Aus dem unmittelbaren konkreten Leben

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Kennen Sie solche Menschen, deren Worte wohltuend wie ein Segen sind, und deren Stimme einen wie einen warmen Mantel umschließen?
Einen Menschen, der neben einem sitzt und schweigt,  und man spürt es ist sein Schweigen, das einen viel näher an die Wahrheit führt, als jedes gesagte Wort.
Sie leben jenseits eines aufgeblähten Egos. Sie wissen, dass sie das, was sie suchen, nicht in den Universäten finden. Ihre Lebensläufe sind eine große Schule der Liebe. Ihre Welt ist nicht aus den Fugen geraten. Sie wissen, um Ziele zu erreichen, muss man auch verzichten können. In ihren Leben geht es nicht um eine zwanghafte Bedürfnisbefriedigung, um ja den großen Augenblick nicht zu verpassen, der nur eine Ego-Befriedung beinhaltet. Das Ego, das nie wirklich befriedigt werden kann.
Sie beuten die Erde nicht gedankenlos aus, sondern tragen einen Dank für das, was sie ihnen reicht. Sie bringen der Erde Wertschätzung und Dank entgegen.

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Sie achten auf das rechte Reden und das rechte Denken. Sie wissen, Gedanken der Böswilligkeit, des Neides, der Enttäuschung, der Mutlosigkeit  rauben dem Körper seine Gesundheit. Ein missmutiges Gesicht entsteht nicht einfach so. Es entsteht durch missmutige Gedanken. Sie schaffen sich kein eigenes Gefängnis mit Gedanken des Zynismus, des Misstrauens und des Neides. Sie lassen Luft und Sonnenschein in ihre Herzen.
Sie sind freundlich zu allen, nicht nur zu solchen, die von persönlichem Vorteil erscheinen.
Sie sehen das scheinbar Wertlose als wertvoll an. Sie haben Verlangen und Abneigung aufgegeben.
Sie empfinden ihre Aufgaben und Pflichten als ein Dienen.

Sie wissen, der Zweifel ist der Zwilling des Glaubens. Sie kennen die Tränen, die in Lachen umschlagen. Sie atmen gleichmäßig aus und wissen, dass sie in diesem besinnlichen Zustand sicher sind. Sie bleiben bei ihren Gefühlen und fühlen sie tief durchdringend – nicht um sie herum. Sie wissen nur an jenem Ort können sie heilen.

Sie wissen, der Wille zum Tun entspringt dem Wissen, dass wir tun können. Wir können friedlich denken. Wir können unserem Leben einen legitimen Sinn geben. Wir können unseren Charakter und unsere Gedanken darin stärken. Sie wissen Schwäche kann nicht überdauern in einem System, in dem sich alles um Macht dreht. Sie wissen von ewigen Gesetzen wie  „Nie hat Hass, Hass gestillt“. Sie wissen, Toleranz entsteht nie aus Unkenntnis, sondern aus Kenntnis.

Es gibt sie tatswahrhaftig. Und manchmal darf man ihnen begegnen. Sie berühren einen mit einem offenen, warmen Herzen. Sie ermöglichen einem einen offenen Blick, ein wirkliches Gespräch, einen wirklichen Kontakt. Sie geben, was gefehlt hat.Vertrauen wächst. Und es gelingt aufzustehen.

 

Meine Schwester besuchte einst ein Ricarda-Huch-Gymnasium. Es war eine Mädchenschule. Darüber gelangte Ricarda Huch, die Grande Dame des 19. Jahrhunderts  auch in mein Leben. Zeitgleich kletterte ich noch auf Bäumen und baute mir ein Flugzeug aus Strohballen auf dem nahen Feld meines Zuhauses (Strohballen waren damals noch eckig, nicht rund. Sehr gut zum Bauen geeignet). Darauf setzte ich mich und flog mit ausgeweiteten Flügeln durch die Welt meiner Träume. Auf drei aufeinander gestapelte Ballenzu sitzen, schien mir nah des Himmels.
Ricarda Huch war eine Philosophin, Autorin, Dichterin und Historikerin. Sie gehörte zu jenen Frauen des 19. Jahrhunderts,  die sich, wie auch  Louise Otto Peters und einige andere,  sehr verdient um die Bildung von Frauen gemacht haben. Sie waren es, die neben dem Lernen von Nähen und Hauswirtschaft für Mädchen noch eine andere Schulbildung forderten.  Ja, ja, nichts kam von allein in das Leben von Frauen. Hart darum gekämpft haben sie bereits in der Vormärz-Ära (1830, später dann 1864 & Co) um Mädchenbildung und Frauenrechte.

