Das Leben geht vom Herzen aus

farben wasser

 

und nicht vom Ego.

Also ehrlich, das möchte ich an dieser Stelle nun doch kundtun: mein Bedarf an Geraden ist gedeckt. Schnurstracks irgendwohin unterwegs, aber nicht näher am Ziel und schon gar nicht zur Zufriedenheit auf dem Weg. Womöglich noch mehr Energie abgeben, als ich habe. Immer den kürzesten und schnellsten Weg suchend, dabei sollte ich es wissen: Alles Leben folgt Kreisformen.  Die Natur hat wenig Bedarf an Geraden.  Überall Kurven und Kugeln. Rund ist die sicherste Form. Sprechen Sie mal mit einem Wassermolekül. Die wissen schon immer davon. Flüsse wissen es auch. Höchstwahrscheinlich  ist jener Schöpfungsverantwortliche auch rund.

Nur unser Ego nicht. Das fühlt sich eher eckig an.

Sind wir doch ehrlich. Wir alle leben ein Stück weit davon.
Wir alle haben Mittel und Wege, uns Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Das Ego kann sein Haupt erheben. Es kann  so stolz sein.
Gern halten wir dann zurück oder spielen nicht mit offenen Karten. Die Körpersprache, die Augensprache, urteilende oder abwertende Gesten, lieblose Kommentare.  Laut und leise wird gefordert. Alles, damit uns ein anderer Mensch entsprechen soll.

Wir täuschen uns selbst und bitten um die falsche Nahrung.

 

maschreibend
Sie werden staunen, für wie viel Verhalten Angst zuständig ist.
Aus Angst vor weniger Anerkennung, aus Angst und Begierde planen wir uns zu Tode, zeichnen wir unser Leben über eine mögliche Zukunft vor,  vergessen wir die Sorgen anderer,  treffen wir kleinmütige Entscheidungen, sehen wir nicht, was uns täglich an Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt wird,  kämpfen wir täglich mit Gespenstern, teilen wir die Welt in Dein und Mein ein, benutzen wir Menschen, aus Angst vor den Folgen treffen wir lieber rationale Entscheidungen. Angstvoll denken wir über unsere Zukunft nach, angstvoll unterdrücken wir Gefühle und tun so dabei noch so, als wäre die Aggression nicht auch ein Teil unserer Gefühlswelt. Die Aggression ist ein Teil unserer Gefühlswelt.  Jeder, der seine Wut oder seinen Ärger unterdrückt, unterdrückt zwangsläufig immer auch Liebe.  Denn das Eine ist nicht ohne das andere zu haben. „Wer Liebe ohne Wut haben will, will essen ohne Hunger.“   Der Motor für die „negativen“ Eigenschaften in der Welt ist eine anerzogene Angst.

Angstvoll  klammern wir uns an unsere eigene Meinung und Wunschbilder, an Ideale und Träume. Angstvoll konkurrieren wir miteinander, beweisen wir einander,  verhalten wir uns starr oder geradezu starrköpfig, meiden wir unbequeme Reisen, kämpfen wir sinnlose Kämpfe, statt zu fühlen. Wir lassen uns wegtragen.

Dabei verlernen wir das natürliche und herzliche Leben.

Außen ist nur ein Vorwand.
Der Mensch lebt von innen heraus.
Die Ursachen liegen innen.

Wir tragen unseren Himmel in uns.
Unsere Hölle auch.

martina meditierend

Trainieren wir besser unsere Mut-Muskeln und lassen uns nicht bedingungslos umformen.
Verlassen wir uns besser auf unsere Intuition.

Es liegt in der Natur der Sache, dass etwas schiefgeht. ALLES gehört zum Leben. Die Welt ist bunt. Zeiten der Not enden irgendwann. Zeiten des Erfolgs verwandeln sich wieder in schwierige Lebensphasen. Unsere Vorstellung von Glück hat mit der Realität wenig zu tun.

Hätten wir nur Glück, säßen wir vermutlich faltenlos unter Bäumen, die bis zum Himmel wachsen. Ist das die Realität?
Und glauben Sie nur nicht, unser Glück sei selbstgemacht. Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit sind die Folge.

Erst jüngst schenkte mir ein weiser Mensch diese eine Wahrheit:

„Martina, hochfliegende Träumen haben nichts,  aber auch gar nichts mit Fliegen zu tun. Ein Geschäft ausschlagen, das einseitig zu deinen Lasten erfolgt, ist kein Versagen der Liebe. Es ist Lehrstoff des täglichen Lebens. Das, was gegeben wird, folgt oft ganz klaren Regeln. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird zurückgewiesen. Das sollte nicht verwechselt werden mit der Liebe, die nur ein Ziel kennt – zu lieben.“

In dieser unermesslich großen Sphäre Leben sollen wir  als Mensch weit werden.
Bereit sein.
Für die Liebe.
Die Liebe sagt: Ich liebe.

Weder dies noch das.
Keine Vorlieben haben.
Auch negative Erfahrungen sind für die Erkenntnisfähigkeit und Reifung von Bedeutung. Beide Seiten sind unverzichtbar. Nur so erkennen wir, dass alles in dieser Welt miteinander zusammenhängt.

Die Wahrheit liegt im Herzen.
Berührung sieht nur mit dem Herzen gut.

 

 

Glauben

wirklichkeiten

Glauben bedeutet, in dem was schlecht scheint, das Gute wahrzunehmen.
Es ist das Gewahrsein der Fülle dort, wo Mangel zu herrschen scheint.
Es ist das Gewahrsein von Gerechtigkeit in dem, was unfair zu sein scheint.
Glauben heißt, den Nichtliebenswerten Liebe zu schenken.
Den Gnadenlosen Mitgefühl zu schenken.

