Das Sternenhaus der Erinnerungen

magnetfeld

 

 

Alles, was der Mensch an Neigungen, Temperament, an Charaktereigenschaften, alles, was man nicht nur nur vorübergehend denkt, strahlt bis in die astralische Ebene hinein und noch weiter, als wir uns gemeinhin vorstellen können. Wir schattieren mit unseren Gedanken die Welt der Formen.  Damit nicht genug,  alles, was wir denken, fühlen bleibt zudem in der astralen Welt erhalten. Wir tragen fortwährend die Wirkungen früherer Leben in uns. Unsere Akasha-Chronik wird durch unsere Taten beeinflusst.

Heilige Ölsardine! Es ist schon ein gewaltiger Gedanke  – was man auch tut, alles  hat seine Wirkung in die Zukunft hinein.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben Sie auch noch nicht davon gehört?  Nahezu undenkbar in einer Kultur der Logik und des Verstandes, sollte man meinen.

Neigungen, Antipathie oder auch Liebe überträgt sich auf unseren physischen Körper. Ein Mensch, der eine gute Gesundheit hat und viel aushalten kann, hat also im vorigen Leben gute Eigenschaften entwickelt?

Empfindungen wie Freude, Lust, Leid, all unsere Gedanken-Eigentümlichkeiten wirken in der nächsten Verkörperung. Unsere Bemühungen, gute Taten, ob schlecht oder gut, das, was wir Charakter nennen, tritt im nächsten physischen Körper auf.

Naja, betrachten wir unsere Hände zeigen sich in ihnen Kummerlinien, Sorgenlinien, Lebenslinien, Kopf- und Herzlinien und die Glückslinie. Letztere verläuft senkrecht durch die Hand. All diese Naturlinien beruhen auf dem Druck von außen auf Herz und Gefühl. Gedankengänge prägen sich in entsprechenden Linien an unserem Körper  bis in die Fingerspitzen aus.

Gier, die immer darauf sinnt, zusammenzuscharren, wird im nächsten Leben möglicherweise eine Disposition zu Infektionskrankheiten haben.
Äh… Mmmh! Ich kann doch auch krank werden, weil beispielsweise mein Arbeitsumfeld ungesund ist? Ein Schicksal von außen…und am Wetter liegt es auch nicht.

Jemand, der lange jung und blühend aussieht, hat  in seinem vorherigen Leben viel Liebe ausgegossen.Wer ein hasserfülltes Leben führt, altert früher.
Darauf muss man aber nun wirklich nicht bis zur nächsten Verkörperung warten. So etwas sieht man den Menschen bereits im jetzigen Leben an.
Der liebe Gott schenkte uns ein Gesicht. Lächeln müssen wir schon selbst, möchte man manchen Menschen zurufen. Ist doch wahr!

Man könne sich in diesem Leben eine guten, gesunden Körper für das nächste Leben vorbereiten. Das macht Sinn  —  vorausgesetzt man glaubt an ein nächstes Leben?

 

comihola
Was ist eine Akasha-Chronik?

Es ist keine gewöhnliche Chronik.
Sie ist das Gedächtnis des Universums. Das ist aber zu vage.
Das Wort Akasha stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet ebenso wie Erde, Wasser, Feuer und Luft eines der Elemente, aus denen die Natur besteht: Äther, Feinstofflichkeit. Nach uralten Überlieferungen bedeutet es auch: „Zeugenschaft“.
Es gibt nämlich eine Art weltumspannendes Gedächtnis, in welchem alle Ereignisse der Vergangenheit gespeichert sind. Diesen Ätherstoff  nennt man ‚Akasha-Chronik‘. Nichts geht im Universum  verloren. Alles kann bei Bedarf wieder hervorgeholt werden.

Die Akasha-Chronik ist das Buch des Lebens, sowohl global als individuell. Allerdings ist sie kein Buch, wie wir es kennen. Man kann sie nicht in der Hand halten und lesen. Sie ist für die Menschen der dreidimensionalen Lebens-Ebene unsichtbar, da sie ein Teil der feinstofflichen Wirklichkeit ist – zu denen die uralten Kulturvölker durchaus Zugang haben. Hellsehende und Hellfühlende in unserem Kulturkreis haben sie zumeist ebenso.

Alles was ein Mensch beispielsweise im ersten Jahrhundert nach Christus gedacht, gefühlt, gewollt hat, ist dort aufbewahrt. Es ist nicht wie in einem Geschichtsbuch aufgeschrieben, sondern so, wie es sich zugetragen hat, wie man sich bewegt, was man getan hat, wie man zum Beispiel eine Reise gemacht hat. Die Reise sieht man in geistigen Bildern. Willensimpulse, Gefühle, Gedanken kann man sehen. Es sind Abspiegelungen, die bei jenen, die den Zugang zu Chronik erhalten, in aller Klarheit wiedererlebt werden. Worte, die in der damaligen Sprache wahrgenommen und so sehr es auch erstaunen mag, verstanden werden sollen. Ereignisse sind als Bilder, als Filme und Darstellungen zu sehen.

Grundsätzlich ist der Zugang für jeden möglich. Unser eigenes Gedächtnis ist Teil dieses holographischen Gedächtnisses und somit Teil der Akasha. Wir sind uns dessen nur nicht bewusst, weil wir es Gedächtnis nennen. Ganz so einfach ist es aber nicht. Auf Eigen-Sinn, auf das Ich  muß man verzichten können. Einzelheiten über Personen und Landschaften.Es sind  keine spontanen Visionserlebnisse, sondern Vergangenheit wird wiedererlebt.  Es seien dargestellte Hintergründe mit deren Ursache und Wirkung.

 
Diese Welt ist ein Buch.

Alles, was es zu lernen und zu lehren gibt, alle Ereignisse, Interaktionen, Erfahrungen, Erkenntnisse alle damit verbundenen Gefühle, Schwingungen sind in jener Chronik verzeichnet. Sie ist quasi die Festplatte des Universums, das Gedächtnis der Zeit. Es ist ein Buch, in dem wir die Seiten sind.

In der westlichen Welt wurde die Akasha-Chronik  durch die  Gründerin der Theosophischen Gesellschaft  Helena Petrovna Blavatsky (1831–1891) bekannt. Der Anthroposoph Rudolf Steiner  (1861–1925) nannte sie  die „ewige Chronik“ und veröffentliche hierzu eine Reihe von Aufsätzen. Es handelt sich dabei nicht um die „morphogenetischen“ Felder, von denen die Quantenphysik spricht. Die Akasha-Chronik ist all diesen Feldern übergeordnet.
Steiner selbst soll in der Chronik gelesen haben können.

Die Kenntnis über das „Buch“ ist jahrtausendaltes Wissen der Inder. Für die Inder ist die Akasha-Chronik so etwas wie ein universaler Wissensplan. Ihren Überlieferungen zufolge ist alles Geschehene, jeder Interaktion in der Schöpfung nicht verloren, sondern in einer feinstofflichen Ebene festgehalten. Sie ist der Masterplan alles Geschaffenen im Werden. Vergangenheit, Gegenwart und Möglichkeiten der Zukunft sind in ihr eingraviert. Sie stellt ein Abbild des Lebens dar, mit allen Informationen seit Entstehung dieser Schöpfung und über alle Abläufe in allen Universen, über einzelne Lebewesen und ganze Völker in ihren Handlungen, Beziehungen, ergriffenen und versäumten Möglichkeiten. 

Johannes Kepler, der berühmte Astronom aus dem 17. Jahrhundert, hat es wie folgt ausgedrückt: “Die Geometrie ist vor der Erschaffung der Dinge, gleich ewig wie der Geist Gottes selbst und hat die Urbilder für die Erschaffung der Welt geliefert.“ (Harmonices Mundi 1619, zitiert nach Georg Schmertzing). Die Akasha-Chronik ist das „Sternenhaus der Erinnerungen, der Gegenwart und der Projektionen“, sie ist der „Urgrund allen Seins“.
Und so liest sich ein Buch, das von „Sehenden“ über die Essener geschrieben wurde doppelt spannend. Jesus soll seine Kreuzigung überlebt haben. Auch Wissenschaftler mögen dieses heute nicht mehr ausschließen. Auf der Suche nach der Wahrheit sind wir mitunter angewiesen, alles zu verwerfen, was wir meinen zu wissen. Mir scheint es mitunter, als kratzten wir mit einem Stöckchen im Staub zwischen unseren Füßen. Verloren in Fakten und Logik. Ich frage mich, wie lange wir noch die Augen und Ohren für die sinnliche und übersinnliche Welt mit all ihrer Bewegung verschließen wollen? Über Verstand und Logik zu sprechen, ist leicht, aber was das Innerste berührt, was hinter all der Logik, zwischen der Haarspalterei und den Vorurteilen sowie dem Verstand liegt – das ist etwas völlig anderes. So viel Energie wurde dafür verwendet, all jenes wegzuerklären.
Von Seltsamkeiten etwas lernen. Ziemlich unbequem, stellt es die Welt, in der wir leben auf den Kopf.Techniken, die uns den Zugang in eine andere Welt ermöglichen.Es gab seit Urzeiten und es gibt  Menschen, die alles, was sie wussten und wissen, darüber erfahren haben.
Wir dürfen noch auf einiges gefasst sein.


 

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Baumräume

baumhaus harbor diner

„Denn du kannst davon essen, haue ihn also nicht um, denn der Baum ist das Leben des Menschen.
Denn er nimmt das Leben eines Menschen zum Pfand,
wovon der Mensch zu seinem Unterhalt abhängig ist.

(aus dem Talmud)

Liebe zum Guten und Vorteilhaften  führt zur Vermeidung von Zerstörung und der Förderung unseres Wohlbefindens.  Der Mensch wird immer durch seine eigene Haltung beeinflusst. Wer das Gute will und sich an ihm erfreut, wird sich immer daran erfreuen können.

Sei jeher haben Bäume mächtigen Symbolgehalt. Ein starker Mensch gilt als Baum mit tiefen Wurzeln. Der heilige Baum gilt als ewiges Leben. Der Baum als Symbol von Freiheit. Ein Baum spiegelt das Sein. Er wandelt sich und bleibt doch immer der gleiche, in dem er sich wieder herstellt. Wir sollen aufrecht wie ein Baum gehen. Aus unseren Gedanken erwächst ein riesiger Baum. Im Frühling warten sie auf uns. Der Baum ist Abbild des Lebens und der Welt.

In vielen Kulturen wird der Baum verehrt. Im Buddhismus wird der Wald als beseelt angesehen.Die Germanen verehrten die Linde als der Göttin „Freya“ geweihten Baum. Vor den Kirchen und Klöstern stehen Linden. In Skandinavien war die Linde Schutzbaum.

Bäume werden in der Regel älter als wir Menschen. Der Apfelbaum strahlt Jugendlichkeit und Fröhlichkeit aus. Die Birke entspannt und beruhigt. Sie bringt Beweglichkeit zurück. Der Aufenthalt bei Tannen soll einen durchblutungsfördernden und nervenstärkenden Effekt haben. Die Kastanie vermittelt Ruhe und stärkt die Nerven. Der Kirschbaum bringt Fröhlichkeit und stärkt Herz und Kreislauf. Wer wütend und unausgeglichen ist, sollte eine Weide besuchen. Unruhige und gehetzte Menschen bevorzugen die Linde und ihre beruhigende Wirkung. In der Tanne stecken Atem, Wärme, Ruhe, Stille, Besinnlichkeit, aber auch grosse Heilkräfte für die Gesundheit des Menschen. Bäume sind auch Inspirationsquelle.
Als Lebewesen vermittelt er uns Kraft, Stille, Ruhe, Sammlung, aber auch Traurigkeit, Melancholie, alte Erinnerungen, Sorgen und Hoffnungen.

Bäume sind etwas für Körper, Seele und Geist.

Erfrischende Kreativität

 

Hang On.
Wer ein Baumhaus baut, erfüllt Kindheitsträume. Wer träumt nicht einmal davon, im sinnlichen Kontakt mit der Natur, den verschiedensten Tieren zu lauschen und mit waldigen Gerüche morgens aufzuwachen. Draußen unter freiem Himmel schlafen, komplett aus dem Alltag raus sein. Nachts hören, was man in einem geschlossenen Raum einer Wohnung sonst nicht hört.

Baumhäuser in Kanada, Neuseeland und Südafrika.

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Für dieses Haus suchte jemand in Kanada einen Mitbewohner.

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Geduld ist alles

Nicht rechnen und nicht zählen,
sondern reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen
des Frühlings steht.
So als würde dahinter
kein Sommer kommen.
Er kommt doch.
Aber nur zu den Geduldigen,
die da sind, als würde die Ewigkeit
vor ihnen liegen.
Ich lerne es täglich
unter tausend Schmerzen,
denen ich dankbar bin:
Geduld ist alles.

