„Du wirst mit jemandem zusammensein“

muster indianisch

 

Sonnenaufgang, 4 Uhr in der Früh. Die Tänzer beginnen die Sonnentanz-Zeremonie, indem sie in die Schwitzhütte gehen. In der Mitte der Hütte ist ein Loch gegraben – die Steinwiege. Dort liegen die heißen Steine. Die Schwitzhütte ist mit Hilfe von Weidenzweigen gebaut. Der Eingang zeigt zum Westen. Die Steine werden vor der Hütte erhitzt, in der größeren „Four Generation-Feuerstelle“, die sich westlich von der Schwitzhütte befindet. Es wird auch das „Ewige Feuer Ohne Ende“ genannt. Die Hütte ist rund und hat vier „Hörner“, Ausbuchtungen für vier Generationen: Ehemann und Ehefrau, Kinder, Enkel und Urenkel. Sie gleicht in Form einem Menschenkopf.

Die Anzahl der Schwitzhütten wird durch die Zahl der Teilnehmer bestimmt. Frauen und Männer nehmen teil. Es kann durchaus sein, dass sieben oder acht Schwitzhütten für die Zeremonie gebaut werden.

Während der Zeremonie bitten die Sioux- Indianer um Gesundheit für die Kranken. Sie fragen um Hilfe für jene, die Hilfe benötigen. Sie beten mit Farben – zum Beispiel gelb für Personen, Familien, die in Schwierigkeit sind. Sie bitten den Großen Geist, die Menschen wieder zusammenzubringen. Weiß ist für die Reinigung. Die Farbe repräsentiert den Dank an Gott den Allmächtigen. Finden sich die jeweiligen Farben am Ende in der Asche wieder, gilt dies als  Zeichen, dass ihr Gebet erhört wurde. Der „Aufseher“ kehrt die Asche. Danach nimmt er sieben Steine und legt sie auf das Gesicht der Vier Generationen, zwei für die Augen, zwei für die Nasenlöcher und drei für den Mund. Diese sieben Steine repräsentieren sieben Rituale, die im Laufe des Sonnentanzes durchgeführt werden.

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Während innen die Zeremonie stattfindet, liegt oben auf der Schwitzhütte die Friedenspfeife. Sie ist den Sioux bei jedem ihrer Rituale sehr wichtig. Die traditionellen Sioux der modernen Zeit glauben aufrichtig, die Pfeife repräsentiere Jesus Christus. Sie glauben, Jesus kann in Form der Pfeife immer noch gehört werden. Die Nicht-Indianer haben ihren Erretter gekreuzigt, darum feiern die Indianer nie Ostern. In den Augen der Sioux gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen Jesus Christus und der Pfeife.

Während das erste Feuer angezündet wird, beten sie: „Oh, Wakan Tanka (Große Geist), dies ist das ewige Feuer, das du uns gegeben hast […] Das ewige Feuer erleuchtet immer wieder unseren Geist und unsere Herzen. Wenn möglich, bitte erneuere uns, indem du uns wieder rein machst und uns hilfst, entsprechend deiner Macht und deinem Willen zu leben.“

Die Schwitzhütte, die Steine, die äußere Feuerstelle ist für die ganze Menschheit von extrem wichtiger Bedeutung, unabhängig von der Nationalität. Alles, was sie hier tun, bringt der ganzen Menschheit Segen, sagen die Indianer. Die Tänzer werden in der Schwitzhütte gereinigt. Frauen können sowohl an der Schwitzhütten-Zeremonie teilnehmen als auch die Aufgabe des Hüters übernehmen.

 

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Der Pledger (Tänzer9 zieht am Seil. Pledger tragen um den Hals eine Wildlederschnur, an der eine Flöte befestigt ist, auch einen Medizinbeutel, die Dinge enthalten, die in Visionen gesehen wurden.  Halsbänder, die die Sonnenblume respräsentieren. Eine weiße Feder eines Steinadlers wird an die Spitze der Pfeife gebunden. Quelle: T. Mail

Wir haben die zehn Gebote, die Sioux haben sieben Gebote. Das erste ist der Gebrauch der Heiligen Pfeife, das zweite die Seelen-Bewahrung (Keeping of the Spirit). Nummer drei ist das Schwitzhütten-Ritual der Reinigung. Nummer vier das Weinen um eine Vision. Das fünfte ist der Sonnentanz, das sechste die Herstellung freundlicher Beziehungen und das siebte Gebot besteht darin, eine junges Mädchen auf ihr Dasein als Frau vorzubereiten.

