Das Leben will Erfahrung

schreiben

Und es ward eine Idee.
Grünes Licht für das kreative Denken.
Es rattert und piepst. Ihr Kopf kann jetzt was erleben.

Moment bitte. Erst einmal Nichtstun. Darauf warten, dass der Tee zieht.
Mehr geht auch gar nicht, sonst wird der Tee zu stark. Innehalten.  Danach mein IPhone zu einem Smoothie pürieren. Und diese Emails abschaffen! Null. Zero. Die bringen mich jetzt nur aus dem Rhythmus. Alles ist still und friedlich. Fröhlich.

Einen Brief schreiben im Wald ohne Computer. Einen Ausflug in die Natur.  Nur…Natur und …“Lieber Freund“ hinschreiben. Tinte auf das Papier fließen lassen. Empfindungen, Gedanken, Erlebnisse, Scherze – handgeschrieben. Für mich ist es etwas Wertvolles, wenn mir jemand ein Stück Persönlichkeit in meine Hände legt. Ein unvergleichliches Gefühl, wenn ich mit dem Stift in der Hand meine Gedanken auf ein Blatt Papier bringen kann. Freuen Sie sich auch, wenn Leute sich Zeit nehmen? Für Sie? Dieses ehrliche Geschenk: Ich bin jetzt da und das richtig. Das kann man sich nicht kaufen.
Briefpost. Schenken. Zeit für einen Brief. Zeit zum Schreiben. Zeit zum Lesen. Schenken und zum Geschenk erhalten. Eine Briefmarke. Nein, keine Postkutsche, aber Zeit nehmen, die volle Aufmerksamkeit schenken, etwas Echtes in der Hand halten, die Handschrift eines Freundes sehen und ihn in seiner Persönlichkeit spüren. Wort für Wort, ihn ganz lesen und nicht nur überfliegen. Briefe mit Parfüm besprühen.
Handgeschöpftes Büttenpapier, Füllfederhalter. Mit dem Herz in der Hand schreiben. Das Besondere an seiner Handschrift wieder entdecken. Sie ist Teil unserer Persönlichkeit. Der Druck, der Schwung, Impulse, alles spiegelt sich in der Schrift wider. Schreiben von Hand hilft uns beim Denken, beim Erinnern und Verstehen. Schreiben mit dem Stift in der Hand trainiert das Hirn. Verstehen heisst nicht ohne Grund be-greifen oder er-fassen. Keine Löschtaste, man muss den Gedanken im Kopf schon formuliert haben, ehe man schreibt.  Der Zeitgewinn auf der Tastatur scheint einigen Wissenschaftlern ein vermeintlicher Vorteil. Wir speichern sowieso nur jene Informationen ab, mit denen wir uns intensiv und länger beschäftigen. Bei jenen, die das Zehn-Finger-System nicht beherrschen, gilt das Tippen für so manchen Neuropsychologen auf der Tastatur als „störanfälliger Prozess“.

Also, einen Brief….

Ich habe gestern und heute viel an dich gedacht, wenn du willst, an uns gedacht.
Es ist viel, viel geschehen in den letzten Monaten. Und davon möchte ich dir heute berichten…..

Es ist wichtig, etwas zu können, was niemand kann. Menschen wollen sich von anderen unterscheiden. Das ist ein Erbe aus der Steinzeit. Nun traf ich gestern auf einen Mann, der ein Nichts sein wollte. Das kann nicht jeder. Auf Wasser stand er übrigens auch nicht. „Wasser, nein danke, sagte er mir. „Ich habe kein Boot. Ich bin nicht mal gern im Wasser. Es liegt in den Genen. Eine verwässerte…“ Ich fragte ihn, warum er denn ein Nichts sein wolle?
Er wolle aus der Unruhe heraus kommen und im Laufe eines Arbeitstages nichts mehr erkämpfen müssen, antwortete er mir. Er zeichnete das Bild des Hamsters, der er nicht mehr sein möchte. Du weisst schon, der rennende Hamster,  den ihm die Gesellschaft zum Lebensentwurf gereicht hat, von ihm angenommen in der Erwartung, später dafür mit Sicherheit belohnt zu werden, heute schon mit einer fragwürdigen Art von Anerkennung. Er wolle auch nicht mehr stolz sein auf sein Grad der Erschöpfung, nur weil andere daraus ableiteten, er habe viel gearbeitet und etwas geleistet. Er mag nicht mehr brav Vorgaben erfüllen oder stetig mit Menschen konfrontiert sein, die sich auf ihn stürzen, um ihm zu sagen, was er hätte besser machen können, aber ihn nicht dabei etappen, wenn er etwas „richtig“ mache. Er habe die Nase voll von dem Erfolgszwang, der letztlich nur Anpassungsdruck  im narzisstischen Management-Milieu bedeute. Und er sprach  von jenem Kulturinfarkt, dem er nicht erliegen wolle. Du weisst schon, von allem zu viel und überall das Gleiche.
Ich fragte ihn blinzelnden Auges, ob er Wildnispädagoge werden wolle oder mit dem Holzroller in die Revolution?“  Wir lachten. „Ich will wieder mehr träumen!“ , sagte er mir. Vor mir stand ein Mann und es schien, als formte er eine neue Weltkugel, indem er sich in Ordnung brachte. Suchend nach Dingen, die tiefer gehen.

„Ich will wieder mehr träumen!“ Diesen Satz wiederholte er sechsmal. Die gute alte Freundin Wiederholung lässt grüßen. Bis man es selbst glaubt. Nun ja, Gutes wird durch Wiederholung nicht schlecht.  Es reicht nur nicht, darum zu wissen. Vom Wissen muss man zum Tun gelangen. Veränderung braucht nun einmal eine gebündelte, massive Anstrengung und wohl auch liebe Menschen, denn eine hilfreiche Struktur wird von Beziehungen getragen.

Ich bin die Sehnsucht, die nicht mehr warten kann“, fügt er hinzu. „Der einfachere Weg ist nicht immer tatsächlich der einfachere. Ich will mehr träumen. Das bin ich wert! Und Sie sind fabelhaft.“ Lächelnd forderte er mich auf, meine rechte Hand auf meine linke Schulter und meine linke Hand auf meine rechte Schulter zu legen.  Er blickte mich an und fuhr dann fort: „Umarmen Sie sich ruhig einmal selbst. Ich weiß, dass auch Sie Ihre Träume und Sehnsüchte, dass Sie ihr Wissen in die Tat umsetzen können. Auf seinem Gesicht lag ein breites Lächeln.

wenig leicht

Der Glaube an die Veränderbarkeit gibt Kraft zum Handeln. Ein starkes Motiv, eine große Idee, eine unglaubliche Energie getragen von einem unerschütterlichen Optimismus. Nicht den Rückzug oder die Resignation suchend. Alles ist eine Frage der Haltung. Was geht und was nicht geht, das steht erst dann fest, wenn man es probiert hat.

Jede Veränderung ist eine Tür, die nur von innen geöffnet werden kann.

Wer bin ich?
Dazu ein- wie ich finde – gut gemachter 1 Minuten-Kurz- Film mit Langzeitwirkung.

Gut gebrüllt Löwe

landschaft china
thanks to A.

Sanft wechselnde Übergänge. Hier kann der Geist in die höchste Freude wandern. Hier gibt es keinen Anfang und kein Ende.
Hier fühlt es sich nach einem Leben voller Einsicht an. Nicht überladen. Klare Sichten. Harmonien, die ineinander greifen. Nicht besitzergreifend.

 

Ganz anders die Welt der Menschen. Wie sehr sie doch einem Zirkus gleicht, die große Mega-Show, die sich auf dieser Erde durch das All dreht. „Bau es auf und reiß es nieder“, der ständige Ruf des Zirkus. Perfekt, wenn überhaupt, nur für einen kleinen Moment.

 

Ich sitze heute in meinem Buch. Mit einer glücklichen Ehrfurcht. Vielerlei Buchstaben empfingen mich mit einer Freundlichkeit und einem  liebevollen Lächeln. Aufgerichtet wie kleine Origami-Vögel schlängeln sie sich über die Seiten. Manche mit Sinn behaftet, andere die weniger  Sinn machen. Es gibt auch jene, die beim ersten Lesen offensichtlich keinen Sinn machen. Sie warten darauf, dass  eines Tages ihr Sinn entdeckt wird. Alle ihre Stimmen sind wirklich etwas Besonderes für mich. Es ist ein fliegendes Buch. Ein freies Buch. Es ist die Art von Buch, das wartet bis es auf Menschen und Dinge trifft, über die eines Tages Bücher geschrieben werden. Menschen, die ihre warmen Hände in die Erde drücken und einem Inspiration sind, einfach, weil sie da sind, wie sie da sind und einem warm und ermutigend vermitteln: „ALLES ist richtig. Ich bin für dich da. Es zählt nur das, was jetzt passiert!“ Aber auch über jene, die mit ihrem machiavellistisches Verhalten als legendärer Ozeandampfer meinen Magen flutwellenartig überschwemmen. Also Einkopfbilder. Bilder, die in meinen Kopf rutschen, um dort eine fantasievolle Welt zu prägen, die nur mit den Augen des Kopfes wahrgenommen werden kann und als eigene Realität auch nur in meinem Kopf verbleiben. Genau genommen schreibe ich einzig für mich. Ich bin an dem Punkt zu behaupten, das tun wir alle. Immer. Ein Kopf – ein Bild. Kopfeinbilder oder Einkopfbilder. Verlangen Sie bitte nicht nach der Gegenprobe. Dafür habe ich gerade keine Zeit.
Es gibt keine Methode. Ich lege mir nur nah, zu entspannen und dann zu schreiben.
blog schreiben
Dass der Himmel nicht besitzen kann, liegt an seiner Natur.
Manchmal dient man jemandem, indem man ihn vergisst. Und manchmal dient uns jemand, indem er uns vergisst.
Alles will geheiligt werden. Was uns auf unserem Weg trifft, braucht uns für seinen Weg, brauchen wir für unseren Weg…

Versuche also nie die Erzählstruktur der Geschichten eines anderen Menschen zu verändern, auch wenn er dich noch so sehr lockt, weil du diese arme Seele im Leben beobachtest, wie sie – ahnungslos – sich auf fatalen Abweichungen befinden, von denen sie wahrscheinlich nie mehr zurückkommen. Widerstehe der Versuchung. Verwende deine Energie für deine eigene Geschichte. Darauf, sie umzuarbeiten. Sie zu verbessern.
Und mach es wie die Schwalbe. Kein Vogel ist klüger als die Schwalbe. Sieht sie, dass ein Platz für sie nicht geeignet ist, dann wirft sie keinen zweiten Blick darauf. Auch wenn ihr eine Beere aus dem Schnabel fällt, fliegt sie einfach weiter und lässt sie zurück.

