Teil3: Eine weiße Flocke für M.

coton

 

Bijou fand seinen Bruder in der Bibliothek. Er stützte sich mit seinenVorderpfoten schwer auf einen Buchstapel.
„Das darf doch nicht wahr sein. Er spricht mit dem Papier.“ Biijou konnt es nicht fassen. „Junge! Junge! Nein. Nein. Das ist alles ,was in ihm steckt“, dachte er düster und zog die Nase hoch. Sein Atem ging stoßweise.
Inuk saß mitten auf einem Buch. Er schien umhüllt von dunklem blauen Licht. Seinen Schwanz hatte er fest um einen Fuß gebunden. Der kleine Welpe  las die Worte laut. Immer wieder. Und wieder. Er las sie, als würden sie, oft genug gesagt, Wunder bewirken. „Ich verehre Sie.“ Er dachte an das wunderschöne Herz der Prinzessin. Alles  würde gut werden. Bijou sprang auf den Stuhl und von dort auf den Tisch zu Inuk.

 

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„Hey Inuk, komm mit! Der Hunderat will dich sprechen „, japste er.
„Ich? Oh, ich kann jetzt nicht“, erwiderte Inuk und blickte vom Buch auf. „Ich bin gerade beschäftigt.“ Inuk beugte seinen Kopf wieder über das Buch.
„Schöner Mist“, seufzte Bijou.“Du begreifst nicht“, sagte er und schüttelte gleichzeitig den Kopf. Wie gut, dass ich ihn verpfiffen habe. Mit dem stimmt was nicht!“, dachte er im nächsten Moment.

Bijou kniff ihn aufgeregt.  “ „Du Schlaukopf! Du verstehst nicht.  Das ist keine Frage. Du musst kommen und zwar sofort!“
„Weißt du, was Liebe ist?“
„Hä?“
„Liebe. Es gibt da jemand, der mich liebt“
„Du schafftst es nicht mal, deine Familie zu beeindrucken!“
„Ich liebe sie. Alles andere zählt nicht.“ Inuk seufzte.
„Kannst du sie mit nach Hause einladen?, fragte er sofort und gab sich selbst die Antwort:“ Nein!“
Inuk lächelte ein Lächeln, das eine unglaubliche Kraft in sich trug und eine Freude in dem Moment verstrahlte.
„Du machst dich zum Narren. Lass uns gehen!“
„Ich verehre Sie“, flüsterte Inuk. „Ich verehre Sie.“

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Zwölf Hunde und der Hochehrenwerte Vorsitzende, Matthieu D`Floh warteten bereits. Sämtliche Hunde der Stadt Tulèar wohnten der Sitzung bei.
Bijou und Inuk schoben sich durch die Menge. Inuk hielt sich mit seinem Schwanz an Bijou fest.
„Er soll mit offenen Augen zur Welt gekommen sein!“, flüsterte eine Hundedame. „Sieh mal, wie klein er ist. So sieht doch kein Abkömmling eines Hunde-Champions aus!“, hakte ihr Mann Bobbo nach. Die Hundedame, die eigentlich schon längst genug hatte von den Affären ihres Mannes, schien heute sanft und nachgiebig. Ihre Augen flackerten ein wenig, erloschen aber ebenso schnell wieder.

Inmitten der Ereignislosigkeit dieses kleinen Stadt Tulèar im Land Coton kam heute die gesamte revolutionäre Staffage zum Einsatz: schnauzbärtige Hunde, grundfreundliche Hunde, gelbe Hunde, Hunde mit Glassèhandschuhen, Hunde, die schadenfroh ihr Gesicht verzogen, Hunde mit jeder Menge Bißwunden und Insektenstichen.

