Jud: Der kleinste Buchstabe, der manchmal vergessen wird

bedingungslose liebe

hey hey ayin

Die Kabbalah ist kein Religion, sondern eine Sammlung von Wissen und Weisheit. Wegen des herausragenden Alters gilt sie  als eine der ältesten der Menschheit bekannte Philosophie. Albert Einstein, Isaac Newton, Siegmund Freud, Mohammed, Jesus, Pythagoras, Plato – sie alle studierten die Kabbalah. Später im 12. Jahrhundert zählte ein exklusiver Kreis von wichtigen jüdischen Gelehrten zu den Kabbalisten. Intensive Studien der Tora und des Talmuds über die Schöpfung aus dem Nichts, über Gut und Böse, über Reinkarnation und über sehr viel mehr wurde geschrieben. Sie war in jener Zeit auch  unter den Juden im Rheinland zu Hause.  In der Provence, in Langeduec – es ist eine sehr bedeutende Bewegung gewesen. Sie ist Versenkung in die Geheimnisse der Welt der Gottheit und ihres Wirkens in Verbindung mit der Schöpfung. Es ist ein Versuch die Welt als eine Entwicklung Gottes zu erkennen. Sie war die meiste Zeit eine Geheimlehre. Spätestens mit der Sängerin Madonna als Kabbalistin hat sich das erledigt.

Doch  lassen Sie mich zunächst zum kleinsten Buchstaben des hebräischen Alphabets hinüberspringen.

Es gibt eine Tradition, die sagt, dass die kommende Welt mit dem Buchstaben Jud erschaffen wurde, denn so, wie er sich niederbeugt, wird es mit dem Hochmütigen in der Zukunft geschehen.

judJud ãåé ist der kleinste Buchstabe. Der am leichtesten zu schreibende. Man muss lediglich mit der Feder das Papier berühren, und schon hat man ein Jud.  Es ist so winzig, dass die Menschen manchmal vergessen, es in das Wort zu setzen, das sie schreiben. Was also tut das Jud? Es erscheint in einem anderen Wort.

Gott ist ebenso. Daher muß das Jud oft Seinen Namen darstellen. Und das jüdische Volk beansprucht es als Eigentum. Wie eine Taube äðåé JONA sich zu den Himmeln erhebt. Eine Taube, die einen Platz zum Niederlassen sucht: Gott, das jüdische Volk und der kleinste Buchstabe.

Manchmal nimmt das Jud an den oberen Welten teil. Das ist das Jud von íéìùåøé JERUSCHALAJIM. Jerusalem, die himmlische Stadt Gottes. Etwas vom Jud atmet in den unteren Welten. Das ist das Jud von øöé JEZER, Trieb. Die Neigung eines Menschen zur Sünde. So kommt es, dass das Jud zwischen beiden hin und her fliegt und für eine Vereinigung ãåçé JICHUD der oberen und der unteren Welten sorgen kann.

Jud ist die Hand Gottes, ä÷æç ãé JAD CHASAKA, eine starke Hand, die uns Menschen aus der Sklaverei geführt hat. Jud ist die Hand, die ein Mensch verwendet, um seine Stelle in der Tora nicht zu verlieren: ãé JAD. Eine Hand. Jud ist der zehnte Buchstabe. Ein Mensch hat zehn Finger.

Jud ist alles, was Jakob á÷òé JAKOW blieb, nachdem er mit Gott und Menschen gerungen hatte und zu ìàøùé Jisra’el wurde.

Hierzu gibt es eine Meditation:

Schma  Jisrael. Höre Israel. Hinhören, lauschen, mit aller Kraft und Aufmerksamkeit, um die Einheit mit Gott erfahren zu können. Schm`a Israel.
Israel ist der Name, den Jakob bekam, nachdem er auf dem Heimweg nach Kanaan mit dem Engel gekämpft hatte. Man wisse nicht, ob der Engel ein guter oder ein böser war. So steht es im Zohar, dem wichtigsten Schriftwerk der Kabbalisten.

Die Botschaft: Jemand, der sein Bewusstsein und seine Sinne völlig öffnet, öffnet sie sowohl dem Guten wie auch dem Bösen. Gerufen wird  nicht das Land Israel, sondern der Teil Israel in uns, also jener Teil, der die körperlich-geistigen Grenzen überschreiten möchte. Das Schm`a fordert „Israel“ dazu auf, ruhig zu sein und zu hören und sich zu öffnen für die universelle Botschaft von Gottes Einheit. Die größtmögliche Einheit, derer wir Teil sind.

