Weil wir keine Insel sind

Weisheit eines jungen Indianers

Ich bin ein Krieger.
Mein Schwert ist mein Humor.
Meine Freiheit ist die Liebe.
Ich bevorzuge die Fantasie.

Entschuldigung, ich habe nicht
die Wahl der Vernunft,
wenn mein Glück übergroß ist.

Vielleicht haben wir nur menschlich zu sein.
Ohne Liebe macht nichts einen Sinn.
Sind wir ohne Liebe, laufen wir Gefahr,
die Verbindung zum Licht zu verlieren.
Deshalb ist es wichtig, dass die Liebe, das einzige ist,
dass Ihr Handeln begeistert.

Ich freue mich darauf, die Nachricht
zu entdecken, die hinter diesen
Worten liegt.

Ich bin kein Weiser, nur ein Freund des Lebens.
Der beste Weg aufzuwachen, ist, es ohne Sorge zu tun.
Das Ziel ist nicht vorhanden.
Der Weg und das Ziel sind identisch.
Wir gehen nicht ins Nichts.
Wir müssen uns nur in jedem Schritt führen lassen.
Wenn wir größer sind, als unsere Schritte,
verlieren wir unsere Harmonie.

Genießen Sie jede Handlung.
Genießen Sie Energie Ihrer Handlungen.
Genießen Sie ihre Würzkraft.

Es kümmerte andere nicht, von mir schlecht zu sprechen.
Trotz meiner guten Ausbildung verleumdete mich immer jemand.
Mein Gewissen zensierte ich dabei.
Wie gerne würde ich mich heute bei jenen bedanken,
die mich lehrten, dass das Leben eine Bühne ist.
Seither wagte ich zu sein, wie ich bin.

Der älteste Baum hat mich gelehrt, dass wir alle gleich sind.
Niemand ist eine Insel.
Die Menschen neigen dazu, es zu vergessen.
Wir sind alle Teil einer Wurzel.
Wären wir nicht einer,
könnten wir nicht lieben.

Quechua-Indianer.

(übersetzt m.kunze)

 

Peru gilt als das Land mit der größten Diversität an Vögeln weltweit. Über 1800 Arten (mehr als in Europa und Nordamerika zusammen) sind in Peru heimisch

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Peru: Machu Piccu. „Alter Gipfel“.Die Stadt in den Wolken im Urubambatal. Die Festung liegt 2000 meter über dem Meeresspiegel und 500 Meter über dem Urubamba-Fluss. Tonnenschwere Granitblöcke wurden zu einer Terrassenstadt zusammengefügt.   Foto: aus Mexico mitgebracht. Gracias Tete.

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Vor Machu Picchu haben selbst Wissenschaftler Ehrfurcht.
Hier werden noch immer die Götter und Geister angerufen.
Bauern und Dorfgemeinschaften ziehen mit ihren Priestern einmal jährlich
zu einem Mondscheinritual nach Machu Picchu.

Laut des japanischen Katastrophenforschers Kyoji Sassa ist der Zustand Machu Picchus Besorgnis erregend. Jährlich sinkt die Kultstätte um 12 Zentimeter und jeden Augenblick kann die Ruinenstadt durch einen Erdrutsch teilweise oder ganz vernichtet werden.