Die Hütte wird dann mit frischem Salbei ausgelegt, damit die Teilnehmer darauf sitzen können. Sie bietet Platz für acht Personen. Salbei wird in großen Mengen während des Sonnentanzes verwendet. Es spielt ebenso eine große Rolle in der Schwitzhütten-Zeremonie. Die Körper werden damit abgerieben. Eine Handvoll davon wird genommen, um durch ihn zu atmen. Ist die Hütte fertig, geht der Medizinmann hinein und bringt den geflügelten Mächten der Welt einige Prisen Tabak dar sowie dem Ort, an dem die Sonne untergeht und von dem das lebendige Wasser kommt, das in der Zeremonie verwendet wird. Diese Mächte werden angerufen und gebeten, bei den Ritualen zu helfen. Danach wird kinnikink, der geweihte Tabak, in die Pfeife gefüllt und eine Prise den Mächten des Nordens geopfert, die uns Kraft und Reinigung schicken. Dann dem Osten, der uns Frieden und Licht für unsere Augen und unseren Geist sendet. Danach dem Süden, der Quelle allen Lebens und allen Wachstums ist und schließlich dem Westen, der uns Regen und Nahrung schenkt. Jetzt ist die Pfeife gefüllt und alles ist wakan – heilig – geworden.  Süßgras wird in das Feuer gelegt. Es wird in alle Himmelsrichtungen gebetet. Zum Osten, weil aus dem Osten die Sonne kommt, aus dem Osten kommt ebenso der Mond, und aus dem Osten kommt der Morgenstern. Die Morgenröte kommt daher, das Licht des Tages und der Abend und die Nacht. Im Westen gibt es für sie eine „geflügelte Kraft“, die das Wasser kontrolliert. Dort geht die Sonne unter. Sie bitten den Großen Geist darum, ihn zufriedenzustellen, indem sie das Wasser auf eine heilige Art benutzen.

Der erste Stein, der von der Feuerstelle mit einem gegabelten Stock über den geweihten Pfad in die Schwitzhütte getragen wird, ist stets eine Gabe an Wakan-Tanka, der das Zentrum von allem ist. Die Steine werden nach und nach in die Hütte getragen und entsprechend der Himmelsrichtungen ausgelegt und mit der Pfeife berührt. Einer kommt in die Grube für Mutter Erde.

In anderen Überlieferungen sind die heißen Steine der Samen von Vater Sonne. Der Samen wird in das Innere der Hütte – den Schoß der Erde – gebracht.

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Aus der Schwitzhütte raus, geht es rein in das Zelt der Vorbereitungen (Tipi). Im Vorbereitungszelt darf nicht viel geredet werden. Es ist keinem der Zuschauer erlaubt, das Zelt zu betreten.

Mit jedem Stein, der in die Schwitzhütte gelangt, wird „Danke“ gesagt. Dann werden noch weitere vierzehn Steine gereicht. Die Grube repräsentiert das Universum. Mit dem Rauch der Pfeife wird der Körper eingerieben. Danach wird die Hütte luftdicht verschlossen. Die Dunkelheit repräsentiert die „Sündhaftigkeit der Seele“ und die Ignoranz der Menschen, von der sie sich reinigen müssen, bevor sie mit dem Sonnentanz beginnen.

Viermal sagen sie „Ha-Hey“. Die Worte sagen sie, wenn sie in Schwierigkeiten sind, wenn sie Erleuchtung brauchen.Viermal wollen sie gehört werden, denn die Zahl Vier ist  eine heilige Zahl. Der Dampf der Steine ist der „heilige Atem“. „Tunkashila (Großer Geist), du bist in diesem Moment hier bei uns. Du hast die Erde geschaffen, und wir beten, dass es nachfolgenden Generationen möglich sein wird, in den kommenden Zeiten weiterzugehen, ohne zu straucheln.“  Im Uhrzeigersinn betet jeder der Teilnehmer. Anschließend singt der Medizinmann in einer hohen Stimme, die einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt. Danach erzählt der Medizinmann den anderen von Visionen, von Einsichten, die ihm während der Reinigungs-Zeremonie gekommen sind. Zum Schluss wird  – bei Bedarf – noch einmal mit der Pfeife gebetet.

