Durchlässig bleiben

Kodoish2

Kadosh, Kadosh, Kadosh Adonai Ts’va’ot
Heilig, Heilig, Heilig ist der Gott aller Scharen.

ist ein wunderschönes Mantra. Es ist ein sehr altes hebräisches Mantra. Es ist ein kraftvolles Mantra.
Aller Kosmos spiegelt sich in diesem Mantra.

Alles wirkt und fließt.  Alles darf Eins sein.

Das heilige Wissen – KODOISH
Das heilige Sein     – KODOISH
Die heilige Seele    – KODOISH
Das heilige Selbst  – ADONAI TSEBAYOTH

Im Hebräischen findet sich dieses Mantra in der Kedusha (Heilige Gebet der Anrufung). Die Gottesheiligung wird über mehrere Namen und Anrufungen ausgesprochen. Es ist Teil der Amidah, des sogenannten Achtzehn Gebet. Ein Gebet des Samstagmorgen Gottesdienstes. Es ist ein Wechselgebet zwischen Gemeinde und Vorbeter, das sowohl gesprochen als auch gesungen wird. Es ist weiter Bestandteil zweier Gebete, die auch in diesem Morgengottesdienst gebetet werden, dem Gebet der Erleuchtung und dem Gebet der Erlösung.

Das heilige Selbst  – ADONAI TSEBAYOTH
Adonai wird auch mit „unser Gott“ oder „Alles ist Eins“ übersetzt.

tothSei immer ein Kind des Lichtes. Lass dich niemals von den Auswirkungen deines Lebens beherrschen. Erschaffe immer noch vollkommenere Ursachen und mit der Zeit wirst du eine Sonne des Lichtes sein […]

So steht es in der Schrift von Thot, auch genannt Henoch, Enoch, Hermes, der Pyramidenbauer der Welt, genannt Arlich Vormalites, der Weisheitssucher. Im Wissen darum, dass der keimende Samen des Lebens Licht ist.
Energie, Vibration, Wellen, Schwingung. Jedes Licht sitzt in einem Gefäß, in einer Form, einer geometrischen Form.  Die Sprache als Werkzeug der Schöpfung. Das Wissen um die Macht der Gedanken, um die Macht der Worte.

In diesem Mantra steckt sie. Der Code dieses Mantras erzeugt die höchste Absicht des Erwachens in unserem Herzen im Zusammenspiel mit dem kosmischen Herzschlag. Durch das Sprechen und Singen dieses Mantras werden unsere Seele und unser inneres Licht gestärkt.

Das Mantra trägt die Schwingung zu jedem, der es sprechen oder singen mag, als Kraft, als Liebe, als Licht, als Leichtigkeit, als klares Scheinen und auch als Wissen..

Gedanke – Wort- Tat.

Von anderen geformt

Es ist das Wesen der Form, zu begrenzen. Die Form hebt einige Aspekte hervor und lässt andere in den Hintergrund treten. Sie setzt Prioritäten. Sie formt ein Bild. Alle Kreativität ist ein Dialog zwischen Energie und Form. Wer von Energie spricht, spricht immer auch über Form.

Wir Menschen sind Form. Wir sind das Ergebnis einer sehr kreativen Schöpfungsenergie.
Wir sind  eine Manifestation – die Bindung von Energie. Wir sind belebte Form. Wir sind Energiekörper. Es ist die Bewegung vom Unsichtbaren zum Sichtbaren hin. Eine Geist-Körper-Einheit.
Vollbeladen mit Chromosomen und Genen und Persönlichkeitsstruktur stecken wir in einem vergänglichen Behälter.

elektronUnd –  sind sichtbar. Unsere Energie ist im vollen Einsatz in der Alltagswelt, um die Idee des Selbst, was wir sind, was wir sein wollen und wie andere Menschen uns wahrnehmen, aufrecht zu halten. Ob es tatsächlich unser Selbst ist oder doch nur eine Vorstellung von unserem Selbst, wissen wir nicht. Naja, erahnen tun wir es irgendwie schon…
Häufig wird ja Egozentriertheit mit Selbstverwirklichung verwechselt. Das wissen wir auch schon.