Rainer Maria Rilke

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Das Haus des Designers Anthony Gibbons.

baumhausrestaurant auckland neuseeland

Restaurant Auckland, Neuseeland

baumhotel suecia mirrorcube

Baumhaus Mirrorcube

suedafrika baumhaus

Lion Sands Game Reserve in Südafrika

Noch mehr Holz. Das größte Baumhaus der Welt

Das Minister’s Tree House in Crossville (Tennessee, USA) wurde einem Priester gebaut, der dank einer Vision durch die direkte Anweisungen von Gott daran arbeitet. Das sagt er zumindest.

Horace Burgess begann vor etwa 18 Jahren mit der Arbeit an seinem Baumhaus.

“I was praying one day, and the Lord said, ‘If you build me a treehouse, I’ll see you never run out of material.”‘

Mittlerweile versenkte er um die 258.000 Nägel in sein Baumhaus, das er fast ausschließlich aus gefundenen und wieder verwerteten Materialien errichtet hat. Lediglich weitere 12.000 Dollar sind in sein Projekt geflossen. Das Bauwerk misst stolze 30 Meter in der Höhe und wird auf etwa 740-930 Quadratmeter Fläche geschätzt. Ganze 10 Etagen sind es bis zum obersten Glockenturm, der allein 2,5 Tonnen wiegt. Zentraler Bestandteil der Architektur ist eine 24 Meter Weißeiche die von 6 weiteren Bäumen unterstützt wird. Doch das echte Fundament, sagt Burgess, sei Gott selbst.

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Ein kahler Baum trägt keine Früchte

meditieren

Schüler in Peru während ihrer Meditation.

Schau dich an, wie du bist. Akzeptiere dich genau so, wie du bist. Du bist liebenswert
und grenzenlos, und zwar unabhängig von gegenwärtigen Lebensumständen oder Aussehen.
You are loved.

Jeden Tag einen Faden weben, und schließlich kann es nicht mehr reißen.
Ich bin so. Ich bin, wer ich bin. Jeder ist einzigartig Jeder ist so, wie er ist.
Akzeptieren wir das.

 

Lernte jedes Kind im Alter von acht Jahren zu meditieren,
gäbe es eine Generation weiter keine Gewalt mehr.

(Dalai Lama)

Warum können wir eigentlich nicht an unseren Schulen in so etwas „Neues“ gehen?

Gestern unterhielt ich mich im Bonner „Wohnzimmer-Cafè“ mit Jerome. Jerome findet, dass  sein Schulkamerad Arno, der  ihm immerhin seinen Bleistift gestohlen hat, auch überhaupt nicht rechnen kann. Jerome geht in die zweite Klasse und erzählte mir schon eine Menge über die Note 6, obschon es erst in der dritten Klasse Noten für ihn geben wird. Ein älterer Herr schaute ihm tief in die Augen und maunzte zu allem Überfluss:  „Wa-a-a-s eine Note 6? Nee, mein Junge, das geht  aber gar nicht. Mit einer Note 6 bist du ein Nichts“.

Der Herr erzählte von seinen beiden erwachsenen Söhnen, die erfolgreich seien und in mega-verantwortlichen Chef-Etagen emsig schuften. Und überhaupt Probleme hätten wir nur, weil es zu viele Studenten gäbe, die alle studieren, was sie wollten. Ähm? Wirklich? Seit wann studieren Studenten, was sie wollen?…yippie…Mitgefühl..Martina. Mitgefühl reduziert Meinung.  So blieb es bei meiner Frage,  ob seine Söhne glücklich seien?  „Klar, die sind sehr glücklich, die sitzen in besten Jobs und haben ganz viel zu tun. Als Ausgleich ginge einer seiner Söhne zur Jagd. Ein wenig „Herumballern“. Jerome zeigte sich sichtlich beeindruckt. Ich machte ein Noten-sind-doof-Gesicht.

—  So geht`s los, dachte ich, und vermutlich beginnt der Stress schon viel früher, dachte ich auch noch. Das ist es, was zählt. Ich bin kaum in der Schule, schon b i n ich eine Note, die darüber entscheidet, ob ich gut, normal bin, oder mich schlecht zu fühlen habe. Und schon beginnt die Reise mit der Energie und der Bewegung. So wächst sie heran – die unbewusste Angst, in die Lebendigkeit zu gehen.Und irgendwann müssen Wunder geschehen, damit Jerome den Ort in sich wiederfindet, an dem buchstäblich alles möglich ist. Ist das in Harmonie mit allem sein?

Werde, wer du bist.

Klingt gut. Mein Herz ploppt. Muss leider backen. Bestimmt fällst du gleich auf die Nase, wenn du dich ausprobierst! Wir sind doch alle die Tollsten und Schönsten und Erfolgreichsten. Yippie!

Kein Mensch beginnt, er selbst zu sein, bevor er nicht seine Vision gehabt hat, sagen die Ojibway-Indianer.

 

Wo sind sie, die geschützten Räume, in denen man Neues ausprobieren kann, wenn es peinlich ist? Wo darf man „Gefährliches“ sagen? Sich trauen, Abweichendes zu sagen, wo denn laut seine Gefühle zeigen? Wo sind die Räume, in denen es nicht darum geht, einen „guten Eindruck“ zu machen? Wo können wir experimentieren? Wie soll man in diesem Bewertungssystem von Leistung und Noten ab der 3. Schulklasse herausfinden, was mit unserem Bedürfnissystem übereinstimmt? Wie sollen denn Kinder mit sich in Kontakt sein können, wenn sie bereits im Kleinkindalter unter Versagensängsten leiden? Selbstverantwortung statt Vermeidungsstrategien lernen – nicht nur cool tun?

schueler von heute

„Mist, alles vermatscht! Müüüüde.

Und  gerade  eben lausche ich erneut. Eine Oberschullehrerin  sitzt einen Tisch weiter und erzählt. Kaffeegespräche. “ Siehst du“,sagt sie zu ihrem Schüler, „du hast jetzt drei Sechsen, dann wartet noch die Vokabelarbeit auf dich. Die Aussichten stehen sehr schlecht für dich.“ Mit Sechsen sei das immer so ein Ding. Ich bin da ganz hart, meint sie zu ihren Freundinnen. Mit einer Sechs bist du schnell weg, oft weil ein  Punkt fehlt. Sie bekam eine Arbeit vom Schüler gereicht, die  war „hingerotzt“, sagte sie. Die Arbeit war „unkorrekt“. Tja, dann hat er die „Quittung“ bekommen. In der Oberstufe zählen Punkte. Null oder ein Punkt mache einen großen Unterschied, der über Ja-Klageschutz oder Nein entscheidet.
Das Problem:  du hast wirklich schlechte Schüler. Viele Lehrer trauten sich aber nicht, sie gingen  dem  Kampf mit den Eltern lieber aus dem Weg, vergeben lieber eine Note Vier minus , dann hast du Schüler  mit einer Vier minus in drei Hauptfächern, die in das nächste Schuljahr wechseln und dort schaffen sie es noch weniger, zischte sie.  Sie scheuten den Konflikt. Keiner der Lehrer traue sich schlechtere Noten zu verteilen, damit bloß keiner mal ein Jahr wiederholt in diesem System. Sie wisse gar nicht, warum?

Fabelhafte Schulwelten.

Es ist sicherlich noch sehr viel komplexer, dachte ich zuhörend. Und vermutlich muß man so manchem Schüler erzählen, dass auf dem Mond ne` Limo steht, damit er sich für ihn interessiert, aber ich fragte mich schon, warum es nur um Noten ging. Ich hätte gerne mehr darüber gehört, in welchen  Lernschwierigkeiten das Kind steckt.  Und ich fragte mich, unter welchen Bedingungen lernt ein Kind  gut? Braucht es eines solchen Bewertungssystems als „Antreibemodell“?

Denke ich zu romantisch?

Später dann fragte ich sie.  Nein, erziehen müsse sie nicht mehr an der Oberschule, obschon es darauf ankäme, in welchem Viertel einer Stadt man unterrichte. Aber letztlich ginge es  auf der Oberstufe mehr darum, Prüfungen zu bestehen. Die Eltern –  allen voran jene „Bildungsbürger“ –  seien da eher das Problem, die um jeden Preis wollen, dass ihr Kind kein Schuljahr wiederholt. Die Respektlosigkeit sei ein weiteres Problem, erklärte sie mir. Doch, doch, man bespreche die Verteilung von Sechsen schon mit seinen Kollegen. Zumeist erhält man ein Schulterzucken, ein Lass es lieber, es  erspart dir Ärger folge zumeist. Wenn man Pech habe, stünde nicht einmal die Schulleitung hinter einem. Und es brauche jemand, der einem den Rücken stärke im Umgang mit Eltern, die mit Rechtsklagen drohen. Hinzu kämen die Beschlüsse vom Ministerium, die sie als Lehrer umzusetzen hätten. Sie seien vielfach fern jeglicher Realität.  Man könne aber als Beamter nichts machen.

Der Beamtenstatus gehöre ihrer Ansicht nach abgeschafft, sorge er für Trägheit bei den Lehrern. Es gäbe keine Aufstiegschancen, egal, ob man Überstunden mache oder sich besonders engagiere, es spiele überhaupt keine Rolle, man bekäme sie weder bezahlt noch in anderer Form anerkannt. Ihrer Meinung nach sei das  ein Motivationskiller, da könne man mit noch so viel Idealismus seinen Job antreten. Fehlender Rückkhalt von der Schulleitung. Fehlender  Respekt der Schüler. Eltern, die sofort mit Klage drohen, aber ansonsten nicht mehr viel mitbekommen, was  ihre Kinder tun, killt Idealismus. So viele Scheidungskinder gäbe es, oder die Eltern steckten beide im Stress ihrer Arbeitswelten und Karrieren fest.  Hinzu käme, viele der Lehrer wählten ihren Job wegen Perspektivlosigkeit. Es gäbe für Frauen mit Kindern  – trotz  der Ganztagssschulen – keinen besseren Beruf, um Job und Kind unter einen Hut zu bringen. Als Frau in der freien Wirtschaft wäre ihre Situation mit Kind ein völlig andere. Aus dem Kaffeegespräch einer Lehrerin in ihren ersten Jahren des Schuldienstes.

 

gegenwart
Brutal. Könnte es sein, das dieses Wort zutrifft? Brutal der Leistungsdruck?
Werden die Mutigen dort schon gebrochen? Sind Lehrer nur noch Aussortierer? Sind Noten wirklich aussagekräftig, oder teilen sie Kinder nur in Gewinner und Verlierer ein?
Lernen für Prüfungen.

Lernt man unter diesem Druck Sozialkompetenzen?

Noten, die nicht hinderlich sind für Eltern, so lange sie gut sind.

Wie viele saßen schon zu meiner Studienzeit an der Uni und trauten sich nicht, etwas zu sagen, aus Angst etwas Falsches zu sagen. Jene Seminare mutierten oftmals zur One-Man-Show. Wer bekam gute Noten? An den Universitäten, derjenige, der über Themen referierte, die dem eigenen Professor nah waren. In Form einer Literaturliste waren sie größtenteils vorgegeben. Das Kaufen von Büchern des  eigenen Professors war quasi Pflichtprogramm, wollte man gute Noten bekommen. Studenten des Faches Jura stahlen  Prüfungsvorbereitungs-Kopiervorlagen, um sich für jene Prüfungen Vorteile zu verschaffen. Indiviudalität in ganz spezieller Ausfertigung.

Da liest sich doch der Humanismus von Goethe und Schiller gleich doppelt gut. Sturm und Drang? Werde, wer du bist? Dass ich nicht lache. Selbstanforderungen basieren einzig auf Fremdanforderungen. Gehorsam wird belohnt. Egoismus und Durchbeissen ebenso.  Vermeidungsstrategien entwickelt. Schnell durch`s Studium und ab in die Arbeitswelt, wo es ähnlich weitergeht. Weg ist er, der Raum für kreativen Selbstausdruck. Der Marktplatz Leben fordert sein Tribut. Welche Gesellschaft streckt die Hände nach denen aus, die  an den Rändern leben und lädt sie immer wieder ein? Welche „Kirche“ dehnt die Liebe auf alle aus? Welche Gemeinschaft von Menschen, ob Familie, Schule, Beruf ist entschlossen, über die Angst hinauszugehen? Mein Kind spricht mit vier Jahren drei Sprachen. Mein Kind kann schon mit einem Computer umgehen? Wessen Ängste sind das eigentlich? Die der Kinder oder die der Eltern?

Der indische Weisheitslehrer Jiddu Krishnamurti sprach vor langer, langer Zeit bereits von „geistigen Entstellungsprozessen“ mit Blick auf unser Bildungssystem.

