Rückblick auf das Jahr 2015

willkommen

 

Etwa 100.000 mal wurde dieser Blog im letzten Jahr besucht.  Ein Geniestreich von WordPress, den Louvre für meinen Blog heranzuziehen. Wäre dieser Blog jenes Museum in Paris, so schrieben sie,  würde jenes Museum gut 4 Jahre brauchen, um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen. Der 21. Juli sei mit 600 Besuchern der geschäftigste Tag des Jahres gewesen.

Dieser Blog ist keine Ausstellung im Louvre, sondern ein Ausstellungsstück meines Herzens. Dieser Blog ist mein Schreibbuch, das solcherlei Zahlen nie im Sinn hatte. Doch nun gibt es sie.  Und es gibt Sie, liebe Besucher, die für diese Zahlen sorgen. Unverändert weiter steigt die Kurve,  obwohl ich seit September keinen einzigen Beitrag mehr schrieb.Darüber bin ich am meisten überrascht und zugleich freut es mich wirklich sehr.

Ich sage Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Ihr lieben Kommentatorinnen und Kommentatoren, einen herzlichen Dank.
Tausendfach. Hunderttausendfach.

Möge es  ein wundervolles Herzensjahr 2016 für Sie alle werden. Ich wünsche Ihnen ein Jahr, das Sie willkommen heißt. Ich wünsche Ihnen ein Jahr 2016, dass Sie WERDEN lässt, der Sie sind. Ich wünsche Ihnen Momente der Rast und Ruhe. In Momenten des Zweifelns wünsche ich Ihnen gute Freunde an Ihrer Seite.  Freunde, die Ihnen sagen: „Ich gehe mit dir da durch!“ Ich wünsche Ihnen einen Narren an Ihrer Seite, der Ihnen immer mal wieder leise ins Ohr flüstert: “ Sieh sie nur, deine Freiheit und deine Welt voller Möglichkeiten!“  Und einen Magier, der Ihnen von Ihrer Kraft erzählt, von der Kraft, wie sie aus dieser Welt einen besseren Ort  machen. Und der Ihnen sagt:  “ Du bist ein besonderer Mensch. Sei unbesorgt, keiner kann Dir Deine Chancen wegnehmen!“ Mögen Sie „Ja“ sagen wollen zum Lieben, zur Verbundenheit mit sich selbst und zum Nächsten!

Ich wünsche Ihnen ein Jahr  der Klarheit und Lebensfreude.

 

In diesem Sinne…bis zum nächsten Beitrag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschenkte Worte

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hat mich erreicht.  Ein Satz, der mir reine Freude schenkt.  Es ist, als ob die Sonne, der Mond und die Sterne genau in mich hineinscheinen.  Es ist Gefühltes, das nicht sorgfältig abgewägt wurde, gar berechnend daher kommt. Schönes inspirierendes Licht. Worte, die im Himmel anfangen und enden. Mit Wertschätzung vorbeiziehend, nicht festhaltend.  Gefühltes, das mich daran erinnert, jeden Augenblick willkommen zu heißen. Die guten oder die schlechten Augenblicke.  Jeder Augenblick ist ein Geschenk. Gesegnet sind wir Menschen, alleine schon dadurch, dass wir hier sind. Dazu bestimmt, Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen, einander zu lieben. Echte agape, echte Liebe. Wissen, wann man geliebt wird und wann nicht. Erkennen, dass wir alle in dieses Leben gebracht wurden, weil der „Himmel“ uns liebt.  Wissen, was zählt, ist das Leben. Aber nicht nur: leben und leben lassen. Sondern eher leben und beim Leben helfen. Beim Wachsen helfen, auch durch einen fröhlichen Blick., auch durch Dankbarkeit und Demut. In die Tat umsetzen, was man Gutes weiß. Dem Himmel sei dank für diese besonderen Worte. Weil sie so sehr auf das Wesentliche zurückgeschnitten sind. Schön, wenn man sie fühlt und dazu noch verschenken mag:

herzenswaerme
Ich sage tausend Mal Dank.

Von meinem Leben habe ich mir früher so einiges erträumt. Das tun wohl alle irgendwie. Gute Träume, innen bewahrt. Ich habe mich mein Leben lang für Träume interessiert. Träume, so sagen die Tibeter, bereiten uns für den Tag vor. Sie bestimmen uns. Vorausgesetzt, dass wir genug schlafen, tun sie ihr Bestes, um uns zu sagen, was wir wirklich sind.