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Die jeweilige Form der Steine hat für die Indianer mit Schutzengeln zu tun. Die benutzten Steine tragen Inschriften, sagen sie. Steine enthalten für die Sioux nützliche Botschaften. Wenn man den Stein eine Zeitlang in der Hand hält, bekommt man Informationen. Der Große Geist hat die Steine für uns auf die Welt gebracht, damit wir ihre Inschriften lesen können, die uns helfen werden, seine Schöpfung hier und überall in diesem riesigen Universum zu begreifen. Auf indianische Art betrachtet, benutzen sie Steine, um ihren Schutz-oder Führungs-Engel zu finden. Gibt ein Heiliger Mann der Sioux irgendeinem Menschen einen Stein, dann sagt er „Du wirst mit jemandem zusammensein.“  Erhält man in der Schwitzhütte einen Stein, dann sollte man ihn annehmen und immer bei sich tragen, wohin man auch geht. Der Stein wird etwas enthüllen. Mit ihm kann man seinen Schutzengel finden. Will man ihn als Mensch auf der Straße finden, muss man ihn zuerst im Stein gesehen haben. Sie sagen, jeder sollte einen kleinen Stein bei sich tragen. Man kann ihn in jede Richtung lesen. Der Stein gibt Antworten. In der Sprache der Lakota werden Steine Ivan Wasico genannt.

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Heilzeremonie der Sioux. Niemand ist in Eile. Man nimmt sich so viel Zeit wie nötig.

Steine spielen auch in Heilungszeremonien in der Schwitzhütte eine bedeutende Rolle. Erhitzt, sprechen sie zum Medizinmann, um Informationen an den Patienten weiterzugeben. Danach gehen die guten Geister in den Steinen zu den Patienen und diagnostizieren seine genaue Krankheit.  Neben den heilenden Farben, die sie  nach langem Starren in die Sonne sehen können, sind sie in der Lage, Dinge vorauszusagen. Jeder Pledger betet für jede Person. Pledger werden jene genannt, die sich verpflichtet haben, am Tanz teilzunehmen.  Pledger lassen sich piercen. Haustücke werden geopfert. Betet die Spirit-Hüterin für jemanden, legt sie ihre rechte Hand auf den Kopf des Betreffenden. Den Patienten wird ein Stück Heilwurzel in den Mund gegeben. Nach der Ruhepause wird der Tanz wieder aufgenommen.  Beim Tanz im Süden trägt Einer von ihnen ein hölzernes Kreuz in der Hand.  Sie beschwören die Hilfe der Sonne und suchen ihre Visionen.
Ein Geist-Bewahrungs-Ritual kann auch Teil der Sonnentanz-Zeremonie sein. Es ist ein uralter Brauch, mit dem die Seele eines Verstorbenen bis zu einem Jahr lang „festgehalten“ wird, bevor man sie loslässt, damit sie in den Himmel aufsteigen kann. Derjenige, der diese Rolle innehat, wird als Bewahrer oder Hüter des Geister (Keeper of the Spirit or Soul) bezeichnet.

 

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Sonnentänzer in traditioneller Kleidung. Die Salbei-Kränze dürfen nicht berührt werden. Quelle: T.Mail

Heute finden Sonnentänze in abgelegenen Orten statt. Der Tanzkreis (Mysterien-Keis) wird geweiht.  Wilder Salbei kommt auf vielfältige Weise zum Einsatz. Er liegt auf den Boden aus, damit die Leute sitzen können. Beim Tanzen werden mit Büscheln von Salbei Tränen von den Wangen gewischt. Zum Räuchern wird Süßgras verwendet. Jeder Gegenstand, der verwendet wird, halten sie über den Rauch dieser Pflanze. Sie tragen eine Art Medizin um ihren Hals, die Hunger und Durst von ihnen fernhält und von der sie hin und wieder ein kleines Stück kauen. Tritt die Nacht ein, wählen sie Sonnentanz-Lieder aus. Die Trommler schlagen ihre Trommeln schnell, aber sanft. Dreimal trommeln sie auf diese Weise.  Schreie und Flötenklänge, dann ertönt die Trommel das vierte Mal.

