst in der abwechselungsreichen und schmackhaften, mexikanischen Küche – deutlich ist die geschichtsträchtige Vergangenheit dieses größten mittelamerikanischen Landes auch heute noch fast überall spürbar. Alte Sprachen sind bis heute erhalten. Von den 1 Million Indigenos aus Chiapas sprechen nur 25 Prozent die spanische Sprache. Die restlichen 750.000 verständigen sich noch immer noch in der alten Maya-Sprache Tzotzil. Auch die Nachfahren weiterer indigener Völker – Azteken, Tolteken, Mixteken und andere – bedienen sich noch ihrer teils uralten Dialekte.

Die Tempelanlagen der Maya dürfen als schlafende Universitäten bezeichnet werden, die noch viele unentdeckte Geheimnisse in sich tragen. Heute weiß man, sie lebten im Einklang mit der Natur. Alles schien in perfekter Harmonie zu einander zu stehen, ihre Kultur, ihre Religion, der Bezug zum Kosmos. Sie decodierten die Matrix des Universums und bauten sich – entsprechend jener Kenntnisse – ihren eigenen Mikrokosmos.

‚The Spirit‘ der Maya

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In làa kè ch = Ich bin.

In làa ke `ch = Ich bin
Ein Maya antwortet darauf: aà la ke `ch = Ich bin.

Im Spanischen bedeutet es: Ich bin du und du bist ich.

Aber im Mayab bedeutet es: Ich bin. Es gibt für die Maya  kein Ich und kein Du.
Wir sind nicht voneinander getrennt. Es gibt nur ein Ich.

Wir sind alle Teil der Energie. Wir realisieren nur nicht, wie wir miteinander verbunden sind, sagen sie.

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Blume des Lebens Zeichnung Kunze

In einem meiner Beiträge über die Elefanten Thailands berichtete ich davon, wie Elefanten miteinander kommunizieren. Sie nehmen die Vibrationen über Hunderte von Kilometern mit ihren Füßen wahr.   Sie transformieren ihre Vibrationen auf die Erde. Die Maya sagen: Wir haben auch dieses System der Verstehens – nein, nicht durch Telefone. Wir senden durch unser Hirn. Wir verstehen durch unsere Gefühlsenergien. Durch Millionen von Neuronen verbunden mit chemischen Prozesse erfassen wir die Information. Wir sind ebenso wie ein Neuron. Durch Elektrizität erreicht die Erde unsere Informationen. Auch wir senden Vibrationen mit unseren Füßen aus.

Unsere Körper leben aber in Isolation, sagen die Maya. Wir sind blockierte Körper, denn die meisten Menschen leben  in Angst. Zum Glück, meint Ak Tah. Zum Glück gibt es ein „Lack of Connection. Hätten wir die Verbindung zur Erde, gäbe es in dieser speziellen Phase des  Umbruchs noch mehr Erdbeben. Die Rede ist hier von dem  Umbruch, der uns in einen neuen Zyklus hineinführt. Der Umbruch, der so  schnell nicht wieder passieren wird, erst wieder in 26.000 Jahren.

„Ich frage mich jeden Tag nach dem Aufstehen, wie kann ich Frieden auf diese Welt bringen?“ (Ak Tah)

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Wir Menschen senden auch Vibrationen an die Erde

Es gibt zunehmend mehr Menschen, die die Verbindung zur Erde aufbauen. All jene, die sich mit der Geometrie, mit Wasser, Kristallen, mit Spirituellem, mit Übersinnlichem befassen, sind die Menschen, die sich mit der Erde verbinden. Sie fühlen sich  mit allem verbunden

„Wir müssen uns mit Energie aufladen. Zieht die Schuhe aus. Nehmt Verbindung auf.  Singt. Meditiert.
Die Erde kann antworten. Wenn wir unsere Körper ausbalancieren, anworten wir auf die Energie der Erde.
Damit können wir auch andere Menschen beeinflussen, selbst wenn sie weit von uns entfernt sind. Sie erreicht die Vibrationen und damit verändern wir diese Welt.

Wir müssen die Energie verändern. Wir brauchen es.
Die Erde braucht es. Wir brauchen Unity, egal, von welcher Philosophie du kommst – das einzige, was zählt ist, dass du diese Welt ändern möchtest , damit wir als  one humanity leben können. „

Heilung. Harmonie. Alles ist Energie. One Humanity – wir sind mit allem verbunden. Es gibt kein Du. Im Einklang leben mit den universellen Gesetzen der Natur und dem Kosmos. Die Matrix des Universums verstehen. Synchronizität – das ist der Spirit der Maya.

Die biologische Wirkung ionisierter Luft

Die Maya bauten gesund. Ihre Pyramiden sind von heilender Energie umgeben. Seit Wilhelm Reich wissen wir darum. Der Wissenschaftler wies 1000 Mal mehr negativ geladene Ionen nah der Pyramiden nach.  Und wer jemals eine der Tempelanlagen mit Pyramiden aufgesucht hat, weiß, wie energetisch anders es sich dort anfühlt.

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Weltkulturerbe: Tempelanlage Palenque liegt im Urwald versteckt, Chiapas,  Mexico

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Palenque aus der Luft. Satellitenfoto. Quelle: Google

 

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Tempelanlage Tulum, li. i.Bild das Feenhaus, Yucatan, Mexico

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All diese Tempel waren früher sehr farbenfroh. Feenhaus Tulum. Vor der Küste befindet sich eines der größten Korallenriffe, das  rund 80 Kilometer  unterbrochen ist. Ein optimaler Zugang zum Land .  Man nimmt an, dass die Maya darum wussten und auch deshalb dort eine Tempelanlage bauten.

 

Negativ geladene Ionen? Was meint das?

Ionen sind Gasmoleküle durch die geladene Luftelektrizität entsteht. Auf der Suche nach Blitzableitern fanden Wissenschaftler dieses heraus.
Ein Ion ist ein Luftmolekül, das ein Elektron gewonnen oder verloren hat.  Ein negatives Ion hat ein Elektron gewonnen, ein positives Ion hingegen hat ein Elektron verloren.

Wie kann das geschehen?
In einem Molekül sitzen Protonen und Elektronen. Letztere sind 1800 Mal leichter als Protonen. Elektronen werden also gerne von Protonen verdrängt.

Unsere modern geprägte Umwelt ist überladen mit positiven Ionen, während lebenswichtige, anregende negative Ionen längst Mangelware sind. Dieser Zustand hält uns in ständigem Stress, sagen Experten.

