Die fabelhafte Welt der Martina

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Heute mag ich tanzen.

Leben tanzen lassen. Frei über Zeit und Raum verfügen. Der Pflicht die kalte Schulter zeigen.
Gleich, gleich werde ich mit einem Spezialnotizbuch voller weißer Seiten unterwegs sein. Neues darf wachsen.
Und dann etwas. Und noch etwas.

Lebensverändernde Momente herbeizaubern.
Als Glückspilz abgestempelt werden.
Nichts gegen das Nichtstun haben.
Traumreiche Momente in Erwägung ziehen.
TraumZEIT.

Für jeden Gedanken ein Ausatmen.
Ja, ja, ja, entschleunigen.
Langsamer und langsamer und noch ein wenig langsamer
Spüren Sie, wie still es gerade wird?
Ich spür`s
Und noch ein wenig langsamer…
Ausatmen.

Mich auf das Gefühl vorbereiten, das mir sagt:
Martina, es gibt da eine Quelle in dir, die dir Ermutigendes
und Nettes sagen möchte. Sie ist dir ein echter Freund, wenn du
ihr zuhörst.
Sie sagte mir heute :
Dein Zuhause ist in dir. Es bewohnt deine Träume.
Dein Zuhause ist dir näher, als es scheint.
Zuhause ankommen ist dein Freund.
Schau nach innen, außen wirst du nur verkümmern.

Höre gut zu, und hole dir dein Zuhause zurück.

Ein Zuhause sollte ein Ort der Liebe sein.
In einem Zuhause sollte man eine Wahl haben:
bleiben oder gehen.
Ein Zuhause sollte uns nähren.
Ein Zuhause sollte uns einen sicheren und geschützten Raum bieten.
Ein Zuhause sollte ein Ort sein, in dem wir wachsen und uns entwickeln.
Ein Zuhause sollte ein Ort des Mitgefühls, der Fürsorge und Wertschätzung sein.
Ein Zuhause sollte ein Ort sein, an dem man sicher Treppen hinunter- und
hinaufgehen kann.

In einem Zuhause sollte man ein klares Verständnis für den Ort entwickeln können.
Gleich. Gleich werde ich mich in die Klarheit hineinfühlen.
Gefühle notieren, die ich mit dem Ort verbinde.
Was stärkt meinen Sinn für ein echtes Zuhause?
Ich lass mich jetzt treiben und erlaube einem Baum, mich auf eine Reise durch Wurzeln
und Äste mitzunehmen.

Welches Zuhause haben Sie sich aufgebaut?

Eines nah ihrer Träume oder eines mit Möbeln und Besitztümern,
mit einem ständigen Kommen und Gehen, mit Angst vor  Kontakt, Frieden und Stille,
mit einem ständigen Grundpegel von Lärm ohne ruhige Winkel?

Mein Zuhause braucht Herz und Geist. Licht und Wärme.
Keine alten Schatten. Himmel.

Liebe.

Wohnbereiche mit  einer starken Liebe füllen, schreibe ich gerade auf die erste weiße Seite meines Spezialnotizbuches.

 

 

Danke auch an Felix Henf in der Schweiz, der Creator dieser animierten Grafik.

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Du hast einen Sprung in der Schüssel

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Es war einmal…

eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der lange Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“

Die alte Frau lächelte. „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?“ „Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.

Liebesarbeit auf besondere Art und Weise.

Der Sprung in der Schüssel als etwas Nährendes, auf dem manchmal als mühsam empfundenen Weg. Ein wunderbarer Blick. Auch dort geben wir mitunter den richtigen Samen ab, damit Blumen wachsen können – auch außerhalb unseres Hauses. Echt sein – trotz aller Etikette und Erziehung. Licht, das durch uns wirkt, in dem wir sind, wer wir sind.  Helfen in aller Unschuld und ohne Ziel – auch anderen. Wenn wir echt sind, uns ganz dieser Energie unseres wahren Seins hingeben, helfen wir einander, auf das  e i n e lebensspendende Licht zuzuwachsen.

 

Fühlen statt denken

Cheaf

 

Erinnere dich daran, dich nicht von der Meinung anderer formen zu lassen.
Vieles kommt.
Vieles geht.