Am dritten Tag der Zeremonie wird den Pledgern der Rücken bemalt. Ein Kreis mit einem Durchmesser von vierundzwanzig Zentimetern, von dessen Spitzen vier kurze, gerade Linien wie die Strahlen der Sonne ausgehen. In den Kreis werden sieben Punkte als Gesicht und Zickzacklinien auf den Armen gemalt. Sechszehn Lieder werden gesungen. Danach kommuniziert jede Frau und jeder Mann mit dem Baum über die Visionen, die sie während der ersten Runde in einer bestimmten Himmelsrichtung erhielt, von der Sonne erhielten.  Tänzer beten aus dem Herzen kommende Gebete und nähern sich dem Baum. Sie „berühren“ die heilige Quelle der Visionen, die sie gesehen haben. Sie berühren den Baum viermal. Danach sind auch ihre Hände heilig und voll segensreicher Kraft. Mit der Pfeife wird in alle vier Richtungen gebetet.

Vier Tage wird auf diese Weise getanzt und gebetet. Eine Tanzrunde durch den Mysterienkreis dauert etwas 15 Minuten.  Mütter treten in den Kreis. Ihre Hände werden gesegnet. Sie sollen die Arme so hoch strecken wie sie können. Alle Mütter im ganzen Universum werden gesegnet, die wichtige und anstrendende Arbeiten verrichten. Anwesende Indianer und Nicht-Indianer werden dazu veranlasst, darüber nachzudenken, wie wichtig eine Mutter ist. Der Sonnentanz berührt alle Dinge, die von Bedeutung sind. Die Mütter selbst beten. Die Heilige Pfeife zieht ihre Kreise. Jedes Jahr wird eine Mutter des Jahres gewählt. Dann findet das Piercing statt. Der Schmerz wird als  echter Ausdruck von Dankbarkeit angesehen. Sie erleben selbst das spirituelle Opfer. Die Mutter des Jahres tröstet die leidenden Männer, die sich während der Zeremonie piercen lassen. Die meisten Sioux lassen sich allerdings nicht piercen und werden es auch nie tun. Es ist kein zwingendes Ritual. Nach dem Ende des Sonnentanzes ist es Brauch, in die Schwitzhütte zu gehen. Dort legt der Medizinmann Kräuter auf die Wunden.

Die höchste Kraft,die sie anrufen, ist derselbe Gott, den Christen verehren. Sie glaubten an jenen Gott, noch bevor das Christentum aufkam. Sie haben diesen Glauben weder von der „Neuen Welt“ übernommen, noch ist ihr Glaube an ein Höchstes Wesent erst mit der Kolonialisierung zustande gekommen. „Die Weißen“ verhöhnten ihre Kultur und ihren Glauben,  sie nahmen ihnen ihr Land gewaltsam weg, warum hätten sie etwas von ihnen übernehmen sollen?

Der Tanzschritt bestehen aus einem Anheben der Fußballen im Takt zur Musik. Die Arme werden zum Himmel gestreckt.  Sonnentanz- Lieder sind heilige Lieder. Man sieht es nicht gerne, wenn Publikum sie mit Aufnahmegeräten aufnimmt. In einigen Tanz-Runden werden Pledger in vier Gruppen unterteilt. Viermal gehen sie auf den geweihten Baum zu und treten wieder zurück. Jeder Pledger berührt den heiligen Baum und lässt seine Hand dort etwa eine halbe Minute liegen.

Sie tanzen, damit ihr Volk leben kann. Der Sonnentanz zeigt ihnen, wer sie sind. In den Tänzen wird ihnen Mut zugesprochen, Gruppen werden geheilt. Der Tanz fördert die Einheit und das Glück des Volkes –  unter den Gegebenheiten eines  in Reservaten! Der Tanz verleiht ihnen Wurzeln, ein Gefühl, gebraucht zu werden und verstärkt ihren Glauben, dass sie wichtige Beiträge leisten für eine Welt, die in Schwierigkeiten steckt. Sie tanzen vier Tage lang und erlangen damit göttlichen Segen. Die Medizinmänner setzen sich geistig in Verbindung mit den Tänzern während der Vision Quest, sodass sie aus „einem Geist“ sind.  Die Gebete ziehen mehr Kraft von Gott, Mutter Erde, der Sonne, dem Geweihten Baum und den vier Richtungen herunter. Der Sonnentanz ist eine religiöse Erfahrung.  Es ist ein tiefgreifendes Zelebrieren von Dank, Wachstum, Gebet und Opfer.  Er ist lebenswichtig für ihr Wohlergehen. Von der amerikanischen Regierung wurde er verboten. Es brauchte dreiundvierzig Jahre bis diese Unterdrückung  unter Präsident F. Rooselvelt 1934 aufgehoben wurde.  Er wurde damals als eine Art Rebellion interpretiert. Die Angst der Kolonialherren schnitt den Indianer buchstäblich „das Herz aus der einzigen Lebensart heraus, die sie kannten“. Die Zeremonie wurde „im Untergrund“ weiterhin praktiziert. Und es ist die Kraft, die ihnen in den Sioux-Reservaten geblieben ist.

