Die Neun Unterwelten der Maya

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Chichen Itzà, Yucatan, Mexico Foto: Kunze

1987 feierten die indogenen Völker mit der  Harmonischen Konvergenz das Ende der 9 Unterwelten, schrieb ich jüngst im Artikel „Boten des Wandels„.  Die neun dunklen Lords stiegen herab. Die dunklen Kräfte, die ihnen das Leben zur Hölle machten. Es sind die 9 Kalenderrunden von 52 Haab-Jahren, die seit der spanischen Eroberung (1520)vergangen sind.
Von 1987 bis 2022 befinden wir Menschen uns in einer Übergangszeit, sagen die Maya.
In dieser Zeit lassen die Menschen ihre materialistische Einstellung zurück, so lautet die Prophezeiung der Maya. Wir leben jetzt im Zyklus der „dreizehn Himmel“.

Was sind das für 9 Unterwelten? Was bedeuten dreizehn Himmel in der Welt der Maya?

Xibalbá bedeutet in den Maya-Sprachen „Ort der Angst“. In der Mythologie der Maya war Xibalbá die neunstufige Unterwelt.  Lange vor Darwin, erstellten die Maya bereits einen Kalender, der die Evolution darstellt.

Der Tun-Kalender handelt von der Evolution.

Kin = 1 Tag
1 Uinal = 20 Kin 20 Tage
1 Tun = 18 Uinal/360 Kin 360 Tage
1 Katun = 20 Tuns 360 * 20(hoch 1) = 7.200 Tage (~19,75 Jahre)
1 Baktun = 20 Katuns 360 * 20(hoch 2) = 144.000 Tage (~394,25 Jahre)
1 Piktun = 20 Baktuns 360 * 20(hoch 3) = 2.880.000 Tage (~7.885 Jahre)
1 Kalabtun = 20 Piktuns 360 * 20(hoch 4) = 57.600.000 Tage (~157.700 Jahre)
1 Kinchiltun = 20 Kalabtuns 360 * 20(hoch 5) = 1.152.000.000 Tage (~3,2 Mill. Jahre)
1 Alautun = 20 Kinchiltuns 360 * 20(hoch 6) = 23.040.000.000 Tage (~63 Mill Jahre)
1 Hablatun = 20 Alautuns 360 * 20(hoch 7) = 460.800.000.000 Tage (~1262 Mill Jahre)

Jede Unterwelt hat  ihre besondere Bedeutung für den globalen Geist.
Jede dieser 9 Dimensionen oder Zyklen hat eine bestimme Energie.
Jede dieser Dimensionen wird von einer bestimmten Gottheit geführt.
Jeder dieser Unterwelten besteht aus 13 Himmeln, die sich in sieben Tage und Nächte aufteilen, sozusagen eine Abfolge von Tag- und Nachtphasen

Denken Sie es sich am besten unsere Evolution in Wellen mit unterschiedlichen Energien.  Denn so sahen sie die Maya, die  „Santo Mundo“, ihre heilige Welt, die für sie die Quelle ist, aus der alle Energien und alles Wachstum entspringen.

Ihre Unterwelt ist – auch – unsere Evolutionsgeschichte.

Stufe Unterwelt/Zyklus Zeitspanne
9 universal 13 Uinals ~0,7 Jahre: 260 Tage
8 galaktisch 13 Tuns ~12,8 Jahre
7 planetarisch 13 Katuns ~256 Jahre
6 National 13 Baktuns ~5125 Jahre
5 Regional/Kultur 13 Piktuns ~102.505 Jahre
4 Stämme/Sippen 13 Kalabtuns ~2.050.100 Jahre
3 familiär 13 Kinchiltuns ~42 Mill. Jahre
2 Säugetier 13 Alautuns ~819 Mill. Jahre
1 zellulär 13 Hablatuns ~16.406 Mill. Jahr

Die 9 Unterwelten sind Stufen des Bewusstseins. Die 1.Unterwelt hat eine Tag- und eine Nachtphase von jeweils 1.26 Milliarden Jahren. 16.406 Millionen Jahre brauchte es, um die ersten lebendigen Organismen entstehen zu lassen. In dieser Zeit entstand unser Sonnenystem. Es entstanden die physikalischen Gesetze. Der nächste Zyklus dauerte 819 Millionen Jahre und beschreibt die Entstehung der Säugetiere. Vor 42 Millionen Jahren machte sich der erste Affe auf. Mit jeder Unterwelt wird quasi eine Frequenz höher geschaltet.

