Ich bin Seele

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Das Gehirn ist unser Steuerungsorgan. Ohne Rückmeldungen des Körpers ist das Hirn allerdings leer.
Es gibt darüber hinaus noch ein hirnfreies Denken.  Ja.Ja.Nicht nur unser grobstofflicher Körper hat ein Erinnerungsvermögen, das an das Gehirn gekoppelt ist. Auch unser „Doppelkörper“, der Astralkörper, verfügt über ein Gedächtnis.

Wir sind im Kern Bewohner zweier Welten. Wir haben ein zeitlich begrenztes Gedächtnis. Und wir haben ein Erinnerungsvermögen bzw. Bewusstsein, das von Raum und Zeit unabhängig ist.  Wie anders erklärte man Bilder in Träumen und Erinnerungen aus vorgeburtlichen Zeiten? Wir  sonst erklärten sich außerkörperliche Erfahrungem über die es reichlich Berichte gibt? Da ist der blinde Mann, der nach seiner Operationen die Kleidung des Arztes und die Instrumente beschreibt. Da ist der Mann, der sich während einer schweren Herzoperation von der Zimmerdecke selbst dort liegen sieht und die Aufschrift der Deckenlampe lesen kann. Wie erklärt man sonst, dass eine Patientin jedes Fluchwort ihres Arztes nach ihrer Operation wiedergeben kann? Selbst schwer Hinrverletzte können denken, sagte schon CG. Jung.
Wieso können Erinnerungen über Jahrtausende als archetypische Bilder im kollektiven Unbewussten der Menschheit erhalten bleiben und in Träumen und Mythen und Symbolen wieder auftauchen?

Wie sonst erklärten man jenes  konkrete Erinnerungsvermögen von Menschen an  früheren Leben oder Menschen, die Vorhersage machen können?

Es muss  einen anderen Bereich geben, an dem unsere Lebensdaten über unsere verschiedenen Leben hinaus gespeichert liegen. In der östlichen Philosophie wird diese Datenbank der anderen Dimension  „Akasha-Chronik“ genannt. Dort soll das gesamte Wissen der Menschheit, auch das Naturgeschehen sowie das Leben jeden einzelnen Menschens in einer Art „Black Box“ aufgezeichnet sein. In unserem persönlichen Lebensbuch werden wichtige Ereignisse, Worte, Gedanke und Gefühle gespeichert.

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Hirnforscher können uns sagen, wie motorische und sensorische Funktionen zustande kommen. Sie vermögen uns aber nicht zu sagen, wie unsere Gedanken entstehen, woher unsere Gefühle kommen. In unserem Gehirn brodelt es in 100 Milliarden Nervenzellen. Es ist als stünden Hunderte von Menschen gleichzeitig sprechend in einer großen Halle und dennoch ist es möglich, dass wir aus diesem Stimmengewirr eine klare Information herausfiltern. Bis heute kann uns keiner sagen, wie uns das gelingt und woher unsere Gedanken kommen.
Gehirne von „Genies“ wurden zerlegt,  man fand  keine hirnorganischen Besonderheiten, die diese große Leistung hätten erklären können. Die Europäische Union hat im Januar 2013 für zwei wissenschaftliche Projekte eine Milliarde Euro bewilligt – für die Schweiz und Schweden jeweils eine Milliarde. Damit soll bis 2020 ein künstliches Gehirn zusammengebaut werden, um dessen Funktionen gründlich zu erforschen. Dies zeigt, wie sehr die Hirnforschung noch am Anfang steht.

Woher kommen wir, wohin gehen wir?

Kabbalisten machen uns darauf aufmerksam, dass unsere gesamte Existenz in dieser Welt in Wirklichkeit einer Täuschungsform gleicht. „Die Seele kommt aus einem Reich, in dem das Ewige Licht allen offenbar ist. Sie steigt hinunter in einen physischen Körper, um ein physisches Leben zu führen, in dem die Gegenwart G-ttes und der Sinn des Lebens versteckt sind.“ (Rabbi Berel Bell)

Täsuschungen gibt es jede Menge:

Es scheint so, als ginge bei uns das Licht aus, wenn dem Gehirn nicht mehr genügend Energie zur Verfügung gestellt wird. In  Wirklichkeit lebt ein Bewusstseinsfeld, unsere Geistseele, vor unserer menschlichen Existenz und danach weiter.
Hirnforscher erkannten bereits in den 60er Jahren: Der sich selbst bewusste Geist muss als etwas vom Gehirn Getrenntes aufgefasst werden.“

Es scheint so, als ginge die Sonne jeden Abend unter. In Wirklichkeit ist unser Bewusstsein der Sonne gleich, die immer leuchtet und nur von der Erde aus gesehen scheinbar untergeht. Was vom Lichtkegel angestrahlt ist, wird einem bewusst, alles andere bleibt im Dunkel des Unbewussten. Und doch ist es Teil eines Ganzen.

Es scheint so, als könne die Angst manchmal mehr Kräfte mobilisieren, als die Liebe. In Wirklichkeit kann sie es nicht, die größere Tragfähigkeit hat die Liebe, denn sie ist geduldig und friedvoll.  Etwas, was von Furcht zusammengehalten wird, strebt stets auseinander, sobald die selbstsüchtigen Erwartungen nicht mehr erfüllt werden.

Es scheint so, als seien wir männlich oder weiblich. In Wirklichkeit ist unsere Seele doppelgeschlechtlich. Dies sagte schon C.G. Jung. In der Regel wird nur ein Teil in uns bewusst. Wir tragen unsere „bessere Hälfte“  in uns. Jeder Mann trägt seine Frau in sich, jede Frau ihren Mann.

Es scheint so, als könnten Medikamente  uns von  Krankheiten befreien. In Wirklichkeit werden damit nur Symptome behandelt, die Ursachen bleiben zumeist unberücksichtigt.  “ Wo ein Teil krank ist, kann das Ganze nicht gesund sein.“  (Paracelsus und auch Platon)
In Wirklichkeit ist Gesundheit  mehr. Es ist ein Zustand innerer Ordnung und Harmonie mit sich. Ein Mensch in Harmonie wird nicht krank.  Die gesamte westliche Medizin berücksichtigt diese wichtige feinstoffliche Ebene nicht.

Es scheint, als erzeuge  die Lampe das Licht, die Uhr die Stunde, das Gehirn die Sprache. In Wirklichkeit erzeugt das Gehirn nicht  die Sprache noch die Gedanken, ebensowenig wie die Lampe das Licht erzeugt und die Uhr die Stunde.

Es scheint so, als sei der Kosmos weit von uns entfernt. In Wirklichkeit findet das, was im Himmel ist, auf der Erde seine Entsprechung. Nichts tritt in Erscheinung, was nicht vom Himmel her schon vorgegeben ist.

Um das zu erläutern, muss ich kurz in die universellen Lebensgesetze hineinhüpfen.

Den Himmel auf die Erde holen

Hermes Trismegistos, ein ägyptischer Weiser, werden die folgenden Entsprechungsgesetze zugewiesen. Er soll Tausende von Jahren vor unserer Zeit die  „Grundgesetze der gesamten Schöpfung“, auf geheimnisvolle Smaragdtafeln niedergeschrieben haben. Eines lautet mit all seinen Variationen: Wie oben so unten. Wie im Kleinen, so im Großen oder wie im Teil, so im Ganzen,  Innen wie außen. Nach diesen Prinzipien funktioniert die Welt. Es gibt noch weitere, die ich an dieser Stelle nicht weiter erläutere.  Aus mir  unerklärlichen Gründen bekommen wir sie leider nicht an den Schulen gelehrt.

Das kosmische Gesetz „Wie im Himmel so auf Erden“ , Ying-Yang nannte  Lao-Tse diese Entsprechung, lässt sich auf alles anwenden. Was haben wir denn mit dem Sternenhimmel zu tun?
Der Sternenhimmel lehrt uns etwas. Mindestens könnte man daran erkennen, dass wir Menschen nicht per Zufall hier sind, sondern unsere Lebensaufgabe auch darin besteht, auf dieser Erde Leben zu erhalten.  Darüber hinaus zeigt uns der Sternenhimmel als Zifferblatt einer kosmischen Weltenuhr an, wie spät es unten in der Menschenwelt ist. Alles hängt mit allem zusammen! Zwischen den oberen Planetenständen und dem Menschenschicksal unten auf der Erde besteht nicht nur ein ursächlicher Zusammenhang, sondern eine gleichzeitige Entsprechung.

Es gibt da einen innersten  Zusammenhang zwischen dem Himmel oben und den Menschen unten.
Alles, was nach dem Himmel greift, wird zur Erde zurückfallen. Kurzum: All jene, die nach dem Himmel trachten, ohne sich in der Erde zu verwurzeln, werden von ihren Erfahrungen aufgerüttelt. Mit der Zeit werden jene mit den Schaufeln in der Hand zurückkommen und mit der Arbeit des Pflanzens beginnen. Der Wurzellose wird lernen, Wurzel zu treiben. Wer Autorität im Außen suchte, wird lernen, sie innen zu finden, fest auf der Erde stehen und dann die Prozession von Sonne und Mond bemerken. Die Sinne  im Frühling  spühren und im Herbst, wie die Blätter welken. Der Rhythmus der Natur hat mit unserem Rhythmus zu tun. Wenn wir die Sinne der Jahreszeiten spüren, kehrt der Rhythmus zu uns zurück – und damit kehrt Sicherheit. Dorthin, wo sie einen authentischen Platz hat: im Herzen eines jeden Menschen. Dann ensteht wieder eine organische Ordnung auf Erden.

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Für Marga. Das A und O. Das Alpha und das Omega. Das 1 + 9

Den Himmel in uns und auf Erden schaffen wir, wenn wir annehmen und akzeptieren, dass die Dunkelheit zum Licht gehört und wir nicht mehr aus unseren Erfahrungen weglaufen. Wenn wir nicht mehr Widerstand in uns leisten und wir unser Herz öffnen. Wenn wir uns mit unserem Licht in den Händen auf den Weg machen, wenn wir lernen mit dem Herzen zu sehen und nicht mit den Augen, wenn wir Vergebung üben, weil jeder ihrer bedarf, wenn wir nicht mehr den Ideen anderer nachlaufen, sondern annehmen, was uns direkt auf unserem Weg der Erfahrung begegnet. Wenn wir erkennen, dass wir keine faulen Kompromisse mehr aus Angst eingehen sollten, weil jene Sicherheit eine Totenglocke ist. Wenn wir verwurzeln, wenn wir wieder unserem Rhythmus, unserem Herzschlag folgen, wenn wir unseres wahren Wesens gewahr werden und erkennen, dass jede Erfahrung in unserem Leben dazu beiträgt, unsere Erinnerung an unsere Seele,  unseren Lebensplan und Lebensaufgabe wachzurufen.

 

Wir richten unsere Aufmerksamkeit mehrheitlich auf äußerliche Geschehnisse, aber für die Geisteswelt ist maßgebend, was in unserer Innenwelt geschieht. Schauen wir von innen nach außen, können wir das mit einem anderen Blickwinkel und mit einem größeren Verständnis betrachten.

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Es scheint, als hätten wir nur einen physischen Körper. In Wirklichkeit gibt es einen Astralkörper und einen Kausalkörper, der uns umgibt. Ähnlich wie die Schutzhülle, die die Erde umgibt.
Glauben Sie nicht? Sie glauben aber schon daran, dass es die Psyche gibt, oder?
Sie ist auch nicht sichtbar, und doch das Allerrealste, weil Unmittelbarste in uns Menschen.

Die Aura existiert ebenso, auch wenn sie für die  meisten Menschen nicht zu sehen ist.
Die Aura ist der Spiegel unserer „Vitalseele“.  Aura bedeutet Hauch, Duft. Sie umgibt uns feinstofflich und wird bioenergetisch von unseren Gefühlswelt und gedanklichen Gesinnung gebildet. Je nach  körperlichen und seelischem Zustand ändert die Aura ihre Farbe, Ausdehnung und Strahlung. Beginnende Krankheiten bilden sich in der Aura als dunkle Flecken,  auch als Löcher oder verzerrte Formen ab. Es können auch abstrakte Muster oder geometrische Formen sein. Wut färbt die Aura über den Schultern und dem oberen Rücken rot. Ein aufrichtiger Gefühlsausdruck zeigt einen goldenen Glanz um den Kopf. Die Eingeweihten der Essener konnten zu Jesu-Zeit den Grad der geistigen Entwicklung in der Aura lesen.

 

Die Vitalseele

Die Vitalseele ist eine belebende Energie, ähnlich wie eine Flamme einer Kerze, die auf eine andere übertragen wird. Sie wird  mit dem göttlichen Atem oder Odem verglichen, der dem ersten Menschen eingehaucht wurde.  Die Seele wird in den östlichen Philosophien mit einem belebenden Kraftstrom gleichgesetzt. Sie durchströmt den ganzen Körper. Sie ermöglicht Gefühlsregungen, Denktätigkeiten und Willenshandlungen beim Menschen.
Diese Energie können wir aus der ganz unmittelbaren Natur aufnehmen. Alle Kräfte werden dann von Feldern übertragen. Dabei handelt es sich um feinstoffliche Kanäle – Meridiane und Nadis. An einigen befinden sich wirbelnde Kraftzentren: die Chakras.  Wir sind von Kraftfeldern umgeben, deren ungestörte Schwingungen für unsere körperliche  und seelische Gesundheit wichtig sind.

Es gibt  ein paar „Wunder der Nahrungslosigkeit“. Mensch, die über viele Jahre nur von Wasser oder von Sonnenlicht lebten. Die Inderin Giri Bala lebte 56 Jahre ohne Essen und Trinken und lebte allein von Luft und Licht. Sie wurde dreimal in der Woche von Ärzten untersucht. Sie hat nicht abgenommen. Die Echtheit der Nahrungslosigkeit gilt als bestätigt.

Bekannt dürfte sein, dass sich die Seele vor allem von dem ernährt, woran sie sich erfreut. Lachen, Schönheit, die Gabe des Lächelns, Anerkennung, Freude, auch die Freude, die wir anderen schenken, ein reiches Innenleben oder die  Natur vermögen unsere Lebensbatterie aufzufüllen. Es ist wie Atemholen der Seele. Von einem richtig guten Kompliment kann man vermutlich zwei Monate leben. Tun Sie`s!  Es tut überhaupt nicht weh! Wir kritisieren so viel in unserer westlichen Welt….Wer mal länger im Ausland war, dem fällt es auf dieser Seite der Welt auf.

Eine weltbekannter Dirigent bekam  immer wieder heftige Wutausbrüche, wann immer die Musiker seines Orchesters einen Ton falsch spielten. Er zertrümmerte den Taktstock und einer bekam den Stock garantiert ab. Die Musiker wandten sich an seine Frau. Sie vermittelte, der Dirigent versprach Besserung. Er biss sich nunmehr auf die Zähne und drückte seine beiden Hände ganz fest zusammen. Drei Wochen später platzte seine Gallenblase.  Wenige Monate darauf verstarb er an einer Unterleibsinfektion.
Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir zu einer pustenden Dampflokomotive mutieren.  Wir tun uns aber auch keinen Gefallen, wenn wir alles verdrängen und hinunterschlucken. Verspannungen und Blockaden sind die Folge und wie das Beispiel zeigen sollte, geschieht zumeist noch viel mehr.

Wo sitzt sie denn meine Seele?

Im Altertum wies man dem Zwerchfell den Sitz der Seele zu. Für die Maya galt das Blut der Sitz der Seele. Für orthodoxe Juden ist es das  heute noch. Im alten Mesopotamien hielt man die Leber für den Sitz. Griechische Philosophen meinten, die Thymusdrüse sei das Seelenorgan. Für Renes Descartes galt die Zirbeldrüse als Wirkungsort. Blaise Pascal war davon überzeugt, das Herz ist das Organ der Seelentätigkeiten, weil dieses das Gefühlsleben beherrscht.
Fortschrittlich und durch eine holografische Brille hindurch dachte Hildegard von Bingen. Die Äbtissin befand die Seele lebt in jedem Teil des Körpers.
Sie durchfließt den grobstofflichen und feinstofflichen Körper, hat aber keinen begrenzten Aufenthaltsort, und ihr ist auch kein spezielles Organ zugeordnet, so ist die heutige Sichtweise in der Esoterik.