Interessant für mich jenes Kaffeegespräch, unterhielt ich mich gerade einen Tag zuvor mit einer studierten Mutter, die sich ganz bewusst für ein Mutterleben  in den ersten Jahren ihres Kindes entschied. Sie habe sich häufig ihrem Umfeld gegenüber erklären müssen, erzählte sie mir und gerade anderen Müttern gegenüber, weil  sie kein Schlüsselkind  heranziehen wollte. Sie könne daran nichts „Langweiliges“ erkennen.  Nein Anerkennung habe sie als  Mutter in ihrem täglichen „Rund-um-die- Uhr-Arbeitseinsatz“ nicht erfahren. Ihr Mann komme – da Pendler –  spät am Abend nach Hause, aber immerhin haben beide zu einer Wochenend-Ehe Nein gesagt. Das tägliche gemeinsame Abendessen halte sie für wichtig, auch um dem Kind einen Hauch von Familie zu geben, so wie sie es aus ihrer Kindheit kannte. Und sie sei irgendwie auch froh, dass ihr Mann den Job fern der Wohnstadt habe, denn hier vor Ort seien längst alle entlassen. Sie habe sich gerne ehrenamtlich im Kindergarten engagiert und darum bekam sie mit, wie viel Stress es mitunter für Kinder bedeutet, einen ganzen  lauten Tag in dem Umfeld Kindergarten zu verbringen. Es ist eben nicht das Zuhause von Kindern. Es ist keineswegs nur Entspannung und zwangsläufig förderlich, meinte sie. Und sie habe auch erlebt, wie gestresst berufstätige Mütter mitunter ankämen, wenn sie ihre Kinder abholten. Und klar hätten Männer kein wirkliches Bild davon, was ihre „Hausmütter- Ehefrauen“  täglich leisten. Die  haben ihren Job als „Ausgleich“, sehen ihre Kinder für eine Stunde. Parallel  zu den auf sie einprasselnden Fragen der Kinder halten sie gleichzeitig die Fernbedienung des Fernsehers in  ihrer Hand oder sie sitzen vor dem Computer  – auch sie wollen vom Arbeitsallag „abschalten“.

Mir scheint, die Flügel, die dieser Generation gegeben wurden, werden allmählich müde.

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Denkschablonen

 

Neues – Meditation an Schulen?

 

Das Leben ist nicht planbar, und doch wird es uns ständig eingeredet. Etwas auszuhalten, scheint fast unmöglich. Tausend Strategien der Ablenkung folgen, wenn etwas schief läuft. Der Zustand des Nicht-Wissens, der eigentlich wach und lebendig macht, verunsichert derart, dass wir uns lieber  mit vorgefertigten Bildern im Kopf , wie etwas zu sein hat, das Leben erschweren. Wir brauchen, wir wünschen, wir fordern, wir schreiben fest  – bis sich die letzte Emotion erschöpft hat.

Vergleiche, Verunsicherung, Veurteilungen, Zweifel, Resignation – aber die Frage, wo wir uns JETZT gerade in unserem Leben befinden, die stellen wir uns nicht. Schmerz wird verdammt. Untergangspropheten wird geglaubt.

 

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Eine Schule der Ermutigung.
Erkennen, was die „Wahrheit“ über mich selbst und andere ist.
Wenn Meditation hilft, in die eigene Kraft zu kommen, warum nicht? Eigenschaften, die  immer schon in uns steckten, pflegen. Sich nicht als weniger Vollkommen erleben. Alle seine Seiten umarmen lernen. Üben im Geben und Nehmen, im Führen und Nachfolgen, im Sprechen und Zuhören, im Handeln und Nichthandeln. Das zu teilen, was man hat, statt Habgier und all die anderen lieblosen Alltagstaten. Nicht mehr länger  Angst als Sprachrohr.

Fühlen 
und nicht automatisiertes oder unbewusstes Reagieren.

Fehler machen,
nicht Perfektion.

Das Wesen der Meditation ist leicht und liebevoll – und nicht Kampf und Krampf. Wahrnehmen, ohne zu bewerten. Fühlen, ohne etwas damit zu tun. Keine Gefühle vermeiden, auch nicht die unangenehmen.

Anstatt Wünsche aufzugeben oder unser Leben zu kontrollieren, regen die Veden an, das zu vertiefen, was uns wirklich interessiert. Wenn wir das tun, was wir wirklich möchten, sind wir motiviert und kommen in den Fluss.

Den Raum zwischen den Gedanken finden. Sanft und mühelos. Stille finden, die bereits da ist. Lernen, was wir eigentlich schon können. Oder einmal konnten. — Vergessen haben in der Welt des Machbarkeitswahns  und des Rückzuges, weil wir womöglich verletzt, enttäuscht und beschämt wurden.

Es heißt, Gefühle sind die Sprache der Seele. Wenn wir fühlen, sind wir uns selbst am nächsten, sind wir unserer Wahrheit am nächsten. Wenn wir herausfinden wollen, was wahr für uns ist, brauchen wir nur auf unsere Gefühle hören.

Die Probleme beginnen dort, wo wir anders sein wollen oder andere uns anders wollen, als wir sind. Sie beginnen dort, wo wir bewerten, wo wir uns selbst verurteilen.  Sie beginnen, indem wir uns von Erfahrungen abspalten,  legen wir damit einen unbewussten Berg unterdrückter Gefühle an.

Angst kann niemals Liebe hervorbringen.
Wo lernen Kinder, dass sie sich JETZT nicht entscheiden müssen. Sie warten können, bis ihre Angst vergeht?
Dass sie sich nicht friedvoller fühlen werden, wenn sie aus der Angst heraus, eine Entscheidung treffen.
Tatsächlich nur noch mehr Wut empfinden.
Das Ego uns zwar ständig Versprechungen macht, es aber keine Lösung bereithält,
für irgendeinProblem unseres Lebens.
Damit keine Missverständnisse aufkommen, ich plädiere  nicht dafür, dem Ego und der Angst den „Kampf“ anzusagen.
Weder das Ego noch die Angst gilt es loszuwerden, sondern ihrer gewahr zu sein und sie anzunehmen.
Ich sehe, was du tun willst Ego. Ich werde darüber nachdenken.
Aber im Moment will ich mich dafür öffnen, dass es noch andere Perspektiven gibt.
Ich sehe, dass du Angst hast. Es ist in Ordnung.
Liebevoll statt angsterfüllt.
Es ist in Ordnung, Angst zu haben.
Es ist in Ordnung, die Antworten nicht zu wissen.
Die Liebe lässt los.
Die Angst kontrolliert.

Blockaden beginnen in unserem Herzen. Jede.

Das Herz zeigt jedem Menschen seinen eigenen Weg.

 

 

 

Geschichten gibt`s…

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Südafrika, Foto: Kunze

 

„Als ich letzte Nacht nach Hause kam und meine Frau das Abendessen auf den Tisch stellte, nahm ich sie bei der Hand und sagte: Ich muss dir etwas sagen. Sie setzte sich hin und aß stumm. Ich konnte wieder den Schmerz in ihren Augen sehen.
Plötzlich wusste ich nicht, wie ich es ihr sagen sollte. Doch ich musste sie wissen lassen, was ich dachte. Ich will die Scheidung. Ruhig schnitt ich das Thema an. Sie schien über meine Worte nicht erbost zu sein, stattdessen fragte sie mich sanft: Warum?

Ich wich der Frage aus. Das machte sie wütend. Sie warf ihre Ess-Stäbchen weg und schrie mich an: Du bist kein Mann! In dieser Nacht sprachen wir nicht mehr miteinander. Sie weinte. Ich wusste, sie wollte herausfinden, was mit unserer Ehe geschehen war. Doch ich konnte ihr kaum eine zufriedenstellende Antwort geben: Sie hatte mein Herz an Jane verloren. Ich liebte sie einfach nicht mehr. Sie tat mir nur noch leid!
Mit tiefen Schuldgefühlen entwarf ich eine Scheidungsvereinbarung, nach der sie unser Haus, unser Auto und einen 30% Anteil meiner Firma erhalten sollte. Sie schaute darauf und zerriss sie. Die Frau, mit der ich zehn Jahre meines Lebens verbracht hatte, war plötzlich eine Fremde. Es tat mir leid um ihre verschwendete Zeit und Energie, doch ich konnte nicht zurücknehmen, was ich gesagt hatte, denn ich liebte Jane über alles. Schließlich weinte sie laut vor mir, was genau das war, was ich erwartet hatte. Dass sie weinte, war tatsächlich eine Art von Erleichterung für mich. Die Idee von einer Scheidung, von der ich viele Wochen lang so besessen war, schien nun fester und klarer.
Am nächsten Tag kam ich sehr spät nach Hause und fand sie am Tisch sitzend, wie sie etwas schrieb. Ich verzichtete auf das Abendessen und ging direkt zu Bett und bin schnell eingeschlafen, denn ich war müde nach einem ereignisreichen Tag mit Jane. Als ich aufwachte, saß sie immer noch am Tisch und schrieb. Mir war das egal, darum drehte ich mich um und schlief wieder ein.scheidung

Am nächsten Morgen präsentierte sie mit ihre Scheidungsbedingungen: Sie wollte nichts von mir, doch sie wollte eine Frist von einem Monat vor der Scheidung. Sie verlangte, dass wir beide versuchen, für einen Monat so normal wie möglich zusammenzuleben. Der Grund dahinter war einfach: In einem Monat würde unser Sohn seine Abschlussprüfung haben und sie wollte ihn nicht mit unserer gescheiterten Ehe ablenken.
Das war etwas, dem ich zustimmen konnte. Doch da war noch mehr. Sie bat mich darum, mich zu erinnern, wie ich sie an unserem Hochzeitstag in unser Schlafzimmer getragen habe. Sie bat darum, dass ich sie für diesen einen Monat jeden Morgen aus unserem Schlafzimmer zur Haustür tragen sollte. Ich dachte, sie wäre verrückt. Doch nur um unsere letzten gemeinsamen Tage ertragbar zu machen, stimmte ich auch dieser seltsamen Bitte zu.
Ich erzählte Jane von den Scheidungsbedingungen meiner Frau. Sie lachte laut und dachte, sie wären absurd. Welche Tricks sie auch immer anwenden würde, sie würde mit der Scheidung leben müssen, sagte sie verächtlich.
Meine Frau und ich hatten keinerlei körperlichen Kontakt gehabt, seit ich meinen Scheidungswunsch ausgesprochen hatte. Daher wirkten wir beide recht ungelenk, als ich sie am ersten Tag zur Tür trug. Unser Sohn klatschte hinter uns in die Hände, Papa hält Mama im Arm. Seine Worte taten mir weh. Vom Schlafzimmer zum Wohnzimmer und dann zur Eingangstür lief ich mehr als zehn Meter mit ihr in meinen Armen. Sie schloss ihre Augen und sagte sanft: bitte erzähle unserem Sohn nichts von der Scheidung. Ich nickte, obwohl es mich etwas ärgerte. Vor der Tür setzte ich sie ab. Sie ging und wartete auf den Bus zur Arbeit. Ich fuhr alleine zu meinem Büro.
Am zweiten Tag fiel es uns schon viel leichter. Sie lehnte sich an meine Brust. Ich konnte den Duft an ihrer Bluse riechen. Ich bemerkte, dass ich diese Frau schon lange nicht mehr näher betrachtet hatte. Ich bemerkte, dass sie nicht mehr jung war. Da waren feine Falten in ihrem Gesicht und ihr Haar wurde grau! Unsere Ehe hatte ihren Tribut von ihr gefordert. Einen Moment lang fragte ich mich, was ich ihr angetan hatte.
Als ich sie am vierten Tag hochhob, fühlte ich wie die Intimität zwischen uns zurückkehrte. Das war die Frau, die mir zehn Jahre ihres Lebens geschenkt hatte. Am fünften und sechsten Tag bemerkte ich, wie die Nähe zwischen uns wieder wuchs. Ich erzählte Jane nichts davon. Mit jedem Tag der verging, fiel es mir leichter, sie zu tragen. Vielleicht machte mich dieses tägliche „Training“ stärker.
An einem Morgen war sie dabei auszuwählen, was sie anziehen wollte. Sie probierte ein paar Kleider an, konnte aber keines finden, das ihr gefiel. Dann seufzte sie, alle meine Kleider sind mir zu groß geworden. Plötzlich bemerkte ich, dass sie schrecklich dünn geworden war. Das war der Grund, warum es mir so leicht fiel, sie zu tragen.
Plötzlich traf es mich wie ein Blitz. Sie musste so viel Schmerz in ihrem Herzen vergraben haben! Instinktiv strich ich ihr übers Haar.
In diesem Augenblick kam unser Sohn und sagte: Es ist an der Zeit, dass du Mama vor die Tür trägst. Für ihn war es ein wichtiger Bestandteil seines Lebens geworden, seinen Vater dabei zu beobachten, wie er seine Mutter zur Tür trug. Meine Frau winkte unseren Sohn zu sich und umarmte ihn fest. Ich musste meinen Blick abwenden, denn ich hatte Angst, dass ich womöglich in der letzten Minute meine Meinung noch ändern könnte. Ich hielt sie in meinen Armen und wir liefen aus dem Schlafzimmer, durch das Wohnzimmer in den Flur. Ihr Arm lag sanft und vollkommen natürlich um meinen Hals. Ich hielt ihren Körper fest und es war genau wie an unserem Hochzeitstag.
Doch ihr geringes Gewicht machte mich traurig. Als ich sie an unserem letzten Tag in meinen Armen hielt, konnte ich kaum einen Schritt machen. Unser Sohn war schon zur Schule gegangen. Ich hielt sie fest, und sagte ihr, dass ich nicht bemerkt hatte, dass es unserem Leben an Nähe gefehlt hatte. Ich fuhr zum Büro… sprang aus dem Auto ohne die Tür zu verschließen. Ich hatte Angst, dass auch nur das geringste Zögern mich dazu bringen könnte, meine Meinung zu ändern… Ich lief nach oben. Jane öffnete die Türe und ich sagte: Es tut mir leid Jane, aber ich will die Scheidung nicht mehr.
Sie sah mich erstaunt an und berührte meine Stirn. Hast du Fieber, sagte sie. Ich nahm ihre Hand von meiner Stirn. Es tut mir leid Jane, sagte ich, ich werde mich nicht scheiden lassen. Meine Ehe war so langweilig gewesen, weil sie und ich die kleinen Dinge unseres Lebens nicht geschätzt haben, nicht weil wir uns nicht mehr liebten. Mir wird klar, dass ich sie, seit ich sie an unserem Hochzeitstag über die Schwelle unseres Hauses getragen habe, halten soll, bis dass der Tod uns scheidet. Jane schien plötzlich aufzuwachen. Sie gab mir eine schallende Ohrfeige, schlug die Tür zu und brach in Tränen aus. Ich lief hinunter und fuhr fort. Auf dem Weg hielt ich an einem Blumenladen an und bestellte einen Blumenstrauß für meine Frau. Die Verkäuferin fragte mich, was sie auf die Karte schreiben sollte. Ich lächelte und schrieb es selbst: Ich werde dich jeden Morgen über die Schwelle tragen, bis der Tod uns scheidet.
Am Abend kam ich nach Hause, hielt die Blumen in meinen Händen und hatte ein Lächeln im Gesicht. Ich fand meine Frau im Bett – sie war tot. Meine Frau hatte seit Monaten gegen KREBS gekämpft und ich war mit Jane zu beschäftigt gewesen, um es überhaupt zu bemerken. Sie wusste, dass sie bald sterben musste und sie wollte mich vor einer möglichen negativen Reaktion unseres Sohnes schützen, wenn ich die Scheidung durchgeboxt hätte. Zumindest in den Augen unseres Sohnes bin ich ein liebender Ehemann…
Die kleinen Dinge des Leben sind es, die in einer Beziehung wirklich wichtig sind. Es ist nicht das Haus, das Auto, der Besitz oder das Geld auf der Bank. Sie können dazu beitragen, ein Umfeld zu schaffen, das Glücklichsein fördert, doch alleine können sie nicht glücklich machen.
Deshalb nimm dir die Zeit, um deinem Partner ein echter Freund zu sein und macht diese kleinen Dinge füreinander, die Nähe schaffen. Habt eine glückliche Ehe!
Wenn du das hier nicht teilst, wird dir nichts passieren.
Doch wenn du es tust, rettest du damit vielleicht eine Ehe. Viele Misserfolge im Leben passieren, weil Menschen nicht bemerken, wie nah sie dem Erfolg waren, als sie aufgegeben haben.“