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Ionen bilden nur einen kleinen Teil der Luft, die wir atmen, sind aber dennoch ihr wichtigster Bestandteil. Es gibt 27.000 Billionen stabile Moleküle in jedem Kubikzentimeter der Luft, aber die Anzahl der Ionen variiert den Umweltbedingungen entsprechend stark. In sauberer Landluft können wir mit etwa 1.000 bis 2.000 Ionen pro Kubikzentimeter rechnen. Diese Quote reduziert sich allerdings auf wenige hundert Ionen in einer verschmutzten Umgebung. Die negativen Ionen wirken stimulierend und energetisch auf unseren Organismus und sorgen für allgemeines Wohlbefinden. Negativ geladene Ionen zerstören außerdem Bakterien und Schimmelsporen in der Luft. Das liefert eine mögliche Erklärung für das Fehlen von Pilzen und Moosen in Kiefernwäldern. Die durch die Luft getragenen Sporen werden durch natürliche Ionisierung aufgrund der erhöhten Konzentration negativer Ionen in Kiefernwäldern zerstört.

Studien und Erfahrungen zeigten, dass sich eine Veränderung dieser Anteile zugunsten der positiven Ionen schädlich auswirkt, während eine Überdosis negativer Ionen heilende Eigenschaften hat.

Eine hohe Konzentration negativ geladener Ionen wird auch durch Blitze, UV-Licht und den natürlichen Prozess der Fotosynthese von Pflanzen erzeugt. Die Energie bewegten Wassers bringt ebenfalls riesige Mengen negativer Ionen hervor, was die euphorischen Gefühle nach einem Wolkenbruch, in der Nähe eines Wasserfalls oder an der Küste erklärt. Die Reibung zwischen Wasser und Luft bewirkt, dass Elektronen verdrängt werden. Sie fliegen frei umher und bilden negative Ionen, während die schwereren positiven Ladungen mit den Wassertröpfchen zur Erde fallen. Die negativen Ionen verteilen sich in der Luft und werden von uns eingeatmet.

Der italienische Physiker Giuseppe Toaldo beobachtete, dass Pflanzen, die neben einem Blitzableiter wachsen, das zehnfache der durchschnittlichen Höhe identischer Exemplare erreichen.
Ionen haben ebenfalls einen Effekt auf Gemüse. Wässerte der Physiker die Pflanzen mit einer elektrifizierten Gießkanne, wuchsen sie zu einer beachtlichen Größe heran.

Wir sind Energie.

Die Hindus nennen es Prana. Die Chinesen Qi. Für die Taoisten ist es die Lebenskraft, die allen Wesen innewohnt. Indigene Völker positionieren ihre Kranken nah eines Wasserfalls, um die heilenden Kräfte der negativ ionisierten Luft zu nutzen. Jahrtausendaltes Wissen – die wohltuende Wirkung der tiefen rhythmischen Atmung in der Natur. Alte Yoga-Schriften sagen nichts anderes. Wer seine Atmung perfektionieren will, soll in einer Höhle oder in einer Höhle unter einem Wasserfall atmen. Gesundheit und Lebensdauer kann durch die Kunst der tiefen Atmung positiv beeinflusst werden.
Es ist nicht nur das Atmen, es sind vor allem die negativ geladenen Ionen, die den Körper in die Balance bringen. Sie verhelfen zu einer optimalen Zellstruktur.

Wenn Wetterfronten aufeinander treffen, wenn Wind und Wolken aneinander geraten, entstehen zu viele positive Ionen.  Wetterfühlige Menschen spüren  die unausgewogene Elektrizität in der Luft zuerst und reagieren mit unerklärlichen Panikattacken, Depressionen, Reizbarkeit und erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Bei einem Ionen-Ungleichgewicht können Menschen mit Wunden oder Narben, diese stärker fühlen. Jeder Mensch, der unter einer Krankheit leidet, würde eine symptomatische Verschlechterung seiner körperlichen Verfassung bemerken.

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Peru

Die Umwelt, in der wir heute leben, sorgt nicht ohne Grund für eine  defizitäre Gesundheit. Die höchsten Konzentrationen negativer Ionen finden wir in einer natürlichen Umgebung, deren natürliches Gleichgewicht nicht durch Menschenhand beeinflusst wurde. Die Ursache für Missempfindungen  wie Trägheit, Müdigkeit, Atembeschwerden, Heuschnupfen haben auch mit dem Ungleichgewicht der Ionen zu tun.
Es gibt Straßen, in denen Messungen während des Berufsverkehrs vorgenommen wurden, deren Wert lag bei null Ionen.

Es ist Zeit, unsere Einstellungen zu verändern. Spiegeln wir jene Welt, in der wir leben möchten. Kulturen wie die Q`ero  der Altiplano-Region schickten nicht ohne Grund ihre Vertreter ins Tal, um uns „westlichen“ Menschen mitzuteilen, dass wir den falschen Traum träumen. Alle indigenen Völker sagen uns dieses. Wann endlich hören wir hin? Die Schamanen sagen, wenn wir unsere verzerrten Träume – und damit auch die Welt, in der wir leben – verändern wollen, müssten wir lernen, die Kraft der Gedanken und der kreativen Vorstellung zu nutzen. Es wäre sinnvoll „Reisen“ zu den Eigenschaften zu unternehmen, die wir in der Welt sehen möchten – zu Eigenschaft, die Gleichgewicht und Harmonie erzeugen. Und wenn wir sie dann besitzen, können wir anfangen, mit unseren Sinnen zu arbeiten und diese Welt ins Dasein träumen.

Wie sähe Ihre Welt aus? Wir sähe die Natur aus?  Wie schmeckt das Wasser? Wie sähen die Gesichter der Menschen aus? Wie würden Sie sich in Ihrer Welt emotional fühlen?

Born to Run

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Salomè Maria Oxxo  in traditioneller Kleidung

Simone de Beauvoir sagte vor vielen Jahren etwas sehr Überzeugendes:

„Frauen sind nicht geboren, sie werden.“

Dieses Foto zeigt eine Frau, die alle Rekorde im Halbmarathon gewann. Ohne Unterstützung von Sponsoren oder Institutionen, ohne Laufkleidung und ohne Wasser für unterwegs, zog sie  an allen jenen Läufern mit gesponsorten Nike-T-Shirts und Neopren – Sportanzügen vorbei. Niemand wettete auf sie. Niemand glaubte an sie.

Im Herzen Salomès  gab es nur zwei Dinge: 

Es trotz aller Widrigkeiten schaffen wollen

und

ihrem Volk eine würdevolle Vertreterin sein.

Born to Run – was für eine beeindruckende Frau!

Salomè Maria Oxxo gehört zur Ethnie der Tarahumara.

Sie  laufen, um ihre Tradition zu wahren. Sie schützen den Wald. Sie laufen.

Im Herzen ihres Wesens sind sie Läufer.

