Ich lebe nicht, um unberührt zu sein

Herzweg

Aus aktuellem Anlaß muss ich Ihnen und Euch , liebe Leserinnen und Leser, diesen Artikel
der gewaltfreien Kommunikation heute nochmals kredenzen.
Der  einzige Grund:

Eine Dame meldete sich bei mir, sie habe Rechte an dem Wort

ups, beinahe hätte ich es doch noch einmal geschrieben
also an dem Wort:

herzkleinsprache und an der englischen Version H-language

hält die Dame  durch Zahlung von Geld die Rechte an diesem Wort
in ihren Händen.
Eine ausgesprochene nette Dame,  ohne Zweifel.

Das Wort sei eine eingetragene Marke. Dafür habe sie viel Geld bezahlt. Ich solle den Begriff bitte löschen.
Ich löschte das Wort  in meinem Blog.
Erledigt.
Nun löscht mal etwas bei Google.
Ich bekam es nicht hin, darum hoffe ich jetzt über eine  Aktualisierung
dieses Beitrages auf Veränderung im Sucheintrag.
Liebe Dame,  ich bitte höflich um Nachsicht.
Ihre Rechte an einem Wort, dass Sie sicherlich nicht in die Welt getragen haben,
kostete mich gerade den gesamten Nachmittag.
Ich bin bemüht eine Lösung zu finden.
Herzenssprünge löst es in mir nicht aus.
Meine Herz tut mir gerade weh. Es heißt Abschied nehmen
von einem Wort, mit dem ich aufwuchs.
Meine Mutter verwendete es  zu Lebzeiten.
Wer soll das bitte noch verstehen?

So wird aus dem Wort, das seit Jahrhunderten  symbolisch für unsere Muttersprache,
für unsere  Kindersprache
allüberall verwendet wurde eine  eingetragene Marke.
Nicht nur Gold, Kupfer, Uran, Wasser, Heilpflanzen  jeder Art,
jetzt beginnt auch noch die kleinmütige Schlacht um Worte, die
von unseren Vorvorvorvätern- und müttern ins Leben getragen wurden,
fremdes Wissen, allgemeine Worte werden aufgekauft und
gehen in den Besitz  einzelner Personen über.
Vermutlich wird das auch noch als: clever empfunden?
Einatmen. Ausatmen. Feel it. Einatmen.
Wenn ich mit jemandem über verloren gegangenes Baumwissen spreche
und derjenige wenige Monate  später mit einem Buch über Bäume aufwartet,
ist das dann auch so ne Art geistiger Diebstahl?
Wo fängt es an, wo hört das auf?
Naja
So geschieht es dann,
man bekommt etwas gelehrt, erhält das Wissen von anderen freizügig gegeben und
dann kommt der Business-Gedanke auf,
und schon  kommt die Macht  (ANGST , nicht Herz-LIEBE)  ins Spiel und schon
werden Wissen, Methoden, Konzepte von uralten weisen
Menschen zu einem Methodenmix  und letztlich  zum eigenen Stoff erklärt:
Großartig unterstützt vom  Anwälten, die nach jedem Strohhalm greifen,  um Einkommen zu erzielen,
geschickt und mit einer entsprechenden Geldzahlung
wird dieses uralte Wort zu einer Marke einer einzelnen Person.
Großartige Herzarbeit.
Man traut sich kaum noch auf die Tastatur zu tippen.
Das Prinzip scheint verstanden, worum es geht beim Herzensweg.
Indianisches Wort, indianischer Gedanke,
das Wort  ist nicht von IHNEN, probieren Sie es erst gar nicht!

Ich verabschiede mich offiziell von diesem schönen Wort und gebe zu,
ich bin sehr traurig und
ehrlich, ich  bin geschockt.
Schlimmer geht`s nimmer in Deutschland.
Ich greife nunmehr auf Worte wie:

Herzenssprache, herzelige Sprache, Herzilieinsprache, Her- ZEN-Sprache, herz-zerreissende Sprache,
zurück. Ich bitte um Verständnis. Wer noch weitere Ideen hat, bitte nur her damit.

