Mutmach-Sätze

zukunft schaffen2

Einer meiner Lieblings-Mutmach-Sätze, der in mir lebt, ist ein Satz meiner Mutter:
„Alles wird gut, mein Kind!“

Manchmal denke ich, der Mensch ist nur unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist.  Nur deshalb. Das ist alles.

Und  dann geschehen Situationen, die mich im Glauben daran ins Schwanken bringen. Heute war so ein Moment.

Sagt sich so etwas nicht viel zu leicht? Was lässt es alles außer Acht?

Vor wenigen Tagen stellte ich ein Foto eines kleinen Mädchens  in einem Blogbeitrag mit ein. Die wirkliche Geschichte, die hinter dem Foto steckte, war mir in jener Situation nicht bekannt. Ich dachte, es sei ein gestelltes Foto. Heute weiß ich, es ist ein Moment, der aus einer  ganz tiefen Sehnsucht eines Kindes heraus entstand, und darum liegt es mir sehr am Herzen , diesem Foto – diesem Moment noch einmal Raum zu geben.

lichtkörper Ein aufgegangenes Seelenkorn, dass sich auf die Erde geweht hat.

Dieses kleine Mädchen lebt in einem Waisenhaus.
Sie hat keine Mutter, sehnte sich aber nach einer und
darum malte sie sich eine und legte sich zu ihr.

Eine Umarmung. Eine andere…
Alles wird gut. Daran will ich glauben. Glaube auch du daran, kleines Kind…

In solchen Momenten bin ich dankbar für Worte von Menschen,  die mir aus der Seele sprechen. Mir fehlten sie nämlich für eine ganze Weile.  „Das größte Geschenk“, sagte Virgina Satir,  das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt. “

Daran glaube ich.

Wie kann man voll und echt Mensch sein, wenn man sich selbst verloren hat? Wofür haben wir ein aufmerksames Herz? So viele Menschen trinken aus einem öffentlichen Brunnen, und doch stehen einige durstig abseits.  Dabei ist die Berührung die Wurzel. Sollten wir Kinder nicht so nähren, dass sie satt werden? Innen wie außen. Müssen wir nicht zu ihrer Haut sprechen, und zu ihrem Rücken,  zu ihren Händen und zu ihren Bäuchen? Müssen wir sie  nicht mit Wärme und Zärtlichkeit genug und mehr als genug füttern? Berührt, gestreichelt, massiert werden – das ist Nahrung für ein Kind.  Nahrung, die Liebe ist.

Victor Frankl sagte über das Leben:

„Das Leben fragt uns nicht in Worten, sondern in Form von Tatsachen, vor die wir gestellt werden, und wir antworten ihm auch nicht in Worten, sondern in Form von Taten, die wir setzen.“

Lasst uns  Geschichten schreiben. Lasst uns gute Geschichten in das Leben von Kindern schreiben.
„An den Taten, nicht an den Worten, sollt ihr sie erkennen….“

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2 Kommentare zu “Mutmach-Sätze

  1. nakedberlin sagt:

    Das ist ZUTIEFST berührend!!!

    • martinakunze sagt:

      *seufz. Ja. Wohl wahr. Das landete
      auch bei mit voller Ladung im Herzen.
      Da ist nichts mit goldener Kinderzeit.
      Da ist nichts schönzureden.
      Da ist Waskannichtun?
      Man horcht in sich hinein
      Ja, man könnte vergessen.
      Nein, weil man nicht vergessen kann.
      Aber wie?
      Die Unterlassungssünden
      Wer kennt das nicht…
      Hast du zwei Brote,
      ist`s ein guter Grund
      eines abzugeben.
      Dieses Mädchen braucht
      eine Mutter, eine Amma,
      kein Brot.
      … und alles geht weiter
      traurig ist es, ja.

      Danke fürdeine Nachricht.
      martina

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