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Canyon Sierra Madre im Norwesten von Mexico

Ein Volk im Abseits

Die Tarahumara, gesprochen Tara-u-mara,  sind mit etwa 106.000 Menschen die größte indigene Ethnie im Nordwesten Mexicos.
Sie leben an höchsten Bergen der Sierra Madre.
Sie sind der sagenumwobenste Stamm steinzeitlicher Powerläufer und
sie sind vermutlich das gelassenste Volk auf dieser Welt und die größten Läufer aller Zeiten.
Sie jagen die schnellsten Tiere, indem sie ihnen nachlaufen, so lange bis die Tiere erschöpft zusammenbrechen. Sie fangen Rehe mit bloßen Händen. Kein Pferd, kein Gepard besiegt sie.
Die Überquerung des Grand Canyons schafft ein Tarahumara in 90 Minuten, während man auf einem Maulesel 10 Stunden benötigt.

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Die spanischen Eroberer zwangen die Tarahumara, in den Silberminen zu arbeiten. Es folgten die Jesuiten und Franziskaner, die sie bekehren wollten. Sie unterwarfen sich nicht. Ausweichmanöver sicherten ihr Überleben. Sie zogen sich immer mehr in die Berge zurück. Dort leben sie seit Jahrhunderten, still und zurückgezogenen, weit voneinander entfernt in kleinen Ziegel- oder Holzhütten oder in Häusern, die unter Felsvorsprünge gebaut sind, höher als manch Falkennest. Ihre Welt ist so eine Art Land-Bermudadreieck.

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Kupferschlucht. Das Schluchtensystem ist um vielfaches größer und tiefer als der nordamerikanische Grand Canyon von Colorado in den Vereinigten Staaten

Arbeit ist für sie notwendig zum Überleben, hat aber keinen eigenen moralischen Wert und steht hinter spirituellen Verpflichtungen und seelischen Angelegenheiten zurück. Traditionell basiert ihre Wirtschaft auf Tauschhandel statt auf Geld. Sie verfügen über ein Wort, das „Teilen“ bedeutet, sich aber nur schwer ins Spanische oder Deutsche übersetzen lässt: „Kórima“, sagt ein Tarahumara, wenn er die Hand aufhält und erwartet, was ein chabochi wohl Almosen nennen würde. Für eine Münze ist jedoch kein Dankeschön zu erwarten: kórima ist eine naturgegebene Verpflichtung, Besitz zum Wohle aller zu teilen.

Einst lebte dieses Kulturvolk gemeinsam mit Apachen und weiteren neunzig Stämmen in der Region des heutigen Staates Chihuahua in den Llanos.

In den höchsten Bergregionen variiert das Wetter im Winter von −20 °C und 20 °C im Sommer. In den Tälern und Canyons beträgt die Temperatur im Winter milde 15 °C und im Sommer bis zu 40 °C.

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Laufen nimmt in ihrer Kultur einen hohen Stellenwert ein. Sie selbst bezeichnen sich als Raràmuri – „Die, die schnell rennen„.  Auch heute gibt es Tarahumara, die – ob nun zur Jagd oder auf Wettrennen – bis zu 170 km durch raue Schluchten laufen, ohne anzuhalten. . Der Rekord liegt bei 700 km in 48 Stunden.

Angebote gab es schon von Sponsoren, doch für die Tarahumara soll Laufen nichts kosten. Sie wollen nichts anderes, als laufen, essen, feiern,tanzen und zusammensein. Laufen soll nicht dafür da sein, andere etwas kaufen zu lassen.

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Ohne Probleme bewältigen sie Strecken über 300 km, barfuß oder höchstens mit Sandalen (Huaraches)

Kahlschlag ihrer Wälder

Ihre Wirklichkeit ist schwierig.

Auch wenn ihnen durch Rückzug in die Berge gelungen ist, Tradition und Kultur über Hunderte von Jahren zu wahren, ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Existenzgrundlage ist heute akut bedroht. Die offene Landrechtsfrage, der Raubbau an den Wäldern und der Terror der Drogenmafia drohen zu einem Ökozid auszuwachsen. Sie werden dazu gezwungen auf ihrem Land Drogen anzubauen.
Ein großer Teil ihres Siedlungsgebietes wurde im Zuge der Revolution zum Nationalbesitz erklärte –  als ejidos forestales – von der Regierung den Anrainern zur Nutzung überlassen.

In den Urwäldern der Sierra Tarahumara sind etwa 200 Arten von Eichen und mehr Kiefernarten als irgendwo sonst auf der Welt heimisch. Auch die Tierwelt ist außergewöhnlich vielfältig. Jaguar, Ozelot, Wieselkatze, Schwarzbär und Mexikanischer Wolf leben in der Sierra.

Nach hundert Jahren Holzeinschlag sind aber nur noch etwa 120.000 Hektar, zwei Prozent dieses einzigartigen Waldbestandes übrig. Einige der Baumarten sind bereits ausgerottet. Mit den Bäumen verschwinden die Tiere.

Vom Holzgewinn profitieren einige Wenige. Mit der Verfassungsänderung im Jahr 1992 hat die Regierung die legale Möglichkeit zur Privatisierung von ejido-Land geschaffen, um den ländlichen Raum für in- und ausländisches Kapital zu öffnen. Kanadische Firmen bekundeten sogleich ihr Interesse an ejido-eigenen Waldflächen.

Der Ausverkauf der indigenen Territorien ist vorprogrammiert. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Die indigenen Völker der Sierra Tarahumara, die sich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums wehren, werden durch brutalen Terror eingeschüchtert oder vertrieben.

Das Ökosystem mit der größten Biodiversität hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der größten Drogenanbaugebiete und Drogenumschlagsplätze der Welt entwickelt.
Drogenhändler bauen Marihuana und Mohn zur Opiumherstellung an und vertreiben die Tarahumara-Familien von ihren Mais-, Bohnen- und Sojafelder. Weder Justiz noch Polizei richten etwas dagegen aus.

Der Lago Bustillos, einer der größten Seen in Chihuahua, ist bereits biologisch tot.  Mittlerweile haben die Tarahumara angefangen, gegen den Kahlschlag ihrer Wälder Widerstand zu leisten, so etwa in der Siedlung Coloradas de la Virgen. Killerkommandos töten sie.

Die ökologischen und sozialen Folgen treffen jene Indigenen mit voller Härte.

Ich traf in Mexico auf ein Ehepaar, die im Norden Mexicos leben. Jeder Tag zeigt sich für sie als ein Abenteuer: man wisse nicht, wenn man morgens in sein Auto steigt, ob man am Abend wieder nach Hause kommt. Die Region sei Durchgangsstation für Kokain.

