Im Zustand stiller Freude

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Nach fünf  Tagen zwischen dunklen Wolken und Entladungen wieder Sonnenschein.
Ich bin bereit mein blau-weißes Wunder zu erleben.
Zaubergarten.
Ein weißer Traumteppich. Ein Biotop ganz nah.
Keine hektischen Halsverdrehungen. Diese Landschaft will mit Muße erlebt werden.
Ihre Schönheit gibt sie so üppig preis, dass man in ihr tanzen möchten.

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 „Biostationen“, die Aufgaben des Naturschutzes im Rhein-Sieg-Kreis wahrnehmen. Etwa 120 Gebiete sind als Naturschutzgebiete in der Region ausgewiesen. Durch den Rhein-Sieg-Kreis verläuft eine europäische Grenze. Hier trennnen sich das atlantische und das kontinental geprägte Klima. Höhenunterschiede und unterschiedliche Niederschlagsmengen bilden weitere Bedingungen für die Entstehung verschiedenster Biotope.

Ursprünglichkeit begegnen

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Die Sieg in Bonn. Fotos Kunze

Die Sieg. Der Name leitet sich vom keltischen Name „sikkere“ ab, was „schneller Fluss“ bedeutet. Er entspringt am Südrand des Rothaargebirges und mündet nach 155 Kilometern östlich von Bonn in den Rhein. Auf dem unteren Abschnitt fließt die Sieg gemächlich in größeren Schleifen durch ein breites Tal. Der Fluss gehört mit zu den Flüssen, die im Westen Deutschlands im Jahr am längsten fahrbar sind. Ich denke dabei an Paddelboote und Kajak. Die großen Schiffe tuckern endlos auf dem Rhein.

 

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Duftende Heuwiese. Bewaldete Hügel und landwirtschaftlich genutzte Flächen gehen hier ineinander über. Flussauen im Naturschutzgebiet Sieg.

 

Auszeit.
Nachdem nun zu vermuten ist, dass Jesus, Maria und Moses in Kaschmir  und Apostel Thomas im Süden Indiens begraben sind, sogar Friedrich II davon überzeugt war, dass Jesus ein Essener war, die biblische Zeit seines Aufenthaltes von „vierzig Tage in der Wüste “ nicht die Wüste war, sondern Indien, die eine Zeit der Ausbildung für ihn bedeutete,  und ich mir die Geschichten, die man sich auf der Halbinsel Yucatan in Mexico erzählt, nämlich die vom Mann, der auf wundersame Art zu heilen vermochte und der mit dem Namen  ITSHAMNA in einem der ältesten und heiligen Bücher der Maya erwähnt wird,  nun darüber erkläre, dass die Naga-Maya, die ebenso im Tibet und der Region Kaschmir ansiedelten, vermutlich auf Jesus im Kaschmir oder Tibet trafen und sie diejenigen waren, die diese Geschichte mit nach Mexico trugen. Ja, so könnte es gewesen sein. Allerdings erzählt die Geschichte auch davon, dass Itshsamna von Chichèn Itz`a  in das 65 Kilometer entfernte Itshamatul zog. Heute heißt der Ort Izamal. Irrtum meinerseits also nicht ausgeschlossen.

Nachdem all dieses hier sogar höchst wahrscheinlich scheint und es auch nicht so ist, dass die Kirche nicht seit den 50er Jahren darum wusste, allerdings befand, es würde letztlich nicht viel ändern, also warum ein großes Aufsehen darum machen, gelange ich zu der Frage, wie man auf die Idee kam, einen Jungen namens Jeshua im Alter von vielleicht 12 oder 13 Jahren in das ferne Indien aufbrechen zu lassen? Welche Anknüpfungspunkte gab es dort für ihn?

Ma-yab bedeutet aus dem Suyatan-Maya übersetzt: die Auserwählten.
Maya: das Land, in dem es keine Schmerzen gibt.
Itshamna bedeutet übersetzt : der Sohn des Schöpfers
Sollten Sie vielleicht Ihre Stirn kräuseln?  Erst vor wenigen Tagen berichtete eine US-Forscherin in einem Interview davon. Man könne es nicht ausschließen, einiges spreche dafür.
Und morgen denke ich weiter darüber nach.

So, und jetzt setze ich mich neben einen ausgewachsenen Baum. Atme seine Weisheit ein. Fühle den Wind, fühle stille Freude, amte langsam, öffne mein Herz und versuche nichts festzuhalten.

 

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Eine Reise von siebzehn Jahren

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„Und es war eine Zeit, in der die Menschen dieser Welt auf einer anderen Erde lebten, irgendwo in der Spirale… Das zu starke Licht vernichtete den Atem ihres Herzens. Und die Vorsehung hat gewollt, dass  sie hier wieder angepflanzt wird, zwischen Licht und Finsternis, damit die Seelen lernen zu unterscheiden. Die Vorsehung wollte aber auch, dass der Gärtner bei den Pflanzen bleibt. Daher gibt es einen bestimmten Ort, dort, wo Himmel und Erde sich vermählen – dort wo eure Brüder von den Sternen , von Mond-Sonne und vielen anderen, wohnen. Von ihnen gehen Strahlen aus, sie sind wie Hefe, sie sind der Leitfaden der großen menschlichen Zivilisation. Nichts auf dieser Erde ist ohne sie geschaffen worden. Energie des Vaters wird nach dem Willen unseres Herzens gewandelt.“

Man könnte meinen, hier werden Sichtweisen aus der Welt der Maya in Mexico und Guatemala geschildert. Doch die aufgegriffenen Sätze, das Geschehen stammt aus der Welt der Essener. Durch die Kraft der Liebe auf den Äther zu wirken, durch jede winzige Idee, jeden Gedanken vermochten sie den Äther in Schwingungen zu versetzen.

Materie, Kraft und Geist waren für sie eins, seid also eins mit dem Göttlichen„.  Sie wussten auch,  Liebe sendet Töne aus, die von der Vernunft nicht wahrgenommen werden und die ihre Schritte zu bestimmten Orten zu  lenken vermochten.  Liebe war für die Essener das höchste schöpferische Gefühl. In ihrer Welt gab es ein kosmisches Meer der Liebe. Leben selbst war ein Ausdruck der Liebe. Starke Liebesgefühle allen Menschen gegenüber auszudrücken, das war ihr Gebot. Hierzu sprachen sie immer auch mit dem „Engel der Liebe.“

Alles ist dauernde Schöpfung

Der Zweck des Universums lag für sie  im „Ewigen Leben“ –  in der Unsterblichkeit.  Der Kosmos war für sie eine Quelle von Energie, die dem Menschen zur Verfügung steht, wenn er seine Wahrnehmungsorgane vervollkommnet.

Sämtliche Karrieristen, die heute mit Vorträgen zum Thema „Sei deines Glückes Schmied“  große Hallen füllen, verdienen ihr Geld nicht mit  neuem Wissen, sondern mit Teilwissen aus jenem uralten Wissen vergangener Kulturvölker.
Sie verfügten über das Wissen jener Kraft einer beharrlichen Idee, die in eine Richtung gelenkt werden kann. Sie wussten um die grenzenlose Wirkung durch die Vereinigung mit den „großen Gesetzen des Lebens“.
Unsere Wissenschaft nähert sich Stück um Stück an.

schumann-frequenzSchumann-Frequenz

Zeit an sich existierte nicht. Sie besaß für sie  nur die relative Kraft der Materie. Sie bewegten sich darüber hinweg und dachten eher in „Lichtbündeln“.  Die Ausrichtung ihrer Tempel war aus mystischen und praktischen Gründen wohl überlegt. Mit den Strahlen der Sonne arbeitete man und setzte die Räume in die jeweilige Beziehung. Jeder Saal ihrer Tempel erreichte seine volle Wirkung nur bei einem bestimmten Sonnenstand. Die Form der Säle, Stärke und Dichte der Mauern waren ebenso ausschlaggebend.

Auch die Maya richteten ihre Pyramiden danach aus. Chichen Itzà auf der Halbinsel Yucatan in Mexico ist dafür ein Beispiel. Sie mauerten ihre Steine auf den Millimeter dicht und präzise. Die Steine waren in einer  bestimmten Reihenfolge von Größe  und Dichte gesetzt, sodass es beispielsweise  auf dem „Feld der Spiele“ beim Klatschen von Händen zu einem bestimmten Hall kam, der an den Gesang  des Vogels Quetzacoatl erinnerte.

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Quetzacoatl

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Ein kleiner Quetzacoatl. Mexico

Die Essener  wurden darin gelehrt, sich der höheren Schwingungen bewusst zu werden. Sie wussten um die Wichtigkeit und Bedeutung dieser  Gefühlsströmungen in sich selbst und im Universum. In ihrem Räderwerk des Lebens bedeutete ein Verletzen des Lebens außerhalb, sich selbst zu verletzen.  Zwischen allem bestand in ihrer Vorstellung eine Verbindung.

Töne verändern die Struktur von Materie

Tiefe Gesänge sangen die Essener mit rhythmisch skandierten Silben. Sie besaßen die Fähigkeit verbindende Gedankennetze aufzubauen, wie man sie damals auch in den griechischen Mysterienschulen anwandte. Kräfte, die Strukturen von Materie, des sendenden und empfangenden Körper zu ändern vermochten. Der Zustand des Bewusstseins bestimmt den Zustand der Materie.
Diese einfache Wahrheit war ein kleiner Schlüssel, der viele Schlösser öffnete.
Die Essener wussten auch, dass Länder bestimmte Energien aufweisen.

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Jesus war ein Essener

„Dass die Familie Jesu dem Essenertum angehörte bzw. nahestand, ist historisch und theologisch belegt. Das Essenertum war Saatbeet der christlichen Botschaft.  Die Familie Jesu stand den Essenern sehr nah, so heißt es:  „ja angehörte“ [,dies]  kann aus den Äußerungen und der Lebensweise Jesu selbst und der christlichen Urgemeinde in vielfältiger Weise rückgeschlossen werden. Der Theologe Friedrich Bahrdt wies schon 1792 darauf hin, Jesus sei durch Nikodemus und Joseph von Arimathia mit den Essenern verbunden gewesen.“  (Dr. Edmond Bordeaux Székely übersetzte aramäische Texte und hatte Zugang zu den Geheimbibliotheken des Vatikans.)