„Wundert uns nicht“, sagte so mancher Blick. „Er ist sogar von der Prinzessin angefasst worden! Es gehört sich einfach nicht!“
„Häßliches kleines Entlein, sieh ihn dir an!“, sagte  ein weiterer.  „Ja, ja, und ein Lied vom rubinroten Sonnenaufgang soll er auch noch gesungen haben!“
„Mit solchen Hunden muss man Mitleid haben, man darf ihnen nicht die Schuld geben und schon gar nicht über sie lachen“, flüsterte ein  blasser Hund.
„Mitleid? Er saß am Fuße der Prinzessin. Mit so einem hat man doch kein Mitleid!“ , erwiderte Polly Patch.
Inuk ahnte, dass es hier um ganz viel Ärger ging. Er zitterte vor Angst
„Mama und Papa fällt bestimmt etwas ein“, dachte er. Inuk trippelte Bijou hinterher. Währenddessen sprach er zur Sonne. Er leerte auf diese Weise seinen Kopf. Er wusste, wenn er dem Tag leer begegnete, kann er voller Wunder sein. „Wenn du aber  deine Schale voll hast,  du kannst nichts mehr aufnehme“, sagte ihm seine Mutter immer. „Also entleere dich. Du bist eine Gefäß, das gefüllt werden kann.“

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Inuk senkte die Augen, denn er spürte wie die Blicke über ihn wanderten. Er dachte an die Sätze der Prinzessin. „Ich verehre Sie!“

Aus ihrem Herzen erreichte ihn eine Schwingung. „Inuk, oh, was für ein schöner Name.“
Die Prinzessin badete. In ihrem luftigen Turm-Palast  lebend, ahnte sie nichts von Inuks Schicksal.

 

Zwischen all den Ehrenwerten entdeckte Inuk seinen Vater. Zebulon fing den Blick seines Sohnes auf, schüttelte den Kopf und sah weg.
Inuks Herz pocherte noch stärker.
„Ruhe!, rief der Hochehrenwerte Vorsitzende. „Ruhe bitte! Die Sitzung beginnt. Es gibt einiges zu besprechen!“
„Hast du zu Füßen der Prinzessin gesessen?“fragte Matthieu D`Floh Inuk.
„Ja“, sagte Inuk.
Ein Raunen ging durch die Menge.
„Inuk, du hast unsere Regeln gebrochen!“
„Ja“, sagte Inuk, „aber ich habe sie gebrochen wegen der Liebe.“
„Hä?….Wegen…wegen der ..L i e b e!“. Der Hochehrenwerte Vorsitzende sprach das Wort in einem Zug aus.
„Wegen der Musik und der Liebe“, sagte Inuk.
„Mon Dieu, eine Berührung, na und?“, rief seine Mutter.
„Es gehört sich einfach nicht!“, brüllte jemand aus der Menge heraus.
„Aber….“, stotterte Inuk.
Ganz viele Hundenasen begannen zu schnüffeln.
„Das ist ja eine Schauergeschichte! Das ist unverzeihlich“, empörte sich der Hochehrenwerte Vorsitzende.
„Ach, du schöner Mist“, sagte Bijou, „jetzt geht`s wieder los.“
„Aber ich liebe sie, Sir!, sagte Inuk.
Mit schweren Schritten marschierte D`Floh sein Podest ab.
„Es geht hier nicht um Liebe! Hier geht es darum, dass du ein Hund bist und du dich nicht wie ein Hund benimmst!
Du musst bestraft werden! Du wirst, so lautet ein altes Schlosshundgesetz, ins Verlies geschickt.“
Inuks Herz sank bis in die letzte Pfote. Keine Bibliothek. Keine Bücher. Keine Prinzessin. Keine bunten Fenster.
„Ich liebe die Prinzessin“ Inuk flüsterte die Worte nicht. Er sprach sie laut aus.
Ja, ja, ja – heaven ist a feeling und kein Ort.
„Nun gut, ab ins Verlies mit ihm!“, sagte Matthieu D`Floh und stampfte mit einem Fuß auf.
„Oh, oh, oh, was für eine Enttäuschung“, jammerte Inuks Mutter.
Louis Labè kämpfte sich ihren Weg durch die Menge.

Inuk wollte  in Ohnmacht fallen.
Doch seine Mutter kam ihn zuvor und fiel genau vor seine Füße.

Alles lief fürchterlich schief.
Als sie wieder bei Bewusstsein war, rief Louise: „Er ist meine Sohn. Es ist eine Kind von meine èrz.
Ich will noch eine letzte Wort mit ihm sprechen“
Inuk bemühte sich nicht zu weinen. Er wollte keine Enttäuschung sein.
„Mon Dieu! Was geschieht jetzt nur mit ihm? Er ist meine Baby!“
„Ja, Qui. Qui!“, flüsterte Inuk leise zu seiner Mutter.
„Oh, oh, oh. Das hast du nun davon. Häßliches kleines Entlein.“ Sie war den Tränen nahe.
„Adieu, Inuk“, sagte seine Mutter zu ihm.

