Guter Mond

mond mexico

Mondfinsternis über Mexico.

So sah die Mondnacht am 15.04.2014  in Mexico aus.
Der erste Vollmond seit Frühlingsanfang lief durch den Schatten der Erde.
Die Dauer einer totalen Mondfinsternis kann bis zu 106 Minuten betragen. Sie ist zumeist in Australien, im Pazifik und in Nord- und Südamerika zu sehen gewesen.

Wir werden in Mitteleuropa in diesem Jahr keine Mondfinsternis zu sehen bekommen.  2014 ist eines der sechs Jahre im Zeitraum von 1951 bis 2050, in denen beide im pazifischen Raum, aber auch in Teilen Amerikas und in Ostasien zu sehen sind.

 

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Eine Mondfinsternis ist nur bei Vollmond möglich, wenn der Mond in den Erdschatten gerät und nur noch als dunkle, schwach-rötlich schimmernde Scheibe zu sehen ist. Der Erdschatten ragt über 1,3 Millionen Kilometer in den Weltraum hinaus. Schneidet der Vollmond die Umlaufebene der Erde, trifft ihn der Erdschatten. In tausend Jahren ereignen sich circa eintausendfünfhundert Mondfinsternisse.

 

 

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Zeitgeber Mond

 

maya markt

Mayan auf dem Markt. Der Haab-Kalender der Maya war für die Landwirtschaft von Bedeutung.  Foto: Uni Bonn

Die Sumerer, Babylonier, Orientalen, Araber, Muslime und Juden hielten sich an den Mondkalender und kamen  darum zu unterschiedlichen Jahreslängen, die zwischen 353 und 385 Tagen lagen.  Die Sumerer gelten als der Ursprung aller Kulturen. Alle Sternbilder des Zodiak (Tierkreis) stammen von ihnen. Die Inder hatten bis in die fünfziger Jahre hinein 30 verschiedene Kalender. Bei den Mayan waren der Haab, Tzolk`in und der Kalender der „Langen Zählung“ die wichtigsten Kalender.

Das Sonnenjahr der Maya wird eingeteilt in 13 Monde zu je 28 Tagen und einem zusätzlichen freien Tag.
In einigen Beiträgen schrieb ich bereits  über die Vorstellungswelten der Maya von Zeit und ihre Kalender.
Darum an dieser Stelle nur noch einmal kurz:
13- x 20= 260 Tage (Tzolk in)
19 x 20 +5= 365.242198 Tage (Haab)
Das entspricht einer Abweichung von 7 Sekunden pro Jahr!

Beide Kalender sind in der Welt der Maya nicht ohne ein Miteinander zu denken.

Wasinteressantes.at“ hat keinen anderen Namen. Darum nenne ich den Blogger an dieser Stelle Wasinteressantes. Der Österreicher hat mehrere wirklich interessante Grafiken  und 3-D-Grafiken zu den Kalendern kreiert, die das  ineinander verzahnte Miteinander jener Kalender  so wunderbar veranschaulicht.

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Jener Blogger hat sich etwas richtig Gutes einfallen lassen, um das Verschränkende der einzelnen Maya-Kalender sichtbar zu machen. Quelle: http://www.interessantes.at/wissenswertes/maya-kalender/maya-kalender.htm

 

Der Maya-Kalender – ein Zählwerk aus drei Rädern

Das 365er Rad ist in 365 Tage und 12 Monate eingeteilt und läuft im Uhrzeigersinn ab. (Tzolk`in)
Das 20er Rad ist mit einer Markierung versehen, es läuft entgegen dem Uhrzeiger. (Haab-Kalender)
Das 13er Rad, in 13 Teile eingeteilt, läuft wie das 365er Rad im Uhrzeigersinn.  (Lange Zählung)

Oben, wo Sie den roten Strich über dem blauen Rad sehen, ist der 31.Dezember.  Drei Jahre müssen beim grünen Rad vergehen, bis auch dort der Zeiger senkrecht steht.

