Sieben Phänomene: Teil 6, Kristalle und Cenoten im Land der Maya

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Ein Naturwunder tief unter der Wüste von Mexico. Der Anblick ist einzigartig im wahrsten Sinne des Wortes. Es gibt keinen anderen bekannten Ort auf diesem Planeten, an dem sich die ganze Schönheit der mineralischen Welt in solcher Pracht zeigt. Die Kristallhöhle “ Cueva de los Cristales“ im Norden Mexico`s im Bundesstaat Chihuahua  ist eines der schönsten Plätze auf dieser Welt. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 50 Grad Celsius in 300 Meter Tiefe. Saunatemperaturen, Schwefelgeruch und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit. Nicht unbedingt ein Ort zum längeren Aufenthalt, wären da nicht die weltweit  größten Kristalle, die etwa 600.000 Jahre alt sind. Vermutlich vor Millionen von Jahren entstanden im mineralreichen geothermalen heißen Wasser, das die Höhle füllte.

Sie sind mitunter 14 Meter hoch und wiegen 50 Tonnen. Hier zeigt die Natur, was möglich ist.

Im Jahr 2000 wurde die Höhle von zwei Brüdern entdeckt, als man das Wasser aus der Höhle pumpte. Sie ist Teil eines Bergwerkes. Diese Kammer wurde angebohrt. Wenn aus bergbautechnischen Gründen nicht mehr nötig ist, das Grundwasser auf dem niedrigen Level zu halten, wird die Höhle wieder mit Wasser gefüllt und dem natürlichen Verlauf überlassen, heißt es. Die Mine liegt direkt über eine Magmablase.

Schon vor 2000 Jahren entdeckten die Maya die Mine von Naica. Im 1. Jahrhundert unserer Zeit hatte der römische Schreiber Plinius der Ältere seine Naturgeschichte verfasst. 37 Bände über alles, was man damals wusste. In den Büchern beschreibt er die Minen in Segòbriga, in der heutigen spanischen Provinz Cuenca. Dort förderte man Lapis spcualaris-Kristalle. Frei übersetzt: Steine, durch die man hindurchsehen kann. Chemisch ist es nichts anderes als eine Form von Gips. Selenit – durchscheinender Gips.  Das war in der Höhle  der Schwerter. Sie ist Teil der Naica-Mine in Mexico.  Gearbeitet wurde in der Mine seit Ende des 18. Jahrhunderts. Der Bergbau wird dort seit hundert Jahren von der Wissenschaft begleitet.

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Kristalle so groß wie Baumstämme

Den Boden des Hohlraums bilden riesige farblose, flächenreiche Kristallitblöcke. Weitere Kristalle ragen aus den Wänden und aus der Decke heraus, entlang feiner Risse, in denen – wie in größeren Brüchen und Verwerfungen – das Wasser im Gestein zirkulieren konnte.

Am fantastischsten aber sind die riesigen Kristalle, die aus den durchscheinenden Blöcken direkt aus dem Höhlenboden herauswachsen wie Strahlen aus verfestigtem Licht. Sie sind fast einen Meter dick und kreuzen die ganze Breite der Höhle über eine Länge von mehr als zehn Metern.

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Es gibt noch weitere interessante Höhlen in Mexico. Die Golondrinas-Höhle beispielsweise erinnert an einen überdimensionalen Brunnen. Die Schwalbenhöhle ist die zweittiefste im Regenwald Mexico`s. Die zweite Ebene ist 512 m tief. Hier nisten Schwalben und Grünsittiche. Die Höhle liegt in der Nähe des Örtchens Aquismon, im Osten des Bundesstaates San Luis Potosi.  Den lokal ansässigen Huaxteken ist die Höhle seit langem bekannt.

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Die faszinierende Cepillos-Höhle befindet sich ebenso in der Region Aquismon im Osten Mexico`s.

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Man muss kein Maya sein, um an solchen Plätzen ehrfürchtig zu werden

 

Und auch die Cenote in Sotuta de Peon, Yucatan, Mexico beeindruckt durch ihre Schönheit und Größe.
An den Cenoten waren die Maya nicht beteiligt, aber die natürlichen Höhlenseen waren ihnen heilig.
Sie galten als die Tore zur Unterwelt.

 

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In den  Cenoten, den Karsthöhlen unterhalb der Halbinsel Yucatán lebte in der Glaubenswelt der Maya ihr Regengott Chac.

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Regengott Chac, Chichen Itzà, Yucatan, Mexico

 

Die Cenoten galten als die Münder des Regengottes. Chac ist einer und ist viele zugleich.  Jeder Donnerschlag ist von einem anderen Chac verursacht. Jeder Gott bewohnt eine eigene Ebene der Realität, dazu kommen Dutzende Götter, die in den 13 Himmeln über der Weltebene und auf den neun Ebenen der Unterwelt leben. Sie bestimmten den Alltag der Maya mit ihren Träumen und Visionen, sie prägten die Kalender der Maya. Chac hat sich bewegt. Also wird die Aussaat bald beginnen. Noch heute hat dieser Glaube Gültigkeit bei den Maya.Noch immer sind viele Menschen vom Ertrag ihrer milpaFelder abhängig.

 

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Anrufung Regengott. Der Priester kniet vor dem Altar. Die vier Ecken des Altars symbolisieren den Kosmos. Speisen als Opfergaben. Foto: Sh. Schwarz

Regen war  überlebenswichtig. Mais mit Kürbis und Bohnen wurden angebaut: eine wichtige Eiweißquelle. Der Boden des Regenwaldes ist eher locker und besteht aus kärglichen Bäumen, deren Wurzeln sich ins Gestein krallen. Mais zieht große Mengen Nährstoffe aus dem Boden. Deshalb brandrodeten die Bauern jedes Jahr ein Stück. Entwaldung sicherte ihr Überleben. Ebenso bedeutsam war der richtige Regen.  Kein Regen im Winter, damit die Felder im Frühjahr so trocken sind, dass sie ausgebrannt werden können. Ein wenig Regen Anfang mai, damit der Boden für die Aussaat locker genug ist. Sanfte Regenfällte, damit die Saat gut aufgeht. Regen in großer Menge, damit die Kolben kräftig zulegen. Fällt der Regen nicht wie gewohnt, wird die Nahrung knapp.

 

 

Die Heilige Cenote von Chichèn Itzà liegt im Norden der Pyramide, zwei andere Höhlen befinden sich im Süden und Südosten. Die Cenote Holtùn genau im Nordwesten der Pyramide. Möglicherweise die Vollendung einer Rautengeometrie, die wichtigsten Koordinaten des Gesamtentwurfs von Chichèn itzà.

 

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Cenote Holtùn. Der Archäologe Guillermo de Anda wird an einem 19. Juli in die Cenote Holtún hinabgelassen. An diesem Tag und dem 23. Mai steht die Sonne hier im Zenit, und ihr Licht fällt genau senkrecht auf das Wasser. De Anda zufolge könnte an der Oberfläche einst ein Gebäude der Maya gestanden haben, das die Sonnenstrahlen in ähnlicher Weise einfing. Foto: p. nicklen

Die Cenoten waren wichtig in der Astronomie ihrer Kultur. Sie dientenden Maya  in Chichèn Itzà  als heilige Sonnenuhr und Zeitmesser, wenn die Sonne am 23. Mai und am 19. Juli exakt am Zenit stand, fanden jüngst Forscher heraus  Die rechteckige Öffnung wurde wohl so bearbeitet, dass sie die vier Ecken des Maya­Kosmos widerspiegelte. Sie bündelt die Sonnenstrahlen, deren Reflexionen wie Flammen über das Relief der Stalaktiten tanzen. Auch das Wasser scheint aufzulodern, wenn das Licht darauf fällt. Seine Farbe wechselt dann von einem dunklen Ton in ein transparentes Türkisblau. Die Sonnenstrahlen dringen nahezu senkrecht ein. Es ist eine Lichtsäule, die genau von oben ins Wasser eintaucht. Nicht nur die Sonne, sondern auch die Cenoten spielten eine Rolle für den Standort und bei der Ausrichtung ihrer Pyramiden.