Am Ende steht Adonaj echad, der Ewige, Eins. Gott ist einer. So vielfältig unsere Erfahrungen mit dem Göttlichen, mit der höheren Intelligenz, auch sein mögen, sie haben alle eine Quelle, sie sind eins. Es gibt eine grundlegende Einheit im Universum und darüber hinaus. Es ist eingebettet in Liebe. In Liebe zu uns und zu Gott. Davor und danach.
haBocher beAmo Jisrael beAhawah. Die Liebe zu Gott folgt als natürliche Konsequenz aus der Erfahrung seines Wesens und seiner Einheit.

maedchenstehend2Ich würde jetzt am liebsten schreiben: Jeder kennt und praktiziert Kabbalah, wenn auch unbewusst. Aber so einfach gestaltet es sich nicht mit der mystischen Weisheitslehre jüdischer Tradition. Ich sitze hier auch gerade,  stütze meinen Kopf in die Hände und frage mich, wie viele Jahre man wohl so benötigt, um dieses komplexe System voller Symbolik verstehen zu können.
Es folgt nun keine Bedienungsanleitung von A bis Z. Es werden keine konkreten Anweisungen zur Linderung erklärt. Beißen Sie sich einfach durch den Text. Nur Mut. Ich hatte ihn auch beim Schreiben. Manche Haare sind jetzt nicht mehr am richtigen Platz.  Mein Drittes Auge hat dicht gemacht. Am auffallendsten ist meine Aura : die ist einfach davon gelaufen.  Im nächsten Leben suche ich mir Sprechrollen. Ich gebe diesen Text jetzt ohne Gewähr an Sie ab, liebe Leserinnen und Leser.
Das Thema ist spannend, teils auch verwirrend. Ich geb mir da gar keine Fitzel Mühe zu kaschieren. Es ist keine leichte Kost.

Die Theorie der Kabbalisten sagt, die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets entsprechen genau den göttlichen Gesetzen, mit denen die Welt geschaffen wurde. Dieses System von 22 Buchstaben entspreche der Trinität,  den 12 Tierkreisen und den 7 Planeten: 3+12+7=22. Wie es ihr Schicksal will, werde ich den Begriff Trinität noch weiter unten erläutern.
Jedenfalls entwickelt sich dieses System  in zehn Kategorien, den Sephiroth. Sephiroth ist die Mehrzahl von Sephira. Ein umgemodeltes griechisches Wort für Sphäre. Im Hebräischen bedeutet es Zahl.

lebensbaum2

Baum des Lebens

In der Kabbala wird die Spiegelung wörtlich genommen. Die„zehn Antriebe“ mit denen die Welt erschaffen wurde, so heißt es im Talmud, entsprechen den 10 Sephiroth, dem Baum des Lebens. Er ist eine Spiegelung des Geistes von Gott.  Sie bilden den himmlischen Menschen. Zehn göttliche Emanationen, andere sprechen von Werten mit seinen 22 Pfaden, die wir zu durchlaufen haben. Es sind Schöpfungsworte. Zehn wirkende Ur-Ideen oder metaphysische Elementarkräfte, die die Vermittlung zwischen der absoluten Gottheit und der gesamten Welt bilden. Es sind Schalen, Hülsen, die den Sephiroth der übersinnlichen Welt entsprechen – ähnlich wie bei Plato die materiellen Dinge zu den Ideen. Nö,  Plato erkläre ich jetzt nicht noch näher.  Rabbi Isaak der Blinde (um 1200) aus Ntmes in der Provence gilt als Begründer Sephiroth-Lehre.

Der erste Buchstabe, den Gott sprach, war das J und deshalb ist das J der Ursprung aller hebräischen Buchstaben, auf Hebräisch Otijot. Aus ihm wurden alle anderen geformt. Der „Hauch des lebendigen Geistes“ steckt in jedem dieser Buchstaben.

buchstaben3Zu den wichtigsten kabbalistischen Themen gehören die Engellehre und das Wesen und die geheimen Namen Gottes.

