Einbeziehen macht jeden wertvoll fühlend

Die Liebe ist in einem selbst –  und nur dort, also auch nur dort zu finden.

Vor gut einem Jahr schrieb ich die folgenden Zeilen.
Ich mag sie noch immer sehr und heute ist so ein Tag, an dem ich sie als für mich wesentliche Gedanken noch einmal scheinen lassen möchte.
Manches kann man sich gar nicht häufig genug bewusst machen.

Ich kann sprechen, wenn du mit mir sprichst.
Ich werde zuhören, wenn du mit mir redest.

Ich kann dir helfen, wenn du Hilfe brauchst.
Aber verletze mich nicht, denn ich kann fühlen wie du.

Niemand kann Liebe geben, wenn er sich nicht geliebt fühlt. Deshalb besteht die einzige Verantwortung darin, die Liebe zu fühlen, die in deinem Herzen ist, und anderen zu helfen, sie ebenfalls zu fühlen.

Fühlen in Demut und nicht in Hochmut. Ich werde dich nicht zurückweisen. Ich werde nicht so tun, als wärst du wertloser als ich. Ich werde eine Möglichkeit finden, uns beiden gerecht zu werden.
Es gilt, das Nein zum Verhalten des anderen nicht zum Nein auf ihre Bitte um Liebe und Unterstützung werden zu lassen.
Es ist kein Geheimnis: Die Samen aller Handlungen liegen in unseren Gedanken. Indem wir denken, ich kann diesen Menschen nicht leiden, greifen wir ihn an. Wir müssen die Samen unserer Gedanken entdecken und uns mit ihnen auseinandersetzen. Wir müssen lernen, für sie Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen diese Haltung der Ächtung und Bestrafung aufgeben und uns auf Heilung konzentrieren.
Wir können darin unterstützen, dass Menschen sich ihre Gefühle der Wertlosigkeit oder andere negativen Gefühle bewusst machen und sie ihre Glaubenssätze in positive verwandeln.

Möge dein Herz voller Wärme sein.
Mögest du immer ein nettes Wort für alle haben, die dir begegnen.

Wir sind nicht entweder oder, wir sind ein Sowohl als auch.
Mögest du den Mut finden, deine eigene Unvollkommenheit anzuerkennen.

Möge alles um dich herum mitziehen, in Liebe und mit dem Verstand des Lebens.

Durch Handlung werden wir.
Halte deine Liebe und Unterstützung nicht zurück.

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tueren oeffnen
Foto: E.Faccetti, merci,thanks,danke.

 

Solange ein Mensch redet,
solange kann er nicht einatmen.
Und so opfert er den Atem in die Rede.

Solange ein Mensch einatmet,
solange kann er nicht reden.
Und so opfert er die Rede dem Atem.

 

Ganz backsteinartig überkamen mich diese Gedanken, als ich gestern am Meer saß.  „Komm in den Wind“, rief es in mir und so bewegte ich mich auf ihn zu. Nein, nein, verschütten konnte er mich nicht. Doch stritten wir sehr wohl um den Vorrang.  Herzbeglückend. Die Natur spüren. Das Rauschen des Meeres. Sich näher bei seinen Wurzeln fühlend. Die Leichtigkeit des Daseins spüren.  Der Wind, der Wind als Weltodem,  der An-sich-Raffer. Wolkenwasser. Meereswasser. Wenn das Wassser austrocknet, so geht es in den Wind ein. Ebenso geht das Feuer  in den Wind ein. Wenn wir tief schlafen , gehen wir auch in den Odem ein.  Dies sind die großen Verbindungen.  Na jedenfalls liefen gestern  ein paar  Naturkräfte  am Meer zusammen. Ich lachte und genoss diesen lebenskräftig spielenden Wind voller Herzensfreude.

Das Resultat dieses Zusammenlaufens ist dieser Text.