Heute sitze ich inmitten einer Wolke. Eine Wolke, in der  ich bin und die zu mir gehört und mir die Kraft gibt.

Sehr lächelnd mit Herzensgrüßen – auf Kurs.

Ein Hoch auf die Langeweile

modelaessig

Warum weniger manchmal mehr ist.
Eine Kolumne von Martina Kunze

Ich langweile mich nicht. Ich rase, was das Zeug hält. Auf nach Stress-City. Ab ins Theater. Die nächste sonnige Entspannungsrunde steht auf meinem Selbstliebeprogramm. Der Blick auf die Uhr sagt mir, ich komme zu spät. Der moderne Mensch hat keine Zeit mehr. Ups. Versehentlich Radfahrer umgeschubst. Naja, was fährt der da auch. Schon okay! Man hat es ja wirklich nur mit Verrückten zu tun. Ähm. Sprache dient übrigens vor allem dazu, unser Verhalten zu rechtfertigen. Oberstes Ziel der Evolution war nicht, Wahrheiten zu vermitteln. Also damals, als sie vor 50.000 bis 80.000 Jahren das Zeichensystem Sprache entwickelten. Und mein Arbeitsgedächtnis, das ich für das Planen und Entscheiden zwingend benötige, hat lediglich eine Kapazität von 50 Wahlmöglichkeiten pro Sekunde. Zudem registrieren unsere Augen lediglich 10 Millionen Bits pro Sekunde. Das Gehirn kann Information nicht beliebig schnell verarbeiten. Darum ist Aufmerksamkeit ein knappes Gut. Manche Vorgänge bleiben im Kopf unvollendet. Manchmal blocken wir sogar ab. In jedem Fall verzichten wir auf einen großen Teil der eigentlich verfügbaren Information. Bilden Sie sich ja nicht ein, dass Sie alles erkennen im Leben.

Allen Widrigkeiten zum Trotz verzögere ich darum Zeit an der Tankstelle. Ich bewege mich mit aufreizender Langsamkeit. Doch dieser Versuch findet wenig Anklang. Wie schnell sich die Gesichtszüge von Menschen verändern können. Hupen an einer Tankstelle finde ich ja so was von daneben. Es hallt und ist darum doppelt laut. Meine Ohren tun weh. Was der Augenblick mir gerade sagt, wird später überprüft, geordnet, frisch gewagt.

gandolf

Ich muss mich beeilen. Bloß nicht denken. Einfach rein. Von der Arbeit ins Theater. Garantiert keinen Parkplatz finden. Den ersten Akt um eine halbe Stunde verpassen. Im 2. Akt einschlafen. All reden von Multitasking. Früher ging man nach der Arbeit nach Hause, hat eine Kleinigkeit gegessen, geduscht und sich fein gekleidet für den Abend. Ich schwör`s, der nächste Stau ist meiner. Da bekomme ich dann die Zeit, nach der ich mich so sehr sehne.

Anderen zuhören? Sich Zeit für andere nehmen? Schneller geht`s, wenn man sich das alles spart. Und wozu denn Sachen durchdenken. Diese Welt fordert Schnellschüsse. Flankiert von Websites, Facebook, App`s, E-Mails und SMS.  Mein Twitter-Account quillt über. Immer mehr Ablenkung. Immer mehr Entscheidungen sind zu treffen, weil die Angebote an Zahl stetig zunehmen. Immer mehr nehmen sich immer weniger Zeit, um ihrem Leben einen persönlichen Stempel aufzudrücken. Wir haben immer mehr Freizeit, aber keine Zeit mehr. Damit uns Sklaven der Selbstoptimierungspropaganda nur keine Zeit unnütz verstreicht. Bloß nicht das Gefühl der Leere spüren. Zeit ist Geld.  Wegen dieses aufgedruckten Versprechens muss immer mehr Nutzen in Zeit untergebracht werden. Keine Zeit zu haben, ist quasi ein Status-Symbol. Alles ist ultra! Alles ist cool! Fortgerissen im Zeitstrudel. Wir folgen einem Zeittakt, der uns nicht entspricht. In  meiner Brust pulst alles.  Oh, du heile Welt. Ich dachte, wir leben in der besten aller Zeiten. Denkste!

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Jaahaa. Freude. Freude.