Engel  handhaben die Tore, durch welche die Gebete in den Himmel gelangen. Sie besitzen auch die Macht,  Gebete der Frommen auszusperren. Sie sind die  Elohims, die Helfer Gottes.

Es ist noch weit mehr. Die Ausübung religiöser Gebräuche durch andauernde Vertiefung in den Zohar, durch Rezitieren kabbalistischer Formeln, selbstvergessene Gebete, Meditation um hierüber zu „Vollkommenheit“ zu gelangen und zugleich an der „Erlösung der Welt“ mitarbeiten zu können.  Überirdische Erkenntnis. Seelenkraft.  Es gibt die Lehre der Seelenwanderung.

Der  Zohar (Lichtglanz) ist das wichtigste Schriftwerk der Kabbalisten und eines der ältesten Bücher. Es ist in Form von Parabeln  weitgehend im Aramäischen verfasst worden. Eine Sprache, die in den biblischen Zeiten gesprochen wurde. Die Juden nahmen das Aramäische in der Babylonischen Gefangenschaft auf. Aus der phönizischen Schrift entstanden die aramäische, die griechische, die in Karthago benutzte punische und die samaritanische Schrift und damit fast alle heutigen alphabetischen Schriften.

In fünf Bänden versuchte man  mit Texten zur Thora Pentateuch, Prophetenschriften, Erzählungen und Dialogen das Wesen Gottes zu erfassen.

Bedeutsame Wörter in Bibelversen werden ersetzt durch einen anderen Buchstaben, die denselben Zahlenwert haben.
Ein Beispiel: Ad ki jaob Schiloh (Bis dass Schiloh kommt). Die Buchstaben haben den Zahlenwert von 358. Denselben Zahlenwert haben die Buchstaben von Masckiach (Messias). Wird das Wort Messias  für das unklare Wort Schiloh eingesetzt,  gibt es jenem Vers eine messianische Bedeutung.
Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Methoden. Als ich die las, schwirrte hier ein Junikäfer herum. Er lenkte mich ab. Ich lass mir jetzt nicht mal eben ein paar angemessene Wort einfallen.  Das will noch einmal gelesen werden.

aramäischAramäisch wurde zur Hauptsprache der Juden, als Aramäisch in seiner mittelaramäischen Ausprägung die Volkssprache des vorderen und mittleren Orients war – vom 3. Jh. v.Chr. bis ins 2. Jh. n.Chr. Die hebräischen Texte der Liturgie mussten für die Gläubigen ins Aramäische übersetzt werden. In dieser Zeit wurden die fünf Bücher Mose, die gemeinsam als Tora den ersten Hauptteil der Hebräischen Bibel bilden, ins Aramäische übersetzt.

Im Zohar wird erklärt, dass Aramäisch „die Kehrseite des Hebräischen” ist, ihre versteckte Seite.

Einige Schriften des Zohars  sind jene, welche  als Etz HaChaym (Der Baum des Lebens), Sha’ar HaKavanot (Das Tor der Absichten), Sha’ar HaGilgulim (Das Tor der Reinkarnation)  bekannt sind. Schriften wurden immer auch über die vielen Jahre versteckt, mitunter verbrannt oder auch mit ins eigene Grab genommen. Vom 18. bis Ende 19. Jahrhundert war fast jeder große Rabbi ein Kabbalist. Hauptsächlich in Polen, Russland, Marokko, im Irak sowie Jemen.

Bemerkenswert scheinen mir Anknüpfungspunkte hinsichtlich der Maya.
Der Zohar, also  nicht irgendein Büchlein, das wichtigste Buch der Kabbalisten, verweist darauf, dass die Bewohner des versunkenen Inselreichs Atlantis, die auch die Codes der hebräischen Sprache für ihre Bedürfnisse benutzten, sich eines hohen technischen Fortschrittes erfreuten und Beeindruckendes leisteten, dank der Entschlüsselung der Essenz der Buchstaben. Dort lebten die Maya für 14000 Jahre, sagen die Ältesten der Maya. (Atlantis – Platon sprach nie von Atlantis, sondern von  Insel von Atlant, Stadt Atlant, Inselring von Atlant oder Burg von Atlant.Nichtsdestrotz decken sich die Aussagen von Platon und der Maya immens. )

Es scheint keineswegs Zufall, dass  die Tempelanlage auf  Yucatan  mit Namen Caba (einst Kaballah).  Den  Zufall gibt es ja auch überhaupt nicht in der Welt der Mystik. Die heiligen Kin bei den Maya – die 72 heiligen Gottesnamen bei den Kabbalisten und noch weitere Parallelen, über die ich in vorherigen Artikeln berichtete und nun der Zohar.