 

So, und jetzt entwickle ich mal ganz unbekümmert eine Romanfigur und einen vielleicht tragfähigen Plot. Vielleicht landet aber auch alles wieder in der Schreibtischschublade, also vielen Dank für Ihre Zeit.

Der Titel:

Eine Geschichte,
die im Leben verborgen liegt.

Bevor ich von Prinzessin Helena Tausendschön erzähle, möchte ich über ihre Eltern reden.
Um 15.10 Uhr, an einem kalten Novembertag, zwei Tage, nachdem sie den neuen blauen XXL-Wagen beim Autohändler King Size in Weißwedelhirschen abgeholt hatten, fuhren sie vor. Ernst sein ist alles. Mit einem  Mittelschicht-Akzent gab der Vater der Mutter Anweisungen. In dieser Szene waren beide wütend.
Ihr Vater kam auf mich zu wie eine riesige Landmasse, die sich vor Millionen von Jahren über den Südpol bewegte.  Prüfend, abschätzend betrachtete er mich.
„Gleich, gleich werde ich von einem Lastwagen überrollt. Oooh, kann ich meine Zukunft noch schnell ändern. Dein Vater vertreibt doch garantiert erbarmungslos Fliegen. Oohoo… nach dem Treffen mache ich einen Termin bei einer Therapeutin“, flüsterte ich Helena noch schnell ins Ohr.
Sie blickte nicht um sich. Nicht diese Königin. Sie ging einfach gemächlich auf  ihn zu.  In jeden ihrer Schritte legte sie etwas mehr Nachdruck als nötig hinein, das rechte Bein dabei nachziehend.  Ihr Parfüm hing wie eine Kiwi in der Luft.
Jetzt kam mein einziger Satz in dieser Szene: „Guten Tag.“
Sie war bei ihrem Dad!  Den Coolen. Sich an ihm haltend, als sei er der Ast eines Baumes. Diesen Vater  treibt nichts ihn in die Flucht. Nie würde er das Handtuch werfen!  So weit ich das vom Tisch aus beurteilen konnte, rauchte er gern heimlich und gemütlich in einer entlegenen Ecke seine Zigaretten. Wenn ihn seine Frau mit heftigen Gesten zur Rede stellte und genau wissen wollte, wieso er nach Zigarette roch, brummte er, kaum wahrnehmbar ein leises Brummen, wie Strom in der Wand. Ja, es stimmte, dass  ihr Dad eine auffallenden Geringschätzung für die Gefühle anderer an den Tag legte und er sich nicht um den gesellschaftlichen Moralkodex kümmerte, aber er  war durchaus fähig, andere Dinge als sich selbst zu lieben.  Es schien auch, dass er über alle großen Lebensfragen nachgedacht hatte und sie vermutlich auch beantwortet hätte,  aber außer der Make up Beratung für die Mutter und der stolzen Aneinanderreihung von Fingerzeigen auf das, was ihr Gatte alles an Lebensfreude verhindert, auf ein sechsteiliges-Tisch-Set bei dem jedes einzelne Platzdeckchen wilde 20 Euro kostete, auf eine Serie von Schmerztherapien, die allesamt nicht halfen und einem Bald gibt`s eine Kur für uns gab es keinen Raum mehr dafür.  Drei Stunden und 26 Minuten lang hörten wir uns Geschichten an. Über den schlimmen Bruder, über die schlimme Enkelin, über den bösen Ex-Schwiegersohn, über die Sehnsucht. Ich pustete meine Haare zurück.

Mal unter vier Augen: Man kann sich vorstellen, dass ein Tag wie dieser im Kopf umhersaust.

Die  Liebesgeschichte ihrer Eltern war grausam wie ein Märchen. Es kam alles vor: Der verarmte König, der sie auf Händen getragen hat und erst spät ein Königreich erben sollte , eine verzauberte Liebe mit Folgen, ein letzter Fluch. Eine Prinzessin, die Hackordnungen einfädelte, weil sie die volleren Lippen hatte, halbverdeckt mit triefenden Augen und einer Tasse Kaffee in der Hand behauptete, sie sei die einzig wahre Erbin jenes Königreiches ihrer Königseltern. Die Worte der Königin vor dem Hintergrund einer schmachtenden Violine: „Mit ihm werde ich unglücklich sterben, weil er nie das tut, was ich will, aber ich kann auch nicht ohne ihn.“ Sie wollte immer irgendwohin. Er wollte nicht. Und so fiel sie in Gleichschritt mit ihm. Mit der Zeit hatten sich alle zu einem ungeschliffenen, etwas kaputten Äußeren verhärtet. Als Familie beherrschten sie gemeinsam die Kunst den eigenen Schatten zu kaschieren. Sie wurden richtige Experten darin.
Ihre Mutter geriet (was übrigens nur natürlich war) bei Auseinandersetzungen in Hitze und Erregung.  Jeden Morgen bürstete sie sich ihre Wimpern. Dann nahm sie einen Lippenstift, malte sich an und küsste sich im Spiegel. Sie war klein und knallig bunt. Glanz und Pracht liebte sie. Ihr Körper war vom Gebrechen verfolgt, doch ihre vollen Einkaufstüten legte sie mit einem Schwung auf den Tisch, um die sie eine jüngere Frau beneiden würde. Am tollsten fand ich, als ihre Hand in der Sahne steckte und sie diese nicht eher herauszog, bis ihre Geschichte zu Ende erzählt war, als habe sie den größten Fisch darin gefangen, entschlossen keine große Sache daraus zu machen. Unser aller Lachen war echt.

„So übel waren sie doch gar nicht. Dein Dad und deine Mutter sind  nett“, sagte ich später zu Helena.
Sie sagte nichts. Paffte aber eine Zigarette nach der anderen.
„Sag was“, summte ich leise.
Ihr Schweigen stand wie eine steinernde Mauer zwischen uns.
Wir würden auch später nicht viel miteinander reden.

„Gut. Gut, dein Vater redet als wäre er Moses, der erneut mit den Zehn Geboten vom Berg heruntergestiegen ist. Und er klopft recht häufig mit dem Finger auf den Tisch. Naja, und die nicht zu Ende gebrachten Sätze deiner Mutter erinnern an einen Frosch, der von einem Seerosenblatt zum nächsten hüpft. Sie scheint eine Maximaldosis an Pillen einzunehmen, aber sie lebt noch, wenn auch nur mit sich selbst. Vermutlich simuliert sie ihr ganzes Leben. Ihre Seufzer passen perfekt zu einem Ehemann, der seiner erkrankten Tochter gegenüber sitzt  und stolz erklärt, mit einer weiteren monströsen Verschwendung von Materie, dem zweiten Mercedes Cabriolet in der Garage, sei  sein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Ist alles in Ordnung, Prinzessin? “
„Nein. Ja„, antwortete sie mit einem resignierten Seufzer. „Nein, was zum Teufel glaubst du, wie`s mir geht?“ Sie stellte ihr Weinglas auf dem Tisch ab und ging.
Ein paar Jahre zuvor.
Es war kurz vor ihrem Krankenhausaufenthalt. Es war lange nach ihrer Scheidung. Es war Spätsommer. Sie hatte ihren Eltern etwas zu sagen. Im Verlauf der Jahre hatte es unzählige Streitereien gegeben. Mit matyriumbereiten Augen schrieb sie ihnen darum einen Brief: Friede sei mit euch – für immer.
Wenige Tage später fiel sie an einem frühen Morgen vom Stuhl.
                                                                          —
prinzessin

Ihr Lieblingssatz : „Mach mal….“ Mach mal einen Käseteller. Mach mal einen Kaffee. Mach mal sauber. Mach mal auf. Mach mal weg…So nett wie Putin.

Das ist Prinzessin Tausendschön. Sie ist sich immer ganz sicher. Sie weiß es eben!  Sie ist der Lehrstoff einiger Leben.
Sie hat offenbar alles vermasselt, deshalb leite ich das hier jetzt ein. (natürlich nur in der Vorstellung ihrer Eltern) In Wirklichkeit hat aber ein anderer vorgeschlagen, wir sollten von ihr erzählen und Prinzessin Tausendschön vorstellen. Wir möchten dich unbedingt kennenlernen und alles über  dein Land erfahren.

