Die Neun Unterwelten der Maya

pyramidechichenitza

Chichen Itzà, Yucatan, Mexico Foto: Kunze

1987 feierten die indogenen Völker mit der  Harmonischen Konvergenz das Ende der 9 Unterwelten, schrieb ich jüngst im Artikel „Boten des Wandels„.  Die neun dunklen Lords stiegen herab. Die dunklen Kräfte, die ihnen das Leben zur Hölle machten. Es sind die 9 Kalenderrunden von 52 Haab-Jahren, die seit der spanischen Eroberung (1520)vergangen sind.
Von 1987 bis 2022 befinden wir Menschen uns in einer Übergangszeit, sagen die Maya.
In dieser Zeit lassen die Menschen ihre materialistische Einstellung zurück, so lautet die Prophezeiung der Maya. Wir leben jetzt im Zyklus der „dreizehn Himmel“.

Was sind das für 9 Unterwelten? Was bedeuten dreizehn Himmel in der Welt der Maya?

Xibalbá bedeutet in den Maya-Sprachen „Ort der Angst“. In der Mythologie der Maya war Xibalbá die neunstufige Unterwelt.  Lange vor Darwin, erstellten die Maya bereits einen Kalender, der die Evolution darstellt.

Der Tun-Kalender handelt von der Evolution.

Kin = 1 Tag
1 Uinal = 20 Kin 20 Tage
1 Tun = 18 Uinal/360 Kin 360 Tage
1 Katun = 20 Tuns 360 * 20(hoch 1) = 7.200 Tage (~19,75 Jahre)
1 Baktun = 20 Katuns 360 * 20(hoch 2) = 144.000 Tage (~394,25 Jahre)
1 Piktun = 20 Baktuns 360 * 20(hoch 3) = 2.880.000 Tage (~7.885 Jahre)
1 Kalabtun = 20 Piktuns 360 * 20(hoch 4) = 57.600.000 Tage (~157.700 Jahre)
1 Kinchiltun = 20 Kalabtuns 360 * 20(hoch 5) = 1.152.000.000 Tage (~3,2 Mill. Jahre)
1 Alautun = 20 Kinchiltuns 360 * 20(hoch 6) = 23.040.000.000 Tage (~63 Mill Jahre)
1 Hablatun = 20 Alautuns 360 * 20(hoch 7) = 460.800.000.000 Tage (~1262 Mill Jahre)

Jede Unterwelt hat  ihre besondere Bedeutung für den globalen Geist.
Jede dieser 9 Dimensionen oder Zyklen hat eine bestimme Energie.
Jede dieser Dimensionen wird von einer bestimmten Gottheit geführt.
Jeder dieser Unterwelten besteht aus 13 Himmeln, die sich in sieben Tage und Nächte aufteilen, sozusagen eine Abfolge von Tag- und Nachtphasen

Denken Sie es sich am besten unsere Evolution in Wellen mit unterschiedlichen Energien.  Denn so sahen sie die Maya, die  „Santo Mundo“, ihre heilige Welt, die für sie die Quelle ist, aus der alle Energien und alles Wachstum entspringen.

Ihre Unterwelt ist – auch – unsere Evolutionsgeschichte.

Stufe Unterwelt/Zyklus Zeitspanne
9 universal 13 Uinals ~0,7 Jahre: 260 Tage
8 galaktisch 13 Tuns ~12,8 Jahre
7 planetarisch 13 Katuns ~256 Jahre
6 National 13 Baktuns ~5125 Jahre
5 Regional/Kultur 13 Piktuns ~102.505 Jahre
4 Stämme/Sippen 13 Kalabtuns ~2.050.100 Jahre
3 familiär 13 Kinchiltuns ~42 Mill. Jahre
2 Säugetier 13 Alautuns ~819 Mill. Jahre
1 zellulär 13 Hablatuns ~16.406 Mill. Jahr

Die 9 Unterwelten sind Stufen des Bewusstseins. Die 1.Unterwelt hat eine Tag- und eine Nachtphase von jeweils 1.26 Milliarden Jahren. 16.406 Millionen Jahre brauchte es, um die ersten lebendigen Organismen entstehen zu lassen. In dieser Zeit entstand unser Sonnenystem. Es entstanden die physikalischen Gesetze. Der nächste Zyklus dauerte 819 Millionen Jahre und beschreibt die Entstehung der Säugetiere. Vor 42 Millionen Jahren machte sich der erste Affe auf. Mit jeder Unterwelt wird quasi eine Frequenz höher geschaltet.