Adieu. Ein Wort, das absolut nichts verspricht, kam seiner Mutter über die Lippen.

Dunkle Tage.

Sein Bruder Bijou kam bellend angelaufen. Er schubste Inuk Richtung Verlies.
„Könnte ich noch ein Wort mit der Prinzessin sprechen?“, fragte Inuk.
„Schöner Mist, du begreifst es echt nicht. Los geh schneller. “
„Ich möchte ihr nur sagen, was mit mir geschieht.“
Bijou rollte mit den Augen. „Nein auf keinen Fall.“
Inuks Herz schrumpfte.
Sein Vater hatte den Ort des Urteils schon lange verlassen. Er war so kalt wie
die Haut eines Krokodils. Inuks Schwester brachte es nicht fertig, ihm etwas zu sagen.
Sie schämte sich. Das konnte man an ihren Augen ablesen.

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Das Tor zum Verlies. Man täusche sich nicht. Dahinter ist es sehr, sehr dunkel.

 

Im Verlies boten nur Lügen Schutz. Es war kalt. Bijou begleitete Inuk bis zu letzten Treppe hinunter. Dort, wo man noch einigermaßen sehen konnte. Inuks Verstand schlug Noten. „Oh, liebe Prinzessin..“ Und dann war es plötzlich so dunkel, dass Inuk kopfüber stolperte.
Die Dunkelheit war so dunkel, dass  er erschrak.  „Oh nein!“, rief er. „Wo bin ich?“ Er redete ohne Unterbrechnung, um sicher zu gehen, dass es ihn noch gab. „Prinzessin Emerèlle.“ Inuk zitterte.  Es war einfach furchtbar. Er griff nach seinem Taschentuch, um sich an etwas festhalten zu können.
„Ich will keine Enttäuschung sein. Ich werde jetzt mutig sein.“ Inuk versuchte den Gedanken der Einsamkeit zu verdrängen.
„Ich werde mir eine Geschichte erzählen. Ich werde in die Dunkelheit hineinsingen. Er hatte sich noch nichts Genaues überlegt. Ihm wurde heiß und kalt. Das war mehr, als er meinte, aushalten zu können.  Die Dunkelheit nahm ihm die Luft.
Vorsichtig schlich er einen Gang entlang.   Inuk fühlte sich verurteilt zu einem Leben aus Demütigung, Angst und Leid.
Er nieste. Er zitterte. Seine Zähne klapperten. Das Taschentuch reichte nicht mehr. Er griff nach seinem Schwanz.
Aber dann erinnerte er sich an eine Geschichte, die er  in der Bibliothek gelesen hatte.  Das unbeschreibliche Geheimnis der Gedanken. „Es waren einmal Gedanken“, sagte er laut. „Es war einmal“, wiederholte er. “ Es waren einmal Gedanken, die schlummerten ganz tief im Innern einer Prinzessin. Die Prinzessin konnte ganz tief hören. Sie konnte sogar das Gras wachsen hören. Und sie konnte Knopflöcher platzen hören. Sie hörte Blumen lachen. Und sie hörte das Herz von Menschen und Hunden schlagen. Nichts war unmöglich in ihrem Reich der Gedanken. Und immer, wenn die Prinzessin eine Verbindung zu ihren Gedanken herstellte, schenkte ihr das Leben Tag für Tag neue Kraft und Frieden. Und dann konnte sie die schönsten Worte aussprechen. Mut. Tapferkeit. Freude. “ Inuk sprach sehr laut. Und je lauter er sprach, desto mehr richtete er sich auf. Er fühlte sich schon ein klein wenig tapferer.

„WOHER weiß ein Hund von diesen Dingen? Woher kennst du dieses Märchen?“ bbrüllte es aus dem Dunkeln heraus. Inuk glaubte eine Bewegung zu spüren.  Ein angstvoller Hund bellt. Doch Inuks Herz puckerte zu stark. Die Stimme war so laut. Er fiel in Ohnmacht.