So, der Motor der Geschichte ist angekurbelt.

Ein lustiges Prinzesschen. Ihre Augen sind groß, aber nicht sonderlich klar.  Kein nachdenkliches Kratzen des Kinns, kein verantwortlicher Spannungsbogen.  Sie ist jovial (wohlwollend herablassend), unterhaltsam ohne viel Worte. Ihre fleischigen Lippen sind oft genüsslich gespitzt. Ihre Eichhörnchen-Wangen unterstreichen ihr strenges Gesicht. Sie hält sich vor allem für eine Figur in einem Verführungsspiel. Sie trägt pinkfarbenes Lipgloss, dass es aus dem Mundwinkel trieft. Während des Auftragens mustert sie manchmal andere mit einem Blick voll ätzender Toleranz oder einem abfälligem Lächeln.  Sie hat eine unbändige Lust, das Leben gemeinsam mit einem anderen Menschen zu erkunden. Wenn auch aus ihren Augen zumeist der Argwohn spricht, sie sucht das ganze Leben. Sie sucht den ganz besonderen Menschen an ihrer Seite. Verheiratet oder nicht spielt keine Rolle. Kraft ihres Ehrgeizes will sie rammeln wie ein Karnickel, so schrieb sie es mit schwarzer Tinte auf Papier. Das ist ja soooo was von sexy.  Naja, die romantische Liebe ist ja sowieso nur eine kulturelle Erfindung. Viele kurze, leidenschaftliche Begegnungen, die am nächsten Tag enden, warum nicht. Das Blinzeln ihrer nussbraunen Augen hat jedenfalls nichts mit der Sonne zu tun. Klug, absolut ehrlich, leidenschaftlich, finanziell abgesichert, sinnlich, lustig, humorvoll, spontan muss er sein. Sie sagt von sich, sie sei ein sehr außergewöhnlicher Mensch mit hohen Werten und einem freundlichen Herzen. Eingehüllt in einer Wolke von Eau de Irgendwasfranzösisches mutiert sie jederzeit zur „Dame der Stunde“. Es macht ihr Spaß, unpassend zu wirken, die Einsame, die wirkt, als schlendere sie durch ein Gemälde von Monet, der Vogel Strauß unter den Löwen. Sie ist gewohnt, angegafft zu werden. „Ruhe am Set! und „Action!“  Sie ist groß, wenn sie nicht sitzt. Irgendwann, irgendwo war sie einst das Schönheitszentrum. Eine etwas übergewichtige Gestalt, die weiss, wie man eine Lady-Zigarette in ihren Fingern hält. Die Finger gebogen wie eine feine Teekanne, als wäre alles auf der Welt in bester Ordnung.

Sie ist das, was ich Äußerlichkeiten nenne. Rauchen & Trinken, Bräunungscreme &  Hot-Acryl-Fingernägel & kreative half-a-head-Strähnchen. Eine höllisch temperamentvolle Person, die das Leben ausgebremst hat.
Äußerlich stetig im Wandel, nur innerlich nicht.

Einem entrückten Herrscher ähnelnd, der keinen Spass verdirbt, schiebt Prinzessin Helena Tausendschön andere auf die ihr genehme Position, wie ein gerade einberufener Rekrut. Sie segnet auch schon mal Schleimpilze, immer aber jene, die mit ihr unbeschwert durch den Regen hüpfen. Andere Menschen sind zum Ausschütteln da, wie wenn man einen Musikantenknochen ausschüttelt. Spielt man ihr Spiel – weil durchschaut – nicht mehr mit, wird man nichts anderes als eine Fliege an der Wand. Man könnte sagen, dass die Fliege sogar mehr Aufmerksamkeit bekommt, weil sie immer die Zeitung zusammenrollt und sie nach ihr jagt. Dieses Nichtbeachtetwerden, dieses gerade noch geduldete Taubstumme wird schnell sehr blöd.

Wie das so ist mit Fliegen, sie bekommen auch so manches Geheimnis mit.

Mit einem Hausfrauenwerbungsseufzer stösst diese wunderbare Frau gern verdichtete Lebensenergie aus: „Vielleicht vererben sie mir ja ihr Hotel…“, als wäre sie die kleine Waise. Rufen diese Hotelbesitzer an, schlengelt sie um ihr Telefon wie ein verdächtiges Paket und verweigert die Annahme.  Aus irgendeinem Grund erinnert sie mich – und vielleicht unfairerweise – an einen bluffenden Pokerspieler im Masterpiece Theatre.
Esprit de Spiritualis. Vielleicht ist sie ja nach sechs Jahren Scientology mit einem machtvollen Bann belegt? Ihre Marotten scheinen unbekümmert. Ein bisschen zuviel Paris und so ne` Art bohemeartige Freiheit, die keine wirkliche ist,  wenn sie mich fragen.

Ein anderer Mensch ist für sie ein im Moment nützliches Hilfsmittel. Ein Wechsel des Weideplatzes macht ihr nichts aus.
Prinzessin Tausendschön trägt besondere Kleider, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie etwas besonders gut kann. Aber sie kann tatswahrhaftig etwas besonders gut. Sie würzt das Leben  mit gelegentlichen Tricks der launischen, der banalen und grotesken Art.  Ein paar griechische Tragödien bringt sie sogar auch zustande. Mit ihrer Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit schuf sie nichts Geringeres als ein Epos.

 

Mehr sollte ich heute nicht erzählen.
Vielleicht schreibe ich sie auch noch ein wenig um. Besonders gut kommt sie ja gerade nicht bei mir weg. Ich schlucke schon krampfhaft. Ein bisschen Glasur, ein bisschen Zuckerguss? Noch was Nettes zum Schluss. Vamos. Ich nehme das superernst.

Von Prinzessin Tausendschön ignoriert zu werden, war immerhin wesentlich spannender als gedankenlos von ihrer Freundin Ludjimila Borisowna aus Kiew gemustert zu werden. Sie löst imaginären Juckreiz bei mir aus.  Obwohl ich total fasziniert von ihrer schneeweißen Haut, ihren gekräuselten Haaren,  ihrer Nicht-Professionalität und dem, wie sie sich als fast alleinerziehende Mutter müht, während ihr Mann Kolja zeitgleich mit seinen Landsgenossen biertrinkfreudig am Fluss entspannt.  Ihr Verhalten als engagierte Fachkraft  war nicht anmaßend oder arrogant – sie ging schlicht und ergreifend davon aus, dass sie tief über ihren Job hinaus in das Privatleben anderer Menschen eindringen darf, dass jeder sich für das, was sie zu sagen hatte, unbändig interessierte. Und so war es auch – Prinzessin Helena Tausendschön lauschte herzhaft, genüsslich und mit dem Mut einer Schildkröte.

 

Eine Handvoll Plot und Romanfigur. Tschüss, ich muss jetzt ins Leben.

 

tun

 

Jeder Tag ist ein kleines Leben.
Der Morgen – die Jugend des Tages. Aufwachen. Ein Moment, der ein Geschenk ist.
Bei-sich-sein. Über-sich-hinaus-sein. In die Luft gucken. Die Sonne sehen.  So viel sein, wie ich mir erträume.
Und wenn nicht, das Leben dennoch küssen. Wenn ich es küsse, wird es anders.

Der Tag – das Erwachsensein des Tages. Fröhlichkeit in die Augen legen. Nicht in Erwartungen verklemmen. Überlegungen. Entscheidungen. Erkenntnisse, die sich ihre Zeit selbst wählen. Gedanken, die unaufgefordert rege werden.  Malen in grellen Farben, erahnend, was zu nah am Auge ist, beschränkt sich. Also lieber den Maßstab vergrößern. Die kleinen Unfälle, die geschehen. Fragen der Zeit, die an der Wirklichkeit zerschellen.  Narren treffen auf Schwärmerinnen, Liebhaber auf Schäfer. Genüsse der Eitelkeit. Blindsteller, die ihre Brille ins Waschbecken fallen lassen – verlegt – damit man nicht sieht, was passiert. Aber man sieht ja doch. In Wirklichkeit kommt ihnen die Vergangenheit dazwischen. Rückhalt Sicherheit. Es braucht dann ein Ereignis. Einen Fehler. Ein Fehler löst dann alle Probleme. Ein Fehler  bei seinem Gegenüber kommt dann sehr gelegen. Man bricht den Glauben an eine Beziehung, nur weil man selbst keinen mehr hat. Man springt  beruhigt  zum Eintrag der nächsten Woche vor. Sehr effektiv arbeitet man auf das Ende hin. Man hört auf mit dem anderen zu reden. Man verliebt sich um in den Fernseher. Man bildet sich ein, man tut nichts, und doch bleibt nichts ungetan. Wir füttern andere, wie wir uns selbst ernähren und nicht, wie sie ernährt werden sollten. Halb genaue Worte für eine ganze Welt. Wirft man sie in den Himmel, fallen sie auf einen zurück. Fremde Sprache möchte man verstehen. Taten , die sie bestätigen oder entkräften. Bis der Punkt ohne Wiederkehr erreicht ist. Die Herrlichkeit des Lebens.

Und danach?

caliebewolken

In jedem Gesicht den Menschen suchen. Sich fangen lassen vom Leben. Mit sich selber sein. Mit anderen sein.  Und nie dabei vergessen: Was einer dem anderen sein kann, hat enge Grenzen.