„Gib die Liebe, die du gefunden hast, nicht auf. Sie ist ein seltenes Geschenk und wir sollten sie hegen und pflegen, selbst wenn wir gestresst und wütend sind.“

Mich erreichte diese Geschichte gestern über eine Leserin.
Ich teile sie gerne
.

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Großes und Kleines

galapagos schildkroeten

Geochelone elephantopus. Riesenschildkröten fangen auch mal klein an.

 

Wer  den englischen Buchautoren Terry Pratchett mit seinen Scheibenwelten-Romanen kennt, in denen
die Schildkröte Groß-A-Tuin durch den interstellaren Ozean schwimmt  – sie  aus dem Nichts kommend – und über die
vielen anderen Himmelsschildkröten stolpert, denen das Schicksal neue Welten auf den Rücken legt und über den Magier Rincwind
stolpert, der seine Stelle an der unsichtbaren Universität verliert, weil er von einem geltungssüchtigen Zauberspruch befallen wird,
der fühlt  sich für mindestens zwei Augenblicke an die Schöpfungsmythen der Maya erinnert.
Seine Scheibenwelt ruht auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Riesenschildkröte.
Vielleicht hat er sich ja tatsächlich in seinen Geschichten von den Mythen der Maya inspirieren lassen?

 

Maya 127

Itzamnà, der Sohn Hunapu`s, der Gott über Mais und Kakao. Als Sonnengott herrscht er über Tag und Nacht. Yucatan, Mexico, Foto: Kunze

 

Dort spielt die Schildkröte eine große Rolle. Im Popol Vuh, dem „Buch des Rates“,  dem heiligen Buch der Quichè- Maya  sind uralte Überlieferungen enthalten, die im gesamten Maya-Kulturraum verbreitet waren. Der Schöpfungsmythos der Maya, die Gründungsgeschichte des Quichè-Reiches bis hin zu ihrem göttlichen Ursprung.

Eine davon erzählt: Hun Hunapù, der Vater der Zwillinge Hunapú und Ixbalanqué wird in der Unterwelt getötet. Doch mit Hilfe der Söhne wird ihr Vater Hun Hunapù wiedergeboren.  Nicht zu verwechseln mit Hunab Ku, dem Gott aller Götter, dem Schöpfer des Universums.

Hun Hunapù entsteigt in bildhaften Darstellungen der Maya einem Schildkrötenpanzer. In manchen der Mythen ruht die Erde auf einer im Ozean treibenden Schildkröte. Das Sternbild Orion ist für die Maya eine Schildkröte.  Drei Sterne des Orions sind eng mit den „Drei Sternen der Schöpfung“ verbunden. Der Vater der Zwillinge war jener, der das Schöpfungsfeuer errichtet hatte.

Die Untwelt bestand aus neun Schichten. Sie war von den schrecklichen Xilbalbas bewohnt. Über sie herrschte Gott Came. Came wurde während eines dieser berühmten Ballspiele von den Zwilingen besiegt.

Die Verbindung zwischen Orion und dem  Schöpfungsfeuer wurde in den modernen Maya-Mythen bewahrt. Jedes Jahr am 13. August, dem Jahrestag der Schöpfung, erscheint Orion am Himmel nahe dem Punkt, an dem die Milchstraße die Ekliptik kreuzt. Kurz vor der Dämmerung erreicht er seinen höchsten Stand. Genau dort wurde der Maisgott geboren.

Die Schöpfung wurde bei den Maya durch vier Ecken, vierfaches Abmessen, vier Pfosten in den Himmel, auf die Erde, die vier Seiten, die vier Ecken ausgedrückt.

Der Himmel bestand für die Maya aus dreizehn Himmel. In jedem der Himmel herrschte ein anderer Gott.
Sie lebten jeden Tag mit ihren Göttern.

Die meisten Gottwesen der Maya hatten Menschengestalt und bestimmte Attribute. Ein und dieselbe Gottheit konnte sowohl gut als auch böse, sowohl weiblich als auch männlich und jung oder alt erscheinen. Chac war der Regengott. Kulcucàn war der gefiederte Schlangengott, den die Azteken Quetzacoatl nannten.  Der Wacah Chan der Maya, ihr Weltenbaum trug Äste in den Himmel. Seine Wurzeln reichten in die Unterwelt. Seelen konnten in den Himmel und die Unterwelten wandern.

In Uxmàl, ausgesprochen OOSH-mahl, eines der bedeutendsten Maya-Stätte auf der Halbinsel Yucatan, existiert ein Schildkrötenhaus. Es ist mit einer Reihe von Schildkröten verziert. Schildkröten sollten in der Vorstellungswelt der Maya auch Regen anziehen. Uxmàl bedeutet “ dreimal“, dreimal ernten, dreimal errichtet und bezieht sich auf die Pyramide, die in den Jahren der klassischen Puuc-Ära „aufgestockt“ wurde.
Und auch im Hinduismus ist die Schildkröte das, was die Taube für das Christentum darstellt. Der mächtigste Gott Vishnu verwandelte sich einst in eine  Kurma, eine Schildkröte. In Bangkok gibt es ein Schildkröten-Kloster. Dort leben Tausende von Schildkröten. Thailand meditiert all seine schlechten Gedanken, Krankheiten und familiären Probleme in eine Schildkröte seiner Wahl. Sie sind dann mit einem Leukoplaststreifen mit Schriftzeichen auf dem Panzer versehen. Wer sich für die Mythologie von Schildkröten und vieles mehr über sie interessiert, auf  Schildi24 gibt es  Interessantes nachzulesen.

Riesenschildkröten auf den Galapagos-Inseln

14 Unterarten gibt es von ihnen. Sie werden über 150 Jahre alt und können
über 270 Kilo wiegen.
Sie paaren sich im Alter von 20 bis 30 Jahren während der Regenzeit von Januar bis Juni.
Ihre zwei bis drei Eier, die die Grösse von Tennisbällen haben, legen sie in trockene Gebiete
in 30 cm Tiefe ab. Über das Geschlecht der Schildkröte entscheidet die Wärme im Nest.
Bei über 30 Grad schlüpfen mehr Weibchen. Vier bis acht Monate beträgt die Brutzeit.

Schildkröten auf der Südhalbkugel der Erde sind Halswender.
Sie krümmen ihren Hals s-förmig und legen so den Kopf waagerecht unter den Panzer.

Europäische Schildkröten sind Halsberger. Sie ziehen den Kopf in den Panzer und krümmen dort erst ihren Hals s-förmig.

Durch die Menschen und seine eingeschleppten Haustiere sollen bereits drei Hauptarten ausgestorben sein. Weitere sechs Unterarten vom Aussterben bedroht.

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Wikipedia

Galapagos, die verzauberten Inseln

Die  etwa 130 Inseln in Ecudador gelten als Tierparadies. Nirgends sonst kann man mehr Tierarten finden.

Sie liegen etwas 1000 Kilometer vor dem Festland im Pazifischen Ozean.

Bekannt wurden die Inseln durch den Forscher Charles Darwin.

Die wichtigste ist die Isla Santa Cruz.

1959 wurden die Galapagos Inseln zum Nationalpark erklärt.

Neben Riesenschildkröten trifft man auch auf Haie, Pelikane und Silberreiher, Pinguine,

Darwinfinken, Kuckuck, Sumpfohreulen, Grüne Meeresschildkröten, Rochen, Seelöwen, Delfine, Albatrosse und armlange Leguane.

Tropische Bananenpalmen, karibische Strände, kilometerlange Lava-Tunnel, der Himmel blitzblau, das Meer kristallklar.

80.000 Besucher jährlich belasten die Inseln nicht wenig. Sie bezahlen, um etwas zu sehen, was noch so ist wie früher, als die Menschen

nicht hinflogen.

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Panorama Blick auf die Inseln. 25.000 Menschen leben auf den Inseln. Weltkulturerbe der UNESCO   Quelle: Google

Die Galápagos-Inseln liegen auf einer ozeanischen Platte (Nazca-Platte), die sich wärend eines Jahres etwa 7 cm nach Südosten unter die Südamerikanische Kontinentalplatte schiebt. Durch Hot Spots, das sind Gebiete mit hoher Wärmeströmung im Erdmantel, kommt es in unregelmäßigen Abständen zum Aufsteigen von Magma. Diese submarinen Vulkane können schnell bis über den Meeresspiegel anwachsen. Auf diese Weise entstanden die Inseln.
Über 200 Jahre wurden hier Aufzeichnungen gemacht und es wurden nicht weniger als 50 grössere Eruptionen verzeichnet.

 

galapagose

Wikipedia

Die Inseln Santiago, Santa Cruz, San Cristóbal, Floreana und Pinta sind zwar noch als Vulkane erkennbar, jedoch meistens mit erodierten Formen und dichtem Pflanzenbewuchs. Auf den kleinen östlichen Inseln Espanola, Santa Fe, Plaza und Seymour sind kaum noch vulkanische Formen zu erkennen. Sie sind mit 4 Millionen Jahren die ältesten Inseln des Archipels, was nach geologischem Maßstab aber sehr jung ist

 

 

 

 

schildkröte gigante Galapagos

Galapagos.  Im Sudan  saß ich auch mit einer Riesenschildkröte neben einer Teefrau. Es gibt sie auch dort, wenn auch nicht in so großer Zahl wie auf den Galapagos-Inseln. Fotos Schildkröten:  privates Archiv, Mexico,  gracias

Landschildkröten existieren vermutlich seit 250 Millionen Jahren. Sie haben im Laufe der Erdgeschichte alle Widrigkeiten überstanden. Weder Naturkatastrophen noch Klimawandel wie die Eiszeit konnten ihnen etwas anhaben – im Gegensatz zu den Dinosauriern. Schildkröten sind anpassungsfähig.