Glauben ist das Wissen um ein höheres Gut, eine höhere Wahrheit, eine höhere Ordnung.

achtsamkeitEin falscher Prophet ist der, der sein Ego zu Gott macht. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.  Dies gilt auch für jene, die spirituelle Autorität für sich beanspruchen.
Sieh auf ihre Taten.  Schau, ob das, was sie tun, sich mit dem, was sie sagen, widerspricht.

Wenn du klug bist, wirst du niemandem nachlaufen. Wenn du aber einen Lehrer suchst, dann finde einen, der dich achtet und mit Würde und Respekt behandelt. Suche dir einen, der fähig ist, dir seine Wahrheit zu sagen, ohne  zu erwarten, dass du ihr zustimmst.  Suche dir einen Lehrer, der dich liebt und nicht darauf aus ist, dich zu kontrollieren. Suche dir einen, der dir hilft, auf die Wahrheit in deinem eigenen Herzen zu hören.

Suche nicht die Nähe von einem, der dich erstickt, statt dir die Freiheit einzuräumen, du selbst zu sein. Nimm niemanden als Lehrer an, der versucht, deine Entscheidungen für dich zu treffen.

Sei du selbst und erlaube es den anderen, sie selbst zu sein.

Wie soll jemand, der sein eigenes Opferdrama nicht geheilt hat, dir helfen können? Wie soll jemand, der die Reise zu seinen eigenen Schatten noch nicht gemacht hat, dir helfen? Den Himmel zu stürmen, ohne den sicheren Weg zurück auf die Erde zu kennen, ist nicht ganz ungefährlich. Ein Lehrer sollte seine eigenen Schatten darum auch bereits begegnet sein.

Von nichts ist der Mensch so fest überzeugt, wie davon, dass er wach sei; dennoch ist er in Wirklichkeit in einem Netz gefangen, das er sich selbst aus Schlaf und Traum gewebt hat. Je dichter dieses Netz, desto mächtiger herrscht der Schlaf. Es gibt nur wenig erwachte Menschen auf dem Planeten. Es könnte also gut sein, dass Sie und ich nicht zu den erwachten Menschen gehören.

Das sage ich Ihnen und mir nur, damit wir unser spirituelles Leben realistisch einschätzen können. Mit  verschlossenen Herzen können wir nicht erwachen.

Verbinde dich mit der Liebe, dann bekommst du deine Flügel zurück. Wenn du heil werden willst, fühle den Schmerz. Vergib dir und denen, die dich verletzt haben. Steig aus der Opferrolle aus. Weigere dich, anzunehmen, was sich nicht gut anfühlt. Klar, wir können uns mit unserem Schmerz auch in eine Zigarette, in Alkohol, in eine Tablette, eine Höhle, eine Meditationtechnik flüchten. Solange wir unseren Schmerz ignorieren, wird er uns dennoch packen, zumeist, wenn wir es am wenigsten erwarten.
Schmerz ist ein Weckruf, keine Strafe.  Schmerz ist ein Aufruf zur Bewusstwerdung. Jede Beziehung gibt dir Gelegenheit, Nein zu dem zu sagen, was dich nicht achtet.

Du musst auf das Echte warten.  So ist das Leben. Wir erleben Harmonie und verlieren sie wieder.  Wir erleben, wie wir im Rhythmus sind und aus ihm herausfallen, um uns  nach einigen steifen Tänzen dann wieder mit behutsamen Bewegungen  im Rhythmus zu finden.

Kapituliere nicht vor denen, die dir Schuldgefühle machen wollen, weil du deinem Herzen folgst.

Die Lehrer des „neuen“ Bewusstseins(neu ist daran nichts. Es ist  altes Wissen, das wiedergefunden wurde) geben nicht vor, Antworten für andere zu haben. Sie sprechen nur von ihren eigenen Erfahrungen. Sie nehmen andere so an, wie sie sind, und ermutigen sie, ihre eigene Wahrheit zu finden.  Sie sehen das Licht in den anderen und fördern es.  Sie wissen, das Licht alle Wunden heilen kann. Sie ermutigen andere, sich durch Selbstliebe und Selbstakzeptanz zu heilen. Sie zeigen ein Beispiel bedingungsloser Liebe durch ihr mitfühlendes Zuhören, ohne zu urteilen oder Dinge „in Ordnung“ zu bringen.   Sobald wir ein Problem im anderen Menschen sehen und glauben, es müsse behoben werden, berauben wir ihm seiner Kräfte.  Lass es sein.

Etwas über uns zu selbst zu lernen, ist ziemlich unbequem, denn es stellt die Welt, in der wir leben, auf den Kopf.

Es ist, was es ist.

Der einzige Mensch, der aufwachen muss, bist DU.  Niemand hat dir etwas zu geben, was du nicht schon längst hast.

Die tiefsten Augen öffnen

indianer

 

