Befreit Euch

südafrikaner

 Südafrikaner erklären sich solidarisch mit der palästinensischen Bevölkerung

(Foto by AP,  Haaretz, Israel. www haaretz.com, thank you)

 

 

If I were…..

Vor vielen Jahren durfte ich einigen außergewöhnlichen und charismatischen Menschen wie Nelson Mandela,  Neville Alexander und weiteren in Südafrika begegnen. Neville gehörte zu der Gruppe von Männern, die mit  Nelson Mandela im selben Zellentrakt auf der Insel Robben Islands vor der Küste Südafrikas inhaftiert waren. Ich saß mit der sozialistischen Garde Kubas und deren Botschafter an einem Tisch und hörte ihnen mit staunenden Augen und einem offenen  und lächelndem Herzen zu. Heute denke ich manchmal, wir sollten Marx noch einmal lesen, dann wüssten wir, was es mit den „Herrschaftssystemen“ wirklich auf sich hat. Dann würden wir, jene Gewalt, die in allen Ecken dieser Welt eskaliert besser einordnen können und die Chance aus dem Ausstieg dieser Gewaltdynamiken wäre vielleicht größer?
Damals traf ich auch auf die  Lebenspartnerin von Steve Biko. Sie war damals die Direktorin der Universität von Kapstadt. Steve Biko war der Anführer der „schwarzen Befreiungsbewegung“.  Er wurde vom Regime getötet. Ich traf auf sehr viele Opfer der Apartheid, die in den Townships und Squattercamps lebten.
1982 wurde Mandala von der Insel in ein Gefängnis auf dem Festland verlegt und im Februaar 1990 entlassen. So weit mir bekannt, verbrachte er die letzen Jahre im Hausarrest und nicht im Gefängnis. Viele der damaligen politischen Aktiven wurden mit einem Hausarrest versehen. 1993 bekam Nelson Mandela den Friedensnobelpreis und im Jahr darauf wurde er Staatspräsident.  Das Land war damals eine noch junge Demokratie. Die große Befürchtung war, dass es zu Gewaltausbrüchen kommen könnte. Doch das Gegenteil geschah. Es waren seine charismatische Ausstrahlung, seine weisen Worte, seine Bemühungen um eine Politik, die alle Teile der Bevölkerung integrierte. Es waren seine großen Gesten der Vergebung, auf die er unermüdlich hinwies. Der Funken sprang über. Wenn ich heute an jene Jahre zurückdenken, dann denke ich vor allem an jene vergebende Haltung der Menschen, die allesamt Opfer der Apartheid waren. Unvergesslich sind mir diese Begegungen. Allen Grund hätten sie gehabt, „Weiße“ auf ewig zu hassen. Sie sagten: „Wir müssen einander vergeben. Für die Zukunft unserer Kinder müssen wir es tun. “
Nelson Mandela sprach von einer Vergebung, die ihn von den Tätern befreien wird. Mandela wusste, Vergebung ist der einzige Weg für jeden Menschen, sich seinen Selbstrespekt zurückzuholen.

An seiner Seite stand damals Archbishop Desmond Tutu. Als ich den Archbishop das erste Mal in einer großen Halle erlebte, musste ich lachen, weil er so gar nicht in mein Bild eines hohen kirchlichen Würdenträgers passte. Er ist ein sehr kleiner Mann, voller Energie, quirlig und mit einer sehr hohen Stimme beschenkt. Ich erinnere mich, Jonathan Butler, ein großartige Soul-Sänger, und der Herzspezialist Barnard saßen mit in der Runde. Wir alle lachten, weil Tutu so ganz unkonventiell auf der Bühne hin- und hersprang – ganz beseelt von seiner Message, die er den Bürgern Kapstadts und der Welt reichte. Der Archbishop wurde damals Ehrenbürger von Kapstadt. Er war längst schon Erzbischof von Kapstadt, aber den Ehrenbürger hatten sie ihm viele Jahre verweigert. Und er machte sich seinen Spaß daraus, dass er nun doch noch Ehrenbürger werden durfte. Ein Kämpfer der Freiheit mit besonderen Qualitäten.
Ihm und Nelson Mandela verdankte Südafrika die Einrichtung der Truth and Reconciliation Commission. Desmond Tutu wurde als Vorsitzender eingesetzt. Es ging damals darum, der Wahrheit und nicht der Bestrafung  Raum zu geben. Man wollte aufdecken, was geschehen war. Jeder der Täter, die bereit waren vor dieser Kommission auszusagen, gingen straffrei aus. Diese Sitzungen fanden in verschiedenen Städten  Südafrikas statt und wurden im südafrikanischen Fernsehen ausgestrahlt.
Desmond Tutu war es,  der vor laufender Kamera weinte und Winnie Mandela damals bat : “ Please, please, at least say I am sorry. Please, I beg you.“ Es geschahen auch in ihrem Haus schlimme Dinge. Kinder wurden zu Spionen ausgebildet. Wenn sie nicht mehr wollten, wurden sie umgebracht. Ein Fußballverein soll darin verwickelt gewesen sein. Sie entschuldigte vor laufender Kamera nicht, sondern sagte: „Es waren diese Zeiten.“  Tutu ist auch der Patenonkel ihrer Kinder gewesen. Sie standen einander nah.