Der größte archäologische Fund eines Schildkrötenfossils ist an die 70 Millionen Jahre alt. Das Skelett einer urzeitlichen Wasserschildkröte ist vier Meter lang und stammt aus South Dacota/USA. Anschauen kann man es sich im Naturhistorischen Museum in Wien.

 

schildkroete nilpferd

Zwei, die sich mögen. Das sind nicht die Galapagos-Inseln.

Schildkröten sehen sehr gut. Sie können Farben sogar besser unterscheiden als Menschen.
Sie können auch sehr gut riechen. Ihre Geruchsrezeptoren befinden sich im Rachen.
Über den Duft erkennen Schildkröten nicht nur ihr Fressen, sondern auch ihre Partner

Bei manchen Schildkrötenarten können die Weibchen den Samen des Männchen speichern,
sodass sie über Jahre ihre Eier befruchten können.

schildkroeten wasser

 

schildkröte

 

 

Maya-Kalender: Nahuales

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Bakal, 70 Jahre.

Hablatun – eine Zeiteinheit bei den Maya.  Sie entspricht annähernd 1.3 Milliarden Jahre.  Wir unterteilen unsere Zeit in ein christlich-abendländisches Denken. Lass ich die Bibel im Zeitraffer an mir vorbeilaufen, lebte Jesus vor ungefähr 2000 Jahren. König David vor rund 3000 Jahren. Jakob vor etwa 4000 Jahren. Noah vor 5200 Jahren. Lamech vor 6000 Jahren und Adam vor 7000 Jahren.

 

Hippolyt von Rom, strenger Gegenbischof von Calixt I.  (etwa160 – 235 n. Chr.), interpretierte die Maße der Bundeslade prophetisch. Sie enthält die Steintafeln Moses. Der Kirchenvater setzte die Elle mit einem Jahrtausend gleich. Fünfeinhalb Ellen machen 5.500 Jahre.  Nach seinen Berechnungen schuf Gott die Welt also vor 5.500 Jahren vor Christi Geburt. Wann geht die Welt unter. Nach der Bibel entspricht ein Tag tausend Jahre. Nach Hippolyt sollte die Welt 500 Jahre nach Christi Geburt untergehen. Wie wir alle sehen, endete die Welt nicht, auch nicht am 21.12.2012.  Eine Apokalypse, wie sie in der Offenbarung der Bibel erscheint, gibt es bei den Maya nicht. Es gab sie auch nie für den 21.12.2012.  Es gibt heute sogar Wissenschaftler, die meinen, man sei von einem falschen Startpunkt des Maya-Kalenders der „Langen Zählung“ ausgegangen. Das Ende des großen Zyklus müsse um 208 Jahre nach hinten verschoben werden.

Jeder Kalender bezieht sich auf ein besonderes Ereignis: In der Nordkorea beginnt der Kalender im Geburtsjahr des Politikers Kim Il Sing (1912). Der islamische Kalender startet mit der Pilgerfahrt des Propheten Mohammed von Mekka nach Medina. Und unsere Jahreszählung beginnt mit der Geburt Christi. In Äthiopien fand das neue Jahrtausend sieben Jahre und sechse Monate nach unserer Feier statt.

Die Maya kennen 17 verschiedene Kalender, auch den Tzolk’in Cholq’ij. Einige der exakten Aufzeichnungen erstrecken sich über mehr als zehn Millionen Jahre.

Unsere Vorstellung von Zeit ist linear. Dieses Denken ist den Maya fremd. Sie denken Zeit zyklisch. Wenn sich die Erde einmal um die eigene Achse gedreht hat, endet für die Maya ein Tag.  Der Zeitzyklus Uinal ist vergleichbar mit einem Monat. Ein Jahr bzeichnet eine Umrundung unseres Zentralgestirns durch die Sonne. Und auf den letzten Tag des Jahres folgt wieder ein neuer Tag des neuen Jahres. (Andereas Fuls, Doktorarbeit, Berlin). Er endete nicht 2012, sondern erst im Jahr 2220. Für die Maya folgt darauf kein Ende,  sondern ein neuer Zyklus. Für die Maya gibt es keinen Schlusspunkt. Ebenso ist für sie die Geschichte des Alls endlos.

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Die Kalenderschreiber, Contadores del tiempo, der Maya betrachteten den 21. Dezember 2012 als Tag der Wiedergeburt, als den Beginn der Welt der Fünften Sonne 8Bewusstsein). Die Wirkkraft an jenem Tag war die  4 Ajpuu. Der Nahual symbolisiert den Herzenskrieger und die menschlich-göttliche Herzenskraft.

Im Heiligen Mayakalender steht die Heilige 4 für die vier Tore der vier zentralen menschlichen Qualitäten. Diese Qualitäten und Tore werden den vier Himmelsrichtungen und den vier Farben des MAIS, in den Kosmovisionen der Indigenen Stämme  dem MAYAKREUZ zugeordnet, aus dem sich im Zentrum des Kreuzes das Fünfte Himmelstor öffnet.
TOR DES NORDENS: LUFT. Es symbolisiert die HERZENSKRAFT in Verbindung mit unserer MENTALENERGIE, mit unserem Intellekt und unserem Geist. So wird der Neue Zeitgeist KOPF und HERZ stärker miteinander verbinden. Kalte, egoistische und der Zerstörung dienende, rein mentale Strukturen und Systeme im Menschsein werden sich aus einem erwachenden Bewusstsein des Herzens verändern.

TOR DES SÜDENS: WASSER. Dieses Tor symbolisiert die Herzenskraft in Verbindung mit unserer Emotionalität

TOR DES OSTENS: FEUER. Dieses Tor symbolisiert die Herzenskraft in Verbindung mit unseren Absichten, mit dem menschlich-göttlichem Willen, unserem inneren Feuer, das aus dem Herzen heraus unsere Lebensabläufe bestimmen wird.

TOR DES WESTENS: ERDE. Dieses Tor symbolisiert die Herzenskraft in Verbindung mit unserem physischen, materiellen Leben. Es verbinden sich Materie und Geist aus der Liebe zu unserem Leben, zu unserem Planeten Erde, zu unserer Umwelt.

DAS FÜNFTE TOR: ÄTHER. Das Auftauchen der Fünften Sonne richtet die Aufmerksamkeit auf ein bis jetzt häufig übersehenes Element. Während in den verschiedenen Epochen der Vergangenheit die vier traditionellen Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser dominiert haben, öffnet sich in der Zeit der Fünften Sonne ein fünftes Element – der „ÄTHER“. Dieses Element der Fünften Sonne ist überirdisch. Das Zentrum des Mayakreuzes, in dem das Heilige Feuer entzündet wird, symbolisiert dieses fünfte Element als Raum- und Zeittor für die Verbindung des Menschen zum Kosmos.

Die großen Lehrer und Liebenden des Kosmos haben von Anfang an gesagt: Findet euer Herz und ihr werdet euren Weg finden

1 Kin = 1 Tag
1 Uinal = 20 Kin = 20 Tage
1 Tun = 18 Uinal = 360 Tage
1 Katun = 20 Tun = 7200 Tage
1 Baktun = 20 Katun = 144 000 Tage (oder 394,5 Jahre)
1 Pictun = 20 Baktun = 2 880 000 Tage (oder 7 885,2 Jahre)
1 Calabtun = 20 Pictun = 57 600 000 Tage (oder 157 704 Jahre)
1 Kinchiltun = 20 Calabtun = 1 152 000 000 Tage (oder 3 154 072 Jahre)
1 Alautun = 20 Kinchiltun = 23 040 000 000 Tage
(oder 63 081 431 Jahre)
1 Hablatun = 20 Alautun = 460 800 000 000 Tage (oder 1 261 628 620 Jahre)

 

 

Das Heilige MAYA-Jahr beinhaltet 260 Tage aus der Verbindung von kosmischer Schwingung (bezeichnet mit den Zahlen von 1 bis 13) und der Qualität des Tages im Ausdruck der 20 Nahuales. Die Nahuales sind Wesenheiten und Kräfte, die in Verbindung stehen mit den Kosmischen Kräften, mit Corazon del Cielo und Corazon de la Tierra und mit den Vier Elementen. Sie wirken auf allen Seinsebenen und in allen Dimensionen. Sie stehen auch in Verbindung mit dem Natur- und Tierreich und repräsentieren unterschiedliche Fähigkeiten und Eigenschaften mit ihren entsprechenden Stärken und Schwächen.  Sie verbinden den bewussten Menschen mit den unterschiedlichsten Qualitäten. Jeder Nahual hat seine besondere Aufgabe, seinen eigenen Wirkungsbereich und steht dennoch in der gemeinsamen Abstimmung und Verbindung mit allen Kräften.

 

 

mexico maya sand

Sandkunstwerk, Kalender der Maya , Beach in  Mexico. Foto: Kunze

Die Nahuales, auch Tageszeichen genannt,  erzählen uns unsere Lebensaufgabe und unsere Lebensabsicht. Kennt man sein Nahuales, zeigt dieses uns unsere persönliche Absicht und Orientierung am göttlichen Plan und bietet so die Erkenntnis unserer Aufgabe in einem göttlichen Plan.
Der Tag, an dem man geboren ist, stattet einen mit den Geburtsenergien jenes Tages aus. Sie zeigen sich in deinem Lebensbaum. Es sind die Kräfte des Universums, die an jenem Tage im besonderen Maße am Wirken waren. Diese Energie haben Auswirkungen auf einen persönlich, auf die Umwelt und auf das gesamte Universum.

In der Mitte unseres Lebensbaumes ist unser Haupt-Nahuales. Es steht für unsere zentrale Lebensaufgabe und zeigt unsere stärksten und offensichtlichsten Persönlichkeitsmerkmale. Von der Mitte aus strahlt dieses Nahuales in die vier Himmelsrichtungen unserer Lebensausrichtung.

Die Kraft oder das Nahual, das aus dem Osten wirkt,  repräsentiert unsere früheren Inkarnationen.
Das Nahual des Südens wirkt aus unsere weibliche, intuitive Seite,
während das Nahual des Nordens die männliche Umsetzungskraft in sich trägt.
Im Westen schließt sich der Kreis, hier möchten sich die Lebensaufgaben vollenden.

Die Mayas beachten von Geburt an den Lebensbaum, also die Kräfte, die unser Leben aus den vier Himmelsrichtungen und den vier Elementen begleiten. Sie erkennen daraus die Seelenaufgabe des neuen Erdenbürgers und helfen ihm, seine Anlagen zu entfalten.

Es gibt Seelen, die  bewusst und in Abstimmung mit ihren Geistigen Führern ihre Erdenleben und die zu erfüllenden Aufgaben geplant haben. Sie wissen um die Kostbarkeit ihres Inkarnationstages und sie suchen sich ihren Tag des Eintritts in dieses Erdenleben ganu bewusst aus. Solche bewussten Menschen entfalten die ihrem Nahual entsprechenden Stärken und leben im Einklang mit ihrem Seelenplan. Sie kennen ihre Schwächen und sind wachsam auf ihrem Lebensweg.

Geht eine Seele aufgrund der karmischen Belastungen unbewusst ins Erdenleben, ergibt sich der Zeitpunkt der Geburt aus der Anziehung der Aufgaben, die diese Seele als Ballast in sich trägt.

maya-kalender2014

Jedes Nahual  erscheint immer in Verbindung mit einem der 13 Töne (Impulse/Wellen).

Ein Ton hat Einfluss auf das Nahual und dessen Interpretation. Es gibt Töne, die sanft sind, und es gibt Töne die stark sind. Von den ungeraden Tönen wird gesagt, sie seien eher chaotisch und kreativ, während die geraden eher ausgeglichen sein sollen. Der Ton der mit unserem Nahuales verbunden ist, kann die Energien abschwächen oder verstärken. Es können Herausforderungen stärker  oder schwächer auftreten.

 

Die Töne

1. Hun

Hun ist die Nummer Eins im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert den Anfang aller Dinge, all das was als erstes ist und all das was initiiert/begonnen, ausgesät und konzipiert/erdacht wurde.

Menschen die an Tagen dieses Tones geboren sind, sind durchsetzungsfähig/bestimmend und selbst-bestimmt, und arbeiten am besten wenn sie zur Zusammenarbeit aufgerufen sind. Einser-Menschen geben eine starke Energie/Anstoß/Antrieb in Projekte die sie übernehmen, tendieren aber nicht dazu, sorgfältig auf Details zu achten oder letzte Hand an etwas zu legen.

Hun ist beherrscht von Xiuhtecuhtli, dem Azteken Gott des Feuers und der Zeit.

 

2. Ka

Ka ist die Nummer Zwei im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Dualität und Balance zwischen gegenüberliegenden noch immer komplementär/ergänzenden Elementen.

