Sieben Phänomene: Teil 5 Unterwasser-Canyon

schwimmen continental platten

So sieht es aus, wenn jemand zwischen zwei Kontinentalplatten schwimmt.
Ein Wasserbruch namens Silfra Fissure in Island trennt die nordamerikanische und Euroasisatische Platte, die sich jedes Jahr zwei Zentimeter voneinander entfernen und Auslöser für ein Erdbeben alle zehn Jahre sind.
Es ist der Ort, an dem zwei massive tektonische Platten sich einst trafen und die nun langsam auseinanderdriften.

Für einen Taucher muss so eine Tour, bei der man mit den Händen zwei Kontinente berühren kann, die Taucherfahrung des Lebens sein. 300 Fuß  (circa 100 Meter ) tief. Dort  unten  soll es das klarste Wasser der Welt geben.

Der Fotograf ist Alex Mustard.

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Die Erfahrung des Lebens

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Silfra ist Teil des geschützten Nationalparks. (Fotos: s.a.)

 

Schon vor hundert Jahren veränderte Alfred Wegener die geologische  Sichtweise der Erde. Der Professor für kosmische Physik stellte 1912 eine neue Theorie auf. Land und Meer entwickeln sich dynamisch. Kontinenalplatten driften umher, kollidieren und trennen sich wieder. Bei Zusammenstößen entstehen Gebirge. Zwischen den Kontinenten öffnen sich Ozeane.
Die unruhigen tektonischen Platten beeinflussen das Leben von Menschen weltweit. Seebeben. Tsunami. Ausbrüche von Vulkanen.

Sieben große, bis zu 150 Kilometer dicke Kontinentalplatten bewegen sich wie Schollen auf der zähflüssigen Schicht des Erdmantels tief unter der Erdoberfläche.

Das Erdinnere: 6371 km voller Geheimnisse.

Irgendwann muss es einmal einen zusammenhängenden Urkontinent gegeben haben. Dieser ist über die Zeit in Schollen auseinandergetrieben. Auf diese Weise hatte man plötzlich auch die Erklärung dafür, dass bestimmte Pflanzen auf unterschiedlichen Kontinenten vorkamen. Magnetische Eigenschaften der Ozeanböden bestätigten zusätzlich Wegeners Theorie. An diesen magnetischen Stellen brodelt stetig heiße Lava aus dem Erdinneren hoch zu den kalten Ozeanen.
Das Meer kühlt die Gesteinsmassen ab. Man beschäftigte sich mit diesen Nahtstellen und entdeckte die Ausbreitung des Meeresbodens. Der Atlantik wächst um zwei bis drei Zentimeter pro Jahr.
Man entdeckte, dass schwerere Erdplatten abtauchen und die leichteren aufgeschmolzen werden.
Man entdeckte die Bewegung von Magma im Erdmantel.
Dort unten an den Ozeanplatten befinden sich auch Gold-,Silber,-Zink und Kupferablagerungen. Mit steigenen Rohstoffpreisen wird es wohl eine Frage der Zeit sein, bis die Unterwasserwelt vermutlich auch noch von den Mächtigen erobert werden will.

Neuseeland

Geologisch betrachtet beginnt die Geschichte Neuseelands vor etwa 680 Millionen Jahren – so alt sind die ältesten Gesteine der Inseln. Vor etwa 80 Millionen Jahren trennte sich Neuseeland vom Urkontinent Gondwana, dessen Rest später Australien, Afrika, Südamerika und die Antarktis sowie Indien bildete. Sie erinnern sich an den Beitrag über die Naga-Maya inIndien. Krishna und Arjuna brannten den Khandava Vana-Wald nieder. Der geographische Name des Waldes ist Gondwana. Die Region liegt in Zentralindien. Es ist das Land der Gonds. In diesem Wald lebten die Nagas. Der Stamm der Nagas soll Ghondus genannt worden sein.

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Wikipedia

Gondwanas Farne und Koniferen blieben in Neuseeland erhalten, während sie andernorts durch andere Pflanzen verdrängt oder durch Tiere oder den Menschen zerstört wurden.

Neuseeland liegt am Rand zweier Kontinentalplatten, die als „Australische“ und „Pazifische Platte“  bezeichnet werden. Sie gleiten aneinander vorbei, wobei sie sich auch aufeinander zu bewegen. Die Pazifische Platte taucht dabei unter die Australische ab und es entsteht eine Auffaltung der Erdkruste entlang der sogenannten alpine fault (der Alpinen Verwerfung), die mitten durch Neuseeland verläuft. Diesen Plattenbewegungen verdankt Neuseeland zu guten Teilen seine Landschaft mit dem Hochplateau auf der Nordinsel und den Southern Alps auf der Südinsel sowie Vulkanismus und Erdbeben.