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Cenote Holtùn. Das Sonnelicht lässt die Höhle wie eine Kathedrale wirken. Foto :P. Nicklen

Kleine Bezirke verdienen am Maya-Tourismus bis zu 10 Milliarden Dollar.  Die kleinen Maya-Gemeinden werden an dem Gewinn allerdings kaum beteiligt. Auf die Frage, woran man einen Maya erkennt, antwort mancher Maya: Wir sind kleinwüchsig und arm.

Die Maya kennen vierzig verschiedene Pflanzenarten und mehr, mit denen sie Krankheiten, Brüche und Schlangenbisse heilen können. In bedrohlichen Situationen vermögen sie schützende Feuerringe um jemanden zu legen. In Träumen lernen sie, was und an welchem Wochentag sie die Götter fragen müssen. Sie wissen, wo die heiligen Höhlen zu finden sind. Sie glauben an das „Sprechende Kreuz“, das während des Kastenkrieges 1847 bis 1901 eine wichtige Rolle spielte. Es habe das Wort Gottes an die Indigenen weitergegeben. Bis heute wird es bewacht und kein Weißer darf  sich dem Kreuz nähern. In ihrer Umgebung gibt es keine Fabriken, keine Maschinen, keinen Qualm. Nachts ist es friedlich und still. Sie arbeiten nicht für andere. Als Maya ist man sein eigener Herr. Priester, Heiler und Zauberer vermitteln zwischen den Welten der Götter und Gläubigen vermitteln. Ihre Berufung entdecken sie im Traum.

 

 

 

 

 

 

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Maya-Kalender: Nahuales

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Bakal, 70 Jahre.

Hablatun – eine Zeiteinheit bei den Maya.  Sie entspricht annähernd 1.3 Milliarden Jahre.  Wir unterteilen unsere Zeit in ein christlich-abendländisches Denken. Lass ich die Bibel im Zeitraffer an mir vorbeilaufen, lebte Jesus vor ungefähr 2000 Jahren. König David vor rund 3000 Jahren. Jakob vor etwa 4000 Jahren. Noah vor 5200 Jahren. Lamech vor 6000 Jahren und Adam vor 7000 Jahren.

 

Hippolyt von Rom, strenger Gegenbischof von Calixt I.  (etwa160 – 235 n. Chr.), interpretierte die Maße der Bundeslade prophetisch. Sie enthält die Steintafeln Moses. Der Kirchenvater setzte die Elle mit einem Jahrtausend gleich. Fünfeinhalb Ellen machen 5.500 Jahre.  Nach seinen Berechnungen schuf Gott die Welt also vor 5.500 Jahren vor Christi Geburt. Wann geht die Welt unter. Nach der Bibel entspricht ein Tag tausend Jahre. Nach Hippolyt sollte die Welt 500 Jahre nach Christi Geburt untergehen. Wie wir alle sehen, endete die Welt nicht, auch nicht am 21.12.2012.  Eine Apokalypse, wie sie in der Offenbarung der Bibel erscheint, gibt es bei den Maya nicht. Es gab sie auch nie für den 21.12.2012.  Es gibt heute sogar Wissenschaftler, die meinen, man sei von einem falschen Startpunkt des Maya-Kalenders der „Langen Zählung“ ausgegangen. Das Ende des großen Zyklus müsse um 208 Jahre nach hinten verschoben werden.

Jeder Kalender bezieht sich auf ein besonderes Ereignis: In der Nordkorea beginnt der Kalender im Geburtsjahr des Politikers Kim Il Sing (1912). Der islamische Kalender startet mit der Pilgerfahrt des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina. Und unsere Jahreszählung beginnt mit der Geburt Christi. In Äthiopien fand das neue Jahrtausend sieben Jahre und sechse Monate nach unserer Feier statt.

Die Maya kennen 17 verschiedene Kalender, auch den Tzolk’in Cholq’ij. Einige der exakten Aufzeichnungen erstrecken sich über mehr als zehn Millionen Jahre.

Unsere Vorstellung von Zeit ist linear. Dieses Denken ist den Maya fremd. Sie denken Zeit zyklisch. Wenn sich die Erde einmal um die eigene Achse gedreht hat, endet für die Maya ein Tag.  Der Zeitzyklus Uinal ist vergleichbar mit einem Monat. Ein Jahr bzeichnet eine Umrundung unseres Zentralgestirns durch die Sonne. Und auf den letzten Tag des Jahres folgt wieder ein neuer Tag des neuen Jahres. (Andereas Fuls, Doktorarbeit, Berlin). Er endete nicht 2012, sondern erst im Jahr 2220. Für die Maya folgt darauf kein Ende,  sondern ein neuer Zyklus. Für die Maya gibt es keinen Schlusspunkt. Ebenso ist für sie die Geschichte des Alls endlos.

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Die Kalenderschreiber, Contadores del tiempo, der Maya betrachteten den 21. Dezember 2012 als Tag der Wiedergeburt, als den Beginn der Welt der Fünften Sonne 8Bewusstsein). Die Wirkkraft an jenem Tag war die  4 Ajpuu. Der Nahual symbolisiert den Herzenskrieger und die menschlich-göttliche Herzenskraft.

Im Heiligen Mayakalender steht die Heilige 4 für die vier Tore der vier zentralen menschlichen Qualitäten. Diese Qualitäten und Tore werden den vier Himmelsrichtungen und den vier Farben des MAIS, in den Kosmovisionen der Indigenen Stämme  dem MAYAKREUZ zugeordnet, aus dem sich im Zentrum des Kreuzes das Fünfte Himmelstor öffnet.
TOR DES NORDENS: LUFT. Es symbolisiert die HERZENSKRAFT in Verbindung mit unserer MENTALENERGIE, mit unserem Intellekt und unserem Geist. So wird der Neue Zeitgeist KOPF und HERZ stärker miteinander verbinden. Kalte, egoistische und der Zerstörung dienende, rein mentale Strukturen und Systeme im Menschsein werden sich aus einem erwachenden Bewusstsein des Herzens verändern.

TOR DES SÜDENS: WASSER. Dieses Tor symbolisiert die Herzenskraft in Verbindung mit unserer Emotionalität

TOR DES OSTENS: FEUER. Dieses Tor symbolisiert die Herzenskraft in Verbindung mit unseren Absichten, mit dem menschlich-göttlichem Willen, unserem inneren Feuer, das aus dem Herzen heraus unsere Lebensabläufe bestimmen wird.

TOR DES WESTENS: ERDE. Dieses Tor symbolisiert die Herzenskraft in Verbindung mit unserem physischen, materiellen Leben. Es verbinden sich Materie und Geist aus der Liebe zu unserem Leben, zu unserem Planeten Erde, zu unserer Umwelt.

DAS FÜNFTE TOR: ÄTHER. Das Auftauchen der Fünften Sonne richtet die Aufmerksamkeit auf ein bis jetzt häufig übersehenes Element. Während in den verschiedenen Epochen der Vergangenheit die vier traditionellen Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser dominiert haben, öffnet sich in der Zeit der Fünften Sonne ein fünftes Element – der „ÄTHER“. Dieses Element der Fünften Sonne ist überirdisch. Das Zentrum des Mayakreuzes, in dem das Heilige Feuer entzündet wird, symbolisiert dieses fünfte Element als Raum- und Zeittor für die Verbindung des Menschen zum Kosmos.

Die großen Lehrer und Liebenden des Kosmos haben von Anfang an gesagt: Findet euer Herz und ihr werdet euren Weg finden

1 Kin = 1 Tag
1 Uinal = 20 Kin = 20 Tage
1 Tun = 18 Uinal = 360 Tage
1 Katun = 20 Tun = 7200 Tage
1 Baktun = 20 Katun = 144 000 Tage (oder 394,5 Jahre)
1 Pictun = 20 Baktun = 2 880 000 Tage (oder 7 885,2 Jahre)
1 Calabtun = 20 Pictun = 57 600 000 Tage (oder 157 704 Jahre)
1 Kinchiltun = 20 Calabtun = 1 152 000 000 Tage (oder 3 154 072 Jahre)
1 Alautun = 20 Kinchiltun = 23 040 000 000 Tage
(oder 63 081 431 Jahre)
1 Hablatun = 20 Alautun = 460 800 000 000 Tage (oder 1 261 628 620 Jahre)

 

 

Das Heilige MAYA-Jahr beinhaltet 260 Tage aus der Verbindung von kosmischer Schwingung (bezeichnet mit den Zahlen von 1 bis 13) und der Qualität des Tages im Ausdruck der 20 Nahuales. Die Nahuales sind Wesenheiten und Kräfte, die in Verbindung stehen mit den Kosmischen Kräften, mit Corazon del Cielo und Corazon de la Tierra und mit den Vier Elementen. Sie wirken auf allen Seinsebenen und in allen Dimensionen. Sie stehen auch in Verbindung mit dem Natur- und Tierreich und repräsentieren unterschiedliche Fähigkeiten und Eigenschaften mit ihren entsprechenden Stärken und Schwächen.  Sie verbinden den bewussten Menschen mit den unterschiedlichsten Qualitäten. Jeder Nahual hat seine besondere Aufgabe, seinen eigenen Wirkungsbereich und steht dennoch in der gemeinsamen Abstimmung und Verbindung mit allen Kräften.

