fuehlen maedchen

Da marschiert jemand in Riesenschritten in dein Leben und wird zur Krone des eigenen Königreichs. Ein farbenfrohes Bild das tanzt, in grün und orange. Übersprudeln möchte man. Groß ist die Liebe, wenn sich unsere Härchen aufstellen.  Man spürt sich ein in einen anderen Menschen. So voller Leben ist man. Und voller Liebe.  Und voller Vernunft. Und dann kommt der Kirschenkompott auf den Tisch und man sucht danach sogleich das Weite.  Das ist man seiner Angst schuldig. Widerstand, Unsicherheit und alter Schmerz melden sich. Das ist normal.Galileo Galilei musste im 17. Jahrhundert seine Überzeugung, dass die Erde sich um die Sonne dreht, unter dem Druck der Kirche sogar widerrufen. Für die Kirche besaß das kopernikanische Weltbild, dass die Erde gar kein Mittelpunkt sei, einfach zu schmerzhafte Konsequenzen. So ist das eben, wenn Bewährtes losgelassen werden möchte. Erst einmal macht es Angst, wenn man die Basis verliert, die einen nährt. Änderungen werden zu einer Art Bedrohung. Die alte Wobinichdennangst. Ein Auf-der-Flucht-Sein. Und schon so viele Brücken hinter sich verbrannt.  Und kaum jemand weiß, wie man mit dem Fernfühlen umgeht. Wie soll man es integrieren?  Neues kann Angst auslösen, wenn man nicht vorausschauen kann, welche Folgen es hat. Und überhaupt: Die schlimmste Art des Liebesmords ist Schnupfen. Ich niese wieder wie noch nie.
Da kommen dann der große und der kleine Atem zusammen.
angst
So sagt die
Juwelenkette:
Selbst wenn wir dreimal täglich
aus dreihundert Kochtöpfen fürstliche Mahlzeiten verteilen würden,
käme dies nicht an die positive Kraft
eines einzigen klaren Augenblickes der Liebe heran.
Liebe erreicht alles. Aber genau darin liegt unsere größte Angst. Es ist die  Angst, fähig zu sein. Wir erschrecken fast, wenn wir bemerken, wie viel Kraft und Liebe in uns ist. Wir haben Angst, ein Licht zu sein. Unsere Abwehrhaltung kämpft  lieber  um eine Illusion: die Unabhängigkeit, die keine wirkliche ist.  Denn das Maß der Unabhängigkeit entspricht dem verborgenen Maß an Abhängigkeit, Schmerz, Bedürftigkeit, Angst, Schuld, Aufopferung und Opferhaltung, das man in sich trägt. Unsere Unabhängigkeit ist nur eine Kompensation für diese Dinge. Unsere Kammern sind mit unbewussten Ebenen gefüllt.   Empfangen & Genießen sind blockiert.
Wir können auf unsere Gefühle in Angst oder aber im Vertrauen blicken.
Wir zweifeln lieber. Ist das, was ich fühle meines oder gehört es zur „Rolle“? Was gehört zu mir, was zum anderen?  Im Spiegelsaal des eigenen Lebens wird nach Resonanz gesucht. Wir sind Resonanz. Wie die Saiten einer Geige besitzen wir Resonanzfrequenzen, bei denen wir bevorzugt schwingen – mit Mustern…und alles ist (in) Resonanz. Da das gesamte Universum aus reiner Energie besteht, betrifft dies auch unsere Gefühle. Entsprechend können wir Gefühle als eine energetische Resonanz verstehen. Wir deuten mit Hilfe unserer eigenen Realität, was wir da wahrnehmen.
fuehlen3
Was wir bekämpfen, werden wir nicht los.
Nur was wir lieben, lässt uns frei.
Alles, gegen was du dich wehrst, bleibt bestehen – und wird stärker.
Ich liege unameisig faul in der Sonne und denke an eine Ameise. Es kribbelt an meinem Bein. Ich öffne die Augen, um nachzusehen, entdecke aber nichts. War sie nun da oder nicht? Vermutlich ist sie heruntergefallen. Vielleicht war es aber auch eine Fliege. Optische Täuschungen bestimmen nicht selten unseren Alltag.
Wir ärgern uns über einen Menschen, der eine Be-haupt-ung aufstellt. Sofort spüren wir Widerstand in uns. Warum?
Weil sich sofort etwas im Kontakt zu jenem anderen Menschen ändert – die Rangfolge. Der Behauptende wird zum Wahrheitshalter und stellt sich damit an die erste Stelle. Wer behauptet, wird zum „Oberhaupt“. Die Ebenbürtigkeit mit dem anderen geht verloren. Hinter dem Wunsch von Widerstand steckt nicht selten der Wunsch von Ebenbürtigkeit, in der beide Personen wieder den gleichen Rang, die gleiche Wertigkeit einnehmen. Eine Ebenbürtigkeit, in der die Realitäten und Überzeugungen beider Personen gleichermaßen gültig sein dürfen.
Die Frage ist doch: Bin ich mir dessen bewusst, dass mein Widerstand  gerade durch meinen eigenen Wunsch nach Anerkennung oder Integration entstanden ist?

Das Lebensspiel und seine mentalen Regeln können sehr eindrucksvoll sein. Statt etwas aufzulösen, kämpfen wir häufig gegen etwas, was den Zustand eher aufrechterhält.Wir bekämpfen den Menschen, der in uns Widerstand ausgelöst hat, statt uns auf die Energieform in uns, auf das Widerstandsgefühl an sich zu konzentrieren.