Wie schwer ist eine Seele?
Wissenschaftlich ging man der Frage nach dem Gewicht der Seele nach und konnte über spezielle Messgeräte und  Messungen mit dem Einverständnis von Sterbenden nachweisen. Man kam auf ein Gewicht zwischen 10 und 30 Gramm. Im Jahr 2003 entstand unter der Regie des Mexikaners Alejandro Gonzales Innarritu der Spielfilm „21 Gramm“, in dem das Gewicht der Seele auch zum Thema gemacht wurde.

perle austerDie Geistseele

Es gibt da etwas, was in uns schlummert und erweckt werden will.

Geist ist etwas, das sich selbst bewusst werden kann.  Der Geist gilt als polarer Gegensatz zur Materie. Feinstoffliches versus Grobstoffliches. Das Gehirn hat das Denken nicht erfunden. Auch haben die Beine das Gehen nicht erfunden. Es gibt da noch etwas, was sich auf der Ebene der Feinstofllichkeit bewegt.  Dank unseres Geistes können wir Gedanken bilden.

Die alten Ägypter trennten den unstofflichen Geist „Ka“ und die stoffliche Vitalseele „Ma“.
Im Hebräischen bedeutet „nephesch“ die vitale Seele und „ruach“ die geistige Seele.
Dank unseres Geisten  können Werte erkennen. Wir können über uns nachdenken. Diese Fähigkeiten verdanken wir der Inkarnation der Geistseele aus einer von der Materie unabhängigen geistigen Welt. Nach Eugen Drewermann ist die Geistseele die „Trägerin von Bewusstsein und Selbstbewusstsein, von Individualität und Personaliät, von Selbstidentität und Freiheit.“

Die Mythen vieler Völker erzählen von ihrer Herkunft. Das ist die Rede vom Blitzstrahl, vom glänzenden Funken, vom kosmischen Weltenei, vom Atem Gottes, von den Schöpfungsworten, aus dem Feuer, von der Sonne. Die Geistseele hat bei allen bereits ein Vorleben in einer jenseitigen Welt, bevor sie sich zur Menschwerdung entschließt. Der Zeugungsmoment ist nicht der Beginn der menschlichen Existenz, sondern der Anfang eines neuen Lebens auf der Erde. Im Hinduismus, im Buddhismus, in der Zend Avesta Zarathustras, bis ins 6. Jahrhundert n.Chr. auch im Christentum, die Essener, die Kabbalisten, indigene Völker sowieso,  überall findet sich der Glaube an die Präexistenz der Geistseele.

Wann werden wir beseelt?

Kurz vor der Geburt steigt die Geistseele in den menschlichen Körper. Der menschliche Geist vermag außerhalb des grobstofflichen Körpers im Astralbereich bei klarem Bewusstsein tätig zu sein. Sie existiert unabhängig vom physischen Körper.
Eine medial begabte Hellsichtige erklärte es mir so: „Martina, stell dir das etwa wie im Film Ghost vor. Das kommt dem schon sehr nahe.“ Sie erklärte mir ebenso, dass die Seele i sich nicht sofort mit dem werdenden kindlichen Körper vereine. Sie pendele noch hin und her. Diese betrifft die Geistseele, nicht die Vitalseele.

Im Buch Jezirah aus dem 8. Jahrhundert derKabbalah liest man: “ Die Menschenseele steigt vom obersten Himmel auf die Welt herab; sie verbindet sich dort mit einem menschlichen Körper. Sie muss durch viele Menschenleben wandern, bis sie wieder in die himmlische Welt zurückkehren darf.“  Immer ist die Geistseele gemeint, nicht die Vitalseele.

Es entsteht nicht erst ein Kind mit der Zeugung. Die Geistseele wartet bereits im Jenseits.  Sie inkarniert, sie vereinigt sich erst kurz vor der Geburt oder kurz danach. Sie wählt sich ihre Eltern aus. Die Vitalseele hingegen wird von den Eltern auf natürliche Weise übertragen. Die Einverleibung geschieht nicht zufällig oder willkürlich, sondern nach einem in der geistigen Welt festgelegten Entwicklungsplan. Eltern werden nach jenseitigen Gesetzen ausgewählt. Immer und immer wieder neu.

Entwicklungsplan?

Demnach gibt es einen geistigen Lebensplan für uns Inkarnierte.  Ich erinnere mich aber an keinen Entwicklungsplan. Wieso weiß ich denn nichts davon?

Weil die  „Gesetze der Herren Karma“  jedem Neugeborenen zunächst einen „Schleier des Vergessens“ überwerfen. Im Tibetischen Buddhismus nennt man dies das „Verschließen des Dritten Auges„, wodurch die Hellsichtigkeit verloren geht.  Die Kabbalisten sprechen vom „Engel, der die Himmelsaugen schließt“, um das Kind nicht mit Vergangenem zu belasten.  Das bedeutet nicht, dass dieses Wissen der Vergangenheit und Zukunft verloren ist. Nein, dafür gibt`s ja einen Kausalkörper und die Akasha-Chronik. In unserem Kausalkörper befinden sich all diese Informationen. Darum ist es überhaupt nur möglich,dass man über Rückführungen eine Rückschau in seine früheren Leben halten kann.

i amVergessen, was wir einst im Licht besaßen…
Dann geht es vor allem um das Erinnern, wer wir im Kern unseres Wesens sind und was unsere Aufgabe hier als Erdenbürger ist?
Wenn meine Existenz nicht mit der Zeugung beginnt, sondern vorher,  wieso sollte sie dann mit dem Tod enden?  Wenn  etwas geistiges Unzerstörbares gibt,  dann gibt es doch sicher auch eine Existenz nach dem Tod. Die aktuelle wissenschaftliche Jenseitsforschung hat daran keinen Zweifel. Vermutlich eingekleidet im feinstofflichen Gewand unseres Astral- und Kausalkörpers machen wir uns auf die Reise ins Jenseits. So ist immer klar, was wir noch an geistiger Entwicklung benötigen.  Meine geistgewordene Innenwelt entscheidet darüber, wo ich als nächstes inkarniere, wenn ich inkarniere.

Stephen Hawking vermutet in seinem Denkmodell, dass etwa zehn Parallelwelten im Universum existieren. Sie alle weisen  unterschiedlichste Schwingungsfrequenzen auf.  Getrennt wie in Zimmern mit Fenster? Vielleicht wirken diese Welten mehr auf uns ein, als uns bewusst ist?
Nach den vedischen Philosophien bildet unsere Erde die Schnittstelle zwischen sieben aufsteigenden Welten des Lichtes und den sieben absteigenden Welten der Dunkelheit.

Wir begegnen hier auf Erden nicht zufällig Menschen.  Sie sind unsere Spiegel, wie wir es für sie sind.  Wie sonst sollten wir Vergebung, Wiedergutmachung, Liebe,Demut, Mitgefühl  und anderes lernen. Wir sonst sollten wir erkennen, auf welche Weise, wir uns geistig weiterentwickeln müssen?  Muster erkennen, Grundzüge unseres Lebens….Wie sonst sollten wir wieder erinnern lernen, woher wir eigentlich kommen?  Wir machen  Erfahrungen, die unserem inneren Geisteszustand entsprechen. Die Seelenverwandtschaft soll dabei eine größere Rolle spielen als die Blutsverwandtschaft. Das Gesetz der Anziehung kommt  hierbei zum Tragen. Alles ist Schwingung, nichts ist in Ruhe (Hermes Trismegistos) .  In Schwingung geraten wir durch Resonanz.  Äußeres tritt auf Resonanz in unserem Inneren.  Wir fühlen uns dort wohl, wo die Umgebung mit unserem eigenen Schwingungsfeld entspricht. Wenn die hermetischen Prinzipien hier auf Erden wirken, dann kann es im Jenseits doch nicht anders sein…Wenn wir mit unserem Bewusstsein Bewohner zweier Welten sind, dann kann es auch Austausch zwischen beiden Daseinsebenen geben…Mmh!…

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Standortbestimmung:

Lernschule Erde.
Wir sind hier um uns auf der geistigen Ebene zu entwickeln.
Es gibt einen Lebensplan und eine Lebensaufgabe für jeden von uns.
Damit ist nicht zwangsläufig der Arbeitsbereich gemeint.  Es kann sein, dass wir hier sind, weil wir einem anderen Menschen in seiner Entwicklung helfen sollen oder auch umgekehrt.  Durch Gedankenkräfte, durch Hilfsbereitschaft und liebendes Mitgefühl. Bestimmte Erfahrungen sollen wir machen. Vielleicht sollen wir irgendwelche Zusammenhänge erkennen. Dafür steht uns der Lern- oder der Leidensweg offen.

 

Alle wichtigen Gedanken und Worte sind in unserem „Buch des Lebens“ eingeschrieben.
Es ist eine Art Lebenschronik auf geistiger Ebene. In der Akasha-Chronik ist alles Weltgeschehen von Anfang an aufgezeichnet.

Wenn wir zurückkehren in die Geistwelt des Jenseits, dann ist das wie ein feinstofflicher Heimaturlaub.

Wohin geht die Seele, wenn sie geht?

Der Dichter Novalis  irrte wohl nicht, als er auf die Frage antwortete:
„Immer wieder geht sie nach Hause …immer wieder.“

Sie kommt zu sich selbst.
Sie geht zurück zu ihrem Ur-Licht.
Es geht um das Verstehen jenes geistigen Urwissens, das wir einst besaßen.

Es geht um den Weg zurück ins Licht.

 

Sind Sie  skeptisch? Zweifel ? Ist Ihnen das zu spirituell, zu sehr vom „anderen Stern“? Dann  nehmen Sie sich doch bitte die Zeit und lesen Sie  die Geschichte von Flavio.

 

 

Flavio Cabobianco
„Ich komm`aus der Sonne.
Ein Kind erinnert sich an den Himmel“
(herausgegeben 1991,
deutsche Ausgabe,1994,
übersetzt von
Ama Hilde Brostrom)

 

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Flavio ist heute ein junger Mann von 21 Jahren

Im Alter von drei Jahren erklärte der südamerikanische Junge seinen Eltern, woher er kam und brachte damit das Weltbild seiner Eltern ins Wanken. Der Argentinier erinnerte sich kleiner Junge, wie es war, bevor er in einem neuen Körper zur Erde kam, wie er sich seine Eltern aussuchte und schließlich hier geboren wurde.  Die Eltern haben das gesammelte Material 1991 in einem Buch zusammegefaßt und veröffentlicht.

Flavio mit 3 Jahren (!):

„Das Universum ist der physische Körper Gottes.“

„Dies ist nicht die wirkliche Wirklichkeit. Dieses Leben ist ein Zaubertrick – ein Zaubertrick, wie die Tricks des Zauberers auf dem Geburtstagsfest. Was wir erleben, ist eine Täuschung. Denn es gibt nur die Seele, und die ist bei Gott.“

 

Seine Mutter fragte ihren Sohn, ob er ihr sagen könne, wer er wirklich sei.

„Mama, ich erzähle dir doch nicht anderes seit ich drei Jahre bin! Ich bin eine Seele, die mit vielen anderen auf diesen Planeten gekommen ist, um euch in diesem Zeitabschnitt des Planeten zu helfen. Ich bin jetzt auf der Erde, die dicht ist, aber jetzt ihren Weg ins Geistige beginnt. Um auf die Erde zu gelangen, mußte ich durch die Sonne gehen, sonst hätte ich in dieses Planetensystem nicht eindringen können. Dann habe ich mich auf anderen Planeten, die nicht so physisch sind, vorbereitet. “

 

Flavio selbst sagte Jahre später, dies seien seine Worte als Kind gewesen. Mit Sonne meine er nicht die physikalische Sonne, sondern das Licht.

 

Flavio mit 9 Jahren

„Ich erinnere mich besser an die Zeit vor meiner Geburt als an die ersten drei Jahre meines Lebens. Mein vorgeburtliches Leben überschaue ich aus allen Blickwinkeln. Meine Sicht hat keine Grenzen, da ich nicht mit physischen Augen sehe. Auf diesem Planeten, der so dicht ist, bin ich zum ersten Mal. Ich war schon vorbereitet, auf anderen Planeten, wo ich das Körperliche üben konnte. Das war so, wie wenn man in der Luft ohne Bleistift Schreiben lernt. Aber das hier ist doch ganz anders, sehr eigenartig; ich habe einen physischen Körper. Die wenigen Grundregeln, die ich mitbringe, um hier existieren zu können, lauten: Ja und Nein, Zeit und Raum. Dies hier ist eine Welt der Gegensätze.

Ich erinnere mich an hunderte von leuchtenden Kugeln; alles Lebendige ist eine leuchtende Kugel. Einige von ihnen können mir behilflich sein, mich auf diesem schwierigen Planeten zurechtzufinden. Ich sehe zwei Mütter, die für mich in Frage kämen, eine mit einem starken Ego, die andere von feinerer Art, also genau richtig. Diese zweite ist mit einer Kugel verbunden, die sehr hell leuchtet. Jetzt weiß ich, dass es die Farben grün und violett waren. Sie ziehen mich an, weil sie durch Liebe verbunden sind. Sie werden meine Eltern sein. Ich weiß, dass ich gehen muss und fühle mich mehr und mehr zu ihnen hingezogen. Dann kommt ein leuchtender Tunnel, rundum ist es finster. Als ich eintrete, fühle ich mich sehr beengt, sehr eingesperrt.

„Meine Geburt in diese Welt gleicht dem Tod der Menschen: Man begibt sich auf eine schwierige, unbekannte Ebene.

Der physische Werdegang meines Lebens beginnt damit, dass ich in meine Mutter eindringe. Ich suche ihren Geist auf, weil es der feinstofflichste Teil ist, den ich finden kann; von dort leite ich die Entwicklung meines Körpers ein.

Als ich zu Verstand gekommen war, wurde mein Leben hier sehr schwierig. Mein Körper machte mir großen Kummer und vor allem das Essen. Das Essen ermöglicht einem auf sehr indirekte Weise, die nötige Kraft zu schöpfen; ich konnte mich nicht daran gewöhnen. Tagsüber war ich müde, nachts besuchte ich andere Planeten. Während des Schlafes betätigte ich mich als „Berichterstatter“. Ich teilte den Wesen anderer Welten telepathisch mit, wie es auf der Erde zugeht. Alle fanden es höchst eigenartig.

Ich wusste dass ich hier bleiben musste, aber es war recht schwer für mich, und ich fühlte mich sehr einsam. […]“

 

Flavio mit  6 Jahren:

„Alle sind wir Teil Gottes“.

 

Flavio mit 8 Jahren:

„Jetzt werden neue Kinder geboren. Es sind andere Menschen, wenn sie auch äußerlich gleich sind. Ich bin nur einer von ihnen, einer der ersten. Die Menschheit ändert sich. Die Verbindung zum Geistigen ist viel offener. Heutzutage können alle Kinder in Kontakt mit ihrem Kern bleiben. […]Ein Baby versucht, sich telepathisch verständlich zu machen, aber das klappt meist nicht, weil hier alles so dicht ist. Ein Kind sieht alles, das Gute und das Böse, das Falsche und das Echte. Auf anderen Planeten sieht man das, was man sehen will. Wenn ich sage „sehen“, meine ich das im übertragenen Sinne; denn es gibt dort keine physischen Augen: Man lenkt einfach seine Aufmerksamkeit dahin, wo man interessiert ist, und wenn man will, nimmt man sie wieder weg. Das Neugeborene hat Angst, es ist eingesperrt in die Wirklichkeit des Körpers. Es vermisst die essentielle Einheit, die dort ist, wo es herkommt, und daher schließt es sich schnell an die Personen an, die es umsorgen. Es überträgt die Rolle des höchsten Wesens auf die Eltern. Wenn die Eltern nur an das Materielle glauben, ziehen sie das Kind immer mehr in die physische Existenz. Während sie ihm das Sprechen beibringen, schränken sie seine Gedanken ein. Wenn die Kinder größer werden, verlieren sie nach und nach die Verbindung zu ihrem Ursprung.{…]“

 

Über Flavios Bruder, Flavio mit 9 Jahren:

„Marcos, mein Bruder, ist eine feine Seele, schon sehr alt auf diesem Planeten. Er hat marsische Energie und kam hierher, um mit der Farbe Rot umzugehen. Wir beide sind ein Seelengespann; Marcos wurde vor mir geboren, um mir mit seiner Kraft den Weg zu ebnen.

