Wohin gehen wir? Teil 3

meer abendstimmung

Schon die alten Ägypter und die Maya wurden durch ihre wissenden Priester dazu angehalten, für ihre Verstorbenen zu beten und sie durch fromme Rituale vor drohenden Gefahren durch dunkle Wesen zu schützen.
Besonders eindrücklich sind die Gepflogenheiten der Tibeter. Nach den Weisungen des Bardo Thödol, dem Tibetischen Buch der Toten, werden dem Sterbenden und Verstorbenen durch einen Mönch oder einen Lama Weisungen ins Ohr geflüstert. Zum Schutz vor Gefährdungen aus der Dunkelwelt sollen sie sich mit geistigen Schutzmauern umhüllen, damit der Verstorbene seinen guten Schutzgottheiten folgen kann.

Wie soll das geschehen?
Durch viel Liebe, viel Geduld, durch Ehrlichkeit und Demut.

Einmal gestorben, durchlaufen wir verschiedene Zwischenzustände. Im  „Tibetischen Buch der Toten“ heißt es, der Tote nehme Töne, Licht und Strahlen wahr. Was auch immer erscheine, sei sein „Sein-an-sich“.  Nach ein paar Tagen solle man aus einer „Bewusstlosigkeit“ erwachen und in Licht aufgehen. Man begegne einem göttlich weißen Licht, das eine angenehme Empfindung auslöse. Aber auch hellblaues , klares Licht, das von einem selbst ausgehe. Die Tibeter nennen es das Licht der „erhabenen Weisheit“.

Irgendwie geht es in diesen Zwischenzuständen sehr viel um Licht in den verschiedensten Farben.  Lichtkreise erscheinen: rote, gelbe, blaue.  Diesem Licht sollen wir Glaube und Hingabe entgegenbringen. Sechs Arten von Licht gäbe es, sagen die Tibeter. Dies sind die sechs Daseinsbereiche. Wo wir durch unsere früheren Taten geboren werden, leuchtet es am stärksten. Das weiße, strahlenlose Licht der Götter, das rote Licht der Asura, das blaue Licht der Menschen, das grüne Licht der Tiere, das gelbe Licht der Hungergeister und das rauchige, strahlenlose Licht der Höllenwesen. Diese sechs Lichter werden entstehen. Auch unser Körper wird die Farbe haben, die das Licht  jenes Ortes hat, an dem wir geboren werden.

 

gedanken„42 göttliche Wesen“ steigen aus unserem Herzen hervor. Sie sind von einem 5-farbigem Licht umgeben. Kleine und große Lichtkreise erscheinen. Rot, strahlend, grün, gelb, blau – egal, welches Licht uns erscheint, wir sollen kein Verlangen nach ihnen in uns tragen.

Am siebten Tag sehe man ein vielfarbiges Licht, der „Wissensbewahrer“ erscheine.

Wenig spirituell erfahrenen Menschen- also denen, die sich „nicht zu sammeln wissen“ – empfiehlt das tibetische Buch, ihre Gedanken auf Avolkitèsvara auszurichten und die „Liebes-Meditation“ durchzuführen. Aolkitèsvara ist Bodhisattvas, der voll Mitleid mit den leidenden Wesen ist. Er soll einst einem Buddha aus Vorzeit geschworen haben, dass er jedem Lebewesen, das leidet und seinen Namem voll Glauben und Vertrauen ausspricht, hilfreich zur Seite stehen wird.

Aus diesem Grund nutzen Tibeter jede freie Minute, um einen Rosenkranz zur Hand zu nehmen und sich den mächtigen Bodhisattva mit der Anrufung Om mani padme hum zu vergegenwärtigen. Wann immer Tibeter etwas Schreckliches sehen, rufen sie Stoßgebete aus. Die Tibeter sollen mit dieser Übung so vertraut sein, dass sie diese im „Zwischenzustand“ noch anwenden können.
In der „Liebesmeditation“ konzentriert man sich auf alle Lebewesen, wünscht ihnen, dass sie sich im Besitze von Glück, frei von Leid, im Besitze von leidfreiem Glück und im Zustand des Gleichmuts befinden mögen. Tibeter beten dieses jeden Tag.