Wir bekämpfen gemachte „Fehler“, unsere eigenen oder die der anderen. Wir bestrafen jenen, der ihn begangen haben soll, statt in Offenheit den Fehler erst einmal genau kennenzulernen, in zu integrieren. Auf diese Weise würden wir auch anderen  für ihre Lernprozesse optimal zur Verfügung stehen. Wäre nicht unser Ego dabei im Wege…

Vorwurfsvolle Rollen lieben wir doch auch immer wieder sehr gern. Man selbst fühlt sich leichter und offener  – nicht mehr so streng – wenn man den anderen heruntergeputzt hat. Vorwürfe an andere bieten scheinbaren Schutz, damit man sich seinem eigenen Veränderungswunsch nicht so sehr bewusst werden muss.  Warum? Was steckt dahinter? Meist ein Schmerz….ein ungelöster Schmerz, der in der eigenen Vergangenheit begonnen hat. Zukunftspläne, die aufgegeben werden mussten, Abschiede, die wir nicht vollständig betrauert haben.  Abwehr, die wir schon als Kind lernten.
Manche Kinder kämpfen ihr ganzes Leben, dass sich ihre Eltern ihnen gegenüber (wieder) öffnen und Anerkennung und Liebe zeigen. Sie kämpfen im Außen. In Wirklichkeit kämpfen sie darum, ihren eigenen Abschiedsschmerz nicht fühlen und durchleben zu müssen.
Und so sind wir von Problemmustern gesteuert.
Und wenn man nach dem Toben ernsthaft in sich hineinfühlt, stellt man fest, eigentlich meinte man es auch gar nicht so. Eine weitere Bestätigung dafür, dass man eine Rolle gespielt hat. Man wundert sich allerdings, dass sich der andere  verletzt fühlt und stumm wird. Für eine Weile ist keine offene Kommunikation mehr möglich.
Übrigens: Gefühle, die niemals ausgelebt oder ausgedrückt werden, verbleiben im Energiekörper des Menschen – in den Randzonen seines Bewusstseins.

Und dann sind da noch  all die Farbfilter, die unsere Wahrnehmung beeinflussen.
Zwei Menschen können durch verschiedene Farbfilter sehen. Der eine liest durch eine rote Folie: Ich lebe in Liebe und Frieden. Der andere liest Selbiges durch eine grüne Folie: Ich lebe in Angst. Wir sind individuelle Menschen mit individuellen Erfahrungen.  Denkste. Wir sind noch mehr. Zwischenmenschliche Beziehungen wirken massiv in uns hinein. So sehr, dass wir oft nicht unterscheiden, ob beispielsweise die zu spürende Verlustangst meine oder die des Partners ist.  Unsere geistige Privatsphäre halten wir für eine uneinnehmbare Festung. Dies ist ein weitverbreiteter Irrtum.  Wir sind ein Teil dieser Welt – und die Welt ist ein Teil von uns.  Ich bin Teil des Alles und das All ist ein Teil von mir. Alles ist mit allem verbunden. Die „Realität“ ist im Grunde lediglich eine Funktion der Übereinstimmung.
Da  kommt Gleichmut auf…
dalai lama2

„Do not let the behavior of others destroy your inner peace.“

(Dalai Lama)
Gleichmut.

Was bedeutet Gleichmut überhaupt?

Bin ich dann mit einem besonderen Mitgefühl ausgestattet? Ist dieses Mitgefühl frei von Bezugspunkten? Stellen sich dann meine Härchen nicht mehr auf der Haut auf? Ist meine Liebe dann für alle Wesen auf der Welt gleichermaßen groß?

Die Wurzel aller Liebe ist Dankbarkeit zu entwickeln, indem wir über die Güte anderer Menschen und über ihre Fürsorge nachdenken.
Die Wurzel, aus der das Gewahrsein entsteht, ist das Mitgefühl.
Frieden liegt in der Sichtweise, dass das Unglück ein schmerzhafter Teil des absoluten – immer vorhandenen – Glücks ist.
Gleichmut  bedeutet dann wohl, ohne Anhaftung oder Abneigung zu sein, nichts in Kategorien wie „gut“ und „böse“ einzuteilen, und jedem immer alles Gute zu wünschen. Natürlich muss man nach wie vor handeln und wissen, was für einen selbst richtig oder falsch ist und was man will oder nicht, aber dies sollte alles ohne Zorn und ohne schlechte Gefühle den anderen gegenüber geschehen.
Dann wehrt man sich nicht mehr gegen seine Gefühle und stimmt dem so, dass man jetzt so fühl wie man fühlt.
Gleichmut ist, sämtliche Lebewesen, ohne Unterschied als gleichwertig und gleich wichtig zu betrachten. Dies beinhaltet, allen gegenüber dieselbe
Haltung zu haben und weder an einigen zu haften, noch andere abzulehnen, denn sämtliche Wesen sind uns gleich nah oder fern.
Wenn wir Liebe, Mitgefühl und Freude praktizieren, führt dies zu großer Liebe, die allen Wesen wohlwollend zugetan ist. Nun ist dieser liebevolle, anhaftende Geist selbst leer von einer Eigennatur – und die wahre Natur der Leerheit ist Abwesenheit von Haften. Sind Nichthaften und Nichthaftender untrennbar geworden, bleibt so der Geist unerschütterlich bei allem, was in ihm erscheint.
Verweilen direkt auf diesem leeren Urgrund. Dadurch kommt das Wohlwollen zur Ruhe, das zu fürsorglichen Gedanken des

Haftens an Lebewesen führt, und die dualistischen Regungen werden eins mit der Natur der Dinge (dharmata).
Dies ist Gleichmut.
Ein Geschmack in der Dimension großer Leerheit – dann wird dies Großer Gleichmut
frei von Anhaften und Ablehnen genannt. Die Bedeutung von all dem tief zu verstehen und in solcher Erkenntnis zu verweilen ist
unermesslicher Gleichmut.


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