 

 

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Sandkunstwerk, Kalender der Maya , Beach in  Mexico. Foto: Kunze

Die Nahuales, auch Tageszeichen genannt,  erzählen uns unsere Lebensaufgabe und unsere Lebensabsicht. Kennt man sein Nahuales, zeigt dieses uns unsere persönliche Absicht und Orientierung am göttlichen Plan und bietet so die Erkenntnis unserer Aufgabe in einem göttlichen Plan.
Der Tag, an dem man geboren ist, stattet einen mit den Geburtsenergien jenes Tages aus. Sie zeigen sich in deinem Lebensbaum. Es sind die Kräfte des Universums, die an jenem Tage im besonderen Maße am Wirken waren. Diese Energie haben Auswirkungen auf einen persönlich, auf die Umwelt und auf das gesamte Universum.

In der Mitte unseres Lebensbaumes ist unser Haupt-Nahuales. Es steht für unsere zentrale Lebensaufgabe und zeigt unsere stärksten und offensichtlichsten Persönlichkeitsmerkmale. Von der Mitte aus strahlt dieses Nahuales in die vier Himmelsrichtungen unserer Lebensausrichtung.

Die Kraft oder das Nahual, das aus dem Osten wirkt,  repräsentiert unsere früheren Inkarnationen.
Das Nahual des Südens wirkt aus unsere weibliche, intuitive Seite,
während das Nahual des Nordens die männliche Umsetzungskraft in sich trägt.
Im Westen schließt sich der Kreis, hier möchten sich die Lebensaufgaben vollenden.

Die Mayas beachten von Geburt an den Lebensbaum, also die Kräfte, die unser Leben aus den vier Himmelsrichtungen und den vier Elementen begleiten. Sie erkennen daraus die Seelenaufgabe des neuen Erdenbürgers und helfen ihm, seine Anlagen zu entfalten.

Es gibt Seelen, die  bewusst und in Abstimmung mit ihren Geistigen Führern ihre Erdenleben und die zu erfüllenden Aufgaben geplant haben. Sie wissen um die Kostbarkeit ihres Inkarnationstages und sie suchen sich ihren Tag des Eintritts in dieses Erdenleben ganu bewusst aus. Solche bewussten Menschen entfalten die ihrem Nahual entsprechenden Stärken und leben im Einklang mit ihrem Seelenplan. Sie kennen ihre Schwächen und sind wachsam auf ihrem Lebensweg.

Geht eine Seele aufgrund der karmischen Belastungen unbewusst ins Erdenleben, ergibt sich der Zeitpunkt der Geburt aus der Anziehung der Aufgaben, die diese Seele als Ballast in sich trägt.

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Jedes Nahual  erscheint immer in Verbindung mit einem der 13 Töne (Impulse/Wellen).

Ein Ton hat Einfluss auf das Nahual und dessen Interpretation. Es gibt Töne, die sanft sind, und es gibt Töne die stark sind. Von den ungeraden Tönen wird gesagt, sie seien eher chaotisch und kreativ, während die geraden eher ausgeglichen sein sollen. Der Ton der mit unserem Nahuales verbunden ist, kann die Energien abschwächen oder verstärken. Es können Herausforderungen stärker  oder schwächer auftreten.

 

Die Töne

1. Hun

Hun ist die Nummer Eins im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert den Anfang aller Dinge, all das was als erstes ist und all das was initiiert/begonnen, ausgesät und konzipiert/erdacht wurde.

Menschen die an Tagen dieses Tones geboren sind, sind durchsetzungsfähig/bestimmend und selbst-bestimmt, und arbeiten am besten wenn sie zur Zusammenarbeit aufgerufen sind. Einser-Menschen geben eine starke Energie/Anstoß/Antrieb in Projekte die sie übernehmen, tendieren aber nicht dazu, sorgfältig auf Details zu achten oder letzte Hand an etwas zu legen.

Hun ist beherrscht von Xiuhtecuhtli, dem Azteken Gott des Feuers und der Zeit.

 

2. Ka

Ka ist die Nummer Zwei im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Dualität und Balance zwischen gegenüberliegenden noch immer komplementär/ergänzenden Elementen.

Menschen die an Tagen mit diesem Ton geboren sind, sind einfühlsam/empfindsam zu den Unterschieden zwischen Extremen oder Seiten und erkennen die Trennung des Selbst von allem was ist mit dem Wunsch es wieder zu vereinigen. Die Energie dieses Tones geht in einer feinen Balance durch gegenüberliegenden Dualität wie Licht/Dunkel, Mann/Frau, gut/schlecht, Ying/Yang, und so weiter.

Ka ist beherrscht durch Tialtecuhtli, dem Azteken Gott der Erde.

 

3. Ox

Ox ist die Nummer Drei im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Aktion, Bewegung und Kommunikation.

Menschen die an Tagen dieses Tones geboren sind, sind sehr redegewandt in jeder Art und Weise des Selbst-Ausdrucks. Hoch eingestimmt zu Rhythmus, Vibration und Melodie von Bewegung, sind sie oftmals ruhelos, ein Vorgang der ihre wahre Natur verkörpert.

Ox ist beherrscht von Chaichiuhtlicue, der Azteken Göttin des Wassers und der Geburt.

 

4. Kan

Kan ist die Nummer Vier im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Stabilität.

Menschen die an Tagen mit diesem Ton geboren sind tragen eine stabile/solide, geerdete Energie die hilft Richtlinien festzusetzen für jede Art und Weise von Verknüpfungen und Interaktionen/Zusammenspiel, egal ob bei persönlich, sozialen, ökonomischen oder anderen Ebenen. Vier ist ebenso die Nummer von Ausdehnung in welcher die meisten unserer Bewusstseins-Erfahrungen ihren Platz haben.

Kan ist beherrscht von Tonatiuh, dem Azteken Gott der Sonne und der Krieger

 

9. Bolon

Bolon ist die Nummer neun im heiligen Maya-Kalender. Es steht für Geduld, Ausdauer und Vollendung.

Menschen die an den Tagen mit diesem Ton geboren sind, legen große Betonung auf die größere-Bild-Sichtweise der Dinge, auf eine größere Perspektive von Vorhaben die sich vorwärts bewegen in Richtung Vollendung, so dass sie ihr Leben oder Schicksal wieder vollständig neu beginnen können. Vollendung ist wichtig für Menschen mit diesem Ton; wenn Vollendung nicht erreicht wird, kann dies Schmerzen und Leid verursachen.

Bolon wird bestimmt/beherrscht von Quetzalcoatl, dem Azteken-Gott des Lichts.

 

Die Schwingungen der Heiligen Zahlen entsprechen feindosierten Kräften, aus denen heraus verschiedene Schwingungsebenen der menschlichen Seele durch die Energiefelder von 1 bis 13 aktiviert werden.  Durch die tägliche Verbindung zu den Nahuales und zu den Kräften, die ihn umgeben,  kann der Mensch wachsen. In dieser Kombination der 20 Nahuales mit den 13 Tönen entfalten sich die 260 Tage mit ihren Geschenken und Herausforderungen. So hat jeder Tag durch die ihm eigene Konstellation eine ganz besondere Prägung.

Unter  http://www.kosmologie.net/die-13-tzolkin-toene.html sind sämtliche Töne nachzulesen.