Wir vermögen es, nicht nur den Samen wieder aus der Erde zu holen, wir bringen es sogar fertig,  die Bäume mit gereiften Früchten aus der Erde zu ziehen.
Irgendwie fällt es uns schwer, unser Licht, dass wir sind, dass uns geschenkt wurde, festzuhalten und in voller Leuchtkraft auf dieser Erde zum Strahlen zu bringen.
Irgendwie ist der Knoten in uns noch nicht geplatzt, im Wissen darum, dass wir uns auf einzigartige Weise in Liebe so richtig ausdehnen können.
Irgendwie wollen wir unser energetisches Potential unsere schöpferischen Talente nicht wahrhaben.
Irgendwie scheinen wir nicht zu wissen, dass zwischen Energie und Form ein dauernder Dialog stattfindet. Wenn ich mich fürchte, verschließe ich mich auf allen Ebenen. Meine Aurafeld schrumpft, meine Energie kann nicht fließen. Sie blockiert Körper und Geist.
Irgendwie scheinen wir auch die Befähigung zu haben, diese Welt ähnlich wahrzunehmen. Bei Kindern sieht die Sache zunächst noch anders aus. Energetisch betrachtet, formt es sich aber sehr schnell selbst nach dem Abbild jener, die um sie herum sind. Und so wie  sich ein Kind Erwachsenen um sich herum anpasst, so eifert sein Energiekörper ihrer Position nach. Mir fällt  der französische Dichter Francois Rabelais ein. Ein Schreiber der Renaissance. Vor vielen hundert Jahren schrieb er: „Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.“

Feuer.
Hallelujah.

Glauben Sie etwa, es ist Zufall, dass die Farben Blau, Gelb und rosa alle anderen Farben des Spektrums mischen können? Feuer ist ein Element unserer Natur. Wir tragen in unserem Ätherkörper Flammen. Blau die Farbe des Willens, Gold, die Flamme der Weisheit und eine rosa Flamme der Liebe. Diese Trinität verleiht uns Schöpferkraft. Das ist der Stoff aus dem der Äther geschrieben ist. Das ist der Stoff, aus dem wir unsere Träume leben könnten.

bibel 1500 jahre liegt im vatikan

Diese Bibel ist 1500 Jahre alt. Sie befindet sich im Vatikan.

Das sind keine wilden Spekulationen. Das ist Ur-Wissen.
Steht sogar im Maria-Evangelium, auf Papyrus im 4. Jahrhundert geschrieben. Das Maria-Evangelium beginnt mit der Frage, was ist Materie? „Die Güte wurzelt in der dreifältigen Flamme des Herzens“ –  und zwar in der Flamme der Liebe, liest man ein paar Seiten weiter.
Mirjam von Magdala.  Carl Reinhardt brachte 1896 das Evangelium von Kairo nach Berlin, in einer alten Kladde. Dort lag sie dann in einem Museum. Interesse zur Übersetzung kam erst auf, als man die Qumran-Rollen im Jahr 1945 fand – die Schriften der Essener. Darüber fand man heraus, dass es Ähnlichkeiten gab,  und so kommt man zu dem Ergebnis, der Text aus jener alten Kladde sei vermutlich eine Abschrift eines ursprünglich in Altgriechish verfassten Evangeliums aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts.

Von den Maya, allen indigenen Völker bis zu den Essenern und Hindus – alle wissen darum. Sie alle weisen auf die Flamme in uns hin.

Wir tun nur leider alles, was uns von ihr entfernt.
Sinkende Schwingungen sind das Ergebnis.

Modelliert werden wir vor allem durch Medien unserer Zeit, durch ein Muster von Ideen oder kulturellem Ethos. Die Idee unserer Zeit ist das, was wir über den Fernseher sehen, in unseren Büchern und Zeitschriften lesen, über eine SMS, über Twitter und Internet erfahren.