Es scheint die Möglichkeit gegeben, dass wir im Jenseits oder im Übergang erst einmal herumirren, zerstreut sind, wir nicht „die Wahrheit“ erkennen.  Durch die Meditation und Anrufung wird der Geist des Verstorbenen oder des Übenden frei von allen negativen, zerstörerischen Empfindungen.
Der Verstorbene soll nur gute und erbauliche Gedanken hegen. Er soll durch die brüchige Hülle hindurchsehen, um darin das „Leuchten der Leere“, des Ungeschaffenen zu sehen. Tibeter trainieren diese Geistehaltung ein Leben lang. Wir Menschen im Westen mögen das als eine naive Kritiklosigkeit sehen, doch die Tibeter sagen, dass der Mensch zu dem wird, was er in Wahrheit erkennt. Je mehr sich ein Mensch auf Kritik und Hader einlässt, um so mehr wird er ein Wesen des Streites.

Die Bewusstmachung von Konflikten ist nach der Lehre Buddha kein Weg, um sie zu überwinden.

…sehen und erleben wir es nicht jeden Tag im Großen wie im Kleinen?

 

om mani padme hum tibet

Tibet

 

Während Lama und Mönche  Sterbende begleiten, beten sie: „…wenn du jetzt nicht zu medititeren verstehst, dann vergegenwärtige dir Buddha, den Dharma und die Gemeinde, sowie den Großen Mitleidsvollen und flehe sie an. Versenke dich darin, dass der Große Mitleidsvolle oder dein eigener Yi-dam die Gesamtheit dieser schrecklichen, furchtbaren Erscheinungen ist. Vergegenwärtige dir deinen Lama (spiritueller Lehrer) und deinen geheimen Namen, den du in der Menschenwelt erhieltest[…] ihn sage dem Gesetzeskönig Yama. Auch wenn du in einen Abgrund fällst, wirst du keinen Schaden nehmen, so gib daher deine Angst und Furcht auf.“

Auf diese Weise wollen die Sterbebegleiter (Lama und Mönche) dem Sterbenden zur Einsicht verhelfen. Er wird nochmals mit Namen angesprochen. Es wird ihm gesagt, er solle keine Empfindungen des Begehrens oder des Ablehnens aufkommen lassen. Sterbenden wird gesagt, was auch immer die Hinterbliebenen tun mögen, empfinde keinen Hass darüber, sondern versenke dich in die „Liebes-Meditation“.  Man soll an seine guten Taten denken, nicht an seine üblen Taten. Innere Hingabe, reine Gedanken.  Es geht um Befreiung, damit man nicht  mit Furcht und Angst im Zwischenzustand umherirrt und sich zum Ur-Licht aufmachen kann.

 

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Mexico

Das Jenseits ist anders

Der Geist ist „Leere“ – ist Licht.  Im Zwischenzustand verfügen wir über ein unbeschränktes Hellsehen ud Hellhören, übrigens auch Blinde und Taube. Die Achtsamkeit soll neunmal schärfer sein. Aus diesem Grund sind die Totenzeremonien wichtig. Darum ist es für die Tibeter so wichtig, dass sie Sterbenden die Anleitung zur Befreiung und Einsicht aus dem Tibetischen Totenbuch vorlesen.

Man befindet sich irgendwann im „Zwischenzustand des Werdens.“ (Wiedergeburt)  Die Anzeichen: Sein Spiegelbild kann man zu dieser „Zeit“ nicht mehr im Wasser erkennen. Der Körper ist ohne Schatten. Haben sich Seelen bis zu einem gewissen Zustand erholt, werden sie verabschiedet. Sie übernehmen Aufgaben. Ein anderer Teil zieht es vor, sich inkarnieren zu lassen.