„Die einen haben ihren Goethe – wir haben unsere Huch“, so wurde sie damals gefeiert. Sie lebte unbürgerlich, fühlte es aber nicht so.
Mir sind bis heute Sätze von ihr in Erinnerung:  „Liebe ist das Einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.“

Ich litt, während meine Schwester auf der Geige übte. Und so stöberte ich in ihren Sachen, die  auf ihrem Schreibtisch lagen. So etwas tut man als kleinere und jüngere Schwester. Das dürfen kleinere und jüngere Schwestern. Es gehört zur Entwicklung von jüngeren Schwestern. Man muss im Leben einmal aus dem Kinderzimmer einer Schwester hinausgeworfen worden sein. Kinder müssen lernen, sich durchzusetzen im Kreise einer Familie, in der alle älter sind, als man selbst ist.( hee.hee.) Ich stolperte also über diese seltsamen Buchstaben in dem Buch meiner Schwester:  spirat ubi vult“ – und verstand sie nicht. Na toll. Ich konnte sie auch nicht fragen, denn ich wusste wohl, dass ich nicht einfach stöbern sollte.
Heute verstehe ich etwas mehr und weiß, es bedeutet: Der Geist weht, wo er will.
Ich könnte dieses hier jetzt nicht schreiben, hätte ich nicht gestöbert.

Ist es nicht so? Grübeln wir nicht häufig stundenlang über eine Frage? Hadern wir nicht häufig mit Fragen, die das Selbstdenken nicht lösen kann?  Und dann plötzlich taucht die fertige Antwort am nächsten Morgen aus dem Schlafe auf.

Auch Mutter Meera weiß dazu etwas zu sagen:

Frage: „Wie kann ich erkennen, wer ich wirklich bin?“
Mutter Meera: „Gib‘ dies „Ich“ auf und du wirst es wissen. Die guten Qualitäten des Geistes können unendlich erweitert werden. Du mußt dich mehr und mehr öffnen, immer noch liebevoller und friedvoller werden, immer mehr im Gleichgewicht und in der Harmonie sein .“

 

Solche Menschen, die ich hier gerade beschreibe und einem manchmal begegnen, haben ihr Ich aufgegeben.
Sie wissen um das machtvolle Geschenk der Entspannheit und Gelassenheit.
Sie vergeuden ihre Zeit nicht mehr mit dem Eifern des Ichs.
Sie wissen Liebe ist die Antwort auf alle Probleme. ( Amma. In Dank Marieke Oeffinger, Schauspielerin und Synchronsprecherin)

Es ist ein großes Geschenk, solchen Menschen begegnen zu dürfen.

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Aus dem „Alltag“ einer Bonnerin

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„Frisch“ aus Mexico erreichte mich das Foto. Der Besen steht ihm gut. Gracias und abrazote. Victor besucht eine Privatschule in Mexico. Darum gehört er zu den wenigen Mexikanern, die Englisch sprechen können. Darum konnten wir einander kommunikativ „tiefer“ begegnen.  Sehr wenige Mexikaner sprechen Englisch.

Das ist Victor, der junge Mann in Mexico, der mir wenige Tage nach unserer Begegnung auf der Halbinsel Yucatan sagte: „Martina, ich kenne dich aus einem vorherigen Leben.“  Allen, denen ich dort auf der Halbinsel begegnete, sind völlig „normale“ Leute. Tete ist Ärztin, Tina die Mutter von Victor, sie adoptierte Victor, Juan, Doktor der Biologie, Angel, der kleine, allersüsseste Mexikaner-Junge, Enkelsohn von Tina,  Axl, der Sohn von Tete  – alles liebenswerte Menschen. Spiritualität gehört zum Lebensalltag von Mexikanern.
Zweifelsohne ist es ein Land mit besonderen Energien.

