Bis auf den Kern

denkmalnach15

Gib dem Himmel
Dein Glück in die Hände.
Alles geht weiter.

Der Himmel umfasst alles Fliegende und alles Fallende. Und es gibt sie die schlimmen Momente im Leben. Und sie sind wahr. Die Angst, der Kummer, der Schmerz, der manchmal unerträglich erscheint. Körperliche und emotionale Verletzungen. Manches geht bis auf die Knochen. — Und dann ist da der Schrei, der in der Stille verhallt. — Und dann sind da die Zeiten, in denen wir Grenzen durchbrechen müssen. — Und alles in uns, jede Zelle unseres Gehirns sträubt sich gegen diesen Weg. — Und intuitiv wissen wir, wenn wir nur fortlaufen und uns davor verstecken wollen – gerade dann sollten wir diesen Weg gehen. — Und manchmal haben wir keine andere Wahl, als aufzutauchen. —  Im Gegenzug zum Gewicht der Welt. — Und man seufzt tiefer, als man es je für möglich gehalten hätte. — Und das ganze Leben liegt in jenem Moment.  — Und wir holen hinaus, was wir in uns versteckt gehalten haben. — Und dann gehen wir den Weg — Und er führt uns über unsere Grenzen hinaus.  — Und wir erfahren, jeder von uns hat im Kern etwas Unzerstörbares. —  Und wir merken, in der Mitte jeder Angst wartet ein Ring des Friedens.

Und dann gehört dir die ganze Welt.

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Die Essener: Bräuche und Sitten

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Die Essener sind ein über 8000 Jahre altes Volk. Sie lebten im alten Ägypten und waren als außergewöhnliche Heiler und Seher bekannt. Das essenitische Volk lebte unter den Ägyptern, jedoch nach seiner eigenen Philosophie. Diese war geprägt von dem Gedanken, dass es eine „Quelle Allen Seins“ gibt, die sie Vater-Mutter-Gott nannten.

Dies unterschied sich von der Lebenseinstellung der Ägypter, die an viele Götter glaubten und den Pharao als gottgleich ansahen. Neueste archäologischer Funde lassen erkennen, sie waren keine reine Männergemeinschaft. In der Bruderschaft lebten und wirkten Männer und Frauen gleichberechtigt. Die Ämter der Gemeinschaften waren für alle erreichbar, unabhängig vom Geschlecht.

Sie bewirtschafteten Land oder wohnten an Ufern von Seen und Flüssen. Alles was sie hatten, wurde gemeinschaftlich genutzt und untereinander geteilt. Sie hatten ein umfassendes Wissen über die Erde, das Klima, die Pflanzen und den menschlichen Körper entwickelt. Dies geschah auch durch ihre regelmäßigen Meditationen über die Engel von Mutter Erde, die sie Gaia nannten, die Engel der Materie und die Engel des Himmelsvaters.

Die Ausrichtung auf den einzigen Gott ist die Basis des Denkens und Lebens für die Essener gewesen. Arme und Außenseiter bezogen sie ein. Das Gebot der Nächstenliebe, das für typisch christlich gehalten wird, steht schon im Alten Testament (3.Mose 19,18). Auch in jüdischer Schriftauslegung findet sich die Forderung nach Feindesliebe.

Jesus wandte die essenitische Grundformel von der Überwindung des Bösen durch das Guttun auch auf den Bereich der Feindschaft an. Gewaltlosigkeit, Schutz des Lebens mit Fokus auf Kinder und Frauen, Heilung- die Seele bringt er uns zurück. Du machst mich groß und tröstest mich -, Engagement für Menschen am Rande. Entschiedenheit – Ja soll ein Ja sein. Nein soll ein Nein sein,  all diese Akzente setzte Jesus. All diese Akzente setzten bereits die Essener.  Jesus soll in Qumran geweilt haben und soll von den Essenern ausgebildet worden sein.

Essener schriftrollen

Essener schreiben Schriftrollen. Quelle: Selva/Lemage

Es gab weder Diener noch Sklaven. Dies wurde stets abgelehnt, was für die damaligen Zeiten eine revolutionäre Haltung war.  Armut oder Reichtum Einzelner gab es ebenfalls nicht, weil alles gerecht geteilt wurde. Diese Form des Zusammenlebens gründete sich auf dem Gesetz der Einheit und des Einklangs mit der Natur, der Erdenmutter und des Himmelsvaters.

Sie verwendeten viel Zeit für das Studium der alten Schriften und der Astronomie. Sie erforschten Heilkräfte und die Fähigkeiten der Weissagung. Sie galten Vielen als die Eingeweihten in die Heilkünste und wurden bei schweren Erkrankungen oder Epidemien in weite Teile des Landes gerufen. Ihr Leben war einfach und genügsam.

Sie richteten sich nach dem Lauf der Sonne. Mit Sonnenaufgang erhoben sie sich und begrüßten den Tag mit einer Kommunion (Gebet). Mit dem gleichen Ritual beendeten sie ihr Tagwerk zu Sonnenuntergang. Sie trugen einfache weiße Kleidung und hatten ein tägliches Ritual, im kalten Wasser zu baden. Hier ging es um die innere und äußere Reinheit, die für sie von großer Bedeutung war. Die Mahlzeiten wurden schweigend in der Gemeinschaft eingenommen. Ihre Kraft schöpften sie aus dem Gebet, der Beschäftigung und Vertiefung mit dem Gesetz. Trotz all der Ernsthaftigkeit waren die Essener ein sehr lebendiges Volk. Sie zeichneten sich aus durch ihre Herzenswärme und Herzensgüte. Es war wie ein Strahlen, das von ihnen ausging und die Umgebung berührte.

Bewundert wurden sie für ihre Ausdauer und ihr Kräfte, die sie zielgerichtet einsetzten. Sie galten oft als „anders“. Doch ihre Stärke war, sich nicht vom Wesentlichen ablenken zu lassen.

Esseneer ausgrabung

Ausgrabungsstätte Khirbet Quelle: J.S. Archäologe Yizhar Hirschfeld von der Hebräischen Universität in Jerusalem untersuchte die Siedlung Khirbet Qumran zunächst unabhängig von den gefundenen Schriftstücken und kam zu dem Schluss, dass sich Qumran in einem florierenden Wirtschaftsraum befand, der damals noch keine Wüste war. Die archäologischen Funde und die Anlagen von Bädern deutete er nicht im Sinne eines Klosters.

Ihre Lebensweise, die man heute als gesund und eher schon karg bezeichnen möchte, erhielt sie vital und kräftig, dadurch erreichten sie oft ein sehr hohes Alter von weit über 100 Jahren. Zeitgenössische Berichte über die Essener gibt es von Plinius der Ältere (Naturforscher), Flavius Josephus (Geschichtsforscher, Der Jüdische Krieg) und Philo von Alexandria (Geisteswissenschaftler). Bis heute finden sich noch immer Teile ihrer Lehre, sei es nun im täglichen Leben oder in den heiligen Schriften,wie mit dem Friedensgruß „Friede sei mit dir“ im Johannes-Evangelium oder in den Psalmen und weiteren Teilen des sogenannten Alten Testaments, wieder.