Im Laufe der gesamten Geschichte und durch alle Generationen hindurch – seit Abraham vor 3800 Jahren bis heute – haben die religiösen Führer von den Buchstaben Gebrauch gemacht. Baale-Schem – die  „Wundertäter mittels der Gottesnamen“, so werden die Kabbalisten auch bezeichnet. Sicher ist, dass große Kräfte in der mystischen Symbolik schlummern. Der Schlüssel allein reicht allerdings nicht, man muss sich auch über die Zusammenhänge im Klaren sein. Es muss im eigenen Innern erlebt werden, sagen die Kabbalisten.

Kraftfeld Sonne

Die Maya wie auch andere indigene Kulturvölker, Inder und weitere östliche Kulturen- sie alle hatten nie einen Zweifel daran, dass die Sonne als Zentralsonne Kraftplatz ist,  während bei uns noch die Frage diskutiert wurde, ob es überhaupt eine Zentralsonne gäbe. Die Inkas sollten im Auftrag des Sonnengotts  Inti oder Vatergotts die Gebiete um Cuzco zivilisieren.

J. H von Mädler, Professor der Kaiserlichen Universität und Direktor der Sternwarte Dorpat, schreibt in seinem Buch aus dem Jahr 1885  immerhin von einer anzunehmenden Zentralsonne. Die einzige Gegend, in der der Schwerpunkt angenommen werden könne, seien die Plejaden. Die Alkyone, der hellste Stern, habe die größte Wahrscheinlichkeit für sich, wolle man den Kraftplatz an einen einzelnen Stern knüpfen.
Ebenso interessant, deckt es sich mit den Aussagen der Maya. Von nichts anderem sprechen sie und andere indigene Völker seit eh und je. „Wir kommen von den Sternen.“

Trinität – Alle guten Dinge sind drei

Mädler schreibt weiter: Aus der Plejadengruppe emanieren neue Sonnen, die sich in alle Richtungen entfernen. Die Entwicklung durchlaufe alle Phasen der Trennung-Abstoßung, der Liebe-Anziehung. Klar, wir sind als Seelen auf diese Erde gefallen, sitzen jetzt inmitten von Magnetismus und können sehen, wie wir damit umgehen. Die Erde,  sämtliche Planeten unterliegen diesen Gravitationskräften. Bei magnetischen Vorgängen könne man nachweisen, die Farben blau innen, rot außen nehmen ihren Weg. Was sich entfernt bekommt die Farbe rot. Der Übergang gestaltet sich als Mischfarbe violett, innen blau. Farben schwingen ebenso ordentlich mit. Letztlich sah es Mädler als belegt an, dass die kosmischen Vorgänge ebenso auf Trinität beruhen. Diese Dreiheit sei  unbedingt erforderlich, um in die Ferne zu wirken. Die Dreiheit komme überall vor. Die Dreiheit komme auch in den Gottesnamen der Kabbalah zum Ausdruck.

Da fallen mir spontan die drei Engel ein, die Abraham besuchten. Drei Erzväter: Abraham, Jakob, Isaak.  Der Dreimal-Größte Hermes. Die Welt wurde in zweimal drei Tagen erschaffen. Der dreigeteilte Mensch: Geist, Seele, Körper. Eine dreigeteilte Natur: Himmel, Erde, Wasser. Auch hierzu ist schon einiges in vorherigen Artikel geschrieben. Die Sonnenscheiben der Ägypter waren dreigeteilt. Alle guten Dinge sind drei! Das Dreieck, Vergangenheit- Gegenwart – Zukunft oder These, Antithese, Synthese, Vater, Sohn, heiliger Geist.  Werden, Entwickeln, Vergehen. Die Dreizahl kommt überall vor.

Warum ist die Dreiheit so wichtig?