Mich erreichte heute eine Email von einer Organisation, die Kampagnen  für die unterschiedlichsten politisch-gesellschaftlichen Anliegen ins Leben rufen. Sie bitten eigentlich um  die Unterzeichnung  jeweiliger Petitionen.
Heute sandten sie  etwas anderes.  Es ist ein Brief von Archbishop Desmond Tutu, der sich die Menschen in Israel wendet.
Der Brief wurde exklusiv in einer israelischen Zeitung veröffentlicht. Die Organisation befindet, er sollte auch vom Rest der Welt gelesen werden und veröffentlichten ihn darum.
Ich tue es an dieser Stelle auch. Sehr gern tue ich es:

Befreit Euch.

„My plea to the people of Israel“

tutu

Quelle: AP

 

 

„Mein Appell an das Volk Israels: Befreit euch, indem ihr Palästina befreit

Erzbischof Emeritus Desmond Tutu ruft in einem exklusiven Artikel für Haaretz zu einem globalen Boykott Israels auf und drängt Israelis und Palästinenser, jenseits ihrer Staatsführer nach einer nachhaltigen Lösung der Krise im Heiligen Land zu suchen.

Von Desmond Tutu

14. August 2014 | 21:56 Uhr
Ursprünglich auf http://www.haaretz.com/opinion/1.610687 erschienen. Übersetzung erfolgte durch die Avaaz-Gemeinschaft.

In den vergangenen Wochen erlebten wir beispiellose Handlungen durch Mitglieder der Zivilgesellschaft rund um den Globus gegen die Ungerechtigkeit von Israels unverhältnismäßig brutaler Reaktion auf die Raketenabschüsse aus Palästina.

Zählt man alle Menschen zusammen, die sich am vergangenen Wochenende versammelt haben, um Gerechtigkeit in Israel und Palästina zu fordern – in Kapstadt, Washington D.C., New York, Neu-Delhi, London, Dublin und Sydney, und all den anderen Städten – so war dies sicherlich der größte öffentliche Aufschrei für ein einzelnes Anliegen in der Geschichte der Menschheit.

Vor einem Vierteljahrhundert nahm ich an einigen gut besuchten Demonstrationen gegen die Apartheid teil. Ich hätte mir nie vorstellen können, wieder Demonstrationen dieser Größe zu sehen. Aber die Teilnehmerzahl am letzten Samstag in Kapstadt war genauso groß, wenn nicht größer als damals. Unter den Teilnehmern waren Junge und Alte, Muslime, Christen, Juden, Hindus, Buddhisten, Agnostiker, Atheisten, Schwarze, Weiße, Rote und Grüne vertreten … wie man es von einer dynamischen, toleranten, multikulturellen Nation erwarten würde .

Ich bat die Menge, mit mir zu skandieren: “Wir sind gegen die Ungerechtigkeit der illegalen Besetzung von Palästina. Wir sind gegen das willkürliche Morden im Gazastreifen. Wir sind gegen die Erniedrigung von Palästinensern an Kontrollpunkten und Straßensperren. Wir sind gegen die von allen Beteiligten begangenen Gewalttaten. Aber wir sind nicht gegen Juden.”

Anfang der Woche forderte ich den Ausschluss Israels aus der Internationalen Architektenvereinigung, die in Südafrika tagte.

Ich bat die israelischen Schwestern und Brüder, die auf dieser Konferenz anwesend waren, darum, sich persönlich und auch in ihren beruflichen Aktivitäten, aktiv von dem Entwurf und der Konstruktion der Infrastruktur zu distanzieren, durch die das Unrecht aufrechterhalten wird. Dazu zählen sowohl die Trennmauer, die Sicherheitsstationen und die Kontrollpunkte, als auch die Siedlungen, die auf besetzten Gebieten der Palästinenser errichtet wurden.