Ein Leben nach Regeln

Es gab strikte Regeln. Gemeinsame Mahlzeiten oder auch Waschungen, rituelle Bäder, Handauflegen zu Heilungszwecken, die Gütergemeinschaft, das Armutsideal, die Ablehnung der Welt der Finsternis, der tolerante Umgang mit Andersgläubigen und  den Rückbezug auf  jüdische Traditionen. Die Vielehe war untersagt. Nach dem Tod eines Partners war die Wiederheirat nicht erlaubt.  Es existierten strenge Sabbatbestimmungen. Ihre Jahreseinteilung legten sie dem Sonnenkalender zugrunde, während die Pharisäer und Sadduzäer nach dem Mondkalender verfuhren. Ihre kosmisch-anthropologischen Gesetze galten als ein Imperativ, als  eine von Gott der Welt und den Menschen eingeprägte Ordnung.

Die universellen Lebensgesetze
Die Essener verwendeten viel Zeit auf die Erforschung von Zusammenhängen. Sie waren vertraut mit den Gesetzen der Heiligen Geometrie und den hermetischen Prinzipien, wie dem von Ursache und Wirkung.  Nicht umsonst waren ihre landwirtschaftlichen Erfolge überaus wirksam und ihr Heilkünste weithin bekannt. Das Gesetz der Harmonie und des Miteinanders lebten sie. In der Akzeptanz und Wertschätzung des Gegenübers kann ich mich selbst wiederfinden.  Sie hatten keinerlei Interesse daran, andere zu bekehren. Sie konnten die Dinge so nehmen wie sie sind. Sie  waren in der Lage gelassen, aus einer inneren Ruhe heraus zu handeln. Diese Handlungsweise setzt eine jahrelange Schulung des Geistes und der inneren Haltung voraus. Sie sahen den Kosmos durchströmt von der Liebe des Himmlischen Vaters. Sie akzeptierten ihre irdische Aufgabe und erfüllten diese mit ganzer Hingabe.

Sie waren nicht weltfremd, sondern standen mit beiden Füßen auf der Erde. Sie wussten, dass sie Gutes und Böses gleichermaßen erschaffen konnten. Sie wussten, dass Licht immer auch Schatten erzeugt, das alles seine Polarität hat. Sie fokussierten sich auf das, was i h n e n wesentlich erschien. In allem Geschehen versuchten sie die inneren Zusammenhänge zu erfahren und zu begreifen. Im Wissen um das universelle Gesetz der Harmonie war es ihnen das Wichtigste, dass im Universum ein Gleichgewicht existiert. Ihr Bemühen war es, in Einheit und in Harmonie mit allem zu leben. Die Ehrfurcht vor der göttlichen Flamme in Mensch und Tier verbot es ihnen, sich an wehrlosen Wesen zu vergreifen oder ihnen ohne Not Schmerz und Leid zuzufügen. Sie aßen keine Fleisch und schlachteten keine Tiere. Alles Leben war für sie ein Tempel des Himmlischen Vaters.  Die Erde und die Natur war für sie die Lebendige Mutter, Helferin und Heilerin seines Leibes. Alles Negative und Kranke entstand für sie aus der Disharmonie. Sie lernten die verschiedenen Schwingungen der Materie erkennen und vermochten, sie in Gleichklang zu bringen. Es war ihnen sehr wichtig, zu wissen, warum und wozu sie auf der Erde waren.

Sie erkannten die Grundsätze des Lernens und das Gesetz des Ausgleichs aller Leben an. Sie betrachteten nicht nur das Jetzt, sie überblickten den Lauf der Welt als eine Gegenwart, in der Zeit, Zukunft und Vergangenheit Eins waren – in göttlicher Harmonie. Alles ist mit allem verbunden. Einsamkeit und Alleinsein existierten für sie nicht. Das Ewige wurde vom Vergänglichen unterschieden. Ihre Seele ruhte im Schoß ihres Himmlischen Vaters, der um die Führung durch dessen Engel weiß. Tod bedeutete für sie, die Geburt ins ursprüngliche Sein.

Die Expertokratie diskutiert kritisch und kontrovers über die Qumran-Rollen. Einige Wissenschaftler weisen auf die  zahllosen Parallelen zwischen den Schriften des Paulus und denen aus Qumran hin. Eine Fülle qumranischen Gedankenguts soll in die Jesus-Bewegung hineingetragen worden sein. Intensive Beziehungen zwischen Jesus und den Essenern komme sehr viel Plausibilität zu, heißt es.  Auf dieser Spurensuche wird auch  eingeräumt, dass Jesus möglichweise nicht am Kreuz starb.

Im nächsten Artikel erfahren Sie mehr über die Essener und ihre Heilverfahren.

Teil1 : https://martinakunzemexicoprojekt.wordpress.com/2014/02/26/die-essener-eine-reise-zu-den-ursprungen/

Hand in Hand mit sich

der tanz

               Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren (Pina Bausch)

Einmal  war sie auf der Suche nach Wasser in Spaziergangentfernung. Ganz so einfach war es aber nicht, Wasser so nah zu finden. Also machte sie sich mit ihren Freunden auf zum Botanischen Garten. Sie an der Spitze. Als sie beim Botanischen Garten ankamen, waren die Tore schon geschlossen. Es gab auch niemanden, der sie öffnen konnte.
Einer der Freunde sagte: „Lasst uns wieder gehen“. Die anderen stimmten ihm zu.
Die Mauer um den Garten dort war ziemlich hoch. Sie schaute die Wand empor und sagte leise zu einem der Freunde: „Was glaubst du, wie hoch die Wand ist?
Der Freund hatte keine Zeit zur Antwort. Sie kletterte die Wand bereits hoch.
Sobald ihr Freund bemerkte, was geschah, eilte er herbei, um ihr zu helfen. Sie schaute herunter und sagte:

„Wenn du mir erlaubst, das allein zu machen, glaube ich, dass ich sehr viel erfolgreicher sein werde.“

Das war der Tag, an dem all ihre Freunde die hohe Wand überwanden.

Es gibt Hindernisse im Leben. Die meisten Menschen meinen: Wenn du sie nicht überwinden kannst, musst du sie umgehen oder unter ihnen hindurchschlüpfen.

Meine Einstellung beginnt und endet damit, Hindernisse und Probleme zu überwinden, indem man sich über sie erhebt. Dafür sind sie da: damit du dich über sie erhebst.

Die Essener: Eine Reise zu den Ursprüngen

essener

Sie blicken auf eine 2100 Jahre alte Schrift: Ein Fragment der Exodus-Schriftrolle aus dem Qumran-Fund, das die Kapitel 6:25 bis 7:19 der Bibel enthält.

Ein Hirtenjunge, namens Mohammed ad Dhib steigt in der Nähe des Toten Meeres einer Ziege nach und stößt dabei auf Tongefäße, deren Inhalt zu den sensationellsten Entdeckungen der Geschichte gehören. Erst über Umwege gelangen sie in die Hände von Gelehrten.

Fast märchenhaft klingt die Entdeckung der Schriftrollen Qumrans im Jahre 1947. Sie halten die ältesten geschriebenen Texte der Bibel in ihren Händen. In elf Höhlen sind seither 800 Schriftstücke gefunden worden.Im Herbst 1963 fand man noch weitere vier Rollen. Heute spricht die Wissenschaft von einer Höhlenbibliothek und nicht wie gemein angenommen nur von einem Verstecken vor den Römern.