Und am Abend betrachten wir es vielleicht so:
Es genügt nicht, seine Person am Leben zu erhalten. Es genügt nicht, Reichtum, Langlebigkeit und einen guten Ruf zu respektieren. Was uns Menschen gefällt, ist persönliche Sicherheit, schmackhaftes Essen, Kleider, schöne Ansichten und angenehme Klänge für unsere Ohren. Worauf wir herabsehen, ist Armut, Gewöhnlichkeit, Krankheit, der Tod und ein schlechter Ruf. Was wir gar nicht leiden, ist, es uns nicht gemütlich machen zu können.  Den tapferen Krieger und den arbeitswütigen Reichen halten alle für gut. Obschon erahnend, in einem kleinen Sack kann man nichts Großes aufbewahren.

Wir glauben, wir tun es für uns, aber eigentlich entfremden wir uns von uns selbst.
Ich bin nicht sicher, ob das, was wir mitunter Freude nennen, wirklich so freudvoll ist.

 

dampfbad2Fische finden ihren Weg nach Hause. Sie haben ein ganz feines Gespür dafür, wo sie zuhause sind. Selbst über tausende von Meilen finden sie ihren Weg. Fische vergessen sich selbst in den Flüssen und Seen. Sie schwimmen fröhlich hin und her.
Wir sind kein Fische, werden Sie jetzt vielleicht denken. Wo will ich wissen, was die Freude der Fische ist.
Sie sind auch kein Fisch. Wie wollen Sie also wissen, das ich nicht weiß, was die Freude der Fische ist?

 

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Eigentlich wissen wir es.Wenn wir über eine Brücke schlendern, wissen wir es.

Natürlich bin ich kein Fisch.Unser Vorlieben und Abneigungen unterscheiden sich. Die Realität setzt Grenzen. Ich halte mich fest am Segen durch Anpassung an die Große Ordnung.

Aber lernen kann ich schon von ihnen!
Ihre erstaunliche Geschicklichkeit. Ihr spezieller Weg. Sie lassen sich von nichts ablenken. Sie schwimmen so gut, weil sie das Wasser vergessen. Ein ganzer Geist. Wenn wir ein Auto gewinnen können, werden wir bereits nervös. Wenn wir Gold gewinnen können, geraten wir doch total aus dem Häuschen.
Wer immer sich auf Äußerlichkeiten konzentriert, der wird im Innern unbeholfen.

Schlendern Sie fröhlich durch Ihren heutigenTag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tueren oeffnen
Foto: E.Faccetti, merci,thanks,danke.

 

Solange ein Mensch redet,
solange kann er nicht einatmen.
Und so opfert er den Atem in die Rede.

Solange ein Mensch einatmet,
solange kann er nicht reden.
Und so opfert er die Rede dem Atem.

 

Ganz backsteinartig überkamen mich diese Gedanken, als ich gestern am Meer saß.  „Komm in den Wind“, rief es in mir und so bewegte ich mich auf ihn zu. Nein, nein, verschütten konnte er mich nicht. Doch stritten wir sehr wohl um den Vorrang.  Herzbeglückend. Die Natur spüren. Das Rauschen des Meeres. Sich näher bei seinen Wurzeln fühlend. Die Leichtigkeit des Daseins spüren.  Der Wind, der Wind als Weltodem,  der An-sich-Raffer. Wolkenwasser. Meereswasser. Wenn das Wassser austrocknet, so geht es in den Wind ein. Ebenso geht das Feuer  in den Wind ein. Wenn wir tief schlafen , gehen wir auch in den Odem ein.  Dies sind die großen Verbindungen.  Na jedenfalls liefen gestern  ein paar  Naturkräfte  am Meer zusammen. Ich lachte und genoss diesen lebenskräftig spielenden Wind voller Herzensfreude.

Das Resultat dieses Zusammenlaufens ist dieser Text.

Puste, Hauch. Atem = Odem. Sie wissen schon, der Hauch des Lebens.  Sinnbildlich steht Odem für den lebendigen Menschen. In allen Kulturen bekannt, ob als Prana,  Mana, Lebenskraft, Pneuma, Ruach, Qi… Das Leben (Odem) gibt das Leben, gibt es zum Leben.
Der Megakracher sag`ich ihnen. Die Rede ist von der Energie, jener Kraft, mit der wir überhaupt nur in der Lage sind, aufzustehen. Eben genau: Das Nichttotsein in dieser Welt. Sie ist es, die uns umspannt und aufrichtet. Also ganz sicher ein überaus unterschätzter Teil unseres Daseins, doch so wichtiger Teil unseres Selbstes. Der Hauch des Lebens ist in uns hineingeschüttet. Es ist noch komplexer, aber das soll an anderer Stelle erzählt werden.

maedchenmilch_klein2Wir atmen. Wir reden. Wir essen. Die drei Hauptgebiete dieser Welt. Und was sonst noch für kraftanstrengende Tätigkeiten. Das Reiben des Feuers und das Laufen um die Wette gehören auch dazu. Und ständig denken wir an unsere Wünsche. Dann ist da noch Hoffnung, dass sich der Wunsch erfüllt. Und da oben glüht die Sonne. Sie geht auf und verscheucht das Dunkle. Eine uralte Geschichte, die ich Ihnen gerade erzähle. Wahrlich.

 

Unsere Sinnesobjekte sind abhängig von unseren Sinnesorganen und diese wiederum von jenem Lebenshauch, vom Prana und von unserem Bewusstsein, dh. dem Prinzip des bewussten und unbewussten Leben.  Wenn wir etwas nicht riechen, also einen Geruch nicht zum Bewusstsein bringen,  sagen wir, ich war gedanklich anderswo. Unser  Geist war anderswo, darum bin ich mir jenes Geruchs, jenes Tones, jener Gestalt, jener anderen Sache nicht bewusst geworden.
Wonnig was. Der Lebenshauch, jener Atem, jenes Lebensprinzip liegt inmitten unseres bekannten Lebens, aber wir erkennen ihn nicht sofort als Hauch in unserem Munde und auch nicht als Tor  zu unserem Selbst. Das geschieht eher so, wie man einen Fisch im Wasser erspäht. Mit diesem  besonderem „Hauch“, „Lebensatem“, jenem „Prana“ unterscheidet man nicht in schmeckt und schmeckt nicht. Das ist ein Teil unseres Selbstes ,von dem die Selbste unserer Organe abhängig sind, wie von einem Prinzipale seine Leute. Denn wie der Prinzipale seine Leute ernährt, ernährt unser Bewusstsein-Selbst jene Selbste der Organe. Es ist eine lebende Kraft in uns.   So viel an dieser Stelle in bezug auf das Selbst und jene Lebensenergie. Sie werden sich eines Tages noch wundern, wenn Sie erkennen, was Sie vor allem sind und was Sie eigentlich nicht sind, aber gerade vorgeben zu sein  oder sein zu wollen.

 

windLanger tiefer Atem.
Mit dem Atem vermögen wir immer tiefer in unsere häufig verborgenen Gefühle vorzudringen, in unsere  innewohnenden Gedanken und inneren Bilder, derer wir uns darüber bewusst zu werden vermögen.

  • Erkenntnis 1: Wir müssen gar nicht  Lippenstift  Marke X auf unsere Lippen legen,  uns mit  Modemarken und Prestige-Aktivitäten unser Leben zuschütten.
    Es reicht das Erkennen.
    Aus dem Erkennen erwächst -bestenfalls – ein entsprechendes Handeln.
  • Erkenntnis 2: Wir können vielleicht auf ein paar Organe verzichten, aber auf den Lebensatem  sicher nicht.
  • Erkenntnis 3: Wir sollten bewusst wählen, was dasHeilsamste für uns Menschen und  für diese Welt ist.Kaufen, kaufen, kaufen? Haben, Haben, Haben? Knausern? Knausern? Knausern?
    Oder Erkenntnis?

Stellen Sie sich vor. Es gäbe nur SIE als Menschen, dem die ganze Welt gehöre. Fühlen Sie sich hinein, bitte.
Nur SIE. Ganz allein. Sie sind Unendlichkeit. Und das änderte sich nie.
Wie gelassen wären Sie wohl?
Wie unbewegt in sich selbst.
Der Mensch allein  ist gelassen.

Erkennen.
Sich selbst erkennen.
Die Prinzipien des Unbewussten und Bewussten erkennen.
Diese Welt erkennen.
Wahrheiten erkennen.

 

Wahr ist, wir sind in etwas gewurzelt. Das Hervorwachsen möchte ich erkennen.

Wahr ist, Liebe ist eine Macht.
Wahr ist, geliebt zu werden, schenkt Kraft.
Wahr ist, zu lieben, schenkt dir und anderen Kraft.
Wirst du geliebt, fließt Energie zu dir.

Wahr ist, jede Form von Aufmerksamkeit lässt Energie fliessen.