Marcos ist mein Lebenskamerad hier auf der Erde und auch schon auf anderen Ebenen.

Wir sind von derselben Gruppenseele, aber wir haben verschiedene Pole. Wir sind zusammengekommen, um einen Auftrag zu erfüllen: Wir wollen den Wesen der Erde helfen, ihre Verbindung zum Spirituellen zu verstärken. Wir haben verschiedene Aufgaben. Ich werde lehren und die Existenz der geistigen Ebene erklären, mein Bruder hingegen wird mich mit seiner Ausstrahlung unterstützen. Mein Bruder ist eine Brücke, die mir geholfen hat, hierher zu kommen, und er ist auch weiterhin eine Brücke zwischen mir und den Menschen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Weg ist das Wort, ist der Gedanke, ist das Gefühl.

pterapogon kardinalfisch

Im Maul des Fisches schwimmen die kleinen Bald- Babyfische. Dort wachsen sie heran.
Der Pterapogon-Kardinalfisch lebt nur in einem kleinen Gebiet um die Molukken-Inseln. Die Molukken sind eine indonesische Inselgruppe zwischen Sulawesi und Neuguinea. Ein Mekka für Taucher und Schnorchler. Im Hafen der Hauptstadt Ambon finden sich 780 Fischarten, so viele wie in ganz Europa nicht.
Sie werden auch „Gewürzinseln“ genannt:Pfeffer, Gewürznelken, Ingwer, Zimt, Muskat, so weit das Auge reicht.
Früher kämpften die Weltmächte auf den Molukken um Gewürze. In Europa wurde vor 500 Jahren Muskat mit Gold aufgewogen.
Wer hinfliegen möchte:  Gelandet wird  immer bergauf und gestartet bergab, egal woher der Wind weht. Ebenen sind rar auf den vulkanischen Gewürzinseln.

 

Dieses Foto ist ein Glücksmoment für einen Unterwasserfotografen. Vielleicht hatte er ja so etwas wie eine Vorahnung.

Hatten Sie schon einmal Vorahnungen?
Dieses Ich-weiß-etwas-wird-geschehen-Gefühl und Tage darauf geschieht es.
Sie wussten schon vor vielen Jahren, dass Sie eines Tages in einem Haus wohnen werde und tatsächlich wohnen Sie Jahre später  exakt in jenem Haus ihrer Vorahnung.
Das ist wie mit ihrer Hand, die sie vor ein Magnet halten. Sie spüren die Kälte oder Wärme noch bevor sie ihn berühren, aber sie sehen sie  nicht.

Der Neurophysiologe Roger Sperry bekam 1981 den Nobelpreis  für die Erkenntnis, dass Gedankenformen innerhalb des Geistes eine „kausale Potenz“ entwickeln, die alles einleitet, was im Leben eines Menschen geschieht.

Dies funktioniert so:
Je aktiver Sie Ihre Batterie aufladen, desto mehr Energie schüttet sie aus und schenkt die Möglichkeit des persönlichen Einflusses auf die Ereignisse der sogenannten objektiven Realität. (Wissenschaftliche Formulierungen in einem Satz auf den Punkt gebracht.)

 

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Heute weiß man, um die Wechselwirkung zwischen dem „Gehirn“ des Heilenden und des Patienten. Sie prägt sich in der Synchronisation des Biopotentials aus, das jedes Mal einen bestimmten Bereich des Gehirns beider betrifft. Die Wissenschaft spricht dabei von einem „virtuellen Gehirn“.
Feinste Körperenergien für die Krebsbehandlung ließen Wissenschaftler in einer Frequenz mit der Krebzelle in Resonanz treten, schwingen, worauf sie gesundete.
Dies klingt auf den ersten Blick unscheinbar. Das Wissen darum kommt aber dem  Hebel des Archimedes gleich, mit dessen Hilfe man buchstäblich die Welt aus den Angeln heben kann.

Heute können Menschen mit einem erweiterten Bewusstsein in das weite Informationsfeld der Erde vorstoßen und verfolgen, wie die eine oder andere Entdeckung gemacht wird.  Es scheint als existierten sie als eine Art Evolutionsprogramm für die Erde und alles, was sie bevölkert. Mit Hilfe von Hellsehen kann man sehen: Das, was uns umgibt, die Planeten, Sonne, Sterne, Galaxien, ist nicht von selbst entstanden. Das ist Teil eines gigantischen vernunftbegabten Organismus,  der es den Menschen ermöglicht, einen Bruchteil ihres Intellekts und ihres Wissens zu nutzen.

„Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt.“

Jesu-Worte. Das ist Synthese.  Was soll das bedeuten? Wenn wir uns erkennen, kennen wir die gesamte Existenz.  Der Mensch steht unter dem ganzheitlichen Einfluss universaler Kräfte, kann diese aber seinerseits beeinflussen.

Jeder Gedanke aktiviert im Gehirn Trägermoleküle. Das bedeutet: Beliebige geistige Impulse verwandeln sich automatisch in biologische Informationen. Wäre unserer Gehirn zu einhundert Prozent aktiv, bekämen wir Kontakt mit dem Geist des Planeten, dem kosmischen Bewusstsein. Leider schöpfen wir unser von Natur aus angelegtes Potential nicht aus. Wir halten uns bei einer Aktivität unseres Gehirns von drei bis vier Prozent auf. Jedenfalls tut es das „gewöhnliche“ Gehirn.

Unser Biocomputer scheint über einen eigenen Verstand und Intellekt zu verfügen.

Ergebnisse von Forschungsprogrammen aus dem Bereich der Gehirnforschung weisen nach, dass bei einer großen Sehbelastung, bei geöffneten und geschlossenen Augen, mit großer Leichtigkeit nicht die gewöhnliche Sehkraft, sondern eine sich bildende, alternative Sehkraft eingesetzt werden kann. Das Gehirn hat keine Schwierigkeiten auf diese möglicherweise vorteilhaftere Weise der Reizaufnahme umzuschalten.
Es wird von der Existenz (!) einer geistigen (alternativen) Sehkraft gesprochen.

don Chapito

Don Chapito, Maya-Heiler

Es gibt gute Gründe, warum sich die Ärzte -Abteilung der Onkologie in der Schweiz dazu entschieden, den Heilweg der Maya kennenlernen zu wollen. Menschen, die auf der geistigen Ebene heilen, weil sie  Krankheiten auf einer höheren geistigen Ebene ansiedeln.
Geistige Ebene?
Wenn Sie eine Kerze anzünden wird es hell. Zünden Sie eine zweite Kerze an, wird es noch heller. Wo das Licht der ersten Kerze aufhört und wo das Licht der zweiten Kerze beginnt, erkennt man nicht. Sie verschmelzen ineinander und werden eins. Das Geistige ist wie Licht.
Nein zu sagen ist einfach. Man sagt Nein und fertig. Aber wenn man Ja sagt, geht die Sache erst richtig los. Dann ist gar nichts fertig. Respekt, liebe Ärzte in der Schweiz! Sie wünschen Wahrheit, keinen Sieg im Streit.

Offensichtlich gibt es eine Wahrheit, die wir nicht antasten können.

Die Essener, die Tibeter, alle indigenen Völker nutzen genau diese „alternative Sehkraft“. Heiler, Hellseher sie schöpfen mit mit ihren „virtuellen Augen“ und ihrem „virtuellen Gehirn“.

Mit Hilfe des Hellsehens, des erweiterten Sehens – eine Erweiterung des Bewusstseins – kann man nicht nur Störungen und Ausfälle unseres Körpers feststellen, sondern sie auch ohne größere Probleme beseitigen. Wieso sind wir so  kurzsichtig, um auf solche Möglichkeiten zu verzichten?

Das Leben, das wir mit unseren zwei Augen sehen, ist nicht alles, es nur ein winzig kleines Atom des Ganzen.
Die gängige Medizin tritt auf der Stelle, weil sie die Symptome und nicht die Ursachen behandelt.  Sie sind nicht die Engel mit Flügelchen.  Dort gibt es solche Mauscheleien, solche Verantwortungslosigkeiten. Die Wissenschaft: Wie viel Kraft hat es gekostet, das Wissen der Jahrhunderte aufzusammeln, sie in Blöcke der Wissenschaftlichkeit zu pressen und so das majestätische Gebäude des Materialismus aufzubauen. Was ich nicht sehe, kann nicht sein. Jede Realität, die außerhalb ihrer engen von ihnen verstandenen Kategorien von Raum und Zeit lag, verneinen sie. Wenn wir uns die Dynamiken ansehen, die in der Welt geschehen, sehen wir: mehr Wissenschaft, mehr Technik, mehr Kampf gegen Ungerechtigkeit – dennoch, mehr Ungerechtigkeit, mehr Umweltverschmutzung, das Fehlen von sauberem Boden, Wasser und Luft. Vergiftet von den Abfällen der modernen Errungenschaften, auf die unsere Wissenschaftler so stolz sind.

 

lichtkaefigDer Mensch, der sich einbildet, Herr über den Planeten zu sein, der die Wahrheit in der Gesäßtasche seiner modischen Hosen mit sich herumträgt, wird zu einer globalen Katastrophe. Um hehre Ziele zu erreichen, legt er Sümpfe trocken ( allüberall) oder vernichtet nicht §nichtsnutzige“ Spatzen. Das Gleichgewicht der Natur befindet sich für ihn auf dem Niveau seiner zwei Beine – naja, vielleicht auf den vier Beinen von Hunden, aber dann hört es schon auf.
Fast wie ein Bumerang kommt es zurück.
Haben Sie schon davon gehört? Seitdem wir die energiesparenden Techniken im Einsatz haben, hat sich der Verbrauch an Strom erhöht. Erhöht! Wenige verdienen daran sehr viel Geld. Dabei gäbe es längst Techniken, die uns mit  unbegrenzter und kostenloser Energie versorgen könnten. Macht und Gier führt von der Weisheit weg.

 

Im Nichtsein des Raumes

Zwanzig Jahrhunderte sind vergangen, zwei Jahrtausende und wir verstehen noch immer nicht, dass es verschiedene Realitäten gibt, der Mensch viel mehr sehen kann, als ihm möglich scheint, dass wir die Welt durch Filter sehen und dass sie ohne diese Filter ganz anders wahrgenommen werden kann. Wir laufen als wandelnde Enzyklopädien herum. Aber was schreiben wir in die Chroniken des Daseins?

Die Physik behauptet, dass der Ursprung aller Physik das Vakuum sei. Alles, was irgendwann existierte oder zu existieren in der Lage war, war bereits im Nichtsein des Raumes vorhanden und dieses Nichtsein beinhaltete bereits die Existenz aller Materie.
Was bedeutet das?
Vakuum ist kein leerer Raum, sondern eine informative Umgebung, die in sich über 99 Prozent der Informationen  des Universums trägt.
Es bedeutet, dass die Informationen in ihrer Erscheinungsform wieder die Materie überholen.
Ein Beispiel:  Zwei Monate bevor Kennedy am 5. Juni 1968 ermordet wurde, saß  Alan Wogan in der Universität Freiburg am Institut Grenzgebiete der Psychologie die Synchronizität erforschte. Der Wissenschaftler fühlte plötzlich, dass Kennedy getötet werden würde. Wogan schrieb ein Brief in der Hoffnung, dass Kennedy informiert werden würde.
Dies ist ein gutes Beispiel, wie das nicht eingetretene Ereignis  in unserer Wirklichkeit lange vor der Verwirklichung erscheint.
Offensichtlich nahm man den Hinweis nicht ernst. Was aber geschah war, dass man in Amerika nach dem Attentat ein Büro zur Registrierung von Vorahnungen einrichtete.
Der Tibeter Lama Tulku Lobsan wies darauf hin, dass er Krankheiten erkennen kann,  sechs Monate bevor sie in der Wirklichkeit erscheinen. 95 Prozent der Krankheiten diagnostiziert der Arzt nur durch Pulsrhythmus. Auch das ist ein gutes Beispiel dafür, dass Informationen im „Nichtsein des Raumes“ vorhanden sind.

Edgar Keys, ein Heiler des 20. Jahrhunderts, diagnostizierte Erkrankungen von Patienten, die er niemals gesehen hat. Natürlich war  Keys öffentlichen Anfeindungen ausgesetzt. Wissenschaftler untersuchten seine Diagnosen und stellten die Richtigkeit fest. Heute werden in den Archiven des medizinischen Institutes mehr als 9000 Krankengeschichten der Patienten von Edgar Keys aufbewahrt. Alle wurden sie untersucht und als lebensrettend anerkannt. Keys machte auch Vorhersagen zu den Anfangs-und Enddaten beider Weltkriege. Wenige Monate vor seinem Tod sah er den Zerfall der UdSSR.  Die Maya, die Inka machten  präzise Vorhersagen über Tausende von Jahren hinweg.
Das Universum ist durch Geist geschaffen. Nicht die Gene beinflussen den Menschen, sondern sein Bewusstsein, sagt die Forschung der Zellbiologie. Der Mensch steht unter dem ganzheitlichen Einfluss universaler Kräfte, kann diese aber seinerseits beeinflussen.
Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen damit geht, aber ich bemühe mich redlich, mich in der Situation zurechtzufinden.

Es ist eine andere Art des „Denkens. Menschen, die Zugang zum Biocomputer haben, beginnen aktiv, in Bildern zu denken.
Das Universum denkt bildhaft. Wenn wir diese Fähigkeit in uns entwickeln, nähern wir uns dem gegenseitigen Verständnis mit dem Universum. Wenn wir mit der rechten Gehirnhälfte arbeiten, also „künstlerisch-intuitiv“ wirken, müssen Informationen nicht geordnet werden – sie sind im immateriellen Raum ihrem natürlichen Zustand am nächsten. Beim künstlerischen Wirken wird die Wirklichkeit sofort in der ganzen Mannigfaltigkeit der Beziehungen und Widersprüche widergespiegelt.
Jesus sah die Zukunft, sah Fernes durch Hindernisse und über weite Strecken. Er konnte Menschen durch Auflegen der Hände heilen und mit geheimen Worten wiederbeleben. Die Unglücklichen mit Demut ermuntern. Die Kleinmütigen durch Hoffnung festigen, den „Blinden“ den Weg der Verwandlung voraussagen.
Vielleicht sind es gar keine Wunder, sondern grundlegende Fähigkeiten eines jeden von uns?

energieneu selacia

„Amen, Amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen, und er wird noch größere vollbringen…“ (Joh. 14:12)
Worte, sagte er auch, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben.

Was wir selbst nicht als wahr erachten, kann in dieser Welt nicht erwachen.  Alles hängt von unserer Einstellung ab, von unseren Worten, unseren Gedanken, unseren Gefühlen, von unserem Selbstbild, von unserem Weltbild, von unserem Glauben. vom Erkennen unserer Schöpferkraft. Jesus sagte: Der Geist ist es, der es lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. (Joh.6:63) Vielleicht sollten wir diesem Punkt einfach mehr Beachtung schenken.

Nur wer`s sieht, zieht seine Schuhe aus, der Rest zupft weiter Brombeeren.

Forscher sprechen vom „Gedächtnis“ der Moleküle, der Atome und der subatomaren Teilchen. Vielleicht ist gerade in diesem Tiefengedächtnis nicht nur unsere Vergangenheit, sondern auch unsere Zukunft verborgen, die bis ihre Zeit gekommen ist, ruhig im Regal liegt, das die Videos unseres ganz persönlichen Schicksals beherbergt? Bis zu einem Zeitpunkt, an dem unsere Entwicklung und unser innerer Zustand bereit ist?