“Ich bitte Sie, diese Botschaft mit auf den Weg zu nehmen: Bitte wenden Sie das Blatt gegen Gewalt und Hass, indem Sie sich der gewaltlosen Bewegung für Gerechtigkeit für alle Menschen in der Region anschließen” sagte ich.

In den vergangenen Wochen sind mehr als 1,6 Millionen Menschen weltweit dieser Bewegung beigetreten, indem sie eine Avaaz-Kampagne unterzeichnet haben, die Firmen, die von der israelischen Besetzung profitieren und/oder an der Misshandlung und Unterdrückung von Palästinensern beteiligt sind, auffordert, sich zurückzuziehen. Die Kampagne richtet sich insbesondere gegen den niederländischen Rentenfonds ABP, Barclays Bank, den Anbieter von Sicherheitssystemen G4S, das französische Transportunternehmen Veolia, den Computerhersteller Hewlett-Packard und den Bulldozerhersteller Caterpillar.

Letzten Monat haben 17 EU-Regierungen ihre Bürger gedrängt, keine Geschäfte mit oder Investitionen in illegale israelische Siedlungen zu tätigen.

Wir wurden kürzlich auch Zeugen des Abzugs zweistelliger Millionenbeträge aus israelischen Banken durch den niederländischen Rentenfonds PGGM, des Kapitalabzugs aus G4S durch die Bill and Melinda Gates Foundation und des Abzugs geschätzter 21 Millionen Dollar aus HP, Motorola Solutions und Caterpillar durch die presbyterianische Kirche der USA.

Es ist eine Bewegung, die an Fahrt gewinnt.

Gewalt erzeugt Gegengewalt und Hass, was wiederum mehr Gewalt und Hass erzeugt.

Uns Südafrikanern sind Gewalt und Hass nicht fremd. Wir kennen den Schmerz, die Außenseiter der Welt zu sein; wenn es scheint, als verstünde niemand unsere Perspektive oder wäre auch nur willens, zuzuhören. Das sind unsere Wurzeln.

Wir wissen auch um die Vorteile, die uns der Dialog zwischen unseren Staatsführern schließlich gebracht hat; als das Verbot angeblich “terroristischer” Organisationen aufgehoben und ihre Anführer, darunter Nelson Mandela, aus Haft, Verbannung und Exil entlassen wurden.

Wir wissen, dass sich die Beweggründe für die Gewalt, die unsere Gesellschaft zerstört hatte, auflösten und verschwanden, als unsere politischen Führungskräfte miteinander zu sprechen begannen. Terrorakte, die nach Beginn der Gespräche begangen wurden – wie zum Beispiel Angriffe auf eine Kirche und eine Kneipe – wurden fast einhellig verurteilt und der Partei, die man dafür verantwortlich machte, wurde an der Wahlurne die kalte Schulter gezeigt.

Das Hochgefühl, das unserer ersten gemeinsamen Wahl folgte, war nicht allein den schwarzen Südafrikanern vorbehalten. Der wahre Triumph unserer friedlichen Einigung war, dass sich alle einbezogen fühlten. Und später, als wir eine Verfassung vorstellten, die so tolerant, mitfühlend und integrativ ist, dass sie Gott stolz machen würde, fühlten wir uns alle befreit.

Natürlich war es hilfreich, dass wir einen Kader herausragender Führungspersönlichkeiten hatten.

Was diese Führungspersönlichkeiten jedoch letztlich zusammen an den Verhandlungstisch zwang, war die Mischung aus überzeugenden, gewaltfreien Mitteln, die damals eingesetzt worden waren, um Südafrika wirtschaftlich, akademisch, kulturell und psychologisch zu isolieren.

Ab einem gewissen Zeitpunkt – dem Wendepunkt – realisierte die damalige Regierung, dass die Kosten für die Aufrechterhaltung der Apartheid den Nutzen eindeutig überstiegen.

Der Rückzug verantwortungsbewusster multinationaler Konzerne aus dem Handel mit Südafrika in den 1980ern war schließlich einer der entscheidenden Hebel, der den Apartheidstaat – ohne Blutvergießen – in die Knie zwang. Diese Unternehmen sahen ein, dass sie zur Aufrechterhaltung eines ungerechten Status Quo beitrugen, indem sie zur Wirtschaft Südafrikas beitrugen.