Am 8. März 2011 begann die letzte der Neun Unterwelten nach dem Maya-Kalender – die Universelle Unterwelt – alle neun Unterwelten endeten gemeinsam am 28. Oktober 2011, nicht am 21.12.2012. Darum sagt Don Alejandro, Maya-Priester und Vorsitzender des Ältestenrats, der Maya-Kalender habe mit dem 21.12.2012 nichts zu tun.  Seriöse Maya-Forscher sagen das alle.

Der 28.10.2011 in Maya-Zeitangabe:
13.13.13.13.13.13.13.13.13.13 AHAU
13 und AHAU sind Symbole der Vollendung nach dem Maya-Kalender.

Die  Menschheit werde während der Universellen Unterwelt einen ähnlichen Entwicklungssprung wie in der achten Unterwelt durchleben  – nur um ein Vielfaches beschleunigt, da diese Unterwelt viel kürzer ist.
Daran sind wir nun vorbei gerauscht.
Wer hat es nicht schon längst gespürt.  Facebook, Twitter & Co., Techniken nach 1 Jahr überholt, 3-Euro-Mode zum Wergwerfen, mal eben nach London fliegen über das Wochenende, Konflikte in jeder Ecke der Welt, vermehrt Erdbeben sowie Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Finanz-und Wirtschaftskrisen, die wir längst noch nicht abgeschüttelt haben.

Im 13. Himmel der Maya

Pyramide Chichen Itzaunterwelt

Foto: Kunze

 

Die achte Unterwelt ist rund 12,8 Jahre lang. Sie ist wie alle Unterwelten in 13 Segmente unterteilt, 13 Himmel = Tage und Nächte. Die neunte Unterwelt  hingegen ist eben nur noch 234 Tage lang.  Jeder Zyklus der neun Unterwelten besteht aus 13 Abschnitten („Himmeln“), die in sieben Tage und sechs Nächte unterteilt werden. Die 13 Tage und Nächte sind pro Zyklus jeweils gleich lang.

Ist es Ihnen aufgefallen? 234 Tage und nicht 260 Tage.

Es  gibt viele Maya-Kalender.
Die Differenz von 234 und 260 Tagen ergibt sich daraus, dass nach der Langen Zählung prinzipiell in 20er Schritten gerechnet wird. Nur bei der Zähleinheit „Uinal“ wird in 18er Schritten gerechnet. Aus diesem Grund ist die Neunte Unterwelt nur 13 mal 18 Tage lang.

Kürzer werdende Zyklen, kürzer werdende Tage und Nächte.
Es handelt sich um einen Beschleunigungsprozess im Universum und in unserem Bewusstsein.
Na, dann, bitte anschnallen. Es könnte in den nächsten 8 Jahren weiterhin turbulent zugehen.
Sorgen Sie sich nicht, im Jahr 2022 endet die Übergangszeit. Also ganz bald.
Wir sind Zeitzeugen eines gigantischen kosmischen Vorgangs. Ein kosmischer Zyklus schließt sich.
Wir dürfen uns darauf einstellen, dass wir uns von der Illusion der 3-D Realität befreien werden können.

Der Baum des Lebens

Das Zeitverständnis der Maya war nicht linear, sondern spiralig, fraktal. Gequantelt eben.  Alles existiert und geschieht in Wellen.  Ihr Bild der Welt glich dem eines Baumes, dem Baum des Lebens.