Die Aufmerksamkeit muss nicht zwingend liebevoll sein. Kinder und Egozentriker wissen, wie sie sich Aufmerksamkeit verschaffen. Sie entwickeln Strategien, die ihnen die lebensnotwendige Aufmerksamkeit, also Energie, möglichst zuverlässig sichern. Der eine ist schön, ihm ist die Aufmerksamkeit gewiss.  Schicksal. Nur was, wenn er oder sie  in unserem Wertesystem nicht mehr als schön gilt? Der Nächste singt auf der Bühne. Der Dritte ist ständig krank. Aufmerksamkeit ist allen gewiss, Energie ebenfalls. Der Nächste ist ständig fies und nervt. Ein Anderer verspricht ständig etwas zu tun, tut es dann aber nicht. Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss. Für den kleinen Hunger zwischendurch, greift er darauf zurück, sich stundenlang zu verspäten, sodass du permanent sorgenvoll an ihn denkst. Wieder ein anderer bricht grundlos in Tränen aus oder bezieht – die Aufmerksamkeit nicht erhaltend – beleidigt nur noch seine Freunde in alle seine Vorhaben und Gespräche ein, die eigentlich dazu dienen sollen, den anderen zu verletzen. Doch letztlich nur dazu dienen, dem Verletzer Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Wahr ist auch, so flüsterte es mir ein weiser Mensch in mein Ohr, Raubtiere sind nur so lange zahm, so lange sie krank sind. Sobald man sie gesund gepflegt hat, rennen sie in ihr wildes Revier zurück.

komfortzone

Wahr ist, Geliebtwerdenwollen kann jeder.
Und will jeder. Lieben hingegen ist eine Kunst. Gelegentlich wird man auf Menschenliebe treffen. Aber machen wir uns nichts vor.  So ganz verlassen wir die Ich-Arena nie.  Nur ganz frische Kinder haben kein Ich. Wären da nicht ausreichend Eltern, die ihren Kindern das Ego mächtig stärken und sie nicht selten mit einem falschen Selbstbild auf das  Leben in einer Kultur der Zerstreuung vorbereiten. Unterhalten zu sein, wird von entscheidender Bedeutung. Das Leben lärmt. Das Hören der inneren Stimme wird dabei zur größten Nebensache. Das Ich will dann wissen, was es alles darf und wird zum Kontrahenten der Seele.
Wir sollten uns keine Macken schön-gucken, nicht die eigenen noch die anderer.

badenWahr ist, granatenartig treffen uns mitunter Schicksalsschläge.
Wir nehmen sie zumeist sehr persönlich. Wir verlieren Herz, Job, Geld, unsere Bewegungsfreiheit, geliebte Menschen. Selten schauen wir darauf, dass  Vieles  an uns vorbeizieht und andere trifft. Tot, krank, kaputt, hungrig und unglücklich ist für die Mehrheit der Menschen auf dieser Welt der Normalzustand. Häufig erinnern wir uns erst nach Eintreten des Schicksalsschlages an unser bisherig glücklich geführtes Leben und wollen schon gar nicht das Glück nah dran sehen. Schon mal darüber nachgedacht in Ihrem  Leben voller Bitterkeit und Selbstmitleid? Von 10 Menschen, die in einer ungeheuer komfortablen Situation leben,  sind vielleicht 9 in ihrem Leben nie geliebt worden.


Energie.

Weichen Sie mal einer fordernden Hand aus. Bringen Sie sich mal aus der Schusslinie. Dann spüren sie jene geballte Ladung Energie, von der ich hier schreibe.
Wir alle leben davon. Wir entscheiden, welchen von ihnen wir Energie geben möchten, die sie unausgesprochen von uns verlangen. Einer, der Energie empfängt, ein anderer, der sie ausstrahlt. Ohne unsere Einwilligung fließt keine Energie von uns zu anderen.
Null, nada, zero.

Weisen Sie jemanden darauf hin, seine  speziellen Tricks durchschaut zu haben. Vielen Dank. Es ist garantiert das Ende jener Beziehung.  Was durchaus nicht immer schlecht ist, aber auch nicht immer wünschenswert. Wenn der Energiesuchende selbst Energie aufwenden muss, um an seinen Stoff zu kommen, sucht er sich meist in Windeseile einfacher anzuzapfende Quellen.
Die Quantenphysik erklärt es uns doch seit einigen Jahren: Entscheidend, ob Welle oder Teilchen ist,  ob das Licht beachtet respektive beobachtet wird. (also man seine Aufmerksamkeit zuwendet) Denn Elektronen sind auch nur Menschen, vice versa: Sie verändern ihr Wesen, wenn man sie beobachtet.
Durch Aufmerksamkeit fließt Energie. Von dem, der aufmerksam ist, zu dem, dem die Aufmerksamkeit gilt.
Erstaunlich, dass wir Menschen so wenig darüber wissen, was diese Erkenntnis für unseren Alltag bedeutet.

Immerhin: Ich weiß es jetzt und Sie doch jetzt auch, oder?
Ich haushalte jetzt mit meiner Energie. Nichts spricht dagegen, sie bis zur Erschöpfung herzugeben, aber ich sollte wissen, warum ich es tue.
Am besten nämlich freiwillig.
Die Natur sucht immer nach ausgeglichenen Verhältnissen, nach Balance.
Die ökonomische Variante bei uns Menschen ist nicht selten die, sich einem Menschen anzupassen, statt sich um die Erhöhung des eigenen Niveaus zu bemühen, holt man den anderen lieber auf das seine herunter. Die Überlegenheit eines anderen zu akzeptieren, damit tun wir uns schwer. Überlegenheit ist potentielle Macht. Macht auch über uns selbst, also Selbstschutz. Leider tun wir das gern im Sinn des Überlegenen und selten im Sinn der Sache. Seien Sie  so wachsam wie nur möglich bei jemanden, der sich Ihnen unterlegen fühlt und am breitesten grinst. Sie werden fast ausnahmslos versuchen, die Machtverhältnisse für sich günstiger zu gestalten. Und werden dabei selten mit offenen Karten spielen. Oh, sie können auch großzügig sein, aber wundern Sie sich nicht, wenn die Affen auf Ihrem Tisch tanzen.

 

maedchenköniginWir sind die Stars unseres Lebens.
Alle anderen sind nur unsere Statisten. Wir besetzen unseren Lebensfilm mit Rollen und Nebendarstellern. Wir sind der „Leading Character“ mit allen Szenen. Wir verschaffen anderen Menschen die Hauptnebenrolle in unserem Lebensfilm. Wir suchen uns jemanden, der uns anrempelt, der selbst Star in unserem Film sein will, der sich zwei unbedeutende Szenen in unserem Leben einholt. Kurz ins unser Leben gerät und spielt als sei er der Star und eigentlich selbst in seinem Film die Hauptrolle spielt. Sie verlangen nach ihrem eigenen Wohnwagen und erscheinen ständig zu spät am Set. Ist keine große Sache für sie, dieser Film. Ist ja nur deiner. Sie wissen um dein großes Herz für jede Kreatur, die da Geräusche macht.

Ein „Ich liebe dich“ ist dann der Selbstgänger.  Insistierend gefordert von einem Menschen, der von der „bedingungslosen Liebe“ träumt. Stirnrunzeln von meiner Seite.
„Welches Wort in dem Satz hast du nicht verstanden?“
Alle drei. Was meinst du mit dem ICH?. Was mit liebe? Und was mit dich?

Mir sagte jüngst ein sehr weiser Mensch: „Liebe entsteht aus Reichtum. Verliebtheit aus Mangel, liebe Martina. Liebe kennt kein Ego. Verliebtheit kennt nichts anderes. Wer den Unterschied nicht kennt, geht mit einem Sneaker  links und einem Stiletto-Schuh rechts aus dem Haus und hadert auf seinem ganzen Lebensweg mit durchgehend schief gepflasterten Gehwegen.“

Verliebtsein fällt für mich jetzt unter Geisteskrankheiten. Verliebtheit ist ein fieser Virus. Wer Glück hat, wird irgendwann wieder gesund und kommt zu Kräften. Verliebtheit ist garantiert ein Unterbrecherschalter für den Verstand. Andererseits, ohne Verliebtheit sähen wir die Welt klar. Womit wir für den Rest der Welt komplett verloren wären. Würden wir uns genügen, wären wir wunschlos glücklich, verliebten wir uns vermutlich nicht. Niemals.

Einatmen. Luft holen.

Das lateinische Wort Inspirare  meint zu deutsch Einhauchen, Einatmen.
Zufall ist das sicher nicht. Atmen wir richtig tief durch, purzelt plötzlich die Inspiration.

Und auch die Erkenntnis.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieso es  beruhigt, wenn man durch das linke Nasenloch atmet? Wieso kann das Singen von vier einfachen Silben einen in einen Zustand der Ausgeglichenheit versetzen?

Atem ist Leben. Feuer stirbt, wenn es nicht entflammt. Unser Lebenshauch geht in den Wind, aber er geht deshalb nicht verloren. Mitnichten.Yoga ist nicht grundlos die Tankstelle für viele Menschen. Das Wort bedeutet Verbindung. Es macht uns bewusst, was im eigenen Herzen wohnt. Falls sie zerstreut umherlaufen, suchend bei Wohnungsämtern und Immobilienmaklern und Ihr Zuhause einfach nicht finden, atmen Sie tief ein. Weben Sie sich in den Lebenshauch ein, in die kosmischen Erscheinungen, deren Teil wir sind. Die Jahreszeiten, der Regen, die Sonne, der Mond, der Ozean, die Weltenräume, die Erde, der Himmel, der Luftraum, der Wind, die  Vögel, die Haustiere, die Sterne.

Erkennen.

miki asai foto

Die Türen zur Welt des wilden Selbstes sind nur wenige, dafür aber sehr besondere.
Haben Sie eine tiefe Narbe, ist es eine Tür. Wenn Sie sich nach einem tieferen Leben, nach einem erfüllten Leben, nach einem gesunden Leben sehnen, ist es eine Tür.

Heben Sie den Schleier, der das Herz verdeckt,  dort finden Sie, was Sie suchen.
Atmend.