Der „siebenfältige Frieden“ der Essener ist Jesus Bergpredigt.
„Wahrlich ich sage Euch, sieben Pfade führen in den unendlichen Garten und jeder muss in der Einheit von Körper, Herz und Geist gegangen werden, sonst werdet Ihr stolpern und in den Abgrund des Nichts fallen.“
Jesus sprach vom Frieden der Erdenmutter und des Himmelsvaters, vom Frieden für den Körper, für die Herzen, den Geist und er sprach von der Kraft der Liebe und der Weisheit

Ein achtarmiger Stern strahlte in jedem noch so bescheidenen Haus der Essener.

17 Jahre soll Jesus ausgebildet worden sein. In der Zahlenmystik lässt sich die Zahl 17 auf 1+ 7 = 8 zurückführen. Jesus soll die hinterlassenen Texte von Gautama studiert haben. Bereits mit vierzehn Jahren soll er  in der Stadt Puni in Indien gewesen sein. Dort habe er jene Techniken der Heilung und die Neuordnung der Lebensatome vermittels besonderer Kräfte  erlernt.
Er bereiste Chaldäa und Babylon und studierte die Zend Avesta Zarathustras, dessen Studium in allen essenischen Schulen obligatorisch war.

Zarathustras Zend Avesta

Avesta wurden vom Zend und Sans-Volk in ihren Schriften verwendet. Es bedeutet das „lebendige Wort Gottes“.  Zend bedeutet Kenntnis, Wissen, verständige Auslegung.
Die Überlieferungen der Schöpfungsgeschichte verdanken wir ihnen.  In den Urkunden der Zend Avesta steckt die ganze Weisheit und Erkenntnis aus dem „Buche der Natur“.  Die „Gathas„, Gebete oder auch Mantren gehen unmittelbar auf Zarathustra zurück. Der Zend Avesta bestand aus 21 Bänden. Im persischen Raum gab es zwei auf Pergament geschriebene Exemplare. Sie galten als der kostbarste Schatz des Irans. Alexander der Große war Schüler Aristoteles. Er wusste um diesen Schatz und wollte ihn sich holen. Und so eroberte er Persien. Auf diese Weise gelangten beide Exemplare nach Griechenland.

Unter allen Völkern bis zu Jesus Christus galt der Zend Avesta als das grösste Sammelwerk der Weisheit aller Zeiten und aller Gebiete, wie Religion, Heilslehre, Heilkunde, Philosophie, Astrologoie, Landwirtschaft, Gartenbau.  Das Werk bezieht sich auf die Schöpfung, das ewige Leben, die Wiederherstellung und Auferstehung des Menschen.

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Zarathustra

Alles Wissen, alles Gute und Wesentliche griechischer Philosophie und Wissenschaft , entstammte Zarathustras Entdecker-und Forscherdrang. Aristoteles und andere Griechen der Antike gaben dies zu. Besonders die Griechen verdanken ihre hohe Kultur dem Zend-Avesta. Durch die Perser wurden sie bekannt, dort war Zarathurismus nicht nur Staatsreligion, sondern eine Lebensform des ganzen Volkes.

Zarathustra  (Zoroaster in griechischer Sprache) war der Lichtträger der grauen Vorzeit. Er brachte seine Philosophie auf die denkbar einfache Formel des dreieinigen Prinzips: „Gute Gedanken, gute Worte, gute Werke.

Der Weg des Lichts  führte über gute Gedanken, Worte und Taten in die höheren Arten des Bewusstseins. Der Ring des Schicksal (Zwänge des Lebens) könne gemeistert werden.  Das Rezitieren von Gebeten und Sprüchen galt als Gedächtnisübung. Die Führung lag für sie  in den Händen des Engels des Lichts, damit sie auf den Wegen des Lichts wandeln.

Zarathustra soll 6.900 v. Chr. in Rhaga, in der Nähe des heutigen Teherans geboren worden sein. (ähm, also … wiedergeboren!)  Und er soll auch nicht für sich in Anspruch genommen haben, der Vater seiner Lehre gewesen zu sein. Kein Glauben und keine Religion können von sich behaupten, allein entstanden zu sein. Aber selten sind die, die die Demut und so auch die Größe haben, dies zuzugeben.
Zarathustra wollte den Glauben an den alleinigen Gott in Erinnerung bringen. Die Naturgesetze und die ewig wirkend Prinzipien trieben ihn an. Er schöpfte all seine Anweisungen, Ratschläge und Lehren aus der Natur.

bruecken bauen

Seine Philosophie erkannte nichts an, was nicht aus der Natur offenbart war. Worte, die eine Vorstellung von Gott vermittelten, waren für ihn eine Offenbarung der Natur. Das Wort Elohim mit seinen vorkommenden Vokalen entsprachen für Zarathustra Nachahmungen der Töne, durch die sich der Gott der Natur zu gewissen Zeiten und Umständen im Wind offenbarte. Buchstaben und Gedankeninhalte hatten offensichtlich für Zarathustra ganz reale beobachtbare Auswirkungen im Menschen – konkret auf die Aura. Ein Hauptgebet wie „Yatha Ahu Vayryoo“ entfaltete eine Lichtwirkung, die blauem, gelben und rotem Licht entspricht und zusammen die Farbe Weiß ergibt. Gleiches galt für Gottesnamen.

Die Essener und später auch die Kabbalisten rezitierten Mantren, die  auf diesem Wissen aufbauten. Der Bezug  findet sich unter anderem in ihren Vorstellungen, dass Lichtenergien sich in Wörtern und Buchstaben verbergen,  in ihren 72 Namen Gottes,  den jeweilig körperlichen Entsprechungen und in der Annahme ihrer heilenden Wirkung auf den Menschen.

Zarathustra nannte Gott nicht Gott. Für ihn war er „Der Eine“ oder kurz „Er“. Gott sei zu heilig, zu groß, als dass er mit einem Namen erfasst werden könne. Seine Visionen erhielt er durch die sieben Erzengel, heißt es.  Zehn Jahre reiste er von einem Ende der Kulturwelt zur anderen, um den Menschen mitzuteilen, sie seien die lebendigen Zeugen Gottes auf Erden, in jedem schlummere  die Verbindungsmöglichkeit zu Gott,  und die Natur sei die Ausdrucksform der göttlichen Intelligenz, offenbart  in der Materie. Vergebens.

Uns geht es ähnlich? Oder  ist Ihnen mit aller Wirkkraft aufgefallen, dass Jesus gesagt hat: „Wisset ihr denn nicht, dass ihr seid die Tempel des heiligen Geistes Gottes“ . „Ja, wisset ihr das nicht, dass ihr seid Gott und Gottes!“  ?

Wir sind es, nicht irgendwelche Ideen anderer. Wir tragen Schöpferkraft in uns.

Zarathustra gewann schließlich den König von Iran (Persien) für seine Fortschrittsgedanken. Das Land blühte auf.
Doch sehr zum Leidwesen der Kirchen, die um ihre Macht fürchteten. Der Neid der umliegenden Völker  führte letzlich in den Turanischen Krieg. Zarathustra wurde dabei im Alter von 77 Jahren  im Iran getötet.

Der Zarathustrismus verbreitete sich sehr schnell nach seinem Tod.

Die Menschen sollten sich die Kräfte und Mächte der Natur zum Wohle der Gesamtheit nutzbar machen, nur die guten Elemente herauskristallisieren und nur die guten Seelen auf die Erde ziehen. Nicht nur das gute Reden, sondern diese in Verbindung mit  guten Taten brächten das Heil auf Erden. Er zeigte den Menschen, wie sie aus Wüsten fruchtbaren Boden gewinnen konnten. Er bediente sich des Bestäubens und des Pfropfens (Veredlung von Früchten), aus der Distel machte er die Artischocke. Er kreuzte Gräser und machte daraus Vollmais und Weizen. Auch die Traube züchtete er.  Er zog Gänseblümchen, züchtete die Feige, die Kirsche, die Pflaume, den Apfel und Granatapfel. Der Mensch sollte reine Speisen essen.

FeuerWasserkuren, Waschungen nach besonderen Regeln, Einhaltungen bestimmter Ernährungsverordnungen, Sorgfalt in der Auswahl der Speisen, gesundheitsmässiges Bauen und Wohnen, Bäder vor Sonnenaufgang gingen mit Hautpflege Hand in Hand. In jedem Hause brannte das „heilige Feuer„, um die Feuchtigkeit abzuwehren und die Luft rein zu halten. Feuer war für Zarathustra das Sinnbild der Reinheit. Alles diente der Prävention. Zarathustra gab genaue Anweisungen für Heilmethoden, die alle auf dem Prinzip der Reinheit aufbauten.  Schon die Verunreinigung der Atmosphäre galt als Sünde schlechthin. Kam jemand zu Schaden war es eine unverzeihliche Sünde gegen den Geist der Gemeinschaft.

Als Hauptreinigungs- und Heilmittel galt der Atem, der in Gesängen und Gebeten gepflegt wurde. Er diente der Vorbeugung und zum Heilen. Mäßigkeit war das oberste Gesetz.
Die Verfeinerung des Nervensystems und die Reinigung des Blutes galt als Wiedergeburtspflege.

Dafür waren der Atem und die Ernährung von entscheidender Bedeutung. Gebetszeremonien ebenso wie Feuerrituale waren wohl durchdacht. Sie galten als  Heilübungen.

„Habt Liebe füreinander“ (Jesus)

Jesus wurde  von den Essener ausgebildet. Er war es, der später die Lehren Zarathustras in Judäa verbreitete.
Seine Lehre der Liebe und Weisheit war das, was Zarathustra als Ordnung und Gesetz zusammenfasste.

„Habt Liebe füreinander. Ein jeder für jeden.“  In aller Einfachheit sagte er dieses zu den Menschen. Er war Beispiel, er war Lehrer, er war Heiler, er war Volkswirt, er war Menschenfreund, er war der Gerechte, der Meister und irgendwann wurde er zum Messias erklärt.
Ich und der Heilige Vater, die Unendlichkeit, sind uns Eins geworden.“  Das Himmelreich oder Reich Gottes ist inwendig in uns.  Ein Zustand, in den man sich zu entwickeln hat, aber nicht ein Ort. Das ist der Kern der Erkenntnis.
Aus dem Herzen kommen die belebenden Wellen. Wo immer die Umstände entsprechend sind, realisieren sie sich.

Für die Weisen jener Zeit war das eine schon längst bestehende Tatsache. Wir scheinen uns noch mit Händen und Füssen dagegen zu wehren, dass wir die Kraft einer Höheren Intelligenz in uns tragen.
„Ihr seid Gott und Gottes!“  Das hat noch niemand überboten. Das sagte Jesus zu jenen Menschen, die gerade über den neuen Staat des Plato diskutierten, der ihnen die Glückseligkeit bringen sollte.