 

 

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Afrika verliert sein Horn

Athiopien, Afar Senke

Wie aufreißende Gletscherspalten rasten die Brüche  auf  Forscher zu, die gerade mit einem Helikopter unterwegs waren. Nach einigen Sekunden beruhigte sich der Boden. Ayalew und seinen Kollegen wurde klar, dass ihr Erlebnis von historischer Dimension war: Erstmals hatten Menschen dokumentiert, wie ein neuer Ozean geboren wird. Es ist die größte Baustelle der Welt. Im Laufe der nächsten Monate öffneten sich auf einer Fläche, die anderthalbmal so groß ist wie Berlin.  Hunderte Risse im Boden. Bis heute ist die Erde nicht zur Ruhe gekommen. Entlang zweier Brüche weichen die Afrikanische und die Arabische Erdplatte etwa einen Zentimeter pro Jahr auseinander. Ein dritter Bruch durchschneidet Afrika gen Süden, wobei er sich gabelt: ein Arm verläuft östlich, einer westlich des Victoriasees.

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Vor etwa 30 Millionen Jahren zertrümmerte erstmals Lava den Kontinent und schickte Arabien und Afrika auf getrennte Wege. Zwischen ihnen schwappt heute das Rote Meer.

Das Afar-Gebiet senkt sich ab, große Flächen liegen bereits mehr als 100 Meter unter dem Meeresspiegel. Noch blockiert das Danakil-Hochland an der Küste den Einstrom des Roten Meeres. Erosion und das Absinken des Bodens verringern jedoch stetig die Höhe der Barriere.  Schon heute sprechen die Geologen nicht mehr vom nördlichen Teil der afrikanischen Platte als „nubische Platte“ und vom südlichen als „somalische Platte“.

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Die Afar-Senke gehört zu den geologisch aktivsten Regionen der Erde. Tief im Untergrund reißt die felsige Kruste immer weiter auf, gewaltige Magmakammern speisen zwölf aktive Vulkane, dampfende Geysire und einen brodelnden Lavasee.

In einer sehr fernen Zukunft werden die Afar-Senke und der gesamte Afrikanische Grabenbruch endgültig zum Meer geworden sein. Das heutige Horn von Afrika wird dann als eigenständige Insel langsam in Richtung Indischer Ozean treiben.

 

Vor 83 Millionen Jahren brachen Madagaskar und Indien auseinander.

Forscher entdeckten unterhalb der Inseln Mauritius und Reunion einen Mikrokontinent im Indischen Ozean – eine eigenständige Kontinentalplatte also. Gesteinsproben am Strand von Mauritius wiesen einen hohen Anteil am Mineral Zirkon auf. Messungen der Erdkrustendicke zeigten, dass dort keine ozeanischen Platten existieren, sondern ein 30 Kilometer dickes Kontinentalplattenfragment, das sich bis zu den Seychellen erstreckt. Solche Fragmente von Kontinentalplatten gibt es schon immer. Unterhalb von Kuba und Jamaica, westlich von Irland, unterhalb von Madagaskar gibt es sie ebenso.

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Reunion

 So sah der griechische Philosoph Anaqsimandres die Welt um 600 v. Chr.

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Anaqsimandres Weltkarte. Quelle: Dr. T. Tavkhelidse

 

In der Vorstellungswelt des griechischen Philosophens stand die Erde im Mittelpunkt des Universums. Sie hatte die Gestalt eines Zylinders, dessen Breite 3 mal so gross ist wie dessen Höhe. Auf der einen ihrer beiden Grundflächen gehen wir, die andere liegt dieser gegenüber.
Für Anaqsimandre, auch Anaximandros genannt , war der  bleibende Urstoff das Apeiron, das Unendliche oder Unbegrenzte, welches ständig bewegt und durchgehend belebt wird. Aus diesem gehen die konkreten Erscheinungen hervor, und in dasselbe kehren sie wieder zurück. Es ist unendlich, weil nur so die Ewigkeit und Unendlichkeit des konkreten Werdens erklärbar und begründbar ist
Der griechische Philosoph entwarf das Bild einer kosmischen Weltentstehung und Weltentwicklung. Der Anfang war eine Urwirbelbewegung nach dem Prinzip der Schwere der Erde, dann die Luft und dam Schluss das Feuer vom Wasser.

„Woraus aber die Dinge ihre Entstehung haben, darin finde auch ihr Untergang statt, gemäß ihrer Schuldigkeit. Denn sie leisteten einander Sühne und Buße für ihre Ungerechtigkeit, gemäß der Verordnung“
(Fragmente Anaximandros)

 

 

Liebe LeserInnen, hier finden Sie weiteres – wie ich finde -Außergewöhnliches.  Archäologisches und  Ethnologisches, das letztlich auch die Frage der  Herkunft von uns Menschen betrifft:

 Sieben Phänomene: Woher wir kommen. Teil 1, Die Dogon, ein altes Volk in Mali

Sieben Phänomene: Woher wir kommen. Teil 2, Markawasi-Monumente der Menschheit in  Peru

Sieben Phänomene: Woher wir kommen. Teil3, Kogi-Indianer, Kolumbien

Sieben Phänomene: Woher wir kommen. Teil 4, Wunderkinder

 

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Ein Kommentar zu “Sieben Phänomene: Teil 5 Unterwasser-Canyon

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