Nicht immer sind es vollständige Texte, häufig auch kleine Fragmente. Beduinen suchten im Laufe der Jahre und finden sie auch. Einige der Manuskripte werden heute in einem eigenen, atomsicheren Museum in Israel aufbewahrt. Das Museum erinnert in seiner äußeren Gestalt an ein Tongefäß. Nicht nur die Schriften befinden sich dort, sondern alle archäologischen Qumran-Funde der vergangenen Jahrzehnte.

qurmran museumIn den gefundenen Schriften finden sich zahlreiche verschlüsselte Namen, Vorgänge, die in bildhafter Sprache beschrieben sind, zahlreiche Anspielungen auf historische Ereignisse sowie Erläuterungen zu den Prophetenbüchern. Zwei Jesaja-Rollen, deuterokanonische (1) Schriften Jesus Sirach (2) und Tobias, Pseudoepigraphen, darunter bislang völlig unbekannte Schriften, die unmittelbar Lehre und Leben der Qumrangemeinde widerspiegeln, ebenso die Damaskusschrift, die bereits aus späteren Überlieferungen bekannt war.
(1) Deuterokanonische Schriften sind Schriften, die nur in griechischer Schrift überliefert waren. Hebräische Originale sind anzunehmen.  Sie bieten Einblicke in die Zeit vor dem Kommen Jesu. Jesus Sirach gehört zur Weisheitsliteratur, datiert vor 175 vorschristlicher Zeit.

(2) Es handelt sich um den jüdischen Lehrer Jesus ben Sirach. Aus dem Text selbst lässt sich ein hoher Bildungsstand ersehen, die Vertrautheit mit dem öffentlichen Auftritt und pädagogische Erfahrung. Weitere Charakteristika sollen seine ausgezeichnete Bibelkenntnis und das Selbstverständnis als „Weiser“ sein.

qumran handschriften

Ein Fragment der Psalmen-Schriftrolle 1956 gefunden.  5 Jahre später erstmals entrollt. Die ältesten  Handschriften der Bibel wurden vom Israel-Museum ins Internet gestellt, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Viele tausend Teile der gefundenen Fragmente bestehen aus Leder, Pergament und Blech.

Ungefähr 100.000 Einzelfragmente sind zu erforschen. Von einigen Fragmenten nimmt man an, es handele sich um neutestamentliche Schriften, jenen 1. Teil des Thimotheusbriefes und des Markusevangeliums, was einer archäologischen Sensation nahekommt.

Es wird davon ausgegangen, dass ein Teil der Schriften in zeitlicher Nähe zur Jesusbewegung entstanden sind. Noch eine Sensation: Als Konsequenz daraus ergäbe sich eine Frühdatierung neutestamentlicher Texte, mit der man bisher nicht gerechnet hat  –  und wohl auch nicht rechnen will. Wenn sie in die Zeit 40-69 v. Chr. zu datieren sind, bricht die gesamte Einteilung des Neuen Testaments zusammen. Man stelle es sich vor, Texte aus dem Markusevangelium kursierten bereits in Qumran herum. Hierüber wird unter Bibelforschern und Archäologen noch hart gekämpft. Es scheint, als könne nicht sein, was nicht sein darf. Auch darum ist es den Wissenschaftlern so wichtig, die Beziehung zwischen Jesus und der Qumran-Gemeinde herauszufinden.

qumran tempelrolle

Die berühmte Tempelrolle. Eine eigens konstruierte Kamera, die verschiedene Wellenlängen nutzt, soll eventuell verdeckte Schriftzeichen sichtbar machen.

Datiert wurde all jenes auf die Eisenzeit, biblisch gesprochen während der Königszeit Israels.
Sie erinnern sich? Steinzeit, Bronzezeit, es folgte die Eisenzeit. Zwischen dem 13. und 8 Jahrhundert verbreitete sich das Wissen über die Eisenverarbeitung. Der erste Abschnitt der Menschheitsgeschichte. Das Klima wandelte sich in jenen Jahren. Es wurde wärmer. Der Wasserspiegel stieg an. Seeufersiedlungen verschwanden. Salz galt in jener Zeit als weißes Gold.
Der jüdische Staat war auf zwei unabhängige Königreiche aufgeteilt worden. Das nördliche hieß Israel, während das südliche Gebiet den namen Judäa (Juda, Benjamin) erhielt.

qumran karte

Palästina zu Zeiten Jesu.

In Qumran gruben und rekonstruierten Archäologen in den Jahren nach 1947. Sie fanden Komplexe mit kleineren und größeren Räumen, Vorratskammern, Zisternen, Töpferwerkstätten. Vermutet wird die  Salzstadt, die beim Geschichtsschreiber Josephus (37-100 n. Chr.) erwähnt ist. Die höchste Blüte erreichte der Platz unter der Regierung des Königs Alexander Janaios (103-76). Man fand 2000 Jahre später Knochen von Frauen, Männern und Kindern. Zu Zeiten Jesu wurde der Ort noch einmal besiedelt. Man fand ferner Hinweise, dass die neuen Bewohner die gleiche Gemeinschaft war, die einige Jahrzehnte zuvor Qumran vermutlich wegen eines Erdbebens verlassen hatte. Im Verlaufe des jüdischen Krieges, 68 n. Chr., zerstörten die Römer die Anlage vollständig.

Josephus, Plinius und andere Geschichtsschreiber erwähnten eine jüdische Gruppe in ihren Schriften. Es gab aber keine originalen Zeugnisse,  authentischen Aussagen waren nicht vorhanden.
Gruppen wie die Sadduzäer, die Pharisäer, die Makkabäer und Schriftgelehrten kannte man. Sie bildeten sich unter dem Nachfolger Alexander des Großen heraus. Unter syrischen Königen waren sie schrecklichem Terror ausgesetzt, herrschte damals eine sehr judenfeindliche Religionspolitik in der Stadt Jersusalem.

Mit den Funden in Qumran wusste  man nun um Verfasser einer Kriegsrolle, der Damaskusschrift, Hymnen und jener Gemeindregeln. Bewiesen ist auch eine Ansiedlung ab 100 v. Chr. bis 68 n. Chr.

Aber wer waren diese Menschen, die fern ab von Jersusalem in Qumran an den Ufern des Toten Meeres ein fast klösterliches Leben führten?

essenersiedlung qumran

Sie mögen sich fragen, warum mich diese Einzelheiten interessieren?
Das hat alles mit den Maya zu tun. Das hat alles mit mir zu tun. Denn mir liefen und laufen diese Themen auf eine Weise in mein Leben, dass ich gar nicht umhin kann, sie nicht an mich heranzulassen. Und vielleicht hat es ja auch etwas mit Ihnen zu tun, wer weiß? Vielleicht haben Sie und ich auch einst dort gelebt?
Ich spüre Ihre Skepsis. Darum erwähne ich es hier:

Kulturgeschichtlich war die Reinkarnationslehre für die Griechen 500 v.Chr., Pythagoräer oder auch Platon ganz selbstverständlich. Diese Vorstellungen ziehen sich über die Römer wie Vergil, Sallust weiter über Lessing und Herman Hesse bis in unsere Gegenwart.

shhhSie sind noch immer skeptisch?
Nun, erst auf dem Konzil von Konstantinopel im Jahr 553 wurde der Reinkarnationsglaube aus dem Lehrgebäude des kirchenchristlichen Abendlandes verbannt. 165 Kirchenleuten entschieden darüber. Vorher war dieser Glaube für alle Christen selbstverständlich. Theologen wie Origenes, Basilides oder der Heilige Gregor lehrten selbstverständlich die Wiederverkörperung der Seele ­ schließlich stand sie ja auch in der Bibel. Basilides, der um 125 in Alexandria lehrte, soll seine Doktrin von den Aposteln Matthäus und Petrus (durch seinen Schüler Glaucus) erhalten haben.

