Unseren Wesenskern lebendig halten

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Papilio peleides. Himmelsfalter

Der Morphofalter besitzt unzählige dünne Schuppen auf seinen Flügeln, die wie Dachziegel übereinander geschichtet sind. Wenn Licht auf die Schuppen fällt, nehmen sie alle Farben des Lichts auf. Licht wird also absorbiert. Nur nicht das „blaue“ Licht. Es wird als einziges wieder zurückgeworfen. Daher sieht der Morphofalter, auch Himmelsfalter genannt, blau aus. Morphofalter haben ein so strahlendes und leuchtendes Blau, dass sie von Piloten, die über den Regenwald fliegen, gesehen werden können, während sich die Falter auf dem Blätterdach von Bäumen sonnen.

Wenn Du Inventur machst und dir anschaust,
wofür du alles dankbar sein kannst, 

dann muss dein Glaube zwangsläufig zunehmen. 

Es ist eine heilige und edle Sache, nach Wegen zu suchen, wie man ein Segen für andere sein kann, und die großen wie die nicht ganz so offensichtlichen Arten anzuerkennen, mit denen andere unser
Leben bereichert haben.
Vor kurzem erreichte mich eine Riesenpaket voller Herzenswärme. Gesandt von einer
Person, der ich in Persona noch nicht einmal begegnet bin.
Auf der Herzensebene dafür schon. Das ganze Paket strahlte solche Liebe aus, dass es mich
sprachlos machte.
Sie ist eine Segen. Und ich bin dankbar.
Erst vor wenigen Wochen traf ich auf einen Menschen, der mich mit schönsten Texten bereichert,
mich zum Lachen bringt und zum Nachdenken inspiriert.
Erst vor wenigen Tagen meldete sich  in meinem Leben eine Stimme aus meiner Vergangenheit.
Wertvölle Töne aus einem scheinbar unsichtbaren Netz der Verbundenheit,  die über all die
vielen Jahren der räumlichen Distanz mit Leben erfüllt sind.
Ich bin dankbar für all jene Menschen, jene Gaben, jene Begegnungen.

Verbindungen zu spinnen aus unserer Menschlichkeit heraus – ist das stille Wunder.

Vor wenigen Monaten traf ich auf eine Frau im Rollstuhl, die aufgrund einer Fehldiagnose
ihr Schicksal meistert. Als sie lachte, obwohl sie sich nicht mehr bewegen konnte, strahlten
ihre Augen.
Ich bin dankbar für diese Begegnung.

Vor zwei Tagen saß ich einer Essenerin gegenüber und sie lehrte mich etwas sehr Besonderes.
Vor wenigen Tagen erreichten mich Nachrichten aus dem Sudan und aus dem Gaza-Streifen.
Zwei Menschen, mit denen ich mich verbunden fühle, berichteten von Tod, von Gewalt, von Leid
und schwierigsten Momenten in ihren Leben. Brüche im Herzen. Tiefes Durchatmen.
Beide glauben an das Wunder. Kein Aufgeben. Und weil das Licht auf eine bestimmte Weise auf das Gesicht
meines Gegenübers fiel, konnte ich sehen, wer das ist und wie viel Liebe ich für jene Menschen empfinde.
Es öffnet mich, weiter als ich mich je erinnern kann.
Es liegt an uns, bescheiden wie eine Raupe unsere Erfahrungen, unseren Schmerz, unsere Frustration,
und unser Staunen zu Seidenfäden zu verarbeiten, sie zu einem Kokon zu spinnen.
Sie irgendwann ausschwitzen, oder wie die Yogis im Dritten Auge ruhen, bis wir, für jeden sichtbar unsere tiefsten Farben
tragend, wieder auftauchen.
Ich bin dankbar für diese Menschen in meinem Leben.

Wenn ich die Pausentaste drücke und über all jene nachdenke, die meine Reise gesegnet haben,
fallen mir viele Menschen ein. All jene sind für mich Mitteilnehmer im Kurs des geistigen Lernens.
All jene sind es, die mein Herz weit werden lassen.