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Wurzel eines Kapokbaumes und Maya-Dame, Chichen Itzà, Yucatan, Mexico. Foto: Kunze

Der Kapokbaum, Wollbaum, ist für die Maya der Weltenbaum. Sie schätzen ihn. Der Baum versorgt sie mit Antibakteriellem zur Wundversorgung. Darüber hinaus ist er für sie „ the axis of the world“. In ihrer Vorstellung versorgen die Wurzeln das Dach der Unterwelt, der Stamm und die Äste durchziehen die Welt der Menschen und ihre Kronen  breiten sich durch den Himmel aus.
Das Wacah  Chan , das Zentrum der Galaxie, ist für sie mit dem Baum des Lebens verbunden.
Der Kosmos ist für sie ein Spiegel der Welt, ein Spiegel von uns Menschen. In jedem Gesicht eines Menschen, in jeder Pflanze, in jedem Tier ist ein Stück Sonne. Sie alle haben „Spirit“.

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Unsere Galaxie hat vier Arme. Dort werden die Sterne geboren. Manche Sterne leben kürzer, „nur“ 10 Millionen Jahre. Kürzer leben meint, in jener Zeit sind sie in der Vier-Arm-Spirale unserer Milchstrasse zu sehen.
Sterne mit weniger Masse leben viel länger. Dr James Urquhart am Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Deutschland,  findet es spannend, Sterne zu finden und anhand ihrer Verteilung, die Struktur der Milchstrasse besser zu verstehen. Vor dort kommen wir, sagen die Maya. Wacah Chan (Galaxie) ist für sie mit dem Baum des Lebens verbunden.  Die jüngst abgeschlossene 12-Jahres Studie bestätigt, die Milchstrasse hat vier Arme. Quelle:http://bit.ly/1bD7vPO

Viele der Maya-Pyramiden sind auf diesen 9 Unterwelten „aufgebaut“. Wer schon einmal vor ihnen gestanden hat, zählt 9 Stufen.  Die Treppenstufen der Pyramide sind exakt 365 an Zahl.  364 kleine abgeschrägte Stufen plus die Plattform ganz oben. Die Zeitrechnung ihrer Kalender sah 360 Tage vor.  1 Tun. Die restlichen 5 Tage sahen sie für ihre Zeremonien vor.  Mit der Pyramide wurden Sonnen- und Mondjahre berechnet. Die letzten Sonnenstrahlen landeten exakt auf der Spitze der Pyramide. Sie bauten ihre Pyramiden wie die Sternenkonstellationen. Von den Plejaden kommen sie.

Pyramide Kulculcan

In der Kulculcàn- Pyramide in Chichen Itzà, 11. Jahrhundert, verstecken sich noch zwei (?)weitere Tempelpyramiden. Sie sind Vorgängerbauten, eine davon vermutlich aus dem 8.oder 9. Jahrhundert. Ob zweite, darüber ist man sich nicht sicher.  Foto:Kunze

Wir bewegen uns dem Licht entgegen. Wir sitzen auf einer kosmischen Welle,  eine neue Zeitlinie, die uns in Richtung 5 D katapultieren wird. So sagen es die Prophezeiungen aller indigener Völker. Die alte dualistische Raum-Zeit-K o n s t r u k t i o n, mehr ist sie nie gewesen, wird von immer neuen Schichten überlagert.  Es wird  rumpeln, brodeln und schütteln auf dem Weg dorthin.

Im Einklang mit neuen Frequenzen.  Altes loslassen. In der Ruhe liegt die Kraft.

don alejandro8Der nationale Mayarat von Guatemala
besteht aus 440 Ältesten (265 Großväter und 175 Großmütter) – entsprechend der 440 Stämme, die noch existieren. Geführt von Don Alejandro wählt der Hohe Rat 25 berechtigte Älteste, die Maya-Glyphen zu interpretieren, um das Wissen ganz genau für zukünftige Generationen zu erhalten.