Seine Sprache in Bildern und Gleichnissen war kein Zufall. Sie sollte alles Trennende vermeiden und es dem Entwicklungsstand des einzelnen überlassen, seine Schlüsse daraus zu ziehen. „In Gottes Haus sind viele Wohnungen…“ ähm Räume…

Schon Abraham wurde von dem iranisch -zarathustrischen Friedensfürst Melchizedek eingesegnet. Er hatte von ihm den Auftrag bekommen, Juden im Sinne des Zarathustrismus zu leiten. Sokrates, Plato und Aristoteles nahmen Zarathustras  Gedankenrichtung an. Plato gründete eine zarathustrische Akademie in Athen.

Mit dem Herzen verstehen

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Heilige Geometrie

Die Essener sollten die Lehren ihrer Vorfahren verstehen. Hierzu wurden sie von Engeln geleitet. Die beschriebenen Handlungen und Heilmethoden  Zarathustras sind auch  ihre: Feuerrituale, Reinigung,  Waschungen, Bäder, gesunde Ernährung, Atem und Gesang, Gebete, das Rezitieren. Das Dreieck  und die Zahl 3 haben nicht ohne Grund auch bei den Kabbalisten eine wichtige Bedeutung: Erde, Weltall, Unendlichkeit. Der Einfluss von Zarathustra ist unübersehbar.

Die Essener sollten sich über das reale Leben, über die heiligen Geometrie, jene hermetischen Prinzipien und über die Unendlichkeit bewusst sein. Darin befähigten sie sich. Darin wurden sie gelehrt. Die Naturgesetze  waren für Zarathustra aus der Ewigkeit geboren. Das universelle Energiegeflecht gehört den Bereichen Ewigkeit und Unendlichkeit. Seine Lehren fanden Einzug im Leben der Essener.
Darauf richteten die Essener ihre Aufmerksamkeit. Darum gab es ihre  täglichen „Kommunionen“ mit Engeln der Erde und des Himmels.
„Die Mutter Erde und ich sind eins. Sie gibt die Nahrung des Lebens meinem ganzen Körper.
Engel der Sonne ströme in mein Sonnenzentrum. Gib das Feuer des Lebens in meinen Körper
Engel des Lebens ströme in meine Glieder. Gib Kraft meinem ganzen Körper

Sie nahmen die  Lebenskäfte von Wald und Bäumen in sich auf.  Sie achteten auf die Erhaltung von Werten. Ein Baum, eine Pflanze, Menschen. Zerstörte jemand, so missachtete dieser die Schöpfung. Sie standen mit den natürlichen und kosmischen Kräften in Verbindung. Einem Kraftfeld, das immer schon bestanden hat  Es ist älter als das jetztige Sonnensystem – urgalaktisch sozusagen und es existiert noch immer.

Die 12 Schriftrollen der Essener waren inhaltlich eine „Programmierung“ ihres Bewusstseins auf positive Gedanken, die sie viermal am Tag anwandten. Es war ein System der Selbsterforschung anhand ihrer Lebensideale und ihres Glaubens, die alle jene universellen Lebensgesetze mit einbezog. Keine Psychotherapie der Gegenwart leistete dies je.
Die wahren Gaben Gottes  erkennen, sich selbst erkennen,  in diesem Bewusstsein lebten sie.

Das Gesetz der Harmonie mit den natürlichen und kosmischen Kräften war Zarathustra wichtig und vor ihm war es anderen wichtig. Es war  in Folge den Essenern, den Kabbalisten und viel früher  noch war es den Maya wichtig. Allen ging es dabei um die Harmonie und den Ausgleich in dieser Welt. Es ging allen immer um beides:  das Erkennen und das Erschaffen.

Die Lehre der Essener war eine bemerkenswerte, die in ihrer Bedeutung und ihrer Weisheit zeitlos war. Intuitives Wissen im Herzen eines jeden Menschen wurde wiedererweckt. Ein Wissen, das seine eigenen Probleme und die Probleme der Welt lösen konnte. Sie gründeten ihre eigene Wirtschaftsordnung, die auf dem Gesetz aufbaute, und bewiesen damit, dass alle menschlichen Bedürfnisse nach Nahrung und materiellen Gütern durch die Kenntnisse des Gesetzes ohne Mühsal erworben werden können.

Sie verbrachten viel Zeit mit dem Studium, sowohl der alten Schriften als auch in den speziellen Bereichen wie Erziehung, Heilkunde und Astronomie. Von ihnen wurde gesagt, sie seien die Erben der chaldäischen und persischen Astronomie und der Ägyptischen Heilkunde. Sie waren Meister der Weissagung, auf die sie sich durch ausgedehntes Fasten vorbereiteten. In der Anwendung von Pflanzen und Kräutern zur Heilung von Mensch und Tier waren sie ebenfalls Experten.  Sie hatten außerordentliche Kenntnisse darüber, sich selbst zu regenerieren. Die Ehrfurcht vor dem Leben war dem Geist der Essener zueigen.  Sie glaubten daran, dass der Ewige  für jeden einen Weg und einen Plan vorgesehen hat.

Von vielen wurden sie als Exoten angesehen. Und auch heute mögen sie mit ihren Ritualen  manchem eigenartig erscheinen.  In Wirklichkeit aber waren die Essener in ihren Ansichten revolutionär,  viel revolutionärer als es die Zeloten-Krieger damals waren. Die Zeloten waren eine Art Widerstandsbewegung gegen den geforderten Zensus der Römer. 

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Die Wissenschaft weiß heute, dass unsere DNA im Zellkern mit Antennen zum Empfang von Informationen aus dem Kosmos über Lichtimpulse ausgestattet ist.  Sind wir unglücklich,  zieht sich  unsere DNA zusammen.

Die  72 Schlüssel der Kabbalisten,  jene 72 kodierte Namen Gottes sind solche Lichtenergien, die auf die DNA wirken können. Die Farbtherapie arbeitet ebenso mit diesem Wissen.

Quantenheilung und Matrix-Heilung transportieren Informationen der jeweiligen Bewusstseinsebenen über Raumgrenzen und Zeitbedingungen hinaus. Sobald ein Mensch an jenen denkt, der um Hilfe bittet und er dem zu helfen beabsichtigt, führt die Intension des Heilers durch das entsprechende Gedankenbild zur Freisetzung und Übertragung der Energien, die in selbem Augenblick den Hilfesuchenden erreichen. Sei es, dass er sich im Zimmer oder Haus nebenan aufhält, in Mexico oder auf dem Mond. Ich habe es selbst erfahren dürfen. Es funktioniert.

Auch die gnostische Harmonie-und Tonlehre beruhte auf dem Wissen um die Atome und dem Ätherraum.
Ihr Postulat: die Welt drückt sich durch Polaritäten aus. Licht wird erst durch Dunkelheit sichtbar. Modulierte Schwingungen der Vokale wirkten auch ihrer Ansicht nach verfeinernd auf die Nerven ein. Das höchste Ziel der Gnostiker war es, dieses Licht zu erzeugen, das den Zustand der Harmonie mit den Höheren Kräften hervorbrachte. Dafür bedurfte es – aus ihrer Sicht – des bewussten und rhythmischen Atems. Bei ihnen gab es die Lobgesänge der Seele.

Letztlich führt uns die Lehre der Essener zurück in unser Herz. Es braucht keine Diplome, um zu verstehen, dass es ein Herz ist. Das Herz selbst ist höchte „Magie“. Wir sollten uns wieder  an das Tor zu unserem inneren Wissen erinnern. Es ist ein Phänomen der Identifikation und dies geht viel weiter. Es ist die Verschmelzung, es ist der Punkt der totalen Begegnung zwischen dem Vertikalen und Horizontalen.

„Wenn ich dir sage, ‚Urteile nie‘, so tu ich dies nicht, weil mein Vater darin ein Übel sieht, sondern weil das Urteil das Öffnen deines Herzens unterbindet und weil nur dieses Öffnen meinen Willen lenkt. (Jesus).

Öffnen können wir uns nur mit unserem Herzen.

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Die Zahlenmystik der Essener

Als ich bei jenen Essenerinnen war, sangen wir ein Mantra und wiederholten es 108 mal.
Das Gayatri Mantra“ – wohl das Bekannteste aller Mantren.
Woher kommt nur diese Zahl, fragte ich mich nach gut 45 Minuten Mantra-Gesang und 18 x 6 wunderschönen Gefühlen?

Die Antwort: Durchschnittlich 21.600 Atemzüge machen wir täglich. Davon ist eine Hälfte solar (Surya) und die andere lunar (Chandra). Wenn wir die Hälfte 10.800 durch 100 teilen, kommen wir auf 108. Deshalb soll man ein Mantra 108 mal wiederholen, die Kraft wird Hundertfach und wir füllen den Tag mit der mystischen Kraft.

Die Zahl 108 hat aber noch viel mehr Bedeutungen.

Eingeweihte Essener trugen eine Kette mit 108 Perlen am Hals. Auch Jesus trug sie. 120 minus 12 Jünger= 108.
Die 1, die 3, die 7, die 12, die 108, die 120 und die 360 galten als Stufen der Reife.

Nicht nur in Indien war demnach die Zahl 108 eine heilige Zahl. In Indien ist sie überhaupt die heiligste Zahl aller Zahlen.

Die Zahl Eins steht für das eine Göttliche Prinzip. Die Zahl Null für die Leere, das Nichts, in dem alles enthalten ist. Die Zahl Acht bedeutet Ewigkeit. Alle guten Dinge sind Drei. Auf verschiedenste Weisen kann diese Zahl mit der 3 in Verbindung gebracht werden.

6×6 + 6×6 + 6×6 = 36+36+36 = 108

Die 108 ist eine Harshad-Zahl, also eine natürliche Zahl, die durch die Quersumme ihrer Ziffern im Dezimalsystem teilbar ist. Harshad ist Sanskrit und bedeutet: “Freuden-bringend!” Was für ein Spass.

9 x 12= 108
In der indischen Astrologie, die deutlich früher zu einer Wissenschaft wurde als die unsere, gibt es die 12 Tierkreiszeichen und die 9 Planeten. In Indien gibt es seit 3000 Jahren aus dem Text “Yajurveda” die Einteilung des Sternensystems in 27 Gruppen mit je 4 Teilen, also 108.