Geist und Gedanken stellen lediglich verschiedene Zustände eines Ganzen dar. Es gibt keine isolierte  physische Welt. Am Anfang war wirklich das Wort..ähm der Gedanke. Aus dem Nichts kann etwas erschaffen werden. Aus den virtuellen Prozessen kann körperliche Kraft entstehen. Der Raum des Menschen ist nicht nur strukturierte Erfahrung, die sich durch Projektionen als Hologramme gefestigt hat, sondern auch feinmaterieller Realaissender, der über die Eigenschaften der Strukturen des Kosmos und des Vakuums verfügt. Wir haben einen Biocomputer in uns. Er ist der Ausweis in eine andere Welt, wenn wir ihn öffnen.

 

old man

Lower Pecos River in Texas

 

Das Foto hier verweist auf eine Steinzeichnung, die etwa 5000 Jahre alt ist. Die Person wirkt auf mich energetisch reichlich elektrisiert. Oben auf dem Kopf sitzt etwas, das man als eine Art Antenne (?) oder Flamme (?) bezeichnen möchte.  Wie kommt man dazu, so etwas zu zeichnen?

 

Carmen de Playa 049Es gibt Menschen, die können Zellprozesse, Aura und jene informativen Beschädigungen sehen , die Ihnen die aggressive Umwelt zuführt.
Wir haben im hinteren Teil des Gehirns, im visuellen Zentrum, Zellen, die fähig sind elektromagnetische Wellen auszustrahlen und zu empfangen. Diese Art der „Sehfähigkeit“ hat in der Natur eine viel größere Perspektive, als die traditionelle, mit den Augen.
Wir haben das intuitive Denken, das dem logischen um einiges voraus hat.  Es ist nur so, dass es bereits in den Schulen durch die Wiederholungen und Büffeleien abstumpft. Gelehrt werden bereits gedachte Gedanken, aber nicht die Fähigkeit, selbst zu denken. Gefördert wird der Intellekt.

Die Quantenphysik hat die Welt revolutioniert.  Es zeigte sich, das die Welt, wie wir sie kennen, lediglich eine Interpretation unseres Bewusstseins ist. Wir sitzen in einem seltsamen Kino, das uns eine Wirklichkeit in Abhängigkeit von den persönlichen Wahrnehmungsmöglichkeiten. Wir sind sozusagen die Abonnenten des informativen Raumes. Unser Bioplasma entsteht durch elektromagnetische Schwingungen unserer Körper. Es ist in der Lage mit dem Supercomputer da draußen einzugehen und einen Informationskanal aufzubauen. Wir alle bestehen aus Atomen, die 5 Milliarden Jahre alt sind. Und durch die Leere jeden Atoms pulsiert der Intellekt. Jede einzelne Zelle ist nichts anderes, als der Geist, der Zusammenspiel unzähliger Komponenten organisiert hat. Nicht weniger als 9 Billionen Reaktionen pro Sekunde geschehen in jeder einzelnen Zelle.

Es gibt zwei Realitäten. Die Realität im Bewusstsein und die Realität außerhalb des Bewusstseins.

Es gibt nichts, was nicht durch Gedanken erzeugt wird.  Wenn wir denken, dann ist das für das Bewusstsein bereits eine eben solche Realität, wie das, was um uns herum geschieht.  Wir sind Schöpfer. Wir können das üben. Wir können erkennen, erwachen und verändern. Unser Selbstbild, unser Weltbild.  Wir können aufhören, uns in die Angst durch die Medien und die Politik hineinreden zu lassen. Wir müssen ihren gesetzten Feindbildern nicht glauben. Wir können einen Traum für die Zukunft zur Realität werden lassen.  Ihre Vorstellungskraft gehört Ihnen.  Wir sind das, was wir unserem Gefühl nach sind.  Das Unbewusste reagiert auf Suggestionen. Jede Krankheit fängt auf der energetischen Ebene an. Wir haben einen Energiekörper. Gesund sind wir, wenn wir Energie heilen, die der Krankheit vorausgeht.

„Wenn wir uns verändern, verändert sich die Welt“, heißt es im  Gedicht Erlenohrring.

Wenn wir nur ein Teil des Bewusstseins ändern, beginnt die ganze Welt sich zu ändern.
Alles gibt es auf dieser Welt. Genauso wie in uns.
In Ihrem Bewusstsein.
Es gibt alles in allem…
Eigentlich nicht neu, sondern uraltes Wissen.

 

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Vollkommene Stille

kind u katze
(Gracias T.)

 

Immer, wenn es keine Meinung, kein Urteil, keine Bewertung gibt, hören wir aus der Stille heraus.
Immer, wenn wir einer Sache volle Aufmerksamkeit zuwenden, herrscht vollkommene Stille.
In dieser Aufmerksamkeit gibt es keine Grenze, keine Mitte, kein „Ich“, das bewusst oder aufmerksam ist.

Vollkommene Stille, vollkommene Offenheit für einen Moment

 

Dieses Foto hat mich fühlen gemacht. Zunächst war ich fasziniert von diesen Augenpaaren. Dieser Gleichzeitigkeit. Es gibt ihn, den zeitlosen Moment, dachte ich weiter.  Es gibt diesen entspannten Moment, wo Zwischenräume verschwinden. Je länger ich auf das Foto sah, desto stiller wurde ich. Wohltuend still.  Und nach einer Weile begriff ich:
Sehen und Lernen sind eine  große Kunst, die man nicht auf der Universität lernt.
Leben, Lernen und Handeln sind keine verschiedenen Dinge, sie sind untrennbar.
Das Denken sich nicht einmischen lassen. Wenn wir etwas tun, statt nur beobachten,  bringen wir Konflikte hinein.
Sie wollen doch nicht behaupten, dass wir nicht alle in Konflikt oder in Spannung leben? Alle möglichen Dinge. Die Socke, die rutscht. Der Nachbar, der zu laut ist. Der Bericht, vor dem ich schon seit Wochen weglaufe. Meine Karriere geht nicht so richtig voran. Ich bin  betrogen worden. Liebe mich, aber bitte so, dass du mich nicht allzu sehr  in meiner Freiheit störst. Konflikte zu Eigentum, zu Dingen, zu Vorstellungen – viele Konflikte.  Einsamkeit, Angst vor dem Altern,  angst zu verlieren,w as man sich geschaffen hat, Verzweiflung, Sorge, Frustration, Kummer, äußerste Langeweile, Routine, gelegentlich blitzende Freude. Wir reden von Liebe, von Zärtlichkeit, während wir mit anderen wetteifern, ehrgeizig sind, nach persönlicher Position streben.  Beziehungen zwischen zwei Partnern werden in Wirklichkeit zwischen Vorstellungsbildern gelebt. Fast jede Beziehung ist zum Kampf geworden. Menschen treten gegen Menschen an. Kurz aufflammende Freude wird zur Erinnerung.
Wir versuchen dem zu Entkommen durch jede Form von Unterhaltung, durch Alkohol, durch Reisen, durch Gelehrsamkeit, durch Religion, durch Sex, durch Suchen nach Autoritäten, die uns sagen, was wir tun sollen. Wir stellen uns durch Wortwiederholung ruhig. Flüchten in Ansprüche, Wünsche, Bestrebungen und Zwänge. Von anderen erfahren wir, wie wir uns verhalten sollen, wie wir leben sollen. Wir versuchen zu werden.  Ich soll nicht zornig sein, bewirkt dieses  „sollte nicht“, und schon sitzte ich im Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Ich verbrauche meine Energie im Streben nach dem jeweiligen Gegensatz. Wir sind konditioniert, um uns an dem „Helden“ zu messen, am Ideal. Und schon sitzen wir in der Falle des Vergleichens. Was sein sollte, wird wichtiger als das, was ist.

Vermutlich werden wir Menschen  bald 150 Jahre werden können. Die Wissenschaft erfindet sicherlich entsprechende Medikamente. Dabei fürchten wir uns so sehr vor dem Alter. Seltsam. Eine Frau von achtzig Jahren wird „junge Dame“ genannt.  Das Alter wird in Altenheime verfrachtet. Junge Menschen wollen nicht mehr für die Alten aufkommen müssen. Ihre Last ist auch so schon groß genug. Das nennen sie Leben.

Noch älter werden?  Wozu?

Wird es dazu führen, dass wir uns als Menschen besser verstehen? Werden wir weniger in Konflikten, in Angst und Spannung leben?
Werden wir uns sagen: Warum sollte ich eine Meinung über einen anderen haben? Das ist eine solche Verschwendung von Zeit und Energie. Warum soll man sein Gehirn, sein Bewusstsein mit Meinungen, Urteilen, Schlussfolgerungen vollstopfen?
Warum soll ich anderen sagen: „Lebe auf diese Weise“?  Sich einem Verhaltensmuster anzupassen und entsprechend zu handeln, ist doch kein Handeln, sondern pure Nachahmung.

Werden wir dann verstehen, dass  unser Bewusstsein immer empfindet – auch ohne Denken?  Es ist nicht im Denken verstrickt, wenn es wahrnimmt. Es empfindet, was vor sich geht. Es empfindet Freude oder Angst  oder auch nicht, in einem anderen Menschen, im Inneren des Menschen, ohne darüber nachzudenken, was er tut und was vor sich geht. Sobald wir  t u n, landen wir in Konflikten.
Dabei verstehen wir auch ohne Denken. Es geschieht quasi nebenbei.

Werden wir dann begreifen, dass Liebe kein Denkprozess und keine Abhängigkeit ist? Werden wir verstehen, dass Liebe nicht Lust ist und auch nicht gedeihen kann, wo Angst und Neid herrschen?

Werden wir dann das Leben mit dem Herzen in voller Aufmerksamkeit wahrnehmen? Fühlen, empfinden, erkennen, was das Leben ist und was der Tod ist?
Werden wir etwas finden, was wir nicht durch den Intellekt, durch Denken zurechtgelegt haben?
Werden wir in dieser Freiheit des Schauens leben?
Beobachten, um  herauszufinden zu können, was unsere Gesellschaft menschlicher werden lässt und was es ist, dass unsere Wahrnehmung dabei verzerrt?
Werden all diese Gefühle von Trennung, den engen Raum, den wir um uns herum schaffen –  ich bin ein Christ, du bist ein Hindu, ich bin eine Deutsche, du bist ein Afrikaner , ich bin ein Studierter, du bist ein Handwerker, ich bin ein Mann mit Haus, Geländewagen und Boot , du bist ein Habenichts, ein Ende gefunden haben, damit wir echte Beziehungen aufnehmen können?
Werden wir begreifen, dass diese Trennung eine Illusion ist? Trennung ist Konflikt und nicht Beziehung.
Werden wir begreifen, dass wir diese Probleme, all das hier gerade Erwähnte  ernst und tief im eigenen Inneren zu lösen haben?

Ich glaube nicht daran, dass  eine Bildung, geschärft durch Konkurrenz, Neid und Wetteifer, dass ein solcher Geist imstande ist, die  tieferen, unbewussten Schichten zu erforschen.

Stille ist nötig für solches Schauen. So nötig, wie der Tag für die Nacht nötig ist.  Ohne Anstrengung, ohne Verzerrung. Ein stiller Geist besitzt Weiträumigkeit.  Das ist ein Raum von einer ganz anderen Qualität, der sich einstellt, wenn wir nicht denken.

Wenn wir ohne Anstrengung, ohne Vorbehalt, ohne Urteile, ohne Angst in uns hineinhorchen, in uns hineinfühlen, werden wir außergewöhnliche Dinge entdecken – auch die Angemessenheit unseres Handeln.

Die Schönheit ist da, wenn wir den Geist und das Herz haben zu sehen – nicht oben in der Wolke, in dem Baum, im Wasser, in dem Ding, sondern in sich selbst.

 

Sein oder Nicht-Sein- der Baum unseres Lebens

buchstabensalat

Wozu all diese Buchstaben der vergangenen Tage?

Die Kabbalisten begreifen die sichtbare Welt als  ein Ausdruck von unsichtbaren dahinter wirkenden Kräften. Hebräisch repräsentiert eines der wichtigsten Sprachen zum Verständnis hermetischer und kabbalistischer Schriften, da vor allem die Urtexte in hebräischer Schrift verfasst wurden.
Buchstaben sind für sie auf geheimnisvolle Weise mit der Erschaffung der Welt verbunden. Sie sind das „Werkzeug“ der Kabbalisten. In der Welt der Kabbalah sind Buchstaben und Worte, die Gefäße, die das Licht des Einen in sich tragen.  Sie bestehen unabhängig von Tinte und Papier. Jeder Buchstabe  ist Vibration. Jeder Buchstabe weist eine ganz ureigene Schwingung auf. Sie sagen, eines der letzten Dinge, die Gott bei der Schöpfung dieser Welt machte, war, die genaue Form der Buchstaben festzulegen. Wo Gott wach wird, muss er sich absolut verwirklichen. Er kann sich nicht ein bisschen verwirklichen oder nur so-und-so verwirklichen. Er kann sich zum Beispiel nicht nur schlau verwirklichen. Er muss genauso viel Dummheit wie Weisheit verwirklichen. Jedes Licht hat seinen Schatten.

Zwei Mächte – einmal gegenübergestellt, beginnen sie eine bestimmte Arbeit

Sie sagen auch, Gott habe eine Gemahlin, die Shekinah heißt und sie seien immer gemeinsam in ihre Liebe getaucht und alles, was im Universum existiert, sei ihre Schöpfung, seien ihre Kinder. Shekinah ist die weibliche Präsenz von Gott.
Die geistige Schöpfung, so wie alle anderen Schöpfungen  sind nichts anderes als die Arbeit des männlichen und des weiblichen Prinzips. Werden gewisse Qualitäten erweckt wie Demut, Güte, habe der Eingeweihte  sich in die Gegenwart des weiblichen Prinzips versetzt, mit ihr verbunden. Um hingegen Macht, Willen, Kraft zu entfalten, verbindet er sich mit dem männlichen Prinzip. Ein „Eingeweihter“ sollte sich bemühen, Mann und Frau zugleich zu sein. Er sollte verstehen, sich beider Prinzipien zu bedienen. In der Kabbalah ist dieses Prinzip durch vier Buchstaben dargestellt.  JHVH= Jod He Vau He ist der Name Gottes. Der erste Buchstabe Jod stellt das männliche Prinzip dar. He das weibliche Prinzip. Vau ist ein Wiederholung des männlichen Prinzips und der letzte Buchstabe He eine Wiederholung des weiblichen Prinzips.
JHVH ist der Generalschlüssel zur Weisheit der Kabbalah. Es ist kein Name, sondern eine verbale, numerische und geometrische Formel. Ein sprachliches Symbol für Eine Wirklichkeit.  Es ist die Eine Idee, von der sich alle Manifestationen ableiten. Korrekt übersetzt bedeutet es: „Das, was war. Das, was ist. Das, was sein wird.

Materie ist eine Gestaltung des Geistes. 

Hebräische Buchstaben, Worte sowie Zahlen sind im Lebensbaum, dem Etz Chiim, zu verorten.  „Alle göttlichen Kräfte sind übereinander gelagert und sind wie ein Baum.“ Jede der zehn „Vasen“ (Qualitäten)  beinhaltet eine spezielle göttliche Energie.
Damit wird die Welt der Schöpfung, die Welt der Formgebung und die Welt der Materie durchströmt (Ain Soph- sozusagen der Saft des Baumes, das Formlose- besser nicht vorstellen, dann nimmt es sofort Form an)

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Dieser Lebensbaum wurde mit einem psychologischen Anstrich  verfeinert.  Ich habe die ursprünglichen Bezeichnungen in Rot hinzugefügt. Quelle Grafik: Gaber.

Das Reich Gottes ist das Universum und der Sephirothbaum oder Lebensbaum ist eine der tiefgründigsten symbolischen Darstellungen.

Krone, Weisheit, Verstand, Gnade, Strenge, Schönheit, Sieg, Glanz, Fundament, Reich.