Menschen die an Tagen mit diesem Ton geboren sind, sind einfühlsam/empfindsam zu den Unterschieden zwischen Extremen oder Seiten und erkennen die Trennung des Selbst von allem was ist mit dem Wunsch es wieder zu vereinigen. Die Energie dieses Tones geht in einer feinen Balance durch gegenüberliegenden Dualität wie Licht/Dunkel, Mann/Frau, gut/schlecht, Ying/Yang, und so weiter.

Ka ist beherrscht durch Tialtecuhtli, dem Azteken Gott der Erde.

 

3. Ox

Ox ist die Nummer Drei im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Aktion, Bewegung und Kommunikation.

Menschen die an Tagen dieses Tones geboren sind, sind sehr redegewandt in jeder Art und Weise des Selbst-Ausdrucks. Hoch eingestimmt zu Rhythmus, Vibration und Melodie von Bewegung, sind sie oftmals ruhelos, ein Vorgang der ihre wahre Natur verkörpert.

Ox ist beherrscht von Chaichiuhtlicue, der Azteken Göttin des Wassers und der Geburt.

 

4. Kan

Kan ist die Nummer Vier im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Stabilität.

Menschen die an Tagen mit diesem Ton geboren sind tragen eine stabile/solide, geerdete Energie die hilft Richtlinien festzusetzen für jede Art und Weise von Verknüpfungen und Interaktionen/Zusammenspiel, egal ob bei persönlich, sozialen, ökonomischen oder anderen Ebenen. Vier ist ebenso die Nummer von Ausdehnung in welcher die meisten unserer Bewusstseins-Erfahrungen ihren Platz haben.

Kan ist beherrscht von Tonatiuh, dem Azteken Gott der Sonne und der Krieger

 

9. Bolon

Bolon ist die Nummer neun im heiligen Maya-Kalender. Es steht für Geduld, Ausdauer und Vollendung.

Menschen die an den Tagen mit diesem Ton geboren sind, legen große Betonung auf die größere-Bild-Sichtweise der Dinge, auf eine größere Perspektive von Vorhaben die sich vorwärts bewegen in Richtung Vollendung, so dass sie ihr Leben oder Schicksal wieder vollständig neu beginnen können. Vollendung ist wichtig für Menschen mit diesem Ton; wenn Vollendung nicht erreicht wird, kann dies Schmerzen und Leid verursachen.

Bolon wird bestimmt/beherrscht von Quetzalcoatl, dem Azteken-Gott des Lichts.

 

Die Schwingungen der Heiligen Zahlen entsprechen feindosierten Kräften, aus denen heraus verschiedene Schwingungsebenen der menschlichen Seele durch die Energiefelder von 1 bis 13 aktiviert werden.  Durch die tägliche Verbindung zu den Nahuales und zu den Kräften, die ihn umgeben,  kann der Mensch wachsen. In dieser Kombination der 20 Nahuales mit den 13 Tönen entfalten sich die 260 Tage mit ihren Geschenken und Herausforderungen. So hat jeder Tag durch die ihm eigene Konstellation eine ganz besondere Prägung.

Unter  http://www.kosmologie.net/die-13-tzolkin-toene.html sind sämtliche Töne nachzulesen.

Über Jahrtausende hinweg öffneten die Weisen der Maya die Kraftfelder der Nahuales in Verbindung mit den Sternengeschwistern, denn jeder Nahual steht verbunden mit kosmischen Konstellationen, Kraftfeldern und Wesen (Sternenboten), die miteinander ein Netzwerk bilden. In diesem Kommunikationsnetz ist der Mensch als kosmisches Erdenwesen mit seinem physischen Körper, aber vor allem mit seinem kosmischen Körper eingebunden.

Die Mayapriester übernahmen die Beobachtung der Gestirne. Sie  hatten auch die Aufgabe, die Menschen an dieses Kommunikationsnetz anzubinden. Die Kraftfelder der Nahuales wurden in NATUR-ALTÄRE, die wie Festplatten fungieren, eingebettet. Sie wurden mit den Kraftfeldern der NAHUALES programmiert. Diese Altäre beinhalten, obwohl oft Jahrtausende unter der Erde liegend, die Kraft- und Energiefelder, denen sie einst in Ritualen der ALTEN MAYA zugeordnet

 

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Maya-Altar aus Copán Copán in Honduras zählt zu den bedeutendsten Kultstätten der Maya. Neben religiösen Zeremonien fanden hier auch Veranstaltungen zu Ehren der Astronomie und Astrologie statt. Dieses Photo zeigt den Altar „Q“, auf dem ein Treffen von Priestern dargestellt wird. Insgesamt sind es 16Skulpturen – auf jeder Stirnseite jeweils vier.

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Der Archäologe Federico Fahsen mit der geretteten Maya-Altar- Steinplatte. Guatemala.  Grabräuber hätten das 300 Kilo schwere Stück wenig später vom Ausgrabungsort gestohlen und es im Urwald vergraben. Es zeigt Taj Chan Ahk Ah Kalomte, der Größte aus der alten Dynastie der Herrscher von Cancuèns,  das heilige Ballspiel spielend mit einem König des Nachbardorfes, Quelle: Rp a. National Graphic

Maestro Cirilo Perez Oxlaj meinte einst: „Die weiße Rasse nahm uns alles, sie veränderte unsere Haltung, nahm Einfluss auf unsere Lebensform, sie machte uns zu einem Volk von Indianern, ohne jeglichen Bezug zu Indien, und sie zwang uns ihre Lebenshaltung eines machterfüllten Christentums und das Bild eines strafenden Gottes und eines innerlich verarmten Menschen auf. Aber es gelang den Einwanderern bis heute nicht, unser inneres Wissen und unsere innere Verbindung zum HERZEN MAYA, zu unseren Nahuales und Altären, zu unseren Weisheits-Tempeln und Pyramiden und zu den Sternengeschwistern zu berühren.“

Die Nahuales waren und sind eines der großen Geheimnisse, verankert im Bewusstsein und in der Kosmovision MAYA als ehemalige Sternenkinder der Plejaden, wie sich die Weisen der Maya stets bezeichneten

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Plejaden.Chichen Itzà bei Nacht., Yucatan, Mexico. Foto: Kunze

Jeder Nahual ist ebenso verbunden mit unseren Herausforderungen.  Über die Kraftfelder der Nahuales eröfnet sich eine Möglichkeit die Lichtkörper der Menschen zur Entfaltung zu bringen.  Merkabah= Lichtkörper.

 

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Göttin Candelaria, Guatemala:

Diese große GÖTTIN DES ZENTRUMS hat eine ganz besondere Geschichte innerhalb der MAYA. DON JULIAN erzählte oft von den großen Heilern und Magiern seines Volksstammes. Sie ehrten besonders einen Altar der GÖTTIN CANDELARIA auf einem Felsvorsprung in den Bergen um PALIN, nahe der Stadt Guatemala. Die Priesterinnen und Priester der Maya besuchten dort diese Göttin über Jahrhunderte und sahen in ihr den christlichen Anteil ihrer PRINCESA ENCANTO MUNDO, einer MAYAGÖTTIN, die besonders für die spirituelle Reinhaltung tausender Mayaaltäre des Landes Guatemala wirkt.

Der vor der GÖTTIN CANDELARIA liegende ALTAR ISIS – MUJER MUNDO ist eine offene Feuerstelle in einem mit Blumen bemalten Herzen

Göttin Guadalupe, Mexico:

Seit der Christianisierung begannen die Mayas auch die besonderen Qualitäten der christlichen Gottheiten anzunehmen und in ihre spirituelle Arbeit mit einzubeziehen. In Mexico geschah dies durch die Erscheinung der GÖTTIN VON GUADALUPE. MARIA CANDELARIA begann in ähnlicher Weise, zusammen mit der PRINCESA ENCANTO MUNDO, ihre Wanderschaft im Kraftfeld Maya. Als Hüterinnen der Nahuales des Heiligen Mayakalenders tragen beide GÖTTINNEN einen gewichtigen Teil der Heilungsarbeit im heutigen Maya. Sie wirken durch ihr Wesen, durch ihre große Nähe zu den Menschen ganz besonders auf den Seinszustand des Menschen als Heilerinnen ein. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen zu begleiten – ihn aus den unbewussten Tiefen seiner Schattenseite in das Licht des Bewusstseins zu führen.

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Große Zeremonie für Maria Guadelupe in Xalapa, Bundesstaat Veracruz, Mexico. Foto: Kunze

Die Maya sprechen von Gottesboten, die vor vielen Jahrtausenden auf der Erde gelebt haben und der Menschheit Einsichten und Bewusstsein brachten. Diese Boten kamen den Erfahrungen der großen Weisen der Maya nach aus dem Kosmos. Sie vermittelten ein Weltbild der Liebe und des Friedens und wanderten in der Zeit ihres Erdenlebens durch die Kulturen und Religionen. Sie sind Wesen der Plejaden, des Sieben-Gestirns, und verankerten die Kosmovision als globales Glaubensbild der Liebe auf der Erde. Diese großen Weisen kehrten nach Jahrhunderten in ihre kosmische Heimat zurück mit dem Versprechen, im Zeitenwandel – also in der jetzigen Zeit – wiederzukehren.

 

 
Nach den Prophezeiungen der Weisen der Maya erfolgt ihre Wiederkehr über unsere Kinder. Über deren Seelen wirken sie ein auf diesen neuen Zeitgeist, es entwickeln sich neue Formen des Zusammenlebens und der Gemeinschaft. Die Maya haben aus ihren kosmischen Verbindungen geschätzt und respektiert, dass es andere Farben, Rassen und spirituelle Systeme gibt, und sie wissen, dass auch das Schicksal der Maya mit dem Schicksal der gesamten Welt verbunden ist.

Die Nahuales

1. IMOX/Imix (Krokodil)

Dies ist das 1. Siegel des Uinal. Es bedeutet „Alligator“ oder „Krokodil“. Es trägt eine strahlende östliche Energie.

Alligator ist das Anfangs-Tages-Siegel und oft in Menschen, die neue Ideen oder neue Projekte initiieren. Die östliche Energie fließt durch dieses Siegel und durchzieht es mit ursprünglich kreativen Instinkten; Kräfte, die die Geburt sind für neue Phänomene und brilliante neue Ideen aus dem tiefen Fluss des kollektiven Unterbewusstseins.

Alligatoren sind oft sehr einfühlsame Menschen mit einer starken sich kümmernden, schützenden Energie, besonders für ihre Kinder. Sie können hart arbeiten um ihren Familien und Freunden Sicherheit und Komfort zu bieten, aber sie sollten vorsichtig sein und nicht zu überfürsorglich, territorial/regional begrenzt oder zu dominant zu werden. Ansonsten können sie unsicher, unentschlossen und emotional unbeständig werden.

13. AAJ/Ben (Mais)

Dies ist das 13.Siegel des Uinal. Es bedeutet „Schilfrohr“, „Schilfgras“ oder „Stab“. Es trägt die Ehrfurchtgebietende östliche Energie.

Dieses Tages-Siegel verkörpert die spirituelle Essenz und führendes Licht von Familie und Haus. Es steht in einer besonderen Verbindung mit Quetzalcoatl, dem Gott des Lichts und der Dualität. Schilf übt große Autorität und Respekt aus, symbolisiert durch den Stab des Lebens. Den Mayas zufolge repräsentiert der Stab des Lebens die spirituele Autorität eines ältesten.

Schilf-Personen üben oftmals eine bedeutsame Autorität, Macht und Führungsrolle aus in ihren Familien oder der Gesellschaft. Sie sind kompetente Redner, die sich nicht fürchten hinter etwas zu stehen oder für etwas zu kämpfen, das sie für würdig erachten. Als Eltern sind sie verständig und gerecht. Zäh und analytisch sind Schilf-Menschen gesegnet mit großem Verhandlungsgeschick und immer bestrebt Frieden, Harmonie und Ordnung in all ihre Beziehungen zu bringen.

Obwohl sie eine Menge Anerkennung brauchen, haben Schilf-Menschen Schwierigkeiten mit anderen vertraut zu werden und haben oft ärger in ihrer Ehe oder im Geschäftsleben da sie oft unflexibel sind und hohe Erwartungen haben. Ihre Herausforderung im Leben besteht darin, flexibler und anpassungsfähiger zu werden …. mehr wie ein Gartenschlauch zu sein als eine Eisenstange.

 

 

20. AJPUU/Ahau (Sonne)

Dies ist das 20. Siegel des Uinal. Es bedeutet „Sonne“, „Licht“ oder „Herr“. Es trägt die visionäre Energie des Südens.

Licht ist das Tages-Siegel eines Abschlusses/Fertigstellung. Es bringt den letzten Zyklus der Evolution zum Ausdruck, mit dem höchsten Potential allen Lebens. Dies ist der Grund, warum es das letzte Tages-Siegel ist, und ebenso warum es Schwierigkeiten verursacht für diejenigen die in diesem Siegel geboren sind.

