Es liegt in der Natur der Sache

ein bisschen besser

Geht.
Fühlt sich gut an.
Wirkt garantiert anziehend.

Es liegt in der Natur der Sache, dass etwas schief geht im Räderwerk unseres Lebens. Mit etwas Glück können Sie an einem klaren Tag hinter Ihrem eigenen Tun ein größeres Tun erkennen.

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Einbeziehen macht jeden wertvoll fühlend

Die Liebe ist in einem selbst –  und nur dort, also auch nur dort zu finden.

Vor gut einem Jahr schrieb ich die folgenden Zeilen.
Ich mag sie noch immer sehr und heute ist so ein Tag, an dem ich sie als für mich wesentliche Gedanken noch einmal scheinen lassen möchte.
Manches kann man sich gar nicht häufig genug bewusst machen.

Ich kann sprechen, wenn du mit mir sprichst.
Ich werde zuhören, wenn du mit mir redest.

Ich kann dir helfen, wenn du Hilfe brauchst.
Aber verletze mich nicht, denn ich kann fühlen wie du.

Niemand kann Liebe geben, wenn er sich nicht geliebt fühlt. Deshalb besteht die einzige Verantwortung darin, die Liebe zu fühlen, die in deinem Herzen ist, und anderen zu helfen, sie ebenfalls zu fühlen.

Fühlen in Demut und nicht in Hochmut. Ich werde dich nicht zurückweisen. Ich werde nicht so tun, als wärst du wertloser als ich. Ich werde eine Möglichkeit finden, uns beiden gerecht zu werden.
Es gilt, das Nein zum Verhalten des anderen nicht zum Nein auf ihre Bitte um Liebe und Unterstützung werden zu lassen.
Es ist kein Geheimnis: Die Samen aller Handlungen liegen in unseren Gedanken. Indem wir denken, ich kann diesen Menschen nicht leiden, greifen wir ihn an. Wir müssen die Samen unserer Gedanken entdecken und uns mit ihnen auseinandersetzen. Wir müssen lernen, für sie Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen diese Haltung der Ächtung und Bestrafung aufgeben und uns auf Heilung konzentrieren.
Wir können darin unterstützen, dass Menschen sich ihre Gefühle der Wertlosigkeit oder andere negativen Gefühle bewusst machen und sie ihre Glaubenssätze in positive verwandeln.

Möge dein Herz voller Wärme sein.
Mögest du immer ein nettes Wort für alle haben, die dir begegnen.

Wir sind nicht entweder oder, wir sind ein Sowohl als auch.
Mögest du den Mut finden, deine eigene Unvollkommenheit anzuerkennen.

Möge alles um dich herum mitziehen, in Liebe und mit dem Verstand des Lebens.

Durch Handlung werden wir.
Halte deine Liebe und Unterstützung nicht zurück.

Das Leben geht vom Herzen aus

farben wasser

 

und nicht vom Ego.

Also ehrlich, das möchte ich an dieser Stelle nun doch kundtun: mein Bedarf an Geraden ist gedeckt. Schnurstracks irgendwohin unterwegs, aber nicht näher am Ziel und schon gar nicht zur Zufriedenheit auf dem Weg. Womöglich noch mehr Energie abgeben, als ich habe. Immer den kürzesten und schnellsten Weg suchend, dabei sollte ich es wissen: Alles Leben folgt Kreisformen.  Die Natur hat wenig Bedarf an Geraden.  Überall Kurven und Kugeln. Rund ist die sicherste Form. Sprechen Sie mal mit einem Wassermolekül. Die wissen schon immer davon. Flüsse wissen es auch. Höchstwahrscheinlich  ist jener Schöpfungsverantwortliche auch rund.

Nur unser Ego nicht. Das fühlt sich eher eckig an.

Sind wir doch ehrlich. Wir alle leben ein Stück weit davon.
Wir alle haben Mittel und Wege, uns Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Das Ego kann sein Haupt erheben. Es kann  so stolz sein.
Gern halten wir dann zurück oder spielen nicht mit offenen Karten. Die Körpersprache, die Augensprache, urteilende oder abwertende Gesten, lieblose Kommentare.  Laut und leise wird gefordert. Alles, damit uns ein anderer Mensch entsprechen soll.