Kether, die erste Sephira, stellt den Beginn jeglicher Manifestation dar und Manifestation beeinhaltet Teilung, Polarisierung, das heisst das Erscheinen eines männlichen und eines weiblichen Prinzips, die notwendig sind, wenn etwas erschaffen werden soll.

Sind Sie jetzt irritiert? Wieso oben? Die Wurzel einer Pflanze  ist doch bekanntlich unten, im Boden?

Für die Pflanze stellt die Wurzel, den Kopf dar. Aber der wirkliche Kopf ist „oben“.  Unsere Wurzeln stecken im Geist.

Kether (Geist, Neptun), Chokmah (Weisheit,Uranus) und Binah ( Verstand, Saturn) sind die im Boden verankerten Wurzeln der höheren Welt.
Das ist der Blitzstrahl,  die Flamme, der Lichtstrahl, der sich spiralig in den Baum blitzt.
Das ist Jesus Samenkorn.
Das Himmelreich. Es wächst. Ist der Same gesät, wird es – das Himmelreich – größer als jedes Kraut, der Baum. Es  ist in uns und nicht wie von der Kirche fälschlich glauben gemacht, da oben,  getrennt von uns.  Der Tempel ist in uns, mit aller Macht und aller Kraft – und aller Verantwortung.

Einmal in der Erde, teilt sich der Same, er polarisiert sich.Das ist Chokmah, die Weisheit, das Zweipolige, der Gegensatz von positiv und negativ, von oben und von unten.

In Wahrheit bleiben alle Kräfte immer mit dem Kether (Geist)verbunden. Es gibt die Singularität und die Ganzheit. Beides ist eine Einheit. Hinter der  Getrenntheit liegt die Verbundenheit (danke an meinen gestrigen Kommentator)
Binah (Verstand) bringt  sie in Harmonie. Damit die Pflanze nun über der Erde erscheinen kann, ist das Eingreifen der vierten Sephirah, von Chesed (Mitgefühl, Jupiter), der Milde, notwendig. Chesed repräsentiert den Stamm des Baumes, die Kraft, welche die Widerstandsfähigkeit aufrechtzuerhalten versucht, was auch immer geschehen mag. Die fünfte Sephira Geburah (Urteilskraft, Mars), die Kraft, entspricht den Zweigen, die sich nach allen Seiten auszubreiten beginnen.

Die sechste Sephira Tipheret (Höheres Selbst, Sonne), die Schönheit, das sind die Blätter, die den Baum nicht nur schmücken, sondern ihm ermöglichen zu atmen und sich vom Licht zu ernähren.

Nach den Blättern erscheinen die Knospen, das ist die siebte Sephira Netzach (Venus), der Sieg. Wenn der Baum das Stadium der Knospen erreicht hat, bedeutet das, dass er alle Schwierigkeiten besiegen konnte und Früchte hervorbringen wird.

Von jetzt an geschieht eine große Arbeit in den Knospen, die Blüten hervorbringen werden. Das ist die Sephira Hod (Merkur), der Ruhm, das Lob. Der Baum bedeckt sich mit Blüten, deren Düfte er verschenkt, wie Weihrauch, um den Ruhm des Ewigen zu zelebrieren.  In der Blüte bildet sich schliesslich die Frucht, welche die Sonne reifen lässt, indem sie ihr Farben gibt. Das ist die Formung des Kindes, die neunte Sephira Jesod (Unbewusstes, Mond), die Grundlage. Die Frucht wird zum Ausgangspunkt für ein anderes Leben, einen neuen Baum.
Denn die Frucht, Produkt des Samens, enthält selbst wiederum Samen, und das ist Malkuth (Körper, Erde), die zehnte Sephira. Der Samen ist aus der 1, die er war, zur 10 geworden, das heisst symbolisch ausgedrückt, zur Vielfalt. Jeder Keim oder Same, der durch die Frucht hervorging, repräsentiert Malkuth, das Reich Gottes.
Wir sind heute die „gefallenen Menschen“. Der Mensch, wie er den göttlichen Schöpfern im Sinne lag nennt die Kabbalah Ishim oder Selige.

Wie kann man erkennen, dass es auch das Reich Gottes ist? Pflanzt einen Keim und alle anderen Attribute werden bald erscheinen. Also, Malkuth (Erde) und Kether (Geist,Neptun) vereinigen sich, der Beginn und das Ende der Dinge sind identisch. Darum sagte Jesus, dass man das Reich Gottes (Malkuth) mit dem Senfkorn vergleichen kann.

Jetzt werden Sie vielleicht denken: Alles schön und gut. Was kann ich damit für mein Innenleben anfangen?
Viel. Ich wiederhole es noch einmal: VIEL. Es kann Ihr Leben verändern.

Das Senfkorn kann interpretiert werden als ein Gedanke oder ein Gefühl. Und was ist ein Gedanke oder ein Gefühl? Es ist ein Keim, der winzig scheint. Pflanzen wir ihn, und wenn er rein ist, uneigennützig und intensiv,  wenn wir ihm also gute Bedinungen geben, wird er der Ausgangspunkt für die Errichtung des Reiches Gottes sein. Wir kreieren diese Welt mit unseren Gedanken und unseren Worten. Das Universum ist durch Geist geschaffen.  Nicht die Gene beinflussen den Menschen, sondern sein Bewusstsein, sagt nun auch die Forschung der Zellbiologie.

„Die Vögel des Himmels werden sich in seinen Zweigen niederlassen“, sagte Jesus.  Die Vögel, das sind die Engel. Sie besuchen den Menschen, der das spirituelle Leben begonnen hat. Sie finden in ihm eine Zuflucht, sie ziehen endgültig bei ihm ein und erfüllen ihn mit ihrem Licht und ihrer Gnade.

Es steht geschrieben, Gott habe den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis erschaffen. Was bedeutet das?
Es lohnt sich, über das Bild des Samens und des Baumes nachzudenken.  Die ganze Frage von Bild und Abbild ist in der Distanz, die den Samen vom Baum trennt, enthalten.

neuanfang

Leben

Psychologie der Entwicklung und Entdeckung
Der Mensch auf dem Pfad der 22 Wege seines Lebensbaumes:

Weniger blumig. Hier rollen die harten Fakten.

Ein Schleier trennt unsere körperliche Erfahrungsebene von der mentalen. Wir identifizieren uns. Wir sind Empfinden, Fühlen, Denken oder eine Kombination daraus. Ausgehärtete  Filter, die sich in uns breit machen. Der Prozess ist weitgehend mit der Pubertät abgeschlossen. Bei den meisten zumindest…Es folgt eine gehörige Portion Ego. Von  da an  bedarf es intensiver Krisenerlebnisse, um dieses Gleichgewicht erneut zu erschüttern und einen neuen Anpassungsprozess anzustoßen. Die größte und bedeutendste Anstrengung der meisten Menschen zeit ihres Lebens besteht darin, dies zu verhindern. Und darum werfen wir das Wertvollste über Board.  Warum  tun wir dieses ?  Nun, weil wir freiwillig etwas aufgeben sollen: die Aufgabe der Illusion des Egos. (unteren vier Sephiroth.) Und das passt uns gar nicht. Es erscheint uns als einziger fester Punkt, als im Boden verankerte Boje – unsere ausgehärtete Struktur, die wir für den Kern unseres Wesens halten. Darum erkennen wir nicht, dass wir unser Gebäude auf einer Illusion aufgebaut haben.

egoauto

Auf der Ebene des  Egos existiert kein Zentrum, keine Boje. Dort ist  kein fester Punkt zu finden, der aus sich selbst heraus eine individuell geformte Energie hervorbringt und erhält. Nicht gut, sagen die Kabbalisten,  denn all das braucht  es für die Existenz einer harmonischen Welt.  Innen wie außen. Verbindung der weiblichen mit der männlichen Kraft.Verflechtungen mit den Gestirnen, mit der Kosmologie erkennen. Die Schöpfung als ein Hologramm begreifen.  Die Verbindung der Schöpfung mit dem Schöpfer.  Die Welt in Harmonie mit den universellen Lebensgesetzen bringen. Das ist das Anliegen der Kabbalisten. Also heißt es:

Neu ausrichten

Jeder dieser Erfahrungskanäle (Sephiroth) schafft eine höhere Wirklichkeit. Tore, die wir zu durchschreiten haben. Wege, die wir begehen. Sie können neu bewertet und verarbeitet werden. Wir machen uns auf die Suche nach dem festen Punkt, in Richtung Tipareth (Höheres Selbst). Der Schleier muss dafür ent- und gelüftet werden. Es wirken Energien.  Im Tipareth erwartet uns das Zentrum des Höheren Willens.  Ein strahlender Punkt, der die Reaktionen des Unbewussten (Jesod)  auf die einströmenden Energie hinter dem Schleier vorstrukturiert und mitgesteuert hat.
Hier wird`s unruhiger. Hier schaukelt es ein wenig. Die Aufgabe der Illusion des Egos und die Annäherung an das eigentliche Zentrum des geistigen Menschen sind nicht ohne Risiken und Widerstand zu bestehen.

Warum?
Die Antwort findet sich in der Konstitution der äußeren Wirklichkeit. Unser mechanisches Verhalten im Ego ist keineswegs zufällig. Wie überhaupt gar nichts zufällig ist.  Das ist alles so gewollt. Die Schöpfung hat einen weitgehend automatisierten Prozess geschaffen. Wir entkommen dem Wandel nicht. Der ist sichergestellt.

Egal, was wir von dem Wandlungsprozess halten, ob wir ihn als schmerzhaft, als unnötig, als erkenntnisreich oder als Weg der inneren Reifung wahrnehmen, er kann vom menschlichen Bewusstsein nicht aufgehalten oder unterbrochen werden. Gleichgültig, was der körperliche Mensch von den Dingen hält, die ihm täglich widerfahren, von seinem Schicksal, seinen Freuden und Enttäuschungen – er bleibt stets Aufnehmender, Erfahrender, Verabeitender. Die eigentliche Entscheidung für oder wider die aufzunehmenden, zu verarbeitenden Erfahrungen obliegt ihm nicht. Der Mensch kann sein Schicksal nicht ablehnen.

Tja, so etwas dachte ich mir schon…

Wagnis, Probe, Verlockung, Versuchung – alles ist auf dem Pfad möglich. Mangelnde Hoffnung, mangelnde Tugend, mangelnde Kraft – all jenes kann zu einem Abweichen vom durch den Willen gesetzten Ziel führen. Kraft  ist hier nicht im patriarchalischen, moralisierenden Sinn gemeint. Ihre Bedeutung bezieht sich allein auf den gesundheitlichen Zustand des organischen Systems Mensch  auf physischer, astraler und mentaler Ebene. Kräftigend ist hierbei jeder Einfluss, der die Ressourcen des Systems erhöht, als schwächend können alle Einflüsse gelten, die die Ressourcen des Systems in schädlicher Weise verringern.

Jetzt wird`s wichtig! Diese Reaktivität des menschlichen Bewusstseins, dieses den schicksalhaften Impulsen ausgeliefert sein, ist nach kabbalistischer Weltsicht die Bedingung dafür, dass das Höhere Selbst über die Strukturen des Unbewussten, den eigentlichen Lern- und Erfahrungsprozess des körperlichen Menschen anleiten kann.
Wir überschreiten eine Schwelle. Mit dem Überschreiten der Schwelle oder eines  Schleiers erhalten wir wieder Anschluss an unser Höheres Selbst. Wir setzen unser Ego außer Kraft, treten mit dem Höheren Selbst in dialogischen Kontakt. Zugleich werden die Impulse des Höheren Selbst dem Bewusstsein direkt zugänglich. Es kann variiert, angepasst, verändert werden.

Wir wachen also auf und werden aktiv.
So ganz einfach ist es aber dann doch nicht. Wo immer ein Dialog stattfinden soll, ist  ein Gegenüber vonnöten.  Es gibt  einen Hüter der Schwelle.

Alle Probleme  materieller, emotionaler und intellektueller Art, die unsere Seele nicht auf der materiellen Ebene lösen konnte, vor denen sie zurückschreckte oder denen sie zum Opfer fiel, konzentrieren sich zum Hüter der Schwelle, sagen die Kabbalisten.
Was heißt das nun wieder?

Sie werden auf der Astralebene zum Höllenhund. Und damit ist der nächste Entwicklungsweg stets bewacht.

Ich richte meine Augen lieber auf Passionsfrucht-Sorbet. Vielleicht doch erst später..es heißt ja nicht ohne Grund, dass wir unseren ganz speziellen Problemen immer wieder begegnen, immerfort,  bis wir sie gelöst haben, ob in diesem Leben oder im nächsten interessiert das Leben dabei nicht.

chihuahuaDieser Höllenhund kann in seinem Wesen alles sein. Seine Erscheinung hängt davon ab, durch welche Art von Emotion, Leidenschaft, Schwäche, durch welche Imagination er hervorgebracht wurde. Seine Materie ist Gedankenkraft.  Der sitzt uns also im Nacken wie ein Parasit. Das Geheimnis seiner Herrschaft ist die Angst.
Wir begeben uns unter einen schwächenden Einfluss.  Viele unbemerkte Einflussnahmen sind diesem vorausgegangen.  Verstrickt in das Leben mit unseren Vorzeigeschatten, Projektionsschatten oder mit unseren Enthüllungsstories von Schatten anderer Menschen (Abwertung des anderen, Erhöhung eigener Selbstwert).

Wie begegnet man dem Hüter der Schwelle?

hallo liebe angstDass dieses nicht gefahrlos geschehen kann, liegt in der Natur des Dialogs.

„Hallo, liebe Angst, hallo liebes Ungelebtes, liebe versteckte Scham und Schuld, ich trete jetzt in den Dialog mit euch, sonst geht es nämlich bei mir nicht weiter. Kommt an mein Herz.  Das Höhere Selbst wartet auf mich. Wo Licht hinfällt, da entsteht auch Schatten. Sieht man Schatten, ist auch irgendwo der Schalter für das Licht.  C.C. Jung in den 50er Jahren. „
Nur nicht  Persona mit dem Ich verwechseln. So einfach kann nicht Licht werden, wo Schatten war, denn jede neue Lichtquelle wirft auch wieder neue Schatten.  Schattenakzeptanz ist angesagt: Das, was am meisten ängstigt, was wir am tiefsten an uns ablehnen und unsere Persona am intensivsten bedroht.

Für den einen kann es der Schleier sein, der einen Durchgang zu einer höheren Einheit verbirgt. Für den anderen kann es der Höhepunkt seines inneren Zerbrechens sein, die innere Spaltung.

Die Besinnung folgt.

Wir sind eine substanzlose Konstruktion. Wir sind das Gerüst aus Schatten und Licht, durch das die Hand der Erkenntnis hindurch fährt. Alles war in unserem Keim von Beginn unseres Lebens in uns. Wären wir nicht so blind, würden wir nicht in jeder Minute das gleiche Ausmaß an Angst ertragen. In der Begegnung mit dem Hüter der Schwelle wird noch ein weiteres tiefes Geheimnis  klar. Dieses hier: auch die lichte Seite unseres Charakters ist nur geschaffen, um die Schattenseite zu verbergen.  Die Illusion finden wir also weder in der Persona noch im Schatten. Beides ist ein Produkt unserer Gefühle (Netzach) und Gedanken (Hod).

Das ICH – unser fester Punkt –  tritt als Irrlicht in den Kreis des Bewusstseins.  Dahinter erst findet sich Substanz: das Unterbewusste als Zentrum menschlicher Kräfte.
Es bedarf der gründlichen Selbsterkenntnis. Ohne Schonung müssen wir wissen, wie viel des Guten und welcher Schandtaten wir fähig sind.

Und wir müssen uns davor hüten, dass eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten.

 

kuchenerschlagen3

Das waren vier Semester Entwicklungspsychologie. 3500 Seiten Lesestoff. Rabbi Martina sagt für heute nichts mehr. Keinen Ton.

Ein letztes leises Tönchen:

Die Kabbalisten haben unsichtbare Helfer, um uns aus dem Schlamassel (jiddisch) zu ziehen und unser Bewusstsein zu erweitern.
Davon erzählt mein nächster Beitrag

Die Flügel deiner Wahrnehmung

larve schmetterling

Magic Moments. Die Wunder dieser Welt.