Die Kinder der Sonne

Sonnengott Inti war unzufrieden über die Menschen und so schuf er das Geschwisterpaar Manco Capac und Mama Occlo auf die Erde, um eine Herrschaft aus Toleranz, Freundlichkeit und Erkenntnis zu errichten. Wo sie ihren goldenen Zauberstab mühelos in den Boden stecken konnten, sollte das Zentrum des neuen Reiches entstehen. So stiegen die beiden Kinder auf die Erde hinab, wanderten von den Ufern des Titicaca-Sees nach Norden und steckten im Tal von Cuzco ihren Stab in den Boden. An dieser Stelle entstand die Hauptstadt der Inka.  Sie bedeutet „Nabel“. Manco Capac wird der erste König der Inka, seine Schwester Mama Occlo die königliche Gemahlin. Manco Capac selbst ließ sich im Hochtal nieder, das fortan Hanan-Cusco hieß. Ein anderes Gefolge ließ sich mit Mama Occlo im Tal nieder, das fortan Hurin-Cusco hieß. Tatsächlich verlieren sich die Anfänge des Inkareiches im mythischen Dunkel. Die Sonnensöhne-und mütter verwandelten diesen kleinen Ort zum Nabel ihrer Welt, der zum Inbegriff des Imperiums – das Symbol für das gesamte Reich wurde. Von Cusco aus führten 40 Straßen strahlenförmig in alle Himmelsrichtungen. Die verschiedenen Orte im Inka-Reich wurden mit Gestirnen gleichgesetzt, so dass sich die Landkarte in der Himmelskarte spiegelte und umgekehrt. Die Hauptstadt Cusco in den Anden verglichen die Inka mit einem liegenden Puma.
Festungen, Throne, Inka-Bäder wurden in die sie umgebenden Bergriesen gebaut. Cusco liegt auf einer Höhe von 3.400 Metern über dem Meer.

Das südamerikanische Reich der Inka hatte seine Blütezeit zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert nach Christus. Damals umfasste es ein Gebiet, zu dem Teile der heutigen Staaten Kolumbien, Ecuador, Peru, Chile, Bolivien und Argentinien gehörten. Die Inka waren neben den Maya und den Azetken eine der drei großen Hochkulturen in Amerika vor der Eroberung durch die Spanier. In nur etwas mehr als 300 Jahren schufen die Inka ein Reich, das bis heute seinesgleichen sucht in Südamerika. Im 15. Jahrhundert herrschten die Inka über 250 Völker und neun Millionen Menschen.

Mit dem Wort „Inka“ wurde eigentlich nicht das Volk bezeichnet, sondern war vielmehr der Name des Herrschers des gewaltigen Andenreiches. Die Geschichte und Fachbücher übertrug den Namen auf alle Bewohner. Das Kerngebiet der Inka war aber und ist noch immer Peru.

Zufall? Zwei Götter aus völlig verschiedenen Welten und doch…

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Diese zwei Götter aus völlig verschiedenen Teilen der Welt halten Schlangen zurück.  Die Suche nach Gleichgewicht. Es sind die Schlangen des Merkurstabs, jene doppelten Spiralen, die die menschlichen DNA symbolisieren ..Mir scheint`s, als seien hier zwei Friedensstifter am Wirken.  Damit wären wir erneut bei Thot, auch genannt Hermes, Henoch, Enoch, der Pyramidenbauer der Welt, genannt Arlich Vormalites, der Weisheitssucher. Hermes nannten die Römer Merkur. Nach einer Legende fand Hermes einst zwei Schlangen in heftigem Kampfe ineinander verschlungen. Zwei Welten begegneten sich. Hermes legte den Stab zwischen die Kämpfenden, und zum Dank dafür umschlangen sie den Stab friedlich und wandten sich in Liebe einander zu. Hermes mit seinem Symbol galt fortan als Friedensstifter. Maat eben! Erkenntnis.  Alles, was getan wird, hat Konsequenzen. Alles, was geschaffen wurde, gründet auf Maat. Alle Kräfte müssen richtig ausgewogen sein. Jeder, der vor der Gottheitbestehen will, muss Maat haben. Maat ist Teil der Weltschöpfung. Alles, was man sinnlich erfährt, ist Maat. Maat war eine weibliche ägyptische Gottheit. Der Merkustab als Symbol der Verwandlung. Die Schlange das Symbol für den Astralleib.