Wir täuschen uns selbst und bitten um die falsche Nahrung.

 

maschreibend
Sie werden staunen, für wie viel Verhalten Angst zuständig ist.
Aus Angst vor weniger Anerkennung, aus Angst und Begierde planen wir uns zu Tode, zeichnen wir unser Leben über eine mögliche Zukunft vor,  vergessen wir die Sorgen anderer,  treffen wir kleinmütige Entscheidungen, sehen wir nicht, was uns täglich an Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt wird,  kämpfen wir täglich mit Gespenstern, teilen wir die Welt in Dein und Mein ein, benutzen wir Menschen, aus Angst vor den Folgen treffen wir lieber rationale Entscheidungen. Angstvoll denken wir über unsere Zukunft nach, angstvoll unterdrücken wir Gefühle und tun so dabei noch so, als wäre die Aggression nicht auch ein Teil unserer Gefühlswelt. Die Aggression ist ein Teil unserer Gefühlswelt.  Jeder, der seine Wut oder seinen Ärger unterdrückt, unterdrückt zwangsläufig immer auch Liebe.  Denn das Eine ist nicht ohne das andere zu haben. „Wer Liebe ohne Wut haben will, will essen ohne Hunger.“   Der Motor für die „negativen“ Eigenschaften in der Welt ist eine anerzogene Angst.

Angstvoll  klammern wir uns an unsere eigene Meinung und Wunschbilder, an Ideale und Träume. Angstvoll konkurrieren wir miteinander, beweisen wir einander,  verhalten wir uns starr oder geradezu starrköpfig, meiden wir unbequeme Reisen, kämpfen wir sinnlose Kämpfe, statt zu fühlen. Wir lassen uns wegtragen.

Dabei verlernen wir das natürliche und herzliche Leben.

Außen ist nur ein Vorwand.
Der Mensch lebt von innen heraus.
Die Ursachen liegen innen.

Wir tragen unseren Himmel in uns.
Unsere Hölle auch.

martina meditierend

Trainieren wir besser unsere Mut-Muskeln und lassen uns nicht bedingungslos umformen.
Verlassen wir uns besser auf unsere Intuition.

Es liegt in der Natur der Sache, dass etwas schiefgeht. ALLES gehört zum Leben. Die Welt ist bunt. Zeiten der Not enden irgendwann. Zeiten des Erfolgs verwandeln sich wieder in schwierige Lebensphasen. Unsere Vorstellung von Glück hat mit der Realität wenig zu tun.

Hätten wir nur Glück, säßen wir vermutlich faltenlos unter Bäumen, die bis zum Himmel wachsen. Ist das die Realität?
Und glauben Sie nur nicht, unser Glück sei selbstgemacht. Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit sind die Folge.

Erst jüngst schenkte mir ein weiser Mensch diese eine Wahrheit:

„Martina, hochfliegende Träumen haben nichts,  aber auch gar nichts mit Fliegen zu tun. Ein Geschäft ausschlagen, das einseitig zu deinen Lasten erfolgt, ist kein Versagen der Liebe. Es ist Lehrstoff des täglichen Lebens. Das, was gegeben wird, folgt oft ganz klaren Regeln. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird zurückgewiesen. Das sollte nicht verwechselt werden mit der Liebe, die nur ein Ziel kennt – zu lieben.“

In dieser unermesslich großen Sphäre Leben sollen wir  als Mensch weit werden.
Bereit sein.
Für die Liebe.
Die Liebe sagt: Ich liebe.

Weder dies noch das.
Keine Vorlieben haben.
Auch negative Erfahrungen sind für die Erkenntnisfähigkeit und Reifung von Bedeutung. Beide Seiten sind unverzichtbar. Nur so erkennen wir, dass alles in dieser Welt miteinander zusammenhängt.

Die Wahrheit liegt im Herzen.
Berührung sieht nur mit dem Herzen gut.

 

 

Ein weiterer Tag in Güte

verdreht

 

Und darum ist das Leben ja auch so ein Klacks.
Von wegen.

Es gibt eine Sehnsucht danach, mit sich selbst klarzukommen.
Wenn da nicht der Lärm des Alltags und das Kunstlicht wären. Sie lenken ab.
Also sage ich mir: Stillsitzen.
Aber Stillsein ist Luxus.