Licht-Menschen sind romantische Visionäre die oft als unrealistische Träumer wahrgenommen werden. Artisten, Athleten, hoch begabt in Musik und Tanz, haben sie gewaltige kreative Fähigkeiten, aber ebenso eine tiefgründige Weisheit und ein Gefühl für die Führung und Bewahrung von Gemeinschaften.

Ausgestattet mit einer brillianten Sichtweite für die Mängel der Anderen, erwarten sie die Welt für sich selbst, wie auch für diejenigen die um sie herum sind. Aber da sie so fortgeschritten/weit entwickelt sind, können sie es schwierig finden zu verstehen und zu akzeptieren dass die Welt in der sie leben sich noch nicht entwickelt hat auf ihre Ebene der Vollendung und der Ausgeglichenheit, sondern statt dessen eintauchen in die materialistischen oder Ego-bestimmten Motive. Dies führt sicherlich zu Enttäuschungen, und kann verursachen, dass Licht-Menschen Verantwortung ablehnen, Lösungen und Vorschläge für Verbesserungen/Neuerungen ausschlagen/nicht annehmen, oder auch sich verstecken hinter Verachtung/Geringschätzung oder Abneigung/Groll/Verbitterung gegenüber anderen. Das Licht ist herausgefordert im Leben sich der Wirklichkeit zu nähern ohne ihre höheren Träume zu gefährden.

Zum Schluss, wie auch immer, Licht-Menschen werden ihre natürliche tiefgründige Spiritualität bewahren, das ist das Geburtsrecht dieses letzten Siegels im Uinal.

 

mehr  Nahuales auf  http://www.kosmologie.net/die-20-tzolkin-nahuales.html

 

Mein Geburtsnahual: NOJ (Erde)
Dies ist das 17. Siegel des Uinal. Es bedeutet „Erde“. Es trägt eine beschauliche östliche Energie.
Tiefgründige synchrone Verbindung zu den natürlichen Zyklen der Erde und seinen Energien gibt diesem Siegel seine kraftvolle Kreativität und Einblick in die Weisheit der Ahnen.
Entgegen dem wie andere dieses Siegel interpretieren mögen, sind Erd-Menschen nicht sehr erdverbunden. Pedantisch, intelligent und beschaulich, legen Erd-Menschen Wert auf den Nutzen eines durchdachten Prozesses. Sie haben eine maskuline Seite in sich, durch welche sie die Welt mit ihrem Verstand kontrollieren möchten. Jedoch sind sie bestrebt einen natürlichen Fluss in alle Aspekte des Lebens zu bringen. Verbunden mit den dynamischen Kräften der Natur, brauchen Erd-Menschen eine große Menge Freiheit um ihre Gedanken und Ideen zu fördern/ermöglichen.
Erde kann helfen schlechte Ideen, Absichten und Gewohnheiten zu vertreiben, dies macht sie zu exzellenten Ratgebern und Beratern. Ihre Gedanken sind in vollständiger Resonanz mit Mutter Erde und können folglich dem Großen Ganzen dienen.
Wie auch immer, Erde ist sehr sensibel zu Zeiten die erschüttern, zu emotionalen Ausbrüchen führen oder Feuer speienden, aufbrausenden Stimmungen. Kein Wunder, dass dieses Siegel auch als „Erdbeben“ bezeichnet wird. Die Erde ist im Leben aufgerufen seinem Intellekt nicht zu erlauben, ihn davon abzuhalten in der Gegenwart zu leben.

Mein Geburtston: 12 – LA KA
La Ka ist die Nummer Zwölf im Heiligen Maya Kalender. Es repräsentiert Verstehen und Kommunikation.
Menschen die an Tagen dieses Tones geboren sind besitzen eine große Begabung für Rückblick/Erinnerung. Es ist diese Fähigkeit die es erlaubt getrennte Teile, Ideen oder Elemente wieder zu vereinigen/verschmelzen in ein neues funktionierendes Ganzes, oder neue Teile von Informationen zu verwenden oder Erfahrungen zu akkumulieren in bestehende Strukturen und Denkmuster.
La Ka ist beherrscht von Tlahuizcalpantecuhtli, dem Azteken Gott des Morgensterns welcher erscheint vor der Dämmerung.

 

Wer sein Geburtsnahual erfahren möchte, kann das unter
http://www.kosmologie.net/maya-tageszeichen-berechnen.html

Herzgedanken

 

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Das Leben kann uns volle Breitseite treffen. Und hinüber sind die gesteckten Ziele und Pläne. Das Leben lacht, wenn wir Pläne machen, so scheint es. Wagnis, Probe, Verlockung alles schien möglich. Doch nun schrecken wir zurück. Wir begegnen unweigerlich der Angst. Das einzige, was wir wissen, ist, wenn wir uns zum Horizont aufmachen, werden wir über die Kante stürzen. Unser schön poliertes Selbstbild brökelt. Wir wissen nicht,  ob wir uns dem Unbekannten stellen wollen. Und dann stehen wir dort, ohne Bezugspunkt. Allein – mitten in der Bodenlosigkeit. Ein recht schutzloser Ort. Eine entnervende Erfahrung kann es sein.  Manchmal gehen uns auch die Fluchtmöglichkeiten aus. Und wenn wir keine Möglichkeit zur Flucht haben, werden die Dinge sehr klar. Unsere unerledigten Angelegenheiten leuchten quicklebendig in allen Farben. In der Regel sind andere dann besonders großzügig mit Kritik.
In das Feld gilt es sich vorzuwagen.

Die Angst kennen zu lernen, seinen Denkgewohnheiten begegnen, sie auflösen – ein Weg, der zu permanenten Demütigungen führt.  Für das Festhalten an Idealen ist dann nicht mehr viel Platz.  Es geht vielleicht mehr um den Mut zu sterben.  Dranbleiben. Weder sich noch anderen die Schuld geben. Weder ausagieren noch unterdrücken. Schatten auflösen. Dann treffen wir auf unser Herz. Licht erhellt Dunkles. Mit der Angst einverstanden sein. Nicht weglaufen. Sie wird niemals ganz gehen. Aber sie bringt uns in Kontakt mit allem Lehren, die wir jemals gehört haben. Es geht nicht darum, an einen Ort zu kommen, an dem alles vollkommen ist.

Die einfachen Antworten wollen wir zumeist nicht hören. Einfach sein. Das einfache Leben leben. Wir ziehen das Komplizierte vor.
Jeder von uns wurde wunderbar vorgesorgt. In unserem Schatzkästchen befindet sich alles. Doch irgendwann vergessen wir die absolute unendliche Seinsheit des Logos (aramäisch  El Schaddai), unser Gottvertrauen und werden von Ängsten geplagt. All die vergessenen Schätze von Liebe, Mitgefühl, Vertrauen und Frieden, die eigentlich darauf warten, hervorgeholt zu werden. Doch, doch, manchmal blitzt die Erinnerung daran kurz auf. Das geschieht meist dann, wenn uns plötzlich ein mitfühlender Mensch begegnet, wir unerwartet Hilfe erhalten, wir Liebe und Zuneigung erhalten, wo wir Kritik und Vorwürfe erwarteten.

Das Ego umhüllt unsere Seele. Es ist laut: Rücksichtslosigkeit, Ignoranz, Machtegefühl, Gier. Diese Hülle ist so mächtig, dass wir die Stimme unserer Seele nicht mehr hören. Es erstickt unser liebendes Herz. Es würgt Mitgefühl und Liebe ab.

„Die kommende Welt ist immer schon hier.
Sie wartet darauf in die wartende Welt gebracht zu werden durch die Herzen der Menschen.“

Sufi Hazrat Inayat Khan

herz einmal anders

Das Herz

 

Herzdenken


Rudolf Steiner sagt: Das Leben ist Rhythmus.
Die Quantenhysik sagt: Das Leben ist Schwingung.

Das Leben ist Tanz. Es will fliessen.

Der Anthropologe Rudolf Steiner spricht davon, dass unserer Herz in seiner Bedeutung für uns der Sonne gleichkommt. Die Sonne scheint auf die Felder der Erde, sie scheint auf alle Menschen, sie scheint auf andere Planeten. Und dauernd braucht sie ihre eigene Energie auf. Die Sonnel löst Materie auf und wandelt sie in strahlende Energie um. Ihre Licht kann überall im Weltraum gesehen werden.

Heute können wir ein ähnliches Erlebnis mit dem Herzen haben, wie man es in den alten Mysterien mit der Sonne hatte. Wir erleben in jedem Herzen eine Sonne. Diese Kraft wohnt in unserem Herzen. Sie ist die gleiche Kraft wie die Kraft in der Sonne, sowohl physisch wie geistig.
Man muss nur bemerken, dass das Herz ein geistiges Sinnesorgan ist.
Dr. Steiner sagte, dass ein Hellseher das Ausmaß der Strahlung sehen könne, die vom Herzen zum Gehirn aufsteigt.
Das Herz sei ein spirituell-geistiges Wahrnehmungsorgan. Es sei das einzige Organ, durch welches der Mensch den ätherischen Christus erleben und erkennen könne.

 

 

„Das Herz ist ein außerordentlich bedeutungsvolles Organ; denn dieses physische Menschenherz kann nur verstanden werden, wenn man das ganze gegenseitige Verhältnis, auch das geistige Verhältnis, in dem die Sonne zur Erde steht, ins Auge faßt“
Rudolf Steiner

Wenn man das ganz ernst nimmt, werden trotzdem noch Konflikte da sein, doch man wird auch erkennen, dass sich das ganze Weltbild ändert. Die Kraft des Herzens ist eine Kraft, die das Gute will, befand Steiner. Er meinte, wir müssen  unsere Aufmerksamkeit auf unserer ätherisches Herzorgan lenken.  Wir sollen uns dieser Kraft bewusst werden.

Der Ätherleib durchziehe den körperlichen Leib. Anders könne das Herz nicht entstanden sein. Dieses Ätherherz enthält gewisse Kräfte und Strömungen, und diese sind die Aufbauer, die Architekten, die Bildner des physischen Herzens. Es ist so, wie wenn Sie sich vorstellen würden, Sie hätten ein Gefäß mit Wasser. Kühlen Sie dies Wasser ab, so entstehen darin Verhärtungen, Eisbildungen. Was da Eis ist, ist Wasser, nur verhärtet, und die Formen, die die Eisbildungen haben, waren im Wasser als Kraftlinien drinnen. So ist das physische Herz herausgebildet aus dem Ätherherzen, es ist nur ein verhärtetes Ätherherz. Die Kraftströmungen des Ätherherzens haben dem physischen Herz die Form gegeben.

 

Das Herz lebt in kosmischen Rhythmen.
Der Heiler Daskalos sagt: Nichts kann in den Welten der Existenz bestehen, das einen materiellen Körper hat, ohne dass dieser ein entsprechendes ätherisches und psychisches Gegenstück besitzt. Wir haben noch höhere Körper – Zustände von Körper – Mental- und Kausalkörper. Erst unser „noetischer“ Körper, der dem „noetischen“ Körper unseres Planeten entspricht, schwimmt gliechsam in einem Ozean aus Geist-Substanz. Alle Himmelskörper befänden sich im selben Ozean aus noetischer Geist-Substanz. Und sie haben ein individuelles, noetisches Gegenstück.

Davon sprechen auch die Maya und Qechuas und Inkas  in Lateinamerika. Die Mystik der Kabbalah besagt auch, dass wir alle Teil dieses kosmischen Prozesses sind. Jeder Akt der Liebe und des Mitgefühls bringt die Schechinah, die Göttliche Mutter und den Gottvater näher zueinander.

Und auch Steiner sah es nicht anders:

„Was gewisse Zusammenhänge, die wir einfach ablesen von den Sternen, bedeuten, das lernen wir erst, wenn wir die entsprechenden Vorgänge im eigenen Organismus erfassen. Denn was innerhalb unserer Haut liegt, das ist nichts anderes als das Spiegelbild des äußeren Weltorganismus Wenn Sie also den Menschen schematisch hier haben, und Sie haben da seinen Blutumlauf irgendwie, schematisch bloß, so verfolgen Sie die Bahn dieses Blutumlaufes. Versuchen Sie die Bahn dieses Blutumlaufes zu verfolgen. Das ist im Innern des Menschen. Gehen Sie hinaus in das Weltenall, suchen Sie sich die Sonne auf, sie entspricht – darüber wollen wir dann das nächste Mal reden – dem Herzen im Innern des Menschen. Und dasjenige, was vom Herzen aus durch den Körper geht, oder eigentlich vom Körper aus zum Herzen, so unregelmäßig es eigentlich ist, das ist in Wahrheit ungefähr ähnlich den Bewegungen, die mit dem Sonnenlauf zusammenhängen. Statt abstrakte Linien zu zeichnen, sollte man in den Menschen hineinschauen. Dann würde man innerhalb seiner Haut dasjenige finden, was außerhalb im Himmelsraum ist; dann würde man aber auch den Menschen hineingestellt finden in die Weltenordnung.“

Wir sollten, statt an der Tafel zu malen, lieber die Hieroglyphen verfolgen, die in uns selbst hineingezeichnet sind. Und aus diesem Qualitativen lernen, was da draußen im Weltenall ist.  Für Steiner war nicht das Herz ein Pumpe, sondern die Blutzirkulations setzt das Herz in Bewegung. Das Herz sei das Ergebnis der Blutzirkulation, so wie die Sonne Resultat und nicht Ausgangspunkt sei. Das Zusammenwirken des Sonnensystems ergebe erst ein Sonne. Es sei eine Aushöhlung, die da spiegelt – das sei die Sonne. Für den Anthropologen war die Sonne ein saugender Hohlraum. Dasjenige, was zu uns zurückscheine, sei Licht, „Rückstrahlung, die erst durch den Weltraum hinkommt.“  Die Sonne verstehe derjenige, der das menschliche Herz versteht.