Dass ich ihnen begegnen durfte, dafür sorgte überhaupt nur Senorà Mildred. Sie arrangierte alles, damit ich  in ihr 1500  Kilometer entferntes Maya-Land reiste und dort auf  ihre Freunde treffen konnte. Sie lebte gleich neben der Farm, auf der ich mich aufhielt. Sie kam damals auf die Farm, weil sie mich kennenlernen wollte.
Vor Ankunft in Mexico wusste ich eines: Ich wünschte mir eine Begegnung mit den Maya. Ich wollte an einer Zeremonie teilnehmen. Ich staunte nicht schlecht, dass ich in dieser abgelegenen Gegend unmittelbar neben der Farm auf eine Maya-Frau traf. Der Farmbesitzer, ein Deutscher, hatte keine Ahnung davon, wer da neben ihm lebte.

Es wurde eine so wunderschöne Begegnung. An ihrem Haus sah ich zum ersten Mal das doppelte Dreieck gezeichnet. Damals fragte ich mich, was das für ein Zeichen sei, als ich mit dem Farmbesitzer an ihrem Haus vorbeifuhr. Er hatte keine Ahnung.
Senorà Mildred war es, die mir ein Video über Drunvalo Melchizdek reichte. Sie schenkte mir traditionelle Maya-Kleidung. Mit ihr spazierte ich auf einen  Berg  auf der 20 Hektar großen Farm. Oben angekommen bat sie, vor einem Obelisk stehend, die Geistkräfte um Zutritt. Sie erklärte mir auf dem Weg nach oben, die Früchte dieses und jenes Baumes und was sie daraus koche. Wir sammelten sie ein. An einer Stelle auf dem  Plateau des Berges befand sich einst ein Indianerfriedhof. Sie hatte das Stück Land vom Farmbesitzer gekauft, um dort ein „Sternwarte“, ein Teleskop aufzubauen. Klein schien das Projekt nicht. Es lagen bereits seit meiner Ankunft auf der Farm jede Menge Steine oben auf dem Berg. Ich hatte hierzu Wochen zuvor eine Diskussion mit dem deutschen Farmbesitzer, weil ich nicht verstand, wie er jemandem ein so heiliges Stück Land versprechen mochte. Er sprach zunächst nur davon, es jemandem versprochen zu haben. Ich überlegte, dieses Geld zu besorgen, um es ihm abzukaufen. Tage später erfuhr ich die ganze Wahrheit. Er hatte es bereits an die Nachbarin verkauft. Ich war sprachlos. Zu dem Zeitpunkt kannte ich Senorà Mildred noch nicht. Ich wusste nicht, wer sie war, auch nicht, dass sie eine Maya war. Ich wusste nicht, dass sie wenige Tage später auf die Farm kommen sollte, weil sie mich kennenlernen wollte.
An meinem letzten Tag auf der Farm kam es dann zu jenem Spaziergang auf den Berg. Wir verabredeten uns einen Tag zuvor. Ich wusste damals  auch nicht, dass es mein letzter Tag auf der Farm werden würde. Wir standen also oben auf dem einstigen Indianerfriedhof. Und ich wollte die Gunst der Stunde nutzen und sie darum bitten,  ihr Projekt doch bitte einfach um ein paar Meter nach links zu verschieben, sei dies doch ein Indianerfriedhof, ein besonderes Stück Land, dass man nicht einfach betonieren könne.  Ich ging davon aus, dass sie von dem Indianfriedhof wußte. Und wie ich irrte. Als ich den Satz zu Ende gesprochen hatte, schloss sie ihre Augen, ihre Betroffenheit war zu spüren. Stille machte sich breit.  Eine stille Minute ist eine lange Minute. Ich begriff, der Farmbesitzer hatte es ihr gegenüber verheimlicht. Sie öffnete ihre Augen, sah mich an und meinte: „Nun, Projekte können geändert werden.“
Mit ihr und ihrer Familie lernte ich mexikanische Esskultur kennen, lud sie  mich noch am selben Tag zu einer Nachmittagsfahrt ein. Bei unserem Abschied meinte sie: „Wir bleiben in Kontakt über das Dritte Auge.“

Neue Welten, wirklich so neue Welten eröffneten sich mir.