Am 8. März 2011 begann die letzte der Neun Unterwelten nach dem Maya-Kalender – die Universelle Unterwelt – alle neun Unterwelten endeten gemeinsam am 28. Oktober 2011, nicht am 21.12.2012. Darum sagt Don Alejandro, Maya-Priester und Vorsitzender des Ältestenrats, der Maya-Kalender habe mit dem 21.12.2012 nichts zu tun.  Seriöse Maya-Forscher sagen das alle.

Der 28.10.2011 in Maya-Zeitangabe:
13.13.13.13.13.13.13.13.13.13 AHAU
13 und AHAU sind Symbole der Vollendung nach dem Maya-Kalender.

Die  Menschheit werde während der Universellen Unterwelt einen ähnlichen Entwicklungssprung wie in der achten Unterwelt durchleben  – nur um ein Vielfaches beschleunigt, da diese Unterwelt viel kürzer ist.
Daran sind wir nun vorbei gerauscht.
Wer hat es nicht schon längst gespürt.  Facebook, Twitter & Co., Techniken nach 1 Jahr überholt, 3-Euro-Mode zum Wergwerfen, mal eben nach London fliegen über das Wochenende, Konflikte in jeder Ecke der Welt, vermehrt Erdbeben sowie Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Finanz-und Wirtschaftskrisen, die wir längst noch nicht abgeschüttelt haben.

Im 13. Himmel der Maya

Pyramide Chichen Itzaunterwelt

Foto: Kunze

 

Die achte Unterwelt ist rund 12,8 Jahre lang. Sie ist wie alle Unterwelten in 13 Segmente unterteilt, 13 Himmel = Tage und Nächte. Die neunte Unterwelt  hingegen ist eben nur noch 234 Tage lang.  Jeder Zyklus der neun Unterwelten besteht aus 13 Abschnitten („Himmeln“), die in sieben Tage und sechs Nächte unterteilt werden. Die 13 Tage und Nächte sind pro Zyklus jeweils gleich lang.

Ist es Ihnen aufgefallen? 234 Tage und nicht 260 Tage.

Es  gibt viele Maya-Kalender.
Die Differenz von 234 und 260 Tagen ergibt sich daraus, dass nach der Langen Zählung prinzipiell in 20er Schritten gerechnet wird. Nur bei der Zähleinheit „Uinal“ wird in 18er Schritten gerechnet. Aus diesem Grund ist die Neunte Unterwelt nur 13 mal 18 Tage lang.

Kürzer werdende Zyklen, kürzer werdende Tage und Nächte.
Es handelt sich um einen Beschleunigungsprozess im Universum und in unserem Bewusstsein.
Na, dann, bitte anschnallen. Es könnte in den nächsten 8 Jahren weiterhin turbulent zugehen.
Sorgen Sie sich nicht, im Jahr 2022 endet die Übergangszeit. Also ganz bald.
Wir sind Zeitzeugen eines gigantischen kosmischen Vorgangs. Ein kosmischer Zyklus schließt sich.
Wir dürfen uns darauf einstellen, dass wir uns von der Illusion der 3-D Realität befreien werden können.

Der Baum des Lebens

Das Zeitverständnis der Maya war nicht linear, sondern spiralig, fraktal. Gequantelt eben.  Alles existiert und geschieht in Wellen.  Ihr Bild der Welt glich dem eines Baumes, dem Baum des Lebens.