Die Dreiheit sei wichtig, sagt Mädler,  ohne sie kämen keine magnetischen, keine elektrischen Spannungen zustande.
Zahlen sind nicht nur eine quantitative, sondern auch eine qualitative Größe.  Dreiheit ist Schöpferkraft und Wachstum. Dreiheit ist eine vorwärts gerichtete Bewegung, die Dualität überwindet. Drei ist die erste Zahl, auf die das Wort ‚alles‘ zutrifft.  Die Triade ist die Zahl des Ganzen, insofern sie einen Anfang, eine Mitte und ein Ende hat (Aristoteles). Die Kraft der Drei ist universell. Sie ist eine starke Zahl, da sie den Mittelpunkt hat. Es gibt unzählige Dreiheiten von Göttern.

Wir sind übrigens auch Kraftzentrum, wenn auch im Kleinen. Wir lassen uns  in unserer Schöpfungsarbeit nur durch die eine oder andere Maschine vertreten, schreibt Mädler
Den Kabbalisten unterliege nichts Übersinnliches. Sie  seien einfach mehr im Bilde, was die Naturkräfte anbelangt.

72eigen

Die 72 Namen des Schöpfers sind das Licht der Weisheit, das auf uns scheint. Die Namen symbolisieren verschiedene Aspekte der Eigenschaften des Schöpfers. Sie sind Schöpferkraft in codierter Form. Verschlüsselte Buchstabenkombinationen, die eine hohe Lichtenergie, Schwingung, Vibration aufweisen und sich mit unserem Unterbewusstsein verbinden können.

Die Idee dessen, was den 72 Gottesnamen zu Grunde liege, sei genial, schreibt Mädler, dem es in seinem Buch weniger um die Erläuterung der 72 Namen des Schöpfers geht, denn mehr um die Zusammenhänge von Gotteseigenschaften, Planeten und Tierkreisen.

Durch Kombination der neun Planetensystem (Sonne und Mond mitgerechnet), werden ganz bestimmte Wirkungen ausgelöst.  Man bediene sich der Zahlenkombinationen, die mit diesen 72 Gotteseigenschaften,  den Planeten sowie Tierkreiszeichen zusammenwirken. Je nach den zusammengestirnten Planeten kämen die Zahlen 6- 15 heraus, die durch eine entsprechende Anzahl von Worten für Anrufungsformeln zusammengestellt werden. In dem entstehenden Satz sind so viele Nebensätze  wie Planeten bei der Konstellation mitwirken. Die Summe all dieser 72 Einzelzahlen ergibt wieder in Summe 778 – eine weitere bedeutungsvolle Zahl bei den Kabbalisten. Die Zahl der ganzen elementaren Welt wird ausgedrückt durch die Zahlenwerte  phe-thau. Thau stellt den Mikrokosmos, den Menschen dar.  Der Mensch ist sozusagen das Bindeglied zwischen Universum und Idee/Absicht.
Im hebräischen Alphabet ist jedem Buchstaben ein Zahlenwert zugewiesen, wie im griechischen Alphabet.

Phe 80, Tsade 90, coph 100, resch 200, shin 300 = 770 plus chet, das Kreuz als Kräftequadrat = 8  für den Menschen als Bindeglied= 778.  Jedes Tierkreiszeichen hat einen Planeten als Herrscher. Jedes Zeichen wird in weitere drei Dekaden geteilt, sodass am Ende weitere Planeten hineinwirken. Geteilt wird in 10 Grad und 5 Grad und am Ende hat man 72 Gottesnamen – Eigenschaften des Geistes von Gott.  Jeder Planet hat seine  Zahlen entsprechend seiner Schwingungsverhältnisse, mitunter mehrere. Die Erhöhung und der Fall der Mondknoten sind ebenfalls mit im System aufgenommen.

Die Zahlen der Worte und Sätze wie auch Buchstaben stehen mit Planetenzahlen im Einklang. Die Erde ist unsere Kraftgeberin.  Uranus vertritt die Beherrschung und gelbe Farbe. Neptun das Beherrschtsein. Die Fünf sei die Zahl des  Merkurs. Ihn in Verbindung mit der Dreiheit – jene Gottesnamen –  und fünf hebräischen Buchstaben, so  erreiche man die schnellsten oder kräftigsten Schwingungen.  Merkur wird also nicht umsonst der  „schnelle Götterbote“ genannt.  Mit der Fünf schuf Gott die Welt, heißt es. Die irdische Welt mit der Zahl 4. Die  Zahl 5 verweist so auch auf eine anderere Ordnung –  auf die Zahl des Jenseitigen und Geistigen.