Über Jahrtausende hinweg öffneten die Weisen der Maya die Kraftfelder der Nahuales in Verbindung mit den Sternengeschwistern, denn jeder Nahual steht verbunden mit kosmischen Konstellationen, Kraftfeldern und Wesen (Sternenboten), die miteinander ein Netzwerk bilden. In diesem Kommunikationsnetz ist der Mensch als kosmisches Erdenwesen mit seinem physischen Körper, aber vor allem mit seinem kosmischen Körper eingebunden.

Die Mayapriester übernahmen die Beobachtung der Gestirne. Sie  hatten auch die Aufgabe, die Menschen an dieses Kommunikationsnetz anzubinden. Die Kraftfelder der Nahuales wurden in NATUR-ALTÄRE, die wie Festplatten fungieren, eingebettet. Sie wurden mit den Kraftfeldern der NAHUALES programmiert. Diese Altäre beinhalten, obwohl oft Jahrtausende unter der Erde liegend, die Kraft- und Energiefelder, denen sie einst in Ritualen der ALTEN MAYA zugeordnet

 

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Maya-Altar aus Copán Copán in Honduras zählt zu den bedeutendsten Kultstätten der Maya. Neben religiösen Zeremonien fanden hier auch Veranstaltungen zu Ehren der Astronomie und Astrologie statt. Dieses Photo zeigt den Altar „Q“, auf dem ein Treffen von Priestern dargestellt wird. Insgesamt sind es 16Skulpturen – auf jeder Stirnseite jeweils vier.

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Der Archäologe Federico Fahsen mit der geretteten Maya-Altar- Steinplatte. Guatemala.  Grabräuber hätten das 300 Kilo schwere Stück wenig später vom Ausgrabungsort gestohlen und es im Urwald vergraben. Es zeigt Taj Chan Ahk Ah Kalomte, der Größte aus der alten Dynastie der Herrscher von Cancuèns,  das heilige Ballspiel spielend mit einem König des Nachbardorfes, Quelle: Rp a. National Graphic

Maestro Cirilo Perez Oxlaj meinte einst: „Die weiße Rasse nahm uns alles, sie veränderte unsere Haltung, nahm Einfluss auf unsere Lebensform, sie machte uns zu einem Volk von Indianern, ohne jeglichen Bezug zu Indien, und sie zwang uns ihre Lebenshaltung eines machterfüllten Christentums und das Bild eines strafenden Gottes und eines innerlich verarmten Menschen auf. Aber es gelang den Einwanderern bis heute nicht, unser inneres Wissen und unsere innere Verbindung zum HERZEN MAYA, zu unseren Nahuales und Altären, zu unseren Weisheits-Tempeln und Pyramiden und zu den Sternengeschwistern zu berühren.“

Die Nahuales waren und sind eines der großen Geheimnisse, verankert im Bewusstsein und in der Kosmovision MAYA als ehemalige Sternenkinder der Plejaden, wie sich die Weisen der Maya stets bezeichneten

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Plejaden.Chichen Itzà bei Nacht., Yucatan, Mexico. Foto: Kunze

Jeder Nahual ist ebenso verbunden mit unseren Herausforderungen.  Über die Kraftfelder der Nahuales eröfnet sich eine Möglichkeit die Lichtkörper der Menschen zur Entfaltung zu bringen.  Merkabah= Lichtkörper.

 

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Göttin Candelaria, Guatemala:

Diese große GÖTTIN DES ZENTRUMS hat eine ganz besondere Geschichte innerhalb der MAYA. DON JULIAN erzählte oft von den großen Heilern und Magiern seines Volksstammes. Sie ehrten besonders einen Altar der GÖTTIN CANDELARIA auf einem Felsvorsprung in den Bergen um PALIN, nahe der Stadt Guatemala. Die Priesterinnen und Priester der Maya besuchten dort diese Göttin über Jahrhunderte und sahen in ihr den christlichen Anteil ihrer PRINCESA ENCANTO MUNDO, einer MAYAGÖTTIN, die besonders für die spirituelle Reinhaltung tausender Mayaaltäre des Landes Guatemala wirkt.

Der vor der GÖTTIN CANDELARIA liegende ALTAR ISIS – MUJER MUNDO ist eine offene Feuerstelle in einem mit Blumen bemalten Herzen

Göttin Guadalupe, Mexico:

Seit der Christianisierung begannen die Mayas auch die besonderen Qualitäten der christlichen Gottheiten anzunehmen und in ihre spirituelle Arbeit mit einzubeziehen. In Mexico geschah dies durch die Erscheinung der GÖTTIN VON GUADALUPE. MARIA CANDELARIA begann in ähnlicher Weise, zusammen mit der PRINCESA ENCANTO MUNDO, ihre Wanderschaft im Kraftfeld Maya. Als Hüterinnen der Nahuales des Heiligen Mayakalenders tragen beide GÖTTINNEN einen gewichtigen Teil der Heilungsarbeit im heutigen Maya. Sie wirken durch ihr Wesen, durch ihre große Nähe zu den Menschen ganz besonders auf den Seinszustand des Menschen als Heilerinnen ein. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen zu begleiten – ihn aus den unbewussten Tiefen seiner Schattenseite in das Licht des Bewusstseins zu führen.

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Große Zeremonie für Maria Guadelupe in Xalapa, Bundesstaat Veracruz, Mexico. Foto: Kunze

Die Maya sprechen von Gottesboten, die vor vielen Jahrtausenden auf der Erde gelebt haben und der Menschheit Einsichten und Bewusstsein brachten. Diese Boten kamen den Erfahrungen der großen Weisen der Maya nach aus dem Kosmos. Sie vermittelten ein Weltbild der Liebe und des Friedens und wanderten in der Zeit ihres Erdenlebens durch die Kulturen und Religionen. Sie sind Wesen der Plejaden, des Sieben-Gestirns, und verankerten die Kosmovision als globales Glaubensbild der Liebe auf der Erde. Diese großen Weisen kehrten nach Jahrhunderten in ihre kosmische Heimat zurück mit dem Versprechen, im Zeitenwandel – also in der jetzigen Zeit – wiederzukehren.

 

 
Nach den Prophezeiungen der Weisen der Maya erfolgt ihre Wiederkehr über unsere Kinder. Über deren Seelen wirken sie ein auf diesen neuen Zeitgeist, es entwickeln sich neue Formen des Zusammenlebens und der Gemeinschaft. Die Maya haben aus ihren kosmischen Verbindungen geschätzt und respektiert, dass es andere Farben, Rassen und spirituelle Systeme gibt, und sie wissen, dass auch das Schicksal der Maya mit dem Schicksal der gesamten Welt verbunden ist.

Die Nahuales

1. IMOX/Imix (Krokodil)

Dies ist das 1. Siegel des Uinal. Es bedeutet „Alligator“ oder „Krokodil“. Es trägt eine strahlende östliche Energie.

Alligator ist das Anfangs-Tages-Siegel und oft in Menschen, die neue Ideen oder neue Projekte initiieren. Die östliche Energie fließt durch dieses Siegel und durchzieht es mit ursprünglich kreativen Instinkten; Kräfte, die die Geburt sind für neue Phänomene und brilliante neue Ideen aus dem tiefen Fluss des kollektiven Unterbewusstseins.

Alligatoren sind oft sehr einfühlsame Menschen mit einer starken sich kümmernden, schützenden Energie, besonders für ihre Kinder. Sie können hart arbeiten um ihren Familien und Freunden Sicherheit und Komfort zu bieten, aber sie sollten vorsichtig sein und nicht zu überfürsorglich, territorial/regional begrenzt oder zu dominant zu werden. Ansonsten können sie unsicher, unentschlossen und emotional unbeständig werden.

13. AAJ/Ben (Mais)

Dies ist das 13.Siegel des Uinal. Es bedeutet „Schilfrohr“, „Schilfgras“ oder „Stab“. Es trägt die Ehrfurchtgebietende östliche Energie.

Dieses Tages-Siegel verkörpert die spirituelle Essenz und führendes Licht von Familie und Haus. Es steht in einer besonderen Verbindung mit Quetzalcoatl, dem Gott des Lichts und der Dualität. Schilf übt große Autorität und Respekt aus, symbolisiert durch den Stab des Lebens. Den Mayas zufolge repräsentiert der Stab des Lebens die spirituele Autorität eines ältesten.