Erst im 18. Jahrhundert nannte man einen Schmetterling ‚Schmetterling‘. Zuvor hießen sie Tagfalter.
Man kann es kaum glauben, dass diese Zartflügler zunächst einmal sehr viel Kraft aufwenden müssen, bevor sie so leicht dahin schweben können. Ihr Kokon ist sehr fest und eng gesponnen. Nur mit der Kraft ihrer Flügel drücken sie ihn auseinander. Für Schmetterlinge ist es sehr wichtig, dass sie von alleine herausklettern.
Die Kraftanstrengung während ihres Schlüpfens ist zugleich Training für ihre Flügel. Nur darum können sie fliegen.

Wenn ein Regenbogen entstehen soll, muss auch eine ganz bestimmte Konstellation da sein von Sonnenlicht-verbreitung, von Regenwolken und anderem. Der Regenbogen ist also eine Art Konsequenz, ein Phänomen, das von außen zusammengeschoben wird.

Auch der menschliche Körper ist so eine Art Phänomen. Wir sind täglich umgeben von Kräften, die den physischen Körper zusammenhalten. Dazu gehört zu uns noch ein Bewusstsein oben in der geistigen Welt. Und zu jedem von uns gehört auch noch der Energiekörper – unser Zwilling, wie die toltekischen Schamanen sagen. Feinstoffliche Gedanken, feinstoffliche Gefühle, feinstoffliche Schwingungen, feinstoffliche Fäden, hineingewachsen in ein morphogenetisches Feld. Inmitten eines Netzes von Zahlen, geometrischen Mustern und Frequenzen leben wir mit einem physischen Körper, der zu 72 Prozent aus Wasser besteht.  Wenn Sie einmal im Konflikt mit Ihrem Partner liegen, denken Sie daran, er/sie ist alles fast nur HaZwei O – Wasser. Wir sind physischer Mensch, Äthermensch, Astralmensch und Ich. Das Ich leuchtet auf in der Seele. Und noch so ein paar Körper gibt um uns herum.Vielleicht sollten wir uns wie die Matrjoschkas denken. Das sind jene ineinandergesteckten russischen Puppen?

maedchensimulationVielleicht sollte ich kurz hinausgehen und frische Luft schnappen? Are you living in a simulation?
Ein Team von Forschern an der Universität Bonn, geleitet durch Silas R. Beane, sagt, dass es Hinweise darauf besitzt, dass unsere Welt konstruiert sein könnte.
Vermutlich ist sie das, Mr. Beane. Willkommen im Leben!
Gittersimulationen (Raumzeit) der Quanten und Quarks. Baby-Universum schaffen. Eine „gewisse Wahrscheinlichkeit sei gegeben“, weil man ein Baby-Universum simulieren könne, dürfe man annehmen, wir selbst leben heute in einer Simulation.
Ohne einen Simulator gibt es aber laut Beane keine hyper-kubische Symmetrie und damit inakzeptable Konsequenzen der Annahme einer Gitterstruktur des Universums. Es fehlt die Technik. Es fehlt auch ein Rezept zur gitterbasierten Simulation der schwachen Kernkraft und der Gravitation, meinte Beane.
Der Hörsaal soll gefüllt gewesen sein.
Psss-t, Mr. Beane, warum brauchen wir einen technischen Simulator? …Sprechen Sie doch mal mit den Maya und all den anderen indigenen Völkern.

Zurück zum Körper.
Wie sähen wir aus, gäbe es unseren physischen Körper nicht?
Vermutlich sehr anders.

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Rundherum leuchten und glänzen wir

Toltekische Schamanen (Oaxaca, Mexico) bezeichnen uns als ein leuchtendes Ei. Der Schilderung einer Hellsichtigen aus unseren Breitengraden zufolge,  sieht sie uns Menschen wie links im Bild zu sehen. Nicht nur, aber auch.  Hinzu kommen noch Farbkugeln, Farbfelder unserer Aura, die sich hinsichtlich unserer Willensentscheidungen, unserer entwickelten Persönlichkeit, unserer Gefühlslagen, unserer Hingaben, unser Nachdenken, unser Interessen, unserer spirituellen Entwicklung, unserer Reife oder Unreife, unserer Krankheiten in Form von Blau, Dunkelblau, Lichtgelb, Rot, Trübes Rot, Rostrot, Orange, Gelb, Blassgelb, Violett, Grün, Grau, Braun –  also Farben in allen Nuancen und Kombinationen, verschwommen, vermischt, in Form von Streifen, vor und über dem Körper in ständiger Bewegung,  je nach den Bedingungen unseres täglichen Lebens.  Diese Farbspektren sind eine grobe Beschreibung.
Es gibt noch viel mehr Kombinationen. Krankheiten, die bei uns im physikalischen Körper auftreten, sollen bereits 6 Monate zuvor im feinstofflichen Körper sichtbar sein.

mensch 4Wir halten mit dem Verstand und dem inneren Dialog eine komplette Welt aufrecht. Schamanen können dies auch mit dem Willen.  Der Wille ist eine Wahrnehmungsfunktion nicht der Inhalt einer Wahrnehmung.
Der Schamane lebt in der gleichen Welt wie der Durchschnittsmensch mit seinem normal schläfrigen Alltagsbewusstsein. Er erfährt die Welt nur anders,
da ihm sein Wille vollkommen andere Möglichkeiten eröffnet. Mit dem Willen erfährt der Seher wahre Wunder.

Wir sind wahrnehmende Wesen und deshalb ist es uns unmöglich eine wie auch immer geartete  o b j e k t i v e Welt wahrzunehmen. Wir nehmen die Welt mehr in dem Sinne wahr, wie wir glauben, dass sie ist.
Nie sehen wir das Ganze.
Wir bewegen uns mit dem Verstand. Wir können mit unserem Verstand reisen. Der Verstand ist eine subtile Bewegung, die vom Astralkörper kommt. Der Astralkörper kann mit Hilfe des Verstandes in die Zukunft denken. Darum gibt es für uns ein Morgen. Der Astralkörper kann sich mit Hilfe des Verstandes Sorgen machen, wohin er gehen wird oder auch nicht gehen wird. Er kann darüber nachdenken, wo er vor der Geburt war. Im physischen Leben ist es der Astralleib, der sich freut, der leidet, der seine Begierden, Triebe und Wünsche befriedigt durch die Organe des physischen Körpers.

Wir sind Geist. Alles ist Geist, jede Erscheinungsform und dahinter steckt erst unser Selbst. Wir leben in der Dualität und darum wohl vermasseln wir hier einiges auf dieser Erde. Unsere kleinen Entscheidungen wiederholen und wiederholen wir. Hinter unserem kleinen Selbst steht das Wahre Selbst. Es wird wiedergegeben auf den Spiegeln all unserer Körper, unserer gegenwärtigen Persönlichkeit. Wir, die wir sind als Person in Raum und Zeit gebunden mit unseren verschiedenen Zuständen von Schwingung.

Ganz schön komplex so ein Mensch mit einer Persönlichkeit.

Das Tonal und das Nagual

Die Menschen sind zweigeteilt, sagen die toltekischen Schamanen. Die rechte Seite ist das Tonal – der Verstand und alles, was er sich vorstellen kann. Die linke Seite, das Nagual, ist ein Reich unbeschreiblicher Gebilde: ein Reich, das mit Worten nicht zu erfassen ist. Mit dem Kreisen des inneren Dialogs um das Zentrum der Vernunft halten wir die erste Aufmerksamkeit aufrecht, das Bekannte, das Tonal. Die Montagepunktposition zu seiner Beherrschung ist der Platz der Vernunft. Sie nennen es den ersten Ring der Kraft.

Der zweite Ring der Kraft ist die Aufmerksamkeit für das Unbekannte, das Nagual. Er wird mit dem Willen kontrolliert. Die Schlüsselposition des Montagepunktes ist der Platz des stillen Wissens. Es ist das Unaussprechliche. In ihm schwimmen all die möglichen Gefühle und Wesenheiten und Ichs wie Kähne im Wasser dahin, friedlich, unabänderlich, ewig. Dann bindet der Leim des Lebens einige von ihnen zusammen.

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Foto:kunze

Die Ganzheit des Selbst ist die Einheit von Nagual und Tonal. Damit umfaßt sie alle unsere menschlichen Möglichkeiten der Wahrnehmung. Die Ganzheit des Selbst ist es, die dem Krieger ermöglicht, als eine körperliche Einheit zu handeln.

Es ist das Leben im SEIN. Ein Seher muss seine Handlungen willig im Tonal nutzen, um seine Handlungen im Nagual zu verstehen. Die Ordnung unserer Wahrnehmung gehört ausschließlich zum Bereich des Tonal, sagen sie. Nur dort können unsere Handlungen eine Reihenfolge haben, nur dort sind sie wie Leitern, auf denen man die Sprossen zählen kann. Im Nagual gibt es nichts dergleichen. Die Anschauung des Tonal ist also ein Werkzeug, und als solches ist es nicht nur das beste, sondern auch das einzige Werkzeug, das wir haben.

Der Verstand ist insofern von Bedeutung, dass, wenn man sich in der Welt der „zweiten Aufmerksamkeit“ (Nahutal) und des „Wachträumens“ hinstürzt, es eines klaren und gut trainierten Verstandes braucht, um wieder aus diesen Zuständen aufzutauchen und wirkliches Wissen mit an die Oberfläche zu bringen.

Das Tonal ist da, wo einheitliche Organisation herrscht. Ein Wesen taucht ins Tonal ein, sobald die Kraft des Lebens alle dazu nötigen Gefühle zusammenbindet. Das Tonal beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod, denn sobald die Kraft des Lebens den Körper verläßt, lösen sich alle diese Bewusstseine auf und kehren dorthin wieder zurück, woher sie kamen, ins Nagual. Was ein Krieger tut, wenn er in das Unbekannte aufbricht, ist ganz ähnlich wie sterben, außer dass das Bündel seiner einzelnen Gefühle sich nicht auflöst, sondern diese sich ein wenig ausdehnen, ohne ihren Zusammenhalt zu verlieren. Beim Tod jedoch fallen sie auseinander und bewegen sich unabhängig von einander, als hätten sie nie eine Einheit gebildet.

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South Africa, Foto Kunze
„Denn der Natur wird nicht befohlen, außer indem man ihr gehorcht.“
Francis Bacon. Novum Organum, Aphorismus 129

Wir begrenzen unsere ursprünglich unbegrenzten Möglichkeiten

Dies ist eine Folge  unserer sozialen Ordnungen. Es geschieht, weil wir diese Alternativen als verbindlich akzeptieren.  Schauen wir uns doch an, wie sehr wie Kinder dazu zwingen, auf die gleiche Art wahrzunehmen, wie wir Erwachsenen. Sie nehmen viel mehr wahr, aber irgendwann müssen sie Ordnungin  das Chaos ihrer Wahrnehmungen bringen. Wir – als die ewigen Schulmeister – helfen ihnen selbstverständlich gerne dabei, und zeigen ihnen, was innerhalb unserer Gruppe den Anstandsregeln der Wahrnehmung entspricht. Und wenn sie sich nicht an diese Regeln halten, mein Gott, dann grenzen wir sie ganz schnell aus. Das beginnt bereits im Kindergarten, setzt sich fort in den Schulen. Mitunter werden sie schon recht früh mit Arzneien vollgepumpt, später werden es die Drogen oder wir stecken sie aus „therapeutischen Gründen“ in eine geschlossene psychiatrische Anstalt.

Das Zerbrechen der Wahrnehmung
Die toltektischen Seher, in Mexico nennt man sie auch Zauberer, wollen jene Parameter der alltäglichen Wahrnehmung zerbrechen, auch die Wahrnehmung des eigenen Selbst. Alles ist gefiltert durch unser Ich. Wir sind nicht fähig, nicht einmal die kleinste Geschichte oder Erinnerung zu erzählen, ohne uns selbst gleich zum Hauptdarsteller zu machen. Geschichten und Ereignisse selbst ihren Lauf nehmen zu lassen, sie sich selbst entwickeln zu lassen, scheint uns fremd.
Gelingt es uns aber, werden sie unendlich viel reicher in jeder Hinsicht, weil sie sich dann selbst öffnen.
Das Zeuge sein kann man als eine Übung betrachten, die wir in der Alltagswelt praktizieren können.
Einmal nicht der Hauptdarsteller sein. Es ist bemerkenswert, was sich dann alles öffnet.

Dazu kann auch gehören, sich beispielsweise die Frage zu stellen, wovon wir eigentlich Urlaub machen? Ich denke da an all jene 3-Tage-Event/Seminar-Besucher, die sich austoben, so richtig die „Sau rauslassen“ und sich gut fühlen. Welchen Zweck hat es, sich drei Tage gut zu fühlen, um dann nach Hause zu kommen, und sein altes Leben unverändert so weiterzuleben? Dazu kann gehören, sich zu fragen, warum wir uns nicht verändern? Warum muss uns erst etwas richtig aus der Bahn werfen, damit wir etwas verändern?

Alles ist Absicht
… also eine Frage des Willens und der Wahrnehmung.
…um Absicht ändern zu können, braucht es Energie.

Der Körper ist  eine Folge der Wahrnehmung. Wir sind darin als Personen gefangen. Wir sind in unserer Sprache gefangen. Es geht ganz konkret darum, wie wir die Welt, wir wie unser Selbst wahrnehmen. Und genau aus dieser Gefangenschaft wollen sich die Zauberer, Seher oder auch Schamanen – durch das Medium der Energie – befreien.

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einfach mal länger schauen und sehen, was geschieht

Träumen
Der Schlaf ist eine Art von höherer chemischer Trennung des Astralleibes von dem ätherischen und physischen Körpern.Wenn wir einschlafen und beginnen, in einen Traumzustand zu geraten, in diesem Moment, in dem wir halb wach sind und bereits halb schlafen, beginnt der Montagepunkt zu zittern. Er beginnt sich zu verschieben. Und der Seher versucht nun, diese natürliche Verschiebung – die übrigens bei jedem von uns vorkommt – dazu zu nutzen, sich mit ihrer Hilfe in andere Sphären hineinzubewegen. Und, um das zu erreichen, brauchen wir eine außerordentliche Energie. Wieder einmal läuft alles auf die Frage der Energie hinaus. Wir benötigen eine außergewöhnlich große Menge Energie, weil man sich dieses Schwellenmoments bewusst sein will, und versucht, diesen zu nutzen, ohne dabei gleich aufzuwachen. Letztlich geht es um „Wachträume„.  Für die meisten indigenen Völker ist das Realität. Es gibt für sie keinen Unterschied.
All jenes lässt sich nicht mit Begriffen aus dem Bekannten erklären. Metaphern sind geprägt mit dem, was wir bereits kennen.

Letztlich braucht es die Absicht. Es braucht die Energie. Eine Kraft, die wir gemeinhin Gott nennen, das oberste Wesen, die eine Kraft, der Geist. Jede Kultur kennt die Absicht unter einem anderen Namen.

Um sich an die Absicht zu koppeln, braucht es das Bitten. Das Bitten – nicht betteln, mithin es einfach verlangen. Dafür benötigt man Energie, nicht nur um sich anzukoppeln, sondern um auch angekoppelt zu bleiben, sagen die toltekischen Schamanen.
Bittet oder fragt und es wird Euch gegeben. Klopft an, dann wird Euch aufgetan. Philippus hat das verstanden, als er diese Anweisung von Jesus erhielt: „Bitte, und es wird dir gegeben.“

liste okay„Ihr sollt vollkommen sein, so wie Euer Vater im Himmel vollkommen ist!“  Aber wie?
Wie begeht man Stufen von Treppen? Mit den Füßen. Sie heißen:

Fühlen  und Denken

Man braucht beide Füße!

