Jeder hat seinen eigenen Ton

afrikanische staerke

Alle Naturvölker gehen von der Existenz  einer menschlichen Seele vor der Geburt aus. Ob im Gluckern eines Baches bei den Aborigenes in Australien, in Ost- und Westafrikas im Wahrnehmen einer inneren Melodie im Schatten eines großen Baumes oder in Träumen wie bei vielen Indianerstämmen Nordamerikas. Bevor der Vater ein Kind zeugen kann, muss er bei den australischen Ureinwohnern erst ein Jalalla  finden. Diese winzige geistige Gestalt kann vorzüglich an Wasserlöchern gefunden werden, sagen die Aborigines. Will der Mann kein Vater werden oder hat er keine Frau kann er das Jalalla in seine Haare flechten und im Traum einem Freund übergeben. Der Unambal-Mann ist erst imstande ein Kind zu zeugen, wenn er im Traum an das tiefe Wasser gekommen ist, wo sich die ungeborenen Seelen befinden und wo ihm von führenden Geistern der Name des Kindes zugerufen wird. Im Traumvorgang teilt er ihn dann seiner Frau mit.

Kraftlieder des Lebens

Jedes Wesen hat sein eigenes Lied, hat seinen eigenen Ton.

Im Stamm der Dagaro in Burkina Faso in Westafrika gehen Frauen, die bewusst ein Kind mit einem bestimmten Mann zeugen wollen, allein in den Wald und setzen sich unter einen Baum. Dort sitzt die werdende Mutter und hört auf die Stille, bis sie das Lied des Kindes hören kann. Sobald sie es gehört hat, begibt sie sich zurück in das Dorf und lehrt ihrem Mann dieses Lied, damit sie es zusammen singen können, wenn sie sich lieben. Man stimmt sich auf den Klang des anderen ein. So laden sie das Kind ein, sich mit ihnen zu verbinden. Die Mutter singt es dem werdenden Kind. Danach lehrt sie es den alten Frauen und Hebammen des Dorfes, damit sie es zur Begrüßung singen können. Nach der Geburt lernen auch die anderen Dorfbewohner das Lied. Es wird gesungen in Zeiten wichtiger Momente, in Ritualen des Kindes. Es wird gesungen bei der Hochzeit und ein letztes Mal am Ende des Lebens. Diese Geschichte wird auch  für Stämme in Ostafrika erzählt.(J.K.)

 

„Ich singe, weil ich ein Lied hab…`“
(Konstantin Wecker)

 

singen3

Das A schwingt den Brustraum. Das U vibriert heilend im unteren Bauchraum. Das I schwingt im Kopf. Das E heilt im Halsbereich. Das O schwingt im unserem Herzen.

 

Wen wir singen, ist unser Körper das Instrument. Singen führt uns direkt zu unseren Gefühlen. Es kommt von da, wo wir selber sind. Singen entspannt. Singen berührt unsere Seele. Wenn wir singen, sind wir eins mit der Kraft des Universums. Singen ist der kürzeste Weg zu Anmut. Wenn wir singen, hebt sich unsere Stimmung. Lieder bewegen uns.  Mit einer bestimmten Melodie landen wir direkt in Gefühlsmomenten vergangener Tage.

Singen ist uralte Heiltradition der Essener. Sie benutzen die Schwingung der Stimme, aus der Kraft des Herzens, um mit den Körperzellen Kontakt aufzunehmen und die energetische Balance wiederherzustellen. Misstöne in den Zellen können sich wandeln und heilen. Singen macht rein.  Wer in seinem Leben  schon einmal 108 mal das Gayatri-Mantra hintereinander gesungen hat, weiß, wie rein man sich danach fühlt. Ich durfte es erfahren und darum erwähne ich es hier Es lohnt sich.

Lieder treffen uns innen. Wenn unser Innerstes getroffen ist, singen wir.  Beobachten Sie sich einmal im Auto, wenn das Radio läuft. Singen Sie mit?