Wir streiten über Religion & Co.. Indianer streiten niemals über Religion. Sie wissen schon längst, ihr Großer Geist ist derselbe Gott. Flankiert von Websites, Facebook und Twitter. Mittlerweilen gibt es eine App, die das eigene Smartphone blockiert. Naja, und dann braucht`s ja recht lange in Deutschland, um einen Angelschein zu erhalten. Am besten kann man wahrscheinlich Forellen in Spanien fischen. Nicht gesund? Sie denken, vermutlich nicht gesund diese Forelle? Wieso? Sie ist wunderbar. Nach dieser Methode haben wir den ganzen Schwarzwald abgefischt.
Gab`s heute eigentlich eine Flutwelle , einen Bergrutsch oder eine krachende Lawine?
Nein? Überhaupt nicht?
Alles ganz schön wacky, wacky, wenn Sie mich fragen.

Wir haben uns vom wilden Urmensch zum intelligenten Menschen der Moderne entwickelt. Wir haben Berufe geschaffen, in den wir 50 bis 60 Stunden pro Woche arbeiten.  Naja, wir haben ja die Wäschereien und das Essen to go und den Coffee to go. Das spart Zeit. Unser Lebensraum reduziert sich immer mehr auf den Stehplatz.
Und da stehe ich nun, stemmend an meine Grenzen, umstellt von Aufgaben.

Muss ich das Leben verstehen? Nein.
Ich werde mich wohl noch wundern, was für ein Schluckvermögen Menschen besitzen.

Das Wirkliche besteht aus Kenntnis, aus Erfahrung, Bett, Morgendämmerungen, Nächten, Tagen, der See, Männern, Frauen, Hunden, Lieblingsautos, Tälern, Erscheinen und Verschwinden von Zügen auf gerade und krummen Strecken.

Eine Anleitung zur Weltflucht muss her. Also weg vom Zeitgeschehen, hin zur Natur und Tradition.
Ein langsames Fernsehen muss her. Ich will hinter der Zeit herhinken. Ein Achtsamkeitstraining absolvieren. Wildkräuter. Mmmh, wir können doch nicht alle auf das Land ziehen? Auf Schafswollmatten in Hüttensocken sitzen und ausatmen? Wenn der Alltag zu wild wird, eine Tasse Tee.

Liebende Güte.
Sie wundern sich wohl jetzt, warum ich nicht das Wort Achtsamkeit oder Zuneigung wähle, sondern die liebende Güte? Naja, der Dalai Lama hat das mal gesagt:  „Meine Religion ist die Güte.“ Die liebende Güte bekräftigt alles Gute, mit dem wir alle geboren wurden. Egal, ob Sie kurz, mittellang, groß oder klein sind. Ob wir stehen oder gehen, sitzen oder liegen. Unsere Güte soll das ganze Universum durchdringen. Sie verlangt die gleiche, nicht wertende,  nicht besitzergreifende, nicht urteilende Orientierung, eine Orientierung durch die Ruhe, Klarheit des Geistes und des Herzens.

Angesichts der tiefgreifenden Irrungen und Wirrungen in unserem Leben mag das Praktizieren in „Liebender Güte“ etwa so schwierig sein, wie auf den eigenen Atem zu achten. Aber es ist ein Weg Herz und Geist zu öffnen.

Wie wäre es mit der einfachen Gegenwärtigkeit im Hier und Jetzt. Bei den Christen klingt das so: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ Das dürfen Sie ruhig wörtlich nehmen. Bei den Buddhisten ist dies ein aktives Prinzip.

Meditation, sagen sie, entzieht dem Mythos Getrenntheit den Boden. Eigentlich haben wir nämlich ein fröhliches Herz, sagen sie auch.  Stellen Sie sich vor, Sie könnten ihr  Herz systematisch aus der  isolierenden Enge zu wahrer, tiefer Verbundenheit führen. Liebe, und aus ihr entwachsen Ihr Mitgefühl, Ihre Mitfreude und Ihr Gleichmut.