Die  Hirnforschung  sagt: man entwickelt sich nicht aus der Enge und der Begrenztheit, sondern aus der Fülle, aus dem Überfluß. Deshalb sind wir Menschen am Anfang unseres Lebens mit viel zu viel Nervenzellen ausgestattet – noch vor unserer Geburt sind wir das. Vorgeburtlich haben wir sozusagen schon die größten Verluste zu beklagen, ohne es gemerkt zu haben.  Die genetischen Programme wissen nicht, wie viele Nervenzellen man braucht für ein gutes Hirn. Sie wissen auch nicht, wie viele Nervenzellen man vernetzen soll. Deshalb geben sie uns Potential mit.  Es werden sozusagen erst einmal Vernetzungsangebote gemacht. Ein riesiges Überangebot an Optionen werden uns bereit gestellt.  Dann fangen wir an unser Hirn zu nutzen, wie das dann in der Kleinfamilie, in der Kommune, in dem Land, in dem Kulturkreis möglich ist, in dem  Umfeld, in dem wir eben heranwachsen. Und am Ende hat man dann das Gehirn, das in die jeweilige Kultur passt.
Jetzt ahnst du wohl, wo das Problem steckt?
Jetzt hat man sozusagen eine Situation, in der man sich optimal an die herrschenden Verhältnisse angepasst hat. Dabei ist auch einiges passiert. Es ist übrigens nicht das auswendig Gelernte, das unser Hirn vernetzt. Es sind immer die Erfahrungen. Deshalb sind die Erfahrungen auch so wichtig. Deshalb  nutzen wir auch niemals unser Wissen, wenn es um entscheidende Dinge geht, sondern wir greifen auf unsere Erfahrungen zurück.
Am Anfang unseres Lebens sind unsere Erfahrungen alle authentisch. Wir krabbeln selbst. Wir haben nach den Dingen gegriffen. Es existierte eine unendlich enge Bindung an den eigenen Körper. Alles wurde aus uns selbst heraus entwickelt. Irgendwann schafft die Identifkation mit dem Verstand aber einen undurchdringlichen Schleier aus Konzepten, Worten, Urteilen und Definitionen, Vorlieben, Abneigungen, Interpretationen, die jede wahre Beziehung blockiert.  Wiederkehrende Denkmuster, Tonbänder nach denen wir greifen und die uns Sicherheit,Geborgenheit und Zugehörigkeit geben sollen. Hunderttausende von Augenblicken angefüllt mit Denken und Erfahrungen. Mit zwei Erfahrungen starten wir aus dem Mutterleib heraus, mit denen wir versuchen, sozusagen als Potentialentfalter unterwegs zu sein.
Die eine Erfahrung ist die, dass man am Anfang des Lebens auf`s Engste verbunden war mit anderen.
Und die zweite Erfahrung ist, dass man am Anfang des Lebens immer gewachsen ist und über sich hinausgewachsen ist, körperlich, später auch mental.

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Diese zwei Erwartungen versucht man, also ähm ja, versucht man also  auch später im Leben umzusetzen. Das sind Erwartungshaltungen. Man erwartet also, weil sie beide so tief als Erfahrung verankert sind, also ja so ist das wohl, man erwartet bis ins hohe Alter, dass man diese zwei Grunderfahrungen oder Sehnsüchte auch erfüllt bekommt. Zugehörigkeit, Anerkennung, Wertschätzung, Geborgenheit. Das andere ist diese Sehnsucht, dass man doch irgendwie Aufgaben finden möge, die einem helfen, dass man wachsen kann. Das Bedürfnis nach Autonomie, nach Freiheit, dann nach, etwas leisten zu dürfen. Klar, dass genau dieses nicht so einfach ist, wenn man sich nach Freiheit sehnt und gleichzeitig gebunden sein will, befindet man sich in einem Dilemma. Solche Dilemma sind ja besonders interessant, weil sie  nicht lösbar sind. Man muss  die Lösung auf einer Metaebene finden, meint auf einer höheren Ebene. Von dort aus sind sie plötzlich lösbar.

 

Die Metaebene für die Lösung des Dilemmas zwischen dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Geborgenheit und gleichzeitig nach Autonomie und Freiheit, diese Metaebene ist eine besondere Form der Beziehung, die man  entwickeln muss. In der Führungsetage von Unternehmen nennt man diese Ebene ‘Supportive Leadership’. Das heißt, man müsste eine Beziehung finden, wie Menschen sich gegenseitig darin unterstützen, in ihre Potentiale zu kommen und gleichzeitig sich auch das Gefühl einander geben, dass sie dazu gehören.  In einer etwas  prosaischeren Weise nennt man das Liebe.  Sind wir wieder beim Pantoffeltierchen.

Dann macht man sich auf den Weg und es bildet sich das authentische Selbst heraus. Alles eigene Erfahrungen, nicht von außen aufgezwungen. Die Welt alleine entdeckt und dann lernt man irgendwann sprechen.
Spätestens dann  hört es mit dem Eigenen auf, dann wird man erzogen. Das authentische Selbst gerät in ein Dilemma. Eigentlich möchte es rebellieren. Aber das  Kind in einem  möchte gelobt und geliebt werden und will dazu gehören. Deshalb fangen wir an, Teile unseres authentischen Selbst zu bekämpfen. Ein schmerzvoller Prozess, etwas zu tun, was man gar nicht will, weil man etwas anderes tun will.
Das, was da entsteht ist ein Konstrukt: das Ich.  Das  Ich konstruiert man dann auf diese Weise. Teile dieses Ich`s sind einem…man hat sich verbogen…aus der eigenen Kraftleistung heraus gewachsen, deshalb identifiziert man sich auch noch mit dieser Leistung und hält, das, was konstruiert wurde für sein ICH und, hält es auch noch für vollkommen richtig.