Der Vorsitzende des Maya-Ältestenrates, Don Alejandro Cirilo Perez Oxlaj ist ein hoher Mayapriester der 13. Generation der Quiche-Maya und ein gewählter

Führer des nationalen Mayarates von Guatemala. Er ist in der 13. Generation Schamane der Maya und er besitzt wahrscheinlich mehr Wissen über die Maya als  sonst jemand.

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Einherzig oder Zweiherzig?

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Auch die Hopi sollen im Besitz einer uralten Vorhersage über den Lauf der Dinge sein, die im Prophecy Rock festgehalten ist. Dieser Berg ist für Nicht-Hopi tabu. Das Land der Hopi ist eine trockene Hochlandebene. Dennoch gelingt es ihnen sehr viele landwirtschaftliche Produkte, vor allem Mais, anzubauen, liegen zwölf autonome Dörfer  auf einer Fläche von 56 Kilometer am südwestlichen Rand, den Ausläufern des Black Mesas.
Zwei Stunden östliche vom Grand Canyo in Arizonas Norden. Dort bewohnen die Hopi ihre typischen terrassierten Bauten aus Stein und Lehmziegel. 34 Clans, die mit Bedacht ein bescheidenes Dasein pflegen. Es gibt heute zwischen 8.000 bis 12.000 Hopi, wovon etwa 7.000 innerhalb von Reservaten leben.

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Quelle: wikipedia

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Melonen und Mais. Sie entwickelten spezielle Farmtechniken, um in dieser trockenen Gegend Ernten zu erwirtschaften. Quelle: NCHGC

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Für 2000 Jahre lebten die Hopi in de Region „Vier Ecken“ , wo sich Arizona, New Mexico, Utah and Colorado treffen. Foto:NCHGC

Màsaw ist der Hüter der vierten Welt. Mit Màsaw schlossen sie einen heiligen Pakt, in dieser Welt als bescheidene und friedfertige Bauern zu leben.

Im Artikel wird beschrieben, wie vielfältig und vernetzt sich die Gesellschaft der Hopi gestaltet. Viele Linien verliefen nicht vertikal, sondern diagonal: Politische Macht geht vom Onkel auf den Neffen über, Tanten und Onkel sind für die Disziplinierung von Kindern verantwortlich, die spirituelle Erziehung obliegt den Paten.

Uralte Symbole der Hopi – Maispflanzen, Regenwolken, Blitze und Wellen, Schildkröten, Schlangen haben  Bedeutung. Die Maispflanze etwa symbolisiert Wohlstand, auch wenn damit nicht unbedingt Geld gemeint ist. Spiralen unterschiedlicher Größen, deren sorgfältige Anordnung unter Felsspalten und Zinnen den Lichteinfall zur Anzeige der Sonnenwenden und der Tag- und Nachtgleichen nutzt. Es sind wichtige Kalender für eine Gesellschaft, die den Einklang der Menschen mit der Natur als ein hohes Gut versteht und von der Landwirtschaft lebt.

Underneath your feet lies enormous wealth. Guard it.
Do not fall sleep, for if you do, it will be pulled out.
Do not use it until the right time to do it, in the right way,
and only use it for the right purposes”.
~Instructions from Hopi Ancestors.

Die Prophezeiungen der Hopi

[…]“Dann wird Ruhe sein. Dann wird sie ein drittes Mal aufsteigen. Unsere Prophezeiungen sagen aus, das dritte Ereignis wird abhängen vom roten Symbol, die vier Kräfte der Natur in Bewegung setzen wird. Die Welt wird erschüttert und sie wird rot werden. Der Tag der Reinigung wird kommen. Demütige Menschen werden auf der Suche nach einer neuen Welt fliehen[…]“

Diese Prophezeiung hat sich bereits erfüllt. Die Hopi sagten den ersten Weltkrieg und auch den Zweiten Weltkrieg voraus.

Die Genauigkeit ihrer Voraussagen versetzen einen ins Staunen.