Dieser frühe Gnostiker hatte 24 Bücher als ‚Interpretationen der Evangelien‘ geschrieben. Keines seiner Werke ist heute noch vorhanden, ­ die Heilige Kirche hatte sie alle verbrannt. Sie übersahen einiges. Es gibt eine Reihe von Hinweisen in der Bibel, die aufzeigen, dass die Menschen zu Jesu Lebzeiten an die Wiedergeburt glaubten.

Keine Leben danach bedeutete für die Kirche das „Erben“ von vielen Ländereien. Im Mittelalter entschied die katholische Kirche darüber für wie viel Geld man ins Paradies kommt. Zur Zeit der Gegenpäpste in Avignon hingen den Jesus-Figuren am Kreuz sogar Geldbeutel um die Hüften ­ als Zeichen dafür, dass der Herr Geld auch nicht abgeneigt gewesen sei. Auf Jesus hatte die Kirche das Monopol. Sie war die Mittlerin. Zu Zeiten von Franz von Assisi (um die Jahrhundertwende 12./13. Jh.) stand auf den privaten Besitz einer Bibel die Todesstrafe.
Da staunen Sie, was? Ich jedenfalls staunte, als ich darüber las.

Ein Hinweis in der Bibel ist dieser: Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. (Matthäus 16: 13-­14; Markus 8: 27-­28; Lukas 9: 18­-19)  Seinen Jüngern war das Gesetz von Karma und Reinkarnation bekannt.

einstein2Und es machte – aus meiner Sicht –  auch gar keinen Sinn, einerseits unseren physikalisch und quantenphysikalisch aufgestellten Gesetzen Glauben zu schenken, wir uns denkend in Wellen und Schwingungen und Licht, andererseits zu meinen, alles ende mit unserem körperlichen „Sterben“. Energie verschwindet nicht, sie entsteht auch nicht – sie ist da! E=mc².  Sie kann ihre Form verändern. Wärme ist Bewegung, Musikinstrumente und auch wir sind Schwingung, Bewegung, wenn auch …hui hui…manchmal in ungeordneter Weise.
Jedenfalls gelten Naturgesetze zu verschiedenen Zeiten. Zeit, die ja auch nur eine Konstruktion von uns Menschen ist und eigentlich gar nicht existiert. Mit anderen Worten: Ihr Kristallschälchen, ließen sie es fallen, würde heute wie morgen oder übermorgen zu Boden stürzen.
Warnte ich Sie nicht vor? Diesen Text zu verstehen, bedeutet: Verwandelt zu werden.
Energie kann nicht entstehen und nicht vergehen. Energie ist  etwas, das Bewegung beschreibt und das erhalten bleibt. Laut Einstein ist Masse gleich Energie, sie können ineinander umgewandelt werden. Das heißt, ein Körper kann seine Masse in Bewegung (und andere Existenzformen) „verwandeln“.

Ursache und Wirkung ist so ein Prinzip, welches sowohl im Buddhismus (auch andere noch) als auch in der Physik gilt. In der buddhistischen Sichtweise des Karmas folgt eine Wirkung nicht direkt auf die Ursache. In der äußeren Erscheinungswelt kann eine Wirkung Jahre nach der Ursache eintreten, sogar erst in einem folgenden Leben. Wann genau, ist nicht zwingend festgelegt. Der Geist, der durch den Raum mit allem verbunden ist, speichert alle Ursachen und erzeugt eine der Qualität der vorhergehenden Taten, Worte und Gedanken entsprechende Welt. Die Situation im Jetzt, die Bedingungen, die man vorfindet, setzen sich aus vielen Handlungen der Vergangenheit zusammen. Und jede Handlung wird Auswirkungen auf die Zukunft haben. Damit endet die Geschichte aber nicht. Denn dann wären wir ja nur eine unabänderliche Folge von Wirkungen ausgeliefert- ohne jede Freiheit. Freiheit besteht gerade darin, in seinen Handlungen nicht den Bedingungen unterworfen zu sein, nicht jedem Durst, jedem Zorn folgen zu müssen, sondern diesen Kreislauf durchbrechen zu können. An dieser Stelle trennt sich die klassische Physik vom Buddhismus, dem Denken der Kabbalisten und Essener.

Die klassische Physik sieht Welt als „Billardspiel“: Weiß man genau, wie der Stoß kommen wird, weiß man genau, wie sich die Kugeln bewegen werden. Die klassische Physik glaubt, alles damit zu wissen. Die Quantenphysik sagt „Shh…shhh..Nein, Irrtum“ und begegnet dem Buddhismus. Wie beim Karma folgt eine Wirkung nicht sofort auf eine Ursache. Könne man die Zeit ändern, müsse die Wirkung vor der Ursache kommen.

karlsonNa, halten Sie nur Ihre Armbanduhr ordentlich fest. An dem Ticken Ihrer Uhr werden Sie nichts ändern können.
Anders sieht es aus, wenn Sie auf die Armbanduhr von mir schauen, während ich mit halber Lichtgeschwindigkeit an Ihnen vorbei fliege. Meine Uhr tickt langsamer als die Ihre. Ich altere darum langsamer – aus meiner Sicht! Für mich tickt meine Uhr natürlich ganz normal. Würde ich Lichtgeschwindigkeit erreichen, lebte ich unendlich lang. Und wäre ich noch schneller, könnte ich in die Vergangenheit reisen. Es würden Wirkungen noch vor Ursachen entstehen. Ich bräuchte nur 300 000 km pro Sekunde überschreiten und schon wären „Ursache und Wirkung“ durcheinander. Naja, so einfach geht`s nun auch nicht. Dafür bräuchte ich so viel Energie. Die hab´ich nicht.

Aber es gibt ja jenes bekannte Experiment der Quantenphysik bei der ein Teilchen geteilt wurde, ga-aaanz weit voneinander entfernte und sie dennoch ein Ganzes blieben In dem Moment, in dem man das eine Teilchen beeinflusste, vollzog sich in beiden Teilen alles zeitgleich. Schneller als die Lichtgeschwindigkeit übertrug sich die Information.  Damit ist das Gesetz von Ursache und Wirkung nicht ad absurdum geführt, hier funktioniert ein anderer Mechanismus, den ich Ihnen an dieser Stelle nicht zu erklären vermag. Nur so viel: Was wir heute als Logik bezeichnen, ist nicht viel mehr als ein kleines Mädchen, das großspurig in Mutter`s Pumps herumstolziert. Wir glauben, wir wüssten, womit wir „spielen“. Ich glaube, mit uns wurde ein gründliches Spiel gespielt, das vermutlich dazu führte, dass einige Geschenke an uns, die wir vor tausenden von Jahren erhielten, verlorengingen.