Täglich etwas fallen lassen

mann meditierend

Vielspurig sind wir unterwegs.
Manches zerrt. Manches  macht sehr betroffen in unserem Leben. Manches läuft schief. Anderes braucht Disziplin. Manchmal erleben wir Freude und Leichtigkeit. In wieder anderen Momenten fühlen wir uns klein und ausgeliefert, verärgert oder gar wütend.
Manchmal  sind wir frustriert, hätten wir mehr Zeit im Gespräch gebraucht. Aber längst nicht alle nehmen sich einfach so die Zeit. Nur allzu gern verstricken wir uns in  Konditionierungen, in Bewertungen und Urteilen.
Eng und ideenlos wird man in solchen Momenten. Das Leben lässt grüssen.
Leben ist Schwingung, manchmal schwingt es sanft, manchmal freudig ausgelassen, manchmal düster und traurig. Mitunter ist es ein starkes Aufbäumen und ein Befreiungsakt. „Lieber ein Jahr wie ein Tiger leben, als tausend Jahre wie ein Schaf“ , sagen uns die Tibeter.

Abstand ist heilsam. Über sich lachen zu können übrigens auch.
Lösen.
Loslassen.
An einem Tag X blickte ich auf jenen Mann. Und dieser Moment wurde das Schönste des Tages.
Im höchsten Maß hingebungsvoll. Diese Hinwendung zog mich in den Bann.
Wege gehen, die jenseits der Sprunghaftigkeit zu finden sind.
Alles wird gleich gültig. Es ist. Und ich kann erfahren.
Ich will nicht das eine haben und das andere weg haben.
Heraus aus dieser Ich-Welt.Und plötzlich fügt sich alles ein.

Meditation ist ein gutes „Werkzeug“, um sich zu erweitern,
um von innen heraus zu lassen, was wir häufig so angestrengt im Außen tun.

Der Mensch bringt sein Haar täglich in Ordnung.
Warum nicht auch sein Herz?

In diesem Sinne…

Einbeziehen macht jeden wertvoll fühlend

Die Liebe ist in einem selbst –  und nur dort, also auch nur dort zu finden.

Vor gut einem Jahr schrieb ich die folgenden Zeilen.
Ich mag sie noch immer sehr und heute ist so ein Tag, an dem ich sie als für mich wesentliche Gedanken noch einmal scheinen lassen möchte.
Manches kann man sich gar nicht häufig genug bewusst machen.

Ich kann sprechen, wenn du mit mir sprichst.
Ich werde zuhören, wenn du mit mir redest.

Ich kann dir helfen, wenn du Hilfe brauchst.
Aber verletze mich nicht, denn ich kann fühlen wie du.

Niemand kann Liebe geben, wenn er sich nicht geliebt fühlt. Deshalb besteht die einzige Verantwortung darin, die Liebe zu fühlen, die in deinem Herzen ist, und anderen zu helfen, sie ebenfalls zu fühlen.

Fühlen in Demut und nicht in Hochmut. Ich werde dich nicht zurückweisen. Ich werde nicht so tun, als wärst du wertloser als ich. Ich werde eine Möglichkeit finden, uns beiden gerecht zu werden.
Es gilt, das Nein zum Verhalten des anderen nicht zum Nein auf ihre Bitte um Liebe und Unterstützung werden zu lassen.
Es ist kein Geheimnis: Die Samen aller Handlungen liegen in unseren Gedanken. Indem wir denken, ich kann diesen Menschen nicht leiden, greifen wir ihn an. Wir müssen die Samen unserer Gedanken entdecken und uns mit ihnen auseinandersetzen. Wir müssen lernen, für sie Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen diese Haltung der Ächtung und Bestrafung aufgeben und uns auf Heilung konzentrieren.
Wir können darin unterstützen, dass Menschen sich ihre Gefühle der Wertlosigkeit oder andere negativen Gefühle bewusst machen und sie ihre Glaubenssätze in positive verwandeln.

Möge dein Herz voller Wärme sein.
Mögest du immer ein nettes Wort für alle haben, die dir begegnen.

Wir sind nicht entweder oder, wir sind ein Sowohl als auch.
Mögest du den Mut finden, deine eigene Unvollkommenheit anzuerkennen.

Möge alles um dich herum mitziehen, in Liebe und mit dem Verstand des Lebens.

Durch Handlung werden wir.
Halte deine Liebe und Unterstützung nicht zurück.

Gänzlich Unausgesprochenes

moeglich

How to thrive in a complex world.

Die Funkstille lebt vom Unausgesprochenen.