Schilf-Personen üben oftmals eine bedeutsame Autorität, Macht und Führungsrolle aus in ihren Familien oder der Gesellschaft. Sie sind kompetente Redner, die sich nicht fürchten hinter etwas zu stehen oder für etwas zu kämpfen, das sie für würdig erachten. Als Eltern sind sie verständig und gerecht. Zäh und analytisch sind Schilf-Menschen gesegnet mit großem Verhandlungsgeschick und immer bestrebt Frieden, Harmonie und Ordnung in all ihre Beziehungen zu bringen.

Obwohl sie eine Menge Anerkennung brauchen, haben Schilf-Menschen Schwierigkeiten mit anderen vertraut zu werden und haben oft ärger in ihrer Ehe oder im Geschäftsleben da sie oft unflexibel sind und hohe Erwartungen haben. Ihre Herausforderung im Leben besteht darin, flexibler und anpassungsfähiger zu werden …. mehr wie ein Gartenschlauch zu sein als eine Eisenstange.

 

 

20. AJPUU/Ahau (Sonne)

Dies ist das 20. Siegel des Uinal. Es bedeutet „Sonne“, „Licht“ oder „Herr“. Es trägt die visionäre Energie des Südens.

Licht ist das Tages-Siegel eines Abschlusses/Fertigstellung. Es bringt den letzten Zyklus der Evolution zum Ausdruck, mit dem höchsten Potential allen Lebens. Dies ist der Grund, warum es das letzte Tages-Siegel ist, und ebenso warum es Schwierigkeiten verursacht für diejenigen die in diesem Siegel geboren sind.

Licht-Menschen sind romantische Visionäre die oft als unrealistische Träumer wahrgenommen werden. Artisten, Athleten, hoch begabt in Musik und Tanz, haben sie gewaltige kreative Fähigkeiten, aber ebenso eine tiefgründige Weisheit und ein Gefühl für die Führung und Bewahrung von Gemeinschaften.

Ausgestattet mit einer brillianten Sichtweite für die Mängel der Anderen, erwarten sie die Welt für sich selbst, wie auch für diejenigen die um sie herum sind. Aber da sie so fortgeschritten/weit entwickelt sind, können sie es schwierig finden zu verstehen und zu akzeptieren dass die Welt in der sie leben sich noch nicht entwickelt hat auf ihre Ebene der Vollendung und der Ausgeglichenheit, sondern statt dessen eintauchen in die materialistischen oder Ego-bestimmten Motive. Dies führt sicherlich zu Enttäuschungen, und kann verursachen, dass Licht-Menschen Verantwortung ablehnen, Lösungen und Vorschläge für Verbesserungen/Neuerungen ausschlagen/nicht annehmen, oder auch sich verstecken hinter Verachtung/Geringschätzung oder Abneigung/Groll/Verbitterung gegenüber anderen. Das Licht ist herausgefordert im Leben sich der Wirklichkeit zu nähern ohne ihre höheren Träume zu gefährden.

Zum Schluss, wie auch immer, Licht-Menschen werden ihre natürliche tiefgründige Spiritualität bewahren, das ist das Geburtsrecht dieses letzten Siegels im Uinal.

 

mehr  Nahuales auf  http://www.kosmologie.net/die-20-tzolkin-nahuales.html

 

Mein Geburtsnahual: NOJ (Erde)
Dies ist das 17. Siegel des Uinal. Es bedeutet „Erde“. Es trägt eine beschauliche östliche Energie.
Tiefgründige synchrone Verbindung zu den natürlichen Zyklen der Erde und seinen Energien gibt diesem Siegel seine kraftvolle Kreativität und Einblick in die Weisheit der Ahnen.
Entgegen dem wie andere dieses Siegel interpretieren mögen, sind Erd-Menschen nicht sehr erdverbunden. Pedantisch, intelligent und beschaulich, legen Erd-Menschen Wert auf den Nutzen eines durchdachten Prozesses. Sie haben eine maskuline Seite in sich, durch welche sie die Welt mit ihrem Verstand kontrollieren möchten. Jedoch sind sie bestrebt einen natürlichen Fluss in alle Aspekte des Lebens zu bringen. Verbunden mit den dynamischen Kräften der Natur, brauchen Erd-Menschen eine große Menge Freiheit um ihre Gedanken und Ideen zu fördern/ermöglichen.
Erde kann helfen schlechte Ideen, Absichten und Gewohnheiten zu vertreiben, dies macht sie zu exzellenten Ratgebern und Beratern. Ihre Gedanken sind in vollständiger Resonanz mit Mutter Erde und können folglich dem Großen Ganzen dienen.
Wie auch immer, Erde ist sehr sensibel zu Zeiten die erschüttern, zu emotionalen Ausbrüchen führen oder Feuer speienden, aufbrausenden Stimmungen. Kein Wunder, dass dieses Siegel auch als „Erdbeben“ bezeichnet wird. Die Erde ist im Leben aufgerufen seinem Intellekt nicht zu erlauben, ihn davon abzuhalten in der Gegenwart zu leben.

Mein Geburtston: 12 – LA KA
La Ka ist die Nummer Zwölf im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Verstehen und Kommunikation.
Menschen die an Tagen dieses Tones geboren sind besitzen eine große Begabung für Rückblick/Erinnerung. Es ist diese Fähigkeit die es erlaubt getrennte Teile, Ideen oder Elemente wieder zu vereinigen/verschmelzen in ein neues funktionierendes Ganzes, oder neue Teile von Informationen zu verwenden oder Erfahrungen zu akkumulieren in bestehende Strukturen und Denkmuster.
La Ka ist beherrscht von Tlahuizcalpantecuhtli, dem Azteken Gott des Morgensterns welcher erscheint vor der Dämmerung.

 

Wer sein Geburtsnahual erfahren möchte, kann das unter
http://www.kosmologie.net/maya-tageszeichen-berechnen.html

Die Neun Unterwelten der Maya

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Chichen Itzà, Yucatan, Mexico Foto: Kunze

1987 feierten die indogenen Völker mit der  Harmonischen Konvergenz das Ende der 9 Unterwelten, schrieb ich jüngst im Artikel „Boten des Wandels„.  Die neun dunklen Lords stiegen herab. Die dunklen Kräfte, die ihnen das Leben zur Hölle machten. Es sind die 9 Kalenderrunden von 52 Haab-Jahren, die seit der spanischen Eroberung (1520)vergangen sind.
Von 1987 bis 2022 befinden wir Menschen uns in einer Übergangszeit, sagen die Maya.
In dieser Zeit lassen die Menschen ihre materialistische Einstellung zurück, so lautet die Prophezeiung der Maya. Wir leben jetzt im Zyklus der „dreizehn Himmel“.

Was sind das für 9 Unterwelten? Was bedeuten dreizehn Himmel in der Welt der Maya?

Xibalbá bedeutet in den Maya-Sprachen „Ort der Angst“. In der Mythologie der Maya war Xibalbá die neunstufige Unterwelt.  Lange vor Darwin, erstellten die Maya bereits einen Kalender, der die Evolution darstellt.

Der Tun-Kalender handelt von der Evolution.

Kin = 1 Tag
1 Uinal = 20 Kin 20 Tage
1 Tun = 18 Uinal/360 Kin 360 Tage
1 Katun = 20 Tuns 360 * 20(hoch 1) = 7.200 Tage (~19,75 Jahre)
1 Baktun = 20 Katuns 360 * 20(hoch 2) = 144.000 Tage (~394,25 Jahre)
1 Piktun = 20 Baktuns 360 * 20(hoch 3) = 2.880.000 Tage (~7.885 Jahre)
1 Kalabtun = 20 Piktuns 360 * 20(hoch 4) = 57.600.000 Tage (~157.700 Jahre)
1 Kinchiltun = 20 Kalabtuns 360 * 20(hoch 5) = 1.152.000.000 Tage (~3,2 Mill. Jahre)
1 Alautun = 20 Kinchiltuns 360 * 20(hoch 6) = 23.040.000.000 Tage (~63 Mill Jahre)
1 Hablatun = 20 Alautuns 360 * 20(hoch 7) = 460.800.000.000 Tage (~1262 Mill Jahre)

Jede Unterwelt hat  ihre besondere Bedeutung für den globalen Geist.
Jede dieser 9 Dimensionen oder Zyklen hat eine bestimme Energie.
Jede dieser Dimensionen wird von einer bestimmten Gottheit geführt.
Jeder dieser Unterwelten besteht aus 13 Himmeln, die sich in sieben Tage und Nächte aufteilen, sozusagen eine Abfolge von Tag- und Nachtphasen

Denken Sie es sich am besten unsere Evolution in Wellen mit unterschiedlichen Energien.  Denn so sahen sie die Maya, die  „Santo Mundo“, ihre heilige Welt, die für sie die Quelle ist, aus der alle Energien und alles Wachstum entspringen.