Wiederverkörperung. Karma. Irgendwie scheint klar, wie müssen die Suppe auslöffeln, die wir oder andere uns im Leben eingebrockt haben. Eine scheinbar kleine Tat kann epochale Folgen haben. Origenes schrieb: „Diese Rückkehr zu Gott muß man sich aber nicht als ein plötzliches Geschehen vorstellen, sondern als ein allmähliches, stufenweise im Laufe von unzähligen und unendlich langen Zeiträumen sich vollziehendes.“ (Peri Achon III, 6,6).

Es gibt Hinweise darauf, die es in sich haben. Dejà-Vu`s, Rückführungen, Nahtoderfahrungen.

Ian Stevenson, Professor, Mediziner, erlangte internationale Beachtung durch seine Forschungen, 1967 bis 2001, über Kinder, die spontan (also ohne Hypnose) von Erinnerungen an frühere Leben berichteten und vielfach auch psychologische und körperliche Eigenschaften aufwiesen, die damit im Zusammenhang zu stehen schienen. Es gibt eine Bandbreite von Literatur über Menschen, die sich erinnern, deren Schilderungen man nachverfolgte und die sich allesamt bewahrheiteten.

Auch die Kabbalisten und  Essener glauben daran, dass die Seelen, unser Bewusstsein nach dem Tod fortlebt.
Eine Ausbildung in den Heilmethoden der Essener kann nur von Menschen gemacht werden, die in ihren früheren Leben einmal Essener waren.

Zurück nach Qumran. Die noch unbeantwortete Frage, warum mich  jene Einzelheiten in Qumran interessieren, will beantwortet werden:

drehungVor einigen Monaten wusste ich noch nichts von der Kabbalah, nichts von der Merkabah, dem Lichtkörper, nichts von dem Heilwissen und jenen heiligen Codes, ihren Verschlüsselungen hinter aramäisch-hebräischen Buchstaben. Mein Fokus lag mit Aufenthalt Mexico bei den Maya. Dort in Mexico begegnete mir auf der Halbinsel Yucatan erstmals jene uralte Weisheitslehre des mystischen Judentums. Mantren-Gesänge der heiligen Codes, Hinweise auf das Buch Henoch, Ain Soph-Mantren, der Lebensbaum mit seinen 22 Emanationen und vieles mehr.
Zurück in Deutschland gab es Begegnungen, die völlig unerwartet in mein Leben kamen und für die ich dankbar bin. Sie weiteten und schärften meinen Blick.

Ich stolperte auch über die Maya-Stadt Caba auf der Halbinsel Yucatan. In Beschäftigung mit der Kultur und den Kalendern der Maya begriff ich, es gibt  Ähnlichkeiten und Verbindungslinien zwischen dem  einzigartigen kosmischen Wissen der Maya und der Kabbalah, die bis hin zu Platos Atlant(is) führen.

Eine Schamanin, die mir unmittelbar nach Rückkehr aus Mexico  –  noch immer staune ich darüber –  in meiner Wohnstadt begegnete, nahm mich Wochen später mit in ein Zentrum, das von einer Essener-Meisterin geführt wird. Als ich durch die Tür schritt, hatte ich keine Ahnung, was Essener sind. Schon längst ließ ich nur noch geschehen. Ich wollte einen Blick erhaschen. Und so lernte ich an jenem Tag, neben anderen wunderschönen Dingen, auch die Heilmethoden der Essener kennen. Ich stand vor der Essener-Meisterin, sie saß, hielt eine Hand vor meinem Herzen. Die rechte Hand richtete sie dabei in die Höhe. Etwas sehr Starkes an Energie spürte ich in mein Herz schießen. Mein Körper drückte sich dem entgegen, sonst wäre ich rückwärts weggestolpert. Ich staunte und zugleich genoss ich  jenes wunderbare Gefühl danach. Ich fragte ich nicht was, wieso, warum, war ich viel zu überwältigt. Verstand und Logik legte ich beiseite. Ich wusste, etwas ganz Außergewöhnliches war mir begegnet.

Es vergingen einige Monate, meine Welt waren die Maya. Ich beschäftigte  mich mit dem, was mir zuvor in Mexico begegnet war. Doch das Thema ließ mich seither nicht mehr wirklich los. Irgendwann begann ich zu recherchieren und las über die Essener. Inmitten all diesem sollten mir erneut jene  kabbalistischen Weisheiten mit Schaffenskraft und ihre aramäischen Mantren begegnen. Über eine Anfrage einer Leserin erhielt ich Kontakt zu Menschen, die mit Tiefenwissen aufwarteten. Auch diese „Kurzreise“ gestaltete sich spannend. Im Dezember und Januar zog es mich wieder zu den Essenern. Es gab weitere persönliche Begegnungen. Und es waren wunderschöne und außergewöhnliche Erfahrungen. Ich wusste seit der Erstbegegung: Sie sind Heiler. Ich lernte: Jeder der Essener trägt einen besonderen Aspekt des Christusbewusstseins und transportiert diesen auf die ihm gemäße Weise. Die Grundlage ihrer Heilkraft ist das Christus-Licht. Ihre Heilmethoden bewirken eine starke Aktivierung der Selbstheilungskräfte.

Irgendwie schienen sich auf meinem Weg einzelne Fragmente zusammenzufügen, denn die aramäische Kabbalah soll ihren Ursprung bei den Essenern haben.

„Wisset,
dass bevor die Emanationen ausgeschüttet wurden
und das Geschaffene geschaffen wurde,
das erhabene, reine Licht alles Seiende füllte
und es keinerlei leeren Raum gab.“
(Kabbalist R. Isaak Luria (16. Jahrh.)

Sie sind jene Menschen, die in Qumran bereits in vorchristlicher Zeit fernab von Jerusalem als eine Gemeinde lebten. Es sind ihre Schriftrollen, ihre Töpferwerkstätten, die man 1947 in den Qumran-Höhlen am Toten Meer entdeckte. Und das macht es so außerordentlich spannend für mich.

So jetzt wissen Sie, warum ich Sie und mich mit all diesem hier „belaste“.

Die Essener

Es muss um 152 vor Christi Geburt eine turbulente und wirre Zeit gewesen sein. Asidäer – „die Frommen“, Makkabäer und all die anderen Gruppierungen, jeder hat seine eigenen Forderungen und Vorstellung vom Leben.
Abtrünnige, Separatisten bedeutet im Aramäischen Perischia, zu Deutsch Pharisäer. Sie trennten sich vom Volk. Die „rechten Lehrer“, jene Frommen, genannt Asidäer trennten sich in jenen Jahren von ihrer jüdischen Gemeinde. Sie gelten als Vorläufer der Essener. Das Wort „Essener“ ist eine Übertragung des aramäischen Wortes „chasaia“ ins Griechische,  griechisch Essaioi und bedeutet wie Aisdäer „die Frommen“.