Etwas Licht kommt im Dunkeln auf

to be continued..

für M.

 

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Wach sein in unseren Träumen

maedche kok

 

Ähm…und los, Martina….raus hier jetzt… Eine kleine Raupe ist dünn, ich nicht. Meine Hüften sind zu breit für diesen Raum,  das kann ich beschwören…Also nein – puuuh…das darf auf keinen Fall so bleiben…Schub. Schub. Und los…. ooooh, welch eine Plage…. Ich will Ihnen eines sagen:  Ich ruhe hier gerade nicht in mir! Sie wollen wissen, weshalb ich gerade nicht einfach zufrieden bin? Hab ich nicht alles, was ich zum Leben brauche? Eingepackt in einem gemütlichen Kokon, ein Heim. Neben mir hängt meine Familie  in ihrem Kokon. Ist das nicht genug? Die Antwort heißt: Nein!  Ich verzehre mich danach zur pulsierenden Welt zu gehören. Ich will nicht einfach Liebe. So einfach ist das nicht. Ich hänge hier in meinem Kokon und darf mich nicht über mein Leben beschweren.  Ich muss so tun, als wäre ich glücklich – zum Wohle von allen. Meine Loyalität schwankt!  …Ich will raus hier.

Von den Schmetterlingen lernte ich, in dieser Phase des Entpuppens darf einem nicht geholfen werden. Also bitte  jetzt nur nicht berühren! Die eigene  Anstrengung kräftigt meine Flügel. Und die benötige ich dringend, für den Flug meines Lebens.
Rhythm is it!  Alles eine Frage des Rhythmus …holterdiepolter…ich denke mich von einer Idee zur nächsten – Hochstimmung, Enttäuschung, Angst, Besorgnis,Leid, Kummer Niedergeschlagenheit. Minderwertigkeit, Freude, Zuversicht, Hoffnung, Weite, Fülle, Gesundheit und Kraft …meine Wandlungsmöglichkeiten sind offensichtlich unbegrenzt. Oh ja, ich wachse hier gerade zu einer Größe heran!

Wissen Sie, was das für ein Ort ist?
Jetzt. Draußen dreht sich die Erde.  Und dort soll man zu einer Größe heranwachsen.  Leichter geschrieben, als gelebt.
So viel erkenne ich schon jetzt : Ich bin der Typ mit der vorspringenden Kinnpartie, mit tiefliegenden Augen und einer Hakennase.  Meine Schultern sind breit und knochig. Meine Hüften sind breit und fleischig. Sie drücken sich gerade mit viel Mühe aus dem Kokon heraus. Meine Beine zu kurz für den Körper. Mein Wesen und mein Aussehen passen nicht zusammen. Alles klingt nach einer braven Seele. Vermutlich bin ich etwas zu kurz gekommen!
Aber wir stecken ja alle unter einer Decke, wenn es um Selbsttäuschung und Wunschdenken geht.  Ich habe genügend Zeit darüber nachzudenken, wie glücklich ich bin und wie gutaussehend ich an manchen Stellen bin, um mein seelisches Gleichgewicht zu bewahren.  An Tagen, an denen es mir nicht gelingt, stelle ich einfach den Plattenspieler lauter.  Ich muss mich lieben, in guten wie in schlechten Tagen, in Reichtum und in Armut, stets und ständig. Ich werde mich moralisch in all meinen Unternehmungen unterstützen. Niemand kann mir meine Ideen wegnehmen.  Ich werde frisch aus meinem Kokon aussteigen.

Ich sei ja schon immer eine Träumerin gewesen. Wie oft hörte ich diesen Kommentar, so als sei das ein Mangel.

Wie oft wurden ihre Ideen, die ihn Ihnen klar leuchteten, von Ratspendenden verächtlich gemacht? Komm auf den Teppich! Wie oft stutzte man ihre Träume zurecht?

Und so tickt das Leben an uns vorüber.

Im Einklang mit dem Rhythmus seines Herzens und seinen Vorstellungen und Träumen sein.
Werden, wer wir wirklich sind.
Vertrauen in das Leben.
Die Macht unserer Vorstellungskraft entdecken.
Zweifel loslassen.
Gefühle leben und atmen lassen

Vom Ich bin nicht zum Ich bin.