Hunderte von Pflanzenarten, die als Heil- und Nutzpflanzen in der Kultur der Tarahumara eine Rolle spielen, sind vom Aussterben bedroht. Noch schwerer wiegt, dass die Bodenerosion verheerende Ausmaße annimmt. Große Teile des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens sind schon verlorengegangen. Hinzu kommt eine anhaltende Dürre, die durch die Vernichtung der Wälder mit bedingt ist, so dass die landwirtschaftlichen Erträge drastisch zurückgegangen sind. Bereits 1994 gab es in der Sierra die ersten Hungertoten.

Mexico erfüllt so eine Art  Brückenfunktion zwischen zwei bio-geographischen Großräumen, der tropischen und der gemäßigten Region. Es gehört zu den zwölf sogenannten Megadiversitäts-Ländern, die zusammengenommen den natürlichen Lebensraum für über 70 Prozent der bekannten Tier- und Pflanzenarten stellen.

Literaturempfehlung:

bornbook

Es ist jetzt die Zeit umzukehren

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Die Hopi-Indianer sprechen in ihren Prophezeiungen von
„Einherzigen“ und „Zweiherzigen“.

Und auch die Maya weisen darauf hin, dass jeder Mensch sich unbewusst zwischen zwei Wegen entscheiden muss. Zwischen dem Weg des kollektiven Verstehens und der Toleranz oder dem Weg der Angst und Zerstörung. Der Weg der Hopi wird zwischen Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Kooperation oder Materialismus, Gier und Korruption entschieden. Der zweiherzige Mensch ist für sie ein Mensch, der nur den Gesetzen des Materialismus und der Technologie folgt. Für die Hopi`s bedeutet Frieden eine Welt, die im Gleichgewicht ist. Ist sie das nicht, wird sich die Natur, die „große Reglerin“ rächen.
Diese Zweiteilung nehmen die Hopi`s nicht willkürlich vor. Sie sagen, diese Information haben sie vom Schöpfer selbst bekommen. Die Trennung zwischen diesen beiden Gruppen wird am Ende des „Zeitalters“ vorgenommen.
Taiowa ist der Name des Schöpfer bei den Hopi`s.

Und entsprechend sind sie wachsam gegenüber den „Zweiherzigen“, die von Gier und Korruption beherrscht werden, egal aus welcher „Rasse“ oder welchem Volk. Ganz besonders jenen, die gezielt zusammenarbeiten für die „Weltherrschaft der Dunklen Kraft“.

Auch für die Maya ist Harmonie das A und O.  Ihre Kalender sind vollendet proportionierte Zahlensysteme, die der Aufzeichnung der Harmonien von Raum, Zeit, des Seins und der menschlichen Erfahrung in Resonanz, ihren Qualitäten zu Hunab Ku dienen und sie widerspiegeln. Sie glauben, es ist möglich, in spiritueller Harmonie mit der Natur und allem Lebendigem zu leben, wenn man sich nach dem Tzolk`in ausrichtet.  (synchronicity)

Diese Zeit des Durcheinanders, in der viele Menschen beschliessen, irgend einen Pfad zu gehen, heißt  die „Zeit der Reinigung“ (Läuterung).

In der ersten Prophezeiung von Dos Mundos, wird die Zeit von 1999 bis 2019  als die „Zeit ohne Zeit“ bezeichnet. Es ist jene Übergangszeit, in der sich das alte und das neue Zeitalter überlappen. Erst nach 2022 kann man wohl wirklich vom Beginn des neuen Zeitalters sprechen.

Die Maya sagen uns:

Es existiert keine Achtung mehr füreinander.
Sie beobachten die Kultur der Europäer.
Eure Kinder dürfen nicht mehr einzigartig sein. Überall lernen sie, dass sie nichts mitzuteilen hätten.
Eure Frauen dürfen ihre schöpferischen Kräfte nicht mehr anwenden. Sie werden in Kunststoffkleidung gezwungen, sodass ihre Poren nicht mehr atmen können. Sie müssen aus wertloser Nahrung das Essen zubereiten, statt lebendiger Hitze des Feuers verwenden sie Strahlen, die zerstörerisch sind.
Eure alten Leute haben keine Bedeutung mehr. Sobald sie aufhören zu arbeiten, fragt niemand mehr nach ihrer Weisheit.
Eure kranken Menschen werden durch die erbarmungslosen Räder der Medizin geschickt, denn Krankheit ist bei euch etwas, das es zu bekämpfen gilt.
All das geschieht deshalb, weil eure Gesellschaft auf der zerstörerischen Grundlage der Gier nach immer mehr und immer besserem aufgebaut ist. Dafür gebt ihr euer Leben – ihr arbeitet bis ihr tot umfallt.

Die Maya fühlen sich  mit den „Einherzigen“ aus allen Kulturen innig verbunden, egal ob weiß, Moslem, Indianer.  Das Ziel ist für sie nicht die eigene Dominanz, sondern das Erwachen der Menschheit.

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„Steht auf. Wacht auf. Nicht eine noch zwei Gruppen werden zurückgelassen, gemeinsam werden wir uns wieder sehen an dem Ort, wo wir alle herkommen.
Don Alejandro spricht vom „spirituellen Erwachen“. Das Leben handelt nicht nur „vom Essen.“ Die „Schlafenden“ meint er damit. Sie sehen die Zukunft nicht. Reicht die Botschaft weiter zum Nächsten, damit wir Frieden finden können. Dafür braucht man kein Geld. Lasst uns zusammen gehen.“
Der Oberste Maya-Älteste des Ältestenrates Don Alejandro, Wandering Wolf

Don Alejandro im Jahr 2010 in Budapest:

„Unsere Großältesten kommen nicht physisch zurück, aber es sind ihre Lehren, die zurück kommen und wachsen werden in uns selbst. Alles was sie uns zurück gelassen haben an vielen Stelen, das ist das Wissen, das  zurück kehrt. Wenn ihr auf die Worte, die ich sage, hört und achtet,  wenn ihr diesen Worten lauscht, dann ist es, als ob ihr auf sie schaut und noch einmal, es sind nicht meine Worte, sondern die Worte unserer Ahnen […]

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Don Alejandro gehört zur ethnischen Gruppe der Maya-Quichè, Guatemala.Es bedeutet süßer Baum.
Seine Frau Elisabeth Araujo übersetzt für den Maya-Priester ins Englische. Pensylvianna, Nordamerika

Zur Welt und zum Frieden:
In allen seinen Reden, weist Don Alejandro  darauf hin, dass es nicht seine Worte sind, sondern die seiner Ahnen.

Wir werden uns eines Tages daran erinnern, dass wir alle EINS sind, dass wir Kinder der Sonne sind.
Wir sind eine Familie. Wir sind Mensch.
Wir haben ein Zuhause: diese Erde.