Mir wird gleich ganz schwindlig vor lauter Götterboten und Zahlen.  Ich weiß noch nicht, was ich vom Herrn Professor halten soll.

Die  72 Gottesnamen

72Eigenschafte

In ihnen steckt Schöpferkraft. Jeder dieser Schlüsselcodes weist eine andere Lichtvibration auf. 72 Eigenschaften, die dem Geist Gottes zugewiesen sind. Jeweils drei Buchstaben. Früher geheimes Wissen, seit längerer Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Jahr 2004 erschien in England das erste Buch hierzu.

Die 72 Gottesnamen sind heilig,  handelt es sich nicht um Namen im herkömmlichen Sinn des Wortes, sondern um Kombinationen, die Verbindungen zwischen den spirituellen und den physisch materiellen Welten darstellen. Jede dieser Kombinationen besteht aus drei hebräischen Buchstaben, die meist keinen wörtlichen Sinn ergeben. Die drei Buchstaben sind in den drei Versen der biblischen Geschichte über die Teilung des Roten Meeres in Exodus Kapitel 14, die Verse 19, 20 und 21 verborgen. Jeder dieser aufeinander folgenden Verse setzt sich im Hebräischen aus 72 Buchstaben zusammen. Ordnet man nun diese drei Verse in drei Tabellen an und nimmt von jeder Tabelle den entsprechenden Buchstaben so ergeben sich die 72 Namen:

Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie      Exodus 14, 19

Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und dort war die Wolke finster und hier erleuchtete sie die ganze Nacht, und so kamen die Heere die ganze Nacht einander nicht näher      Exodus 14, 20

 Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und der Herr trieb die ganze Nacht das Meer durch einen starken Ostwind fort. Er lies das Meer austrocknen und das Wasser spaltete sich      Exodus 14, 21

So sehen diese Verse auf Hebräisch aus:

 • ויסע מלאך האלהים ההלך לפני מחנה ישראל וילך מאחריהם ויסע עמוד הענן מפניהם ויעמד מאחריהם

 • ויבא בין מחנה מצרים ובין מחנה ישראל ויהי הענן והחשך ויאר את הלילה ולא קרב זה אל זה כל הלילה

 • ויט משה את ידו על הים ויולך יהוה את הים ברוח קדים עזה כל הלילה וישם את הים לחרבה ויבקעו המים

meerHennoch, auch Enoch,Thod, Hermes genannt,  soll gewirkt haben.
Nachgewiesen ist, dass es mindestens drei Versionen zum Meerwunder  gibt. Einmal sind sind sie geflohen, ein anderes Mal entlassen.  Einmal wird das Meer durch Ostwind geteilt. Also, wenn es sich geteilt hat, müssen wohl schon noch andere Kräfte gewirkt haben als der Ostwind,möchte man vermuten. Ein anderes Mal  tun sich Wassermauern auf und ein trockener Weg wird geebnet. Es wird von Wolkensäule“, „Wolke“, „Feuersäule“ und „Wolkenfeuersäule“ berichtet.

Das Buch Enoch gehört wie viele andere Texte zum Teil der aus dem Kanon der biblischen Texte ausgesondert wurde, weil sie „nicht vom Heiligen Geist beseelt“ seien.

Sie gehören zum Korpus der Apokryphen. was so viel heißt wie geheim oder versteckt. Wie soll ich jetzt bitte herausfinden, ob es Henoch war, der den Israeliten eine Lichtsäule reichte?

Im Buch Die 72 Namen Gottes  von Yehuda Berg werden die spirituellen Eigenschaften, die jedem der Namen zugeschrieben werden untersucht, ihr Wesen und ihre verborgenen Kräfte erklärt und  eine Anleitung zu deren persönlichen Benutzung in Form einer Meditation gegeben. Der Leser wird eingeladen die „Technologie für die Seele“ zu lernen und umzusetzen, die dann in seinem Leben entscheidende Veränderungen bewirken kann.