Wir wandern als Geist-Wesen. Das Gesammeltsein soll dabei von alleiniger Wichtigkeit sein. Als wenn man ein Pferd mit Zügeln lenkt, so willig soll der Geist möglichst sein. Am besten sei es, die Auswirkungen unserer guten Taten auszudehnen. Es soll nämlich ein Scheidepunkt zwischen aufwärts und abwärts geben. Wir können ins Leid oder ins Glück geraten. Es sei die Zeit der Herzensstärke und des reinen Vertrauens. Erscheinungen steigen auf.  Man soll sie in tiefer Hingabe um Unterweisung bitten. Schaffen wir es nicht als Geist-Wesen die „Pforte des Mutterschoßes“ zu schließen, sei die Zeit da, wo man einen „neuen Körper ergreife“.  Merkmale erscheinen. Man solle mit Bedacht auswählen, auf welchem Kontinent man geboren werden wird.Wir haben uns selbst, unser Dasein auf dieser Erde ausgesucht.

Nach „ewiger Ruhe“ klingt das alles nicht.

Ich möchte an dieser Stelle nicht behaupten, dass ich all jenes, was im „Tibetischen Buch der Toten“ zu lesen ist, verstanden habe, aber so wie es aussieht, wählen wir unser nächstes Leben selbst aus. Wer wir sind, in welchem Land, welchen Körper. Wir scheinen auch im Jenseits nicht von Entscheidungen befreit. Und wir werden wohl auch mit unseren Taten konfrontiert. Wir können uns auch in der geistigen Welt verbergen und mit Verblendung umhergeistern und  irren und in Folge für uns  einen Körper auswählen, der uns verschiedenartiges Leid garantiert. Es scheint da die verschiedensten Gemütskräfte zu geben.

Wir können unser Bewusstsein erweitern oder einengen. Hinzu kommt die Kraft unseres Karmas, insofern besteht durchaus die Gefahr des Irrtums. Der Zeit des Rates kommt große Bedeutung zu. Man soll auch in dieser Zeit in eine Stimmung von Gleichmut eintreten. Das sei der tiefe und wahre Sinn davon.  Man solle sich im blauen Licht der Menschenwelt und im weißen Licht der Götterwelt aufhalten, heißt es im Tibetischen Totenbuch. Erfassen wir die Erscheinungen, die uns im Jenseits begegnen richtig, haben wir den Vorzug einen hohen Ort zur Wiedergeburt zu erlangen.

Die Tibeter glauben daran, dass die Anwendung der Unterweisungen vor dem Sterben, während des Sterbens, aber auch im Zwischenzustand (Jenseits) zur Befreiung führt und die Ausstrahlung der guten Taten verbessern kann. Uns soll dort alles begegnen, das Mitleid, das Friedvolle und üble Geister. Hört man zu dieser Zeit die Lehre, verändern sich die Erscheinungen, und man erlangt Befreiung. Wir scheinen als Geistwesen weiterhin aufnahmefähig. Darum lesen die Tibeter Toten die Lehre vor.  Darum darf  keiner bei den Toten weinen, wimmern oder trauern, keiner darf wehklagen. Vielmehr soll man Gutes tun, solange man kann.

Als Sterbende soll man den Text im Herz betrachten, sofern die körperliche Konstitution es zulässt. Man kann auch einen Freund beauftragen, sie zu lesen. Es befreit beim Lesen. Es befreit beim Hören.

Das ist die Quintessenz, die ich dem Buch entnehme: Befreiung durch Hören im Zwischenzustand.

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Haben Sie eine Vorstellung vom Jenseits? Ist es für Sie das Schlaraffenland des Guten und die Hölle für das Böse?
Es gibt eine wissenschaftliche Jenseitsforschung, die von der Kirche nicht zur Kenntnis genommen wird. Vermutlich damit nicht umgedacht werden muss.

Jesus wusste es, doch man verstand ihn nicht.  Er sprach von den Dingen im „Himmel“. Aber man glaubte ihm schon die irdischen Dinge nicht. Auch seine Jünger hatten Schwierigkeiten mit seinen Jenseitserfahrungen. Jesus sprach von einer Wiedergeburt im Geiste. Nikodemus verstand damals nicht.