Sie sahen die Entwicklung „eines Kürbises der Asche“ voraus. Sie sprachen über die tödliche Gefahr des „Kürbises der Asche“. Sie wollten mit der Regierung sprechen. Sie schrieben dem amerikanischen Präsidenten. Nur damals hörte ihnen niemand zu. (Atombombe)

Sie sahen das „Haus aus Quarz“ an der Ostküste der Schildkröten-Insel (Amerika). Alle Völker würden zu diesem Haus kommen. (das Haus der Vereinten Nationen). Sie gingen auch dorthin, erhielten aber keinen Zutritt.Sie wollten die Nationen der Erde ansprechen, weil die Prophezeiungen zeigten, dass die Zerrissenheit der Menschheit ein großer Fehler ist.

Sie sahen die spanischen Eroberer zu ihnen kommen. Sie erreichten das Land in Rüstungen, die wie Schildkröten aussahen. Die Hopi begrüßten die Spanier. Aber die Spanier reagierten nicht genau so. Sie gaben den Hopi wertlosen Schmuck. Unter den Indianern erzählte man, einige Brüder und Schwestern hätten die Bedeutung des Händedrucks vergessen. Die Ältesten deuteten dies als Vorzeichen harter Zeiten. Jeder auf Erden würde bald unter diesem Vergessen leiden.

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Sie sahen die „schwarzen Farbbänder“ oder die “ Flüsse aus Stein, die Bilder in der Sonne machen“, die sich über das Land ausdehnen werden. (Straßen, Autobahnen). Sie sahen „Käfer, die sich auf dem Land verschieben“. (Autos) . Sie sahen Käfer, die den Boden verlassen und in die Luft gehoben werden. Sie würden den Himmel erobern. Sie würden überall sein. (Flugzeuge)
Sie sahen die Eisenbahnen voraus. „Das Land wird durchzogen von Schlangen aus Eisen.“
Sie sahen, dass sich „die See schwarz färbt und viele lebende Wesen darum sterben.“ (Ölverschmutzung)

Wenn die menschliche Familie nach der ersten Erschütterung in Frieden zusammen käme, gäbe es keine Krise mehr. Wenn nicht, wäre es der Beginn der zweiten Erschütterung. Die Krise könne jederzeit gestoppt werden, wenn alle Menschen zum Pfad des Inneren zurückkehren.

Ihre Prophezeiung sagt auch, dass Menschen aus dem Osten kommen. Die Indianer würden diese und andere Neuankömmlinge anderer Rassen unterrichten, dass alles Leben heilig ist. Aber wenn nicht alle dieser Überzeugung wären, würde der Große Geist die Erde mit seiner Hand ergreifen und erschüttern.

Auch die Hopi sprechen wie die Maya von der Morgendämmerung einer fünften Welt. Pahana wird wiederkehren.
Er wird die Saat seiner Weisheit in unsere Herzen einpflanzen. Gerade jetzt würde die Saat eingepflanzt werden. Sie werden den Weg ebnen zum Eintritt in die fünfte Welt.

 

Wenn wir richtig gestimmt sind, wird das Leben magisch.

Don Alejandro, Maya-Ältester, betonte, dass ihre Weissagungen niemals dazu da sind, damit sie eintreten, sondern als Wegweiser zur Veränderung verstanden werden müssen. „Jede Weissagung, die eingetreten ist, ist eine Weissagung, die fehlgeschlagen hat[…]“

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Hopi Haus. Foto: J.Hinkley


Die indianische Tradition der Prophezeiung hat viele Bezüge und Quellen. Weit bekannt sind die Hopi-Prophezeiungen, die auf Steintafeln geschrieben wurden. Sie sind 10000 Jahre oder noch älter und werden seither von den Hopi bewahrt. Es gibt auch eine Zeichnung auf einem großen Sandsteinfelsen bei dem Dorf Oraibi, die “The Hopi-Life Plan” genannt wird.