Heilenergie

Alles ist Licht. Unterbrechungen im Fluss des Lichts führen zu Störungen der Gehirnaktivität und des Immunsystems. Alle energetischen Faktoren, die die direkte Verbindung zwischen dem Menschen und dem unendlichen Fluss des göttlichen Lichts stören, müssen daher aufgelöst werden. Symbole müssen allerdings in unserem Geist aktiviert werden, damit sie wirksam werden.
Die 72 Gottesnamen verfügen über eine hohe Lichtvibration.

alefDer erste Buchstabe des hebräischen Alphabets ist Aleph, bestehend aus zwei Yod, eines weist nach oben, verweist auf die göttliche Sphäre, das andere deutet nach unten, verweist auf den Erdenbereich. Der diagonale Strich Vav verbindet diese beiden Welten. Der Zahlenwert der drei Elemente von Aleph ist: Yod (10) + Yod (10) + Vav (6) = 26; dies ist derselbe Zahlenwert wie für den Namen Gottes YHVH. So hat der Buchstabe Aleph denselben Zahlenwert wie der heilige Name Gottes.  Jeder Name Gottes hat einen spezifischen Anwendungsbereich.

Für heute geht ein weiteres kleines Stück Mystik zu Ende.
Ich puste meine Haare zurück – gewinnend.

3 Kommentare zu “Jud: Der kleinste Buchstabe, der manchmal vergessen wird

  1. magguieme sagt:

    Ich habe da ein großes Problem, liebe Martina. In der Vorschau habe ich gelesen, dass noch etwa dreihundert Worte folgen, dann habe ich begonnen und bemerkt, es sind noch dreitausend! So lange wollte ich da eigentlich nicht sitzen. Aber: Auch wenn ich längst nicht alles verstehen kann, deine Texte lassen mich einmal angefangen nicht mehr los. Danke für dein Haareraufen, Durchhalten und Maikäfergespräch.

    • martinakunze sagt:

      Ich höre zu. Herzeligen Dank, liebe M a r g a. Mich freut, dass D u mich lesen magst..

      Im Roman ist es üblich, dass die Figuren Veränderungen durchmachen. Ich arbeite daran. 300? D r e i h u n d e r t,…das ..ist…die…Länge eines Telegramms, einer SMS, …Gefühltes Vorbeirauschen einer Silhouette eines Baumes…
      .
      Alles begann mit den Maya, ihrer Kultur, ihren Vorstellungswelten, ihrem Einssein mit der Natur, ihren aktuellen Stellungnahmen, ihren Denkwelten, der persönlichen Begegnung mit einem Kristallschädel, ihren mächtigen Kalendern, ihren exakten Zeitrechnungen ‚It`s all about harmony‘ sagte Senora Mildred zu mir – eine Maya. Du musst dich nur erinnern, waren Victors letzte Worte.18 Jahre, Mexikaner, hellsichtig.
      Damit kam ich zurück nach Deutschland. Tiefengefühle. Neugierde.Aufarbeitung. Irgendwann stolperte ich über eine Stadt, Tempelanlage – Caba, die einst Kabalah hieß. Themen purzelten auf mich ein: Quantenphysik-/philosophie,Essener, nun Kabalah, Essener, die tatswahrhaftig, ohne dass ich eine Spur von Ahnung hatte, worum es dabei ging. Sie „fielen“ in mein jetziges Leben. Nun staune ich nicht mehr nur über die Maya. Verbindungslinien, Spurensuche. Ich befinde mich auf Entdeckungsreise. Manchmal gehen sie mit mir durch. Ja, mea culpa. Zum Haareraufen – vor allem für die Leser. Ich danke für das Dranbleiben und das freundliche Mich-daran-Erinnern..

      Mein „Problem“:

      Hier bei mir landen nur Kommentare von dir. Jene Gefällt mir/Likes bekomme ich über WordPress nicht angezeigt. Lese sie einzig über Email-Account.

      • magguieme sagt:

        Egal! Es gibt bestimmt viele Likes in dieser Welt, die nie sichtbar werden und auf anderen Kanälen doch ankommen können.

        Manchmal glaube ich, ich schreibe, weil ich dann das Gefühl habe, Zeit zum Aussprechen zu haben. Keine Unterbrechungen durch andere Worte, Gesten oder Mienenspiel.
        An anderen Stellen habe ich mich an das „Mach schnell und kurz“ meiner Worte aber schon zu sehr gewöhnt. Manche in meiner Mitwelt gäben mir womöglich gerne die Chance, mich vollständig auszudrücken und dadurch auch zu mir selbst zu finden. Du forderst das auf gewisse Weise sogar von mir ein, auch wenn du das wahrscheinlich gar nicht wusstest.

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