Wenn dir das Leben schreibt

chinesisches sprichwort
Fühlen Sie sich gesund?

Was uns ständig umgibt, wird so sehr Teil unseres Selbstverständisses, dass es uns gar nicht mehr bewusst wird.

Morgen, morgen aber wird zum Kongress geladen.
Da sitzt dann ein zahlreiches Reha-Patientenpublikum in ihren Stühlen in einer Reha-Klinik und lauscht  den Trend-Vorträgen, die in der Klinik geboten werden.  So ein Mark Spitz-Typ, ein wirklich gut gebauter, braun gebrannter Therapeut mit Stuhl im Vorstand beginnt vielleicht so : “ Meine Damen und Herren,….ähm…in deutschen Krankenhausbetten werden immer mehr Patienten behandelt…..Heute darf ich als  fortbildungsbesessener Redner Tacheles reden…“   In der rechten Ecke sitzt ein schmächtiger und depressiv wirkender Apotheker: „Ich hätte da noch eine Pille, die….“  Geschacher um die Kranken. Kliniken stehen doch in scharfer Konkurrenz zueinander.

 

Wir wissen es schon längst:

  • In jeder Stadt gibt es Ärzte, deren Praxis 30 Prozent mehr frequentiert wird als die ihrer Kollegen. Wir alle ahnen auch, dass jener Arzt nicht hundert Prozent besser ist als seine Kollegen. Er versteht es jedoch meisterlich, seinen Nutzenvorsprung sichtbar besser zu kommunizieren. Wir machen unser Urteil an den Kleinigkeiten fest. Da wird dann der Small-Talk oder die extrem stylish eingerichtete Praxis zum Kriterium, nicht das fachliche Können.
  • Ärzte – quer durch alle Fächer –  sollen an Krankenhauseinweisungen verdienen? Haben Sie eine bestimmte Diagnose, kassiert so mancher Arzt Geld. Ups! Ich dachte, die werden bei Kassenpatienten von Krankenkassen bezahlt?
  • In Krankenhäusern steigen vor allem die Zahl der Operationen an, die sich finanziell lohnen.
  • Manch einer dieser Gesundheitsapostel lässt sich gern und großzügig von der Pharmazie honorieren, wenn dieser stetig ein bestimmtes Medikament verordnet. Ach kommen Sie, seien Sie jetzt  bitte nicht überrascht. Das wissen wir doch alle schon längst.
  • Das Bundesgesundheitsministerium  schätzt, dass jährlich zwischen 40.000 und 170.000 Patienten falsch behandelt werden- auch mit Medikamenten. Dauertherapien mit einem Medikamenten-Mix. 106 000 Tote durch die Einnahme von Medikamenten allein in den USA. Nicht durch Fehldiagnosen, nein, nein, herbeigeführt von ordentlich verschriebenen Medikamenten. Das Unheil herbeigerufen einzig durch die Unverträglichkeit und Synergismen. Das sind wenig fröhlich stimmende  Zahlen.
  • Wir Deutsche zahlen die höchsten Preise für Arzneien. Unsere Ärzte haben die wenigste Zeit für ihre Patienten. Um 30 Prozent kürzer als im europäischen Durchschnitt und damit die kürzesten in Europa. Sicherlich, wir Deutsche haben den besten Zugang zu innovativen Therapien, aber ob diese besser als die lang bewährten Maßnahmen sind? Wer vermag dies zu beantworten?
  • Der Rollator ist schon jetzt ein erfolgreiches Trend-Produkt. Mode Medizin. Mehr als zwei Millionen sollen – so schätzen Experten – auf deutschen Straßen sein.
  • Die Bedeutung der Mehrfacherkrankung steigt in unserem Land.
  • Die psychischen Erkrankungen im Land Nordrhein-Westfalen steigen ebenso stetig, lautete vor wenigen Tagen eine Meldung in den Medien.
    Im Interview ein Psychotherapeut mit Wartezeiten von einem Jahr oder der Option auf einen Abendtermin um 22 Uhr.
  • Nicht nur zapplige Kindern, sondern auch einfach „lästig“ scheinende Kinder werden mit  kleinen, weißenTabletten versorgt. Die Aufmerksamkeitsstörung ADHS oder ADS hat sich etabliert. Zappelphilipp-Syndrom. Riskant viele Psycho-Stimulanzien werden verteilt. Übrigens auch an Ältere.
  • Die Zahl der Sprachheilbehandlungen bei Kindern stieg ebenso in den vergangenen Jahren. Nur etwa jeder zehnte Fall hat eine medizinische Ursache. Heilpädagogik, Logopädie und Psychomotorik. Bei der geringsten Auffälligkeit werden sie in Therapie gesteckt. Es ist nicht das „Leben als gehetzter Raum“, es sind sogleich gestörte Kinder. Was scheinbar krankt, muss geflickt werden. Das manche Kinder verträumter, langsamer oder schräger als andere sind, halten Eltern und Lehrer nicht mehr aus? Wenn ein Kind heute nicht mehr eine dreiviertel Stunde ruhig sitzen kann, gilt dies als nicht mehr entwicklungsgerecht? Kinder werden bereits im Kindergarten wie Spalierobst zurechtgeschnitten. Kein zartes Lispeln, kein Tagträumen, nicht die kleinste Tappigkeit beim Balancieren,  nicht mal die kleinste Beinlängendifferenz wird toleriert.  Diese an die Medizin abgeschobenen Kinder, sind sie nicht allzuhäufig schlecht bewältigten Lebensumständen geschuldet?
    Um wen müssen wir uns hier eigentlich Sorgen machen?
    Um zukunftsverängstigte Eltern, die wie Löwen um ihre Kinder kämpfen  und aus der Mücke einen Elefanten machen? Um Eltern, die sich gar nicht kümmern? Um Lehrer, die den Charakter eines Kindes pathologisieren, weil sie nicht in die „Norm“ passen? Um ein System, das Kinder durch ein Bildungssystem peitscht, ohne auf ihre Fähigkeiten Rücksicht zu nehmen? Um Lehrer, die müde sind von den Ansprüchen der Politik und der Elternschaft einerseits – und den Flegeleien der Kinder andererseits. Um Kinder, denen in der Gesellschaft und im Elternhaus immer weniger Grenzen  gesetzt werden? Kinder zu neurotisch, zu dick , zu fernsehbesessen. Richtiges Freizeitverhalten wird an Schulen (!) geübt.  Wie viele Lehrer funktionieren selbst nur noch mit Psychotherapie und Medikamenten?idee63