Die Tafeln und die Zeichnung enthalten Anweisungen für ein friedliches Miteinander aller und Warnungen, wenn die Menschheit den Pfad des Friedens verläßt. Die Lehren besagen, dass zu Beginn dieser Weltschleife der Große Geist jeder der vier menschlichen Rassen zwei Tafeln mit Anweisungen darüber gab, wie man in Harmonie mit dem Großen Geist lebt und was geschieht, wenn diese verletzt wird. Zwei Tafeln sind für die roten Menschen bei den Hopi. Zwei Tafeln für die schwarzen Menschen sind sicher in Kenia aufbewahrt. Die zwei Tafeln der gelben Menschen sind in Tibet. Und die zwei, die den weißen Menschen gegeben wurden, sind in der Schweiz.

Jeder Rasse wurde auch eine Verantwortlichkeit, ein Schutz einer spezifischen Gabe übertragen, die sie zu meistern hat, um sie danach mit jedem anderen zu teilen und um die eigene Ausrichtung des allgemeinen Großen Gesetzes für die Dauer dieser Weltschleife zu ermöglichen.

Die roten Menschen sollen die Erde bewahren. Sie sollten die Geheimnisse der Erde lernen bezüglich der Nahrung und Heilmethoden.
Die gelben Menschen wurden mit dem Schutz der Luft und des Windes gesegnet. Sie sind beauftragt den Himmel und den Atem zu verstehen und zu erforschen, wie man dieses Wissen für Gesundheit und spirituelles Wachstum umsetzt.
Den schwarzen Menschen wurde die Verantwortung für das Element Wasser gegeben, das als das bescheidenste gilt und das stärkste. Sie sollen die Geheimnisse des Wassers erlernen und der Menschheit weitergeben.
Den weißen Menschen wurde der Schutz des Feuers übergeben. Sie sollen das Feuer sichern. Der Funken des Feuers des Weißen Mannes ist die Technologie. Feuer bewegt. Feuer katalysiert. Feuer erleichtert Transformation.
Dann wurde jede Rasse in eine andere Himmelsrichtung gesandt, nördlich, südwärts, nach Osten und nach Westen. Jede Gruppe mit ihren besonderen Gaben, die sie für die Welt entwickeln sollten. Ihre Gaben sollten sie in Übereinstimmung mit dem höheren Gesetz umsetzen.

Allen wurde aufgetragen, diese Tafeln nie zu vernachlässigen oder zu vergessen. Sollten sie es vergessen, gäbe es nicht nur harte Zeiten, sondern das Leben der Erde selbst wäre in Gefahr.

Die Hopi-Prophezeiungen sagten, viele der Völker würden nicht den ursprünglichen Anweisungen folgen. Alles Leben sei heilig und Teil des eines Pfades. Darum erklärten sie, der Große Geist erschüttere die Erde dreimal.
In drei Epochen, wenn zu viele Menschen in Habsucht, Eigennutz und in Trennung vom Inneren verfielen. Jeder der Erschütterungen diene dazu, unsere Aufmerksamkeit zu wecken, um den eingeschlagenen Weg zu ändern und sich neue auszurichten, um alles Leben zu ehren und zu lieben.

Die Hopi sagten eine Zeit der Reinigung voraus. Eine Gelegenheit, damit jeder Mensch zum Pfad des Herzens zurückfindet, um das neue Zeitalter zu erschaffen, bevor es kein Zurück mehr gibt. In dieser Zeit leben wir jetzt.
Sie sagten auch noch manches weniger Schönes.

Wir sollen ihnen zuhören. Die Zeichen haben sich über viele Jahre erfüllt und nur wenige sind geblieben.
Für die Übergangszeit:

Es wird Ereignisse der Reinigung geben.
Es wird Erdbeben und Überflutungen geben, die große Katastrophen verursachen.
Es gibt Änderungen in den Jahreszeiten und beim Wetter.

Es sind Warnungen. Warnungen zeigen den Beginn einer möglichen Zukunft an. Die Erde ist ein geistreiches lebendiges Wesen. Bevor irgendwelche großen Veränderungen mit Mutter Erde erfolgen, hat sie die Menschen gewarnt. Ihr seht große Veränderungen hier.