Puste, Hauch. Atem = Odem. Sie wissen schon, der Hauch des Lebens.  Sinnbildlich steht Odem für den lebendigen Menschen. In allen Kulturen bekannt, ob als Prana,  Mana, Lebenskraft, Pneuma, Ruach, Qi… Das Leben (Odem) gibt das Leben, gibt es zum Leben.
Der Megakracher sag`ich ihnen. Die Rede ist von der Energie, jener Kraft, mit der wir überhaupt nur in der Lage sind, aufzustehen. Eben genau: Das Nichttotsein in dieser Welt. Sie ist es, die uns umspannt und aufrichtet. Also ganz sicher ein überaus unterschätzter Teil unseres Daseins, doch so wichtiger Teil unseres Selbstes. Der Hauch des Lebens ist in uns hineingeschüttet. Es ist noch komplexer, aber das soll an anderer Stelle erzählt werden.

maedchenmilch_klein2Wir atmen. Wir reden. Wir essen. Die drei Hauptgebiete dieser Welt. Und was sonst noch für kraftanstrengende Tätigkeiten. Das Reiben des Feuers und das Laufen um die Wette gehören auch dazu. Und ständig denken wir an unsere Wünsche. Dann ist da noch Hoffnung, dass sich der Wunsch erfüllt. Und da oben glüht die Sonne. Sie geht auf und verscheucht das Dunkle. Eine uralte Geschichte, die ich Ihnen gerade erzähle. Wahrlich.

 

Unsere Sinnesobjekte sind abhängig von unseren Sinnesorganen und diese wiederum von jenem Lebenshauch, vom Prana und von unserem Bewusstsein, dh. dem Prinzip des bewussten und unbewussten Leben.  Wenn wir etwas nicht riechen, also einen Geruch nicht zum Bewusstsein bringen,  sagen wir, ich war gedanklich anderswo. Unser  Geist war anderswo, darum bin ich mir jenes Geruchs, jenes Tones, jener Gestalt, jener anderen Sache nicht bewusst geworden.
Wonnig was. Der Lebenshauch, jener Atem, jenes Lebensprinzip liegt inmitten unseres bekannten Lebens, aber wir erkennen ihn nicht sofort als Hauch in unserem Munde und auch nicht als Tor  zu unserem Selbst. Das geschieht eher so, wie man einen Fisch im Wasser erspäht. Mit diesem  besonderem „Hauch“, „Lebensatem“, jenem „Prana“ unterscheidet man nicht in schmeckt und schmeckt nicht. Das ist ein Teil unseres Selbstes ,von dem die Selbste unserer Organe abhängig sind, wie von einem Prinzipale seine Leute. Denn wie der Prinzipale seine Leute ernährt, ernährt unser Bewusstsein-Selbst jene Selbste der Organe. Es ist eine lebende Kraft in uns.   So viel an dieser Stelle in bezug auf das Selbst und jene Lebensenergie. Sie werden sich eines Tages noch wundern, wenn Sie erkennen, was Sie vor allem sind und was Sie eigentlich nicht sind, aber gerade vorgeben zu sein  oder sein zu wollen.

 

windLanger tiefer Atem.
Mit dem Atem vermögen wir immer tiefer in unsere häufig verborgenen Gefühle vorzudringen, in unsere  innewohnenden Gedanken und inneren Bilder, derer wir uns darüber bewusst zu werden vermögen.

  • Erkenntnis 1: Wir müssen gar nicht  Lippenstift  Marke X auf unsere Lippen legen,  uns mit  Modemarken und Prestige-Aktivitäten unser Leben zuschütten.
    Es reicht das Erkennen.
    Aus dem Erkennen erwächst -bestenfalls – ein entsprechendes Handeln.
  • Erkenntnis 2: Wir können vielleicht auf ein paar Organe verzichten, aber auf den Lebensatem  sicher nicht.
  • Erkenntnis 3: Wir sollten bewusst wählen, was dasHeilsamste für uns Menschen und  für diese Welt ist.Kaufen, kaufen, kaufen? Haben, Haben, Haben? Knausern? Knausern? Knausern?
    Oder Erkenntnis?

