Alles ist möglich

nothing impossible

Ich trudelte so durch das Leben. Und dabei  fühlte ich mich  mehr als ein Versuch, denn als ein Unterwegs.
Nein, nein, ich war nicht zuwenig beschäftigt. Ich war mir nur nicht sicher, ob ich
Richtung Zentrum spazierte. Naja, wenn ich nicht weiß, wohin ich gehe, ist die Geschwindigkeit
dabei auch nicht wirklich wichtig. Aber ich fragte mich schon, wohin es mich bringen würde?

Erst gestern dachte ich im Stillen, gegen Zielsetzungen ist ja wirklich nichts einzuwenden, solange  man sich dadurch nicht
von interessanten Umwegen abbringen lässt. Bitte, von mir aus!  Hauptsache die Kräfte bleiben in Bewegung.
Nur, weil einer den Irrweg einschlägt,  muss es ja noch  lange nicht heißen, dass er nicht auf dem richtigen Weg ist.

maedchen legerDieses Leben mit all diesen Menschen und Dingen, mit denen ich an bestimmten Orten und zu allen möglichen Zeiten Erfahrungen mache, ist  meine Außenwelt.  Jede Menge Überlebensemotionen sind vonnöten.  Liebe, Mitgefühl, Güte. Dankbarkeit. Staunen und Mut. Und so macht es mir nichts mehr aus, wenn ich an jemand denke, der mich wütend macht. Ich bin nicht mehr süchtig nach Emotion. Denn ich weiß, Stress senkt meine Schwingung, und dann bin ich mehr Materie und weniger Energie.  Sie wissen schon, alles schwingt auf unterschiedlichen Wellenlängen. Je niedriger die Schwingung, desto dichter die Materie.

Die stärkste Gewohnheit mit der ich brechen kann, ist die Gewohnheit.
Gelassenheit ist lernbar. Einfach beginnen, wo man ist. Ich werde sie pflegen und wertschätzen, die liebevolle Güte mir selbst gegenüber. Und dann bin ich furchtlos und mitfühlend anderen gegenüber. Jawohl!

Ich werde mich in die Bodenlosigkeit meiner Situationen hinein entspannen.
Ich werde mich danach in meine Brennpunkte hineinlehnen, in alles, was man sich sonst versucht, vom Hals zu halten. Ich werde mich mit meiner Unsicherheit und meinen kleinen bis mittelgroßen Dämonen anfreunden. Und dann werde ich  tief in meine beiden großen Pappkartons eintauchen, mich durch eintausendsechshundert Seiten beschriebenes Papier wühlen, maedchenrotvon denen ich einiges schulmeisterlich, anderes mittelmäßig bis peinlich und manches wundervoll finde. Ich werde mir die Seiten schnappen und mich auf die Suche nach dem roten Faden begeben.

Ich werde mich in unerforschte Gebiete aufmachen. Vermutlich wird es sich komisch anfühlen, mit dem Erguss so vieler eigener Worte konfrontiert zu sein. Vermutlich werde ich noch einen langen Weg vor mir haben. Ich werde sieben und schieben, streichen und ausbessern. Ich werde über Hügel spazieren gehen, mich entspannen und schreiben. Egal, was geschieht, ich werde gelassen sein.

Natürlich habe ich auch Angst. Ist ja klar. Der Angst begegnet man doch unweigerlich, wenn man  sich im weiten Ozean auf die Reise macht. Ich werde mit allen Situationen arbeiten, mich anstacheln, ohne zu zögern, tiefer gehen, mich tatsächlich einlassen wollend, von der Reise faszinieren lassen. Angst hat doch jeder. Wenn ich eine Schildkröte mit dem Finger am Kopf berühren möchte, zieht sie auch für gewöhnlich ihren Kopf ein. Ist nicht schlimm, Angst zu empfinden. Ich bin mit ihr einverstanden.
Dann kommt wenigstens Mut auf. Ich will ja lebendig sein. Ich will mich gar nicht immer überall festhalten müssen. Bodenlosigkeit spüren, ohne Bezugspunkte bleiben, kann vollständig nervig, kann aber auch äusserst zart sein. Ich will ja hier nicht Urlaub vom Ärger machen. —
Für die Arroganz wird wohl wenig Raum bleiben. Dranbleiben, exakt am Punkt bleiben, das nagelt mich fest.
Dann treffe ich auf mein Herz und dann schreibe ich los.

make your life meaningful.

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