maedchenkönigin
Also ich kann nicht sagen, dass ich überall singe – es gibt da ja auch so ein paar verletztliche Punkte. Singen ist ja auch irgendwie  intim. Seit  meinem Schul-Pflicht-Soloauftritt des Pflicht-Chores im Pflichtfach Musik stellte mich jener  77 Jahre alte Pflicht- Musiklehrer  mit einem gequälten Lächeln in die zweite Reihe. Ich weiß bis heute nicht. warum er so gequält lächelte!  Seither singe ich doch lieber allein im Wald, im Auto, in der Badewanne, auf dem Fahrrad. In der Menge singe ich,wenn es sich ergibt und alle anderen auch singen, wie es ihnen gefällt. Als ich das erste Mal die große Operndiva Sopranos Sternikus Montserra Caballè  und  der stimmgewaltigen Milva begegnen durfte, die – mit und ohne Mikrofon –  den großen Saal  bis in die hinterste Reihe zum Beben brachten, sowie jenen südafrikanische Gospel-Chören mit ihren zwischen Himmel und Erde-Gesängen und rhymthischen Tänzen, erhielt ich mein Vertrauen in die Kraft der eigenen Stimme zurück. Jawohl! Damit will ich nicht sagen, dass ich mich mit solchen Wunderstimmen vergleichen will. Oh nein! Oh nein! Niemals. Aber was sie alle mich damals lehrten, war, atme tief ein und lass raus, was in dir steckt.

Singen ist  schön.  Das Herz springt dann in der Brust. Es taucht dann in die himmlischen Harmonien ein.
Singen ist Urvertrauen.  Mit dem Singen ist es wie mit der Liebe. Wir brauchen nur alle Schranken beseitigen, die wir dagegen aufgerichtet haben. Dann ist sie da.

Ist doch toll, nicht wahr, wir können Luft in Worte, Töne  und Lieder verwandeln.
Gleich mal dazu tanzen. …Den Körper im Rhythmus bewegen, befreit den Geist.
Wenn sich Singen und Bewegen treffen, entsteht eine  Kommunikation mit uns selbst.
Es kann unsere Intuition erhöhen.

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Bettle Midler, sowieso eine meiner Lieblingsschauspielerinnen, ist darüber hinaus noch eine großartige Sängerin
Sie sang vor vielen Jahren ein solches Kraftlied des Lebens: The Rose. Sie singt es vermutlich noch heute.

 

„..Es ist das Herz, das nie tanzen lernt,
aus Angst, dass es bricht.
Es ist der Traum, der Angst vor dem Erwachen hat
und nie etwas wagt.
Es ist das, was sich nicht nehmen lässt
und das, was anscheinend nicht gegeben werden kann.
Und die Seele, die aus Furcht vor dem Tod
nie richtig leben lernt…

Wenn die Nacht zu einsam war,
und der Weg zu lang,
dass du schon glaubst, dass Liebe nur was für Glückspilze und
die Starken ist,
dann denk dran, dass im Winter
tief unter dem bitterkalten Schnee
der Samen liegt, aus dem durch die Liebe der Sonne
im Frühling die Rose wird.“

 

Just remember in the winter
Far beneath the winter snows
Lies the seed that with the sun`s love
in the spring becomes the rose.

(for you, my friend in Gaza)

Love is a flower….

 

 

Singen Sie!
ich weiß genau, Sie können es.

Sing!
Ich weiß genau, Du kannst es.

 

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5 Kommentare zu “Jeder hat seinen eigenen Ton

  1. arabella50 sagt:

    Liebe Martina, ich singe, wo immer ich kann. In der Küche, beim bügeln und natürlich in der Wanne. Wie Recht du hast, es singt such vieles davon, verbindet sich mit der Luft, weht davon und ich bleibe befreit und zufrieden zurück.
    Danke für den schönen Artikel.

    • martinakunze sagt:

      Ich danke dir, liebe Arabella.

      Oh, ja, das kann ich mir gut vorstellen bei dir. Ein schönes Bild, dass sich für mich mit deinen wunderschönen, liebevoll arrangierten Kochbeiträgen ergänzt.
      Ich staune iimmer wieder, dass es ja zunächst scheinbare „Kleinigkeiten“, aber letztlich mit großer, heilender und reinigender Wirkung. Ebenso kann man sich mit der „Feueratmung“- so eine Art Schnappatmung nur durch die Nase, indem man den Bauch einzieht und wie so ein Blaseblag ein-und auszieht – damit kannst du deine Energie voll und ganz im Körper verteilen. Der Atmen ist es, der Atmen…Schwingungen… und sogleich sehe ich dich in der Wanne feueratmend…hahahahahaha:) Morgen bin ich Wellnessen, unter uralten Bäumen,vor mit der Fluss, und davor eine riesengroße Kräuterspirale, hinter mir ein Wasserfall – duschen unter einem Wasserfall, allein der Klang des Wassers ist paradiesisch , ein Stück weiter Sauna, ich werde singen, singen…und singen…

      Jeder Tag ist ein Geschenk:
      Bleib befreit…ja..bleib befreit…singe..
      Liebe Grüße
      martina

  2. magguieme sagt:

    Like, like, like!
    Trallala!

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