Der Mai ist da

maigloeckchen

Baumklau, Demonstration oder Walpurgisnacht?

Wie auch immer.
Der Sommer beginnt.

Die Luft ist blau. Die kleinen Glöckchen blüh`n  Die Wiesen sind bunt.
Bäume dehnen sich aus. Rosenknospen schwellen an.
Er kommt doch. Er kommt doch immer wieder.
Der Sommer.

SterneLiebeLicht.
Eine Mai-Sommergeschichte:

Ein Geschäftsmann machte an einem Badeort Urlaub. Es hatte fürchterlich gestürmt. Er stand früh auf, ging auf seinen Balkon und sah auf einen Strand voller glitzernder Gegenstände. Er ging zum Strand hinab, um herauszufinden, was so glitzerte und stellte überrascht fest, dass der Strand voller Seesterne war.  Sie waren bunt gefärbt. Blau, rötlich, rot und gelb. Tausende von Seesternen waren gestrandet und drohten bald zu sterben. Die Sonne würde bald aufgehen.
Am anderen Ende des Strandes sah er ein kleines Mädchen in ihrem Badeanzug. Sie bückte sich, hob einen Seestern auf, hielt ihn zwischen Daumen und Zeigefinger und trug ihn vorsichtig in Richtung Meer und setzte ihn behutsam auf das Wasser. Belustigt ging er zum Mädchen.
„Was machst du?“, fragte er.
„Ich rette Seesterne“, antwortete sie.
„Aha. Aber der ganze Strand ist voller Seesterne und du bist alleine. Die Sonne wird bald hoch stehen, du wirst sie nie alle retten können.“
„Nun ja“, sagte das Mädchen und zeigte auf den Seestern, den sie gerade ins Wasser gelegt hatte, „diesen hier habe ich zumindest retten können.“
Der Mann dachte eine zeitlang nach, dann half er.

 

Sterne, die vom Himmel ins Meer gefallen sind. Unter Wasser wurden sie zu Seesternen.
Sterne, die Verbindung zu unseren zarten Herzensfäden.
Wohl klar, wenn wir nicht mehr zu den Sternen schauen mögen, gelangt weniger Liebelicht zu uns auf die Erde.

mai sommergeschichteSeesterne  sind wirklich hart im Nehmen. Sie überleben sogar in Dunkelheit in mehreren tausend Metern Tiefe. Aber nicht alle mögen den tiefen Ozean. Die meisten von ihnen lieben Sand und Geröll in Küstennähe.  Sie sind uralt.  Schon dreihundert Millionen Jahre vor den Dinosauriern, also vor gut 530 Millionen Jahren waren sie auf der Erde. Viele Seesternarten haben eine Anzahl von Armen, die sich durch fünf teilen lässt: 5, 10, 15 und so weiter bis zu 50 Armen. Das ist einmalig im Tierreich. Die meisten Arten haben nämlich zwei, vier, sechs oder acht Arme. Die Arme sind sehr wichtig. Dort sitzen die Geschlechtsorgane. Die Stachel dienen ihnen zum Graben. Und sie haben Saugnäpfe, mit denen sie sich fortbewegen. Damit können sie sogar Muscheln öffnen. Seesterne können sich auch ungeschlechtlich vermehren. Ihnen fällt ein Arm ab – und ein neuer Seestern wächst heran. Sie können sich  in zwei Hälften spalten – und zwei neue Seesterne wachsen heran. Sie können etwa sieben Jahre alt werden.

 

 

 

 

 

 

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