Die Sonnentanz-Zeremonie endet damit, dass sich die Pledger und Zuschauer auf der westlichen Seite des Mysterienkreises versammeln. Sie endet mit einem Gelübde für den nächsten Tanz. Mindestens drei Wochen vor dem Beginn der Zeremonie werden die Vision Quests abgehalten.  Von dort durchqueren sie in vier gleich langen Abständen den Mysterienkreis Richtung Osten. Wenn sie dort ankommen, schütteln sich alle die Hände, und der Sonnentanz ist beendet. Alle Zeremonien werden unter Berücksichtung der heiligen Zahl Vier durchgeführt. Darüber wird den Menschen Harmonie und Vollendung zuteil.
Die rituellen Praktiken der Sioux sollen weniger festgelegt sein wie bei einigen anderen Indianern, besonders die Rituale der Pueblo-Indiander von Arizona und New Mexico.

Sie sagen:  „Wir glauben an ein Leben in Harmonie. Das ist es, was wir tun sollten, und wir alle sollten uns in jeder nur möglichen Weise helfen.
Sie sagen, wir wollen zu viel wissen, und wir versuchen ununterbrochen, in jeder Hinsicht auf Kosten anderer weiterzukommen. Doch wer immer wir auch zu sein glauben, ohne Gott sind wir nichts.

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Quelle: Indianersprachen-online.de

 

 

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wikipedia.de

 

Die Sioux sind die größte Unterabteilung der Siouan-Völkergruppe.  Ihr Name Nadowe-ss-iw-eg,  Lesser Snakes, wurde später von den Franzosen zu Sioux korrumpiert. Dakota, Lakota und  Nakota sind die Namen, die von den Sioux selbst benutzt werden. Jeder diese Name bedeutet „Freunde“ oder „Verbündete“.  Gegen Ende des 16. Jahrhunderts lebten sie am oberen Lauf des Mississippi, dem heutigen Minnesota.  Die Weißen bahnten sich ihren Weg durch das Land der verschiedenen Stämme. Dazu ließen sich manche der Indianer in den Dienst von Engländern und den weißen Amerikanern nehmen. 1837 und 1851 wurden den Vereinigten Staaten mehrere Millionen von Hektar ihres Landes für Versprechen von Zahlungen überlassen, die nur unzureichend erfolgten. Der gewalttätige Aufstand gegen die Weißen fand 1862 in Minnesota statt.  1868 wurde das „Große Reservat“ für die Sioux im westlichen Dakota geplant. Die Goldgräber Zeit begann (1874). Forts der Weißen Männer wurden mittem im Sioux-Gebiet gebaut. Die „Friedenspolitik“ der Weißen sah dann so , dass sie die Indianer in Reservate „steckten“. Goldsüchtige Minenarbeiter, Reservate für die Indianer unter strengen Kontrolle, Massaker.  Die Sioux waren in sich in „sieben Rats-Feuer“ unterteilt. 1925 war die Gesamtzahl der Sious vierundzwanzigtausend, im Jahr 1975 waren es etwa zweiundvierzigtausend. Das Leben im Reservat : Christliche Missionare, Militärposten, Ziel der Regierung war es, aus Indianern Bauern zu machen, Indianer wurden zu Polizisten und Richtern ausgebildet, die amerikanische Regierung kümmerte sich um Verwaltungsangelegenheiten der Indianer, Oberaufsicht hatte der Kriegsminister. Unterschiedliche Einkommen im Vergleich zu ihren „Weißen Nachbarn“. Gelegentliche Jobs, viele der Indianer besitzen kein eigenes Land. Die Indianer erhalten weder Rente noch andere direkte Unterstützung. Manche der indianischen Ureinwohner (!) von Amerika erhielten die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1924 wurde hierzu ein Gesetz erlassen. Diskriminierungen ohne Ende. Die Mehrheit der Kinder besucht Regierungsschulen. Wenige studieren an den Universitäten. Die Ausbildungskosten werden durch private Mittel oder mit Hilfe von Darlehen aus Stammes-Geldern gedeckt.

 

 

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