Das Hirn ist eine Baustelle, sagen viele Hirnforscher.  Na dann, war wohl am Anfang meines Lebens  das Fundament noch ganz gerade und passte zu meinem Körper und zu meinen Erfahrungen. Dann wurde weiter gebaut. Da mein Baumeister immer drinnen war und  sich noch immer nur drinnen aufhält, merken weder er noch ich das Krumme an meinem Ich. Alles schief, aber mit Wohlfühleffekt. Baumeister meinen immer, alle müssen so ein Haus haben. Sie/Du also auch?  Dann wird das immer schräger bisweilen und manchmal eben so schräg, dass es anfängt zu wackeln. Also geht man nochmals zurück zum Fundament und sieht nach, wo man hergekommen ist. Wiederfinden, was man verloren hat. Potentialentfalter werden. Woran liegt das hirntechnisch, dass wir dazu neigen, in solche Entwicklungen hineinzugehen, die dann – gehen wir immer länger so – weniger Okay werden? Durch die Nichtbefriedigung der angesprochenen zwei Grundbedürfnisse bildet sich im Hirn Unruhe. Man hat ja eine Erwartungshaltung und das, was man sieht, ist anders als die Erwartung. Das kann man auch Stress nennen. Das kann man Leben vom Ego beherrscht nennen.  Das kann man  Angst nennen.  Angst vor Verlust, Angst vor Versagen, Angst vor Verletzung usw., Unbehagen, Sorge, Nervosität, Anspannung, Schrecken, Phobie – es gibt sie in vielfacher Ausformung.

Das Ego fühlt sich immer bedroht. Es fühlt sich sehr unsicher und verletzlich. Selbst so etwas Triviales wie das zwanghafte Bedürfnis, bei einem Streit Recht behalten zu wollen, ist durch die Angst vor dem Tod des Egos begründet. Als Ego kannst du dir es nicht leisten, Unrecht zu haben.

Wie finden wir die Richtung?

Die Hektik in unserer Umgebung ist eine gute Übung, die eigene Mitte zu stabilisieren. Gebt der Stille in euch Raum. Atmet Frieden.

Der Stille in uns Raum geben,  sodass wir in der Lage sind,  was wir erfahren, zu integrieren.

Dem Impuls unseres Herzens folgen.  Das Bild mit unserem tiefsten Atem umhüllen.
Wir können etwas in dem Maße fühlen,w ie wir bereit sind, uns auf etwas Tiefes einzulassen. So wir sehen und fühlen und unsere Schranken aufheben, können wir unser Herz öffnen und aus unserer eigenen Tiefe heraus leben.

Um tief zu sehen,  um tief zu fühlen, müssen wir uns tief öffnen.

 

 

Sei nicht für oder gegen

geh weg

Es begann einfach überall zu geschehen, wenn ich meiner inneren Führung folgte. Es ist die einfache Wahrheit.

Und plötzlich sah ich es – und musste laut auflachen.

Und jeden Augenblick kommen Vögel ins Zimmer geflogen – und fliegen wieder durch`s offene Fenster hinaus.
Und jeden Augenblick kommen Situationen angeflogen.
An Situationen fehlt es nie.

Es sieht fast so aus, als ob irgendwo im Hirn eine Täuschungszentrale arbeitet.

Aristoteles brachte die Sache der großen Täuschung bereits auf den Punkt, als er feststellte, Parmenides Beschreibung der Wirklichkeit käme dem Wahnsinn nahe, so nahe, dass man annehmen müsse, er habe kalte Füße bekommen und streue darum ein paar originelle Ideen über die Welt ein, um alle damit zu überzeugen, er sei nicht verrückt.

Die Welt der Täuschung. Eine Welt voller wohlig quälender Selbstwidersprüche, in der alles ein durchscheinender Schleier ist, der sein Gegenteil zugleich fein verhüllt und offenbart.  Nichts ist so wirklich, dass es berührt, geschweige denn festgehalten werden könne.  Licht und Dunkelheit –  nichts ist ohneeinander.  Aphrodite war nicht nur die Göttin der Schönheit. Sie war außerdem die höchste Göttin der Täuschung und Illusion, die ihre Opfer hilflos und benommen machte.  Der Trick ist, wie man dafür sorgt, dass sie hilflos bleiben.  Täusche sie so, dass sie denken, sie wüssten, was sie tun und sich einbilden, sie seien alles.

Verheimliche ihnen die Realität ihrer Situation, so lange, dass die meisten auch dann, wenn ihnen schließlich gesagt wird,  wie die Dinge stehen, dies niemals glauben werden. Im Thomas-Evangelium steht:  „Selig bist du, wenn du weißt, was du tust.“
Du kannst  bei den Geboten stehen und kannst weit weg von Gott sein. Diesen Gedanken drückt Hermann Hesse in seinem Buch „Narziß und Goldmund“ aus.
Du kannst dem Geschäftemachen den Rücken kehren, aber nicht dem Geschäftsgeist. Die Raffgier bleibt. Früher zählten die Münzen, jetzt zählen deine Gebete.  Deine Haltung ist deine Welt.

Hals über Kopf stürzen wir uns in die Welt der menschlichen Meinung. Mit einem einzigen Wort können wir Erinnerungen an ganze Szenen auslösen, in allen lebendigen Einzelheiten.  Was man offen ausspricht, ist nur der kleineste Teil dessen, was gesagt werden könnte.  Persönliche Signaturen in Wortspielen. Wenn du zu lange stehenbleibst, um nachzudenken, oder dich umzusehen, bist du verloren.

schiller

Ein ganzes Leben nichts als eine Vorspiegelung falscher Tatsachen, die wir als Schleier vor unseren Augen tragen.  Ständig holen wir uns neue Schleier, mit denen wir uns umhüllen. Der Schleier des Wissens, der Schleier der Gelehrsamkeit, der Schleier aus diesem und jenem.  Man kann sehr gut in Täuschungen leben, aber falsch sind sie, auch wenn sie schön sind. Sie bringen uns nicht weiter. Du kannst dich im Traum zum Kaiser ernennen, aber du bleibst trotzdem Bettler.