Klingt kraftvoll.
Ist es auch!
Wir können das Gute pflegen.
Statt verbissen an unserem Ehrgeiz festzuhalten.
Statt verbissen allem anzuhaften, lieber schauen, was für uns möglich ist.
Statt Getriebensein vom Habenwollen, statt sich im Innern aus Angst und Frust aufzustauen, statt verbissen enttäuscht zu sein und zu toben, wenn wir nicht bekommen, was wir wollen, statt schuldhaft, beschämend, demütigend zu leiden, statt das Leid anderer Menschen auszuschließen, statt das Unkontrollierbare zu kontrollieren, statt illusionsreich nach dem Glück zu jagen, statt uns hektisch aus unserem Leben zu treiben, einfach mit allem nur verbunden sein. Die Verbindung zum Ganzen aufnehmen, lieben können. Akzeptieren, was uns in unserem Leben begegnet und loslassen, was gehen will. Gedanken nicht unterdrücken, sondern durch sie hindurch gehen. Freundlich zu dem sein, was da ist. Wunde Punkte in ein Gefühl der Akzeptanz und Wärme einhüllen. Ein freundliches Wohlwollen an andere fühlende Wesen verschenken, und zwar, ohne sie ändern zu wollen, ohne sie anders zu sehen, als sie sind. Zuwendung, freundlich und respektvoll sein. Die Dinge und Menschen nicht nur sehen, sondern sie freundlich ansehen.

All dieses kann man erleben, nicht in einem Kloster, sondern in unserem Alltagsleben.
Wenn wir ein Licht in einem Zimmer anmachen, fragen wir auch nicht, wie lange es dort dunkel war.
Genauso können wir mit dem Guten Verbindung aufnehmen.
Lieben. Großzügig sein, nicht verletzen, rechte Rede, rechtes Handeln, rechte Taten – so wie Zarathustra es einst formulierte. In schwierigen Zeiten – dranbleiben. Den Schmerz anderer leichter machen. Berühren und berührt werden. Unnötiges loslassen. Hören, was zwischen, in, hinter den Worten in uns ist. Es gibt da viele verschiedene Weisen zuzuhören, aber immer geht es um Langsamkeit.

Wenn wir unsere Wirklichkeit verändern wollen, müssen wir unsere Energie verändern.

Möge dieses Jahr 2015 für uns alle ein Jahr der Freundlichkeit und liebenden Güte werden.

 

 

 

 

 

Anmerkung: Die Brahmaviharas, die vier zu kultivierenden Geisteshaltungen buddhistischer Ethik, sind: Metta – Freundlichkeit, Karuna – Mitgefühl, Mudita – Mitfreude, und Upecca – Gleichmut. (zitiert nach John Peacock, Metta-Meditation, http://www.saekularerbuddhismus.org/?page_id=231)

 

Wenn sich Leben regt

 perspektive 4

 

Ich bin nicht verrückt. Ich habe nur eine andere Perspektive eingenommen – also mich ein wenig ver-rückt.

Jedes Verhalten ist in irgendeinem Zusammenhang wertvoll und nützlich. Und da ich zwei geniale Trainer in mir habe, kann mir gar nichts weiter als das Leben geschehen. Sie halten mich fit und wach. Ich nenne sie „Angst“ und „Freude“.

Mein Freund Angst sagt mir immerzu: Um mich oben zu halten – genauer gesagt: um mein Bild meiner selbst oben zu halten – soll ich in mir das Bedürfnis wecken, andere  nach unten zu drücken. Es ist schon fast unheimlich:  Wie eine verschlossene Rosenknospe, die sich nicht mehr öffnen kann, sitze ich dann als Kugel, die sich daran gewöhnt hat, verschlossen zu sein. Unerreichbar sein, ruft mein Freund Angst.  Und dann drücke ich nach unten  und stolpere  so in dieser Kugel umher,  manchmal treffe ich dabei auf einen gemütlichen Bullerofen und lasse mich an ihm nieder. Ich tauche meine Lippen in einen aromatischen Minztee mit Zimtstange, der öffnet alle Poren und saugt die Vorlieben und Abneigungen, das Anhaften, die Gewohnheit, die  Ängstlichkeit vor Verletzung, Zurückweisung die Traurigkeit, den Tropfen der Melancholie oder der Rastlosigkeit und was noch so alles blüht  unter der Lawine von Ausreden und Erklärungen auf. Irgendwann  finde ich mich einen ganzen Berg weit entfernt von meinen anderen Gefühlen. Dort stecke ich dann.  Erst  jüngst blickte ich währenddessen – irgendwo entlang des Weges – auf Ameisen und ihre winzigen Antennen und dachte: „Die lassen doch mit ihren winzigen Antennen unsere komplexen Verständigungsschwierigkeiten glatt hinter sich.  Bestimmte Arten des Verstehens erfordern bestimmte Arten des Verstandenwerdens. So sieht`s aus!