Dies ist eines der klarsten spirituellen Absichten, und doch auch schwer, ihr treu zu bleiben:

offen zu sein für das, was andere fühlen, und nicht für das, was andere denken.

Wir sind nur echt, wenn wir uns von der Wahrheit und Liebe in uns selbst formen lassen. Unser Wunsch, gemocht zu werden, Konflikte zu vermeiden, unser Wunsch, verstanden zu werden – all dies bringt uns dazu, die Stimme in uns nicht ernst zu nehmen.  Alles, was sich echt anfühlt, können wir nicht zurückhalten. Echt, in dem ich sage, was ich fühle, nicht nur einmal, sondern ständig,  sonst werden wir zu kleinen, kalten Planeten, die durch die Schwärze des Alls trudeln.

Alles, was sich dem Licht zudreht…

Zu viel geht verloren, wenn wir darauf warten, dass uns ein anderer sagt, jenes, was uns bewegt, sei echt.

Ich atme aus und drehe mich um meine eigene Mitte. Unter mir fühle ich die Erde, wie sie mich trägt, während sie sich langsam um ihre Mitte dreht.

Es gibt Verletzung und es gibt Liebe. Sie rollen uns durch die Tage. Beide machen sie uns reich und nicht schwach.

Indem wir sind, wer wir sind.

Lächle und verneige dich vor dieser Wahrheit wie vor einem alten Freund, den du jahrelang nicht gesehen hast.

 

Der Mensch – ein Instrument aus 1000 Seiten

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Mit einer Mein-Bauch-Gehört-Mir-Haltung legte ich mich auf eine satt-grüne Wiese. Ich hatte mir einen kuscheligen Platz gesucht. Früher Nachmittag. Es grünt so grün, wenn Bonns Wiesen glühn`. Hier herrscht Harmonie und Farbenklang. Zwitschernde Vögel und das Wehen des Windes. Carpe Diem. Immer wieder wird mir in solchen Momenten klar, es ist das Einfache im Leben, das Einfache in der Natur, der Welt, das Einfache in der Unendlichkeit, das es uns ermöglicht, zu erkennen, anzuerkennen und zu begreifen.

Alles kommt einmal für den, der  warten kann, Geduld Martina. Es ist zwecklos zu drängeln.

Ich nehme an, die Existenz von Kapuzenjacken ist für niemand ein Geheimnis. Ich meine diese Kapuze, die sich zusammenknautscht und im Kragen verstecken lässt, die, einer Schnecke gleich, aus ihrem Gehäuse kommt und wieder drin verschwinden kann. Einige von ihnen besitzen solche Jacken aus  mir unerfindlichen ästhetischen Gründen nicht. Es gibt doch nichts Schöneres, wenn herbstlicher Wolkenbruch-Regen auf den Kopf prasselt. Wer eine Kapuze trägt wird zum Regenschirm.  Das ist eine anerkannte Tatsache. Bitte glauben Sie mir nicht! Erfahren Sie es irgendwann selbst und Sie werden spüren, wovon ich hier gerade schreibe.

Ich bin gerade ein Regenschirm. Es schüttete Bindfäden auf mich hernieder. Leidenschaftliche Sinnsuche bei Wind und Wetter.

Ich bin ein Instrument aus 1000 Seiten, das schon sehr früh nach der einen, bald nach der anderen gezogen, gestimmt, abgestimmt wurde. So vieles läuft im Film des Alltags in uns zusammen. Wir sind bevölkert von Glaubenssätzen, die wir von uns selbst haben. Ja, ja – ein Leugnen ist zwecklos. Besser annehmen, denn ein Annehmen beendet den Zustand des Widerstandes. Familienmuster, Herzensbrüche, Alpträume, bewusste und unbewusste Wünsche, Entscheidungen, Haltungen der Vorsicht oder der Nachlässigkeit, die unsere Erwartungen auf gegenläufige Weise beeinflussen, die das Auftreten von Ereignissen beeinflussen. Ob tiefes Nachdenken oder Unbekümmertheit, die der Mensch in seiner Faulheit hegt, vorausgehen, immer erschafft unser Geist die Welt – unsere Welt, wie wir sie sehen.  Alles besteht in unserer Welt aus Selbstkonzepten. Und wissen Sie was, man braucht echt Talent, um solch erstaunliche Lebenssuppen zusammenzubrauen.