Ihre Unterwelt ist – auch – unsere Evolutionsgeschichte.

Stufe Unterwelt/Zyklus Zeitspanne
9 universal 13 Uinals ~0,7 Jahre: 260 Tage
8 galaktisch 13 Tuns ~12,8 Jahre
7 planetarisch 13 Katuns ~256 Jahre
6 National 13 Baktuns ~5125 Jahre
5 Regional/Kultur 13 Piktuns ~102.505 Jahre
4 Stämme/Sippen 13 Kalabtuns ~2.050.100 Jahre
3 familiär 13 Kinchiltuns ~42 Mill. Jahre
2 Säugetier 13 Alautuns ~819 Mill. Jahre
1 zellulär 13 Hablatuns ~16.406 Mill. Jahr

Die 9 Unterwelten sind Stufen des Bewusstseins. Die 1.Unterwelt hat eine Tag- und eine Nachtphase von jeweils 1.26 Milliarden Jahren. 16.406 Millionen Jahre brauchte es, um die ersten lebendigen Organismen entstehen zu lassen. In dieser Zeit entstand unser Sonnenystem. Es entstanden die physikalischen Gesetze. Der nächste Zyklus dauerte 819 Millionen Jahre und beschreibt die Entstehung der Säugetiere. Vor 42 Millionen Jahren machte sich der erste Affe auf. Mit jeder Unterwelt wird quasi eine Frequenz höher geschaltet.

Am 8. März 2011 begann die letzte der Neun Unterwelten nach dem Maya-Kalender – die Universelle Unterwelt – alle neun Unterwelten endeten gemeinsam am 28. Oktober 2011, nicht am 21.12.2012. Darum sagt Don Alejandro, Maya-Priester und Vorsitzender des Ältestenrats, der Maya-Kalender habe mit dem 21.12.2012 nichts zu tun.  Seriöse Maya-Forscher sagen das alle.

Der 28.10.2011 in Maya-Zeitangabe:
13.13.13.13.13.13.13.13.13.13 AHAU
13 und AHAU sind Symbole der Vollendung nach dem Maya-Kalender.

Die  Menschheit werde während der Universellen Unterwelt einen ähnlichen Entwicklungssprung wie in der achten Unterwelt durchleben  – nur um ein Vielfaches beschleunigt, da diese Unterwelt viel kürzer ist.
Daran sind wir nun vorbei gerauscht.
Wer hat es nicht schon längst gespürt.  Facebook, Twitter & Co., Techniken nach 1 Jahr überholt, 3-Euro-Mode zum Wergwerfen, mal eben nach London fliegen über das Wochenende, Konflikte in jeder Ecke der Welt, vermehrt Erdbeben sowie Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Finanz-und Wirtschaftskrisen, die wir längst noch nicht abgeschüttelt haben.

Im 13. Himmel der Maya

Pyramide Chichen Itzaunterwelt

Foto: Kunze

 

Die achte Unterwelt ist rund 12,8 Jahre lang. Sie ist wie alle Unterwelten in 13 Segmente unterteilt, 13 Himmel = Tage und Nächte. Die neunte Unterwelt  hingegen ist eben nur noch 234 Tage lang.  Jeder Zyklus der neun Unterwelten besteht aus 13 Abschnitten („Himmeln“), die in sieben Tage und sechs Nächte unterteilt werden. Die 13 Tage und Nächte sind pro Zyklus jeweils gleich lang.

Ist es Ihnen aufgefallen? 234 Tage und nicht 260 Tage.

Es  gibt viele Maya-Kalender.
Die Differenz von 234 und 260 Tagen ergibt sich daraus, dass nach der Langen Zählung prinzipiell in 20er Schritten gerechnet wird. Nur bei der Zähleinheit „Uinal“ wird in 18er Schritten gerechnet. Aus diesem Grund ist die Neunte Unterwelt nur 13 mal 18 Tage lang.

Kürzer werdende Zyklen, kürzer werdende Tage und Nächte.
Es handelt sich um einen Beschleunigungsprozess im Universum und in unserem Bewusstsein.
Na, dann, bitte anschnallen. Es könnte in den nächsten 8 Jahren weiterhin turbulent zugehen.
Sorgen Sie sich nicht, im Jahr 2022 endet die Übergangszeit. Also ganz bald.
Wir sind Zeitzeugen eines gigantischen kosmischen Vorgangs. Ein kosmischer Zyklus schließt sich.
Wir dürfen uns darauf einstellen, dass wir uns von der Illusion der 3-D Realität befreien werden können.

Der Baum des Lebens

Das Zeitverständnis der Maya war nicht linear, sondern spiralig, fraktal. Gequantelt eben.  Alles existiert und geschieht in Wellen.  Ihr Bild der Welt glich dem eines Baumes, dem Baum des Lebens.

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Wurzel eines Kapokbaumes und Maya-Dame, Chichen Itzà, Yucatan, Mexico. Foto: Kunze

Der Kapokbaum, Wollbaum, ist für die Maya der Weltenbaum. Sie schätzen ihn. Der Baum versorgt sie mit Antibakteriellem zur Wundversorgung. Darüber hinaus ist er für sie „ the axis of the world“. In ihrer Vorstellung versorgen die Wurzeln das Dach der Unterwelt, der Stamm und die Äste durchziehen die Welt der Menschen und ihre Kronen  breiten sich durch den Himmel aus.
Das Wacah  Chan , das Zentrum der Galaxie, ist für sie mit dem Baum des Lebens verbunden.
Der Kosmos ist für sie ein Spiegel der Welt, ein Spiegel von uns Menschen. In jedem Gesicht eines Menschen, in jeder Pflanze, in jedem Tier ist ein Stück Sonne. Sie alle haben „Spirit“.

galaxie 2

Unsere Galaxie hat vier Arme. Dort werden die Sterne geboren. Manche Sterne leben kürzer, „nur“ 10 Millionen Jahre. Kürzer leben meint, in jener Zeit sind sie in der Vier-Arm-Spirale unserer Milchstrasse zu sehen.
Sterne mit weniger Masse leben viel länger. Dr James Urquhart am Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Deutschland,  findet es spannend, Sterne zu finden und anhand ihrer Verteilung, die Struktur der Milchstrasse besser zu verstehen. Vor dort kommen wir, sagen die Maya. Wacah Chan (Galaxie) ist für sie mit dem Baum des Lebens verbunden.  Die jüngst abgeschlossene 12-Jahres Studie bestätigt, die Milchstrasse hat vier Arme. Quelle:http://bit.ly/1bD7vPO

Viele der Maya-Pyramiden sind auf diesen 9 Unterwelten „aufgebaut“. Wer schon einmal vor ihnen gestanden hat, zählt 9 Stufen.  Die Treppenstufen der Pyramide sind exakt 365 an Zahl.  364 kleine abgeschrägte Stufen plus die Plattform ganz oben. Die Zeitrechnung ihrer Kalender sah 360 Tage vor.  1 Tun. Die restlichen 5 Tage sahen sie für ihre Zeremonien vor.  Mit der Pyramide wurden Sonnen- und Mondjahre berechnet. Die letzten Sonnenstrahlen landeten exakt auf der Spitze der Pyramide. Sie bauten ihre Pyramiden wie die Sternenkonstellationen. Von den Plejaden kommen sie.

Pyramide Kulculcan

In der Kulculcàn- Pyramide in Chichen Itzà, 11. Jahrhundert, verstecken sich noch zwei (?)weitere Tempelpyramiden. Sie sind Vorgängerbauten, eine davon vermutlich aus dem 8.oder 9. Jahrhundert. Ob zweite, darüber ist man sich nicht sicher.  Foto:Kunze

Wir bewegen uns dem Licht entgegen. Wir sitzen auf einer kosmischen Welle,  eine neue Zeitlinie, die uns in Richtung 5 D katapultieren wird. So sagen es die Prophezeiungen aller indigener Völker. Die alte dualistische Raum-Zeit-K o n s t r u k t i o n, mehr ist sie nie gewesen, wird von immer neuen Schichten überlagert.  Es wird  rumpeln, brodeln und schütteln auf dem Weg dorthin.