Und dann rückt mein genialer Trainer Freude auf den Plan.

Die Freude sagt: „Papperlapapp, Martina, willst du hier verdunsten wie ein Wassertropfen in der flachen Hand? Was sinnierst denn da schon wieder zamm.  Atme tief ein, ohne Luft wächst nichts. Mach dir die Welt untertan. Spring und hüpfe. Lache, tanze im Kreis und singe wie die Meerjungfrau. Weg mit deiner Traurigkeit. Fliege zum Mond und wieder zurück. Da wartet schon eine Extrawurst auf dich. Die Freude will mir ihren Garten Eden schmackhaft machen. Und ich denke: „O man o man, seit Tausenden von Jahren ist der Mond der Gefährte der Liebenden. Daneben beginnt schon Traumland.“ Es pochert an meiner Stirn. „Soll ich mich jetzt als ein wiedergeborenes Kind einer Zirkusfamilie sehen? Alles ist bunt. Davonlaufen. Verwirrt- verwirrter!  Bonjour Tristesse!

Eine Rose symbolisiert für mich den Großwunsch meines Herzens

rose nur ein großerwunsch im herzen

 

Zum Glück gibt es noch einen genialen Trainer in mir: die Liebe

Und die sagt mir: „Alles fühlen, Martina.“

Wenn du wegläufst, läufst du vor einer ungeheuren Möglichkeit davon. Gehe langsam zurück, öffne in deinem eigenen Haus die Tür. Lass neuen Wind herein. Betrete dein eigenes Unbewusstes. Warte ab. Die Liebe sagt: Ich werde tun. Und sie sagt: Ich werde nichts tun. Erst wenn sich etwas beruhigt hat, kann etwas geschehen.

Wir bemühen uns nicht traurig zu sein, ruhig zu sein und nicht ängstlich, klar zu sein und nicht verwirrt, verständnisvoll und nicht verärgert. Trotz aller Anstrengungen, unsere Reaktionen auf das Leben zu formen und sie nacheinander abzuspielen, trotz unserer Angst vor bestimmten Gefühlen, ist es doch vor allem das Durchfühlen von alldem.

Wir müssen manchmal aufschrecken. Wir brauchen das stille Sitzen. Die Trauer kommt, die Trauer geht. Wir verletzen einander und manchmal geht der Schmerz so tief, dass wir uns nicht mehr trauen. Wunden leckend ziehen wir weiter. An manchen Tagen haben wir einfach Angst und an anderen lebt das Glück und die Freude in uns auf. Manchmal müssen wir die Schmerzen der Ent-Täuschung durchmachen. Manchmal muss einer den Täuscher  für uns spielen, damit wir den Täuscher in uns erkennen. Manchmal müssen wir zurückgeworfen werden.

Wahrheit ist nie verschleiert.
Wenn wir sie nicht sehen, dann liegt es daran, dass wir die Augen geschlossen halten.

Ich glaube, das Wichtige ist, dass wir in uns kein Gefängnis machen, sondern jedes Gefühl ganz und gar in  liebevoller Haltung in uns annehmen.  Jenseits aller Sprache ist die Berührung die alles verbindende Geste, die Energie, die alles Leben in uns mit allem Leben außerhalb von uns verbindet. Durch unsere Gefühle – und nicht um sie herum -finden wir einen Ort, den man im Zen die „Einfache Gegenwärtigkeit“ nennt. Sie ist die „Nahrung des Verstehens“.  Nicht die Weigerung des Fühlens, sondern das Annehmen aller Gefühle, die gefühlt werden wollen und sollen, ist der Weg der Erkenntnis. Das heißt nicht, dass man sich in die Sonne stellt und schmort. Oder sich auf ein Nagelbrett legt. Es geht darum, den Dingen in die Augen zu sehen – so wie sie sind.