Die Wiedergeburtslehre, die Reinkarnation – die Seelenwanderung und der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tod gehört in den östlichen Geistesströmungen zum Kern der Karma-Lehre. Die Upanishaden, die Bhagavad Gita, im Hinduismus, im Buddhismus ist dies Bestandteil der traditionellen Lehre. Im altpersischen Avesta. Der Sufismus im Irak, auch der berühmte Rumi lehrte die Seelenwanderung.  Pythagoras, Empledokles, Platon glaubten daran. Die alten Germanen glaubten, sie würden in der eigenen Sippe wiedergeboren werden. Das „Erdenrad“ dreht sich, bis wir Menschen uns aus dem karmischen Schicksalszwang befreit haben. Wir sind als geistige Wesen hinabgestiegen in die materielle Welt. Nach der Karma-Lehre zieht jedes Tun in Gedanken, Worten und Werken, die entsprechenden Folgen nach sich. Schlechtes Karma lässt sich umpolen. Gute Gedanken, gutes Handeln, gutes Reden. Nicht Böses mit Bösem vergelten.

Nur im Christentum wurde der Wiedergeburtsgedanke aus der Religionsphilosophie um etwa 300 n. Chr. gestrichen. Bis dahin war der Gedanke der Wiedergeburt Allgemeingut.

Der Tod ist ein Übergang.

Wir kennen heute Methoden, um Jenseitskontakte in die „andere Welt“ zu erhalten. Ich kenne etliche Menschen, die Kontakt zu Verstorbenen haben. Heute wird darüber völlig selbstverständlich in Fernsehsendungen berichtet. Ich selbst erlebte dieses vor etwa 25 Jahren. Vorstellungen von Zeit wie bei uns gibt es dort nicht. Ein Journalist, der mit der Titanic im Jahr 1912 unterging, soll seiner Tochter aus dem jenseitigen Erleben etwas mitgeteilt haben. Danach sollen wir im Jenseits zunächst nichts anderes sein, als was wir hier auf Erden sind. Wir formen bereits auf der Erde den Zustand, der uns nach dem Übergang erwarten wird. Nicht anders klingt es im „Tibetischen Buch der Toten“.  Es ist die die Gedanken- und Geisteshaltung, welche die Art unseres jenseitigen Lebens bestimmt. Es scheint, als kommen wir bei uns selbst an. Zunächst soll unse Rede- und Denkweise gleich bleiben.

Also auch dort gestalten wir unsere Umgebung durch Gedanken, Gefühle und Vorstellung?
Dann legen wir nur unseren Körper ab.  Wieso dann sterben? Dann sind wir doch schon heute geistige Wesen.

Weiterleben im Jenseits

Die Hälfte aller Europäer soll an ein Weiterleben nach dem Tod glauben.  Der Glaube daran nehme zu, heißt es in neuesten Umfragen in zahlreichen europäischer Länder. Er wird allerdings immer seltener religiös begründet, sondern durch Erfahrungstatsachen und logischen Überlegungen.

Was zählt im Jenseits, was bleibt als Entscheidendes übrig?

Erst nach einer langen Anpassungszeit soll man zu neuen Einsichten gelangen. Wir werden mit unserem Erdenleben konfrontiert. Die einen sprechen von Richterengeln, die anderen von Wissensbewahrern. Selbstbeurteilung soll uns ermöglicht werden.  Es soll zu seinem Lebensrückblick kommen. Es gibt ein „Buch des Lebens“ . Wir nehmen unser Lebensbuch mit. Die wichtigsten Lebensdaten ziehen am Verstorbenen vorbei. Meine Mutter hatte eine Nahtoderfahrung, als ich  Kind war. Sie beschrieb es mir  erst viele Jahre später. Sie beschrieb es auf diese Weise,  ihr Leben sei wie ein Film an ihr vorbeigezogen.