Im Einklang mit neuen Frequenzen.  Altes loslassen. In der Ruhe liegt die Kraft.

don alejandro8Der nationale Mayarat von Guatemala
besteht aus 440 Ältesten (265 Großväter und 175 Großmütter) – entsprechend der 440 Stämme, die noch existieren. Geführt von Don Alejandro wählt der Hohe Rat 25 berechtigte Älteste, die Maya-Glyphen zu interpretieren, um das Wissen ganz genau für zukünftige Generationen zu erhalten.

Der Vorsitzende des Maya-Ältestenrates, Don Alejandro Cirilo Perez Oxlaj ist ein hoher Mayapriester der 13. Generation der Quiche-Maya und ein gewählter

Führer des nationalen Mayarates von Guatemala. Er ist in der 13. Generation Schamane der Maya und er besitzt wahrscheinlich mehr Wissen über die Maya als  sonst jemand.

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martinakunze

Prophezeiungen und Beobachtung der Maya

 

Farmer

Maya-Stätte Tulum, Foto: Kunze,

Die Mayan sagen: Wenn wir uns nicht ändern, wird das schwer wiegende Folgen haben. Wir haben die Erde in eine Müllhalde verwandelt. Wenn wir aufhören zu lieben, dann verschmutzen wir uns selbst, und unser Denken und Tun verdunkeln sich. Wir haben uns dadurch die reine Luft zum Atmen genommen.

kalender

Maya-Kalender.

Die Mayan verfügten über Kenntnisse um die Kosmischen Gesetze der Zeit. Und um dieses Wissen der vierdimensionalen  Zeit und ihrer kausalen Zusammenhänge geht es. Insofern ist der Kalender weit mehr als ein Kalender, wie wir ihn verstehen, wenn wir das Wort Kalender hören.  Der 2011 verstorbene Jose Argüelles ist derjenige, der dieses Wissen aus der Alten Tradition dechiffriert hat. Bekanntwurde Arguelles durch seine Bücher  Der Maya Faktor und Earth Ascending

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mein Geburtstag in Maya-Schriftzeichen, bekommt man eigens gemalt/gedruckt  in Chichen Itzà  Foto: Kunze

Trennungen beenden

Die Wettermuster geraten völlig aus dem Gleichgewicht. Extreme Temperaturen werden sich zeigen. Auch die Regenfälle verändern sich.  Wenn Völker aus dem Tritt geraten und nicht meh rin Übereinstimmung mit der Natur leben – dann wird für sei das Ende auf dieser Erde kommen. Das ist das göttliche und natürliche Gesetz. Hört auf diese Worte. Jede negative Prophezeiung, die in Erfüllung geht, ist eine fehlgeschlagene Prophezeiung. Denn sie ist einzig dazu da, uns zu warnen.

Europäer lehrten uns allen den Weg der Trennung und der Herrschaft der Menschheit über die Erde. Das sind nicht unsere Wege.
Der weiße Mann hat uns gelehrt, dass Gott getrennt ist von uns und dass der Kontakt nur durch organisiertee Religionen möglich ist. Wir zeigen unseren Kindern, dass Gott überall ist, in jedem Baum, in jedem Blatt, in jeder Wolke, in jedem Berg. Jede Blume hat den Geist in sich, das Bewusstsein des Schöpfers.

Cosmic-Call

Cosmic Call

Überall, wo der weiße Mann die Erde berührt hat, ist sie verwundet. Wir lehren unseren Kindern, die Gesetze der Natur und des Lebens zu beachten. Sie lernen, dass sie auf die Zeichen von Mutter Erde achten und dass sie alles zurückgeben, was sie von ihr erhalten. Sie lernen auf ihre innere Stimme zu hören und so ihren Weg zu gehen.
Der weiße Mann hat uns gesagt, dass es nur eine Art gib, den Großen Geist anzubeten und ihm zu dienen. Wir haben nie verstehen können, warum er dann die Menschen so verschieden behandelt. Unsere Kinder wissen, dass sie ein Ausdruck des Großen Geistes sind. Er ist das, was sie sind und sie sind das, was er ist. Er tut, denkt und fühlt – was sie denken und fühlen und umgekehrt. Sie wissen, dass sie wertvoll sind, wie sie sind. Und sie wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr Leben ein besonderer Beitrag ist für den Frieden unter den Menschen auf Mutter Erde.
Wir haben beobachtet, dass die weißen Menschen ihren Kindern sagen, dass sie von nichts eine Ahnung haben und dass deshalb ihr ganzes Leben zum Lernen da ist. Wir sagen unseren Kindern, dass sie das große Wissen in sich tragen und dass jeder Tag dazu da ist, um daraus zu schöpfen und dabei sich selbst sowie die Welt ständig neu zu erschaffen.

Wir haben gesehen, dass es für die weißen Völker sehr wichtig ist, Entdeckungen zu machen. Sie haben die Wissenschaft erfunden, weil sie glauben, dass sie nichts wissen. Darin aber liegt die Ursache ihrer Angst. Und wo Angst ist, dort ist Zerstörung. Unsere Kinder erfuhren, dass das große Wissen in ihnen selbst liegt, weile jede Zelle ihres Körpers die Erinnerung an alles trägt.  Sie haben gelernt, dass es nur eines gibt, was wirklich zählt, nämlich dass sie sich schöpferisch am Spiel des Lebens beteiligen.

Wir haben die Weltsicht des Westens studiert und haben entdeckt, dass sie ein großes Problem hat. Sie trennt die Menschen von der Natur. Dann können die Menschen die Natur nur noch als Gegenstand sehen und nicht mehr als ihre Seele begreifen. Und von diesem Abgeschnittensein kommt ihre große Einsamkeit.

Die Weltsicht eurer Wissenschaftler ist nur eine unter vielen und sie ist sehr eng. Deshalb können sie auch nicht wirklich die Zusammenhänge dieser Welt erklären. Sie können die Weisheit unserer Kulturen nicht erklären. Sie können die Pyramidenbauten nicht erklären. Ob das Inka-Imperium oder Stonehenge in England.  Es wird für euch ein Rätsel bleiben, wie einfache Menschen dazu fähig waren, solche Steine zu bewegen und diese perfekte Bauten zu schaffen.

Der Oberste des Weisenrates aller Urvölker auf dem Kontinent Amerika, Don Alejandro Cirilo, der Groß-Älteste der lebenden Quiche-Maya, auch Wandering Wolf genannt,  Guatemala, meint dazu:

don

Sein Maya-Name ist Wakatel Utiw, was “Wandering Wolf” bedeutet.
Er wird auch Großvater Cirilo oder einfach “Tata” genannt, was in der Sprache der Maya Großvater bedeutet.

“Die neue Sonne wird kommen, aber wenn wir nicht unsere destruktiven und unharmonischen Handlungsweisen ändern, werden viele sie nicht erleben,” warnen die Ältesten. “Wir sind nicht machtlos angesichts der Dinge, die uns passieren, sondern wir „geschehen“ der Erde und einander”, sagt Cirilo in seinen befähigenden Lehren. Unsere Handlungen haben eine unausgewogene Welt geschaffen, die wieder ins Gleichgewicht gebracht werden muss, um noch mehr Leid für die Menschen und alles Leben zu vermeiden.

“Ihr vom Westen habt uns großes Wissen gebracht – und wir haben eine andere Wissenschaft. Es ist die Wissenschaft, die wir jetzt brauchen werden. Wir nennen sie die Wissenschaft des Herzens. Wissenschaft ohne Verständnis des Schöpfers ist zerstörerisch. Nur das Wissen, das die universelle Kraft mit einbezieht, hat keine Grenzen. Hört auf euer Herz. Mutter Erde (pacha mama) ruft euch. Sie ruft jeden von uns, damit wir sie heilen und dabei auch uns selbst.