Fühlen Sie sich noch immer gesund?

Was die Strömung beim Schwimmen ist, sind die Markt-und Branchentrends in der Wirtschaft –  auch der „Gesundheitswirtschaft“.
Akteure der Gesundheitsbranche sind in ständiger Interaktion mit ihrer Umwelt. Weltmeisterliches unternehmerisches Talent lassen ihnen Flügel wachsen. Das Gesundheitssystem bläht sich auf und auf. Menschen scheinen im gleichen Maße krank zu werden.
Ärzte, Psychotherapeuten, Psychologen, Physio-und Ergotherapeuten, Logopäden schaffen ihre eigene Nachfrage.
Bill Gates wäre stolz auf sie.

Nicht wenige sehen in ihnen den magischen Helfer mit magischen Mitteln. Defizite machen uns beredt: Bei Spracheinschränkungen, Depressionen, Neurosen und Psychosen wissen wir Bescheid.  Die Dominanz unserer „Kultur der Schwäche“ finden wir in unserer Sprache Psychologen beschäftigen sich in über 40.000 Veröffentlichungen mit Depressionen, während ihnen die Analyse des Glücks gerade mal ein Tausendstel dieses Aufwands wert ist.  Daten und Zahlen erhalten Applaus.

 

Wer Stärkenmanagement anstrebt, sollte sich nicht auf diesen trügerischen Schein von umsorgter Sicherheit verlassen.