Modelliert werden wir vom Drang, anderen etwas beweisen zu wollen, immer alles richtig machen zu wollen und mitunter unsere Daseinsberechtigung durch gute Werke erkaufen zu müssen. Modelliert werden wir auch durch unsere Zweifel, durch unser Festhalten im Gehabten und im „Immer-schon-Bekannten“, durch unsere kühlen Masken unserer unterdrückten Emotionen. Modelliert werden wir durch unseren Fokus auf das, was wir nicht voneinander bekommen, statt auf das, was wir einander geben.

Wir leben in bestimmten Ideen, in bestimmten Themen, an die haben wir uns zu halten. Unser Lebensgefühl wird dominiert vom Ethos des „Ich armes Baby“-Syndrom. Folglich leben wir in einer Armes-Baby-Welt. Innen wie außen, also haben wir auch ein Armes-Baby-Universum, folglich haben wir viele Schwarze Löcher. Folglich werden gleich ganze Sternenkonstellationen und Planeten verschlungen.

fische bunt2

Energie ist potentiell schöpferisch.

Das Universum unterstützt. Darauf können wir uns einschwingen. Es gibt allerdings keinen persönlichen Besitzanspruch auf alle Energie – Sie wissen schon, so nur für sich ganz allein. Es geht hier nicht um Aladins Wunderlampe oder Bezaubernde Jeannie. Jeder Wunsch wird mir erfüllt!  Ego-Blockaden verhindern die Fülle. Das Werk der Schöpfung ist ein Gemeinschaftswerk. Dein Teil, mein Teil, Ihr Teil muss mit den anderen Teilen zusammenpassen. Gut so, denn so gibt es keinen anderen Weg, als den zu erkennen, dass mein Wohl, dein Wohl, Ihr Wohl ein und dasselbe ist. Wir achten nur leider diese Verbindung zueinander nicht. Noch nicht.
Wir werden durch den Verlust eines anderen, nichts gewinnen. Diese Vorstellung sollten wir aufgeben. Das ist angsterfülltes Denken unseres Egos.

Maya-Schamaninen

Schamaninnen. So sahen sie einst aus. Museum Anthropologica, Xalapa, Mexico

maya schamanin

Heute

Die toltekischen Schamanen sagen, wir konstruieren unsere Wirklichkeit. Was sich vor uns zeigt, oder, was wir gerade in diesem Moment sehen – diesen Raum, diese Mauer, die Straße dort draußen – ist nicht die einzige Wirklichkeit, die existiert. Wenn sich der Körper energetisch in den Traumkörper verwandelt, kann diese Energie „andere Wirklichkeiten“ oder andere Aspekte des Universums wahrnehmen.

Andauernd werde unsere Energie von etwas anderem konsumiert. All das sorge dafür, dass wir über keine zusätzlichen Energien verfügen, die wir aber eigentlich bräuchten, um unseren Montagepunkt  – mal hier und mal dorthin – zu verschieben, sagen sie. Sie  sagen auch: Wir alle haben die Position unseres Montagepunkts auf nahezu ein und demselben Platz, was uns dazu befähigt, die gleiche Wirklichkeit wahrzunehmen. Darum nehmen wir nicht nur ähnlich wahr, wir konstruieren auch Ähnliches.

maya riviera

Maya, Indianer Mittelamerikas

Wozu sollen wir uns in andere Wirklichkeiten „träumen“?
Sie sagen, um die Freiheit vom Gefangensein in irgendeiner Wirklichkeit zu erlangen, was immer das für eine Wirklichkeit auch sein mag.

Wer Ohren hat zu hören, der höre…“ (Jesus)
– auf die feine, leise Stimme im Innern, die man nur hört, wenn die Ohren nicht von äußerem Lärm zugedröhnt sind.