Eines meiner Lieblings-Mutmach-Projekte:

Rhythm is it.

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Der berühmte englische Dirigent Sir Simon Rattle  initiierte ein wunderbares Tanzprojekt und setzte es gemeinsam mit Tanzpädagoge Roystom Maldoom  in Berlin um. Unabhängig von Talent wurden 250 Kinder aus sozial schwachen Bezirken Berlins an die Musik Strawinskis herangeführt. Kinder an die keiner mehr glaubte.  Es ging vor allem darum, dass die Kinder wieder lernten, an sich selbst zu glauben, weniger darum die „Besten“ zu werden. Sie wurden dennoch die „Größten“. Auf ihre Art wurden sie die Sterne, die sie immer schon waren, nur keiner mehr in ihnen sehen mochte.  In dem Prozess  kehrten sie zurück zu Kindern  mit Selbstwertgefühl und mit einem Sinn für Gemeinschaft. Sie lernten sich aufeinander einlassen zu müssen, wenn sie ein bestimmtes gemeinsam gesetztes Ziel erreichen wollten. Am Ende vermochten sie,  sich vertrauensvoll auf den Prozess einzulassen. Am Ende wussten sie, sie konnten sich aufeinander verlassen.

 

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„Le Sacre du Printemps“ ,zu deutsch auch „Das Frühlingsopfer“ genannt, gilt aufgrund seiner außergewöhnlichen rhythmischen Strukturen als ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts. Im Winter 2002/03 wurde Igor Strawinskis Werk in der Arena einer alten Omnibus-Halle im Berliner Industriehafen mit Kindern und Jugendlichen aus 25 Nationen eingeübt. Choreographiert von Royston Maldoom und begleitet von den Berliner Philharmonikern war es das erste große Education-Projekt von Sir Simon Rattle in Berlin. Fünf Monate dauerten die Proben.

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Das Projekt wurde von Filmemachern für Monate begleitet. Der Film Rhythm is it. (You can change your life in a dance class)
ist ein wirklich besonders wertvoller  und außergewöhnicher Dokumentarfilm.  Dieser Film ist ein Filmerlebnis.
Man lernt von diesen Kindern. Man erfährt viel über sie und ihre Welten.

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Dirigent Sir Simon Rattle und  Tanzpädagoge Roystom Maldoom

Der Film begleitet drei jugendliche Protagonisten. Marie, die noch um ihren Hauptschulabschluss bangt. Olayinka, erst vor kurzem als Kriegswaise nach Deutschland gekommen. Martin, der mit seinen eigenen inneren Barrieren zu kämpfen hat. Hartnäckig und mit großer Liebe begleitet Royston Maldoom die ersten Tanzschritte der Kinder und Jugendlichen. Keiner von ihnen hat Erfahrung mit klassischer Musik. Sie werden durch eine Welt der Unsicherheit geschickt.  Es ist eine völlig neue Welt für diese jungen Menschen. Unglaublich, was am Ende von ihnen auf die Bühne gebracht wurde.  Sie in ihrer Angst, ihrem Hadern, ihrem Widerstreit, ihren Zweifeln und doch Wollen, in ihrem wachsenen Selbstbewusstsein, in ihrer Begeisterung und ihren Glücksmomenten und ihrem ganz großen Auftritt auf einer Bühne zu erleben – lässt keinen unberührt. Sie lernen alle Höhen und Tiefen kennen. Sie lernen aber vor allem ihre verborgenen Facetten ihrer Persönlichkeiten zu entdecken.

Ein ganz großes  Projekt der Liebe.
Eine Liebeserklärung an Kinder und Jugendliche.

Ich sah den Film vor einigen Jahren.
Der Film von Thomas Grube und Enrique Sàchez Lansch  ist viel, viel mehr als nur ein Film über das Tanzen.
Er war eines der erfolgreichsten Dokumentarfilme des deutschen Kinos.

Trailer und kurzes Statement von Royston Maldoom

Bleiben wir wach in unseren Träumen. So wach wie nur irgend möglich.
Manchmal finden wir mehr Licht, in dem, was vage und unbestimmt ist
und nicht in den Dingen und den Details, nach denen wir präzise suchen.
Wir brauchen die Weite. Nur in ihr können wir glücklich und frei atmen.