Kostbarkeiten unseres Gartens

antwort9

Ein Herbst-Sonnentag inmitten von Weinreben. Tief unter mir schlägt der Rhein seine Kurven.

 

Und mir ist so:

stille6 Im Innern meines Denkens ist ein Lächeln beschlossen.

In der anderen Hand halte ich einen Apfel.
An den erinnerte mich gestern eine liebe Menschin.
Sie erinnerte mich an mehr.
Sie führte mich zu einer Geschichte, die  mir vor vielen, vielen Jahren meine Mutter erzählte:
Sie handelte von zwei Männern, die über ein Feld spazieren gingen.
Schließlich gelangten sie zu einem Apfelbaum.
An dem Baum hingen nur zwei Äpfel.
Einer der beiden pflückte die beiden Äpfel. Der andere war sehr hungrig.
So reichte der eine dem anderen einen der beiden Äpfel. Er nahm ihn und aß ihn sofort auf. Der andere Apfel lag noch in der Hand des einen Mannes.
Er gab ihn dem anderen und sagte „Hier, iss diesen auch!“ Er nahm auch diesen Apfel, schamlos vor lauter Hunger. Sie gingen weiter und irgendwann schaute der Mann, der die zwei Äpfel gegessen hatte in das Gesicht des anderen Mannes. Und er sah eine friedliche Heiterkeit auf seinem Gesicht. Er gab die beiden Äpfel, obwohl er ebenso hungrig war. Jener Mann schien glücklich, ihm die Äpfel gegeben zu haben. Er selbst aß von anderen Früchten eines anderen Baumes.

Mütter wissen von dieser Art von Liebe zu erzählen. Sie wissen von dieser unermesslichen Liebe.
Ein Hoch auf die Mütter dieser und der „anderen Welt“.

Und wenn die Erinnerung übervoll ist, dann sucht sie die schweigenden Tiefen auf.

Was so alles geschieht, wenn einem ein Apfel begegnet…  – –      …inmitten von Weintrauben sitzend.

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5 Kommentare zu “Kostbarkeiten unseres Gartens

  1. arabella50 sagt:

    Und was ich so alles lerne, wenn ich in der Stille deines Herbstages deinen Gedanken folge.
    Eine schöne, weise Geschichte. Danke

  2. magguieme sagt:

    Du bist schon auch so eine spezielle Art von Mutter – du weißt auch, solche Geschichten zu erzählen!

  3. enigma57 sagt:

    Ein Herbst-Sonnentag inmitten von Weinreben. Tief unter mir schlägt der Rhein seine Kurven.

    Sie sagt,

    „Das letzte mal,nie mehr“.

    Pro Stunde 5 Euro,12 Stunden am Tag,Frau aus Polen,von meinem ,“’KOLE-ZE“‘,aus Ostpreussen+20 Frauen Team,pflugt Johanisbeeren u.z.w.

    Problem,kein,weil Seit mehrere Jahre,Chef-Bauer zahlt hunger Lohn.

    Warum nicht Lohnerhohung?

    Habe Traktor u. andere Gerate gekauft.

    Fazit.

    Wenn man arbeitet,hat man keine Zeit,um Geld zu verdinen !

    Grusse.

    Wysłane z telefonu Samsung

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