 

 

Unser Weltgedächtnis

akasha chronik

Das Wort Akasha ist ein Sanskrit – Wort. Im Hinduismus ist es eine der vier kosmischen Ätherformen. Es ist eine Art mentaler Speicher, in dem das gesamte Wissen der Welt gespeichert ist. Der Weltgeist sozusagen. Hierüber wird auch klar, wie das Weltgeschehen von Anfang an wie in einem Riesengeflecht miteinander verbunden ist. Aus der Jenseitsforschung gibt es Berichte, die von Hallen sprechen. Hallen des Lernens. Hallen von  der Literaturgeschichte aller Nationen. Wertvolle Bücher, die aus politischen Gründen vernichtet wurden. Weitere Hallen mit Tonwerken großer Musiker und Komponisten. Gedankenwelten großer Schriftsteller. Längst verschwundene Episoden der Weltgeschichte seien abrufbar.

Manche Menschen vestehen es, jenes geistige Urwissen abzurufen. Wir alle hatten einmal dieses Fähigkeiten. Nach unserem Fall in die Gottferne haben wir dieses nur verloren.

Es gibt Informationen aus allen Zeiten auf Geistebene. Es gibt eine historische Datenbank und es gibt eine persönliche Datensammlung, in der die wichtigsten Gedanken, Worte und Werke jedes einzelnen Menschen aufgezeichnet sind.

Es scheint so, als sollen wir eine Bilanz ziehen. Verpasste gute Gelegenheiten und Verschwendung von Energien. Gelungenes, Misslungenes, die Grundzüge unseres Lebens. Es soll dabei nicht um irdische Moralbegriffe gehen, sondern allein um geistige Ordnungsgesetze. Es geht im Jenseits nicht um ein öffentlichkeitswirksames, ichbezogenes  Beten oder Gutes Leben. Es geht nicht darum, wie viel wir in einer Kirche beten. Darum geht es gar nicht!  Gott ist draußen vor der Kirche. Was nützt uns das Beten in der Kirche, wenn wir am nächsten Menschen, der um ein Almosen bittet, vorbeiziehen, weil wir in unserem Glauben nicht abgelenkt werden wollen? Es geht um unsere Taten, nicht um Lippenbekenntnisse. Es geht um die liebende Absicht.

Hierzu eine kleine Geschichte:
Es gab einen wohlhabenden Mann, der sich in der Jenseitswelt aufgehalten hat. Dort stand er vor einem reich gedeckten Tisch. Er habe gefragt, was eine Mahlzeit kosten würde. Halt wie im Erdenleben. „Eine Kleinigkeit“, bekam er zur Antwort. Für ihn nun wahrlich kein Problem, dachte er. Also griff er beherzt zu. Als er danach seine Geld zählte, schüttelte der Engel den Kopf und meinte: „Hier kann man nur mit Geld bezahlen, das man auf Erden an Bedürftige verschenkt hat.“

Nichts scheint im Jenseits verschwunden. Nichts von dem, was wir gedacht und wie wir gehandelt haben, auch das, was wir an Gutem unterlassen haben. Über unsere guten Taten soll auch gesprochen werden.

Die ewigen Grundwahrheiten enden  nicht mit dem Ende des irdischen Lebens. Sie sollen uns auch  im Jenseits begegnen.  Wir ernten, was wir säen, ist eines dieser Grundwahrheiten der Natur. Es gibt ein Gesetz der Gerechtigkeit, es funktioniert nur anders, als wir gemeinhin annehmen. Jedem werden Möglichkeiten geboten, sich als geistiges Wesen weiterzuentwickeln.
Sie können lange daran glauben, dass Sie nicht gestorben seien und die Ordnungsgesetze nicht anerkennen.  Wer sich im Jenseits  in einem eingeschränkten Bewusstsein aufhält, wird in enge Verhältnisse geführt. Dort bekommt er die Möglichkeit zur Selbstbestimmung, um über sein Leben nachzudenken.

Jenseitsschüler in einer Jenseitsschule?

So sollten wir uns das vorstellen.

Es geht im Jenseits ebenso um geistige Weiterentwicklung. Das Jenseits wird deswegen auch als „Land der großen Ernte“ bezeichnet. Es gibt offenbar einen Plan für unser Leben. Den können wir begreifen oder auch nicht. Das Buch des Lebens zeigt auf, wie weit wir davon abgewichen sind oder ihn verwirklicht haben.