Glauben, dass wir jemand sind. Jeder hält sich für etwas Besonderes. Niemand ist  – jemand!  Niemand ist – niemand!  Dieses Jemand-Sein ist Ego, ist eine falsche Größe, eine Erfindung. Daran klammern wir uns. Tun so, als ob. Diese Seifenblase unterstützen wir mit allen Mitteln: mit Geld, mit Arroganz, mit Ansehen mit Macht, mit Wissen, mit Selbstgeißelungen. Hauptsache beweisen, dass wir der Nabel der Welt sind.
Warum sollten ausgerechnet wir der Nabel der Welt sein? Die Welt gab es schon vor unserer Zeit, und die Welt wird noch da sein, wenn es uns nicht mehr gibt. Wir sind eine Welle, Wellen kommen und gehen. Nur das Meer bleibt. Diese So-tun-als-ob ist die Schranke.

Unser Ego ist eine riesige Menge. Eine Ansammlung von Erfahrungen, von Schatten,  von Spiegelreflexen. Das Ego braucht immer zwei, um zu bestehen. Das Ich existiert nur als Brücke zwischen mir und dem anderen.
Und man bilde sich nicht ein, man könne es mit eine Vielzahl von Meditationen fallenlassen.  Danach ist man wieder das Ego, nur ein Sich- selbst -fallen-gelassenes Ego,  dass sich einbildet, sich überwunden zu haben. Und sofort schauen wir wieder in die Runde. „Wow, einen so Ich-losen Menschen haben wir noch nie gesehen.“ Und sofort greifst du danach, dass du der Ich-lose Mensch bist.

Ent-Täuschung ist das Tor. Niemand braucht über heiße Kohlen laufen. Niemand braucht sich auf ein Nagelbrett legen. Aber durch das Leiden der Ent-Täuschung muss man durch.

Ich hab` von einem Betrunkenen gehört, der eine Straße entlanglief, eine sehr große, breite Straße. Er fragte einen anderen Mann: „Wo ist die andere Seite?“ Der Mann nahm sich seiner an und half ihm auf die andere Seite.  Als er auf der anderen Seite angekommen war, fragte er wieder einen anderen Mann:  „Wo ist die andere Seite?“ Der Mann versuchte ihn auf die andere Seite zu führen. Der Trinker blieb stehen und meinte: „Moment mal,  sie bringen mich auf die Seite von der ich gekommen bin und sagen sie sei da drüben. Wo ist denn nun die andere Seite?“

„Wo du bist, ist egal: Das entgegengesetzte Extrem wird zu anderen Seite und damit attraktiv. Denn Entfernung erzeugt Anziehungskraft. Du kannst dir nicht vorstellen, welche Anziehungskraft Sex hat, für jemanden, der versucht im Zöllibat zu leben. Du kannst dir nicht vorstellen, welche Anziehungskraft das Essen hat für jemanden, der fastet.

Was gilt es zu lernen? Extreme meiden.

Das Wesen,  das uns dazu verführt, ihrer großen Täuschung Glauben zu schenken, kann auch beschließen uns zum Ausweg daraus zu verführen. (Aphrodite)

sufi3Lehrer oder Meister?

Und dann ist da jemand, der glaubt, er ist weit, ist er aber nicht. Der andere denkt, er ist noch nicht so weit, ist er aber.  Und ein Meister muss sich in der allergrößten Kunst auskennen: in der Kenntnis des menschlichen Herzens – denn hier stellen sich die subtilsten Probleme, die es gibt.
Auf andere darf er nicht hören – das wäre schlimm. Er muss sein Süppchen im Stillen kochen. Auch andere kann er nicht hören, denn sie wissen nicht, was sie sagen. Sie wissen nicht, was in ihnen vor sich geht. Er muss sich auf sich selbst verlassen. Für einen Meister ist der Mensch das Maß aller Dinge – nicht die Menschen, sondern der individuelle, persönliche Mensch. Nicht die Menschheit, sondern du, ganz und gar, so wie du bist.  Er leitet keine allgemeinen Lehrsätze ab. Man kann nichts von dem, was er sagt, verallgemeinern. Verallgemeinerungen sind immer falsch.  Es kann auch gar nicht anders sein, denn es geht darum das menschliche Herz zu verwandeln.

Ein Lehrer überhäuft dich mit Informationen über Gott, über die Wahrheit, über Himmel und Hölle. Ein Meister öffnet dein Herz, er führt euch vor, was Wahrheit ist.
Ein Lehrer ist ein Irrer seine Lehre bedeutet ihm die ganze Welt. Er ist tot, lehrt eine tote Lehre. Er kümmert sich nicht um dich. Er besitzt eine Lehre und die gibt er weiter. Ihm geht es um die Lehre, nicht um dich. Du bist überhaupt nicht in seinem Blickfeld. Seine Lehre ist nicht für die Menschen da, sondern die Menschen für seine Lehre, für seine Ideologie.  Aber für einen Meister sind Ideologien Spielzeuge: Ideologien sind nur solange brauchbar, wie sie helfen, und verwerflich, wenn sie nicht helfen.  Dem einen dienen sie als Brücke, dem anderen dienen sie als Schranke.

Um einen Meister zu verstehen, musst du nah an ihn herankommen. Von einem Lehrer kannst du dich so weit entfernt halten, wie du willst, es macht keinen Unterschied. Es kommt nicht auf Nähe an, es kommt auf Initimität an.
Bei einem Meister musst du dich restlos aufs Spiel setzen. „Du kannst nichts von mir bekommen, bevor du nicht stirbst.“  Sich restlos hingeben. Worte, die man im Westen nicht gern hört. Alles, was tief ist, macht Angst. Im Westen kennt man nur Lehrer. Im Westen weiß man noch nicht einmal zwischen einem Lehrer und einem Meister zu unterscheiden, sagte einst ein indischer Weisheitslehrer.