Stellen Sie sich vor. Es gäbe nur SIE als Menschen, dem die ganze Welt gehöre. Fühlen Sie sich hinein, bitte.
Nur SIE. Ganz allein. Sie sind Unendlichkeit. Und das änderte sich nie.
Wie gelassen wären Sie wohl?
Wie unbewegt in sich selbst.
Der Mensch allein  ist gelassen.

Erkennen.
Sich selbst erkennen.
Die Prinzipien des Unbewussten und Bewussten erkennen.
Diese Welt erkennen.
Wahrheiten erkennen.

 

Wahr ist, wir sind in etwas gewurzelt. Das Hervorwachsen möchte ich erkennen.

Wahr ist, Liebe ist eine Macht.
Wahr ist, geliebt zu werden, schenkt Kraft.
Wahr ist, zu lieben, schenkt dir und anderen Kraft.
Wirst du geliebt, fließt Energie zu dir.

Wahr ist, jede Form von Aufmerksamkeit lässt Energie fliessen.

Die Aufmerksamkeit muss nicht zwingend liebevoll sein. Kinder und Egozentriker wissen, wie sie sich Aufmerksamkeit verschaffen. Sie entwickeln Strategien, die ihnen die lebensnotwendige Aufmerksamkeit, also Energie, möglichst zuverlässig sichern. Der eine ist schön, ihm ist die Aufmerksamkeit gewiss.  Schicksal. Nur was, wenn er oder sie  in unserem Wertesystem nicht mehr als schön gilt? Der Nächste singt auf der Bühne. Der Dritte ist ständig krank. Aufmerksamkeit ist allen gewiss, Energie ebenfalls. Der Nächste ist ständig fies und nervt. Ein Anderer verspricht ständig etwas zu tun, tut es dann aber nicht. Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss. Für den kleinen Hunger zwischendurch, greift er darauf zurück, sich stundenlang zu verspäten, sodass du permanent sorgenvoll an ihn denkst. Wieder ein anderer bricht grundlos in Tränen aus oder bezieht – die Aufmerksamkeit nicht erhaltend – beleidigt nur noch seine Freunde in alle seine Vorhaben und Gespräche ein, die eigentlich dazu dienen sollen, den anderen zu verletzen. Doch letztlich nur dazu dienen, dem Verletzer Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Wahr ist auch, so flüsterte es mir ein weiser Mensch in mein Ohr, Raubtiere sind nur so lange zahm, so lange sie krank sind. Sobald man sie gesund gepflegt hat, rennen sie in ihr wildes Revier zurück.

komfortzone

Wahr ist, Geliebtwerdenwollen kann jeder.
Und will jeder. Lieben hingegen ist eine Kunst. Gelegentlich wird man auf Menschenliebe treffen. Aber machen wir uns nichts vor.  So ganz verlassen wir die Ich-Arena nie.  Nur ganz frische Kinder haben kein Ich. Wären da nicht ausreichend Eltern, die ihren Kindern das Ego mächtig stärken und sie nicht selten mit einem falschen Selbstbild auf das  Leben in einer Kultur der Zerstreuung vorbereiten. Unterhalten zu sein, wird von entscheidender Bedeutung. Das Leben lärmt. Das Hören der inneren Stimme wird dabei zur größten Nebensache. Das Ich will dann wissen, was es alles darf und wird zum Kontrahenten der Seele.
Wir sollten uns keine Macken schön-gucken, nicht die eigenen noch die anderer.

badenWahr ist, granatenartig treffen uns mitunter Schicksalsschläge.
Wir nehmen sie zumeist sehr persönlich. Wir verlieren Herz, Job, Geld, unsere Bewegungsfreiheit, geliebte Menschen. Selten schauen wir darauf, dass  Vieles  an uns vorbeizieht und andere trifft. Tot, krank, kaputt, hungrig und unglücklich ist für die Mehrheit der Menschen auf dieser Welt der Normalzustand. Häufig erinnern wir uns erst nach Eintreten des Schicksalsschlages an unser bisherig glücklich geführtes Leben und wollen schon gar nicht das Glück nah dran sehen. Schon mal darüber nachgedacht in Ihrem  Leben voller Bitterkeit und Selbstmitleid? Von 10 Menschen, die in einer ungeheuer komfortablen Situation leben,  sind vielleicht 9 in ihrem Leben nie geliebt worden.