 

 

 

Wenn dir das Leben schreibt

chinesisches sprichwort
Fühlen Sie sich gesund?

Was uns ständig umgibt, wird so sehr Teil unseres Selbstverständisses, dass es uns gar nicht mehr bewusst wird.

Morgen, morgen aber wird zum Kongress geladen.
Da sitzt dann ein zahlreiches Reha-Patientenpublikum in ihren Stühlen in einer Reha-Klinik und lauscht  den Trend-Vorträgen, die in der Klinik geboten werden.  So ein Mark Spitz-Typ, ein wirklich gut gebauter, braun gebrannter Therapeut mit Stuhl im Vorstand beginnt vielleicht so : “ Meine Damen und Herren,….ähm…in deutschen Krankenhausbetten werden immer mehr Patienten behandelt…..Heute darf ich als  fortbildungsbesessener Redner Tacheles reden…“   In der rechten Ecke sitzt ein schmächtiger und depressiv wirkender Apotheker: „Ich hätte da noch eine Pille, die….“  Geschacher um die Kranken. Kliniken stehen doch in scharfer Konkurrenz zueinander.

 

Wir wissen es schon längst:

  • In jeder Stadt gibt es Ärzte, deren Praxis 30 Prozent mehr frequentiert wird als die ihrer Kollegen. Wir alle ahnen auch, dass jener Arzt nicht hundert Prozent besser ist als seine Kollegen. Er versteht es jedoch meisterlich, seinen Nutzenvorsprung sichtbar besser zu kommunizieren. Wir machen unser Urteil an den Kleinigkeiten fest. Da wird dann der Small-Talk oder die extrem stylish eingerichtete Praxis zum Kriterium, nicht das fachliche Können.
  • Ärzte – quer durch alle Fächer –  sollen an Krankenhauseinweisungen verdienen? Haben Sie eine bestimmte Diagnose, kassiert so mancher Arzt Geld. Ups! Ich dachte, die werden bei Kassenpatienten von Krankenkassen bezahlt?
  • In Krankenhäusern steigen vor allem die Zahl der Operationen an, die sich finanziell lohnen.
  • Manch einer dieser Gesundheitsapostel lässt sich gern und großzügig von der Pharmazie honorieren, wenn dieser stetig ein bestimmtes Medikament verordnet. Ach kommen Sie, seien Sie jetzt  bitte nicht überrascht. Das wissen wir doch alle schon längst.
  • Das Bundesgesundheitsministerium  schätzt, dass jährlich zwischen 40.000 und 170.000 Patienten falsch behandelt werden- auch mit Medikamenten. Dauertherapien mit einem Medikamenten-Mix. 106 000 Tote durch die Einnahme von Medikamenten allein in den USA. Nicht durch Fehldiagnosen, nein, nein, herbeigeführt von ordentlich verschriebenen Medikamenten. Das Unheil herbeigerufen einzig durch die Unverträglichkeit und Synergismen. Das sind wenig fröhlich stimmende  Zahlen.
  • Wir Deutsche zahlen die höchsten Preise für Arzneien. Unsere Ärzte haben die wenigste Zeit für ihre Patienten. Um 30 Prozent kürzer als im europäischen Durchschnitt und damit die kürzesten in Europa. Sicherlich, wir Deutsche haben den besten Zugang zu innovativen Therapien, aber ob diese besser als die lang bewährten Maßnahmen sind? Wer vermag dies zu beantworten?
  • Der Rollator ist schon jetzt ein erfolgreiches Trend-Produkt. Mode Medizin. Mehr als zwei Millionen sollen – so schätzen Experten – auf deutschen Straßen sein.
  • Die Bedeutung der Mehrfacherkrankung steigt in unserem Land.
  • Die psychischen Erkrankungen im Land Nordrhein-Westfalen steigen ebenso stetig, lautete vor wenigen Tagen eine Meldung in den Medien.
    Im Interview ein Psychotherapeut mit Wartezeiten von einem Jahr oder der Option auf einen Abendtermin um 22 Uhr.
  • Nicht nur zapplige Kindern, sondern auch einfach „lästig“ scheinende Kinder werden mit  kleinen, weißenTabletten versorgt. Die Aufmerksamkeitsstörung ADHS oder ADS hat sich etabliert. Zappelphilipp-Syndrom. Riskant viele Psycho-Stimulanzien werden verteilt. Übrigens auch an Ältere.
  • Die Zahl der Sprachheilbehandlungen bei Kindern stieg ebenso in den vergangenen Jahren. Nur etwa jeder zehnte Fall hat eine medizinische Ursache. Heilpädagogik, Logopädie und Psychomotorik. Bei der geringsten Auffälligkeit werden sie in Therapie gesteckt. Es ist nicht das „Leben als gehetzter Raum“, es sind sogleich gestörte Kinder. Was scheinbar krankt, muss geflickt werden. Das manche Kinder verträumter, langsamer oder schräger als andere sind, halten Eltern und Lehrer nicht mehr aus? Wenn ein Kind heute nicht mehr eine dreiviertel Stunde ruhig sitzen kann, gilt dies als nicht mehr entwicklungsgerecht? Kinder werden bereits im Kindergarten wie Spalierobst zurechtgeschnitten. Kein zartes Lispeln, kein Tagträumen, nicht die kleinste Tappigkeit beim Balancieren,  nicht mal die kleinste Beinlängendifferenz wird toleriert.  Diese an die Medizin abgeschobenen Kinder, sind sie nicht allzuhäufig schlecht bewältigten Lebensumständen geschuldet?
    Um wen müssen wir uns hier eigentlich Sorgen machen?
    Um zukunftsverängstigte Eltern, die wie Löwen um ihre Kinder kämpfen  und aus der Mücke einen Elefanten machen? Um Eltern, die sich gar nicht kümmern? Um Lehrer, die den Charakter eines Kindes pathologisieren, weil sie nicht in die „Norm“ passen? Um ein System, das Kinder durch ein Bildungssystem peitscht, ohne auf ihre Fähigkeiten Rücksicht zu nehmen? Um Lehrer, die müde sind von den Ansprüchen der Politik und der Elternschaft einerseits – und den Flegeleien der Kinder andererseits. Um Kinder, denen in der Gesellschaft und im Elternhaus immer weniger Grenzen  gesetzt werden? Kinder zu neurotisch, zu dick , zu fernsehbesessen. Richtiges Freizeitverhalten wird an Schulen (!) geübt.  Wie viele Lehrer funktionieren selbst nur noch mit Psychotherapie und Medikamenten?idee63

Fühlen Sie sich noch immer gesund?

Was die Strömung beim Schwimmen ist, sind die Markt-und Branchentrends in der Wirtschaft –  auch der „Gesundheitswirtschaft“.
Akteure der Gesundheitsbranche sind in ständiger Interaktion mit ihrer Umwelt. Weltmeisterliches unternehmerisches Talent lassen ihnen Flügel wachsen. Das Gesundheitssystem bläht sich auf und auf. Menschen scheinen im gleichen Maße krank zu werden.
Ärzte, Psychotherapeuten, Psychologen, Physio-und Ergotherapeuten, Logopäden schaffen ihre eigene Nachfrage.
Bill Gates wäre stolz auf sie.

Nicht wenige sehen in ihnen den magischen Helfer mit magischen Mitteln. Defizite machen uns beredt: Bei Spracheinschränkungen, Depressionen, Neurosen und Psychosen wissen wir Bescheid.  Die Dominanz unserer „Kultur der Schwäche“ finden wir in unserer Sprache Psychologen beschäftigen sich in über 40.000 Veröffentlichungen mit Depressionen, während ihnen die Analyse des Glücks gerade mal ein Tausendstel dieses Aufwands wert ist.  Daten und Zahlen erhalten Applaus.

 

Wer Stärkenmanagement anstrebt, sollte sich nicht auf diesen trügerischen Schein von umsorgter Sicherheit verlassen.

Paradoxerweise vertrauen wir genau solchen Menschen, die uns ein Schauspiel präsentieren, denn wir denken, sie haben den richtigen Zugang zur Realität, übersehen aber, dass sie uns nur größtenteils ein Schauspiel aus Imagegründen präsentieren. Dabei passen wir uns auf ein der Umwelt angepasstes Selbst an, lösen uns von unseren wahren Gefühlen und beugen uns der herrschenden Ideologie. Das ist dann quasi der Selbstverrat an seinen eigenen Gefühlen und dem eigenen inneren Wissen.

Der bloße Gedanke an Vorbeugung nährt doch schon ein ganzes System von Befürchtungen. Und so leben wir mitunter mit dem irrigen Gefühl, wir würden uns jede erdenkliche Krankheit zuziehen, falls wir uns selbst überlassen sind.
Dazu kommen dann noch ein paar kranke Menschen, die nur allzu gerne die Verantwortung abschieben, für eine Lebensweise, die sie nicht zu ändern gewillt sind.

Stellen Sie es sich einmal vor.
30 Grad, Sommer satt, ein laues Lüftchen, entspannende Reggae Musik, keine Krankheiten und keine  Pseudohelfer weit und breit in Sicht. Kranksein war gestern. Patienten, die mitdenken und  nicht mehr ihre Gefühle aus der Kindheit, als sie von Eltern umsorgt waren, auf den Lebenspartner, den Arzt oder den Psychotherapeuten oder auf wen immer übertragen.
Ganz der sein, der Sie eigentlich sind.

Sie und ich sind eine Einzelperle mit Begabungen und Stärken, ganz individuellen. Wir Menschen sind gleichwertig, aber wir sind nicht gleich.