Schweigen. —-

„Schweigen klingt nach einer guten Strategie.“
„Möglich. Alles Konzentrationssache. “
„Der ist da wie reingeboren. In das Schweigen. Klar, thematisch ist er damit etwas eingegrenzt. Und er wirkt auch ein wenig unfreundlich. “
„Steckt Angst dahinter?“
„So würde ich das nicht sagen.“
„Klingt als sei er sehr gewitzt.“
„Absolut. “

„Schweigen ist eine wunderbare Klageschrift.“

Ich haengendmusste in mich hineinlachen.
„Schweigen? Du meinst diese  kleine, leuchtende Empfindung, die das Leben so sehr behindert? Feststecken.  Abbrechen. Bomben legen. Innerer Rolladen. Zurückweisen, weil einem nicht gefällt, was der andere sieht. Das Ende seit Wochen vorbereitet, denn Ich weiß doch schon längst, was jetzt kommt, warum soll ich reden? Den Lebensraum anderer einschränken. Dazu die stolze Darstellung nach außen?“
Ja, ich spreche von Kontaktverweigerer. Nicht genug, dass sie andere mit ihrem Spiel der hohen Erwartungen fast zu Tode plagen, erklären sie andere noch zu Fröschen.“
„Gute Freundin, alle Prinzen und Prinzessinnen schreien nach Vollkommenheit und Perfektion. Prinzen und Prinzessinen wollen nicht lieben. Sie wollen geliebt werden. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Der schweigende Prinz und die schweigende Prinzessin setzen mit ihrem Schweigen auf Gewährung oder Entzug von Hoffnung. Obendrauf packen sie noch frisierte Erinnerungen. Unverarbeitete  alte Verletzungen. Ein demoliertes Selbst. Viele kleine zerstörende Momente. Vermutlich immer schon geschwiegen.“

„Möglich.“
„Prägung in der Familie.“
„Auch möglich“
„Kommunikation muss Sinn machen. Kontaktverweigerung auch! Das Ausgesprochene wäre für den Schweigenden der Todesstoß der Illusion. Etwas, was ausgesprochen ist, was benannt werden kann, ist erkannt. Reden heißt Urteilen. Schweigen heißt, geurteilt zu haben. Wenn dir jemand ausschließlich mit Schweigen begegnet, hat er bereits geurteilt.“

„Ja, und mit den verkohlten Holzstücken eines erloschenen Feuers tragen sie ihre Asche in unser Leben hinein. Was soll ich denn mit einem Schweigen? Wir Menschen nähern uns dem Sinn nun einmal durch Kommunikation und Argumentation. Ohne Sinn können wir Menschen nicht leben!“

„So ist es. Ängste, Wünsche, Bedürfnisse begegnen sich im Gespräch. Das wir miteinander sprechen können, macht uns zu Menschen. Bei Stummen steckt der Schlüssel von innen. Als Kontaktverweigerer verpassen sie Gegenwart und Zukunft vor lauter Vergangenheit. “

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„Ich dachte durch Gabe und Gegengabe wird Vertrauen geschaffen. Ich dachte, gerade durch das scheinbar „Unnötige“ werden Beziehungen zusammengehalten. Ich dachte, die höchste Form der Liebe wäre Aufmerksamkeit. Ich dachte Anteilnahme hält Liebe aufrecht. Ich dachte, Liebende sind neugierig und wollen wissen, wie es in der Tiefe des Partners aussieht. Sie hören zu, wenn aus der Tiefe der Seele erzählt wird.“

„Liebende verwandeln ihre Aktivitäten in Herzensverbindungen,  Prinzen und Prinzessinnen tun das nicht. DIE wollen geliebt werden. Von Liebe g e b e n,  haben sie keinen blassen Schimmer. Glaube ja nicht, dass du die Einzige bist, die angeschwiegen wird. Das Geben und Nehmen nur im Wechselspiel funktionieren kann, müssen wir in unserer Kindheit lernen.  Manche lernen es nie in ihrem Leben. Mühe mit dem Gleichgewicht haben einige, die zu sehr im Mittelpunkt standen in ihrer Kindheit. Die freuen sich dann später nicht an dem, was da ist, sondern leiden unter allem, was fehlt.

Und überhaupt, was willst du bei einem Menschen, der sich ganz und gar der Kommunikation verweigert, der lieblos vor Dritten über dich spricht, der von einer Gesprächskultur nichts hält. Jeder Gast, jedes Telefon geht vor. Der weder auf Wünsche eingeht, noch dir sagt: „Schön, dass es dich gibt“, noch weiß, was und wie viel genug ist? Stellt sich schweigend auf Zehenspitzen und zugleich verbreitet er wie bei einem Schnupfen seine frisierten Ansichten in Windeseile an andere.
Ist stolz auf sich. Redet von den Dingen, als könntet ihr beide gleich sein. Sein Reden zeugt von Überheblichkeit. Wer versteht, löst Konflikte und Differenzen auf.