Jede einzelne Seele muss in sich reif werden, in ihren Gedanken, in ihren Gebeten und in ihren Taten, im Bewusstsein, im Glauben, in der Gerechtigkeit und in der Liebe. Alles, was wir hier auf dieser Welt sehen, meinen zu besitzen, ist nur geliehen. Alles, wirklich alles lassen wir zurück  – außer unsere Gefühle und Gedanken.

 

himmel in den Anden

Himmel in den Anden

 

Der „Himmel“ ist ganz anders

Der Mensch ist nach seinem irdischen Leben noch lange nicht am Ende seines Weges. Der Tod ist nicht der Schlusspunkt.  Das Jenseits ist weder ein ruhiges noch ein unruhiges Jenseits. Die Vitalseele ist nicht ruhig. Sie ist weiterhin im Fluss und in Bewegung.  Sogar während des Schlafens weiß sie nichts von Ruhe. Wir träumen doch. Die Geistseele verlangt auch nicht nach Ruhe. Sie kann nicht ermüden. Es soll ein Kommen und Gehen herrschen.
Jedenfalls zeichnet die heutige Geisteswissenschaft das Bild einer ausgesprochen entwicklungsorientierten Jenseitswelt, in der es  mit den Gedanken und den Gefühlen nicht aufzuhören scheint.

Es gibt dort unterschiedliche Daseinsebenen. Es gibt unzählige Aufenthaltsorte. Es ist ein unbegrenzter Raum. Davon sprechen auch die Tibeter.

In manchem Raum bewege  man sich von einer Seite zur anderen. Es scheint auch eine „Gesellschaft der Nichtwissenden“ zu geben. Man sei einfach da. In einer anderen Sphäre treffe man auf Seelen, die sich im  Zustand der Ruhelosigkeit aufhielten. Alle aufstiegswilligen Wesen gingen einer sinnvollen Tätigkeit nach, um geistige und soziale Werke zu verwirklichen – je nach seinem gelebten Leben. Der Nahtodforscher Bernard Jakoby schreibt hierzu: „Die erlebte Realität entspricht den Vorstellungen, Denkhaltungen und Erwartungen, die eine Seele vom Jenseits hat.“  Unser geistiger Zustand schafft Licht oder Dunkelheit. Es kann ein lichtdurchflutetes Sommerland für uns werden. Es kann auch zu belastenden Begegnungen kommen.
Nun könne man meinen, es sei die eigene Projektion von Ängsten und Schuldgefühlen, die wir im Leben erworben haben. Denkbar.
Denkbar wäre auch, dass es sich um eine echte Erfahrung handelt, die einer jenseitigen Dimension zugeordnet werden muss.

Es wird von einer „Ausbildungsschule für höhere Erkenntnisse“ gesprochen, von Schutzgeistern, von Lichtboten, von himmlischen Helfern. Es ist die Rede von geistigen Brüdern und Schwestern, von Werkzeugen geistiger Art, von Gedankenkräften, Glaubensüberzeugungen, von Aufgaben, die wir als geistige Seele auf der Erde erfüllen sollen.

 

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Die Grenze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits ist durchlässig.

 

Manch einer wird es vielleicht schon selbst erfahren haben?

Es gibt sie, Menschen, die das Gefühl hatten von Geistwesen beinflusst worden zu sein. Jene Geistwesen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen auf Erden zu helfen. Es können aber auch Engelswesen sein, die als „Einflüsterer“ helfen oder fördern, beistehen, begleiten oder beinflussen, indem sie eine gedankliche Geistspur legen. Oder auch um uns abzuholen..
Viele Künstler, Wissenschaftler sprachen von einem Wissen, dass ihnen gereicht wurde, und von dem sie sagten, es sei „nicht von dieser Welt“ . Sie sprachen von einer „genialen Eingebung“.  Haydn, Brahms, Rainer Maria Rilke, Pablo Picasso, sie alle sahen sich nicht als Schaffende, sondern als „Medium einer anderen Welt“.