Die alten Geheimlehren der Inder, die Upanishaden, bestehen offiziell aus 108 einzelnen Texten, ebenso gibt es 108 Purana-Texte.

Das Sanskrit-Alphabet besteht aus 54 Silben, jede hat eine weibliche und eine männliche Seite, also 108.

Die Winkel der aneinanderliegenden Linien in einem Pentagon ( im inneren Fünfeck eines Pentagramms) betragen genau 108 Grad. Über das Pentagon ist die 108 auch mit dem goldenen Schnitt des  Da Vinci verknüpft: Die Seite des Fünfecks im Verhältnis zu seiner Diagonalen entspricht dem goldenen Schnitt.

Man sagt, in Ägypten stehen 108 Pyramiden.

Die 108 ist verblüffender Weise die Summe von 9 aneinandergereihten Zahlen die summiert werden: 8+9+10+11+12+13+14+15+16= 108.

Der Durchmesser der Sonne ist 108 mal soviel wie der Durchschnitt der Erde. Der Abstand von Sonne und Erde (149,6 Mio Km) ist circa 108 mal soviel, wie der Durchmesser der Sonne (1,39 Mio Km). Diese beiden Fakten haben die Seher (Rishis) im alten Indien  vor rund 5000 Jahren schon gewusst. Sie sind  durch die moderne Wissenschafft bestätigt

Das Volumen von gefrorenem Wasser steigt auf bis zu 108%.

In Indien ruft man bei Notfällen die Tel.Nr. 108 an.

Stonehenge hat 108 Fuss Durchmesser.

Ein offizieller Baseball ist mit exakt 108 Stichen genäht.

Das Nepalesische Parlament hat 108 Sitze.

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Töchter und Söhne des Lichts


Und Jesus sagte: „Glücklich seid ihr, Söhne des Lichts, denn ihr habt den unsterblichen Weg beschritten, und ihr wandelt auf dem Pfad der Wahrheit, so wie es eure Väter aus alter Zeit taten, die von den Großen belehrt wurden. Mit den Augen und den Ohren des Geistes seht und hört ihr die Zeichen und die Töne des Reichs der Erdenmutter: der blaue Himmel, wo der Engel der Luft zuhause ist, der schäumende Fluß, auf dem der Engel des Wassers gleitet, das goldene Licht, das von dem Engel der Sonne ausstrahlt. Und ich sage euch wahrlich, all dies ist in euch wie auch außerhalb von euch; denn euer Atem, euer Blut, das Feuer des Lebens in euch sind eins mit der Erdenmutter. […] Denn wahrlich, ich sage euch, es gibt einen heiligen Strom des Lebens, der die Erdenmutter und all ihre Engel erschaffen hat. Unsichtbar ist dieser Strom des Lebens für die Augen der Söhne des Menschen, denn sie wandeln im Dunkeln und sehen nicht die Engel des Tages und der Nacht, die sie umgeben und über ihnen schweben. Aber die Söhne des Lichts sind sieben Jahre lang mit den Engeln des Tages und der Nacht gewandelt, und jetzt werden ihnen die Geheimnisse der Kommunion mit den Engeln offenbart.

[…] Denn wahrlich, ich sage euch, alles was ihr lernt, alles, was eure Augen des Geistes sehen, alles, was eure Ohren des Geistes hören, all dies ist ein leeres Schilfrohr im Winde, wenn ihr nicht eine Botschaft der Wahrheit und des Lichts den Söhnen der Menschen übermittelt. Denn die Frucht bestimmt den Wert des Baumes. Und lieben heißt, immer neu zu lernen. Denn so wurden eure Väter von den Alten belehrt, sogar unser Vater Enoch. Geht jetzt und Friede sei mit euch.“ (der Text stammt von Dr. B. Edmond Bordeaux Székely, der das Glück hatte, in der Geheimbibliothek des Vatikans stöbern zu dürfen.)

Die Essener sind die  „Töchter und Söhne des Lichts“.  Sie tragen das Wissen in sich und vemögen zu heilen. Zwischen ihnen besteht ein „Heiliges Band“. Eingeweihte waren sie erst nach einer Probezeit von einem Jahr, drei weiteren Jahren der Vorbereitungszeit und sieben weiteren Lehrjahren. Erst dann erfolgte die Unterweisung in der gesamten Lehre. Ausgebildet werden kann heute nur, wer bereits zu damaligen Zeiten Essener war.

Das Wissen der Essener ist  alt, aber es ist nicht veraltet, es ist hochaktuell.

copyright m.kunze

Quellen:

Die Ur-Religion. 1930
Immanuel. 1925
A. u.D. Meurois-Givaudan: Essener Erinnerungen. 2007
* Dr. Edmond Bordeaux Székely: Friedensevangelium der Essener und Die Lehren der Essener – Essener Meditationen (Der aramäische Originaltext wurde übersetzt von Dr.E. Bordeaux Székely)
Evangelium des Vollkomenen Lebens. Das  „Johannes-Evangelium“. Ein ursprüngliches und vollständiges Evangelium, aus dem Aramäischen Urtext ins Englische übersetzt und herausgegeben von G.J.R. Ouseley.

Es gibt da etwas, dass unser Leben bestimmt…

dream big

Als Kind hieß mein soziales Netzwerk Draußen. Heute sitze ich munter im virtuellen Raum und kneife meine Augen vor dem Bildschirm eines Computers zusammen. Hin und Weg.  Mit einem O-Mund starre ich auf den Monitor. Text schreiben. Ruhe am Set! und Action!  Ich komme mir schon vor, wie eine Glühbirne im Schaltkreis. Mich würde es nicht wundern, wenn sich meine Nackenhaare bald aufstellten. Alles ganz schön Gaga. Alles ganz schön hermetisch verriegelt. Nur an besonderen Tagen spreche ich noch direkt mit Menschen. Geht es Ihnen ähnlich?

Alles ist hermetisch verriegelt. Mmmh…Der Satz glühte auf. Wo kommt diese Redewendung her? Den Ausdruck kennen Sie doch sicherlich? Luft- und wasserdicht verschlossen. Da gelangt kein Körnchen durch. Und ich dachte, tja, da gab es wohl einen Gott, der Hermes hieß und vor vielen, vielen Jahren irgendeine Sache verriegelt hat. Aber dann kam Brunhilde ins Spiel.

ich kann„Hier ist jetzt aber mal eine kurze Beschreibung nötig!“, verkündete sie im Goldharfen-Klang.
„Wen meinst du? Ach so, mich!“
Diese liebe Intelligenzia Brunhilda, die bahnbrechende Arbeit an mir leistet. Ich bin natürlich das halbdumme Mädchen, blaue Augen noch dazu. Dabei weiß ich, Hermes war der Sohn Zeus. Schelmischer Charakter. Er machte aus Schildkrötenpanzer Musikinstrumente, aus Menschen Steine. Er brachte die Pandora auf die Erde, um die Menschen zu strafen. Schneller als das Licht war er, der Götterbote. Hermes trägt Flügel. Und er kann sich überall hinbegeben durch seine geflügelten Schuhe. Er übersetzte die Botschaften, die Zeus ihm reichte. Der Vermittler zwischen Gott und uns Menschen. Die Wissenschaft vom Erklären und Verstehen wird deshalb auch Hermeneutik genannt. Innen wie außen. Was oben ist, ist unten.Du kannst es aber auch afrikanisch betrachten: Ubuntu. Ich bin, weil wir sind. Und Buddha sitzt auch nur im Lotussitz, weil er will, dass eine Resonanz erzeugt wird. Eben, Gesetz der Anziehung.

maedchenstehend2„Und es heißt doch eindeutig hermetisch verriegelt „, sagte ich.

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Thot

„Dahinter steckt der ägyptische Gott Thot„, erklärte mir Brunhildchen. „Die Griechen nannten ihn den dreimal großen Hermes. Er beherrschte alle drei Ebenen der Schöpfung. Die geistige, die mentale und die körperliche Ebene.“

Die Geschichte rüttelte.
Brunhilde wurde noch deutlicher, damit ich auch ja schön weit nach hinten kippe und mir die Worte fehlen.
“ Thot lebte 52.000 Jahre“, erzählte sie mir fast beiläufig.
Ich tat ganz abgeklärt. „Nun, von Essenern hörte ich jüngst, dass unser Leben keineswegs bereits mit 80 Jahren zu Ende sein müsse. Von 52.000 Jahren sprachen sie allerdings nicht“
„Thot war auch der König von Atlantis. Was Hermes für die Griechen war, war Merkur für die Römer, Thoth für die Ägypter und Arlich Vormalites, der Weisheitssucher, für die alten Atlanter. Es handelt sich dabei um ein und dieselbe Person: Thot. Er bewohnte einen menschlichen Körper und erklärte, eines Tages wiederzukehren. Altantis ging unter. Ägypten kam Jahre später auf den Plan. Dann erst nannte er sich Thot. Dann starb Ägypten, und so schuf er die nächste große Kultur: Griechenland.

„Aber ich dachte, das war Pythagoras?“

„Pythagaros erwähnt selbst, dass Thot ihn an die Hand genommen habe, ihn unter die große Pyramide führte, ihn die gesamte Geometrie lehrte. Er war in der Lage, seinen Körper zu erneuern und somit diese lange Zeitspanne auf der Erde zu verbringen. In Griechenland nannte er sich Hermes. Der Name Hermes ist von herm abgeleitet, einer Form von Chiram, dem personifizierten universellen Lebensprinzip, das durch das Feuer repräsentiert wird. Die Skandinavier verehrten Hermes unter dem Namen Odin. In Phönizien hieß Thot Cadmus.“, erklärte Brunhilde.