In der Kabbalistic  weist es auf  Chesed  (Mitgefühl, Jupiter), der Milde, notwendig.
Das Prinzip der Balance im Leben und in der Natur. Chesed repräsentiert den Stamm des Baumes,
die Kraft, welche die Widerstandsfähigkeit aufrechtzuerhalten versucht, was auch immer geschehen mag.

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Die Quechua

inka2

Titicaca-See. Vor ihm die typischen Terrassen-Anbaufelder. Mit über 8.000 Quadratkilometern der größte See Südamerikas. Er liegt auf der Anden-Hochebene (genannt „Altiplano“). Wörtlich übersetzt bedeutet der Name des Gottes „schräge Fläche des himmlischen Sees“. Möglicherweise hat dieser Name etwas mit der Neigung der Erdachse und der damit einhergehenden Kreiselbewegung der Erde – „Präzession“ genannt – zu tun.

Rund zehn Millionen Quechua leben vor allem in Peru und weiteren südamerikanischen Ländern, wie Bolivien, Nordchile, Nordwestargentinien und Südkolumbien. Sie sind zumeist Bauern und Hirten,  die sich  als eine Kulturgemeinschaft begreifen. Sie stellen noch heute den überwiegenden Teil der indianischen Bevölkerung. Quechua ist die Sprache der Inka. Die Inka führten sie einst als Amtssprache für alle eroberten Völker ein. Bis heute ist das Quechua in den zentralen Anden weit verbreitet.

peru
Wikipedia

Goldland nannten die spanischen Eroberer das Inka-Reich. Sie trafen auf ein straff organisiertes Staatswesen, auf ein hervorragend ausgebautes Straßensystem und auf Siedlungen, die in ihrer Größe und Pracht viele Städte auf der Iberischen Halbinsel übertrafen. In der Inkahauptstadt Cuzco lebten beispielsweise mehr als 200.000 Menschen. Mit  Ankunft der „neuen Herren“ fand der Ausverkauf einer ganzen Kultur statt. Alles, was sie an Gold finden konnten, wurde eingeschmolzen und nach Spanien verschifft. So mancher kirchlicher Altar trägt dieses Gold noch immer. Unmengen an Kunstschätzen sind unwiederbringlich für die Nachwelt verloren gegangen. Außer ein paar kunsthandwerklichen Traditionen, Ruinen und Mythen ist nur die Sprache Quechua von dem ehemals größten Reich des Kontinents übrig geblieben. Viele wurden zwangsweise zum Christentum bekehrt oder mussten in den Silberminen Sklavenarbeit verrichten.  Der spanische König  Karl V teilte Lateinamerika im Jahr 1534 in vier Zonen auf.
Während der Kolonialzeit eigneten sich Großgrundbesitzer die von den Indianern bewirtschafteten Flächen an. Im Jahr 1825 erhielten die  Quechua ihr Land zurück. Zwanzig Jahre später ging ihr Land in den Staatsbesitz über,  und danach gelangte es in die Hände von privaten Investoren.

Das grundlegende Prinzip der Inka-Gesellschaft war die Selbstgenügsamkeit, Selbstversorgung – auch Autarkie genannt. Das Prinzip beruhte darauf, sich von den Produkten des Pacht-Grundstückes selbst zu ernähren und zu kleiden. Für die Kleidung wurden deshalb Lamas gehalten, aus deren Wolle Garn gesponnen und Kleidung gewebt wurde. Geldwirtschaft gab es nicht. Es wurde je nach Bedürfnislage geteilt und getauscht.  Ernährung, Kleidung, Nahrung, Werkzeug und Wohnraum. Grundnahrung waren Kartoffeln, Mais, Quinoa und andere Knollengewächse.

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Terrassenförmiger Landanbau, Weidewirtschaft, Früchteanbau, Weben aus Wolle von Alpakas und Lamas, Hausbau mit luftgetrockneten Lehmziegeln und Dächern aus Stroh oder Schilfgras.