Paradoxerweise vertrauen wir genau solchen Menschen, die uns ein Schauspiel präsentieren, denn wir denken, sie haben den richtigen Zugang zur Realität, übersehen aber, dass sie uns nur größtenteils ein Schauspiel aus Imagegründen präsentieren. Dabei passen wir uns auf ein der Umwelt angepasstes Selbst an, lösen uns von unseren wahren Gefühlen und beugen uns der herrschenden Ideologie. Das ist dann quasi der Selbstverrat an seinen eigenen Gefühlen und dem eigenen inneren Wissen.

Der bloße Gedanke an Vorbeugung nährt doch schon ein ganzes System von Befürchtungen. Und so leben wir mitunter mit dem irrigen Gefühl, wir würden uns jede erdenkliche Krankheit zuziehen, falls wir uns selbst überlassen sind.
Dazu kommen dann noch ein paar kranke Menschen, die nur allzu gerne die Verantwortung abschieben, für eine Lebensweise, die sie nicht zu ändern gewillt sind.

Stellen Sie es sich einmal vor.
30 Grad, Sommer satt, ein laues Lüftchen, entspannende Reggae Musik, keine Krankheiten und keine  Pseudohelfer weit und breit in Sicht. Kranksein war gestern. Patienten, die mitdenken und  nicht mehr ihre Gefühle aus der Kindheit, als sie von Eltern umsorgt waren, auf den Lebenspartner, den Arzt oder den Psychotherapeuten oder auf wen immer übertragen.
Ganz der sein, der Sie eigentlich sind.

Sie und ich sind eine Einzelperle mit Begabungen und Stärken, ganz individuellen. Wir Menschen sind gleichwertig, aber wir sind nicht gleich.

CoverWer sich für die Destruktivität in dieser Welt interessiert, dem sei das Buch von Arno Grün „Der Wahnsinn der Normalität“ ans Herz gelegt.

Thema dieses Buches ist die angebliche Gesundheit von Menschen, die den Zugang zu ihrem echten inneren Selbst verloren haben und sich auf ein „manipuliertes“, sich der Umwelt angepasstes Selbst beziehen.

Ganz nach dem Motto: „Wer krank ist, muss kerngesund sein.“

Mega-Trend Mensch.

computerfreiertag3Mutet es nicht seltsam an?
Ein Husten im Juli ist nicht weiter tragisch.
Ein Husten in der Grippe-Saison jedoch ist entschieden verdächtig.
Gebetsmühlenartig werden uns Check ups, Grenzwerte, Impfungen, M.T & C.A.T oder auch Sprachbehandlungen wegen familiärer Anwendungsdefizite in Endlos-Schleife offeriert –  alles ein äußerst lukratives Geschäft.

Prävention  – wer kann dagegen sein?
Die Abweichung von der „Norm“ kommt einer Gesundheitsstörung gleich. Wer stetig zappelt oder ein Problem mit der Stille hat, der muss behandelt werden. Standardmäßig erhält jeder Herzinfarkt- Geschädigte ein Cholesterinsenker. Menschen nehmen über den Tag verteilt ein Mix von Tabletten ein – manche davon zur Bekämpfung von Nebenwirkung von anderen.
Jeder Fünfte wird ganz sicher depressiv, sagen uns die Experten. Und wenn Sie sich nicht niedergeschlagen fühlen, dann verbergen Sie Ihre Depression nur so raffiniert, dass Sie sie selbst nicht mehr spüren.

Eine ganze Check-up- Industrie zertifiziert uns unseren Gesundheitszustand. Wir misstrauen unserem eigenen Körper. Ganz nach dem Motto: Es gibt keine gesunden Patienten, es gibt nur schlecht untersuchte.

Wir blicken skeptisch auf  Heilmethoden indigener Völker, holen uns aber ihre Kräuterpflanzen, um dank ihnen am offenen Herzen operieren zu können.

Für einen Schamanen im afrikanischen Dagara legt unsere Beziehung zur Natur und ihren Gesetzen fest, ob wir geheilt werden oder nicht. Bei den Aborigines gibt es allein 100 Pflanzen für Magenbeschwerden.  Hoch oben im Himalaja lebt das Volk der Lepcha. Auf kleinstem Raum gedeihen dort viertausend Heilpflanzenarten. Den meisten Portugiesen ist die Kraft der Olivenbaumblätter bei Magenbeschwerden bekannt. Sie machen sich einen Tee daraus.