Energie.

Weichen Sie mal einer fordernden Hand aus. Bringen Sie sich mal aus der Schusslinie. Dann spüren sie jene geballte Ladung Energie, von der ich hier schreibe.
Wir alle leben davon. Wir entscheiden, welchen von ihnen wir Energie geben möchten, die sie unausgesprochen von uns verlangen. Einer, der Energie empfängt, ein anderer, der sie ausstrahlt. Ohne unsere Einwilligung fließt keine Energie von uns zu anderen.
Null, nada, zero.

Weisen Sie jemanden darauf hin, seine  speziellen Tricks durchschaut zu haben. Vielen Dank. Es ist garantiert das Ende jener Beziehung.  Was durchaus nicht immer schlecht ist, aber auch nicht immer wünschenswert. Wenn der Energiesuchende selbst Energie aufwenden muss, um an seinen Stoff zu kommen, sucht er sich meist in Windeseile einfacher anzuzapfende Quellen.
Die Quantenphysik erklärt es uns doch seit einigen Jahren: Entscheidend, ob Welle oder Teilchen ist,  ob das Licht beachtet respektive beobachtet wird. (also man seine Aufmerksamkeit zuwendet) Denn Elektronen sind auch nur Menschen, vice versa: Sie verändern ihr Wesen, wenn man sie beobachtet.
Durch Aufmerksamkeit fließt Energie. Von dem, der aufmerksam ist, zu dem, dem die Aufmerksamkeit gilt.
Erstaunlich, dass wir Menschen so wenig darüber wissen, was diese Erkenntnis für unseren Alltag bedeutet.

Immerhin: Ich weiß es jetzt und Sie doch jetzt auch, oder?
Ich haushalte jetzt mit meiner Energie. Nichts spricht dagegen, sie bis zur Erschöpfung herzugeben, aber ich sollte wissen, warum ich es tue.
Am besten nämlich freiwillig.
Die Natur sucht immer nach ausgeglichenen Verhältnissen, nach Balance.
Die ökonomische Variante bei uns Menschen ist nicht selten die, sich einem Menschen anzupassen, statt sich um die Erhöhung des eigenen Niveaus zu bemühen, holt man den anderen lieber auf das seine herunter. Die Überlegenheit eines anderen zu akzeptieren, damit tun wir uns schwer. Überlegenheit ist potentielle Macht. Macht auch über uns selbst, also Selbstschutz. Leider tun wir das gern im Sinn des Überlegenen und selten im Sinn der Sache. Seien Sie  so wachsam wie nur möglich bei jemanden, der sich Ihnen unterlegen fühlt und am breitesten grinst. Sie werden fast ausnahmslos versuchen, die Machtverhältnisse für sich günstiger zu gestalten. Und werden dabei selten mit offenen Karten spielen. Oh, sie können auch großzügig sein, aber wundern Sie sich nicht, wenn die Affen auf Ihrem Tisch tanzen.

 

maedchenköniginWir sind die Stars unseres Lebens.
Alle anderen sind nur unsere Statisten. Wir besetzen unseren Lebensfilm mit Rollen und Nebendarstellern. Wir sind der „Leading Character“ mit allen Szenen. Wir verschaffen anderen Menschen die Hauptnebenrolle in unserem Lebensfilm. Wir suchen uns jemanden, der uns anrempelt, der selbst Star in unserem Film sein will, der sich zwei unbedeutende Szenen in unserem Leben einholt. Kurz ins unser Leben gerät und spielt als sei er der Star und eigentlich selbst in seinem Film die Hauptrolle spielt. Sie verlangen nach ihrem eigenen Wohnwagen und erscheinen ständig zu spät am Set. Ist keine große Sache für sie, dieser Film. Ist ja nur deiner. Sie wissen um dein großes Herz für jede Kreatur, die da Geräusche macht.