Victor ist zweifelsohne hellsichtig. Der junge Mexikaner kann Aura lesen. Er erzählte mir auch, dass die Begegnung mit „Außerirdischen“ für ihn nichts außergewöhnliches sei.  Er „reise“ öfter.  Sie können das belächeln. Ich belächle schon längst nicht mehr. Meine Fotos, die ich im vollen Besitz meiner geistigen Kräfte schoss, zeigen deutlich unbekannte Flugobjekte. Ich war damals durchaus sprachlos. Victor überraschten sie allerdings nicht. Tete, eine Ärztin, lachte und rief nur immerzu: „Synchronicity!“ Die Sichtung scheint wirklich keine Ausnahme in Mexico, selbst Flugkapitäne sprechen davon,  mitunter habe es gefährliche Ausweichmanöver gegeben und auch die Medien Mexicos berichten völlig selbstverständlich darüber.

Victor war derjenige, der mich auf der Fahrt zu einer Tempelanlage  lehrte, dass es in Sachen Energie einen anderen Zustand von Wirklichkeit gibt.
Es waren die Freunde jener Maya-Frau, mit denen ich eine wunderschöne und spannende Zeit im Mayaland  Mexico`s verbringen durfte. Ich ließ geschehen. Was immer mir begegnete, begegnete mir. Und es waren außerordentlich spannende und neue Dinge, die mir in Mexico und ebenso danach in Bonn begegneten. Dieser Mann begegnete mir wenige Tage nach Rückkehr in Bonn auf einem Foto bei einer Frau, die mir sagte, sie sei Schamanin. Nie zuvor traf ich auf eine Schamanin in Bonn!

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Babaji

Eine Frau, die mich unmittelbar nach Ankunft  in einer Bonner Buchhandlung ansprach, lud mich zu sich ein. Sie meinte, sie sei eine Schamanin. Eine Schamanin in Bonn? Ich traf noch nie zuvor auf eine Schamanin in Bonn. Bonn, die Stadt der Politik, die kleine, gemütliche Stadt am Rhein, die nur vier Stunden von Paris entfernt liegt. Zwei Wochen brauchte ich, bis ich die Einladung annahm. Ich wollte wissen, was es mit dieser Begegnung auf sich hatte. Und so saß ich plötzlich bei jener Schamanin vor einem Foto (nicht dieses), das  mich wahrlich sprachlos machte, weil ich dachte, ich würde 1:1 Victor ins Gesicht sehen- nur Victor ein paar Jahre jünger. Sie erklärte mir,  der Mann sei Babaji.  Babaji? Ich hörte den Namen zum ersten Mal. Er lebe für gewöhnlich im Himalaya, niemand wisse aber, wo er sich momentan aufhielte. Er ist ein „Verwirklichter“ und kann sich imaterialisieren.  Ja, es könne gut sein, dass er das ist.  Mir platzte fast der Kopf. Was geschah hier?

Mein altes Weltbild warf ich an jenem Tag endgültig über Bord.

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So
                                                                                                                                             oder so

oder so stellte ich mir Schamanen  bis dahin vor. Sie lebten für mich in fernen Ländern.

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Es ging und geht weiter in Bonn, bis zum heutigen Tag.
Ich lief danach nur noch in die Arme von Heilerinnen und Heilern. Ich lernte und lernte und durfte weitere wundervoller Erfahrungen machen.