Wissen Sie noch um die starke Heilkraft der Brennessel, die nicht ohne Grund direkt vor unserer Haustür wächst? Sind Sie dem Wundermittel Schafgabe,  Zinn- oder Eisenkraut schon einmal begegnet?

Shaolin-Mönche energetisieren Wassen zu Heilwasser.  Kinesiologen in unserem Land arbeiten mit nichts anderem als der Energie, die uns umgibt. Während wir mit Chemotherapie Zellen – auch gesunde – vergiften und verstrahlen und das schwächen, was wir eigentlich genau in jener Zeit bräuchten, nämlich unser  starkes Immunssystem, werfen die Maya im Verständnis um Krebs einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Nicht ohne Grund lud eine Schweizer Klinik  Heiler der Maya ein. Sie stellten ihr traditionelles Medizinsystem, ihre Konzepte von Gesundheit und Krankheit vor, wissend, dass man hierzulande in der Krebstherapie an seine Grenzen kommt. ( mehr dazu: Heilwissen indigener Völker)

don Chapito

Maya Don Chapito, 101 Jahre

Bei uns stehen die Zellen im Zentrum. Bei den Maya, wie auch bei allen anderen indigenen Völkern, ist der Mensch Teil eines ganzheitlichen Systems. Der Mensch ist Teil eines großen Ganzen, das sie als „Cosmovision“ bezeichnen.  „All is about Harmony“.  Menschen werden für sie auch krank, wenn sie soziale Regeln brechen oder die Natur missachten. Für sie kommen manche Menschen mit reduzierter Lebensenergie zur Welt. Spirituelles und Pflanzen werden zum Heilen eingesetzt.

lobsang

Tulku Lama Lobsang

Der Ursprung aller Krankheiten ist unsere Unwissenheit.
Unwissenheit?
„Ja, Unwissenheit. Sie wissen nicht, dass Sie wissen. Öffne deine Augen. Öffne einfach deine Augen. Das Glück ist nicht etwas, dass man suchen muss. Liebe ist die beste Medizin.“
(Tulku Lama Lobsang, Arzt und  ein hoher buddhistischer Meister aus dem Tibet)

Spüren Sie schon den Druck in der Magengrube?
Die Diagnose: Geschieden vom Herzen.

fuehlen maedchenWas Ihr Leben in diesem Fall möglicherweise benötigt, ist eine massive Injektion von Freude und Begeisterung, damit ihr limbisches System umschalten kann zu „Hüpfen im Herzen“.
Glocken müssen auch angeschlagen werden, wenn sie läuten sollen.

Aber passen Sie auf, dass Ihr jubelndes Herz vom vielen Hüpfen nicht Muskelkater bekommt.

Wer weiß, wonach er sucht, tut sich beim Finden erheblich leichter.
Dies gilt auch für die Suche nach unseren Stärken… und unserer Gesundheit.
Anerkennung, Wertschätzung,  Mitfühlen. Liebe. Einfachheit. Erfolgserlebnisse, Aufmerksamkeitsfokus verbunden mit Bauchatmung sind dafür besonders effektiv.

Wir vibrieren. Wir schwingen. Wir strahlen die  Summe all dessen aus, was wir gerade bewusst und unbewusst fühlen, denken, glauben und wünschen. All unsere Stimmungen, Emotionen, Gedanken, Wünsche, Widerstände und gegenwärtigen Glaubenssätze machen unser Lebensgefühl aus. Wir strahlen es in das Universum hinaus. Schwingungen erzeugen Resonanz. Wir brauchen keinen Wunschzettel mehr  schreiben, der von unseren Eltern erfüllt wird. Unser Bewusstsseinszustand schreibt ihn uns.

Vergessen Sie nicht: Unser Unterbewusstsein übernimmt negative Bewusstseinszustände. Negative Glaubenssätze nehmen uns und auch anderen die Energie. Denkend (und fühlend) wird der Angst, der Lust oder Sehnsucht Beständigkeit verliehen.