Ein „Ich liebe dich“ ist dann der Selbstgänger.  Insistierend gefordert von einem Menschen, der von der „bedingungslosen Liebe“ träumt. Stirnrunzeln von meiner Seite.
„Welches Wort in dem Satz hast du nicht verstanden?“
Alle drei. Was meinst du mit dem ICH?. Was mit liebe? Und was mit dich?

Mir sagte jüngst ein sehr weiser Mensch: „Liebe entsteht aus Reichtum. Verliebtheit aus Mangel, liebe Martina. Liebe kennt kein Ego. Verliebtheit kennt nichts anderes. Wer den Unterschied nicht kennt, geht mit einem Sneaker  links und einem Stiletto-Schuh rechts aus dem Haus und hadert auf seinem ganzen Lebensweg mit durchgehend schief gepflasterten Gehwegen.“

Verliebtsein fällt für mich jetzt unter Geisteskrankheiten. Verliebtheit ist ein fieser Virus. Wer Glück hat, wird irgendwann wieder gesund und kommt zu Kräften. Verliebtheit ist garantiert ein Unterbrecherschalter für den Verstand. Andererseits, ohne Verliebtheit sähen wir die Welt klar. Womit wir für den Rest der Welt komplett verloren wären. Würden wir uns genügen, wären wir wunschlos glücklich, verliebten wir uns vermutlich nicht. Niemals.

Einatmen. Luft holen.

Das lateinische Wort Inspirare  meint zu deutsch Einhauchen, Einatmen.
Zufall ist das sicher nicht. Atmen wir richtig tief durch, purzelt plötzlich die Inspiration.

Und auch die Erkenntnis.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso es  beruhigt, wenn man durch das linke Nasenloch atmet? Wieso kann das Singen von vier einfachen Silben einen in einen Zustand der Ausgeglichenheit versetzen?

Atem ist Leben. Feuer stirbt, wenn es nicht entflammt. Unser Lebenshauch geht in den Wind, aber er geht deshalb nicht verloren. Mitnichten.Yoga ist nicht grundlos die Tankstelle für viele Menschen. Das Wort bedeutet Verbindung. Es macht uns bewusst, was im eigenen Herzen wohnt. Falls sie zerstreut umherlaufen, suchend bei Wohnungsämtern und Immobilienmaklern und Ihr Zuhause einfach nicht finden, atmen Sie tief ein. Weben Sie sich in den Lebenshauch ein, in die kosmischen Erscheinungen, deren Teil wir sind. Die Jahreszeiten, der Regen, die Sonne, der Mond, der Ozean, die Weltenräume, die Erde, der Himmel, der Luftraum, der Wind, die  Vögel, die Haustiere, die Sterne.

Erkennen.

miki asai foto

Die Türen zur Welt des wilden Selbstes sind nur wenige, dafür aber sehr besondere.
Haben Sie eine tiefe Narbe, ist es eine Tür. Wenn Sie sich nach einem tieferen Leben, nach einem erfüllten Leben, nach einem gesunden Leben sehnen, ist es eine Tür.

Heben Sie den Schleier, der das Herz verdeckt,  dort finden Sie, was Sie suchen.
Atmend.

 

 

 

Auch das geht vorüber

frau wasser

 

Möglich ist das. Du triffst auf einen Menschen und siehst  in sein unschuldiges Gesicht. Aber in seinen Augen liegt der Ausdruck uralten Wissens. Du blickst in die Augen eines Menschens, der viele Leben hinter sich hat und viel erfahren. Er bringt sein ganzes Wissen seiner alten Erfahrungen mit. Und doch fragen sie dich als Schüler und nicht als Kaiser.  Mir begegneteten solche Menschen. Victor in Mexico ist so ein Mensch. Mein Freund im Gaza ist auch so ein Mensch.  Das Leben ist wie eine Kreuzung- allesamt gingen wir in verschiedene Richtungen davon.
Man sieht. Man sieht nicht mehr. Aber man hat gesehen. Die Herz-Verbindung bleibt, auch wenn uns räumlich viele tausend Kilometer trennen.