Diejenigen, die weiter mit Israel Handel treiben, die zu einem Gefühl der “Normalität” in der israelischen Gesellschaft beitragen, tun den Menschen in Israel und Palästina damit keinen Gefallen. Sie tragen damit nur zum Fortbestehen eines zutiefst ungerechten Status quo bei.

Diejenigen aber, die dazu beitragen, Israel für eine gewisse Zeit zu isolieren, sagen damit, dass Israelis und Palästinenser ein gleichwertiges Recht auf Würde und Frieden haben.

Letztlich werden die Ereignisse der vergangenen Monate im Gazastreifen testen, wer an den Wert der Menschen glaubt.

Es wird immer deutlicher, dass Politiker und Diplomaten einfach keine Anworten finden und dass die Verantwortung, eine nachhaltige Lösung für die Krise im Heiligen Land zu erarbeiten, bei der Zivilgesellschaft und den Bewohnern Israels und Palästinas selber liegt.

Abgesehen von der jüngsten Verwüstung im Gazastreifen sind anständige Menschen überall – darunter auch viele in Israel – zutiefst verstört von der Tatsache, dass täglich die Menschenwürde und die Bewegungsfreiheit der Palästinenser an Kontrollpunkten und Straßensperren verletzt wird. Und die Tatsache, dass Israel die illegale Besetzung und die Errichtung von Pufferzonen-Siedlungen auf besetztem Land vorantreibt, verschärft die Problematik, eine zukünftige Einigung zu erarbeiten, die für alle akzeptabel ist.

Der Staat Israel verhält sich, als gäbe es kein Morgen. Seine Bewohner werden nicht das friedliche und sichere Leben leben, nach dem sie sich sehnen – und auf das sie Anrecht haben – so lange seine Führung Bedingungen aufrechterhält, die den Konflikt am Leben erhalten.

Ich habe diejenigen verurteilt, die in Palästina für das Abfeuern von Geschossen und Raketen auf Israel verantwortlich waren. Sie schüren die Flammen des Hasses. Ich bin gegen alle Manifestationen der Gewalt.

Aber wir müssen uns absolut darüber im Klaren sein, dass die Palästinenser jedes Recht haben, für ihre Würde und Freiheit zu kämpfen. Es ist ein Kampf, der von vielen Menschen auf der Welt unterstützt wird.

Kein von Menschen geschaffenes Problem ist unlösbar, wenn die Menschen sich mit der ernsthaften Absicht zusammensetzen, es zu überwinden. Frieden ist immer möglich, wenn die Menschen entschlossen sind, ihn zu erreichen.

Frieden erfordert von den Menschen in Israel und Palästina, sich selbst und den anderen als menschliche Wesen anzuerkennen, um ihre wechselseitige Abhängigkeit zu verstehen.

Raketen, Bomben und ungehobelte Schmähungen sind nicht Teil der Lösung. Es gibt keine militärische Lösung.

Die Lösung könnte wohl eher in dem gewaltlosen Instrumentarium liegen, das wir in den 1980ern in Südafrika entwickelt haben, um die Regierung von der Notwendigkeit zu überzeugen, ihre Politik zu ändern.

Der Grund dafür, dass dieses Instrumentarium – Boykott, Sanktionen und Kapitalabzug – sich letztendlich als effektiv erwiesen hat, war, dass es eine kritische Masse an Unterstützung erhielt, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes. Die Art von Unterstützung, die wir in den vergangenen Wochen auf der ganzen Welt in Bezug auf Palästina beobachtet haben.

Mein Appell an die Menschen in Israel ist es, über den Augenblick hinauszuschauen, über die Wut der andauernden Belagerung hinauszuschauen, und vielmehr eine Welt zu sehen, in der Israel und Palästina koexistieren können – eine Welt, in der gegenseitige Würde und Respekt herrschen.

Es erfordert ein Umdenken. Ein Umdenken mit der Erkenntnis, dass jeder Versuch, den gegenwärtigen Status quo aufrechtzuerhalten, künftige Generationen zu Gewalt und Angst verdammt. Ein Umdenken, das damit bricht, legitime Kritik an der Politik eines Staates als Angriff auf das Judentum zu verstehen. Ein Umdenken, das zu Hause beginnt und sich über Gemeinschaften und Länder und Regionen ausbreitet – bis hin zur Diaspora, die über die Welt, die wir teilen, verstreut ist. Die einzige Welt, die wir teilen.