Die Frauen werden die Mütter der Gesetze werden. Die Zeit ist gekommen. Die Frauen sind die besten Lehrer. Sie sind die besten Gesetzgeber. Und sie werden die beste Regierung sein.



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„Bringing life messages is the most sacred thing that exists.“.

 

Die Hoffnung auf Leben  in der Zukunft

Sie seien nicht gekommen, um uns Angst zu machen, sondern Hoffnung.
Die Mutter Erde trägt Blut in sich, wie wir auch.
Wir haben eine runde Erde. Der Westen lebt im Zentrum. Wir sind umgeben von Sternen, Vulkanen, Flüssen, dem Ozean, und die Menschen im Westen sagen, wir haben das Recht, alles zu nutzen. Wir müssen das tun.  Wir brauchen das.
Die indigene Welt denkt nicht so.
Wir sind im Zentrum und wir haben die Sterne, Vulkane, Flüsse und die Ozeane.
Wir leben unter dem Gesetz von Mutter Erde. Wir sind nicht hier um zu zerstören. Wir verletzten die Mutter Erde nicht. Es nimmt uns das Leben.
Die indigene Welt denkt an morgen für die Kinder, und die Kinder ihrer Kinder und deren Kindeskinder.

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Die Meere sind vergiftet. Die Nahrung ebenso. Die Fische  so gut wie ausgestorben. Die Luft ist belastet.

Wache auf. Sieh über dir, was dort geschrieben steht. Jeder von uns, ist mit einem Schicksal gekommen. Alle Flüsse fließen in eine Richtung, die zum Ozean hin. Wir müssen alle in eine Richtung gehen, Weiße, Schwarze, Reiche, Arme, Indigene, Nicht-Indigene.  Ich bin nicht mehr wert als du. Wir fühlen denselben Schmerz. Wir fühlen dieselbe Einsamkeit.
Das ist eine schöne Pflanze. Sie ist nicht gut für mich. Aber sie ist gut für das Tier meines Bruders.

„Let the morning come, let the dawn come for the nation to find peace and be happy.
Stand up, everyone.“

Niemand soll zurückbleiben. Wir reden nicht nur für Indigene. Wir reden für alle Menschen. Wir sind Blumen dieser Erde. Wir blühen in verschiedenen Farben, verschiedenen Größen und wir duften verschieden.
Wir sind jene von gestern, von heute und wir werden jene von morgen sein. Es ist jetzt die Zeit umzukehren.

Jeder von uns hat eine Mission zu erfüllen. Wir können Euch nicht sagen, lernt von uns. Wir können nicht die Einzigen sein, die sprechen. Jeder muss sprechen. Wir sind nur ein Finger an einer Hand von fünf.
Diese 5. Zeit der Sonne hat keine Zeit mehr. Die Erde ist vergiftet. Wir müssen mit der ganzen Welt sprechen.

Das Geld hat keinen Wert mehr, wenn das Wasser und die Nahrungsmittel vergiftet sind.
Wir können Luft nicht kaufen. Wir können Wasser nicht kaufen. Wir können die Sonne nicht kaufen.
Kinder vergesst nicht eure Erinnerungen. Wir haben Euch gute Ratschläge und gute Gründe überreicht.

Für deine Kinder und für ihre Kinder und Kindeskinder:  Wir kommen von den Sternen. Wir gehen jetzt zurück. Diese Worte sind in uns und in jeder Sprache von uns. Es ist nicht mehr viel Zeit.  Die Sonne wird verschwinden. Es wird große Veränderungen geben, auch wenn wir sie nicht wollen. Wenn die Elektriziät ausfällt, bleiben die Menschen in den hohen Gebäuden in ihrem 30. und 40. Stock stecken. Dann wird das Ego des Menschen enden.

don alejandro5Selbst wenn du unter einem Stein mit deinen Tieren lebst. Du hast das Leben. Und wir werden einander finden, egal ob in Zentralamerika oder anderswo.

Die Welt ist heute geteilt. Einige interessiert es nicht, weil sie sagen, sie kommen in den Himmel, während andere daran interessiert sind, die Erde auszubeuten und sie in Geld umzuwandeln. Das Militär interessiert sich nur, die Welt zu erobern. Sie denken nicht darüber nach, wer stirbt. Sie denken nicht darüber nach, wen sie töten. Sie sind nur an ihrer eigene Größe interessiert.

Ich will dir etwas sagen, mein Bruder. Das interessiert mich nicht so sehr. Alles hat seine Zeit. All das wird sowieso auf den Boden fallen. Das ist Jetzt. Morgen nicht mehr. Die, die heute glücklich sind, werden morgen weinen.  Und die heute weinen, werden morgen Lösungen finden. Unser Hauptinteresse ist, damit aufzuhören, diese Erde zu vergiften. Damit Leben ist für alle Menschen auf dieser Erde. Die Prophezeiungen der Maya und Hopi`s unterscheiden sich nicht. Jene aus dem Zentrum werden den Adler des Norden  mit dem Condor des Südens vereinen. Wir werden unsere Brüder wieder vereinen.  Wir sind Eins, so wie die Finger an einer Hand.

2012 hat nichts mit dem Maya-Kalender zu tun. Der Maya-Kalender ist ein kosmischer Kalender. Es endet ein Zyklus. Was wir jetzt brauchen ist Liebe Wir müssen die Erde lieben. Unser Leben hängt an dieser Erde.
Es geschieht vor unseren Augen, dass sie getötet wird.
Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen keinen Plastik. Wir wollen keine Ausbeutung mehr von Mineralien. Wir wollen keine Chemikalien. Wir denken an das Leben unserer Kinder. Unsere Hoffnung ist der neue Zyklus der
6. Sonne. Die Zeit werden wir auf eine neue Weise leben. Wir müssen alle zusammen kommen Wir müssen mit Geduld leiden. Es werden ernste Probleme auf uns zukommen, weil wir sie produziert haben.
Telefon, Technik, Computer. Kameras. Wir fliegen. Autos.

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Seid geduldig. Seid glücklich, wenn der neue Zyklus beginnt.

Lasst uns die Erde nicht zerstören. Lasst uns an ihrem Wunder erfreuen.

Don Alejandro wies darauf hin, dass sich die Prophezeiungen der Maya nicht von denen der Hopi unterscheiden. Davon mehr im nächsten Artikel

copyright
martina kunze

Prophezeiungen und Beobachtung der Maya

 

Farmer

Maya-Stätte Tulum, Foto: Kunze,

Die Mayan sagen: Wenn wir uns nicht ändern, wird das schwer wiegende Folgen haben. Wir haben die Erde in eine Müllhalde verwandelt. Wenn wir aufhören zu lieben, dann verschmutzen wir uns selbst, und unser Denken und Tun verdunkeln sich. Wir haben uns dadurch die reine Luft zum Atmen genommen.

kalender

Maya-Kalender.