„Wir tragen den Himmel in uns. Die Hölle auch. Jeder Mensch trägt wie eine Spinne sein eigenes Netz in sich Wir tragen es mit uns, und wo wir uns aufhalten, schaffen wir ein Netz aus alten Mustern. Wir haben eine Ahnung, vage, neblig. Wie unoriginell, nicht mal neue Fehler können wir uns ausdenken. Astrologie gibt es nur deshalb, weil wir Menschen uns so mechanisch verhalten. Durch Bewusstheit können wir uns der Deutung entziehen. Wenn der nächste Augenblick unbekannt ist, wenn er sich ergeben wird, wenn ich nicht weiß, was ich als Nächstes tun werde, dann kann ihn niemand vorhersehen. „

Sei nicht für oder gegen. Sei dir dein eigenes Licht.

Dein Ich führt dich zu diesem Du

Dein Ich führt dich zu diesem Du

 

Das Ich, an dem wir so hängen, hat nur eine Aufgabe: Uns zu diesem Du zu führen. Und was bedeutet dieses Du? Es ist dein veränderter Blick, der dich von dir ab-sehen und dein Gegenüber in seinem Wert erkennen lässt.

Und wer ist dieses Gegenüber? Jemand, beziehungweise etwas, was du wirklich liebst.
Liebst du jemanden, möchtest du ihm wirklich nah sein und möchtest mit deinem Wesen sein Wesen erfassen, dann öffnest du dich für dein Du.
Dies ist der Augen-Blick, in dem du das erkennst. Das ist das ganze Geheimnis.

Ich & Ich bin Ich

blumen

Meine kluge Freundin saß temporär und undercover im Zentrum der Aufklärung. Spannend. Sie trug einen humorvollskeptischen Blick zwischen all den Zipfelmützen-Männchen mit dunklen-Wesen-Hintergrund. Der Kobold schien ihr der heikelste von allen. „Denk ihn dir als einen Schwindler, als den am tiefsten verletzten Teil deines Egos“, erklärte sie mir. „Dicht gefolgt von der Plaudertausche. Der Harmlosere aus der Zipfelmann-Family, der dich mit einer Menge an überflüssigen Gedanken ablenkt.

9.15 Uhr: Anfangen. Gegen 9 Uhr versammeln sie sich vor der abgeschlossenen Herzenstür und diskutieren, wer sich den Stress macht, den Schlüssel beim Pförtner zu holen.
10.00 Uhr: Tür ist auf. Alle stöhnen. Alle spüren den Herzschlag. Sätze wie: Wo soll ich nur anfangen?  Schon wieder im Stress, du Arme? Die Plaudertasche berichtet von unerwünschten Emotionen und beklagt ihre Vorstellungen von Mangel, die sie  emotional so sehr im Griff hielten. Sie erzählt danach von Reisen und Vorträgen. Der Kobold baut Papiertürmchen.

maedchentischEr scheint wenig am Aufbau eines neuen Ichs interessiert, berichtet Önnemarie. Lieber wirft er Milcheimer um. Schräge Blicke, schadenfrohes Gelächter. Hinterlistig beschützt er unsere verborgenen Schätze, verleitet uns dazu, uns wertlos zu fühlen und verspricht uns dafür Geborgenheit und Liebe. Am Ende landen wir mit ihm immer wieder in denselben Mustern, obwohl wir um deren ungesunde Folgen wissen. Er ist der Ursprung unserer Ängste, unserer Überheblichkeit, unseres Größenwahns, unserer Begierden, unserer Egozentrik, unserer unterdrückten Sehnsüchte, unseres verletzten und verängstigten Egos und deren Folgeerscheinungen wie Zorn, Eifersucht, Abwehr und Habgier. Ein Unruhestifter, der die dunklen Seiten unseres Bewusstsein nur allzu gerne aufsucht und einen mit List überreden will. Am liebsten sitzt er in uns, wo etwas geheimgehalten wird. Er ist der Freund unserer negativen Emotionen. Das kannst du nicht, während die Intuition sagt: Noch kannst du das nicht, sei geduldig. Erwarte den richtigen Moment. Der Kobold kreischt: Du bist nicht gut genug. Die Intuition sagt: Mach langsam. Sieh genau hin. Höre auf deine inneren Verbündeten. Wenn uns Partner ein wenig zu glatt und charmant erscheinen, sagt der Kobold: Du machst dir zu viele Gedanken. Sei froh. Er redet uns ein, stimmt passt nicht zu dir, aber nutze die Gelegenheit, diesen Menschen zu unserem Vorteil zu benutzen. Seine Bedürfnisse macht er gerne zu unseren.
Önnemaries Fazit: Seinen Aussagen ist nicht zu trauen.  Er verbiegt unser Verhalten. Er ist der größte Verkaufsstratege und Schwindler. Kobolde sind Verdrehungskünstler. Er versichert uns, dass wir unseren spirituellen Kompass nicht brauchen und dass die Zeit knapp wird, außerdem kenne er eine Abkürzung.