Etwas weiß in uns, wo das Licht ist, selbst wenn wir es nicht sehen können.
Selbst die kleinsten Blätter lehren uns etwas. Über die Herausforderung, ein
geistiges Wesen in menschlicher Form zu sein. Über den stillen Mut, der nötig ist, um zu wachsen.
Über das Wissen, sehr wohl von Luft und Licht leben zu können, ziehen sie uns doch geradezu magisch an.
Genauso wie die kleinen Triebe jeden Frühling wieder durch den Boden brechen, können wir gar nicht anders.

Es ist eine Freude, wenn sich Licht in Nahrung verwandelt. 

Ich bin dankbar.

Wir können träge und selbstgefällig werden im Hinblick auf die Fülle in unserem Leben. Dir kann ein Leben im Wohlstand gehören und ausgerechnet die Kräfte  Geduld, Vertrauen und Dankbarkeit werden zu deinen schwersten Disziplinen. Man haut mit einem Hammer auf den Nagel und er dringt ins Holz ein. Wir drücken auf`s Gaspedal und ab geht`s. Bei so vielen Dingen gibt es eine unmittelbare Reaktion. Man wirft Dinge hinein  -und bumm! Wir erwarten sofortige Befriedigung. Und wenn etwas wirklich Großes geschieht, nehmen wir nicht wahr, dass vorher viele kleine Dinge dafür stattgefunden haben.  Haben Sie schon einmal gebetet und gesagt, na ja, das ist nicht weiter gegangen als bis zur Zimmerdecke? Es ist trotzdem da, auch wenn es für Sie  keinen stechenden Beweis dafür gibt, dass etwas vor sich geht. Es ist trotzdem da, wenn wir bereit sind, es zu sehen.

welten malen

Die Wahrheit ist: Jede Bemühung, die sich innerlich ganz entfalten darf, wird in der Welt ihre Kreise ziehen.

Es funktioniert nicht nach den Regeln des Geldes. Ich investiere und je mehr ich an Geld investiere, desto mehr erwarte ich Geld zurück.
Also, lieber Gott, du gibst mir jetzt fünfmal soviel wieder wie gestern. Nicht dass ich sagen will, verkleinern wir unsere Erwartungen, aber wir sollten sie ändern. Erwarten wir nicht, dass sie zu dem passen, was passiert.
Wir sind so leistungsorientiert, dass wir oft den Wert dessen übersehen, was direkt vor unserer Nase ist, und daran vorbeirauschen. Wir meinen, unsere Errungenschaften würden uns ganz machen. Das tun sie nicht.  Indem wir Leben erfahren, können wir ganz werden.
Lauschen, schauen, fühlen,berühren,  aufnehmen, zulassen, in Schwingung versetzen, Kritik beiseite legen, atmen, Austausch zwischen Innen und Außen,  in Kontakt kommen mit der reinen Energie des Lebens, um Dinge auf der tiefsten Eben kümmern, mit Liebe umhüllen, was dazu neigt, zu schmerzen und uns im Weg zu stehen, Schmerz als Schmerz erkennen, auf die  innere Stimme in uns hören, sie lässt uns wissen, was authentisch und was künstlich ist , sich einlassen und Dinge auch herauslassen  – Seelengeografie.

 

 

Danke für diesen Tag.
Danke für all das, was mir begegnet.
Danke für das  mich tiefer Führende in eine Erfahrung, die mich mitten hinein in leuchtende Lebendigkeit bringt.
Danke für meinen Glauben an das Mögliche. Danke für mein inneres Reich.

Was für eine Welt würde dies sein, wenn wir alle gegeneinander offen sein könnten und voller Bereitschaft zum Schenken…Großzügiges Geben anderen gegenüber…liebevolle Fürsorge,  aus dem Herzen zu leben, uns mehr zu wünschen, anderen zu dienen, als selbst etwas zu bekommen.

Jeden Tag erhalten wir Gelegenheiten zum Offensein dafür.

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Ein Kommentar zu “Unseren Wesenskern lebendig halten

  1. nakedberlin sagt:

    Danke Dir für die Erinnerung in Dankbarkeit zu sein :O)

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