Hand in Hand –  solange es dauert. Das ist die Wahrheit des Lebens.
Sie schenkten mir Inspiration und Erkenntnis.

„Weisheit ist wie Wasser. Sie fließt abwärts. Man sollte ihr nicht von oben begegnen“, sagte mir der eine. Der andere sagte mir einst: „Auch das geht vorüber. Dies und  das – es geht vorüber. Es kommt und geht wieder fort. Lass es werden wie dein Atem. Wie eine Wolke, die kommt und geht. Dann gewinnst du Abstand.“

Die Geschichten fallen lassen und das Gefühl finden.
Tiefer atmen.
Der Geist kommt dann zur Ruhe. Vor allem, wenn wir den Fokus auf die Ausatmung legen und auf die Stille, die ihr folgt. Den Atem fühlen. Das ist wohl die grundlegendste Form der Meditation.  An jenem Ort sind Geräusche nur das, was sie sind – alles ist einfach das, was es ist.  Wir fügen keine Geschichten hinzu.
Sie sind es nämlich, die uns überrumpeln. Sie sorgen für unsere Gefühle. Etwas macht uns ärgerlich oder wütend. Etwas stört uns uns. Und wir glauben, in jenem Etwas den Ursprung unseres Gefühlszustandes zu finden. Kommt es wirklich aufgrund äußerer Umstände zu diesen Gefühlen? Oder sind es nicht viel mehr unsere Gewohnheitsmuster? Ist es nicht viel mehr unsere Art der Konditionierung, unser Wollen und Wünschen?
Passiert es tatsächlich da draußen oder ist es in mir, was ich da draußen sehe und beurteile? Klar, es ist ganz deutlich der Fehler des anderen. Hätte er, hätte sie nicht….Wenn die Leute ihre Sachen im Büro nur auf die Reihe brächten, dann hätte ich dieses Problem nicht. Wir erwarten viel von uns, aber noch mehr von anderen. Machen Sie sich heute schon Sorgen, was Sie morgen im Büro erwarten wird? Sie wissen schon, all die Meinungen und Überzeugungen, all die Sorgen und Ängste, die Sackgassen, in denen wir mitunter landen, all jene emotionalen Konditionierungen, die im Unterbewusstsein gespeichert werden.

Gehen wir nicht täglich solchen Situationen auf den Leim?

Der Weg durch das Leid führt zu mir selbst. Klingt banal und aufregend zugleich. Nein, es geht nicht um Selbstkritik.
Es geht darum, liebende Güte für sich selbst zu entwickeln. Oder einfach Liebe.
Ja, ja „Liebe deinen Nächsten…wie dich selbst..“. Daran ist nichts ungehörig. Sie können sich  selbst lieben, wertschätzen, wohlfühlen, würdigen.
Nicht  bestrafen, keine Selbstverleugnung. Manchmal scheint es mir, als bestrafen sich manche Menschen, beispielsweise mit dem Joggen. So ein gequältes Ausdruck liegt auf ihren Gesichtern.  hee.hee.
Es geht darum, sich in allen möglichen Aspekten kennenzulernen.
Es geht um ein Hinwachsen zu sich selbst.
Es geht darum, die Welt in einem Körnchen Sand zu entdecken.

Anfänglich schrieb mir eine weise Menschin immer und immer wieder diesen wundersamen Kommentar in meinen Blog: „ICH bin, das Ich bin.“
Denke nicht so viel.“ Ich wuschelte in meinen Haaren. Sie kräuselten sich vor lauter Verstehen wollen. Mit ihrem ständigen Ich bin, das Ich bin, brachte sie mich zum Lachen. Nein, es war kein überhebliches Lachen. Es war ein höchst amüsiertes und so auch ein entsapnnendenes Lachen. Ich ahnte darin steckt eine große Wahrheit, verstand sie aber noch nicht so recht. Oh, dieses kleine kurze menschliche Leben. Was will mir diese Göttin jetzt sagen?
Ich saß lange an diesem Satz. Ich betrachtete ihn von allen Seiten. Der Satz gab mir sehr viel zu tun in den letzten zwei Jahren.