Die Mayan verfügten über Kenntnisse um die Kosmischen Gesetze der Zeit. Und um dieses Wissen der vierdimensionalen  Zeit und ihrer kausalen Zusammenhänge geht es. Insofern ist der Kalender weit mehr als ein Kalender, wie wir ihn verstehen, wenn wir das Wort Kalender hören.  Der 2011 verstorbene Jose Argüelles ist derjenige, der dieses Wissen aus der Alten Tradition dechiffriert hat. Bekanntwurde Arguelles durch seine Bücher  Der Maya Faktor und Earth Ascending

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mein Geburtstag in Maya-Schriftzeichen, bekommt man eigens gemalt/gedruckt  in Chichen Itzà  Foto: Kunze

Trennungen beenden

Die Wettermuster geraten völlig aus dem Gleichgewicht. Extreme Temperaturen werden sich zeigen. Auch die Regenfälle verändern sich.  Wenn Völker aus dem Tritt geraten und nicht meh rin Übereinstimmung mit der Natur leben – dann wird für sei das Ende auf dieser Erde kommen. Das ist das göttliche und natürliche Gesetz. Hört auf diese Worte. Jede negative Prophezeiung, die in Erfüllung geht, ist eine fehlgeschlagene Prophezeiung. Denn sie ist einzig dazu da, uns zu warnen.

Europäer lehrten uns allen den Weg der Trennung und der Herrschaft der Menschheit über die Erde. Das sind nicht unsere Wege.
Der weiße Mann hat uns gelehrt, dass Gott getrennt ist von uns und dass der Kontakt nur durch organisiertee Religionen möglich ist. Wir zeigen unseren Kindern, dass Gott überall ist, in jedem Baum, in jedem Blatt, in jeder Wolke, in jedem Berg. Jede Blume hat den Geist in sich, das Bewusstsein des Schöpfers.

Cosmic-Call

Cosmic Call

Überall, wo der weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie verwundet. Wir lehren unseren Kindern, die Gesetze der Natur und des Lebens zu beachten. Sie lernen, dass sie auf die Zeichen von Mutter Erde achten und dass sie alles zurückgeben, was sie von ihr erhalten. Sie lernen auf ihre innere Stimme zu hören und so ihren Weg zu gehen.
Der weiße Mann hat uns gesagt, dass es nur eine Art gib, den Großen Geist anzubeten und ihm zu dienen. Wir haben nie verstehen können, warum er dann die Menschen so verschieden behandelt. Unsere Kinder wissen, dass sie ein Ausdruck des Großen Geistes sind. Er ist das, was sie sind und sie sind das, was er ist. Er tut, denkt und fühlt – was sie denken und fühlen und umgekehrt. Sie wissen, dass sie wertvoll sind, wie sie sind. Und sie wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr Leben ein besonderer Beitrag ist für den Frieden unter den Menschen auf Mutter Erde.
Wir haben beobachtet, dass die weißen Menschen ihren Kindern sagen, dass sie von nichts eine Ahnung haben und dass deshalb ihr ganzes Leben zum Lernen da ist. Wir sagen unseren Kindern, dass sie das große Wissen in sich tragen und dass jeder Tag dazu da ist, um daraus zu schöpfen und dabei sich selbst sowie die Welt ständig neu zu erschaffen.

Wir haben gesehen, dass es für die weißen Völker sehr wichtig ist, Entdeckungen zu machen. Sie haben die Wissenschaft erfunden, weil sie glauben, dass sie nichts wissen. Darin aber liegt die Ursache ihrer Angst. Und wo Angst ist, dort ist Zerstörung. Unsere Kinder erfuhren, dass das große Wissen in ihnen selbst liegt, weile jede Zelle ihres Körpers die Erinnerung an alles trägt.  Sie haben gelernt, dass es nur eines gibt, was wirklich zählt, nämlich dass sie sich schöpferisch am Spiel des Lebens beteiligen.

Wir haben die Weltsicht des Westens studiert und haben entdeckt, dass sie ein großes Problem hat. Sie trennt die Menschen von der Natur. Dann können die Menschen die Natur nur noch als Gegenstand sehen und nicht mehr als ihre Seele begreifen. Und von diesem Abgeschnittensein kommt ihre große Einsamkeit.

Die Weltsicht eurer Wissenschaftler ist nur eine unter vielen und sie ist sehr eng. Deshalb können sie auch nicht wirklich die Zusammenhänge dieser Welt erklären. Sie können die Weisheit unserer Kulturen nicht erklären. Sie können die Pyramidenbauten nicht erklären. Ob das Inka-Imperium oder Stonehenge in England.  Es wird für euch ein Rätsel bleiben, wie einfache Menschen dazu fähig waren, solche Steine zu bewegen und diese perfekte Bauten zu schaffen.

Der Oberste des Weisenrates aller Urvölker auf dem Kontinent Amerika, Don Alejandro Cirilo, der Groß-Älteste der lebenden Quiche-Maya, auch Wandering Wolf genannt,  Guatemala, meint dazu:

don

Sein Maya-Name ist Wakatel Utiw, was “Wandering Wolf” bedeutet.
Er wird auch Großvater Cirilo oder einfach “Tata” genannt, was in der Sprache der Maya Großvater bedeutet.

“Die neue Sonne wird kommen, aber wenn wir nicht unsere destruktiven und unharmonischen Handlungsweisen ändern, werden viele sie nicht erleben,” warnen die Ältesten. “Wir sind nicht machtlos angesichts der Dinge, die uns passieren, sondern wir „geschehen“ der Erde und einander”, sagt Cirilo in seinen befähigenden Lehren. Unsere Handlungen haben eine unausgewogene Welt geschaffen, die wieder ins Gleichgewicht gebracht werden muss, um noch mehr Leid für die Menschen und alles Leben zu vermeiden.

“Ihr vom Westen habt uns großes Wissen gebracht – und wir haben eine andere Wissenschaft. Es ist die Wissenschaft, die wir jetzt brauchen werden. Wir nennen sie die Wissenschaft des Herzens. Wissenschaft ohne Verständnis des Schöpfers ist zerstörerisch. Nur das Wissen, das die universelle Kraft mit einbezieht, hat keine Grenzen. Hört auf euer Herz. Mutter Erde (pacha mama) ruft euch. Sie ruft jeden von uns, damit wir sie heilen und dabei auch uns selbst.