Um dorthin zu kommen, wo wir hin möchten, brauchen wir unbedingt mehr Energie.

Die toltekischen Schamanen wissen um die verschiedenen Positionen des Montagepunkts oder die Fähigkeit, verschiedene Wirklichkeiten wahrzunehmen. Jede Position beleuchtet unvorstellbare Möglichkeiten. Das Ziel ist für sie, sich auf keine permanente Position zu fixieren. Sie suchen „Flüssigkeit“.

mayazeremonie

Zeremonie

Über die Ausdehnung des Atems können wir den Montagepunkt bewegen. Durch die Methode der „Rekapitulation“ holt man sich alle Energie wieder. Damit rufen wir die Energie zurück, die wir während unseres Lebens zurücklassen.

„Arbeite dich zurück“.

“ Zuerst machst du eine Liste von allen, deren Bekanntschaft du während deines Lebens gemacht hast, von jeder Person, der du je begegnet bist. Das ist für sich selbst schon eine Unternehmung, die intensive Konzentration verlangt. Und schon das Erstellen der Liste lockert manches auf und befähigt dich dazu, deine Aufmerksamkeit auf spezifische Dinge zu fokusieren. Wenn du deine Liste erstellt hast, mußt du einen Platz finden, der Druck auf deinen Energiekörper ausübt, wie z.B. einen Wandschrank. Nehme eine bequeme Sitzhaltung ein und beginne mit der ersten Person auf deiner Liste. Arbeite dich zurück, indem du alle Begegnungen mit dieser Person, all jene Interaktionen, in denen Energie ausgetauscht wurde, rekapitulierst oder visualisierst. Sieh dich selbst interagieren, sieh, wie du alle möglichen energetischen Manöver durchläufst, um die Situation aufrecht zu erhalten. Denn wir alle konstruieren unsere Welt energetisch. Sogar wenn wir einfach nur die Straße hinunterfahren, konstruieren wir. Und wir halten diesen Akt für selbstverständlich und sagen, daß die Straße doch immer da sei. Aber in Wirklichkeit sind wir alle Zauberer, welche die Welt um uns herum konstituieren, und wir alle haben in diese Taktik eingewilligt. “ (Taisha)

Das können Menschen sein, das können Arbeitsstellen sein, das kann das Aufgeben von Sicherheit, das kann das Aufgeben vom Wohlstand versorgt zu sein bedeuten. Das kann ein wohlvertrautes Selbstbild sein, das so starr geworden ist, dass wir den Regen nicht mehr spüren.

brieffeuer

So lange bis keine Energie mehr zurückbleibt.

Starte an deiner rechten Schulter, bewege deinen Kopf von rechts nach links, und atme dabei ein. Dann drehst du deinen Kopf zurück und atmest aus, während du all das zurückschickst, mit dem du nicht länger verbunden sein willst. Abschließend bringst du den Kopf wieder in eine zentrierte Haltung zurück. Du wirst das Gefühl nicht bei jedem Bild haben, aber atme alles tief aus, während du mit jedem Atemzug Linien zurücksendest. Und wenn du deine Energie zurückgezogen hast, atme sie in einem Stück ein, und fahre damit so lange fort, bis dort keinerlei Energie mehr zurückbleibt. Die Szene wird leer sein, eine Art Vakuum, weil nunmehr keine energetische Komponente in ihr verblieben ist.

Durch die Rekapitulation holen wir  Energie aus der Vergangenheit zurück, die in unseren persönlichen Geschichte verloren gegangen ist. Wir ziehen einen Kometenschweif an Erinnerungen, an persönlichen Geschichten hinter uns her. Es mag zunächst finster klingen, sich seinen Weg zur Mitte zu brennen, ist vermutlich auch das einsamste Feuer von allen, wenn sonst nichts mehr brennen will. Die Technik hilft, sich von erinnerten Ereignissen aus der Vergangenheit zu lösen.

Bis wir nur noch das Wesentliche mit uns tragen…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s