Und wer nach allen Seiten hin offen ist, kann nicht ganz dicht sein. Das ist durchaus philosophisch gemeint und lebenspraktisch sehr zutreffend. Es gilt, seine eigenen Prioritäten herauszufinden. Irgendwann muss man erfühlen, was zu einem gehört und was nicht. Irgendwann sollte man dorthin zurückgehen, wo man Von-sich aus-Sein kann.

Dein Leben gehört dir. Dass du andere Ansichten hast, ist keine Fehler der Natur, sondern so soll es sein! Niemand sieht den Himmel so wie Du. Und auch das soll so sein!
Den Unterschied von einem Apfel und einer Birne hast du gelernt zu erkennen.  Hineingebissen hast du in beide und sie selbst geschmeckt.
Man muss sich selbst aufmachen, um das Große in sich zu entdecken.

Kennst du die Geschichte von der Schnecke, die im Frühjahr zu den Kirschen wollte. Alle lachten über sie, weil die Kirschen noch lange nicht reif waren.
Aber sie sagte: „Heute ist ein guter Tag. Heute werde ich mich aufmachen. Wenn ich ankomme, werden sie reif sein!“

–Schweigen.

Das Netz des Himmels ist groß und weit.
Keines unserer Gedanken, keines unserer Gefühle geht verloren.
DU bist Teil von etwas ganz Wunderbarem, vergiss es nie!!!!

Das Leben will Erfahrung

schreiben

Und es ward eine Idee.
Grünes Licht für das kreative Denken.
Es rattert und piepst. Ihr Kopf kann jetzt was erleben.

Moment bitte. Erst einmal Nichtstun. Darauf warten, dass der Tee zieht.
Mehr geht auch gar nicht, sonst wird der Tee zu stark. Innehalten.  Danach mein IPhone zu einem Smoothie pürieren. Und diese Emails abschaffen! Null. Zero. Die bringen mich jetzt nur aus dem Rhythmus. Alles ist still und friedlich. Fröhlich.

Einen Brief schreiben im Wald ohne Computer. Einen Ausflug in die Natur.  Nur…Natur und …“Lieber Freund“ hinschreiben. Tinte auf das Papier fließen lassen. Empfindungen, Gedanken, Erlebnisse, Scherze – handgeschrieben. Für mich ist es etwas Wertvolles, wenn mir jemand ein Stück Persönlichkeit in meine Hände legt. Ein unvergleichliches Gefühl, wenn ich mit dem Stift in der Hand meine Gedanken auf ein Blatt Papier bringen kann. Freuen Sie sich auch, wenn Leute sich Zeit nehmen? Für Sie? Dieses ehrliche Geschenk: Ich bin jetzt da und das richtig. Das kann man sich nicht kaufen.
Briefpost. Schenken. Zeit für einen Brief. Zeit zum Schreiben. Zeit zum Lesen. Schenken und zum Geschenk erhalten. Eine Briefmarke. Nein, keine Postkutsche, aber Zeit nehmen, die volle Aufmerksamkeit schenken, etwas Echtes in der Hand halten, die Handschrift eines Freundes sehen und ihn in seiner Persönlichkeit spüren. Wort für Wort, ihn ganz lesen und nicht nur überfliegen. Briefe mit Parfüm besprühen.
Handgeschöpftes Büttenpapier, Füllfederhalter. Mit dem Herz in der Hand schreiben. Das Besondere an seiner Handschrift wieder entdecken. Sie ist Teil unserer Persönlichkeit. Der Druck, der Schwung, Impulse, alles spiegelt sich in der Schrift wider. Schreiben von Hand hilft uns beim Denken, beim Erinnern und Verstehen. Schreiben mit dem Stift in der Hand trainiert das Hirn. Verstehen heisst nicht ohne Grund be-greifen oder er-fassen. Keine Löschtaste, man muss den Gedanken im Kopf schon formuliert haben, ehe man schreibt.  Der Zeitgewinn auf der Tastatur scheint einigen Wissenschaftlern ein vermeintlicher Vorteil. Wir speichern sowieso nur jene Informationen ab, mit denen wir uns intensiv und länger beschäftigen. Bei jenen, die das Zehn-Finger-System nicht beherrschen, gilt das Tippen für so manchen Neuropsychologen auf der Tastatur als „störanfälliger Prozess“.