Ich blinzelte und richtete mich auf.  „Alle eine Person. Der Thot, über den ich erst kürzlich schrieb? Der mit seiner Arche zu anderen Galaxien flog?“

„Ja. Im Alten Testament der Bibel liest du von Henoch oder Enoch. Henoch bedeutet Eingeweihter. Chanoch auf Hebräisch. Er war mit Elia der Einzige, der nicht sterben musste. 365 Jahre wurde er alt. Nach damaligen Maßstäben war das recht jung. Henoch heiratete. Sein erstgeborener Sohn hieß Methusalah, der 969 Jahre alt wurde. So lange wartete Gott mit der Flut. Henoch war derjenige, der von Jesus sprach. Auch Henoch war Thot.  Henoch hat so an die 42 Bücher geschrieben. Über die Entstehung des Weltalls, über die himmlische Geometrie, über Astrologie, Kosmographie, Numerologie und vieles mehr. Im vierten Jahrhundert nach Christus wurde beschlossen alle Bücher von Henoch zu verbrennen. Doch im Laufe der Zeit erschien eine intakte Kopie eines seiner Bücher in Abessinien, Äthiopien. Danach wurde das Buch nach England gebracht. Mehr weiß ich auch nicht darüber. Thot hat 12 Pyramiden des Lichtes gebaut. Mit Licht und Kristalltönen, so steht es in seinem Buch geschrieben. In Tibet, Peru, Mexico, Atlantis, Lemuria, Ägypten, über Europa und an weiteren Orten dieser Welt.“

Mein Weltbild drohte zu kippen. Bislang dachte ich immer, die Menschen jener Hochkulturen hätte sie gebaut. Mir kamen Don Alejandro`s Worte in den Sinn, der Sprecher der Maya-Ältesten, der einst sagte, wir würden nie verstehen, wie sie all diese Weltwunderbauten errichtet hätten und woher die Kristallschädel kämen. Ich dachte an die Tempelanlage in Kaba auf der Halbinsel Yucatan in Mexico, die einst Kabbala hieß. Die Maya stammen von Atlantis. Dort lebten sie knapp 14000 Jahre. Das soll auch das Land gewesen sein, wo sich die Juden erstmals mit dem menschlichen Bewusstsein verbanden.

maedchenmilch2Jetzt bloß nicht sentimental werden.

„Europa?“ Detektiv Martina lehnte sich in ihren Stuhl zurück und setzte in tiefer Überzeugung alles auf eine Karte.  „Damit wird wohl der damals unbekannte Erdteil Kreta gemeint sein. Der liebe Zeus hatte doch eine Affäre mit der Tochter des phoenizischen Königs. Dorthin brachte er sie und darum nannte man diesen unbekannten Erdteil Europa. Brunhilde, irgendwie klingt das mit den Pyramiden nach einem energetischen Vernetzen der Welt. Nach Energiefeldern von großer Reichweite. Davon erzählt auch Druvano Melchizedek, der in den 80er Jahren von einer Pyramide zur nächsten flitzte, um Verwirrungen der Energienetze im Auftrag der indigenen Völker auszuloten. Seit 2012 wissen wir es doch, dass sich die Erdachse auf dramatische Weise verändert, das magnetische Feld seit Ende der 90er Jahre instabil wurde, so sehr, dass es gefährlich wurde Flugzeuge mit Autopiloten landen zu lassen, gab es zu viele Abweichungen. Wir wissen, das Jahr 2012 läutete eine neue Schwingung ein, um die so viele der indigenen Völker wussten und halfen, damit wir diese neue Stufe des Bewusstseins erreichen können –  nicht erst seit den 80er Jahren, schon in den 50er Jahren begannen sie diese Arbeit, während wir hier im Westen Shoppen gingen. Chile wurde energetisch das neue Tibet.“

„Es ist möglich. Na, jedenfalls sehen die Pyramiden gleich aus. Aber jede einzelne hat ihre ganz ureigene Frequenz. Meine Liebe, wir sind Kinder des Lichts, vergiss es nie! Die Quantenphysik bestätigt es uns doch nun endlich. Auch wenn die Wissenschaft die Authentizität der Smaragdtafeln bezweifelt. Sie sagen, sie seien eine post-christianische Fälschung. Es gibt viele Hinweise, dass die Tafeln, ungeacht der Autorenschaft, von hohem Alter sind. Sie sollen die ältesten Zeugnisse der Chaldäer sein.“

entenMir war klar, ich befand mich an einem Ort, an dem Welterfahrung möglich wurde.

“ Was für Tafeln?, fragte ich.

„Die Tafeln sind die grundlegendsten Schriften von Thot. In ihrer Bedeutung kannst du sie den Kristallschädeln der Maya und Inka gleichsetzen. Wer die Tafeln in seinen Händen hält, besitzt Schöpferwissen, Urwissen über die Entstehung des Universums. Es sollen 15 Tafeln sein. Schlüssel zu Weisheit lautet eine Tafel. Die Hallen von Amenti eine andere. Amenti ist die Unterwelt. Lange Zeit waren sie in der Pyramide von Gezeh versteckt. Es heißt, sie sollen vor Jahren nach Lateinamerika gebracht worden sein. Nach ägyptischer Überlieferung werden Thot mehr als 1200 Schriften zugewiesen.“

„Die Chaldäer waren doch ein altes Volk Babyloniens, heutiges nördliches Irak. Berühmt für ihre magischen Fähigkeiten. Und man bezeichnete früher einen Teil der christlichen Kirche als Chaldäer. Es soll noch immer Anhänger im Nahen Osten geben.“

„Genau. Die Chaldäer, Ägypter, Hebräer, sie alle haben ihr Wissen aus ein und derselben Quelle, über Chiram,  das Feuer, geschöpft. Nimm Homer, Hesiod oder Ovid, das Wissen um die geheimen Vorgänge in der Natur bildet den prinzipiellen Sinn hinter all ihren antiken Schriften „, sagte Brunhilde.

parmenides.

Parmenides. Philosoph

Ich platzte erneut dazwischen: „Parmenides  auch. Im sechsten Jahrhundert vor Christus geboren, Italiener. Seine Stadt wurde von Griechen erbaut. Dort kamen die Phokäer an. Heute heißt ihre Herkunftsstadt Foca. Sie liegt in der Provinz Izmir in der Türkei. Sie waren von den Persern aus ihrer Heimatstadt vertrieben und kamen in der Geburtsstadt von Parmenides an, der Stadt Velia in Italien. Die Phokäer taten alles, um ihre religiöse Tradition unverfälscht fortzuführen.“

„Was hat das mit Parmenides zu tun?“, fragte Brunhilde.

„Alles hat mit Parmenides zu tun, weil er uns ein poetisches Stück hinterließ, in dem er über diese Menschen schreibt. Von ihnen lernte er. Keine Fiktion, aber leider von einem großen Teil der Wissenschaft verkannt. Darin geht es auch um den Ursprung aller Gesetze. Er schreibt von der allumfassenden Lebensenergie, dem Chiram. Dort erzählt er, wie er sich als Mensch auf Reisen begibt, eine Initationsreise in eine andere Welt unternimmt. Ebenso Epimenides. Er hat alles, was er wusste in der Inkubation erfahren. Seine Kenntnisse über das Heilen. Nicht zu verwechseln mit unserer heutigen Inkubation. In der Antike war es der „Tempelschlaf“ verbunden mit Ritualen. Er war der Heiler-Prophet und lebte auf der Insel Kreta, auch er schrieb und berichtete, was er in der anderen Welt gelernt hatte. In  antiken Welt sprachen ihn die Menschen mit Kouros (jungerMann) an. Der Ort dieser Kouros-Tradition war Phokaia, exakt die Heimat der Phokäer, die nach Italien flüchteten und über die Parmenides schrieb.“

„Interessant. Hier ist ein Auszug aus dem Schriften von Thot: “

smaragdtafeln

Smaragdtafel

Alles, was der Mensch ist, ist er aufgrund seiner Weisheit.
Alles, was er sein wird, hat er selbst in der Hand.
Lausche nun meiner Stimme und werde größer als der gewöhnliche Mensch.
Hebe deine Augen nach oben,lass Licht dein Sein erfüllen.
Sei immer ein Kind des Lichtes.
Nur durch Bemühen wirst du aufwärts wachsen zu der Ebene, auf der du eins bist mit allem.Sei der Meister von allem, was dich umgibt. Lass dich niemals von den Auswirkungen deines Lebens beherrschen. Erschaffe immer noch vollkommenere Ursachen und mit der Zeit wirst du eine Sonne des Lichtes sein.Seid Ihr einmal den Weg der Erkenntnis gegangen, wird euch keine Macht mit niederem Einfluss mehr von eurem Weg abbringen können. Menschen, was habt ihr wahrlich zu verlieren? Diese Erkenntnis und die Befreiung eurer Seelen kann euch in die höchsten Ebenen des Seins erheben, und das Licht des Ur-Schöpfers wird wieder bis in die kleinsten Fasern eures Selbst erstrahlen. Werdet euch eures Selbst wieder bewusst und steigt aus diesem Bann der Unterjochung aus. Werdet frei und entscheidet selbst, welchen Weg ihr für euch erwählt.“ (Thoth, der Atlanter, Die Smaragdtafeln)

„Dieses hier geht ein großes Stück über die traditionellen Lehren der Theologie hinaus. Es ist eine Art Landkarte des Ursprungs und der Kräfte der Schöpfung. Und es erklärt die Beziehungen der Menschen zueinander und zu allen anderen Dingen des Universums – alles auch verborgen im Text der Bibel.

Diese Tafeln verweisen auf die „Kontinuität der Schöpfung„. Ganz viele Helfer soll es für uns geben. Alles unterliegt geometrischen Mustern, egal, wie unterschiedlich Kulturen der Welt sie darstellen oder bezeichnen. Es kann der Tempelberg sein, es kann der Samen in der Frucht sein, es kann die Spitze des Daumens sein. Sie sind nicht synonym, dennoch unterliegen sie alle einer gemeinsamen geometrischen Basis. Am Ende findet sich das „Licht im Versammlungszelt“.

Das Licht, die Flamme, spiralig geschnitten, ist der Blitzstrahl, der Samen im Zentrum, der blitzt sich sozusagen den Baum in der Mitte des Gartens. Der Blitzstrahl sitzt auf einem kleinen Apfel, dem Weltapfel, den musst du dir als Prozess der Schöpfung denken, wie so ne Art Gerüst um die Erde herum, vier Punkte, die eine Erde bestimmen, in der steckt jede Menge Energie und darüber gibt es eine gedehnte Wolke (Ain Soph), der Wirbelwind, der alles Keimende formt.Die ganze Welt wird als Sonne verstanden.

tetrahedron02(Tetraeder)

bottro
Dieses Apfel-Etwas mit Lichtstrahl-Baum stellt das Ganze dar. Es gibt darin die Singularität und es gibt die Ganzheit. Beides zusammen ist eine Einheit. Für diese Einheit gibt es verschiedene Stufen im Prozess. Das Licht ist in sechs Unterteilungen an einem siebten zentralen Punkt angeordnet – den Sabbat. Der Name für die leuchtende Flamme in der Mitte ist shemesh, was im Hebräischen und Aramäischen Sonne bedeutet.
(Dodekaeder)
dodekaederJedes Licht sitzt in einem Gefäß, einer geometrischen Form, der des Tetraeders. Das ist ein Vierflächner. Denk es dir wie ein Zelt. Denk dir den Weltapfel. Die Kabbalisten nennen ihn Ei. Wenn der Weltapfel, also das Ei bricht, springen zehn Samen heraus, von denen jeder ein Keim des Lebens (LIcht) ist. Der Weltapfel sitzt in einem Dodekaeder – also zehnmal Tetraeder.
Ich stand kurz vor dem Kollaps. Mein Gesicht halloweenisierte. Brunhilde sah es mir an. Ich saß in einem Haus mit sieben Giebeln in einer zivilisierten Gegend. Ich staunte die Welt an. Brunhilde mein Special Agent im Ruhestand erklärte mir die Schöpfung. Ich fühlte mich wie auf einer Reise per Anhalter.