Es ist  jetzt  Zeit, unsere Art zu denken, zu leben und zu sein zu ändern – bevor es zu spät ist.  Die Erde ist nicht unser Besitz. Die Herrscher der Welt beginnen zu spüren, dass ihre Macht zu Ende geht. Wir benötigen jetzt die Macht der Menschen, die fähig sind, einen neuen Weg zu gehen. Und es steht geschrieben, dass die alten Völker diesen Weg des Friedens bewahrt haben.”

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Lage und Aufteilung der Tempelanlagen in Tulum, der Maya-Stätte am Karibischen Meer. Vor ihr liegt eines der längsten Korallenriffe der Welt im Meer, das exakt vor der Maya-Statte geteilt ist. 80 km – die Zufahrt – als hätten sie es gewusst…Die Gebäude waren einst viel farbiger. Foto:Kunze Tulum, Mexico

Tulum liegt 130 Kilometer von Cancun entfernt. Der Küstenstreifen wird auch Riviera Maya genannt und liegt im Bundesstaat Quintana Roo auf der Halbinsel Yucatan.  Es gibt dort den  „Tempel des Herabsteigenden Gottes“, den „Tempel des Windes“ und den  Freskentempel sowie den  “ Tempel der Feen“(Bild 2.Reihe rechts.)

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Tulum,  Mexico, Fotos: Kunze
Die innere Stadt wird von einer zum Meer hin offenen Stadtmauer umrundet, an deren Nordwest- und Südwestecken Wachtürme stehen. Tulum war im 13. und 14. Jahrhundert einer der größten Städte in Yucatan. Sie war ein wichtiger Handelsknotenpunkt.
Von hier aus wurde erbitterter Widerstand im Unabhängigkeitskrieg der Maya (1847 – 1901)  gegen Mexico geleistet. Ein Sprechendes Kreuz wurde dort von der Maya-Priesterin Maria Uicab, der Königin von Tulum gehütet. Sie fassten diesen Kries ausschließlich als Verteidigungskrieg auf. So nutzen sie nicht die günstige Gelegenheit um Städte von „Weißen“ zu stürmen, weil sie an jenen Städten gar kein Interesse hatten. Mexico verkaufte Maya als Sklaven nach Kuba in jenen Jahren.

Das Sprechende Kreuz war ein Orakel. Chan Santa Cruz war der Kern des politischen Zentrums  der Maya in jenen Jahren des „Kastenkrieges“.  Der Maya-Führer Jose María Barrera  fand in einem unbewohnten Waldgebiet neben einem kleinen Cenote namens Lom Ha’ („gespaltene Quelle“) ein kleines Kreuz, das in einen Baum geschnitten war. Über dieses Kreuz soll Gott zu ihm gesprochen und ihn zur Fortsetzung des Kampfes ermuntert haben, und so entstand hier ein Heiligtum.

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Kapokbaum in Chichen Itza, Yucatan, Mexico, Foto: Kunze

Der Ritus des Sprechenden Kreuzes stellt eine synkretistische  Verschmelzung alter Maya-Religion mit christlicher Symbolik dar. Das Kreuz beinhaltete drei Elemente der alten Maya-Religion: Es wuchs auf den Wurzeln eines Kapokbaums  des heiligen Baums des Lebens (Ya’axche’, Spanisch Ceiba), der aus einer Höhle wuchs (Áaktun, heiliger Ort der Mayas), die sich bei einem Cenote  (Ts’ono’ot) befand (Ort des Regengotts Chàak).  Es gab ein Sprechendes Kreuz in Tulum, eben von jener besagten Maya-Priesterin gehütet. Heute wird der Kult noch in vier Orten gepflegt,  X-Cacal Guardia, Chancah Veracruz, Chumpón und Tulúm gepflegt. Kein Weißer oder sonstiger Fremder wird an das Kreuz gelassen.

Cenoten – sind für Maya heilige Teiche, die sich direkt zum Herzen der großen Mutter öffnen. In Chichen Itza beispielsweise gab es unterirdische Flüsse, darum wurde dort die Stadt erbaut.  Allein zu Ehre dieser heiligen Stätte. Das Wasser ist für sie heilig – noch heute. Man fand Knochen  in Chichen Itza von über 300 Maya, die sich in jenem Wasser geopfert hatten. Dieses Ritual war für die Auserwählten eine große Ehre, da sie auf diese heilige Weise zur großen Mutter zurückkehrten. Tausende von Kristallen fand man zwischen den Knochen. In diesen Kristallen sollen die Gebete der Vorväter gewesen sein.  Das Magazin National Geographic ließ 1950 Teiche ausheben. Sie haben sie weggenommen. Jahre später kamen sie nochmals und  holten wirklich jeden Stein aus der Cenote heraus.

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Chichen Itzà, Mexico, Foto: Kunze

Diese Pyramide bedeutete für die Maya der Zugang zum menschlichen Herzen und der Schlüssel zum Verständnis der Maya.  Der Grund für den Bau finde sich nicht in diesen Gebäuden – in der Pryramide steckt noch eine Pyramide  – sondern im Dschungel.  Die Cenoten.  Oben auf der Pyramide sind vier Öffnungen. Drei davon führen in einen gemeinsamen u-förmigen Gang. In der oberen Öffnung des U gibt es eine weitere Öffnung, die führt genau zum Mittelpunkt der Pyramide.  Es geht ein wirklich starke Energie von dieser Pyramide aus.  Es heißt die Energie des Herzens fließt durch Chichen Itzà. Wer sich darauf einlässt, fühlt dort seinen Mer-ka- ba, seinen Lichtkörper.  Mer= Licht, Ka= Geist, Ba= Seele.  Es ist der Teil eines Gitternetzes des Einheitsbewusstseins , die diese Pyramide channelt.  Die Große Pyramide Ägyptens ist im Hinblick auf ein Teil des Gitternetes die Energie des Verstandes.
Die großen Stufen brechen das Licht. Am Fuß der Pyramide ist ein aus Stein gehauener Schlangenkopf, der gen Norden gerichtet ist.  Wenn man an der Frühlings-Tagundnachtgleiche zu Sonnenuntergang vom Westen asu darauf schaut, bricht das Sonnenlicht, und einen Moment sieht es so aus, als gleite eine Schlange von der Spitze der Pyramide aus nach unten. Durch diese Schlange wußten die Maya, wann die Frühlings- Tagundnachtgleiche gekommen war, und konnten sich beim Ackerbau und hinsichtlich ihrer spirituellen Dinge daran orientieren.

All diese Tempel an speziell ausgewählten Orten haben eine Bezug zu den Chakras.  Kohunlich, eine weitere Maya-Tempelanlage, etwas 50 Kilometer entfernt von Chetumal, alles entlang der Ostküste,  zeigt auf jeder Seite der Pyramide Reliefs von menschlichen Gesichtern, jedes ungefähr 3 Meter hoch und mit einem Punkt zwischen den Augenbrauen, der das Dritte Auge betont.

KohunlichKohunlich repräsentiert das sechste Chakra.
Besiedelt ungefähr 200 v. Chr.. Etwa 10000 Menschen lebten dort. Auch diese Stadt wurde irgendwann verlassen, wie so viele der Maya-Stätten.  Es gäbe noch viel zu Kohunlich zu berichten.

 

palenque

Palenque (re.i.Bild) liegt im Bundesstaat Chiapas, ein weiterer Staat auf der Halbinsel Yucatan, eine weitere Tempelstadt. Sie ist dem Kronenchakra gewidmet. Die Zirbeldrüse sitzt in der Mitte des Kopfes, ganz in der Nähe des siebten Chakras ist der Schlüssel zum Dritten Auge. Das Dritte Auge ist das Bindeglied ziwschen dem Mer-Ka-Ba-Feld und dem heiligen Raum im Herzen. Die Stadt liegt im Regenwald an einem Berghang.  Es ist für die Maya die Metropole gewesen. Auch hier zieht sich eine System von Wasserkanälen, kleine Bäche,  unter der Erdoberfläche durch. Die Stadt soll einst auch von einer Königin regiert worden sein.  Es gibt einen Tempel der Inschriften, eine Stufenpyramide. Es gibt einen Palast, ein astronomisches Observatorium, wie in Chichen Itzà, einen Kreuztempel, einen Sonnentempel und zahlreiche weitere Gebäude.

karte yucatan

Aufenthalt in Tulum , Mexico Foto:kunze