In unserer Gesellschaft werden positive Schwingungen gern niedrig gehalten.  Und so vergessen wir schon mal unsere eigenen Stärken. Besonders in Kulturen, in denen Bescheidenheit eine Tugend ist. In Deutschland darf jeder sicher sein, der an seine Stärken (sein Talent) glaubt und dies auch sagt, im Fall der Niederlage, Spott und Hohn zu kassieren. „Hochmut kommt vor dem Fall“ ist nicht zufällig ein deutsches Sprichwort. Und so halten wir unsere Schwingung niedrig. Schon als Kinder haben wir es lernen müssen. Ist ihre Schwingung hoch, dann zeigt sich, was sie denken. Das bedeutet Konsequenzen. Und davor haben sie Angst.

Ist es nicht verrückt? 
Wir sind zum Entscheiden geboren. Dabei zapfen wir in Entscheidungen quasi unbewusste Quellen an, in denen Wissen über die Welt abgespeichert ist, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wir werden in diese Welt mit einer Zahl von Programmen von Möglichkeiten gesetzt, von denen uns nur leider ein großer Teil wieder aberzogen wird.
Wir klammern uns an das, was wir haben: Geld und Besitz, gewohnte Lebensarten, gewohntes Verhalten. So mancher leidet lieber an Gewohntem, als seine Chance zu nutzen.

Die Ärmel hochkrempeln und nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen das Leben anpacken dürfen, kann Freude bereiten.
Unsere Vibration auf einem guten Level halten, ebenso.

Wir wäre es damit?
Leben leben und es nicht aus Ihren Händen geben.

Achtsam werden im täglichen Denken und Handeln. Und zwar ohne inneren oder äußeren Zwang. Energie will fließen.
Lassen Sie sich nicht von einem Wirtschaftszweig „Gesundheit“ vereinnahmen, der Sie vor allem als kranken Menschen braucht.

Wir schöpfen unseren Glauben an die Liebe doch auch aus der Gewissheit, zu immer mehr Liebe fähig zu sein. Das werden Sie selbst bestätigen können, oder? Wenn Sie meinen, Ihr Partner würde sie nicht lieben, haben Sie schon verloren. Warum? Weil von Ihnen selbst die Wandlung ausgeht. Ohne dafür etwas zu tun, funktioniert es allerdings nicht.

Also, passen Sie bitte auf, dass man Sie nicht  als Patient besonderer Güte während Ihrer Heilbehandlung im Moorbad vergisst.


Wenn wir immer öfter „unser Leben leben“, uns mit Positiv-Gegebenheiten umgeben und die Dinge tun, die wir am besten können, wenn wir stärkenorientiert leben, setzen sich viel Lebensfreude, Begeisterung und Energie frei. Das ist Medizin, die gesund macht.

Nehmen Sie bei Ihren Talenten und Stärken genau Maß.
Und wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, dann nehmen Sie noch genauer Maß.
Das Leben ist ernst genug, also machen wir mehr daraus.

Und – aus besonderem Anlass – für alle, die glauben, sie müssten erst andere glücklich machen, bevor man anfangen dürfe, sich um sein eigenes Glück zu kümmern, möchte ich an dieser Stelle daran erinnern: Entscheiden Sie sich bitte höchst eigennützig – und im Interesse aller Menschen – Ihren Lebensstil punktgenau auf Ihre Talente und Stärken auszurichten.

Schlüsselwort „Muster“.
Schauen Sie mal einem zwanghaften Kaffeetrinker zu, wenn die Tasse zur gewohnten Zeit nicht erreichbar scheint.