CoverWer sich für die Destruktivität in dieser Welt interessiert, dem sei das Buch von Arno Grün „Der Wahnsinn der Normalität“ ans Herz gelegt.

Thema dieses Buches ist die angebliche Gesundheit von Menschen, die den Zugang zu ihrem echten inneren Selbst verloren haben und sich auf ein „manipuliertes“, sich der Umwelt angepasstes Selbst beziehen.

Ganz nach dem Motto: „Wer krank ist, muss kerngesund sein.“

Mega-Trend Mensch.

computerfreiertag3Mutet es nicht seltsam an?
Ein Husten im Juli ist nicht weiter tragisch.
Ein Husten in der Grippe-Saison jedoch ist entschieden verdächtig.
Gebetsmühlenartig werden uns Check ups, Grenzwerte, Impfungen, M.T & C.A.T oder auch Sprachbehandlungen wegen familiärer Anwendungsdefizite in Endlos-Schleife offeriert –  alles ein äußerst lukratives Geschäft.

Prävention  – wer kann dagegen sein?
Die Abweichung von der „Norm“ kommt einer Gesundheitsstörung gleich. Wer stetig zappelt oder ein Problem mit der Stille hat, der muss behandelt werden. Standardmäßig erhält jeder Herzinfarkt- Geschädigte ein Cholesterinsenker. Menschen nehmen über den Tag verteilt ein Mix von Tabletten ein – manche davon zur Bekämpfung von Nebenwirkung von anderen.
Jeder Fünfte wird ganz sicher depressiv, sagen uns die Experten. Und wenn Sie sich nicht niedergeschlagen fühlen, dann verbergen Sie Ihre Depression nur so raffiniert, dass Sie sie selbst nicht mehr spüren.

Eine ganze Check-up- Industrie zertifiziert uns unseren Gesundheitszustand. Wir misstrauen unserem eigenen Körper. Ganz nach dem Motto: Es gibt keine gesunden Patienten, es gibt nur schlecht untersuchte.

Wir blicken skeptisch auf  Heilmethoden indigener Völker, holen uns aber ihre Kräuterpflanzen, um dank ihnen am offenen Herzen operieren zu können.

Für einen Schamanen im afrikanischen Dagara legt unsere Beziehung zur Natur und ihren Gesetzen fest, ob wir geheilt werden oder nicht. Bei den Aborigines gibt es allein 100 Pflanzen für Magenbeschwerden.  Hoch oben im Himalaja lebt das Volk der Lepcha. Auf kleinstem Raum gedeihen dort viertausend Heilpflanzenarten. Den meisten Portugiesen ist die Kraft der Olivenbaumblätter bei Magenbeschwerden bekannt. Sie machen sich einen Tee daraus.

Wissen Sie noch um die starke Heilkraft der Brennessel, die nicht ohne Grund direkt vor unserer Haustür wächst? Sind Sie dem Wundermittel Schafgabe,  Zinn- oder Eisenkraut schon einmal begegnet?

Shaolin-Mönche energetisieren Wassen zu Heilwasser.  Kinesiologen in unserem Land arbeiten mit nichts anderem als der Energie, die uns umgibt. Während wir mit Chemotherapie Zellen – auch gesunde – vergiften und verstrahlen und das schwächen, was wir eigentlich genau in jener Zeit bräuchten, nämlich unser  starkes Immunssystem, werfen die Maya im Verständnis um Krebs einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Nicht ohne Grund lud eine Schweizer Klinik  Heiler der Maya ein. Sie stellten ihr traditionelles Medizinsystem, ihre Konzepte von Gesundheit und Krankheit vor, wissend, dass man hierzulande in der Krebstherapie an seine Grenzen kommt. ( mehr dazu: Heilwissen indigener Völker)

don Chapito

Maya Don Chapito, 101 Jahre

Bei uns stehen die Zellen im Zentrum. Bei den Maya, wie auch bei allen anderen indigenen Völkern, ist der Mensch Teil eines ganzheitlichen Systems. Der Mensch ist Teil eines großen Ganzen, das sie als „Cosmovision“ bezeichnen.  „All is about Harmony“.  Menschen werden für sie auch krank, wenn sie soziale Regeln brechen oder die Natur missachten. Für sie kommen manche Menschen mit reduzierter Lebensenergie zur Welt. Spirituelles und Pflanzen werden zum Heilen eingesetzt.

lobsang

Tulku Lama Lobsang

Der Ursprung aller Krankheiten ist unsere Unwissenheit.
Unwissenheit?
„Ja, Unwissenheit. Sie wissen nicht, dass Sie wissen. Öffne deine Augen. Öffne einfach deine Augen. Das Glück ist nicht etwas, dass man suchen muss. Liebe ist die beste Medizin.“
(Tulku Lama Lobsang, Arzt und  ein hoher buddhistischer Meister aus dem Tibet)

Spüren Sie schon den Druck in der Magengrube?
Die Diagnose: Geschieden vom Herzen.

fuehlen maedchenWas Ihr Leben in diesem Fall möglicherweise benötigt, ist eine massive Injektion von Freude und Begeisterung, damit ihr limbisches System umschalten kann zu „Hüpfen im Herzen“.
Glocken müssen auch angeschlagen werden, wenn sie läuten sollen.

Aber passen Sie auf, dass Ihr jubelndes Herz vom vielen Hüpfen nicht Muskelkater bekommt.

Wer weiß, wonach er sucht, tut sich beim Finden erheblich leichter.
Dies gilt auch für die Suche nach unseren Stärken… und unserer Gesundheit.
Anerkennung, Wertschätzung,  Mitfühlen. Liebe. Einfachheit. Erfolgserlebnisse, Aufmerksamkeitsfokus verbunden mit Bauchatmung sind dafür besonders effektiv.

Wir vibrieren. Wir schwingen. Wir strahlen die  Summe all dessen aus, was wir gerade bewusst und unbewusst fühlen, denken, glauben und wünschen. All unsere Stimmungen, Emotionen, Gedanken, Wünsche, Widerstände und gegenwärtigen Glaubenssätze machen unser Lebensgefühl aus. Wir strahlen es in das Universum hinaus. Schwingungen erzeugen Resonanz. Wir brauchen keinen Wunschzettel mehr  schreiben, der von unseren Eltern erfüllt wird. Unser Bewusstsseinszustand schreibt ihn uns.

Vergessen Sie nicht: Unser Unterbewusstsein übernimmt negative Bewusstseinszustände. Negative Glaubenssätze nehmen uns und auch anderen die Energie. Denkend (und fühlend) wird der Angst, der Lust oder Sehnsucht Beständigkeit verliehen.

In unserer Gesellschaft werden positive Schwingungen gern niedrig gehalten.  Und so vergessen wir schon mal unsere eigenen Stärken. Besonders in Kulturen, in denen Bescheidenheit eine Tugend ist. In Deutschland darf jeder sicher sein, der an seine Stärken (sein Talent) glaubt und dies auch sagt, im Fall der Niederlage, Spott und Hohn zu kassieren. „Hochmut kommt vor dem Fall“ ist nicht zufällig ein deutsches Sprichwort. Und so halten wir unsere Schwingung niedrig. Schon als Kinder haben wir es lernen müssen. Ist ihre Schwingung hoch, dann zeigt sich, was sie denken. Das bedeutet Konsequenzen. Und davor haben sie Angst.

Ist es nicht verrückt? 
Wir sind zum Entscheiden geboren. Dabei zapfen wir in Entscheidungen quasi unbewusste Quellen an, in denen Wissen über die Welt abgespeichert ist, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wir werden in diese Welt mit einer Zahl von Programmen von Möglichkeiten gesetzt, von denen uns nur leider ein großer Teil wieder aberzogen wird.
Wir klammern uns an das, was wir haben: Geld und Besitz, gewohnte Lebensarten, gewohntes Verhalten. So mancher leidet lieber an Gewohntem, als seine Chance zu nutzen.

Die Ärmel hochkrempeln und nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen das Leben anpacken dürfen, kann Freude bereiten.
Unsere Vibration auf einem guten Level halten, ebenso.

Wir wäre es damit?
Leben leben und es nicht aus Ihren Händen geben.

Achtsam werden im täglichen Denken und Handeln. Und zwar ohne inneren oder äußeren Zwang. Energie will fließen.
Lassen Sie sich nicht von einem Wirtschaftszweig „Gesundheit“ vereinnahmen, der Sie vor allem als kranken Menschen braucht.

Wir schöpfen unseren Glauben an die Liebe doch auch aus der Gewissheit, zu immer mehr Liebe fähig zu sein. Das werden Sie selbst bestätigen können, oder? Wenn Sie meinen, Ihr Partner würde sie nicht lieben, haben Sie schon verloren. Warum? Weil von Ihnen selbst die Wandlung ausgeht. Ohne dafür etwas zu tun, funktioniert es allerdings nicht.

Also, passen Sie bitte auf, dass man Sie nicht  als Patient besonderer Güte während Ihrer Heilbehandlung im Moorbad vergisst.


Wenn wir immer öfter „unser Leben leben“, uns mit Positiv-Gegebenheiten umgeben und die Dinge tun, die wir am besten können, wenn wir stärkenorientiert leben, setzen sich viel Lebensfreude, Begeisterung und Energie frei. Das ist Medizin, die gesund macht.

Nehmen Sie bei Ihren Talenten und Stärken genau Maß.
Und wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann nehmen Sie noch genauer Maß.
Das Leben ist ernst genug, also machen wir mehr daraus.