Wir können in einer Scheuklappenwelt aus Träumen leben. Es ändert nichts daran. „Draußen“ wartet die Wahrheit.
Sich selbst gegenüber wahr sein.

Übergib dich der Ausatmung und lass dich mit dem Einatmen füllen.

Handeln in Liebe folgt dem Herzensimpuls.

 

PS.: Und vergessen Sie bitte nicht:

Was wir für das Leben halten, ist nur ein winziger Ausschnitt aus der Wirklichkeit. Das Leben selbst ist ganz anders.
Das Leben  ist eine Reise des Geistes durch Materie. Einzig das Gefühlte zählt. Das Gefühlte ist das Gelebte.
Ein Traum kann so ermüden wie Arbeit. Wenn ich einem rasenmähenden Menschen beim Mähen beobachte,  mähe ich den Rasen quasi mit. Wir können Abenteuer reglos durchleben. Alles ist letztendlich eine Wahrnehmung von uns.
.

 

fühlend

 

„Wenn alles mit Gleichmut betrachtet wird, kehren wir zu unserer
Selbst-Natur zurück.“ (Zen-Weisheit)

Panta rhei.
Alles fließt.

Das wird ein Jahr

Peter, Artist, London

Foto: www.peacein10000hands.com, Artist Peter, London.

 

Im neuen Jahr werde ich ganz verrückte Sachen machen.

Ich werde alle drei Monate mindestens einen Tag  lang alle meine Uhren, mein Telefon und Computer abstellen.
Die Zeit wird stillstehen für mich.
Nur ich in ihr.

Ich werde in einen frühen Morgen hineinwandern, auf einer taufeuchten Wiese frühstücken und zusehen, wie die Sonne ihre ersten Bahnen aufnimmt. Ich werde vermutlich auch träumen.

Im neuen Jahr werde ich ganz verrückte Sachen machen.

Ich werde mindestens einen Tag lang einem einsamen Menschen nahe stehen.

Ich werde zuhören, wenn er mir seine Lebensgeschichte erzählt. All seine Hoffnungen, Gefühle, Enttäuschungen und Liebe werde ich nacherleben und verstehen, wie viel Erinnerung, Leben, Sehnsucht und Liebe ein Mensch sammeln kann.

Ich werde mindest einmal zu jeder Jahreszeit Kinder beobachten, sie bestaunen und von ihnen lernen.
Wie man lachen kann, wie man rückwärts laufen kann, wie man ausbalanciert. Ich werde Kind sein.

Im neuen Jahr werde ich ganz verrückte Sachen machen.

Ich werde  zur kältesten Winterzeit mindestens eine Nacht lang meine Heizung ausstellen und mir Eisblumen vom Frost an die Fenster malen lassen und mich an ihnen erfreuen.

Ich werde mindestens eine Nacht im Freien schlafen und staunend in die Sterne blicken, Sternbilder suchen und auf Sternschnuppen warten.

Ich werde das Leben wagen, das heißt wagen. Wagen, in jedem Moment zu sterben und geboren zu werden, das heißt dort durch das Leben zu  gehen, wo das stirbt, was ich gewesen bin, um etwas anderem Platz zu machen.

 

Im neuen Jahr werde ich ganz verrückte Sachen machen.

 

weisse rose

weiße rose 2

 

Ich werde das ARTprojekt Peace in 10.000 hands unterstützen.

„You may say I am a dreamer, but I am not the only one…(John Lennon)

Der  Künstler Stuart Robertson ist  Gründer dieses Projektes. Die Rose erreicht auf direktem Weg das Herz von Menschen und stellt für  Robertson eine „ästhetische Provokation“ dar. Rütteln will der Neuseeländer an unserer Resignation zum Thema Frieden.
Das  globale Projekt will zeigen, dass Menschen auf der ganzen Welt sich mit sehr ähnlichen Wünschen und  Sehnsüchtne an das Leben richten.
Wir allen haben den Weg des Lebens zu begehen.

 

 

weisse rose 2

Fotos mit weißer Rose: http://www.peacein10000 hands.com

 

 

Ich werde Menschen lieben, dann habe ich keine Zeit, über sie zu urteilen.