Es ist die Idee, gleichzeitig zu träumen und doch vollkommen wach und bewusst zu sein. Es ist ein anderer Zustand des Bewusstseins. Du bist vollkommen normal, aber etwas läuft in dir energetisch auf einer ganz anderen Ebene ab. Du zielst darauf ab, zwei Welten gleichzeitig zu betrachten. Eine zweite Welt, die immer schon vorhanden war, aber nur wenige betrachten wollen.

Das Verdienst der toltekischen Schamanen ist es, durch ihr Jahrtausende währendes Sehen praktisch nutzbare Aspekte der Regel ausfindig gemacht zu haben, die wir Wesensgesetze nennen. Dazu gehören Raum, Zeit,- und Kraftgesetze, die Gesetze des Äthers, der Wärme und andere.

Ihnen ging es nicht um die Theorie. Das Interesse war vielmehr, ihr Bewusstsein über eigene Erfahrungen auszubilden. Sie nannten es nicht Gesetz, sondern Regel. Und die Regel lässt es zu, dass wir unser Bewusstsein erweitern können.
oaxaca2Die toltekischen Schamanen (Oaxaca, Mexico) sagen, ein Krieger kann sich ins Nagual vorwagen und sein Bündel der Gefühle auf jede mögliche Weise sich anordnen und umordnen lassen. Die Ausdrucksform des Nagual ist eine Frage der Persönlichkeit. Dem einzelnen Krieger ist das Dirigieren der Anordnung und Umordnung des Bündels selbst überlassen Die menschliche Form, oder das menschliche Fühlen, ist die ursprüngliche Form, vielleicht diejenige, die uns unter allen am liebsten ist. Es gibt jedoch eine endlose Zahl alternativer Formen, die das Bündel annehmen kann. Die Kraft des Lebens ist es, die alle diese Mischungen ermöglicht. Sobald sie erschöpft ist, gibt es kein Mittel mehr, dieses Bündel zu versammeln. Dieses Bündel ist die Blase der Wahrnehmung genannt. Sie ist fest verschlossen und öffnet  sich nie bis zum Augenblick unseres Todes.  Und doch könnte sie geöffnet werden. Offenbar haben die Seher, Schamanen, Zauberer dieses Geheimnis gelernt, und obwohl sie nicht alle die Ganzheit ihres Selbst erreichen, wissen sie um deren Möglichkeit. Sie wissen, daß die Blase sich nur öffnet,wenn man ins Nagual stürzt.
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„Gestern abend öffnete sich die Blase deiner Wahrnehmung. Und deine Wahrnehmung breitete ihre Flügel aus.
Mehr kann man darüber nicht sagen. Es ist unmöglich zu erklären, was dir widerfuhr, darum werde ich es nicht versuchen, und auch du solltest es nicht versuchen. Es muß genügen, wenn ich sage, dass die Flügel deiner Wahrnehmung dazu bestimmt waren, deine Ganzheit zu berührenDu bist ein Bündel.“

Geist ist überall

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Am Anfang war das Wort und die Stimme gleich mit. Das Alphabet ist ein Ordnungssystem erster Güte. Die Stimme ist sein Gehilfe. Manchmal ist die Stimme aber auch ein Wilderer, ein Verwilderer,  manchmal ein Freiheitszeichen, manchmal das Nichtzivilisierte. Ohne das Alphabet könnte die Stimme nur sehr begrenzt aktiv werden. Die Stimme ist Seismograph. Sie hat ihre eigene Landschaft. Das Ohr des anderen schreibt sich ein. Man hört sich dann manchmal mit anderen Ohren sprechen. Was auch immer wir mit unserer Stimme anstellen, es blüht unsere Heimat darin auf. Jemand spricht und es tun sich Hügel und Täler auf. Wir sehen den Sprechenden, wenn er spricht, auch wenn es dunkel ist. Die Stimme ist dann der Körper. Deshalb sind wir manchmal überrascht, wenn wir jemanden in Person sehen, von dem wir bislang nur die Stimme kannten.
Sind wir, wie wir sprechen? Sprechen wir, wie wir sind? Was bleibt von den Worten, die wir sprechen?

In Betzaida standen Philippus und Nathanael unter einem Feigenbaum und sprachen miteinander. Jesus hielt sich im 10 Kilometer entfernten Kapernaum auf. Die Stadt war damals ein Fischerdorf in Galiläa im Norden Israels, am Nordufer des Sees Genezareth.
„Wer ist dieser Messias?“, fragte Nathanael.
„Jesus von Nazareth“, antwortete Philippus.
„Kann denn aus Nazareth etwas Gutes kommen?“fragte Nathanael.
„Komm mit und schau es dir an“, sagte Philippus.
Beide gingen nach Kapernaum. Jesus lächelte und sagte zu Nathanael: „Ich habe gehört, was du da mit Philippus unterm Feigenbaum geredet hast.“
„Wie denn?Bist du der Messias? Woher weisst du denn, was wir geredet haben? Hat es dir jemand gesagt?“, fragte Nathanael.
„Ehe dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaume warst sah Ich dich“, antwortete Jesus.
So steht es in der Bibel geschrieben.

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Green City. Grüne Stadt.

Was zeigt das? Es zeigt die Ausdehnung von Bewusstsein. Wie weit, über wie viele Orte reicht sie?

Darüber gibt es  die unterschiedlichsten Aussagen. Ich möchte nur von meinen Erfahrungen erzählen. Victor in Mexico erzählte davon, er stünde gerade mit Menschen in Polen in Kontakt – telepathisch versteht sich. Ich suchte etwas in meiner Wohnung und erzählte während eines Telefongespräches -quasi beiläufig- davon. Eine Schamanin, die rund 20 Kilometer von mir entfernt wohnt, meinte: „Warte mal, ich schau mal“. Sie hatte meine Wohnung noch nie betreten und schilderte mir, was sie in meiner Wohnung sah. In nichts irrte sie. Monate später lernte ich, dass Heilenergie über Kilometer hinweg geschickt werden kann. Ich erlebte mehrfach, wie Energie hier bei mir landete und weiß, wie ich mich dabei fühlte und was hier ankam. Losgesandt von einer weiteren Person,  rund 400 Kilometer trennten uns. Sie meinte auf meine Frage, ob sie diese Energie auch nach Mexico senden könne? „Bis zum Mond, Martina.“

Jesus war überall, als El Schadd`ai. Er hatte absolute Allgegenwart.

Dieses Planet ist nur ein Raum für jemand, der sich in seiner Bewusstheit ausdehnen kann.

Wir haben Geist in feineren Schwingungsarten. Geist als Denken, ist Geist als feinere Schwingungsarten. Geist als Denken und Kraft zur Erkenntnis und zum Verstehen.

Es ist jene unsichtbare, grenzenlose Energie, die hinter meinen Augen hervorschaut und ganz andere Interessen hat als mein gewöhnliches Selbst (Ego).  Es ist Gott, oder wem das zu direkt ist, die höchste Quelle allen Seins, ohne nach Religion, nach Konfirmation, nach Taufe, nach Priestern, nach Bischöfen zu fragen.

Wir haben keine Firewall. Nichts von dem, was wir denken und fühlen, bleibt in unserem inneren Orbit. Wir koppeln es ungefiltert ins morphogenetische Feld dieses Wunderwerks Kosmos ein – in genau der Form, wie wir es denken und fühlen. Auch wenn wir Masken tragen oder anderen eine Komödie vorspielen, unsere Energie  strahlt aus, durchflutet alles, was ist.  Es gibt sie nicht diese Trennlinie, die viele zwischen sich und anderen ziehen, um sich zu schützen. Sie ist eine Illusion, ein Wahrnehmungsirrtum.

In unserem Geist kommen nur leider unsere kleinen unbeherrschten Wünsche drin vor. Zwei Wünschen wachsen drei weitere nach. Und wir sind Gewohnheitstiere. Wir verkennen die Möglichkeiten des Geistes. Stattdessen schaffen wir uns schlechte Gewohnheiten, einen Egoismus, der es schafft, sogar  unsere Seelenanteile krank zu machen. Es scheint mitunter, als kämpften wir gegen unsere eigene Persönlichkeit. Oder da prallen dann zwei Egoismen aufeinander. Und was geschieht: Trennung, Scheidung, Ermüdung, Zermürbung.  Was steckt dahinter? Die zwei kleinen Tyrannen, die jeweil mit einer Wunschliste wedeln

Innenschau heißt das Zauberwort.

„Das Königreich des Himmels ist in Euch.“  Ich bin, der ich bin. Dafür brauchen wir keinen Namen, keine Martina, keinen Martin, keine Annemarie. Dafür brauchen wir B e o b a c h t un g und eine Gewahrsein dafür, welche Art von Bildern wir in uns schaffen. Die nehmen wir eines Tages mit, alles andere, die Dinge im Äußeren unterliegen dem Wandel. Sie gehören nicht zu uns.

Es ist alles nur geliehen, hier auf dieser schönen Welt.
Es ist alles nur geliehen, aller Reichtum, alles Geld,.
Es ist alles nur geliehen, jede Stunde voller Glück.

Was zu uns gehört, ist im Königreich des Himmels und das ist in uns. So steht es geschrieben. So zeichnet es sich mehr und mehr sogar in der  quantigen Welt der Wissenschaft ab. Wir können nur das wachrufen, was tief in unserem Inneren schwingt.  Der Schlüssel zur Umwelt liegt in uns. Wir ziehen an. Wir spiegeln anderen. Es gibt kein Licht ohne Schatten. (Gesetz der Resonanz)

Umwandeln heißt ein weiteres Zauberwort.
Den Egoismus unserer Persönlichkeit umwandeln in unser wahres Ich. Sozusagen unseren geistigen Garten versorgen. Wahrnehmungen erweitern, sei die vornehmste Pflicht eines jeden, sagen die Schamanen.

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„Wahrlich, so groß dieser Weltraum ist, so groß ist dieser Raum inwendig im Herzen; in ihm sind beide, der Himmel und die Erde, beschlossen; beide, Feuer und Wind, Sonne und Mond, der Blitz und die Sterne, und was einer hienieden besitzt und was er nicht besitzt, das alles ist darin beschlossen.“ (Chandogya Upanishad, Achter Prapathaka, Erster Khanda.

Der Zwilling

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wofür wir das Leben brauchen? Hier an diesem Ort, wo alles für uns Menschen, Tiere,  Pflanzen, Steine und was sonst noch so alles geschaffen ist, damit wir leben können.

Warum nehmen wir wahr, dass wir existieren? Warum sind wir uns aber unserem ewigwährenden Seelen-Leben nicht bewusst? Das ist doch der eigentliche Sitz unseres Herzens, des Pulsschlages unserer Persönlichkeit.

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Tulum, Mexico, Foto: Kunze

Toltektische Schamanen Mexicos sagen: Wir haben einen physischen Körper und einen Energiekörper. Sie nennen ihn Zwilling. Der Energiekörper entfernt sich vom physischen Körper nach der Geburt. Der Grund dafür liege in dem mangelnden Interesse des physischen Körpers, seine Bewusstheit aufrecht zu erhalten und gemeinsam mit dem Energiekörper wahrzunehmen. Die toltekischen Schamanen haben gelernt, ihren Energiekörper wieder zu beleben. All ihre magischen Unternehmungen laufen über die erweiterte Wahrnehmung des Energiekörpers ab.
Sie sagen, es sei unsere vornehmste Pflicht, die Fesseln eines anderen zu zerreißen. Dieser Andere ist unser Energiekörper. Er ist das Geheimnis der erweiterten Wahrnehmung. Ohne ihn, unseren Zwilling, ist der Mensch nie komplett.

Wir ahnen diese Dualität. Wir konstruieren aber Gegensätze wie gut und böse. Die Schamanen sagen, dies seien keine wirklichen Dualitäten. Es handele sich dabei nur um Konstrukte unseres Verstandes.

Ein wirkliche Dualität habe den Charakter der Komplementarität, das bedeute, wenn man die beiden Teile zusammenfügt, entstehe eine Einheit. Welche Einheit entsteht, wenn man gut und böse zusammenfügt? Keine. Fügt man aber den physischen Körper und den Energiekörper zusammen, so entsteht eine unglaubliche Einheit und Fülle des Gefühls, die die Schamanen als die Ganzheit des Selbst bezeichnen. Nur wissen die meisten Menschen weder wonach sie suchen, noch dass es das Gesuchte tatsächlich gibt – den verlorenen zweiten Teil zur Ganzheit ihres Selbst, den Zwilling.

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Leuchtende Wesen

Die Schamanen sehen uns Menschen wie ein gewaltiges leuchtendes Ei. Innerhalb dieses leuchtenden Eis befindet sich
eine Stelle von noch größerer Leuchtkraft. Diese nennen sie Montagepunkt. Sie sagen, dass an dieser Stelle unsere Wahrnehmung der Welt zusammengesetzt oder montiert wird. Am Platz des Montagepunktes werden die Energiefasern des Menschen verknüpft mit der unvorstellbar großen Masse der Energiefasern des Universums und an diesen ausgerichtet.

TECHNIKEN

Man brauche eine große Energie, um seinen Montagepunkt kontrolliert aus seiner Verankerung herauszulösen. Dies gelinge, wenn wir die vorhandene Energie so umgruppieren, dass sie für  Manöver der Wahrnehmung frei wird. Die Technik bezeichnen sie als Nicht-Tun. Das Nicht-Tun ist der magische Schlüssel zu den Pforten der Wahrnehmung. Der Weg zur freien Wahrnehmung sei ein langer und harter und  ebenso ein gnadenloser, müsse man sich den Wahrheiten stellen.

Wir tun immerfort in unserer Alltagswelt. Handeln, Denken, Sehen und sonst noch so alles. Das Nicht-Tun unterbricht. Der Fluss staut sich zurück. Er zieht sich zusammen. Er sammelt Kraft, um sich ausdehnen zu können, um schließlich über die Ufer zu treten. Für den Fluss ist das Land Neuland, das er noch nie gesehen hat. Bislang war der Horizont seiner Wahrnehmung durch die Ufer seines selbst gegrabenen Flussbettes beschränkt.

Alles ist Rhythmus – hermetisches Prinzip – Der Ausschlag nach rechts, ist der Maßstab für den Ausschlag nach links. Alles fließt ein und aus.

Die kleinen Tyrannen

Der Ansatz der Tolteken ist der eines Kriegers.
Der Krieger ist unstoppbar, weil er den Weg des Herzens geht. Das ist seine Mission: der Stimme seines Herzens zu folgen.Bevor ein Krieger dem Unbekannten begegnen kann, muss er  aber seine eigene Wichtigkeit bezwungen haben.
Wir nehmen uns ja so gerne so maßlos wichtig und meinen, nicht entsprechend behandelt worden zu sein. Ein Mensch, der noch alle s i e b e n Tassen im Schrank hat, meidet diese kleinen Tyrannen, wo es nur geht.
Ein Krieger sucht jedoch irgendwann im Laufe seines Trainings vorsätzlich die Gesellschaft der kleinen Tyrannen. Und versetzt sich damit den finalen Stoß. Nichts ist so gut geeignet, den Krieger in Hochform zu bringen wie die kleinen Tyrannen. Er kann dort nicht in seinem Selbst verharren, ohne das ihm das Leben zur Hölle wird. Samt Montagepunkt pirscht er sich davon, bis er die Position erreicht hat, wo die eigene Wichtigkeit keine Rolle mehr spielt. In dieser Position unterliegt der Montagepunkt nicht mehr den bindenden Kräften der Selbstreflexion und der Sozialisation, die ihn sonst an die Position der Alltagswelt gefesselt halten. Der Krieger ist frei.

Es geht dabei nicht darum, sich allen Schikanen dieser Welt auszusetzen. Damit hätten wir nichts Neues gelernt. Das tun wir ja – mehr oder weniger – täglich. Es geht auch nicht darum, unter den Schikanen, die Gefühle zu unterdrücken. Und Tyrannen als Opfer zu begegnen, führt nur dazu, dass wir noch mehr in Selbstmitleid stürzen  Ihnen ist als Krieger zu begegnen. Es ist der Weg, sein Ego hinter sich zu lassen. Ein Krieger weiß, dass es nicht die anderen sind, sondern sein Ego. Blei in pures Gold verwandeln. Dem Krieger soll, das gelingen, worauf die Alchemisten einst abzielten. „Aurum nostrum non est aurum mundi.“ – Unser Gold ist nicht das Gold der Welt, sondern die Sprache der Elemente für den Transformationsprozess des Bewusstseins. Das Gold der Alchemie ist das verlorengegangene Wissen. Auch für die Tolteken besaß Gold die Farbe der Ewigkeit und des Staubes auf den Flügeln, der das Wissen hütenden Nachtfalter.