Die Plaudertasche schwatzt uns ein Ohr ab, erzählt meine kluge Freundin. Das Telefon klingelt. Was steht auf dem Display. Ach, habe ich jetzt ganz vergessen…warte mal, die nächste SMS rollt an, oh, die Pfannkuchen waren gut heute Morgen. Manchmal hat die Plaudertasche auch etwas Brauchbares zu vermelden: Vielleicht müssen wir wirklich noch Eier besorgen und die Spülmaschine anstellen.
Die Plaudertasche sitzt gerne mit uns vor dem Fernseher und lauscht einem Moderator, dem wir schon längst nicht mehr zuhören, der aber in unserem Kopf sitzt und uns davon abhält, auf unsere inneren Weisheiten zu hören.
Önnemaries Fazit ihrer Undercover-Aufklärungs-Aktion: Meditieren. Meditieren.

yoga

11.15 Uhr Önnemarie geht in die Pause. Erholen vom Plappern der Plaudertasche.

11.45 Uhr  Das Telefon bimmelt.
„Ja-aa. Bitte. Sie wollen vertraut werden mit Ihrem Ich? Klar. Dafür sollten Sie das wissen, wie Ihr Ich, wie das Alte und das Neue aussehen. Sie wollen glücklich sein? Dann machen Sie Schluss mit dem Denken, das Sie unglücklich macht, und mit den Gefühlen, den Emotionen von Schmerz, Kummer und Verbitterung. Achten Sie genau auf Ihre Empfindungen. Achten Sie auf Ihren Kobold und Ihre Plaudertasche. Wenn Sie sich ängstlich fühlen, sitzt vermutlich der hinterhältige Kobold in Ihrer Plaudertasche. Du bist doch ein Chaot, wird er ihnen zuflüstern. Du hast wieder nicht getan, was du solltest…bla, bla, bla..kein Wunder, dass dein Leben ein einziger Schlamassel..bla, bla, bla. Oh Käsekuchen…Diesen beiden Stimmen Ihres Egos setzen Sie einfach mal für ein paar Wochen täglich positive Affirmationen entgegen.
Schüchtern Sie Ihren Kobold ordentlich ein. Schaffen Sie Platz für Ihre neue Persönlichkeit, im Denken, im Fühlen, im Tun. Ähm, jawohl. Meditieren ebenso. Meditieren heißt, sich selbst zu erkennen. Ja, genau, indem Sie auf Ihr altegewohntes Ich achten, es bewusst beobachten, trennen Sie sich durch Ihre bewusste Teilnahme von diesen unbewussten Programmen.  Ihr Frontallappen, Ihr Chef also, wird Ihre Fragen und Ihre Überlegungen an den Rest Ihrer Gehirnlandschaft abgeben und dort wird Zauberhaftes geschehen. Ihre Nervensysteme verschalten ihr anderes Denken. Sie planen Neues, hegen andere Gedanken, spekulieren mit neuen Möglichkeiten, träumen von neuen Zuständen? Ganz fantastisch, Ihre Gedanken werden als Erfahrungen abgespeichert. Ja, genau, Sie installieren sozusagen eine neue Software in ihrem Nervensystem.

Sagen Sie, fühlen Sie, handeln Sie danach:
Alles, was ich brauche, kommt leicht und mühelos zu mir.
Mein Leben wird jeden Tag in jeder Hinsicht besser.
Was mein ist, wird nicht an mir vorübergehen.
Ich werde immer haben, was ich brauche, was auch immer geschehen mag.
Ich verspüre nur Lust auf Nahrung, die gut für mich ist.
Mein inneres Licht bewirkt jetzt Wunderbares in meinem Leben.

Und es kommt noch etwas hinzu. Wenn Sie sich so stark auf einen Gedanken konzentrieren, dass er buchstäblich zu einer Erfahrung wird, entsteht als Endprodukt eine Emotion. Ein neues Gefühl. Machen Sie sich damit vertraut. Genau, auch Ihr Körper wird es Ihnen danken, denn auch er reagiert noch bevor das Ereignis auf der physischen Ebene tatsächlich stattgefunden hat. Werfen Sie unsere lineare Zeitvorstellung über Bord. Sie werden der Zeit voraus sein – SEINSZUSTAND.
Woher ich das weiß? Was glauben Sie, wen Sie vor sich haben? Na, so lautet das Quantengesetz. Wenn es ihnen gelingt, diese veränderte mentale und körperliche Verfassung unabhängig von äußeren Gegebenheiten, den emotionalen Bedürfnissen und jenseits der Zeit aufrechtzuerhalten, sollte sich in Ihrem Leben etwas Neues manifestieren. Was sagen Sie da? Sie sind unzufrieden?

Oh. Da muss ich Sie bitten, prägen Sie sich einfach ein, wer Sie nicht mehr sein wollen. Kennen Sie Ihr altes Ich mit all seinen Gedanken, den Emotionen und Verhaltensweisen und besinnen Sie sich immer wieder darauf, wer Sie sein wollen. Konditionieren Sie sich darauf. Gerne. Auf Wiederhören.
Jeder Menge Augen verdrehen von Kobold. Önnemarie ist ein bisschen stolz. Ihr erster Anruf. Der zuständige Sachbearbeiter war außer Haus.

12.15 Uhr Kobold und Plaudertasche gehen in die Pause.
12.30 Uhr Ich gehe in die Pause.
13.30 Uhr Rundgang durch die Abteilung Frontallappen. Begutachten. Händeschütteln. Individualitätsnagel in die Pinnwand gekloppt. Einen neuen Geist wie einen Garten anlegen. Tägliche achtsame Zuwendung ist immerhin erfolgsentscheidend.
14.25 Uhr  Fünf Minuten vor Feierabend zurück im Büro. Seufzen. Ein harter Tag.

Am Anfang aller Weisheit ist die Verwunderung. (Aristoteles)

Eben durch dies.

Eben durch dies.

So oder so ähnlich könnte die Erde zu uns sprechen. Und ich lege die Hand  auch auf mein Herz.  Foto: Danke Yonis.

Wie weiß ich die Beschaffenheit der Welt? Eben durch dies.