Es gibt sie, Menschen, die in der Parapsychologie als „Medium“ bezeichnet werden. Vermittler, die eine Veranlagung haben und durchlässig oder empfänglich sind für Mitteilungen aus einer anderen Dimension. Dies kann bewusst oder halbbewusst geschehen. Es sind Botschaften aus höheren Wellenlängen, die in niedere Frequenzen umgewandelt werden und so wahrnehmbar werden.

Es gibt sie, Menschen, die sich Teil- oder Vollmaterialisieren können. Jenseitige Wesenheiten, die Energie abziehen. Geistwesen können in Erscheinung treten, ebenso wie  Körperwesen, sich für eine Zeit von „hier“ verabschieden können. Yogis können dies tun.
Einer Nielsen aus Kopenhagen war so ein Mann. Der Komponist Adolph Böhm. Der Arzt und Chemiker Leon Rivali, der sich später den Schriftstellernamen Allan Kardec zulegte, erhielt Durchsagen von der geistigen Welt Seine Schriften wurden in dreißig Sprachen übersetzt.

Es gibt den „Himmel“. Es gibt die Sphären unvorstellbarer Freude und Schönheit. Es gibt die geistigen Welten des göttlichen Gedankens und es gibt die ganze Ewigkeit.
Licht ist der Träger der Bewusstheit. Reines Licht ist Liebeskraft und es ist Lebenskraft. In dem Maße, wie sich unsere Gedanken einstimmen in die Schwingungen des Schöpferischen,werden wir weniger dicht und strahlen mehr Licht aus.

Es gibt erhabene Lichtwesen (Melachim im Hebräischen), Engelsboten.
Es gibt das „Reich“, das nicht von dieser Welt ist“. …

Es liegt an uns, welche Wesen wir anziehen. Nach der indischen Yoga-Lehre kann ein leise gesprochenes Herzgebet, ein Mantra, das fortlaufend und rhythmisch gesprochen oder gesungen wird, auf höherer Ebene harmonische Schwingungen erzeugen. Es habe eine reinigende Wirkung. Es mache uns zugänglich und empfänglich für Eingebungen aus der Geisteswelt.

„Führe uns zum Licht und gib uns deine Liebe und deinen Frieden“ kann in einem einzigen langen Atemzug gesprochen werden.

Es gibt andere Herzgebete. Ein universales Mantra ist:  OM NAMAHA SHIVAYA – Herr, dein Wille geschehe oder Om, ich gebe mich der höchsten Wirklichkeit hin“.

Das Wasser, um die Herzen zu reinigen, ist der Name Gottes. Om namaha shivaya ist das ursprüngliche Mantra der Schöpfung. Als die göttliche Energie sich erstmals manifestierte, tat sie dies, in dem sie das Mantra OM namaha shivaya ertönen lies. Jeder kann dieses Mantra empfangen und alles kann durch dieses Gebet erreicht werden. (Babaji)

 

Leben im Diesseits und im Jenseits.
Alles, um zu werden, was wir sind, aber vergessen haben. Alles, um wieder Klarheit zu gewinnen. Raus aus der Dualität, hinein in die Ganzheit.  Leben sollen wir. Leben  in Freude und im Vertrauen, in Liebe und im Licht.

Wir sind und bleiben unterwegs.

 

 
SIE KÖNNEN ALL DIESES GLAUBEN ODER NICHT.
DIE ANTWORTEN ERHALTEN SIE AM ENDE AUS IHREM HERZEN.

In diesem Sinne.
Ein Hoch auf das Leben, das wir als inkarnierte Geistwesen auf dieser Erde leben sollen.

alive

 

 

 

 

Wohin gehen wir, Teil 1
Wohin gehen wir, Teil 2

 

 

 

 

 

 

 

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7 Kommentare zu “Wohin gehen wir? Teil 3

  1. arabella50 sagt:

    Manchmal würde ich das gern glauben.