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Wurzel eines Kapokbaumes und Maya-Dame, Chichen Itzà, Yucatan, Mexico. Foto: Kunze

Der Kapokbaum, Wollbaum, ist für die Maya der Weltenbaum. Sie schätzen ihn. Der Baum versorgt sie mit Antibakteriellem zur Wundversorgung. Darüber hinaus ist er für sie „ the axis of the world“. In ihrer Vorstellung versorgen die Wurzeln das Dach der Unterwelt, der Stamm und die Äste durchziehen die Welt der Menschen und ihre Kronen  breiten sich durch den Himmel aus.
Das Wacah  Chan , das Zentrum der Galaxie, ist für sie mit dem Baum des Lebens verbunden.
Der Kosmos ist für sie ein Spiegel der Welt, ein Spiegel von uns Menschen. In jedem Gesicht eines Menschen, in jeder Pflanze, in jedem Tier ist ein Stück Sonne. Sie alle haben „Spirit“.

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Unsere Galaxie hat vier Arme. Dort werden die Sterne geboren. Manche Sterne leben kürzer, „nur“ 10 Millionen Jahre. Kürzer leben meint, in jener Zeit sind sie in der Vier-Arm-Spirale unserer Milchstrasse zu sehen.
Sterne mit weniger Masse leben viel länger. Dr James Urquhart am Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Deutschland,  findet es spannend, Sterne zu finden und anhand ihrer Verteilung, die Struktur der Milchstrasse besser zu verstehen. Vor dort kommen wir, sagen die Maya. Wacah Chan (Galaxie) ist für sie mit dem Baum des Lebens verbunden.  Die jüngst abgeschlossene 12-Jahres Studie bestätigt, die Milchstrasse hat vier Arme. Quelle:http://bit.ly/1bD7vPO

Viele der Maya-Pyramiden sind auf diesen 9 Unterwelten „aufgebaut“. Wer schon einmal vor ihnen gestanden hat, zählt 9 Stufen.  Die Treppenstufen der Pyramide sind exakt 365 an Zahl.  364 kleine abgeschrägte Stufen plus die Plattform ganz oben. Die Zeitrechnung ihrer Kalender sah 360 Tage vor.  1 Tun. Die restlichen 5 Tage sahen sie für ihre Zeremonien vor.  Mit der Pyramide wurden Sonnen- und Mondjahre berechnet. Die letzten Sonnenstrahlen landeten exakt auf der Spitze der Pyramide. Sie bauten ihre Pyramiden wie die Sternenkonstellationen. Von den Plejaden kommen sie.

Pyramide Kulculcan

In der Kulculcàn- Pyramide in Chichen Itzà, 11. Jahrhundert, verstecken sich noch zwei (?)weitere Tempelpyramiden. Sie sind Vorgängerbauten, eine davon vermutlich aus dem 8.oder 9. Jahrhundert. Ob zweite, darüber ist man sich nicht sicher.  Foto:Kunze

Wir bewegen uns dem Licht entgegen. Wir sitzen auf einer kosmischen Welle,  eine neue Zeitlinie, die uns in Richtung 5 D katapultieren wird. So sagen es die Prophezeiungen aller indigener Völker. Die alte dualistische Raum-Zeit-K o n s t r u k t i o n, mehr ist sie nie gewesen, wird von immer neuen Schichten überlagert.  Es wird  rumpeln, brodeln und schütteln auf dem Weg dorthin.

Im Einklang mit neuen Frequenzen.  Altes loslassen. In der Ruhe liegt die Kraft.

don alejandro8Der nationale Mayarat von Guatemala
besteht aus 440 Ältesten (265 Großväter und 175 Großmütter) – entsprechend der 440 Stämme, die noch existieren. Geführt von Don Alejandro wählt der Hohe Rat 25 berechtigte Älteste, die Maya-Glyphen zu interpretieren, um das Wissen ganz genau für zukünftige Generationen zu erhalten.

Der Vorsitzende des Maya-Ältestenrates, Don Alejandro Cirilo Perez Oxlaj ist ein hoher Mayapriester der 13. Generation der Quiche-Maya und ein gewählter

Führer des nationalen Mayarates von Guatemala. Er ist in der 13. Generation Schamane der Maya und er besitzt wahrscheinlich mehr Wissen über die Maya als  sonst jemand.

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martinakunze