Dan Katchongva, Hopi vom Sonnen-Stamm lebte von 1872 bis 1972. Er wollte, das seine Botschaft in die Welt getragen wird. Dorthin, wo „verständnisvolle Menschen diese Worte der Weisheit überdenken können. Das will ich.“ Er sagte 1970 in einem Gespräch: „Menschen werden die guten Dinge des Lebens verderben, werden dasselbe Leben leben, vor dem wir in die Unterwelt flohen. […]Die meisten von uns werden in Verwirrung verloren sein. Als Beweis, daß etwas außergewöhnliches mit den meisten Menschen geschieht, werden sogar ihre Führer verwirrt sein. Es wird schwierig zu entscheiden sein, wem zu folgen ist. Die, die mit der Kenntnis der heiligen Vorschriften beschenkt sind, werden dann sehr vorsichtig leben. Doch sie werden sich erinnern, und sie werden den Glauben an diese Anweisungen haben, und es wird das Schicksal der Welt auf ihren Schultern ruhen. […]“

Dan Katchongva sagte aber auch:
„Das Kranke auf der Erde wird geheilt. Mutter Erde wird wieder blühen und alle Menschen werden für eine lange Zeit in Frieden und Einklang vereint sein. Doch wenn dies nicht verwirklicht wird, wird die überlieferte Hopi-Kennung während der Bedrängnis von Bahanna verschwinden. Durch den Einfluß des weißen Mannes, seiner Glaubensrichtungen und dem Verschwinden von heiligem Land werden die Hopi verloren sein. Das ist das allumfassende Vorhaben, gesprochen durch den großen Geist seit dem Anfang der Zeit.

Der Schriftsteller Tom Brown hat Studenten über den gegenwärtigen Stand der 104 Weissagungen von Stalking Wolf (»Großvater«) erzählt. Bis heute sind 99 davon wahr geworden.
„Wie werde ich diese Warnungen und Zeichen erkennen?“ fragte Tom.
Großvater fuhr fort: »Sie werden unverkennbar sein für dich und für diejenigen, die auf den Geist der Erde hören, doch die, die in Fleisch leben und nur Fleisch kennen, erkennen und verstehen es nicht. Wenn diese Zeichen, diese Warnungen und Vorhersagen offenkundig sind, dann wirst du die Dringlichkeít von dem was ich spreche, verstehen. Dann wirst du verstehen, daß die Menschen nicht nur arbeiten müssen für ihr eigenes geistliches Erwachen, sondern daß dieses Erwachen in das Bewußtsein der Neuzeitmenschen zu bringen ist.“ 

„Das ist die mögliche Zukunft, wenn die Menschen nicht zur Erde zurückkehren und anfangen, die Gesetze des Schöpfers und der Schöpfung einzuhalten“, sagte Stalking Wolf.
(Auszug aus einer Prophezeiung aus dem Jahr 1920.)
Wir sind alle Bewahrer des Lebens. Das Gleichgewicht der Natur ist abhängig von unserem Tun. Und eines sollte uns klar sein,  die Welt wird das sein, was wir aus ihr machen. Alle Menschen stehen miteinander und mit allem in Verbindung. Daran dürfte doch wohl kein Zweifel mehr bestehen.

„Einherzig“ oder „Zweiherzig“?
Wir müssen uns zwischen zwei Wegen entscheiden.

Wer mehr über die Prophezeiungen der Hopi erfahren möchte: es gibt eine Reihe von Videos hierzu auf YouTube.

 
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Quelle: David Bearclaw Abrams, Ältester, Medizinman und Sonnentänzer, sprach mit  Carol Mann
Die Hopi-Prophezeiungen: Eine letzte Chance
geschrieben für den “Jackson Hole Guide” von Carol Mann, 2002
übersetzt von Knut Gierdahl

http://enominepatris.com
Frankfurter Rundschau,“Die Weisen in der Wüste“, 04.12.2012
http://grandcanyonhistory.clas.asu.edu/sites_adjacentlands_hopireservation.html
http://www.legendsofamerica.com/na-hopi.html