Ist das große 365er Rad einmal herum gelaufen,  hat das kleine rote 13er Rad 28,07692 (365 ÷ 13)  Umdrehungen gemacht. Es ist 28mal herum und zusätzlich einen Zahn weiter. Die Markierung steht also 1 Zahn weiter nach rechts.  Beim 13er Rad wird automatisch angezeigt, dass 1 Jahr vergangen ist.
Sie erinnern sich? Das  Sonnenjahr der Maya wird eingeteilt in 13 Monde zu je 28 Tagen und einem zusätzlichen freien Tag.

 

Unterschiedliche Laufrichtungen im Uhrzeigersinn und entgegen. Bewegungen im Viertel- im Jahrestakt,  um einen Tag (einen Zahn), um 13 Teile. Ist das blaue Rad einmal umlaufen (1 Jahr), hat das grüne Rad gerade mal 18¼ Umdrehungen gemacht. (18¼ x20=365)
Die Markierung zeigt also auf der linken Hälfte des 20er Rades  ein Viertel Umlauf an.

Was für die Maya die Zahlräder waren, waren für Stonhenge in England die Monolithen.
Das habe  ganz sicher  nicht ich erarbeitet, sondern Wasinteressantes. Dort kann man auch nachlesen, wie die Zahlenräder nach 2 Jahren stehen.
Man kann sich nur ehrfürchtig vor dem Wissen der Maya verneigen. Es ist beeindruckend, mit welcher Präzision sie vor Tausenden von Jahren sie diese Wunderwerke Kalender erstellten. Sogar Abweichungen von 7 Sekunden pro Jahr  bezogen die Maya in ihre Berechnungen mit ein.  Zyklen von 52 oder auch von knapp 26.000 Jahren errechneten sie. Damit nicht genug. Die Maya machten entsprechend präzise Voraussagen hinsichtlich der Geschehnisse von kosmischen Erscheinungen und ihrer Wirkungen auf  Mensch und Erde.  Beobachtungszentren waren die Pyramiden und jene Observatorien der jeweiligen Tempelstätte.  Und sie waren Baumeister, die verstanden ihre Pyramiden auf den Zentimeter genau nach den Sternen auszurichten.

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Die Abbildung zeigt das Kalender-Rad der „Langen Zählung“ der Maya. Quelle: http://www.interessantes.at/wissenswertes/maya-kalender/maya-kalender.html     Ich bin ganz begeistert von de Darstellung. Besser kann man das Ineinanderwirken nicht sichtbar machen  DANKE.

Die Pyramide in Chichen Itzà  auf der Halbinsel Yucatan steht nicht gerade zu den Himmelsrichtungen. Sie ist um  exakt 7 Grad südwestlich ausgerichtet. Nur darum versäumten die Maya niemals die Tag- und Nachtgleiche.  Zweimal im Jahr konnten sie eine genaue Kontrolle vornehmen, wann die Sonne den Äquator überschreitet, am 21. März und am 21. September.  Damit konnten sie ihren Kalender immer wieder exakt ausrichten. Unser gregorianischer Kalender kann das nicht.
Die Pyramide ist ein einziges Spiegelbild jener  Maya-Kalender. Die Zahl der Stufen, ihre Ausrichtung, sie wussten um den 4-jährigen Schaltzyklus und sie hatten exzellente Kenntnisse über Mond-Phasen, Sonnenfinsternis-Zyklen und auch über Venus-Phasen und deren Transite. Alles wurde vom Umlauf der Erde um die Sonne abgeleitet. Tempelanlagen nach Sirius ausgerichtet.  Die Maya waren mit den Plejaden vertraut, daher der Name Tzek`eb, der große Kalender der Sonnen. Tzk`eb heißt in der Mayasprache Plejaden. Dort war ihre Wiege des Bewusstseins.

 

Man kann nur staunen.
Bis heute wissen wir nicht  um die  wahre Bedeutung der Maya-Kalender, trotz aller Altertumsforschung.
Eine längst vergangene Zeit leuchtet uns entgegen.

 

Weiteres Interessantes zu den Maya und ihren Kalendern

Die Maya kommen von den Sternen

Boten des Wandels

Aus der Gedankenwelt der Maya

Das Größte der Welt

 

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