 

energiebahnen

 

Wir sind ein Mikrokosmos

In unser Wesen reicht das der ganze geistige Reichtum der geistigen Welt.  Vor unserer Geburt haben wir eine lange geistige Zeit durchgemacht. Wir kommen mit einem Karma auf diese Welt. Mit einem gemeinschaftlichen Karma und einem individuellen Karma.  Wir stehen und dem Einfluss unserer Vorfahren. Nur wenn wir das Gesamtkarma verbessern, kann auch dem einzelnen geholfen werden.
Was nicht heißt, dass wir unter diesem unabänderlichen Karma-Gesetzen stehen.  Falsch. Es steht uns frei, neue Posten hinzuzufügen.  Es gibt keine unabänderlichen Schicksalsgesetze in unserem Lebensbuch.
Es heißt aber durchaus:

Wir haben etwas miteinander zu tun!
So scheint es  zumindest. 

In jedem Schicksalsgesetz des Menschen spiegelt sich ein Spezialfall des Großen Gesetzes des  Kosmos, sagte Rudolf Steiner.

Wenn Sie also glauben, dass es ihnen gut tut, wenn Sie einen Menschen mit einem Stein bewerfen  es kann auch ein hasserfülltes Wort sein –  irren Sie gewaltig. Er wird sich wie ein Pfeil in ihren Äther- und Astralleib bohren. Alles, was wir an Neigungen, an Temperament, an Chakraktereigenschaften haben, strahlt fortwährend ins Universum hinein. Wir stehen mit unseren Gedanken nicht isoliert da. Wir formen fortwährend die atmosphärische Welt.  Alles, was wir denken, fühlen, Lust und Leid bleibt in der Astralwelt.

Mmh….Darüber macht auch die Akasha-Chronik erst Sinn. Auf was sonst, sollten Hellsichtige zugreifen können?
Es scheint  Zusammenhänge zwischen der astralen Welt und dem physischen Körper zu geben.
Sicherlich ist es kein Zufall, dass in der Familie Bach innerhalb von 250 Jahren neunundzwanzig Musiker geboren wurden. Naja, Nasenformen vererben sich ja auch.  Jene Seelen drängten sich zu einer Familie, die ihnen das muskalische Ohr gab. So wird es wohl gewesen sein.  Auch der moralische Mensch braucht Eltern, die ihm den geeigneten Leib vererben.

Wir tun wohl  gut daran, viel Liebe auszugiessen.….

Wir haben eine doppelte Natur, so formuliert es Daskalos.
Das göttliche Geist-Seelen-Selbst, das immerwährendes Leben besitzt, und auf der anderen Seite der Schatten unseres wahren Selbst. Wir der Mensch hier auf Erden in Zeit und Ort, an eine bestimmte Umgebung auf diesem Planeten gebunden, unsere menschliche Persönlichkeit, die dem Egoismus zum Ausdruck verhilft.

Im Klartext unser geistiges  ewiges Seelen-Selbst lebt in einer Art Übersubstanz, während wir hier als Mensch die Welt bevölkern. Wir sind aber schon alle Nachkommen des Allmächtigen (Eloha), wir leben nur momentan als Menschenwesen. Das „Königreich des Himmels ist in euch“ . Es beschreibt einen Zustand keinen Ort.  Erglänzen lassen wir unsere Art von Selbst zumeist als menschlichen Egoismus. Er ist Teil unserer Persönlichkeit. Das heißt, unsere derzeitige Persönlichkeit ist eine Mischung aus Unsterblichem, verdeckt von unserem sterblichen Selbst, das  mit einer gehörigen Portion Persönlichkeits-Egoismus versehen ist.

 

 

Wirkliches Wissen kann nicht erworben werden, aber es kann sich entfalten aus unserem Herzen.

 

pferdeglueck

Das ist innere Arbeit

Jeder Gedanke, jede Gefühlsregung, alles was unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht,  alles, was wir sehen, erschafft ein Elemental, sagt Daskalos.

Was ist ein Elemental?
Wenn wir  einen Gedanken an eine Sache verfolgen, erzeugt dies eine substantielle Form, die Daskalos Elemental nennt.  Geist-Substanz ist jetzt lebendig, folglich ist alles was aus Geist-Substanz gebildet wurde, ebenfalls lebendig. Jedes Elemental lebt, und besitzt sein eigens Leben.

Es ist zu Beginn nicht größer als ein Stecknadelkopf. Und Hellsichtige können es in dem Bereich zwischen den Augen über der Nase sehen. Das was wir als gewöhnliche Elementale bezeichnen, wird vom Gehirn, oder besser gesagt vom ätherischen Doppel unseres materiellen Gehirns erzeugt. Wenn sie dort erzeugt werden, dann gehen sie von dort aus, um später zurückzukehren. Wenn sie dann zurückkommen,  treten sie durch die sieben Energiezentren in uns ein, jetzt als sieben Elementale. Wenn sie sich dann in dem Teil unserer Persönlichkeit wieder treffen, den wir Unterbewusstsein nennen, dann vereinigen sie sich wieder.

Joshua Emanuel, der Christus, beschreibt diese Elementale, wenn er sagt: “Wenn der böse Geist den Menschen verläßt, dann geht er in wasserlose Gegenden, und wenn er zurückkehrt zu seiner Quelle, dann bringt er sieben, sogar noch gerissenere Geister-Elementale, als es selbst, mit sich.“

Nennen wir sie nicht böse, sondern negativ, entsprechend der Wirkung, die sie hervorbringen. Ich würde sagen, es sind die wenig erstrebenswerten Zustände, wie lügen, hassen, kämpfen, streiten, gewöhnen.  Sie ergreifen Besitz vom Unterbewusstsein. Sie projizieren sich in das Leben.  Und wenn wir auf unser Leben schauen, dann stellen wir vermutlich fest, dass sich die meisten unserer Begierden erfüllt haben, früher oder später. Das wiederum hängt von der Kraft und Energie ab, mit der wir die Elementale laden, sagt Daskalos. Wenn eine Begierde erfüllt wurde, gibt es seine Energie ab. Wünsche, die sich erfüllt haben, verlieren ihre Wichtigkeit. Doch da das Ego begierig ist, sein Leben zu verlängern, erschafft es ständig neue Begierden, die ihm entsprechen, sofern wir unter seinem Einfluß stehen, und das zulassen. Neue Wünsche stehen sofort an. Unser Wunsch ist das physische Gegenstück zu den Elementalen. Der Gedanke ist es, der dahintersteht. Die Elementale halten sich im Unterbewusstsein auf, die guten und die schlechten. Dorthin hat unser Persönlichkeits-Egoismus freien Zugang.

Unser Persönlichkeit-Egoismus gibt sich gerne als Lichtengel aus. Das ist es aber nicht. Betrachten wir unseren Egoismus auf eine nüchterne Art und Weise, dann sollten wir uns fragen, welche Schwierigkeiten uns Egoismus  schon bereitet hat. Feindschaft, Haß, Tränen, Schmerzen und Klagen, Scheidungen, Trennungen von denen, die wir vorher als unsere Geliebten bezeichnet haben, und die wir dann scheinbar hassen, während wir sie immer noch lieben.

herzgedanken

Feeeeeeeel your heart.

Die Liebe. Sie ist etwas, das von den meisten Menschen überaus mißverstanden wird, besonders in der Form als Besitzergreifung: mein Gatte, meine Ehefrau, meine Kinder, meine Eltern, meine Freunde. Mit diesem mein beziehen wir uns auf das Recht zu besitzen. Und der Persönlichkeits-Egoismus ist ein sehr schlechter Ratgeber. Und wenn die “geliebten“ Personen sich dann nicht so verhalten, wie es uns gefallen würde – was geschieht dann?

Menschen hassen, kämpfen und beklagen sich. Ist das Liebe? Es ist mindestens achtzig Prozent dessen, was Menschen in ihrem Leben als Liebe bezeichnen. Und was bewirkt diese Art zu lieben für die Menschen? Sie bestrafen sich selbst. Es bringt ihnen Verzweiflung, Klagen, Schmerzen und Tränen. Folgt daraus, dass diese Verhalten mit Liebe gar nichts zu tun hat? Nein, natürlich ist sogar das Liebe.
Aber es ist eben nicht die Liebe von der Joshua spricht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ oder „Liebe deine Feinde…“

Offensichtlich sind sind das Geschöpf von Zeit, Umgebungsbedingungen, und Ort auf Grund von Begierden, falschen Emotionen und Scheinleben in Täuschung und Unwissen. Wir verwenden die Übersubstanz Geist zumeist für unseren Persönlichkeits-Egoismus.

Das Unterbewusstsein findet sich überall im materiellen Körper und kann in jedem Atom des materiellen Körpers angetroffen werden. Aktiver jedoch ist es in unserem ätherischen Doppel, sogar im ätherischen Teil unseres materiellen Körpers, wo es jedoch keine eigene Aktivität zeigt, sondern eine solche nur spiegelt. Aber im sogenannten Emotional-Körper, auch psychischer Körper genannt, ist es besonders rege. Dort ist das Reich des Persönlichkeitsegoismus. Und wir sind  umhüllt von der  Gesamtheit unserer Elementale, in der wir, als der Egoismus und als das wahre Selbst eingeschlossen sind. Wir sind Sklaven dieser Hülle, wobei diese Begrenztheit durchaus eine persönliche Hölle darstellen kann.

 

Meister über die grobe Materie, Meister über unsere Gefühle und Meister über unsere Gedanken

Wie können wir uns dieser negativen Elementale entledigen? Indem wir sie bekämpfen? – Nein. Wenn wir sie bekämpfen, schenken wir ihnen Aufmerksamkeit und damit Kraft.

 

hb

Der bekannteste Choleriker. HB-Zigarettenwerbung. Geliebt und darüber gelacht in Kindheitstagen. „Greife lieber zur…“

 

Wir können sie aushungern, indem wir uns entscheiden, an ihnen kein Interesse mehr zu haben.

Das ist also der Weg

Aber was ist mit der Willenskraft?

Man betrachte nur einmal einen Raucher, dem man seine Schachtel Zigaretten abhanden gekommen ist, wie viel Willenskraft er aufbringt, um wieder an Zigaretten heranzukommen.
Wir bringen auch enorm viel Energie auf für das Herumstreiten.

Ist das nicht ein starker Wille? Wir können mit ihm arbeiten.
Aber wie?

Vielleicht so?: Wer bist du denn Zigarette, dass ich mich von dir zum Sklaven machen lasse?

 

Das Unterbewusstsein eines Menschen empfängt Befehle, und führt sie aus, ohne darüber nachzudenken, ob sie vernünftig sind oder nicht. Es verwandelt sie einfach in Gewohnheiten.Es hört auf Befehle. Es kann sogar Krebsherde auflösen, Wunden in einem Augenblick heilen, und allerhand wunderbare Dinge tun. Es kann uns aber auch mit angsterzeugenden Autosuggestionen unter die Erde bringen, uns töten.

Wir müssen daher mit unserem Unterbewusstsein arbeiten. Durch Innenschau müssen wir die schlechten Elementale in unserem Unterbewusstsein, oder in unserer derzeitigen Persönlichkeit, was dasselbe ist, kennen lernen und ihnen die Energie entziehen.


Es gibt keine Ausrede nicht die Wahrheit zu kennen, die Wahrheit über unser Leben
und über unsere Art zu leben, während wir auf diesem Planeten weilen.

Es gibt keine Ausrede,  den Geist nicht auf eine rechte Weise zu verwenden.

Er wurde uns auf die gleiche Weise wie Luft und Sauerstoff gegeben, und es wird von uns erwartet.

Feeeeeeeeeeeeeel your heart.

 

 See me in love! See me in your heart! See me and feel me in your mind! Hear me in the lightning and see me! See me and hear me in the storm! On the sea, everywhere, as life! I am the Lord, your God, in you, as a human being. You are god! You are own being-self.“