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Blick von einer Terrasse. Gracias tete

Sie verfügten über eine Knotensystem für mathematische und statistische Aufzeichnungen – das Quipu.  Hochgeachtete Staatsbeamte überprüften die Daten. Mit dem Quipu wurden die Ernteerträge einzelner Verwaltungsbezirke des Inka-Reiches, der Ertrag von Kartoffeln, Mais, Quinoa,  die Anzahl der hergestellten Stoffe, die Ausbeute an Edelmetallen und Gold sowie die Bestände der Tierherden erfasst.

Neben der Astronomie war der zweite wichtige Bereich die Medizin. Sie hatten spezielle Instrumente um alle heute bekannten Operationen durchzuführen. Berühmt seien sie gewesen für ihre Schädelrepanationen, die operative Öffnung des Schädels für operative Eingriffe. In Peru wurden bis in die Gegenwart hineinreichend mehr als zehntausend solcher von indianischen Ärzten trepanierte Menschenschädel gefunden. Sie kannten den Aderlaß, konnten ausgekugelte Gelenke einrenken, nahmen Amputationen vor. Hebammen waren ebenso wichtig. Ihre Berufung zu dieser Tätigkeit erhielten sie infolge von Träumen und Visionen oder sie hatten selber Mehrlingsgeburten gehabt.

Die Nachfahren des großen Inka-Volkes leben weitgehend im Armenhaus Perus, in Apurìmac.  Die Region liegt an der südlichen Sierra von Peru. Viele Kinder sterben im Säuglingsalter. Mangel an Ärzten, fehlende Transportmöglichkeiten ins Krankenhaus, fehlendes Geld, um die Behandlungen zu bezahlen.

Und hier noch eine neue Mutmachgeschichte

…weil wir keine Insel sind

Alles ist möglich

Diospi Suyana bedeutet in der Sprache der Quechua – Indianer „Wir vertrauen auf Gott“ oder „Gott wartet auf dich“.

In den Anden Perus beginnt die Geschichte eines Wiesbadener Ärzte-Ehepaares. Die Chirurgin und der Kinderarzt machten das Unmögliche möglich, gründeten einen Verein und schafften es mit Hilfe von Geld- und Sachspenden in Peru ein Krankenhaus für Arme auf die Beine zu stellen.  Aus dem Nichts entstand es. Ihr 55-Betten-Spital in Curahuasi wurde im August 2007 eingeweiht und zwischenzeitlich noch durch eine Zahn- und Augenklinik ergänzt.

schule_von_obenIm Juni 2011 hat der Verein noch mit dem Bau einer internationalen Schule begonnen.
Im Sommer 2012 kam noch ein Kinderclubhaus hinzu.

clubhaus

aerzte

Klaus-Dieter und Martina John

Das Wiesbadener Ärzte-Ehepaar Klaus-Dieter und Martina John hat mit dem Verein Diospi Suyana, Darmstadt, nach dem Vorbild von Albert Schweitzer trotz unzähliger finanzieller und bürokratischer Hürden eine medizinische Versorgung  in Peru ermöglicht.

Der Kinderarzt  berichtet in seinem Buch darüber,  wie aus seinem Traum und dem seiner Frau Realität wurde.  Die Erlebnisse rund um die Entstehung des Krankenhauses sind in dem Buch „Ich habe Gott gesehen“ festgehalten. Es erschien im Februar  2010 im Brunnen Verlag. Bereits fünfmal wurde es aufgelegt. Zwischenzeitlich gibt es auch eine spanische Ausgabe mit dem Titel „Dios es visible“ (Gott ist sichtbar). Gegen eine Spende können die Bücher angefordert werden unter info@diospi-suyana.org.

Auf www.diospi-suyana.org  kann man sich über Aktuelles informieren.

Diospi Suyana e. V.
Postfach 10 04 10
D-64204 Darmstadt
Vorsitzender: Olaf Böttger
VR Darmstadt 3148
www.diospi-suyana.org
info@diospi-suyana.org
Tel. 06442 200049

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