Wie es uns schmeckt, hängt von unserer Stimmung ab, von der Atmosphäre und Art, wie etwas serviert wird, von den Leuten, mit denen wir zusammen sind, von unserem Hunger auf Leben, von unserer Haltung zum Leben, von der Frage, wie wir Aufrüttelndes aushalten und wie es um unser Vertrauen bestellt ist, wenn die festen Grundlagen unter unseren Füßen und über uns zum Beben gebracht werden und die Welt um uns herum total auf den Kopf gestellt wird.
Wie weit vertrauen wir unseren energetischen Schwingungen? Sind wir gewillt der Wahrheit ins Auge zu sehen? Jeder Wahrheit, nicht nur die uns schmeichelnde, auch wenn die Wahrheit gegen alles verstößt, was dir, mir, Ihnen beigebracht wurde? Beigebracht in einer Gesellschaft, die an chronischer Verstopfung leidet, weil sie so engstirnig und egoistisch ist.

ich kann

Mit der Gewissheit eines Senklotes erklärte mir Brunhildchen erst gestern Abend, worauf es im Leben wirklich ankommt: „Erfolg ist sehr eng mit Karma verbunden, Martina. Du kannst der talentierteste Schauspieler oder Sportler überhaupt sein, aber du brauchst eine Gelegenheit, dein Können unter Beweis zu stellen. Du brauchst eine Startrampe. Außerdem benötigst du Unterstützung, denn man muss bekannt werden.  Wenn Erfolg nicht in unseren karmischen Bauplan für unser jetziges Leben vorgezeichnet ist, wird uns vermutlich sogar all das nicht helfen. Darauf läuft alles hinaus. Vergiss aber nicht, irgendwann wirst du Erfolg haben, wenn nicht in diesem Leben, dann in einem anderen Leben. Die Absicht zählt, die Anstrengung, die Liebe, die Opfer, die du dafür bringst. Wichtig ist die Absicht. Die wahren Absichten zählen. Braucht dein Ego eine hundertprozentige Erfolgsrate? Aus Angst vor Versagen? Um andere zu beeindrucken? Absichten und Anstrengungen sind am wichtigsten. Resultate sind auf Gottes Skala erst sehr weit unten angesiedelt. Ja, ja, mein Mädchen, das ist die Wahrheit, du kannst mir glauben, ich habe in diesem Leben schon 82 Jahre Erfahrung sammeln dürfen. Ich kenne das Leben. Schreite auf dem Weg ins Licht voran. Gelange Schritt für Schritt näher an die Quelle des Lichts. Alles andere ist zweitrangig. Setze deine Seele nicht aufs Spiel. Es ist völlig unerheblich, ob du ein Politiker, eine Journalistin oder eine Weltenwanderin bist. Die Seele ist von größter Bedeutung. Deine Absichten, die Liebe und die Anstrengungen, die du unternimmst, um sie umzusetzen. “

Ich fragte: „Und was macht die Essenz der Seele aus?“

„Vertrauen, Martina! Vertrauen ist der Herzschlag der Seele. Liebe und Vertrauen.“

 

Und mit diesen gestrigen Abendgedanken liege ich jetzt auf der Wiese und schmecke den Regen. Schweigend.  Ja, die Essenz des Schweigens ist der Ursprung aller Dinge.  Viele von uns reden gerne. Doch besser wäre, vorbildlich zu leben – ohne großes Aufsehen. Tag für Tag. Wir können eine Botschaft deutlich vermitteln, ohne den Mund aufzumachen. Da ist beispielsweise die blinde Frau, die einzig über die laute Stimme einer rufenden Mutter auf der gegenüberliegenden Straßenseite wahrnimmt, dass das Kind jener Mutter nah dran ist, in ein Auto zu laufen und sie reagiert, nicht sehenden Auges und ohne Worte, und doch mit einem so überaus klaren Blick für die Situation, läuft sie  schneller als gewöhnlich über den Zebrastreifen, um dort auf der anderen Straßenseite dem Kind ein ‚STOP‘ zu reichen, dass sie damit  aus der Gefahrenzone bringt. Von Licht und Herzensenergie durchtränkt. Still, bescheiden und mit völliger Hingabe – ohne ein Wort.

Hilf einfach den Menschen. Das ist der beste Weg…

Davon erzähle ich morgen mehr…