Ding, was willst du von mir?

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Kreativität, die Fähigkeit Neues zu erschaffen.
Kreativität ist die Intelligenz, die Spass hat.
Kreativität ist nichts Geheimnisvolles. Es sind Ideen, die in einem wachsen und irgendwann aus einem heraus explodieren, wenn das Denken jene Energie nicht behindert.

Sie ist keine Gabe einer guten Fee.  Sie schlummert in uns allen.
P-sst! Sie sitzt in unserer rechten Gehirnhälfte.

Als dieses Foto heute auf mich zurollte, erinnerte ich mich auch an Heinrich Jacoby.

Er war Begabungsforscher und gab allen, die meinten, es gäbe Menschen, die nicht „gut genug“ seien, etwas zu lernen,  eine Antwort.  Ein Bekannte besuchte vor vielen, vielen Jahren ein Seminar bei seiner „Treuhänderin“. Sie hütete sein Wissen und gab Seminare hierzu.  Jedenfalls erzählte mir meine liebe Bekannte davon.  Ich wurde neugierig. Sein Buch heißt  „Jenseits von Begabt und Unbegabt“. Ich schenkte es mir damals und tauchte tief  in seine Gedanken ein. Es machte meinen Innenraum damals weit und fühlend. Es klingt noch immer in mir nach.

Seine Ideen und Gedanken sind  weit mehr als nur graue Theorie. Es geht um ein anderes Bewusstsein, auch ein anderes Körperbewusstsein.Viel zu viel Energie reichten wir unseren alltäglichen Bewegungsabläufen. Das beginne schon damit, wie wir von unseren Stühlen aufstehen oder die Art und Weise, wie wir eine Flasche greifen  und ginge weiter bis hin zu unserem Unterkiefer, den wir stetig festhalten. Wer öfters im Zug sitzt, mag sich vielleicht an all die wilden Schreibenden auf ihren Laptops, erinnern, die  laut auf ihre Tastaturen einhauen, so dass man als Mitreisender beginnt, sich Sorgen um die Buchstaben, seine eigenen Ohren und seinen Herzrythmus zu machen.

Alles könnten wir mit viel weniger „Kraftaufwand“ erledigen, sagte Heinrich Jacoby.

Er sagte aber noch mehr.

Als Musiker gab er Improvisationskonzerte.
Und er gab jenen, die an der Begabung anderer Menschen zweifelten, dieses zur Antwort:

Es sei lediglich eine Frage der Verhaltensqualität und keine Frage der Begabung, ob jemand etwas lerne oder nicht. Egal, worum es sich dabei handelt. Es sei keine Sache der Vererbung. Alles sei erlernbar.

„Wer mit einer Aufgabe wirklich verbunden ist, hat als ganzer Mensch zu ihr Beziehung, und bei dem gibt es weder jene grosse Kluft zwischen Wissen und Sein, noch jene Kluft zwischen Berufsverhalten und Alltagsverhalten, zwischen Berufsleben und Privatleben.“ (Heinrich Jacoby)

Heinrich Jacoby widmete sich Zeit seines Lebens der Frage des Leistens und Lernens. Jedes „unbegabte Verhalten“ könne durch Nachentfaltung gewandelt werden. Dies geschehe bei „genügender Neugierde“ durch „zweckmässige Aufgaben“.

Bewegungsbereitschaft wecken.

Tastend probierend.
Erforschen.
Hören aufkommen lassen statt  nachzudenken.
Absichtsloses Sehen statt analysierendes Glotzen
Keine Leistung auf Vorrat ohne Beziehung zu einer Aufgabe.
Sich hören beim Sprechen
Affekte abklingen lassen.
Nicht Machen-wollen.

Derartige Versuche lassen sich in den Alltag einbinden.

Ändern müsse sich die Mentalität,  die Einstellung zu den Möglichkeiten des jungen Menschen. Über Bewusstwerdungsprozesse in die eigenen „unzweckmässigen“ Verhaltensweisen, meint, das Erkennen und Erfahren des noch nicht stimmenden und „störenden“ Verhaltens könne verändert werden.  Sein Konzept: Stolpern sei der erste Schritt zur Veränderung des Verhaltens.  Es wecke das Interesse , sich zu mobilisieren für eine bewusstere Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.
Es sensiblisiere für das Stimmende in sich.

Wie sie Stolpern lernen,  wie sie unproduktives, routiniertes oder unzweckmässiges Verhalten bei sich selbst entdecken können, das sollte Menschen gelehrt werden. Das Ziel solchen Vorgehens sei eine Mobilisierung, eine Ermutigung zu Entdeckungsreisen. Die Folge sei ein Erwerb von Fähigkeiten, an die man zuvor nicht glaubte.

Gebt den Frauen ein Zimmer und 400 Pfund zum Leben, und ihr werdet sehen…, auf diese Weise formulierte es Virgina Woolf vor einigen Jahrhunderten.

Jene Menschen auf diesem Foto unternahmen eine sehr kreative Entdeckungsreise.
Schade, dass so viel kreatives Potential in  Menschen auf dieser Welt so gar keine Beachtung findet.
Ich bin davon überzeugt, diese Erde und wir Menschen als Gesamtheit könnten genau diese Kreativität gut gebrauchen.
Ideenreichtum unter erschwerten Bedingungen in Afrika.

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