Die Essener übernahmen die Traditionen der Asidäer. Zugleich entwickelten sie aber auch neue Vorstellungen. Sie sind die Nachfahren der Bewegung der Frommen, während sich die Pharisäer von den Asidäer trennten.
Die Essener waren sich sicher, die Gründung einer eigenen Gemeinde bedeutete die Erfüllung dessen, was in den prophetischen Verheißungen angekündigt worden war.

Es gab zu jener Zeit drei Schulen der Juden. Der Geschichtsschreiber Falvius Josephus spricht von den drei Schulen, die der Pharisäer, Sadduzäer und Essener. Ihre Zeit setzt er in das zweite vorchristliche Jahrhundert.

Der „rechte Lehrer“ der Essener

Er war Priester und hat der Gemeinschaft Gestalt gegeben. Er verließ den Jersusalem Tempel und prägte die Frommen entscheidend. Die Mitglieder sollten ein heiliges Haus für Israel und ein Fundament des Allerheiligsten für Aaron sein, so steht es in dem Damaskusdokument. An die Stelle der materiellen Opfers traten Gebet und ein guter Wandel.  Es war ihnen nicht mehr möglich, im Tempel zu Jerusalem zu opfern. So wurde die Gemeinschaft selbst zum Tempel. Für sie gab es nur eine Quelle allen Seins, die sie Vater-Mutter-Gott nannten. Dies unterschied sie von den Ägyptern, die an viele Götter glaubten. Sie verstanden sich als die „Söhne des Lichts“, die den Gottesbund weitertragen. Die „Söhne des Lichts“ folgen Gott und seinen Engeln. Es gab natürlich auch Töchter des Lichts. In der Gemeinde lebten und wirkten Männer und Frauen gleichberechtigt. Die Ämter der Gemeinschaften waren für alle erreichbar, unabhängig vom Geschlecht.

Im Lehrer des Gerechten sahen sie den letzten Propheten, um die aus Israel zu sammeln, die erwählt waren. Sie sahen sich als jene, die den Willes Gottes in „rechter Weise“ erfüllten. Der Lehrer ähnelt eher der Gestalt Johannes des Täufers, nicht aber Jesu, sagt die Wissenschaft. Aus den Quellen ginge nicht hervor, dass die Gemeinde ihn als Messias verehrte.  Mit ihm verbinden sich zadokidische (priesterliche) Rechtstraditionen, also eher eine mönchisch-asketische Orientierung. Andererseits gab es eine fromm-asketische Gruppe, deren Mitglieder heirateten.
Die Essener standen in Opposition zum Jerusalemer Tempel. Sie kritisierten „unreine“ und „sündige“ Priester.
Jesus wurde von den Essenern ausgebildet. Johannes der Täufer soll auch zu ihnen gehört haben und in Qumran aufgewachsen  sein, sich aber später von ihnen gelöst haben. Ebenso werden Herodes ausdrücklich Sympathien für die Essener nachgesagt. Ein Jerusalemer Stadttor wurde als „Tor der Essener“ bezeichnet. Archäologen fanden dieses Tor. Auch nordwestlich des Tores  soll es ein Essener- Viertel gegeben haben.

Essener waren in Jerusalem präsent.

Einig ist sich die Wissenschaft  darin, dass die Essener keine einheitliche Bewegung innerhalb der messianischen Strömungen zur Zeit Jesus darstellten.  Nach der Qumran-Vorschrift gestaltete Toilettenanlagen, Ritualbäder, auch die Verstecke der Kupferrolle werden in diese Richtung interpretiert. Es gab geistige Verbindungen zu Jesus. Er stand in engem Kontakt mit den unverheirateten Geschwistern in Betanien. Die ersten Jünger wechselten im Essenergebiet zu Jesus. Christen fanden nach der Kreuzigung Jesu Unterschlupf bei den Essenern. Jesus Rede von der Königsherrschaft gilt als ein weiteres Indiz. Vor allem im Gottesdienst der Essener wurde Gott als König gepriesen. 55mal wird Gott in Sabbatliedern „melekh“ genannt, 21mal erscheint „malkuth“, das die Königsherrschaft Gottes meint. Einiges soll dafür sprechen, dass mit den „Eunuchen um des Himmelreiches willen“ in Matthäus 19, 10-12, die Essener gemeint waren, weil sehr viele von ihnen unverheiratet blieben. Die essenische Idee, dass man Bösen durch Guttun überwinden kann, hat Jesus in seine Umwertung aller Werte eingebaut und weiterentwickelt. Auch das Abendmahl erschließt sich aus dem Jahreskalender der Essener, die ihre Jahre nach dem Sonnenkalender einteilten.

Galiläa, wie auch Samarien, eine der nördlichen Provinzen Palästinas auch zur Zeit Jesu, ist das Geburtsland und Hauptwirkungsgebiet von Jesus. Die Essener sollen die „mächtigste religiöse Elitegruppe des palästinischen Judentums“ gewesen sein. Seltsam scheint, dass der Name im Neuen Testament gänzlich fehlt.

Nicht alle von ihnen lebten in Qumran. Josephus spricht von 4000 Essenern, die verstreut in Gemeinschaften in Orten und Städten lebten. Das in der Höhle 6 gefundene Damaskusdokument geht von mehreren Gruppen verheirateter Gemeindemitglieder außerhalb Qumrans aus. Die Qumran-Gemeinde spaltete sich also nicht nur von der gesamten jüdischen Gesellschaft, sondern auch von der breiteren essenischen Bewegung ab.  Vielleicht war Qumran ja auch so etwas wie der „Vatikan“ der essenischen Bewegung?

Die Essener waren und sind ein Volk der Heiler und Seher, und so waren sie im gesamten Nahen Osten als Therapeuten oder „die Heiler“ bekannt.

Im nächsten Artikel folgt: Die Sozialstruktur der Essener.

In manchen Träumen ist Raum

panjin china praia vermelha

Der Fluss ist die Bühne, Herbst das Bühnenbild. Landschaft im viertgrößten Land der Erde: China, angrenzend an vierzehn Staaten, Panjin Red Beach.

Etwas zum Landen.
Die Natur ist die größte Kathedrale.
Sie ist ein magischer Teppich.

Die Landschaftsfotos erreichten mich heute.
Da fällt man sich fast aus der Hand, so schön ist dieser Strand im Land Chinas.
Mode-Ani: „Ich danke dir“
Ani =Ich. Im Hebräischen bedeutet „Mode“ sowohl danken als auch eingestehen. Man dankt bevor man in den Alltag eintaucht für jede Einzelheit seines Lebens.

Die Natur ist der große Lehrer im stillen Schlaf. Das Wasser urteilt nicht über dich. Die Eiche urteilt nicht über dich. Sie beklagt sich nicht, dass du dich an sie lehnst. Der Bach plätschert weiter dahin, ein goldenes Ahornblatt mit sich tragend. Der Käfer sagt nicht, dass du dich davonschleichen sollst. Der Fluss hört nicht auf zu fließen, weil du dasitzt und ihn anschaust. Sie haben niemals gesagt: Ich mag dich. Ich mag dich nicht. Ich mag nicht,wie du dich anziehst, wie du riechst, wie du aussiehst. Die Natur lässt uns zu. Lässt dich zu.

roter strand2roter strandHier möchte man nicht das leiseste Wörtchen sagen, einfach nur mit dem Fließen mitgehen.