Was uns wachsen lässt, fühlt sich gut an. Meine Haare liegen jetzt wellig auf meinem Kopf.
Es meint dieses und noch viel mehr:

Es gibt keinen Platz der Welt, an dem mein Blick nicht auf mich fällt.

Ich höre den Klang von meiner Stimme.
Alles, was lebt, lebt auch in mir. ALLES.
Ich bin die Musik. Ich schreib den Satz, der von mir spricht.
Ich setz den Samen, aus dem ich wachse.
Ich bin die Kraft in aller Schöpfung.
Ich bin das Ich bin.

Lachen Sie bitte nicht darüber. Ich sage es aus tiefstem Herzen: Wir kommen nicht sehr weit, wenn wir nicht an das Unsichtbare glauben.
An das ursprüngliche Prinzip der Harmonie hinter allen Dingen. Liebe kann man nicht sehen. Sie glauben doch an Liebe, oder?
Ich schrieb es an anderer Stelle schon einmal:
Ein Schüler fragte seinen Lehrer: Was ist Geist?
Der Lehrer antwortete: Woher kommt deine Frage?

Das erste Ich bin meint das Individuum.
Das zweite Ich bin – erklärt, dass es das zweite größere göttliche Ich bin ist.
Denken Sie sich dieses wie die Farbe Weiß, die auch alle Farben des Regenbogens vereint.
Und denken Sie es sich nun als ein Hologramm. Sie sind eine Farbe des Regenbogens und sie sind Weiß zugleich.
In jeder Ihrer Millionen von Zellen.

Jeder einzelne Herzschlag, jeder einzelne Atemzug trägt in sich schon alles Glück.

Ich bin das Ich bin.
Überspringen Sie bitte nicht einfach diesen Satz. Es ist nicht nur ein Satz. Er ist Ihr Leben.
Aus uns entspringt Schöpfung.

Der englische Dichter William Blake dichtete ganz in diesem Sinne:

„…Das Paradies in einer Wiesenblume seh`n.
Unendlichkeit in meiner Hand.
Und Ewigkeit in einer Stunde“.

 

blumeWir haben ein Bewusstsein und ein Unterbewusstsein. Diese beiden können getrennt oder auch zusammen arbeiten. Die Wissenschaft weiß heute, Zellen verfügen über eine Art Gruppenintelligenz, durch welche sie zusammenwirken. Sie wirken gemäß der Suggestion des leitenden Bewusstseins. Kinesiologen gibt es überhaupt nur, weil sie diese Zusammenhänge verstanden haben und mit diesem Wissen arbeiten und heilen. In Mexico war ich an einer Stelle meines Körper heftig von Moskitos zerstochen. Der Regenwald hinterließ seine Spuren an meinem Fußgelenk. Wie schön, dass ich dort auf so liebe Menschen traf, auch auf eine Kinesiologin. Keine zwei Stunden nach ihrer Behandlung waren die entzündeten Stiche weg. Nicht besser – weg waren sie! Ich traf in Heidelberg auch auf eine Kinesiologin, die einem Raucher die Zigarette aus dem Mund nahm und sie ‚positiv umlenkte‘. Wir alle sahen mit staunenden Augen zu. „So jetzt kann sie keinem anderen mehr schaden.“ Unser Tiefenbewusstsein verfügt über unendliche Intelligenz. Darum funktionieren Affirmationen. Die positiven wie die negativen. Darum wird auf die Kraft des positiven Denkens hingewiesen.
Nicht „Wird schon“ oder „Ich hoffe“.  Das Unterbewusstsein ist klug. Es akzeptiert nur beherrschende Überzeugungen und unerschütterliche, nicht bloße Worte oder Formeln. Bejahung und Glauben. Nicht durch Anstrengung, nicht ohne Vertrauen.

Zweifel?