„Gut, einfacher. Der keimende Same, das Licht steigt von der Erde zum Himmel auf, fällt zurück auf die Erde, und wird wieder erneut geboren in einem größeren Oben und Unten. Glaube nur nicht der Himmel habe nichts mit der Erde zu tun. Anders ausgedrückt, Yod, hebräisch, meint die Hand, die Quelle, also seine Wurzeln sind verwurzelt, seine Ströme sind verbunden, seine Tropfen ruhen auf dem Tikkun, der Reparatur des Kreises. Der Kreis umgibt das, was er umkreist, während er das, was steht, umkreist, es zum Stehen bringt. Ist doch ganz einfach. Das ist der uranfängliche Äther. In ihm kehren alle generellen Prinzipien ins Detail zurück und alle Details in die Prinzipien. Alle sind im Yod eingeschlossen. Sie alle läuten aus und kehren zurück. In ihrer Rückkehr werden sie zu einem Kreis.  Die Teile werden Stück für Stück zusammengefügt, bis sie wieder eins sind. So jetzt hast du die ganze Schöpfung erklärt bekommen, auch nachzulesen in der Genesis.“

maedchenstehend„Das klingt ganz ähnlich wie bei den Maya. Der Baum, der die Unterwelt und das Himmelsgewölbe miteinander verbindet. Spiraliges Licht. Die Spirale ist das vorherrschende Prinzip bei den Maya. Ihre gesamten Kalender handeln davon. Die Kabbalisten sprechen von sieben Welten, die es vor unserer Erde gegeben haben sollen. Auch die Maya sagen, es gab sie schon mehrfach. Bei  den Kabbalisten ist Ain-Soph, die verborgene, grenzenlose Energie, ohne Eigenschaft und Attribute.Bei den Maya ist  Hunab ku, das Zentrum der Galaxie, die Kraft allen Seins,  die Santo Mundo, ihre heilige Welt, die für sie die Quelle ist, aus der alle Energien und alles Wachstum entspringen.“

brunhilde0„Ja, durchaus.  Es ist noch viel mehr. Es ist ein Code des Universums. Wir brauchen uns darüber nicht mehr den Kopf zu zerbrechen. Das haben die Kabbalisten schon für uns getan. Sie sagen, die Ain-Sof Energie trieb durch den Buchstaben Yod mitsamt der heiligen Namen Gottes durch die Ebenen der Schöpfung hindurch. Aus dem Sefirot – dem Baum des Lebens –  und dem Alphabet ist die Schöpfung entstanden. 22 Wege – das hebräische Alphabet – die, die zehn Sefirots miteinander verbinden.  Alles ist durch die Vernetzung der 22 Buchstaben und der zehn Sefirots entstanden.
Sprache und gesprochenes Wort spielen in der Genesis tatsächlich eine wichtige Rolle. Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht. Jedes Mal, wenn Gott spricht, geschieht etwas. Zweifelsfrei nachzulesen. Die Sonne erscheint, das Wasser teilt sich, der Himmel bevölkert sich.  Die Thora ist eine Geschichte des Universums bis zu Moses und darüber hinaus. Sie existiert vor den Ereignissen und sagt sie sogar voraus. Die Sprache scheint ein Werkzeug der Schöpfung. Sie wussten immer schon um die Macht der Gedanken, um die Macht der Worte. Kabbalisten interpretieren die Worte auf eine bestimmte Weise. In der Reihenfolge der Buchstaben, beispielsweise Tisch , shulchan, liegt die Formel, die jenes Ding erschafft, das wir Tisch nennen. Ändert man die Reihenfolge der Buchstaben erschafft man damit auch etwas anderes. Das hebräische Alphabet ist für sie eine Art Code. Jeder einzelne Buchstabe steht für eine andere Energie. Wie in der Chemie, dort werden ja Dinge auch auf eine Formel reduziert. Im hebräischen Alphabet ist auch jedem Buchstaben eine Zahl zugeordnet. So kann man mit dem entsprechenden Zahlenwert dasselbe bewirken.

Der Volksmund sagt Mehr Glück als Verstand, überrascht noch am Leben zu sein. Für so etwas ist dann auch niemand verantwortlich. Von wegen!

Nach kabbalistischer Ansicht hat Gott alles, was er im Universum geschaffen hat, auch am Menschen geschaffen. Hieraus ergibt sich ein Weltbild der wechselseitigen Entsprechungen von Oben und Unten, Innen und Außen. Der Mensch steht unter dem ganzheitlichen Einfluss universaler Kräfte, kann diese aber seinerseits beeinflussen.

heilige geometrie merkabaEs gibt etwas, dass unser ganzes Leben bestimmt. Gesetzmäßigkeiten. Sieben an der Zahl. Sieben universelle Lebensgesetze, auch hermetische Prinzipien genannt. Und die meisten Menschen – wenn man sie fragte – würden vermutlich sagen: Keine Ahnung, wovon du sprichst. Jahrtausend altes Wissen, das unser aller Leben verändern kann. Kybalion. Das Universum ist geistig gehalten – gehalten im All.  Unser Drama ist, dass wir auf die kleinen Dinge fixiert sind und nicht die großen Zusammenhänge erkennen.

1.Alles ist geistig – auch das Universum
2.Das Prinzip der Anziehung. Wie oben so unten. Wie innen so außen. Wie der Geist, so der Körper. Alles entspricht unseren Gedanken, Ausrichtungen und Überzeugungen. Es begegnet uns nichts, was nicht irgendwie mit uns zu tun hat. Die äußeren Verhältnisse spiegeln sich im Menschen und umgekehrt.
3.Das Prinzip der Schwingung. Gleiches zieht Gleiches an. Alles schwingt.
4.Das Prinzip des Rhythmus. Alles fließt aus und ein. Ebbe und Flut. Rhythmus gleicht aus. Der Ausschlag nach rechts,ist das Maß für den Ausschlag nach links
5. Das Prinzip der Polarität. Alles ist zweifach. Die Gegensätze sind zwei Seiten ein und derselben Sache.
6. Das Prinizip der Kausalität. Ursache und Wirkung. Auch der Zufall entspringt einer Ursache. Nur, was vorher gedacht wurde, kann existieren. Es gibt viele Ursachen, aber nichts entgeht dem Gesetz.
7. Das Prinzip des Geschlechts. Alles hat männliche und weibliche Anteile.

„So und nun muss ich aber los. Die Zeit läuft davon“,, sagte Brunhilde und weg war sie.
„Ähm, ja…gut..“, antwortete ich etwas irritiert.

Ich fühlte mich wie eine Mitameise einer Holzameise, die bei der Arbeit tot umfällt, insgesamt fünfzehn bis dreißig Sekunden Zeit hat, bevor ihr Körper gepackt und aus dem Nest zum Sandhaufen getragen wird. Ich konnte das gerade nicht leiden.

Später dann ….

badewanneGibt`s da einen Haken? Eine Stolperfalle? Das ist doch alles kein Geklimper. Schlüssel bei den Kabbalisten. Codes in Kristallschädeln bei den Maya.
22 hebräische Buchstaben. 20 Kin bei den Maya.
Die Namen der Kin sprechen die Maya nicht einfach aus, weil sie ihnen heilig sind. Heilige Worte haben eine große Bedeutung bei den Kabbalisten.
72 Eigenschaften Gottes. 13 Wellen bei den Maya.

Die Schlüssel der Kabbalisten sind ein Bauplan der vielen Ebenen spirituellen Bewusstseins und dazu entworfen, uns in Berührung mit Göttlicher Intelligenz zu bringen. Die Maya  lebten  in diesem Bewusstsein auf allen Ebenen ihres Lebens. Darauf bauen sämtliche Kalender, die Pyramiden, ihre Tempelanlagen auf. Bei den Maya sind es 9 Unterwelten und 13 Himmel. Ihre Kalender sollen die Menschen in Einklang mit der Natur und dem Kosmos, ihrer Göttlichkeit bringen.

Der Baum des Lebens bei den Kabbalisten. Ain Soph enthüllt dem Menschen die Aspekte seiner Göttlichkeit und auf dem Baum des Lebens werden diese durch zehn Hauptstufen oder Bewusstseinsstufen, die Sefirots, symbolisiert. Das Wacah  Chan, das Zentrum der Galaxie, ist für die Maya mit dem Baum des Lebens verbunden.

Hermetische Prinzipien der Kabbalisten. Oben- unten. Innen- außen. Ebenso bei den Maya. Der Kosmos ist für sie ein Spiegel der Welt, ein Spiegel von uns Menschen. In jedem Gesicht eines Menschen, in jeder Pflanze, in jedem Tier ist ein Stück Sonne, sagen die Maya.

Kaba, die Tempelanlage in Mexico geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Juden auf Atlantis, dort wo die Maya gelebt haben.

Beide, Kabbalisten als auch Maya, haben letztlich das Ziel, auf allen Ebenen eine harmonische, ausgewogene Welt zu schaffen. Beide sind kein leicht verständliches System. Vielschichtig wie eine Zwiebel.

Die Anhänger der Kabbala glauben, wenn verschiedene Menschen unterschiedlicher Kulturen unabhängig voneinander zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangen, kann das nur bedeuten, dass sie alle auf der richtigen Spur sind.