Es ist  jetzt  Zeit, unsere Art zu denken, zu leben und zu sein zu ändern – bevor es zu spät ist.  Die Erde ist nicht unser Besitz. Die Herrscher der Welt beginnen zu spüren, dass ihre Macht zu Ende geht. Wir benötigen jetzt die Macht der Menschen, die fähig sind, einen neuen Weg zu gehen. Und es steht geschrieben, dass die alten Völker diesen Weg des Friedens bewahrt haben.”

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Lage und Aufteilung der Tempelanlagen in Tulum, der Maya-Stätte am Karibischen Meer. Vor ihr liegt eines der längsten Korallenriffe der Welt im Meer, das exakt vor der Maya-Statte geteilt ist. 80 km – die Zufahrt – als hätten sie es gewusst…Die Gebäude waren einst viel farbiger. Foto:Kunze Tulum, Mexico

Tulum liegt 130 Kilometer von Cancun entfernt. Der Küstenstreifen wird auch Riviera Maya genannt und liegt im Bundesstaat Quintana Roo auf der Halbinsel Yucatan.  Es gibt dort den  „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, den „Tempel des Windes“ und den  Freskentempel sowie den  “ Tempel der Feen“(Bild 2.Reihe rechts.)

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Tulum,  Mexico, Fotos: Kunze
Die innere Stadt wird von einer zum Meer hin offenen Stadtmauer umrundet, an deren Nordwest- und Südwestecken Wachtürme stehen. Tulum war im 13. und 14. Jahrhundert einer der größten Städte in Yucatan. Sie war ein wichtiger Handelsknotenpunkt.
Von hier aus wurde erbitterter Widerstand im Unabhängigkeitskrieg der Maya (1847 – 1901)  gegen Mexico geleistet. Ein Sprechendes Kreuz wurde dort von der Maya-Priesterin Maria Uicab, der Königin von Tulum gehütet. Sie fassten diesen Kries ausschließlich als Verteidigungskrieg auf. So nutzen sie nicht die günstige Gelegenheit um Städte von „Weißen“ zu stürmen, weil sie an jenen Städten gar kein Interesse hatten. Mexico verkaufte Maya als Sklaven nach Kuba in jenen Jahren.

Das Sprechende Kreuz war ein Orakel. Chan Santa Cruz war der Kern des politischen Zentrums  der Maya in jenen Jahren des „Kastenkrieges“.  Der Maya-Führer Jose María Barrera  fand in einem unbewohnten Waldgebiet neben einem kleinen Cenote namens Lom Ha’ („gespaltene Quelle“) ein kleines Kreuz, das in einen Baum geschnitten war. Über dieses Kreuz soll Gott zu ihm gesprochen und ihn zur Fortsetzung des Kampfes ermuntert haben, und so entstand hier ein Heiligtum.

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Kapokbaum in Chichen Itza, Yucatan, Mexico, Foto: Kunze

Der Ritus des Sprechenden Kreuzes stellt eine synkretistische  Verschmelzung alter Maya-Religion mit christlicher Symbolik dar. Das Kreuz beinhaltete drei Elemente der alten Maya-Religion: Es wuchs auf den Wurzeln eines Kapokbaums  des heiligen Baums des Lebens (Ya’axche’, Spanisch Ceiba), der aus einer Höhle wuchs (Áaktun, heiliger Ort der Mayas), die sich bei einem Cenote  (Ts’ono’ot) befand (Ort des Regengotts Chàak).  Es gab ein Sprechendes Kreuz in Tulum, eben von jener besagten Maya-Priesterin gehütet. Heute wird der Kult noch in vier Orten gepflegt,  X-Cacal Guardia, Chancah Veracruz, Chumpón und Tulúm gepflegt. Kein Weißer oder sonstiger Fremder wird an das Kreuz gelassen.

Cenoten – sind für Maya heilige Teiche, die sich direkt zum Herzen der großen Mutter öffnen. In Chichen Itza beispielsweise gab es unterirdische Flüsse, darum wurde dort die Stadt erbaut.  Allein zu Ehre dieser heiligen Stätte. Das Wasser ist für sie heilig – noch heute. Man fand Knochen  in Chichen Itza von über 300 Maya, die sich in jenem Wasser geopfert hatten. Dieses Ritual war für die Auserwählten eine große Ehre, da sie auf diese heilige Weise zur großen Mutter zurückkehrten. Tausende von Kristallen fand man zwischen den Knochen. In diesen Kristallen sollen die Gebete der Vorväter gewesen sein.  Das Magazin National Geographic ließ 1950 Teiche ausheben. Sie haben sie weggenommen. Jahre später kamen sie nochmals und  holten wirklich jeden Stein aus der Cenote heraus.

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Chichen Itzà, Mexico, Foto: Kunze

Diese Pyramide bedeutete für die Maya der Zugang zum menschlichen Herzen und der Schlüssel zum Verständnis der Maya.  Der Grund für den Bau finde sich nicht in diesen Gebäuden – in der Pryramide steckt noch eine Pyramide  – sondern im Dschungel.  Die Cenoten.  Oben auf der Pyramide sind vier Öffnungen. Drei davon führen in einen gemeinsamen u-förmigen Gang. In der oberen Öffnung des U gibt es eine weitere Öffnung, die führt genau zum Mittelpunkt der Pyramide.  Es geht ein wirklich starke Energie von dieser Pyramide aus.  Es heißt die Energie des Herzens fließt durch Chichen Itzà. Wer sich darauf einlässt, fühlt dort seinen Mer-ka- ba, seinen Lichtkörper.  Mer= Licht, Ka= Geist, Ba= Seele.  Es ist der Teil eines Gitternetzes des Einheitsbewusstseins , die diese Pyramide channelt.  Die Große Pyramide Ägyptens ist im Hinblick auf ein Teil des Gitternetes die Energie des Verstandes.
Die großen Stufen brechen das Licht. Am Fuß der Pyramide ist ein aus Stein gehauener Schlangenkopf, der gen Norden gerichtet ist.  Wenn man an der Frühlings-Tagundnachtgleiche zu Sonnenuntergang vom Westen asu darauf schaut, bricht das Sonnenlicht, und einen Moment sieht es so aus, als gleite eine Schlange von der Spitze der Pyramide aus nach unten. Durch diese Schlange wußten die Maya, wann die Frühlings- Tagundnachtgleiche gekommen war, und konnten sich beim Ackerbau und hinsichtlich ihrer spirituellen Dinge daran orientieren.

All diese Tempel an speziell ausgewählten Orten haben eine Bezug zu den Chakras.  Kohunlich, eine weitere Maya-Tempelanlage, etwas 50 Kilometer entfernt von Chetumal, alles entlang der Ostküste,  zeigt auf jeder Seite der Pyramide Reliefs von menschlichen Gesichtern, jedes ungefähr 3 Meter hoch und mit einem Punkt zwischen den Augenbrauen, der das Dritte Auge betont.