Das Wort Zweifel geht auf mittelhochdeutsch zwi = zwei und falten zurück. Wer zweifelt, ist gespalten, zweigefaltet.
Das Wort Einfältig wird von uns gerne in beschränkender Weise über einen Menschen gelegt, der nicht über den Tellerrand hinweg schauen mag. Aber es trifft den Kern der Bedeutung des Wortes nicht.
Einfältig ist in Wahrheit ein höchst heiliger Zustand. Wer vertraut, ist in eins gefaltet, in Eins, in das Wirken einer höheren Intelligenz! – Er ist ein-fältig!

Ein Tibetischer Abt sagte einst: Ich sprechen jeden Tag in dieses Feld des Bewusstseins. Was sagt ihr ihm?

Beanspruchen Sie Gesundheit für sich. Nicht den Fokus auf das Problem legen, sondern auf ein Gefühl für die glückliche Lösung als Jetziges Ereignis. Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. Immer! Das ist ein physikalisches Gesetz und keine leere Phrase.
Gestern sah ich einem mir fremden Menschen über die gewöhnliche Zeit hinaus in sein ernstes Gesicht. Mit einem Lächeln tat ich dieses. Es brauchte etwa drei Sekunden, da wurde aus dem anderen ernsten Gesicht ein lächelndes Gesicht.

Alle Dinge entstehen im Geist.
Sie können es glauben oder auch nicht.
Sie haben die Wahl.
Überprüfen Sie es selbst an ihrer eigenen Erfahrung.

Wie gelangt man in die Haltung des „Auch das geht vorüber“?

Es ist ein Zustand der Bewusstheit unseres Selbst. Bewusst- sein. Es ist ein hier SEIN, nicht ein HIER sein. (noch ein weiser Mensch, der mir diese Erkenntnis schenkte)

Ich glaube, dass Dankbarkeit ein Weg ist, wie wir zu uns selbst gelangen. Dankbarkeit ist eine heilige Stätte, die uns noch tiefer lieben lässt.

Ich glaube an die Geduld. Geduld bringt Entspannung in unser Leben.

Ich glaube, Humor ist ein weiterer Weg dorthin. Ich bin nicht verrückter, als ich es gestern war. Ich war es schon immer, mir ist es nur  nicht aufgefallen. Hee.hee.

Ich habe es lange selbst nicht verstanden, heute glaube ich, Meditation ist ein Weg. Weil dort nämlich Unterbewusstsein und Bewusstsein zusammenarbeiten. In uns wohnt eine unerschöpfliche innere Schatzkammer. Meditation führt uns mitten in sie hinein.
Wir finden zu u n s e r e m Atem.
Wir werden mit unseren Gefühlen vertraut.
Darüber öffnet sich Raum.
Alles mögliche kann in jenem Raum auftauchen.
Wir lernen den gegenwärtigen Augenblick mit dem Herzen anzunehmen.
Die Meditation akzeptiert uns genauso, wie wir sind.
Dort können wir Gedanken loslassen, an denen wir uns so gern festhalten mögen. Gedanken ziehen wie das Wetter durch uns durch.
In der Meditation ist man präsent und wach und zugleich entspannt.
Wir können dort unser links-hirnig Geschultes überwinden.
Unser Bewusst-sein erweitern.
Das ist wie mit der Zahnpasta in der Tube. Die Zahnpasta geht auch nicht  zurück in die Tube.

Wir können uns so sehr glücklich machen, dass die Leute glückklich werden, wenn sie dich nur ansehen.
Schöpferkraft. Diese Kraft haben wir in uns. Davon hören wir nichts im Fernsehen. Davon lesen wir auch nichts in der Zeitung.

Wir arbeiten an so vielen Dingen nur selten an uns und dem Erstellen eines größeren Bildes von uns selbst.
Je weiter wir unser Bewusstsein entwickeln, desto weiter wächst das Gefühl unserer Verbundenheit und unserer Gemeinsamkeit mit anderen.

Man sitzt mit offenem Geist und offenem Herzen und macht eine Abfolge von Erfahrungen in der Meditation.

Ich erweitere mein Bewusstsein – darum sitze ich.
Ich kann erforschen, wie wundervoll es ist „Alles in Einem zu sein.“

…kein Ende des Lernens und Staunens in Sicht…