„Denn das Königreich ist in eurem Innern. Nirgendwo anders.“ Thomas Evangelium. Jesus sagte es.
Drinnen wie draußen. Wir sind der Tempel – nicht die Organisation Kirche. Wir brauchen kein Rom, kein Mekka, kein Medina. Alles existiert in uns. Wir müssen uns nur erkennen. Dieses ganze Universum kümmert sich um uns. Wir behandeln es leider nur wie einen Pfannkuchen. Wir sind nicht ohne Grund mit Bewusstsein auf dieser Erde gestrandet.Es gibt einen Grund dafür, dass, wenn ich mir mit dem Hammer auf den Daumen haue, es mir wehtut und nicht dem Hammer

A.1

Gehirn

A

Universum

Unser Nervenstränge ähneln nicht ohne Grund exakt der Energienetze des Universums. Sie sind ein Spiegelbild. Wir leben in etwas Lebendigem. Wir stehen in einer tiefen organischen Beziehung zu allem. Das Gehirn scheint mehr eine Antenne zu sein. Davon reden die Hindus seit Jahrtausenden. Was immer du tust, wird Karma erzeugen. Karma dreht sich im Kreis.

Ich dachte an Brunhildes Worte: „Jesus sagte: Jeder ist Gottes Kind. JEDER. Er hat es immerhin erkannt.  Er ist Gottes Sohn. Du bist Gottes Tochter. Nach diesen hermetischen Prinzipien kann es gar nicht anders sein. Er ist in dir. Du bist ein Teil Gottes. Auch hierzu lassen sich klare Aussagen von Jesus finden. Er sagte, er ist in allem, im Stein und sonstwo. Innen wie außen. Alles ist in uns. Ich bin, der ich bin. Wir suchen noch immer. Wir liegen im Tiefschlaf. Und zugleich schaffen wir es, uns so ungemein wichig zu nehmen.“

indianer5Nach Vorstellung der toltekischen Schamanen, die vor Jahrtausenden in Mexico gelebt haben, besteht alles im Universum, den menschlichen Körper eingeschlossen, aus reiner Energie. Der menschliche Körper erscheint dem Schamanen, der ihn als Energie wahrnimmt wie ein gewaltiges leuchtendes Ei.  Am Platz des Montagepunktes werden die Energiefasern des Menschen verknüpft mit der unvorstellbar großen Masse der Energiefasern des Universums und an diesen ausgerichtet. Das Resultat dieser Verknüpfung ist Wahrnehmung. Je nachdem, welche Energiefasern dabei genutzt werden, ergeben sich unterschiedliche Wahrnehmungen. Bewegt sich daher der Montagepunkt an eine andere Stelle, so führt dies dazu, dass eine andere Welt in unserer Wahrnehmung erzeugt wird. Heute finden wir hier und da von der Wissenschaft Bestätigung all dieses Ur-Wissens, mit denen indigene Völker selbstverständlich umgehen. Wir sind Energiekörper. Der größte Teil unserer Energie geht nur leider für die Schaffung unseres Selbstbildes drauf. Sei es nun von uns selber oder von anderen.

Es ist also hochherrliche Zeit, die eigene Faulheit beiseitezufegen, die eigenen Vorurteile aus Faulheit, aus Feigheit, und einmal genauer hinzusehen, hinzulesen, was denn wirklich geschrieben steht.

 

 

weiterer Beitrag zum thema:

https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/2014/01/24/zirkeltage-und-es-ward-licht/

Setzt Gott keine Grenzen, das war seine Botschaft.

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Die Kirche der Liebe, Blogbeitrag vom 19. Dezember 2013

https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/2013/12/19/die-kirche-der-liebe/

Auf diesen Beitrag erhielt ich folgenden Kommentar :

„Danke, für diesen Blog! Danke für die Buchempfehlung! Da will ich doch mal genauer hinschauen können! Es fühlt sich unbedingt wahrhaftig an. Christus ist in jedem Menschen, ob der will oder nicht. Christus ist der belebende Geist des Erkennens, das Alpha und Omega, des Schöpfungsgeschehens. Irgendwo in der Bergpredigt: heißt es: “Trachtet zuerst nach dem Königreich Gottes in euch! Alles andere wird euch hinzugegeben.” Irgendwelche materiellen Konstrukte oder konfessionellen Vereinigungen braucht es nicht. Jesus von Nazareth lehrte den Christus.
Sehr schöner Blog zum 3. Advent!
xxx“ (liebes M. – der 4. Advent – nicht der 3.  *lach)

Für diesen Kommentar sage ich von Herzen DANKE.

Nach dem Lesen dieses Kommentars erinnerte ich mich an eine Dame, die mir einst begegnete, als ich nach meinen mehrjährigen Aufenthalt in Südafrika wieder in Deutschland zurück war. Ich begegnete ihr hier in Deutschland: Jene  Bauingenieurin, die an einem Tag x im Flugzeug neben Mutter Theresa saß.  Sie erzählte mir davon.  Eine „Zufallsbegegnung“. Sie flogen beide nach Südafrika. Eine Begegnung, die das Leben dieser Dame grundlegend verändern sollte. Mutter Theresa nahm sie mit und zeigte ihr eine bis dahin fremde Welt. Die Welt der Townships und Squattercamps (Armenviertel).
Heute stehen in Südafrika viele Häuser für Frauen, Kindergärten, kleine Geschäftshäuser, die den Frauen und jenen Familien Zukunft verschaffen. Allesamt geplant und gebaut von dieser Bauingenieurin. Es existiert ein Jugendchor, der damals in Wimbledon im Match von Boris Becker sang, der zudem in Gesamtdeutschland seine Auftritte hatte und vieles mehr. Heute kümmert sich ihre Mutter hier in Deutschland um ihren gegründeten Verein darum, damit jene Bauprojekte und der Jugendchor über Spendengelder finanziert werden können.

Auf der Welt gibt es immer einen Menschen, der auf einen wartet. Vergiss die Sprache der Zeiten nicht!  Kate, die weise Dame aus Österreich, seit den sechziger Jahren im südafrikanischen Rondebosch lebend, hatte es mir vor Jahren mit auf den Weg gegeben.

Per aspera ad astra: durch Etwas zum Nichts – das Alles werden kann.

Lassen Sie mich von unten herkommen. Schließlich soll alles erzählt werden, was dazu gehört. Ich will sie in keine religiöse Aufbruchstimmung ziehen. Aber es gibt allerdings Unaussprechliches,  sagt Wittgenstein. Man muss die Sätze überwinden, dann sieht man die Welt richtig. Über sie hinaussteigen, wie auf einer Leiter.

Und wenn ich über diese Geschichte hinaussteige, dann denke ich nun einmal an Jesus und an die Kirche der Liebe. Und ich frage mich, wissen wir heute überhaupt noch, was Jesus damals und sicher auch noch heute wollte? Was sein Anliegen war? Was seine Botschaft war?
Ich rede nicht von dem Christuskind, dass verniedlicht in der Krippe liegt oder von dem Jesus, der leidend am Kreuz in allen Kirchen Deutschlands hängt und mir die Schuld auf die Schultern legt.

innere kind

Lerne, dein inneres Kind zu lieben.

Die Kirche der Liebe: Ihre Mitglieder werden einander an ihren Taten und an ihrem Sein erkennen, an ihren Augen und an keinem weiteren äußeren Merkmal als an dem einer brüderlichen Umarmung.

Ich rede von dem Mann, der  Familien auseinandergerissen hat. Er sagte, die Wahrheit wird euch frei machen, nicht die Familienbande.

Sag ja, ja oder nein, nein, alles andere hat keinen Wert. Er sagte: Du kannst nicht zwei Herren dienen – Gott und dem Mammon.
Ich rede von dem Mann, der nicht gekreuzigt wurde, weil er sich anpasste, sondern weil er sich widersetzte.
Was er sagte, tat er.  Seine Sprache war konkret, bildhaft, zu einer Zeit, in der die meisten Menschen nicht zu lesen vermochten. Diese zeigten sich verwirrt, entsetzt, verwundert, erstaunt. Er reagierte sachlich, einfühlsam, spontan, elastisch. Er war mit seinem Programm identisch. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. (dafür lerne, auch dein inneres Kind zu lieben)

Die Kirche der Liebe: „Sie lässt keine Hierarchie oder Struktur zu, denn niemand ist größer als ein anderer. „

Setzt Gott keine Grenzen, das war seine Botschaft.  Geradheit des Herzens. Jesus wollte keine Dogmen, weder durch Verstand noch durch Glauben.  Er wollte den aufrechten Gang, keine Windigkeit des Denkens. Jesus Echtheitskriterium ist immer das Einfache. Er war ein echter Gott-Sucher, ein einfacher Mensch und deshalb ein göttlicher Mensch.

Den Berufsstand des Pfarrers oder Priesters hat Jesus von Nazareth überhaupt nicht gewollt. Es ist also kein christliches Amt, sondern stammt aus antiken Götzenkulten.

Es gibt keinen Auftrag oder Befehl des Jesus von Nazareth an eine Kirche. So zu handeln, kommt es nicht einem  klerikalem Hochmut gleich?

Jesus handelte gegen das Gesetz – aber er folgte dem Impuls seines Herzens. Personenkult ist das letzte, was zu Jesus passt. Menschensohn, Gottessohn – wir sind alle Gottes Kinder. Jesus sagte es hundertfach: Ihr seid Kinder Gottes, vertraut eurem Vater!  Er postulierte keinen blind-frommen Glauben, sondern einen mit Herz und Verstand. Jesus sah man an der Seite von Minderheiten. Er ging keine faulen Kompromisse ein.

Die Kirche der Liebe:
„Sie verkündet sich nicht mit lauter Stimme sondern in den stillen Bereichen der Liebe.“

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Evangelium der Maria. Quelle: T. Mexico. Danke.

Sein Rezept für die Welt war:
Vertrauen, Hoffnung, Liebe. Jesus war ein Suchender und er fand. Er hat geheilt, gepflegt, getröstet, geholfen, geweint und gelacht. Er hat Geschichten erzählt, die Weltliteratur wurden. Er faszinierte Frauen, verwirrte Männer und lernte von Kindern. Er war ein tief Fühlender. Er klagte und weinte. In vielen Situationen hat er geschrien. Er fühlte, er ahnte, hatte Intuitionen. Sein Wissen kam von innen heraus. Er suchte die Heilkraft der Stille und schöpfte tief aus ihr. Bis ans Kreuz war er ein Lernender.

Er war konsequent, unverwechselbar, als sämtliche Schriftgelehrten und Pharisäer an Konventionen, an Prinzip und Autorität hingen. Er war das größte Kontrastprogramm zu seiner Umwelt, das man sich vorstellen

kann. Er war überzeugend und heilend für seine Mitmenschen. Der Mann wollte herrschaftsfreie und gewaltfreie Veränderung und keine nahezu unveränderlichen Systeme etabliert sehen.