Also, einen Brief….

Ich habe gestern und heute viel an dich gedacht, wenn du willst, an uns gedacht.
Es ist viel, viel geschehen in den letzten Monaten. Und davon möchte ich dir heute berichten…..

Es ist wichtig, etwas zu können, was niemand kann. Menschen wollen sich von anderen unterscheiden. Das ist ein Erbe aus der Steinzeit. Nun traf ich gestern auf einen Mann, der ein Nichts sein wollte. Das kann nicht jeder. Auf Wasser stand er übrigens auch nicht. „Wasser, nein danke, sagte er mir. „Ich habe kein Boot. Ich bin nicht mal gern im Wasser. Es liegt in den Genen. Eine verwässerte…“ Ich fragte ihn, warum er denn ein Nichts sein wolle?
Er wolle aus der Unruhe heraus kommen und im Laufe eines Arbeitstages nichts mehr erkämpfen müssen, antwortete er mir. Er zeichnete das Bild des Hamsters, der er nicht mehr sein möchte. Du weisst schon, der rennende Hamster,  den ihm die Gesellschaft zum Lebensentwurf gereicht hat, von ihm angenommen in der Erwartung, später dafür mit Sicherheit belohnt zu werden, heute schon mit einer fragwürdigen Art von Anerkennung. Er wolle auch nicht mehr stolz sein auf sein Grad der Erschöpfung, nur weil andere daraus ableiteten, er habe viel gearbeitet und etwas geleistet. Er mag nicht mehr brav Vorgaben erfüllen oder stetig mit Menschen konfrontiert sein, die sich auf ihn stürzen, um ihm zu sagen, was er hätte besser machen können, aber ihn nicht dabei etappen, wenn er etwas „richtig“ mache. Er habe die Nase voll von dem Erfolgszwang, der letztlich nur Anpassungsdruck  im narzisstischen Management-Milieu bedeute. Und er sprach  von jenem Kulturinfarkt, dem er nicht erliegen wolle. Du weisst schon, von allem zu viel und überall das Gleiche.
Ich fragte ihn blinzelnden Auges, ob er Wildnispädagoge werden wolle oder mit dem Holzroller in die Revolution?“  Wir lachten. „Ich will wieder mehr träumen!“ , sagte er mir. Vor mir stand ein Mann und es schien, als formte er eine neue Weltkugel, indem er sich in Ordnung brachte. Suchend nach Dingen, die tiefer gehen.

„Ich will wieder mehr träumen!“ Diesen Satz wiederholte er sechsmal. Die gute alte Freundin Wiederholung lässt grüßen. Bis man es selbst glaubt. Nun ja, Gutes wird durch Wiederholung nicht schlecht.  Es reicht nur nicht, darum zu wissen. Vom Wissen muss man zum Tun gelangen. Veränderung braucht nun einmal eine gebündelte, massive Anstrengung und wohl auch liebe Menschen, denn eine hilfreiche Struktur wird von Beziehungen getragen.

Ich bin die Sehnsucht, die nicht mehr warten kann“, fügt er hinzu. „Der einfachere Weg ist nicht immer tatsächlich der einfachere. Ich will mehr träumen. Das bin ich wert! Und Sie sind fabelhaft.“ Lächelnd forderte er mich auf, meine rechte Hand auf meine linke Schulter und meine linke Hand auf meine rechte Schulter zu legen.  Er blickte mich an und fuhr dann fort: „Umarmen Sie sich ruhig einmal selbst. Ich weiß, dass auch Sie Ihre Träume und Sehnsüchte, dass Sie ihr Wissen in die Tat umsetzen können. Auf seinem Gesicht lag ein breites Lächeln.

wenig leicht

Der Glaube an die Veränderbarkeit gibt Kraft zum Handeln. Ein starkes Motiv, eine große Idee, eine unglaubliche Energie getragen von einem unerschütterlichen Optimismus. Nicht den Rückzug oder die Resignation suchend. Alles ist eine Frage der Haltung. Was geht und was nicht geht, das steht erst dann fest, wenn man es probiert hat.

Jede Veränderung ist eine Tür, die nur von innen geöffnet werden kann.

Wer bin ich?
Dazu ein- wie ich finde – gut gemachter 1 Minuten-Kurz- Film mit Langzeitwirkung.