Letzten Sonntag saß ich mit einem Buch auf einer Bank am Rhein.  Hopi-Indianer, Sonne, Wind. Ein wunderschöner Ausblick auf den Rhein.  Eine Bank, auf der ich das letzte Mal im Jahr 2013 saß. Normalerweise sitze ich an anderen Stellen, wenn ich Rheinluft schnuppern möchte. Mir war aber in dem Moment danach, mich dort auf die Bank zu setzen. Eine Spaziergängerin kam auf mich zu, fragte, ob sie sich dazu setzen könne? Ja, sicher doch. Gerne! Was dabei heraus kam? Sie erzählte mir sogleich von ihrer Indien-Reise. Sie erwähnte Sai Baba.  SAI BABA?!!!  Jene Schamanin reichte mir damals ein Buch von ihm. Wunderbare Gedanken, wirklich wunderbare Gedanken über die Liebe und das, was Menschsein ausmachen sollte. Über Suchira erfuhr ich mehr von ihm.
Die Dame meinte, sie  habe sich so sehr gewünscht, heute auf jemanden zu treffen, aber all ihre Freunde hätten abgesagt. Und enttäuscht wäre sie, wo doch Sai Baba…. Da saß ich mit meinem Buch über die Hopi, der Wind fegte durch meine Haare und hörte einer Frau zu, die  kurz darauf auch noch sämtliche mir bekannte  Heilerinnen erwähnte,  die mir allesamt im letzten und diesem Jahr begegnet waren. Ich solle eine in jedem Fall grüßen, meinte sie. Ähm…klar, mache ich. Was ich hiermit tue, liebe Suchira!
Wir können uns ja duzen, meinte sie. Ähm, ja klar…. Rosa, Martina heiße ich.

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Ich habe zwei Ohren, zwei Augen, an siebter Stelle einen Mund. Den bekam ich für eine Weile nicht auf. Ich weiß nicht, was das ist in meinem Leben. Es geschieht nicht mehr anders als so…..
Am Wochenende sind am Rhein sehr viele Spaziergänger unterwegs. Normalerweise sitze ich überhaupt nicht auf d i e s e r Bank. Sie wohnt auch nicht in der Nähe, sondern kam mit dem Auto an den Rhein gefahren.

Sie reise mehrfach im Jahr nach Indien, und sei erst vor kurzem von ihrem dreimonatigen Aufenthalt zurückgekehrt. Im Herbst  werde sie  Thich Nhat Hanh begegnen. Er sei in Deutschland.  Mon dieu!!! Das ist DER Mann, auf dessen Bücher ich mich vor vielen Jahren auf  Empfehlung einer Engländerin, Roswitha Jermain, Trainerin im Bereich Ausbildung Trauma- und Konfliktarbeit, stürzte.

Es gab noch einen Inforitt durch die Ashrams und Licht-Center dieser Welt, zwei leuchtende Augen einer Martina, eine Indien-Rückkehrerin, die strahlte und froh war, dass sie auf jemanden traf,wir so ein fröhliches Zusammensein genossen und ein Namastè zum Abschied. We keep in touch.
Ich blieb mit einem Staunen auf der Bank am Rhein sitzen und atmete tief durch.

Geschichten schreiben sich auf wundersame Weise in mein Leben.

Gestern. Freitag.
Nach vielen Wochen der Abstinenz stehe ich freudig in meinem Lieblingsbuchladen. Für Stunden hielt ich mich dort auf. Versunken. Ich stelle Bücher zurück in das Regal. Zeit zum Gehen. Gleich schließt das Geschäft. Ah, noch sind ein paar wenige Minuten Zeit. Doch noch mal kurz in eines hineinschauen. In dem Moment kommen eine Frau und ein Mann direkt auf mich zu. Der Mann und ich kennen uns. Es ist der  „gefallene Engel“, der mir an meinem Geburtstag in den Räumen der Essener-Meisterin begegnete.  Sie wollten nur mal ganz schnell schmökern. Die Dame und ich machen uns einander bekannt Ich stolpere über ihren Dialekt. Ein deutliches und herrlich schönes Schweizerisch. Sie sei  Südtirolerin. Nach wenigen Minuten erzählt sie mir, sie sei  Essenerin.  Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah ja! …. Die Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Vögel fliegen. Fische schwimmen.  Ich sprach es deutlich aus: „Ich bin auch eine Essenerin!“ Und lächelte. Ich sprach es aus, deutlich sagte ich: ICH BIN. Nicht ich war. Ich sagte: ICH BIN.
Da die gemeinsame Schwingung deutlich zu spüren ist- auch zum Thema „Buch schreiben“, finden wir beide es ganz  schnell ganz toll, uns nächste Woche zu treffen. Nächste Woche sei sie  noch in Deutschland.  Ja. Ja. Ich erwähne in der Kürze eine Freundin, weil es gerade  thematisch passte, schwärme von ihren grandiosen Gesangskünsten. Ich frage, ob sie sie vielleicht kennen?  Der Mann zieht ein Infoblatt aus seiner Hemdtasche. Hier, sagt er mir, habe er gerade an anderer Stelle eingesteckt. Ich lese den Namen: Suchira.  Es ist das Infoblatt jener Sängerin, von der ich gerade sprach..