Der Kapitalismus hat fünf der sieben Todsünden in soziale Tugenden verwandelt, während die  christlichen Haupttugenden Liebe und Bescheidenheit schlecht fürs Geschäft sind.
Was sind die Botschaften im Sinne Jesu?  In dieser schwergewichtigen Phase, wo die Erde ausverkauft wird

Die Kirche der Liebe: „Jede und Jeder von ihnen werden ihr Leben in der stillen Liebe für den Nächsten, der Umwelt und der Erde widmen, während sie ihrer Aufgabe (Tagewerk) nachgehen, wie bedeutend und gering sie auch sein möge.“

Nachfolge heißt: Höre auf deine innere Stimme, achte auf deine Träume.  Empfinde. Fühle. Habe Ehrfurcht vor dem Leben, folge deinem Gewissen.  Leben heißt Leben von Anfang.  Jesu forderte die “Umkehr des Herzens.” Jesu Himmelreich ist tief in uns. Er hat den Samen in uns  hinein gelegt. Jesus kam in Liebe. Ich helfe dir, war seine Botschaft. Der Same in DIR ist es, der alles enthält, was in dir wachsen soll! Jesus spricht vom Gesetz von Saat und Ernte.

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Die Kirche der Liebe: „Jede und Jeder sollen danach trachten, das Verstehen untereinander voranzutreiben, Gutes zu tun und nur durch das Beispiel zu lehren. Sie werden ihre Nächsten, ihre Gemeinde und unsere Erde heilen.

Sie werden keine Furcht und keine Schande (Scham) kennen und ihr Zeugnis wird sich gegen alle Widerstände verbreiten.

Sie hat kein Geheimnis, keine Einweihung außer dem wahren Verständnis der Kraft der Liebe und die – wenn wir es wollen – die Welt verändern kann, aber nur wenn wir erst uns selbst ändern.“

“Her zu mir, ihr Bedrückten und Bedrängten, ich will euch Ruhe geben.”  (Mt.11,28).
Menschen mit gebrochenen Herzen, Ich-schwache-Zweifler und verblendete Ideologen, die im wesentlichen von ihren Vorurteilen leben, bedürfen der “Ruhe”, die die innere Gelassenheit dieses Ich-starken Jesus ausstrahlt. Die Heilkraft der Stille, aus der er tief schöpfte. Er hat seiner inneren Stimme, seinem Vater vertraut, keinem Politiker, keinem Theologen, keiner weltlichen Autorität, keinem Gesetz.  Er kurierte  nie an Symptomen- es ging ihm immer um die grundsätzliche Wandlung.  “Nur wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.” Denhier beschriebenen Jesus finden Sie im Markus-Evangelium.  Er lebte und war getragen von einer zentralen Erfahrung und Wirklichkeit,darum wissend, dass hinter allem, was existiert,  ein gütiger Willen wirkt.

Feinde entfeinden! Verwandelt das Böse durch das Gute, sagte Jesus. In Gerechtigkeit verwurzelt sein. Die Schwachen will er gestärkt sehen und nicht nur die bürgerliche Wohlanständigkeit bestätigen.

Er wurde im Neuen Testament vielfach als Menschensohn bezeichnet. In der aramäischen Umgangssprache bedeutet es: einfacher Mensch oder einfach Mensch.

Alle missdeutbaren Titel wie Messias und Davidsohn vermeidete er. Keine taktisch kluge Koalition mit bestimmten Gruppierungen, kein strategisch langer Marsch durch die Institutionen, keine Ausnnutzung von Popularität, kein Machtbestreben – im Gegenteil: Machtverzicht. Schonung. Gnade. Frieden, die Befreiung aus dem Teufelskreis von Gewalt und Gegengewalt, Schuld und Vergeltung.  Er hat mit der Bergpredigt keinen Heimatroman geschrieben.  Jesus hat mit allen Traditionen gebrochen.

Wo hatte er nur all das Wissen her? Jesus wurde in einer der ältesten Geheimschulen ausgebildet, der Schule der Essener. Die Lehre der Essener ist reinster Vedanta (die Wissenschaft von der Befreiung, das Studium höheren Wissens). Nicht ohne Grund gibt es im Christentum (angeblich) keine Aufzeichnungen vom Leben vor seinem dreißigsten Lebensjahr. Hat sich schon mal jemand gefragt, wie so ein“ einfacher“ Zimmermann solch große Reden zustande zu bringen vermochte? Wir huldigen lediglich das, was zwischen seinem dreißigsten und dreiunddreißigsten Lebensjahr geschah. Wir wissen einiges über seine Kreuzigung und die Heiligen Drei Könige,Melchior, Balthasar, Caspar, die ihn in der Krippe fanden. Dieser Mann wurde gründlich vorbereitet, lernte die ältesten Geheimüberlieferungen kennen. Er ging als Sohn Gottes bei anderen in die Lehre. Er betrat die Erde nicht unvollendet, wie ihn uns die Kirche erklärt.  Der Stern von Bethlehem ist möglichweiser  kein Stern, sondern der Planet Jupiter gewesen? Bethlehem war eine Kleinstadt, wieso sollte ein Herodes dort nicht Jesus in der Krippe finden, ohne dass er alle anderen Kinder umbrachte? In Wirklichkeit könnte Jesus damals auch bereits zwei Jahre alt gewesen sein? Kaiser Constantin machte Christentum zur Religion.
Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass es vor allem indische Weisheitslehrer sind, die die Kirche der Liebe ins Leben riefen. Sie kannten schon immer alle Religionsgeheimnisse.

Jesus sagte: Ich bin nicht gekommen, um der Schrift zu widersprechen, sondern um sie zu erfüllen.
Was für eine Schrift? Das sagt er nie. Dem Alten Testament hat er nahezu immer widersprochen, beruht es auf Rache. Dort ist Gott unversöhnlich. Furcht ist das Fundament des Alten Testaments.
Jesus dagegen sagt: „Du sollst Gott lieben.“ Lieben kann man nicht, wenn man fürchtet. Furcht ist Gift für die Liebe.
Welche Schriften beruhen auf Liebe und Mitgefühl? Das Alte Testament kann es nicht gewesen sein.

Jesus sprach: Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das Ganze; das Ganze ist aus mir hervorgegangen und das Ganze ist zu mir gelangt.

Solche Sprüche sind zu Tausenden in den Upanishaden, in der Bhagavadgita nachzulesen, bei Buddha, aber im Alten Testament finden sich solche Sprüche nicht.

Aham brahsami! – Ich bin Gott! heißt es in den Upanischaden.
Ich bin.

Jesus spricht hier etwas aus, das alle empfinden sollen. Du bist das Ganze. Wir sind das Senfkorn. Auch wir können das Ganze werden. Wir sind es schon, wir sind uns dessen nur nicht bewusst.
Selbsterinnerung brauchen wir. Und schon denke ich an Victor in Mexico. Genau das waren seine Worte zu mir.
„Martina, alles was du nur tun brauchst, ist, dich zu erinnern.“
Der Schöpfer und die Schöpfung sind nicht zweierlei, sondern ein und dasselbe. Gott ist die Schöpfung. Es gibt keinen Unterschied zwischen Gott und der Schöpfung. Wenn der Tänzer aufhört, verschwindet der Tanz, so kann man sich das vielleicht denken. Das Universum wird in jedem Augenblick unseres Denkens geschaffen. So wie wir uns bewegen, reden, tanzen, lieben, erschafft es Gott.  Es ist das ganze Sein.
Wir existieren nicht als Insel, als selbstgenügsame Einheit. Wir existieren als Welle, wir sind miteinander verwoben. Alles erfüllt einander.  Das Ich und die Existenz sind nicht zu trennen. Genau dasselbe sagte Jesus: „Spaltet das Holz, und ich bin da. Hebt ein Stein auf, und ihr werdet mich dort finden.“

Jesus zeigt einen Weg, mit unseren Augen  in unsere Innenwelt zu sehen.  Man stelle es sich vor, man würde ans Kreuz aufgehängt werden. Wäre da nicht ein Wutanfall verständlich gewesen, ein Schreien, ein Fluchen.

Göttlich seine Reaktion: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Bestrafe sie nicht, denn sie sind unwissend.“  Bis zum letzten Atemzug voller Liebe.  Wenn es denn sein letzter Atemzug war. Auch darüber ist man sich nicht einig.

Vergebung, das aussergewöhnliche Vermächtnis.  Unversöhnlichkeit setzt meinen  menschlichen Wert herab.

Nelson Mandela  und die schwarze südafrikanische Gesellschaft werden auf ewig ein großes Zeugnis für eine gelungene Vergebung bleiben. Auf ewig.

Die Kirche der Liebe –  der große Architekt Gott wird sich seinen Masterplan nicht vereiteln lassen. Er wird seine neuen Arbeiter finden.

In diesem Sinne – wünsche ich einen gesegneten 4. Advent.

Upanishaden:

OM ist im Hinduismus das umfassendste und erhabenste Symbol spiritueller Erkenntnis und war bereits in den Upanishaden als Heilige Silbe von zentraler Bedeutung. So schrieb Arthur Schopenhauer, dass  “in manchen Stellen” der Upanishaden “Anleitung gegeben wird, sich unter stillem innern Aussprechen des mysteriösem OUM, in das eigene Innere zu versenken, wo Subjekt und Objekt und alle Erkenntnis wegfällt

schopenhauer

Arthur Schopenhauer, 18. Jahrhundert gelebt. Philosoph und Hochschullehrer.

Die beispielsweise von Arthur Schopenhauer überaus geschätzten altindischen Upanishaden gehören zu den wichtigsten philosophisch-religiösen Schriften des Hinduismus, ja der gesamten Geistesgeschichte. Die lange Zeit nur mündlich überlieferten Texte wurden jedoch im alten Indien nur wenigen Auserwählten offenbart.

So erklärt hierzu das “Lexikon der östlichen Weisheitslehren”: upa = “nahe bei”, ni = “nieder”, sad = “sitzen”, “sich nahe zu jemandem niedersetzen”, d. h. zu Füßen des spirituellen Meisters (Sanskrit: Guru) sitzen, um die vertrauliche, geheime Lehre zu empfangen. Die Upanishaden sind als Schlußteil der Veden (Sanskrit: Wissen) die bedeutendste philosophische Grundlage im Vedanta (Zusammensetzung der Sanskritwörter Veda und anta = “das Ende”, also Schlußbetrachtung der Veden).