MädchenautoSind Sie sich Ihrer Rhythmen bewusst?
Sie wissen schon, die Zeit bis es läuft, um den richtigen Rhythmus zu finden. Dieses Einschwingen, dieses Flow-Erlebnis, wenn wir etwas zustande bringen, ohne Reibungsverlust. Sie kennen sicherlich ebenso Ihre Performance an rhythmusfernen Tagen, wenn es Ihnen nicht gelingt und Sie stattdessen die Möbel  zum x-ten Mal rücken, die Küche aufräumen oder gedanklich auf dem Nürburgring fahren und Ihnen die Kurven nicht rund genug erscheinen. Oder Sie liegen einfach auf Ihrem Sofa und es gelingt Ihnen nicht, Muße-Zeit unterzubringen, weil alle Plätze in Ihrem Stammhirn unbewusst schon durch Muster besetzt sind.

Das Schlüsselwort „Muster“ charakterisiert am besten die  Organisation von Energie in unserem Stammhirn. „Muster“ sind organisierte Energie. Sie stabilisieren uns und sind daher so schwer zu verändern. Darum sitzen sie so gern in Ihrem Lieblingsessel oder legen so viel Wert auf Ihre Lieblingsgarderobe und Ihren Lieblingsurlaubsort, den Zeitpunkt Ihrer Tasse Kaffee, des Zeitungslesens.  Sie sind unsere vertrauten Raumanker und können durch das Wegfallen für so manchen fast zum tödllichen Stressfaktor werden.  „Muster“ sind gleiche Ideen, die wir wieder und wieder hören. Der gleiche Radiosender, das Prinzip Fairness, unsere Lieblings-Gute-Nacht-Geschichte, unsere Lieblingsmelodie, das Lieblingsessen, die Lieblingszeit für ein tägliches Glas Wein. Wiederholungen geben uns Sicherheit, bewusst oder unbewusst. Ihre Gewohnheiten können aber auch Ihre Persönlichkeit einengen.

Solange wir keine neuen Sandbänke (neue Kontexte) installieren, wird das Wasser weiter dahin fließen, wo es immer schon hingeflossen ist.

Mit den besten Wünschen für Ihre stärkenstarke Zukunft.
Bleiben Sie gesund.

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9 Kommentare zu “Wenn dir das Leben schreibt

  1. Ulrike Sokul sagt:

    Liebe Martina,
    vielen DANK für diesen anregenden und differenzierten „Heilungstext“.
    Darf mit nachfolgendem Link – als harmonische ZUGABE – auf meinen BUCHBEIPACKZETTEL zu Joachim Faulstichs Buch „Das Geheimnis der Heilung“ hinweisen?

    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/05/15/das-geheimnis-der-heilung/

    Lächelnde Grüße 🙂
    Ulrike von Leselebenszeichen

  2. Ruhrköpfe sagt:

    Danke, das können wir gar nicht oft genug beherzigen und in die Welt tragen 🙂 Liebe Grüße, Annette

    • martinakunze sagt:

      Liebe Annette,
      ich danke dir allerherzlichst für deine sehr wertgeschätzten Kommentar. Jaha, in die Welt tragen, gar nicht oft genug…. dir ganz liebe Grüße, martina

  3. nakedberlin sagt:

    Das ist großartig geschrieben! 🙂

    • martinakunze sagt:

      Ich danke dir :)… Und ja, ich bin wieder da…du auch, ich lachte schon wieder herzlich…on your blog.

      • nakedberlin sagt:

        Hast mir schon gefehlt, aber nun sind wir wieder da also zwischen Trubel und Sommer! Hab einen wunderschönen Start in die Woche… 😉 schön das ich dich zum lachen bezaubern kann, zwischen Deinen Tiefgang an Gedanken was ich sehr gerne lese und mit auch die Zeit dafür nehme 🙂

      • martinakunze sagt:

        Wahr ist: Du mir auch! JDu schreibst wunderbar…lautes Auflachen garantiert, dein Blick auf die Dinge…unvergesslich deine Vergleiche beim Kauf einer Mango , den Taschentüchern, deine köstlichen Rezepte, tolle Blickfänge von Mauer-Kunstwerken..und und…..Ja, nun sind wir wieder da- zwischen Trubel und Sommer…mitten im Leben. dir auch einen schönen Start in die Woche, die hier mit Regen beginnt. Wohltuend… es regnet Leben auf uns…wie schön!!! 🙂

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