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Wer auf dem Weg mit Herz geht, kann warten.

Die Welt anhalten. Was auch meint, sich als Person anzuhalten.
Wenn wir nur für andere da sind, dann vergessen wir jemanden dabei: uns selbst.
Die Lügen aufdecken, mit denen wir durch das Leben gehen, deretwegen wir uns vielleicht aufopfern.

Die Welt anstaunen.
Den Mund offen stehen lassen. Die Luft anhalten. Die Augen aufreissen. Wenn Sie nicht mehr wissen, was denken ist, staunen Sie los.

Schielen für Anfänger
Schielen ist ein Nicht-Tun des Blickes.
Auf ein Bild blicken und schielen Sie bis sie zwei haben. Es gibt hierzu andere interessante Techniken.

Die Maya banden ihren Kindern schon früh einen Holzstab zwischen ihre Augen, damit sie schielten. Wissenschaftler interpretieren dieses als eine Kultur der Schönheit.  Möglicherweise ging es ihnen eher darum,  ihre Wahrnehmungspunkte zu verschieben? Vielleicht war der Grund vielmehr,  die gewohnte Wahrnehmung hinter sich zu wollen, um eben genau das Bewusstsein eines „freien Kriegers“ zu erlangen?

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Durch Holzplatten wurde Schädelknochen nach hinten gebogen. Es soll als schick gegolten haben. Kindern band man einen Stock zwischen die Augen, damit sie schielten. Chichen Itza, Yucatan, Mexico, Foto: Kunze

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Maya heute. Foto: Kunze

Aktivieren unbekannter Anteile unserer Wahrnehmung

Die Gewohnheit aushungern

Stundenlang Blätter anschauen, mit einem leichten, die Blätter gegen den Uhrzeigersinn umkreisenden Blick. Mit einem entspannten Fokus.

Die Wahrnehmung überfluten
Beim Anschauen von Landschaften verwenden. Beim Hören, die Konzentration auf die Geräusche in der Umgebung lenken. Beim Gehen,  die Überflutung der Wahrnehmung durch den Hundertachtziggradblick und die Konzentration auf die Hände und Arme.

Die innere Stille

Fließen lassen. Wenn unser Körper in den Zustand der inneren Stille eintritt, wird unsere Wahrnehmung sehr fließend. Sie muß nicht mehr an der gewohnten Welt festhalten. Wie in einem Traum können sich dann Wahrnehmungen in andere Wahrnehmungen verwandeln. Dies alles rührt daher, daß der Montagepunkt seine Fixierung auf die Position der Alltagswelt verloren hat

Dem Fluss der Energie folgen

Pirsch-Übungen der Tolteken sind zum Beispiel Hineinschlüpfen in eine Rolle.  Gewalttätig oder stumpfsinnig zu sein, das braucht man nicht lernen. Das sind wir bereits. Aber wr können noch lernen, rücksichtslos, listig, geduldig und sanft zu sein. Mittels der Stimmungen des Pirschens kann man sich von seinem gewohnten Selbst lösen, sich davonstehlen, sich wegpirschen.

Rücksichtslosigkeit – aber niemals Härte oder Brutalität.
List – die versteckte Kreativität nutzen, ohne dabei hinterhältig zu sein.
Geduld – aber nicht Nachgiebigkeit.
Sanftheit – aber nie Weichheit.

Sei rücksichtslos, aber charmant, sei listig, aber freundlich. Sei geduldig aber aktiv. Sei sanft, aber lebensgefährlich.

Träumen
ist die Königsdisziplin. Das Ziel, die bewusste Kontrolle über das Träumen. Im Traum, die eigenen Hände finden. Dazu muss man sich fest vornehmen, im Traum seine Hände zu finden. Vor dem Einschlafen natürlich. Wissen, dass man mit dem physischen Körper im Bett liegt und im Traum in die Weite reist.

Ich fragte mich sowieso schon immer, wo ist mein Selbst eigentlich, während mein physischer Körper sein Eigenleben im Schlaf führt? Der Antwort laufe ich noch hinterher.

Die Rekapitulation des Lebens

Verlorengegangene Energien zurückholen. Am besten an einem engen Ort, bequem und mit geradem Rücken. Die Füße sollten nicht durch Schuhwerk eingeengt sein. Man wählt ein Ereignis aus, aus dem man seine Energien zurückrufen möchte, und beginnt mit einem tiefen Einatmen, während man das Kinn von der Mitte zur linken Schulter wendet, und mit einem tiefen Ausatmen, während man es zur Brust zurücklaufen läßt. Dann vergegenwärtigt man sich die vergangene Situation bis man ihre Essenz erfaßt hat. Man sollte sich wieder genau so fühlen, wie in der damaligen Situation. Gelingt einem das nicht, so sollte man sich an den Details entlang hangeln, bis man das Bild komplett hat.
Wenn man die Situation wiederbelebt hat, fängt man an mit entspannten und ruhigen Atemzügen die eigenen Energien einzuatmen und die fremden Energien zurückzugeben. Man läßt den Atem alles leerfegen, bis die Situation vollkommen neutral ist. Beendet wird die Szene dann mit zwei Kopfdrehungen ohne Atemzüge, bei der die energetische Verbindung zu der Situation durchtrennt wird. Danach fällt der Kopf in entspannte Mittelhaltung zurück.
Rekapitulieren Sie, wozu Sie gerade Lust haben.

In einem Universum der Absicht und der Freiheit wird es niemals ein Gefängnis geben, das nicht auch gleichzeitig einen Ausweg, eine geheime Tür zu neuen magischen Sphären anderer Dimensionen bereithält. Wir haben bereits alles, was wir dafür brauchen. Alles liegt in uns beschlossen.Wir müssen uns nur dafür öffnen wollen. Wir haben die göttliche Gabe der Beobachtung. Wenn wir in aller Stille am Meer sitzen und uns dahintreiben lassen von der Stimmung, der Weite, den  Wellen des Meeres, dann reagiert unser Körper, dann reagiert unser Verstand darauf.  Wir werden fließend. Während unser Verstand vielleicht einzelne Schwingungswellen wahrnimmt, nimmt unser Körper die gesamte Unermesslichkeit auf, saugt er die Magie ein. Der Körper kann das.

Sie haben geschielt? Gut, dann haben Sie die Technik der Tolteken verstanden.

to be continued : Willenskraft

 

Sehen braucht Zeit

Bruecken

Liebe, Liebe, Liebe. Ich höre mich mit leisem Vibrieren in der Stimme diesen kleinen Refrain singen. 528 Hz. Gesund. Ich  singe ihn noch einmal, ganz sanft. Es ist fast wie ein Tanzen.  Der richtige Zeitpunkt im Leben eines Menschen ist sehr wichtig.
Ich landete im Abstand zwischen zwei Gedanken und versuchte meine innere Person zu erreichen.  Blaues Licht (Intellekt), grünes Licht (Fühlen) – sei glücklich. Harmonisiere dich. Verheirate diese beiden Seelenanteile.

Befreiung aus der Welt der Maya, der Wünsche, der Illusion. Meine  Wünsche sind die Ursachen all meiner Probleme. Sie entspringen nicht meinem wahren Selbst. Sie sind mit meinen körperlichen und persönlichen Bedürfnissen gekoppelt, las ich erst jüngst.

Oh, glauben Sie  besser nicht, das sei nur mein Problem.  Die Augen sehen alles, aber sich selbst können sie nicht sehen.
Und wie könnte es auch anders sein? Dass wir da manchmal durcheinander kommen – nun, mich wundert`s nicht.
Wer sind wir denn  in Wirklichkeit? Wir sind drei Personen.  Die, für die wir uns halten. Die für die die anderen uns halten und die, die wir wirklich sind.  Dann noch der starke Eigen-Sinn. Wie häufig wollen wir selbst den Zeitpunkt bestimmen, statt auf unsere innere Uhr zu hören?

Alle drei eins werden, das ist die eigentliche Arbeit. Dann wird es Frieden und Segen geben.

Heute ist  ein guter Tag dafür. Ich spüre es.

Meine Mutter sagte immer:  Wenn jemand hungrig ist, sollte man ihm zunächst nur wenig zu essen geben. Wenn er sofort alles auf einmal bekommt, wird die Gesundheit darunter leiden. Manchmal ist es  besser nur einen Schluck  auf einmal zu bekommen. Glauben und Vertrauen soll ich.  Alles, was ich brauche, werde ich bekommen.  Wenn nicht morgen, dann eines Tages irgendwann einmal.  Alles zu seiner Zeit,  zur rechten Zeit. Du hast Kraft. Vertraue auf dein inneres Gefühl. Darauf kommt es im Leben an.

In jedem Leben jeden Menschens gibt es einen natürlichen Rhythmus und Zeiten, in denen er für gewisse Lektionen empfänglicher ist. Wir können uns anstrengen wie wir wollen, wenn es nicht an der Zeit für uns ist. Die Lektion heißt Geduld.

Betrachteten wir uns als Glühbirnen mit unterschiedlichen Leistungen, leuchteten einige mit 20, die anderen mit 40 oder mit 60 Watt- je nach unserer individuellen Entwicklung.  Nur vergessen wir nicht, dass die Energie,  die uns leuchten lässt, immer die gleiche ist, ungeachtet der individuellen Leistung.  Mit anderen Worte: das Licht, das in uns leuchtet ist Gott, ist die Schöpferkraft, ist das Licht einer höheren Intelligenz, eines höheren Bewusstseins,  aber wir geben das Licht mit unterschiedlicher Intensität wieder.

Unabhängig sein von Äußerlichkeiten ist die Freiheit.  Je weniger zahlreich die Wünsche, desto größer die Freiheit. Baut die Vorstellungen ab, die ihr voneinander habt. Löst euch von allen Sicherheitssymbolen. Wir Westler sind so zeitfixiert.  Wir hängen der Lustliebe nach. Sie ist kontraktiv oder zusammenziehend, eben schrumpfend, hörte ich in Mexico.

Zwischen Trägheit und Zwangshandlung – irgendwo dazwischen sollten wir uns einpendeln.
Bitte? Träge…. faul….. Zwangshandlungen? Dieser Gedanke traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel und meine  Reaktionen darauf waren sehr gemischt. Von ein Ding der Unmöglichkeit bis unbehaglich,  arbeitete ich doch hart.  Naja, wohl doch nicht  so sehr gemischt- meine Reaktionen. Ach ja,…seufz….da war es wieder – das Ego mit seinen vielen Vorlieben und Abneigungen.
— Aber…es arbeitete in mir…. was ist denn die Kehrseite von hart arbeiten? Was steckt denn hinter so einer introvertierten Lebensweise? Schutzmechanismus –  mich dem Weltbild anderer nicht anpassen müssen, und darüber letztlich meine Identität wahren. Was ist das Ergebnis, wenn ich wenig Kontakt mit der Außenwelt pflege?  Und ist es nicht eine gewisse Form von Faulheit, wenn man Einzelheiten zu wenig Beachtung schenkt?
Ich bin weit davon entfernt, frei zu sein von den Problemen, die so mancher alles durchleuchtender Scheinwerfer bloß stellt.  Abschütteln Martina. Abschütteln.

singen

Liebe. Liebe.Liebe. Ich singe den Refrain noch einmal. Leise.  Wie soll man sich denn auch zwischen Extremen zurechtfinden?

Weder das eine noch das andere Extrem kann dem Idealbild einer ausgeglichenen Lebensweise entsprechen. Ich schwimme auf einer Welle des intuitiven Wissens. Bleib in Verbindung mit dir. Bleib gelassen, Martina. Praktiziere, was du predigst.

Ich kann mich doch jetzt  nicht einfach in das Problem hineinstürzen und es  mit einemmal rausziehen, wie Unkraut mit der Wurzel, nur weil ich weiß, dass etwas geschehen sollte?  Meine bisherigen Lebenserfahrungen sagen mir, dass ein Ändern von Gewohnheiten, Lebenseinstellungen oder negativen Gefühlen ein Prozess ist, der nur schrittweise vor sich gehen kann. Überhaupt können Wachstum, Heilung und jede grundlegende Veränderung sich nur dann ereignen, wenn das Bewusstsein der Notwendigkeit zu einer Veränderung vorhanden ist.

 atem3

Es gibt keinen Zauberstab, den wir – oder wer auch immer – benutzen könnten, um die Veränderung herbeizuführen. Wahrhaftig sein. Dann können wir auf das Ziel zugehen, der zu werden, der wir in Wahrheit schon sind. Die Hoffnung auf Erfolg ist natürlich immer berechtigt. Die Forderungen des Egos opfern. Es ist eine Frage von: Nicht mein, sondern dein Wille geschehe.

singen1Ich lächelte mir zu wie eine nachsichtige Mutter.
Und mit einem spitzbübischen Augenzwinkern rief ich mir dieses in Erinnerung: Es gibt viele Berge den Weg hinauf. Aus der unbewussten in die bewusste Seinsebene heraufholen. Genau, das ist es. Anschaubar werden lassen.  Richtig anschauen, dann kann man sie erst loslassen. Schonungslos klar und deutlich ansehen.  Reinigung einleiten. Auf emotionaler, auf mentaler, auf körperlicher Ebene.
Das Leben sendet uns Botschaften, die es zu entziffern gilt.

Wir laufen  alle auf so holprigen Straßen. Wir sind mal glücklich, dass wir so hoch springen. Dann geschieht etwas, was wir nicht mögen, und  schon fallen wir sehr tief. Nimm den schwarzven Vogel an und greife nicht nach dem weißen, sagen die Maya.

Stimme dich auf dein Herz ein.
Be happy, whatever happens.
Werde nicht stolz, wenn sich deine größten Träume erfüllen.
Rege dich nicht auf, wenn es nicht so läuft, wie du gern möchtest.
Reagiere nicht mit starken negativen Emotionen, auf Erfahrungen, die dir das Leben vermittelt,
auch wenn du sie nicht magst.
Reden und Klatsch sind nicht nur Verschwendung von Zeit, sondern unnötig verschwendete Energie
Gefühlsregungen wie Zorn, Gier, Neid, Eifersucht bedeuten ebenso einen riesigen Energieverlust.
Keiner ist Besonderer oder Liebenswerter. Keiner!
Machen wir uns keine Konkurrenz.
Entledige dich der vielen dicken Wunschschichten, die das innere Licht verdunkeln.

Ich beeile mich hinzuzuschreiben, dass es viel leichter ist, darüber zu schreiben.

Das Loslassen von Wünschen klingt natürlich sehr viel einfacher, als es in der Tat ist.
Wir alle klammern uns so fest, woran wir glauben, dass wir es brauchen und widersetzen uns stark den Dingen,
von den wir befürchten, dass sie uns einholen.

Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie lange es dauern wird, aber ich arbeite weiter daran.
Wenn dies für mich gilt, wie wäre es mit Ihnen?
Ziehen Sie die äußeren Sicherheitsymbole vor?
Verspüren Sie auch Lust, die Verbindung mit
Ihrem Inneren aufzunehmen und an sich weiterzuarbeiten?

Alle Wege führen nach Rom, heißt es. Geben wir nur gut Acht darauf, diesen Weg nicht einzig
als römische Ferien zu genießen.
Ziehen wir lieber neue Anregungen aus dieser abenteuerlichen Reise,
um zu erkennen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Umgehen Sie Ihr Herz nicht.
Dort sitzt die natürliche Quelle der Liebe.
Dort sitzt IHR Goldklümpchen.
Wir habe da so zwei Blasebälge – unsere Lungen  – die können uns helfen,
das Goldklümpchen funkeln zu lassen.
Jeder Atemzug kann uns zu unserem Herz führen.