    • martinakunze sagt:

      Alles zu seiner Zeit…:)

      • arabella50 sagt:

        Meinst du wirklich.

      • martinakunze sagt:

        Was glaubst du? Wie sieht deine Vorstellung aus?

        Hast du noch nie von Menschen gehört, die sich an Vorleben erinnern können? Oft Kinder, deren Aussagen ging man nach. Es stimmte alles, vom Ort, Haus, den Namen….
        Da gibt einige berühmte Fälle. Eine Frau aus England…habe ich irgendwo in meinem Blog mal drüber geschrieben.

        Ich glaubte vor Mexico nicht an Ufo`s, bis ich sie selbst auf meinen Fotos sah. Und dort Medienberichte las.
        Ich glaubte nicht an etwas „danach“, bis ich vor 20 Jahren selbst Kontakt zu Verstorbenen hatte – darüber redete ich viele Jahre nicht, war mir damals zu groß.
        Ich traf nach Mexico hier in Bonn auf Heiler, darunter eine Hellsehende, die intelligent ist, mitten im Leben steht, zwei Kinder hat, einen Ehemann, ganz „normale“ Leute – sie meinte zu mir, wir sollten uns das so wie im Film Ghost denken, das käme dem schon sehr nah.
        Warum soll ich ihr nicht glauben?

        Warum sollte ein Mann wie Jesus (den es gab, das ist historisch von Seiten der Wissenschaft nachgewiesen) die Menschen damals angelogen haben? Never ever. Was die Kirche aus ihm machte, daran glaube ich nicht. Es geht hier nicht um Religion, sondern um Energien, der Stoff, aus dem Leben gemacht ist. 🙂 um das Wissen, einer „höheren Kraft“, die kannst du Gott nennen oder auch anders. Energie kann sich jedenfalls nicht auflösen, das steht ohne Zweifel fest. Das ist einfachste Physik. Nun, wohin geht sie dann?

        Woraus sind unsere Gedanken gemacht? Woher kommen deine Fragen? Aus welchem Stoff sind sie?

        Die Religion heißt: Herz. Herzliebe. Herzwissen.

        Lass dich überrraschen. 🙂 Wir werden es alle irgendwann erfahren.
        Arabella, mir ist in den letzten zwei Jahren so viel anderes begegnet, dass ich ohne Zweifel sage: Ja, ich glaube daran. Diese Welt ist mehr als das Sichtbare. Viel mehr.
        .

      • arabella50 sagt:

        Um die Sicherheit deiner Aussage beneide ich dich. Nein, nicht beneiden,was für ein negatives Wort. Der feste Standpunkt, den du vertrittst bringt dir meine Achtung ein. Ich selbst habe so etwas nicht erlebt und tue mich schwer darin,es zu glauben.
        Oft denke ich, des Rätsels Lösung muss so einfach sein,dass sie mir einfach nicht auffällt. Ich bin gespannt,was du noch zu berichten hast.Liebe Grüße und danke für deine ausführliche Antwort.

      • martinakunze sagt:

        Vor zwei Jahren hätte ich so noch nicht geschrieben. Ich war nie die große Spirituelle. Hinterfragte, und tue ich auch heute noch. Manches hinterfrage ich nicht mehr, weil ich eigene Erfahrungen machen durfte. Maya, Maori, Hopi, Aborigenes, und so viele andere Indigene, für sie ist das die Realität. Für Mexikaner sind Ufos nichts Aussergewöhnliches. Ja, die haben wir häufig, heißt es dort. Wir sind verkopft. Einfachheit. Dem Herzen folgen. „Mehr“ braucht es nicht. DORT sitzt das eigentlich wichtige Wissen. DAS meine ich so. Noch bevor sich das Gehirn formt, bildet sich bei uns Menschen das Herz.(wissenschaft) Dafür gibt es sicherlich einen Grund. Im Herzen sitzen auch ein paar Gehirnzellen.

        Hast du einen begehbaren Weg mit deiner Kollegin gefunden?

      • arabella50 sagt:

        Leider noch nicht. Liebe Grüße

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