KohunlichKohunlich repräsentiert das sechste Chakra.
Besiedelt ungefähr 200 v. Chr.. Etwa 10000 Menschen lebten dort. Auch diese Stadt wurde irgendwann verlassen, wie so viele der Maya-Stätten.  Es gäbe noch viel zu Kohunlich zu berichten.

 

palenque

Palenque (re.i.Bild) liegt im Bundesstaat Chiapas, ein weiterer Staat auf der Halbinsel Yucatan, eine weitere Tempelstadt. Sie ist dem Kronenchakra gewidmet. Die Zirbeldrüse sitzt in der Mitte des Kopfes, ganz in der Nähe des siebten Chakras ist der Schlüssel zum Dritten Auge. Das Dritte Auge ist das Bindeglied ziwschen dem Mer-Ka-Ba-Feld und dem heiligen Raum im Herzen. Die Stadt liegt im Regenwald an einem Berghang.  Es ist für die Maya die Metropole gewesen. Auch hier zieht sich eine System von Wasserkanälen, kleine Bäche,  unter der Erdoberfläche durch. Die Stadt soll einst auch von einer Königin regiert worden sein.  Es gibt einen Tempel der Inschriften, eine Stufenpyramide. Es gibt einen Palast, ein astronomisches Observatorium, wie in Chichen Itzà, einen Kreuztempel, einen Sonnentempel und zahlreiche weitere Gebäude.

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Aufenthalt in Tulum , Mexico Foto:kunze

 

Impressionen

Licht, Blau, Meer, Wind, Wellen im Hotel Krystal, Cancun, Insel Muyere, Tulum Maya-Stätte und Xalapa. Der Ton ist 1:1 von ‚der Straße‘ aufgenommen. Sowohl im Hotel, am Strand als auch in der Stadt spielte sie. Wenn auch mit minderer Qualität. Ich habe keine andere Musik ‚drüber gelegt‘. Wer leise lauscht, kann – trotz all der Kopiererei von Film – vielleicht noch Wellenklang vernehmen. Es ist, wie es ist. Es sind Momentaufnahmen – vor allem für Tete, Tina, Juan, Axel y Victor y Angel in Xalapa, Oaxaca und Pueblo.

You Tube Martina Kunze Mexiko eingeben  und schon erscheinen in Google zwei FilmhinweiseEs geht aber auch noch schneller:

Impressionen Krystal Hotel, Insel Muyere, Tulum, Xalapa YouTube

 

Der Artikel „Was wissen wir eigentlich? Sternengucker und Schlangenhügel“ ist in Arbeit.

 

So saß ich vor drei Tagen  – halbwegs wieder in Bonn angekommen  – gemeinsam mit meinem Buch  zum Thema Quantenheilung im riesengroßen Ohrensessel der Buchhandlung und neben mich setzte sich ein Herr mit einen Magazin in der Hand. Die Headline lautete ‚Was ist Wirklichkeit?‘  Das Universum brachte mir den Vorstand der Bonner Sternwarte in mein Leben. So erfuhr ich alles über Schwarze Löcher, deren Anziehungskraft, die so groß ist, dass Licht nicht aus ihnen zurückkommt. Ich hörte von schwarzen Löchern, die gar keine sind, sondern eine Wand, wie man herausgefunden haben soll. Und ich hörte von dunkler Materie, was nicht gleich Loch ist, von Sternen, die vielfach größer sind als die Sonne, ihrer nuklearischen Zündung. Ich lernte über Quarks und Atömchen, über die Milchstraße und die Lichtgeschwindigkeit, die – wie wir alle noch von der Schule wissen – in 1 Sekunde die Erde 4,5 Mal umkreist (Durchmesser 44.000 Kilometer).  Entsetzlich schnell, in der Tat. Die Sonne soll 8 Lichtminuten entfernt sein und ich lernte, das Hebelgesetz hört am Boden nicht auf, sondern ist bis ins Universum hineinzudenken, insofern seien die Erschütterungen Richtung Sterne um das 200000fache höher, will man mit einem Teleskop von der Erde beobachten, braucht es ganz spezieller. Man müsste Satellit sein, dann hätte man damit kein Problem.
Ich lernte, dass dort oben vor allem Dreck ist. Wann immer ich ein Dingsda aus dem Universum benannte, hörte ich, das sei Dreck.  Na so was, sieht doch immer so schön sauber da oben aus.  Die Romantik können wir schon mal ganz an dieser Stelle vergessen. Die Sonn als solches sei ja überhaupt nur etwas ineinander Gepresstes. Sie sammelt Dreck und Dreck.  Und wenn Dreck gepresst wird, glüht es eben. Das ganze Prinzip basiert auf Druck. Wenn kein Druck da ist,  fällt sie zusammen und das soll in 400 Millionen Jahren passieren. Das ist wie mit jemandem, der sehr erzürnt ist, erst bläht er sich auf, dann fällt er zusammen. Und genau so wird es mit der Sonne geschehen. Ihr Horizont ird in jener Situation die Erde berühren, so es unsere Mutter Erde noch gibt. Nach dem Aufblähen der Sonne gibt es sie ganz sicher nicht mehr. Nur die Ruhe, in Millionen von Jahren soll es geschehen, das ist noch ein kleiner Augenblick, ihr könnt mindestens noch einmal Shoppen gehen. Wenn ihr nach Rückkehr allerdings auf einen Steinball trefft, ist das unsere Erde. Mehr wird von ihrer nicht mehr zu sehen sein. Dann habt ihr das Spektakel ganz offensichtlich verpasst.

Nun sind weitere Tage vergangen und ich belegte  wieder den riesengroßen Ohrensessel in der Buchhandlung. Heute mit einem Buch von Erich von Däniken.Grüße aus der Steinzeit. Heute setzte sich ein in Ruhe gesandter Journalist neben mich. Er arbeitete für die Deutsche Welle, BBC, erzählte er mich irgendwann. Er spreche Deutsch, Russisch, Englisch. Bulgarisch sei seine Muttersprache. S-o-o drei, ähm vier Sprachen, sprechen Sie?! Liebe Carola, ich erwähnte schon einmal den Namen Grabovoi, um mich langsam vorzutasten. Wer weiss, vielleicht möchte er ja Übersetzungen schreiben? Oh ja, er kenne ‚Schrödingers Katze‘ – wenn ich es nicht vor zwei Tagen gelesen hätte, wüsste ich es nicht. Es ist ein hypothetischer Versuch aus den 30er Jahren im Bereich der Quantenmechanik. Na dann!  Morgen geht es in der Buchhandlung weiter. Er hat eine ganze Batterie an Literatur über den CIA. Es wird spannend.