 

wasser frau

Ich werde Charity:Water unterstützen. Die Organisation verschaffte durch mehr als 8.100 Wasserprojekte,  3,2 Millionen Menschen in 20 Ländern Zugang zu sauberem Trinkwasser.

 

Das wird ein Jahr, in dem ich lebe. Nicht nur einmal.

 

 

Es ist die Güte. Sie ist einer der größten Beiträge, die wir zum Leben der Welt leisten können, denn unsere Haltung des Nichtverletzens bietet den Menschen um uns herum das Geschenk der Sicherheit und des Vertrauens an.

„Auge um Auge macht die Augen blind“ (Ghandi)

Ein tiefes Wissen der Liebe

stille antwort

 

 

Je stiller du wirst, umso mehr kannst du hören.

Die Seele ist Stille. Frieden ist Stille. Stille ist die Sprache des Herzens. Stille ist die Sprache der Weisen. Stille ist große Beredsamkeit. Stille ist die Grundsubstanz für Körper, Geist und Sinne. Stille ist Stärke. Stille ist eine lebendige Kraft. Stille ist die einzige Wirklichkeit. Der Frieden, der alles Verstehen übersteigt, ist Stille. Hinter allem Lärm und allen Geräuschen ist Stille – die innerste Seele. Stille ist dein wahrer Name. Stille ist intuitive Erfahrung. Stille hilft dem intuitiven Selbst, sich auszudrücken.

Stille ermöglicht die Begegnung des Menschen mit dem Geheimnis des Lebens.

Stille ist der Moment, in dem alle Fragen ein Ende haben.

 

Individualität verzerrt.
Lärm übertönt die Stille.
Wir Menschen werden ruhelos, wenn die Stille in uns schlafen geht.
Wenn man sich das  heutige Leben anschaut,  scheint es der Untergang der Stille zu sein.
Jenseits des Tumultes herrscht sie  – die Stille.
Dort ist es möglich, sich dem vollständig hinzugeben, was dort auf einen wartet.
In der Stille verlieren sich alle  gesprochenen Worte. DAS WORT, welches entsteht aus der Fülle der Stille und uns nur in der Stille zu begegnen vermag, ist von anderer Art.

Tiefes Schweigen gibt dem Menschen die Macht, seine lärmenden Jahre als Momente im Sein der Ewigen Stille erscheinen zu lassen.
In tiefer Stille hört alles auf Gegenstand zu sein. Dort wird alles zu einer Erfahrung.

Haben Sie sich jemals eine Welt vorgestellt, in dir es nur Stille gibt?  Eine Welt des Schweigens. Ein Welt der Zeitlosigkeit in der Stille, die unendlich scheint. Schweigen ist dabei nicht Untätigkeit. Schweigen transzendiert vielmehr alles Handeln und Nichthandeln. In der Stille können wir das ursprüngliche Wesen aller Dinge erleben. Dort gehen wir über das Denken hinaus.

Stille ist reine Existenz.  Stille zu erleben, bedeutet sich in der Stille zu verlieren. Ganz bei sich bleiben. Ohne dabei Rede und Antwort stehen zu müssen. Seelisch-geistige Vorgänge kommen zur Ruhe. Man kommt zur Besinnung.  Man ist einfach nur präsent, um aus diesem Sein zu leben.

Wer Stille bewahrt, hat eine Art von Frieden, Kraft und Glück.

 

Halte inne, wenn Stille anklopft.

Stille ist immer schon da.
Sie ist das immerwährende Sein in der Existenz
Man muss sie nur hören. 

 fliegen auf einem Pferd

 

Stille die blubbernden Gedanken und die auftauchenden Emotionen.
Tauche tief ein in den innersten Winkel Deines Herzens und geniesse die  Stille.
Gehe in die Stille.
Nimm diese Stille wahr.
Werde Stille.

In aller Demut.
In Stille.

Dann wirst du  ERKENNEN.

Das einzige Geschenk, das würdig ist, in der Stille angenommen zu werden,
ist das Geschenk der Liebe.

Was das bedeutet, lässt sich nicht in Worte fassen.

In der Stille kannst du in deinem eigenen  wahren Wesen ruhen.

Gesegnet sei die Stille.