Menschen, die sich im Streben nach einem gerechten Anliegen zusammentun, sind nicht aufzuhalten. Gott mischt sich nicht in die Belange der Menschen ein. Er hofft, dass wir wachsen und lernen, indem wir unsere Schwierigkeiten und Differenzen selber lösen. Aber Gott schläft nicht. Die jüdischen Schriften sagen uns, dass Gott vorzüglich auf der Seite der Schwachen und der Vertriebenen steht, der Witwe, des Waisen und des Fremden, der Sklaven freiließ, damit sie auszogen in ein gelobtes Land. Es war der Prophet Amos, der sagte wir sollen Gerechtigkeit wie einen Strom fließen lassen.

Am Ende setzt sich das Gute durch. Das Streben danach, die Menschen in Palästina von der Demütigung und Verfolgung durch die Politik Israels zu befreien, ist ein gerechtes Anliegen. Die Menschen in Israel sollten dieses Anliegen unterstützen.

Von Nelson Mandela stammt der berühmte Ausspruch, die Südafrikaner würden sich nicht frei fühlen, bis auch die Palästinenser frei sind.

Er hätte ebenfalls hinzufügen können, dass die Befreiung Palästinas auch Israel befreien wird.“

 

 

Wenn ich es wäre…..

Was tun Sie in Ihrer Stadt?

 

Forderungen der Palästinenser:

 

  • Öffnung des Gazastreifens
  • Reiseerlaubnis für die Bewohner des Gazastreifens
  • Wiederaufbau des zerstörten Flughafens
  • Aufbau eines eigenen Hafens
  • Führen eines normalen Lebens in Koexistenz mit Israel
  • Internationale Garantie des Waffenstillstandes
  • Freier Zugang zur Al-Aksa-Moschee in Ostjerusalem

 

Der israelische Journalist Gideon Levy dazu: „Wer könnte diesen Forderungen nicht zustimmen?“

V.i.S.d.P.: Michael Kellner

 

 

Am Samstag findet in Köln  von 15 Uhr bis 17 Uhr eine Schweigemarsch statt, auch um unserer Regierung zu „sagen“:
Keine Waffenexporte mehr nach Israel! Keine Ausbildung deutscher Soldaten in Israel! Einflussnahme auf die israelische Regierung, damit die Blockade des Gazastreifens und die Besetzung des Westjordanlandes beendet wird.

Krieg löst keine Probleme – er vergrößert sie.“

 

 

Wegbeschreibung:
Wallrafplatz – An der Rechtschule – Richartzstraße – Minoritenstraße – Breitestraße – Richmodisstraße – Am Alten Posthof – Krebsgasse – Neue Langgasse – Neven-du-Mont-Straße – Burgmauer – Komödienstraße – Unter Fettenhennen – Wallrafplatz

Erlaubt sind Transparente, palästinensische Fahnen und Regenbogen-Friedensfahnen, Flugblätter, ein Megaphon der Veranstalter
Die Veranstalter sind:  Café Palestine Colonia, FrauenWegeNahost, Kölner Frauen in Schwarz, Kölner Friedensforum e.V., Nahostfriedenskreis, Palästinensische Gemeinde, Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem, AG Völkerrecht und Menschenrechte in Palästina und Israel.
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2 Kommentare zu “Befreit Euch

  1. magguieme sagt:

    Allem voran: Danke.

    Hinzu noch ein Lied von playing for Change Biko.

    Welch großen Sätze, einen erlaube ich mir, hier zu wiederholen.
    „Frieden erfordert von den Menschen (in Israel und Palästina), sich selbst und den anderen als menschliche Wesen anzuerkennen, um ihre wechselseitige Abhängigkeit zu verstehen.“ (Desmond Tutu)

    • martinakunze sagt:

      Danke dir.

      Ich bin so froh, dass er sich einmischt. So froh.

      Erst einmal braucht es jetzt die Freiheit der Palästinenser. Erst einmal müssen sie sehen, dass sie befreit werden von der Willkür der Israelis. Die stehen unter Schock. Sie sind traumatisiert……und dann…das ist ein Prozess…
      Ich hoffe. Ich schrieb Mr. Guiness, mein Traum sieht so aus:
      Lauter kleine Cafè-Inseln in gemeinsamer Arbeit zwischen Palästinensern und Israelis, auf einer Leuchttafel, groß natürlich, ist zu lesen:
      „Seht her, es geht…“

      Ein Lied von Biko…oh super…danke…Biko, Biko, Biko…

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