In der Natur ist alles harmonisch aufeinander abgestimmt. Der Baum würde für immer leben. Er weiß nicht, wie man stirbt. Er streckt sich dem Licht entgegen. Der Wind kommt, wie ihm gefällt. Wald, Wind, Wüste, Flüsse entwickeln sich weiter und weiter und weiter. Die Natur ist keine Bedrohung für den Menschen. Der Mensch ist eine Bedrohung für sich selbst. Die Natur ist immer in Bewegung. Die Natur wird sich heilen.

Unser Gemüt ist eine Rumpelkammer geworden. Wir sind verbogen, gekünstelt und verdreht, voll von Einbildung, Angst und Sorge. Unser Verstand klettert wie ein Affe von Ast zu Ast. Voller Stolz durch sein Glück, gefesselt von selbstsüchtigen Bindungen, für sich und nur für sich arbeitend.

Werden wir heilen? Werden wir lernen, mit der Energie zu fließen? Werden wir zulassend durch Landschaften wandeln? Werden wir in Schritten unserer Natur entgegengehen?

Liebe ist nicht nur ein Wort.
Sanftmut und Mitgefühl sind nicht nur einfach Gesten.
Sie sind Seele.
Sie sind der nächste Schritt.
Sie sind Leben.
Alles ist Leben.

Nimm, was du hast,
dein Königreich,
deine Freude
Umarme die Welt,
weil du es willst.

Was auch immer erforderlich ist,
es ist es wert.

Jeder Herzschlag kreiert Zeit, das Morgen und Distanz. Dorthin gelangen und Raum, um eine Wirklichkeit von einer anderen Wirklichkeit aus zu beobachten. Jenseits all deiner Probleme, deiner Begrenzungen, deiner Wünsche, deiner Bedürfnisse, deiner Sehnsucht. Jenseits all dessen liegt die Antwort, was du bist.

Eine Puppe in der Hand eines geübten Puppenspielers
hängt locker und entspannt in seinen Händen.

Ein Engel auf Reisen

maedchen i baum

Träume, die gegen Morgen länger werden, verhindern den Temperaturabfall beim Schlafen.  Je länger wir schlafen, desto stärker fällt unsere Körpertemperatur ab. Träume sind sozusagen unsere Aufheizphasen.  Träume produzieren Erlebnisse, die Hormone aktivieren, beispielsweise Adrenalin und Noradrenalin. Beide Hormone leiten die Fettverbrennung ein und der Körper heizt sich ein.

In dem Moment, in dem wir halb wach sind und bereits halb schlafen, beginnt unser Montagepunkt zu zittern. Der Schlaf ist so eine Art chemische Trennung unserer verschiedenen Körper. Der eine von uns mag gerne auf Reisen gehen. Alles ist dann weit fortgerückt. Unser Namen, unsere Absichten, unsere Gefühle, unsere Gedanken, alles, was wir waren, bevor wir eingeschlafen sind. Und so ist es: Alles läuft letztlich immer wieder auf die Frage der Energie hinaus.

In unserer Tradition sind es Engel, die uns im Traum die Buntheit unserer Seele vor Augen führen, die uns die eigenen Möglichkeiten aufzeigen. Träume muten uns manchmal einiges zu, vielmehr, als wir uns in der bewussten Welt zutrauen. Irgendwie scheinen sie uns daran erinnern zu wollen, welche Möglichkeiten in unserer Seele bereitliegen.

engelfotoIch war aufgeheizt und mein Montagepunkt zitterte tüchtig.
Letzte Nacht hatte ich einen Traum:

Ich fuhr mit dem Finger über die Rücken von vier Büchern entlang und stieß auf eine Geschichte, die allein stand. Nicht allein, aber so für sich stand sie eben. Sie ist kurz. Es geht um einen Engel, der in einem Haus schon so lange lebt, dass er sich nicht daran erinnern kann, warum Gott ihn auf die Erde gesandt hat. Jede Nacht spricht er laut zu ihm und jeden Tag wartet er auf einWort von ihm.

Zum Zeitvertreib geht der Engel durch die Stadt. Er bringt sich auch höhere Mathematik bei und er legt sich eine Sammlung Kieselsteine zu.

Zunächst bewundert er alles, doch mit jedem Tag blendet ihn die Schönheit etwas weniger. Nachts liegt der Engel wach. Jeden Morgen geht er an einem alten Mann vorbei, der seine Tage damit zubringt, indem er murmelt: Wer ist da?  Das ist alles, was er jemals sagt. Bis auf das eine Mal. Da sagt er: Wer bin ich? Dass den Engel, der nie spricht und mit dem nicht gesprochen wird, so erschreckt, dass er nichts sagt.

Je mehr Traurigkeit er sieht, um so mehr wendet sich sein Herz gegen Gott. Nachts geht er durch die Straßen. Er bleibt bei jedem stehen. Was er da für Sachen sieht und hört. Es wird ihm zu viel. Und wenn er Gott fragt, warum er ihn so nutzlos gemacht habe, zittern seine Flügel vor Zorn und seine Engelsstimme bricht.

Irgendwann hört er ganz auf mit Gott zu reden.  Eines Nachts trifft er auf einen alten Mann. Weil er einsam und  wütend auf Gott ist, weil er das menschliche Bedürfnis empfindet, sich jemandem anzuvertrauen, erzählt er dem Mann die Wahrheit, dass er ein Engel sei. Der Mann glaubt ihm nicht. So hebt er sein Hemd und zeigt dem Mann seinen vollkommenen Kreis auf seiner Brust, der das Engelszeichen ist. Der Mann hatte  keine Ahnung. Das Zeichen bedeutete ihm nichts. Zeig mir etwas, was Gott machen kann. Worauf der Engel naiv, wie alle Engel sind, auf den Mann deutet. Weil der glaubt der Engel lügt, boxt er ihn und dort fällt er in den Fluss, wo er fast ertrinkt. Denn eins hat es mit dem Engel auf sich, Engel können nicht schwimmen.

„Nicht schlecht“, sagt der Engel ruhig. „Gar nicht schlecht. Ich habe jetzt das ungewöhnliche Pech, dass mir gar nichts einfällt.“ Früher hätte er gewusst, wer er war: sein Name, seine Gestalt, eine Adresse – alles stand früher fest. Dies war ich, hätte er gesagt. Jetzt aber löste sich alles in ihm auf, das alte Haus krachte ein. Er wusste nicht mehr, wer er war, wo er war. Fürs Erste hat der Engel genug.

Frau  Das-Gefühl-und-wir-selbst zieht ihn aus dem Wasser.
„Danke!“ , sagt der Engel flügelschlagend.
„Nicht der Rede wert.“ Frau Das-Gefühl-und-wir-selbst ist sein Zauberspiegel. Er schaut in seinen Zauberspiegel und eine große und einzigartige Wahrheit entdeckt er und damit beginnen die restlichen Spiegel aufzuwachen. Er saß in der Zweiheit fest. Ein wildwucherndes Misstrauen herrschte in ihm. Er hatte sich geweigert über das innere Wissen hinauszugehen. Der Engel hatte sich einem Teil des Spiegelbilds gegenüber geweigert.

engeloMit ausgebreitenen Flügeln fragt er: „Wenn alles Eins ist, wieso bin ich dann an einem Ort der Zweiheit gelandet?“
Frau Das-Gefühl-und-wir-selbst fragt zurück: „Wieso nimmst du deine Identität lediglich durch das Handeln von anderen Menschen wahr? Wieso beklagst du dich über dein Leben, warum lachst du nicht darüber und freust dich, dahinzugelangen und erkennst, wie mächtig du bist?“

Ein Engel erhält nie verwirrende Botschaften über sich selbst. Aber diese hier verwirrten ihn.