Die Lautsprecheranlage verkündet: „Liebe Kunden, wir schließen in wenigen Minuten. Wir bedanken uns für Ihren Besuch!“

Schütteln Sie nur den Kopf. Denken Sie ruhig, ich sei verrückt. Es macht mir nichts aus.
Ich bin an hochbedeutsamen Zeitpunkten meines Lebens angelangt.
Im grenzenlosen Licht ist alles möglich.
Das begreife ich mehr und mehr.

Begegnungen des Lebens

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Wajehi erew wajehi boker jom echad

Es wurde Abend und es wurde Morgen, ein Tag. Ein Tag besteht aus dunkler Nacht und hellem Tag.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir uns von unseren eigenen Erfahrungen des Tages abtrennen können. Ich erinnere mich, wie ich mich in jungen Jahren vor den Leiden der Liebe fürchtete und wie ich endlos Zeit damit verbrachte, andere bei ihren Liebesproblemen zu beraten. Ich erinnere mich, wie ich Zettel schrieb, statt direkt mit jenen Menschen zu reden, im Versuch die Konfrontation zu meiden.  Ich erinnere mich, wie ich endlos versuchte, mich auf jeden einzelnen Augenblick einer schwierigen Situation vorzubereiten und dann doch entdeckte, dass keine Vorbereitung der Welt mich davor bewahrt, ihn zu durchleben.

Lehren statt Lernen. Weggehen statt Bleiben. Vorbereiten statt Offensein. Es schien mir handlicher. Bisweilen wurde mein Leben richtig kuschelig. Dabei war die Wahrheit längst schon da. Sie musste nur entdeckt werden. Jeder dieser Trennung von mir nahm etwas: die Energie meiner Lebenskraft.

Erkennt das, was nicht Nahrung in euch ist

Ich legte langsam meine Handfläche auf mein Herz und spürte in jenem Augenblick, wenn sie mich berührt, wenn mich  Regen , die Sonne oder ein Lächeln  berühren, kann ich dieser Berührung nur von innen begegnen.

khaf

Kaf ist ein weiterer Buchstabe aus dem hebräischen Alphabet –  ein mystisches Alefbeth.

Kaf ist ein Kelch ñåë KOS gefüllt mit Segen, sowohl für den, der ihn hält, als auch für den, der daraus trinkt.

Kaf óë ist die Handfläche, óë KAF, gefüllt mit Aufrichtigkeit äðåë KAWANAH.

Es enthält all die Ehre, die ein Kind seiner Mutter und seinem Vater entgegenbringen kann. íàå áà ãåáë KIBUD AW WA-EM. Ehre des Vaters und der Mutter. Es ist alles, was da ist. ìë KOL. Alles.

Seine Eltern zu ehren ist das schwerste Gebot. Ihnen den Kelch zu reichen, ohne etwas zu verschütten. Von ihnen den Kelch zu nehmen, ohne seinen Inhalt in einem Zug hinunterzustürzen. Das ist Kaf. Der Kelch des Segens. Ein Kelch des Ehrens. Eine Krone øúë KETER für dein Haupt.

Doch nur der wird trinken, der sich selbst ergossen hat, dargeboten und geweint.

Nur wer gelernt hat, dass nicht alle Ziele das sind, was sie zu sein scheinen.

Nur der, der zerstoßen ist, wie Öl, das aus Oliven gestoßen wird, bis er øùë KASCHER, rein und tauglich ist, wird trinken.

Dann verwandelt sich das Kaf in die Krone.