Das Gespräch mit der Erde:

Die Stärke der Erde liegt im Sein.
Alles tut sie im Sein.
Sie dreht sich um sich selbst und gefährdet sich nicht. SIE tut das nicht.
Sie hat ihr eigenes Herz.
Sie geht durch Zyklen.
Sie dreht sich um die Sonne.
Sie richtet sich nach dem Himmel.
Sie lässt Jahreszeiten kommen.
Wir erhalten von ihr Vertrauen und Geborgenheit.
Auch die Erde hat Situationen, in denen sie sich entscheiden kann.
Erdbeben, Bewegung von Kontinentalplatten. Vulkane, Überschwemmungen.
Die Erde wird den Menschen überleben.
Der Mensch kommt und wird gehen.
Wir glauben dennoch, die Krönung der Schöpfung zu sein.
Sollten wir nicht bescheidener auftreten?
Zurzeit sind wir vor allem ein echtes Problem für die Erde.
Parasiten, die nur ihren eigenen Nutzen im Auge haben.
Vier Große gibt es im Raum,
und der Mensch gehört auch dazu.
Erde, Himmel, Menschen und Sinn.
Wir graben Löcher, lassen Chemie in das Grundwasser fliessen, wir stauen Flüsse, wässern
Golfplätze, damit der Rasen grün genug daher kommt
in anderen Ländern heißt es: Anstehen für ein paar Tropfen Wasser
Millionen von Menschen sitzen auf dem Trockenen, andere haben es im Überfluß.
längst weiß man: Leitungswasser oft genauso gut wie Wasser aus den Plastikflaschen
Die besten Trinkwasserquellen in den Händen weniger Konzerne
Saatgut-Patente in den Händen weniger Konzerne –
übrigens nicht nur Monsanto, auch kleinere Firmen nehmen sich da nichts!

WASSER
Wasser als Lebensmittel, das einen Markt haben muss, befindet Nestle?
Schneeschmelzen bringen jedes Jahr weniger Wasser. Farmer können ihre Felder kaum noch bewässern
Große Nahrungsmittelkonzerne wie Nestlè  graben dennoch.
Was Nestle Quellwasser nennt, geht erst 5 Meter durch Leitungen, wird in Autos transportiert
und ist nichts anders, als das Leitungswasser, dass Amerikaner trinken. 4 Cent Wasser wird
als gesundes Quellwasser für 10 Dollar verkauft.Gewinnmargen besonderer Coleur.
Gutachten werden schön geschrieben. Nestle wendet sich an die Universität.
Professor als Landbesitzer, Quellen auf seinem Grundstück und Schreiber des zweiten Gutachtens.
Er sähe keinen Interessenkonflikt.
Öffentliches Wasser wird schlechtgeredet. Ist das Wasser in den Tanks besser?
Afrika- auch dort kauft Nestle Trinkwasserlizenzen! Südafrika
Südafrika, das Land, in dem Millionen noch immer keinen Zugang zu Trinkwasser haben!
Wasser sei ein Menschenrecht, sagt die United Nation.
Nestlè füllt ab. Täglich 282.000 Liter in Flaschen und abtransportiert
Die Menschen haben kein fließendes Wasser. Nur einen Steinwurf von der Wasserfabrik wohnen sie inmitten von Müll in den Townships und Squattercamps
12 Stunden, mittags 15 Minuten Pause. Umsonst bekommt man Eiscreme. Zum Trinken zwei Flaschen mit je 0,5 Liter pro Tag.
Direkt aus der Erde, reicht für alle, gesund für alle – Werbung von Nestè.
400 Meter entfernt von einer Quelle und selbst vom Wasser abgeschnitten.
Unter ihrem heimatlichen Boden, abgefüllt von einer Schweizer Firma.
Die Lizenz läuft für 20 Jahre. Seit 2011 – Exklusivrechte
Kontrolle keine.
Ausspioniert, weil Autorinnen an einem Nestlè- kritischen Buch arbeiten.
Wissen ist Macht.
In Brasilien ein Wasserpark gekauft. Sie pumpen Grundwasser. Der Spiegel sinkt.
Milliarden-Gewinne durch Quellenschnäppchen.
9 Heilwasserquellen – auch hier in den Armenviertel sauberes Trinkwasser ein kostbares Gut.
Seit 2000 eine Fabrik. Dem Wasser vor Abfüllung Mineralien abgezogen, um durch
Gesetzeslücken zu schlüpfen.
Beides illegal. Es kam zu einem Vergleich. Produktion eingestellt.
Sie füllen dennoch weiter Mineralwasser ab.
Weltbank vergibt jahrelang Kredite, um im Gegenzug Wasserwirtschaft zu privatisieren.
Versorgung der Industrie mit Wasser soll gesichert werden. U.a. Nestle, Coca Cola, Pepsi wirken mit.Die Schweizer Entwicklungshilfe unterstützt die eigens gegründete Water-Resources-Group – die Wassersituation soll verbessert werden.
Ungehemmtes Wachstum ist das Problem für das Wasser – nicht das schlechte Wasser für mehr Wachstum.
Industrie verseucht weite Teile des Wassers.
Überall, wo es Minen in Südafrika gibt, fließt säurehaltiges Wasser, wie direkt aus einer Batterie,  in den Fluß, weiter in die Trinkwasser-Reservoires.
Extrem hohe Aluminium-Werte, Eisen, Sulfate, etc.. Niemand kümmert sich.
Minen und verseuchtes Grubenwasser die eine Seite, Konzerne wie Nestlè schöpfen dann noch das beste Wasser ab. Nestle schickt lieber fliegende Händler auf Fahrrädern mit Nestlè Produkten.
1 Liter Wasser für 1 Euro  das kann sich in den Townships niemand leisten.
Der fliegende Händler arbeitet für Nestlè und bekommt nur Geld, wenn er etwas verkauft.
100 Millionen Liter für ihr Wasser Pure Life. Ein paar Tropfen für die Einwohner.
Das reine Leben auf dieser Erde.

Filmbeitrag
Prädikat besonders wertvoll.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten873.html

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