„Wieso hältst du dich nicht in deinem Vorwärtsschritt und tanzt jedes Mal zwei Schritte zurück. Wieso nimmst du deine Gefühle nicht an und umarmst sie? Wegen dir gibt es große Hoffnung für alle anderen Spiegel. Es braucht nur einen einzigen, der in den Zauberspiegel schaut und eine einzigartige Wahrheit sieht, damit die restlichen beginnen aufzuwachen! Warum lebst du vom Prinzip des Lebens getrennt? Nur wegen dieser Getrenntheit gibt es dieses wildwuchernde Misstrauen, werden Kriege geführt, gibt es Krankheiten, unsichtbare Mauern und Grenzen. Alles nur, weil ihr nicht im harmonischen Fließen mit der Höchsten Intelligenz seid. Und das nur, weil es gegen das geht, was gesellschaftlich passend oder korrekt zu sein scheint?“

„Was wollen Sie damit sagen?“ Der Engel versteht nicht.

welt im lichtei

„Hat man je gehört, dass man einen Spiegel freiwillig in die Zimmerecke hängt? Du bist ein Spiegel Gottes. Sieh dich. Du bist schön. Sieh dein Licht um dich tanzen. Lerne innerlich deine Macht zu umarmen. Eines, wirklich eines der größten Lehren, die je hervorgebracht worden sind, was man als alltägliche Sprache bezeichnet, sind die Worte: N i m m G o t t  i n  d i r wa h r. Dieses Wissen ist die Hauptsache. Nimm deine Schöpferkraft in dir wahr. Du bist die Entdeckung von dem, was du hinter diesen Augen bist, was du bist und was deine Bedeutung und dein Sinn ist. Das ist das Mysterium. Du bist nicht die vielen Kleider in deinem Kleiderschrank. Man erkennt dich an deinem Licht und an deiner Energie. Man erkennt dich an deiner Schwingung. Du bist der gehauchte Atem von etwas ganz Großem. Das Licht um dich herum sind die verbliebenen Partikel deines Ursprungs. So`ne Art Transportmittel, durch das du hier auf Erden dieses Abenteuer Leben erfahren kannst. Umarme alle deine Möglichkeiten. Du bist hierher gekommen, um zu lernen zu manifestieren. Du wirst deine Macht niemals kennen und besitzen, bis du weißt, W e r  du bist, bis du weißt, dass du es We r t bist. Du hast es zugelassen, eingeschüchtert zu werden. Du bist in Schlaf versunken. Du hast dich in eine Ein-Drittel-Kapazität deines Gehirns hineingeträumt. Du hast vergessen, warum du hier bist. Du bist zivilisiert worden und denkst darum begrenzt. Abgeschaltet hast du. Nun, wenn du mächtig genug bist, abzuschalten, bist du auch mächtig genug, um aufzuwachen!“

„Ich habe so viel falsch gemacht“, seufzt der Engel.

„Eine Sache solltest du im Gedächtnis behalten, wenn du wissen willst, wer du bist: Erkenne alles an, was du getan hast“, ermahnt Frau Das-Gefühl- und- wir-selbst den Engel. „Werde ungeheuerlich, dann bist du das Original. Wenn du wüsstest, wie großartig du bist und wie mächtig deine Worte und Handlungen sind, dann würdest du begreifen, dein Körper ist nicht alles, was du bist. Du hältst nach dem Falschen Ausschau bei deiner Identität. Es ist das, was in dir ist und nicht, was um dich herum ist. Beginne alle Spiegel um dich herum anzuschauen. Und meine lieber Engel, du wusstest, worum es bei diesem Spiel geht, bevor du dich entschlossen hast, wieder zurückzukehren.“

Der Engel putzt seine Flügel. “ Ähm …Entschuldigung.“

„Alles, dass du bist, ist ein Wunder. Verbringe deine Zeit nicht mit dem Herausputzen und Verschönern und mit dem sich Abmühen, worin auch immer das Spiel besteht. Wenn es darauf ankommt, kommt dir dein Körper zumeist in die Quere, er lebt in einem anderen Zeitfluss. Alles, womit du dich in intensiver emotionaler Haltung befindest, zum Beispiel andere mit denen du dich im Streit befindest,weil sie einen Spiegel für dich darstellen und dir nicht gefällt, was du über dich selber siehst, bahnt sich seinen Weg durch Gedanke, Gefühl, Energie und endet im Körper.  Du manifestierst auf emotionale Weise das, was du von dir selber denkst. Du setzt dein Morgen fest mit jeder Imagination, jeder Fantasie, jedem Tagtraum, mit allem, was in deiner Seele Emotion erzeugt. Nur der Körper lebt in der Vergangenheit. Er trägt deine Vergangenheit in dir. Er ist nicht so schnell wie der Geist. Der kann deinen Träumen Jahre hinterher sein. Bring ihn durch deine Gefühle ins Jetzt.  Meistere dem Meister entgegen. Werde das Wissen, das du in dir trägst. Wache auf.

In jedem Moment, wo du etwas nicht magst, verlierst du deine Grandiosität. In jedem Moment, in dem du irgendetwas gegenüber unterwürfig bist, verlierst du deine Macht. Erkenne, wo deine Begrenzungen liegen. Erkenne sie, du musst sich nicht ändern. Aber übernimm Verantwortung. Hole dir deine Macht zurück, sei in Kontrolle deines Schicksals. Du kannst jeden Moment alles ändern. Es ist ein Wissen. E i n Wissen. Du wirst niemals Meister, wenn du nicht weißt, wenn du eh`nicht wirst, wenn du nicht kannst.  Es ist nicht das Baumeln lassen von Kristallen, das Tragen von Asche auf der Stirn, es ist, was du bist, indem du dich innerlich annimmst und liebst, was du bist. Dann ist es einfach. Und vergiß nicht, nichts ist perfekt. Wäre alles perfekt, bedeutete es das Ende von Evolution. Die Natur entwickelt sich, indem sie sich immerzu umstellt. Fühle, und habe keine Angst, etwas Falsches gesagt oder getan zu haben.“

Meine Finger hüpften an einer Rosenvase herum. Sie suchten den Wecker, der mich aus meinem Traum herausriss.

(copyright m.kunze)

Lass dich auf dein Leben ein

tibetfrau

„Geh hin umarme einen Baum

Geh hin
umarme eine Baum

geh hin umarme einen Baum.“
(Hilde Domin)

 

Ich hielt ein Glas Wasser in der rechten Hand und ein leeres Glas in meiner linken Hand. Ich goss das Wasser ganz langsam in das leere Glas. Immer wieder im Wechsel – ganz langsam.  Irgendwann hatte ich genug, atmete tief ein und trank das Wasser.

Der Tag will erfahren, nicht verstanden werden.

lichtwill guide