Doch wenn du einmal die Krone øúë KETER erreicht hast, wirst du um so schneller die Krone deiner Mutter und deinem Vater geben. Vergiß nie, dass deine Eltern das Werkzeug waren, das Gott benutzt hat, um dich auf die Welt zu bringen, und daher müssen sie das Werkzeug sein, durch das du zu Ihm zurückkehrst.

 khafKhaf-SofiKhaf-Sofi, (End-Khaf)

Es gibt fünf Buchstaben, die eine andere Form aufweisen, wenn sie am Ende eines Wortes stehen: Kaf ë, Mem î, Nun ð, Pe ô und Zade ö.
Die Buchstaben Bet, Gimel und Dalet, Kaf, Pe und Taw
úôë ãâá erhalten in ihrem Inneren einen Dagesch-Punkt, wenn sie am Anfang eines Wortes oder einer Silbe stehen und ihnen kein Vokal unmittelbar vorausgeht.

Tun: Wir wandeln eine Möglichkeit in eine Tatsächlichkeit um

Tun: Wir wandeln eine Möglichkeit in eine Tatsächlichkeit um

Was passiert zwischen dem Tun? Die Möglichkeiten wachsen.

Szene1:  Ich bin gerade einen Tag zurück aus klein L.A.. In der mir liebsten Buchhandlung werde ich von einer Dame angesprochen.  Eingetaucht in die Bücherwelt höre ich sie zu mir sagen: „Hier nehmen Sie dieses Buch!“. Das ist ein gutes Buch.“ Stille. Ich schaue auf das Buch. Dann wandert mein Blick zu jener Dame, die unversehens in meinem Leben landet. Mit einem verwunderten Gesichtsausdruck sehe ich sie schweigend an. Ich halte ein Buch in der Hand, das nicht ich, sondern sie ausgewählt hat. Sie lächelt mich an. Macht weiter.  Dieses und jenes seien  auch lesenswert, meint sie. Ich folge ihren Händen am Bücherregal und lasse geschehen. Yonis, sei ihr Name, sagt sie. Irgendwann wage ich die Frage:Warum sie  gerade m i c h aus allen hier anwesenden Menschen ausgesucht habe? Ich stand dort keineswegs alleine. Weil ich dafür offen schien und sie dieses spüre, antwortet sie.  Ich bin gerade wieder in Bonn angekommen. Mein persönlicher Befreiungsschlag. Weg von einem Menschenverachter. Weg von Gier und Geiz.  Starke Klarheit in mir: die richtige Entscheidung. Erleichterung. Und weil ich nun nicht dort in L.A. bin, sondern hier B.O. kann diese Begegnung überhaupt nur stattfinden.  O—kaa-y, denke ich. Lass das Leben auf dich regnen. Om namah shivaya. Es hört nicht auf.  Auf ungewöhnliche Weise gelangen Menschen  in mein Leben, die mir etwas mitzuteilen haben. Nicht irgendwelche Menschen. Menschen, die mich an etwas erinnern, zu etwas hinführen, was tief in mir berührt werden will. Wie eine Welle, die das Meer meiner Träume aufpeitscht. Sie sei Schamanin, erzählt sie mir.  Auch Portugiesin, aber vor allem Schamanin. Meine Augen werden riesengroß. Sie, die Situation zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Nun plötzlich liegt ein Tag vor mir wie eine intergalaktische Reise. Ich erfahre  – vor den vielen Büchern stehend – einiges über ihren Weg, über ihre Aufgabe, ihren „Seelenweg“. Sie habe auch fünf Jahre gebraucht, um  das Puzzle für sich zusammenzusetzen. Alles ist Licht. Alles ist Harmonie. (Maya-Dame Senòra Mildred, Mexico, sagte es auch schon). Ich könne sie gerne besuchen. „Komm vorbei, Martina.“   Auf meinem Schreibtisch liegt ihre Visitenkarte.  Okay, ich begreife, ich muss gar nicht nach Mexico reisen. Auch hier finden sich scheinbar Energiezentren besonderer Art. Ganz offensichtlich, sagt sie mir. Nach drei Tagen rufe ich sie an. Offenes Herz, offenes Haus. Noch am selben Tag soll ich vorbeikommen. 20 Minuten Fahrt und schon sitze ich in einem Raum voller Bilder. Alles Träume. Ihre. Seelenbilder. Wunderschöne. Wir sitzen uns gegenüber. Tisch. Sie zündet zwei Kerzen an. Zur linken Seite steht ein Foto. Ich falle mit meinem Blick direkt in ein Porträtfoto eines Mannes. „Wer ist das?“ Je länger ich diesen Mann betrachte, desto mehr denke ich an Victor in Mexico. Der junge 18-jährige, dem ich dort begegnete und der mir sagte, er kenne mich aus einem vorherigen Leben.  Babaji, sagt sie. Sie holt aus einem anderen Zimmer noch ein Foto von Babaji und legt es auf den Tisch. Von diesem Namen hörte ich noch nie in meinem Leben. Sie erzählt mir auf höchst interessante Weise von der Reise in in ihr „Licht“.  Das Thema „Ich-ein-Buch-schreiben“ – begegnet mir auch dort wieder.  Und doch: Mein Blick schwenkt immer wieder auf das Foto, auf beide. Ich habe das Gefühl, ich sehe Victor an – mein lieber Mexikaner, er nur ein paar Jahre älter.  Ich kann nicht anders, als ihr von meiner Begegnung mit Victor zu erzählen und sage ihr, dass dieser Mann auf den Fotos ihm sehr ähnlich sieht.  „Das könne schon sein“, antwortet sie. Niemand wisse, wo er sich momentan aufhalte. Yonis erzählt mir nicht viel.  Dafür aber mit einem Selbstverständnis, dass mich perplex macht. Er verschwinde immer mal wieder  für einige Zeit.  Manifestiere sich in einem anderen Körper. Mitunter  gäbe  es ein geheimes Treffen mit ihm im Himalaya-Gebirge, dort lebe am Fuße des Bergs in einem kleinen Dorf , erzählt sie mir. Ich sitze mit tausend Fragezeichen vor ihr und  sehe mich außerstande auch nur eine davon zu stellen. Sitze ich in einer dieser Avatar-Filme? Es war einmal vor einer langen, langen Zeit in einer weit, weit entfertnen Galaxis…. ich brauche  nur noch Play drücken.  Er könne sich anderweitig „manifestieren“?  An den Augen solle man es meistens erkennen, sagt sie.