Und – aus besonderem Anlass – für alle, die glauben, sie müssten erst andere glücklich machen, bevor man anfangen dürfe, sich um sein eigenes Glück zu kümmern, möchte ich an dieser Stelle daran erinnern: Entscheiden Sie sich bitte höchst eigennützig – und im Interesse aller Menschen – Ihren Lebensstil punktgenau auf Ihre Talente und Stärken auszurichten.

Schlüsselwort „Muster“.
Schauen Sie mal einem zwanghaften Kaffeetrinker zu, wenn die Tasse zur gewohnten Zeit nicht erreichbar scheint.

MädchenautoSind Sie sich Ihrer Rhythmen bewusst?
Sie wissen schon, die Zeit bis es läuft, um den richtigen Rhythmus zu finden. Dieses Einschwingen, dieses Flow-Erlebnis, wenn wir etwas zustande bringen, ohne Reibungsverlust. Sie kennen sicherlich ebenso Ihre Performance an rhythmusfernen Tagen, wenn es Ihnen nicht gelingt und Sie stattdessen die Möbel  zum x-ten Mal rücken, die Küche aufräumen oder gedanklich auf dem Nürburgring fahren und Ihnen die Kurven nicht rund genug erscheinen. Oder Sie liegen einfach auf Ihrem Sofa und es gelingt Ihnen nicht, Muße-Zeit unterzubringen, weil alle Plätze in Ihrem Stammhirn unbewusst schon durch Muster besetzt sind.

Das Schlüsselwort „Muster“ charakterisiert am besten die  Organisation von Energie in unserem Stammhirn. „Muster“ sind organisierte Energie. Sie stabilisieren uns und sind daher so schwer zu verändern. Darum sitzen sie so gern in Ihrem Lieblingsessel oder legen so viel Wert auf Ihre Lieblingsgarderobe und Ihren Lieblingsurlaubsort, den Zeitpunkt Ihrer Tasse Kaffee, des Zeitungslesens.  Sie sind unsere vertrauten Raumanker und können durch das Wegfallen für so manchen fast zum tödllichen Stressfaktor werden.  „Muster“ sind gleiche Ideen, die wir wieder und wieder hören. Der gleiche Radiosender, das Prinzip Fairness, unsere Lieblings-Gute-Nacht-Geschichte, unsere Lieblingsmelodie, das Lieblingsessen, die Lieblingszeit für ein tägliches Glas Wein. Wiederholungen geben uns Sicherheit, bewusst oder unbewusst. Ihre Gewohnheiten können aber auch Ihre Persönlichkeit einengen.

Solange wir keine neuen Sandbänke (neue Kontexte) installieren, wird das Wasser weiter dahin fließen, wo es immer schon hingeflossen ist.

Mit den besten Wünschen für Ihre stärkenstarke Zukunft.
Bleiben Sie gesund.

Dichtkunst

martina stehend

Ich möchte für das Beste werben.
Und bitte glauben Sie mir jedes Wort.

Manche Menschen bieten uns mit ihren Gaben den Himmel an.
Sugar & Mohr sind zwei solche.
Da treffen Wortpoesie und Bildkunst in schönster Symbiose aufeinander.
Bei ihnen schmunzeln Zitronen und mit gespitzten Lippen giert es nach einem Tropfen
oder man taucht ein in jene Klarheit, die unter einem flutet. 


…Und lesend wird es weit in einem, so weit wie ein schönes Tal.
Herrlich zu lesen, was Sugar verschüttet. Von der Erde bis zum Monde.

Sugar4all

   …a great place to be

sugar4allmohr

Die Vergangenheit wird müde

lehnt sich zurück

und teilt Gedanken

aus mosaikfeinen Bildern gleich.

Illusionen werden geweckt

zerbrechen in ihrer Kraft,

nichts durchdringt den Geist

nur das kleine Bildnis bleibt.

Das zärtliche Gefühl

den Durchblick zu bewahren

stellt den Mut davor,

berührt das Leben

durchdringt die Sperre der Vernunft

und lässt dem Wahrhaftigen

die Vollkommenheit seiner Entzückung.

(copyright Sugar&Mohr)

Hab ich Ihnen zu viel versprochen?

mehr auf Sugar&Mohr

heute und zu allen Stunden.

Das Leben geht vom Herzen aus

farben wasser

 

und nicht vom Ego.

Also ehrlich, das möchte ich an dieser Stelle nun doch kundtun: mein Bedarf an Geraden ist gedeckt. Schnurstracks irgendwohin unterwegs, aber nicht näher am Ziel und schon gar nicht zur Zufriedenheit auf dem Weg. Womöglich noch mehr Energie abgeben, als ich habe. Immer den kürzesten und schnellsten Weg suchend, dabei sollte ich es wissen: Alles Leben folgt Kreisformen.  Die Natur hat wenig Bedarf an Geraden.  Überall Kurven und Kugeln. Rund ist die sicherste Form. Sprechen Sie mal mit einem Wassermolekül. Die wissen schon immer davon. Flüsse wissen es auch. Höchstwahrscheinlich  ist jener Schöpfungsverantwortliche auch rund.

Nur unser Ego nicht. Das fühlt sich eher eckig an.

Sind wir doch ehrlich. Wir alle leben ein Stück weit davon.
Wir alle haben Mittel und Wege, uns Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Das Ego kann sein Haupt erheben. Es kann  so stolz sein.
Gern halten wir dann zurück oder spielen nicht mit offenen Karten. Die Körpersprache, die Augensprache, urteilende oder abwertende Gesten, lieblose Kommentare.  Laut und leise wird gefordert. Alles, damit uns ein anderer Mensch entsprechen soll.

Wir täuschen uns selbst und bitten um die falsche Nahrung.

 

maschreibend
Sie werden staunen, für wie viel Verhalten Angst zuständig ist.
Aus Angst vor weniger Anerkennung, aus Angst und Begierde planen wir uns zu Tode, zeichnen wir unser Leben über eine mögliche Zukunft vor,  vergessen wir die Sorgen anderer,  treffen wir kleinmütige Entscheidungen, sehen wir nicht, was uns täglich an Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt wird,  kämpfen wir täglich mit Gespenstern, teilen wir die Welt in Dein und Mein ein, benutzen wir Menschen, aus Angst vor den Folgen treffen wir lieber rationale Entscheidungen. Angstvoll denken wir über unsere Zukunft nach, angstvoll unterdrücken wir Gefühle und tun so dabei noch so, als wäre die Aggression nicht auch ein Teil unserer Gefühlswelt. Die Aggression ist ein Teil unserer Gefühlswelt.  Jeder, der seine Wut oder seinen Ärger unterdrückt, unterdrückt zwangsläufig immer auch Liebe.  Denn das Eine ist nicht ohne das andere zu haben. „Wer Liebe ohne Wut haben will, will essen ohne Hunger.“   Der Motor für die „negativen“ Eigenschaften in der Welt ist eine anerzogene Angst.

Angstvoll  klammern wir uns an unsere eigene Meinung und Wunschbilder, an Ideale und Träume. Angstvoll konkurrieren wir miteinander, beweisen wir einander,  verhalten wir uns starr oder geradezu starrköpfig, meiden wir unbequeme Reisen, kämpfen wir sinnlose Kämpfe, statt zu fühlen. Wir lassen uns wegtragen.

Dabei verlernen wir das natürliche und herzliche Leben.

Außen ist nur ein Vorwand.
Der Mensch lebt von innen heraus.
Die Ursachen liegen innen.

Wir tragen unseren Himmel in uns.
Unsere Hölle auch.

martina meditierend

Trainieren wir besser unsere Mut-Muskeln und lassen uns nicht bedingungslos umformen.
Verlassen wir uns besser auf unsere Intuition.

Es liegt in der Natur der Sache, dass etwas schiefgeht. ALLES gehört zum Leben. Die Welt ist bunt. Zeiten der Not enden irgendwann. Zeiten des Erfolgs verwandeln sich wieder in schwierige Lebensphasen. Unsere Vorstellung von Glück hat mit der Realität wenig zu tun.

Hätten wir nur Glück, säßen wir vermutlich faltenlos unter Bäumen, die bis zum Himmel wachsen. Ist das die Realität?
Und glauben Sie nur nicht, unser Glück sei selbstgemacht. Selbstüberschätzung und Selbstherrlichkeit sind die Folge.

Erst jüngst schenkte mir ein weiser Mensch diese eine Wahrheit:

„Martina, hochfliegende Träumen haben nichts,  aber auch gar nichts mit Fliegen zu tun. Ein Geschäft ausschlagen, das einseitig zu deinen Lasten erfolgt, ist kein Versagen der Liebe. Es ist Lehrstoff des täglichen Lebens. Das, was gegeben wird, folgt oft ganz klaren Regeln. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird zurückgewiesen. Das sollte nicht verwechselt werden mit der Liebe, die nur ein Ziel kennt – zu lieben.“

In dieser unermesslich großen Sphäre Leben sollen wir  als Mensch weit werden.
Bereit sein.
Für die Liebe.
Die Liebe sagt: Ich liebe.

Weder dies noch das.
Keine Vorlieben haben.
Auch negative Erfahrungen sind für die Erkenntnisfähigkeit und Reifung von Bedeutung. Beide Seiten sind unverzichtbar. Nur so erkennen wir, dass alles in dieser Welt miteinander zusammenhängt.

Die Wahrheit liegt im Herzen.
Berührung sieht nur mit dem Herzen gut.