Ich starre Yonis wortlos an.  Klar. Ganz bestimmt gibt es da draußen einen Babaji, der sich in anderen Körpern manifestiert. Jedes Elektron hat bekanntlich einen freien Willen – laut der Quantenphysik …na dann…warum auch nicht.

Victor hat mir noch nicht auf meine Email-Bitte geantwortet. Ich bat ihn darum, mir mehr über „unser Kennen aus einem vorherigen Leben“ zu erzählen. So einfach sei es für mich nicht, mich zu erinnern. Ich fragte, ob er mir bitte helfen würde. Bis zu einem Skype-Link sind wir gekommen.

Soll das die Antwort auf meine Frage sein? Also …ähm…Konzentration Martina. Du bist geerdet. Da draußen ist die Welt. Mein Chili  zum Mittag war auch nicht zu scharf.

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Babaji                                             Victor

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Babaji                                             Victor

Dieser Babaji – wer ist das?

Recherche-Versuch Nummer 1: heute morgen. Ein Schlückchen Milchkaffee. Meine Nachbarin ist Inderin. Wir auf unseren Terrassen verweilend. Sonne auf der Haut genießen. Eine Inderin darf man offen ansprechen. Menschen aus spirituellen Ländern kommend,  erklären einen nicht gleich für verrückt. „Babaji?“ – Also, es gäbe viele Babajis, erklärt sie mir. Sie kenne keinen, eben, weil es so viele gäbe, wisse sie nicht, wer gemeint sein könne.

Dann eben googeln: babaji bedeutet übersetzt “ höchstverehrter Vater“. Er lebe seit Jahrhunderten, könne sich in anderen Körper manifestieren. Sein wirklicher Name sei unbekannt. Der westlichen Öffentlichkeit ist er bekannt geworden durch die Autobiographie eines Yogi (1949), dem er körperlich begegnete.

und jetzt fahre ich zu Yonis..ein Feuerritual lerne ich kennen. Weitere Fragen stehen an….