Aus dem Sudan erreichte mich heute eine Nachricht: 
Sabina und Rose leben.
Die Mutter von Sabina ist am 27.12 2013 umgekommen.
Sie hat es nicht verkraftet. Tot. Ihr Sohn ist mit seiner Frau nach Uganda geflüchtet.
Sie sind am Ende, schrieb mir Sabina  – dort in Juba.
Es gibt Tausende von Toten. Sabina ist ohne alles aus ihrem Haus geflüchtet, steht es
nah der Kampfzonen.

Hier in Deutschland kämpfen wir um Wortmarken.
Wir heimsen uns Begriffe ein und geben dafür viel Geld aus,
sorgen uns täglich darum, dass sie auch ja niemand verwendet,
während
auf dieser Welt 900 Millionen Menschen
an Hunger leiden.

kinderhunger

Vielleicht möchte jemand der Wortmarkenkäufer auch zu diesem Thema Markenrechte kaufen?
Die Worte:  Kind, Tod, Hunger, Soja, Massentierhaltung stünden noch zum Verkauf?
Ich bin mir sicher, es findet sich ein Anwalt.

Herrschaftssystem Westen.
Ohne Worte.

Ich hoffe, Sie verwenden auch immer brav die Zitierstriche, für all das ,
was Sie sich aus Büchern von anderen herausgelesen haben.

Was zahlen Sie jenen für Ihre  tägliche Nutzung und Wissenserweiterung?

Ich vergebe Ihnen in mir, …. ist doch so…oder..
Hoònoponapona.

und diesen  nun folgenden Artikel brauchen Sie, braucht Ihr nicht mehr lesen,

den gab erst vor ein paar Tagen.
Mr. Marshall Rosenberg, der mich einst lehrte.
Mr. Rosenberg, es ist mitunter soooooooooo sehr schwer

Hier geht`s jetzt los mit dem eigentlichen Artikel über gewaltfreie Kommunikation. Das Wissen haben mir Menschen vermittelt, denen daran gelegen ist,  diese Welt  in eine friedlichere,  gerechtere und liebevollere, Welt zu verwandeln. Ich geb`s gerne kostenfrei weiter.

Die Weisheit sagt mir, ich bin nichts. Die Liebe sagt mir, ich bin alles. Und dazwischen strömt mein Leben.
Dabei unvollkommen, den Wolf akzeptierend und ihm auch den nötigen Platz gebend – „I love my wolf!“
Marshall Rosenberg (nonviolent communication) nennt das  „Spirituality of  imperfection“.
Der inneren Luststimme folgen. Meine Gefühle gehören mir.  Ursache sind meine  erfüllten und unerfüllten Bedürfnisse.
Ich bin dafür verantwortlich oder zumindest irgendwas in mir.

Selbstverantwortlich sein: für die eigene innere Klarheit,  um das Erreichen der inneren Bedürfnisse sorgend.
Sanft und dennoch kraftvoll, beharrlich  im Giraffenbewusstsein bleibend.  Sich da nicht rausziehen lassen.

Wer Rosenberg live erlebt  hat, weiß, er liebt  die Giraffe und den Wolf. Die Giraffe, weil sie von allen Tieren, das größte Herz in sich trägt. Eine versöhnende Sprache statt einer vergeltenden, darum geht es  Meister der gewaltfreien Kommunikation.

Wir haben  leider zu sehr  gelernt, Wolfsohren aufzusetzen. Wir beschuldigen uns entweder selbst oder den anderen (Sündenbocksuche). Das ist bestens erlerntes Verhalten und kommt uns vor.  Der Blick auf die eigenen Gefühle und Bedürfnisse scheinen da nur allzu ungewohnt.

kommunikation3

Gewaltfrei kommunizieren, was meint das?

Grundsätzlich meinte es,  bereit zu sein für einen Kontakt der Herzen und bereit zur Kooperation.
Es meint, nicht irgendwelchen Strategien- auch nicht den subtilen –  anzuhängen.
An diesem Ort beginnt die  gewaltfreie Kommunikation.

Wir alle treffen Urteile, es ist nur die Frage, wie und mit welchem Fokus.

Moralische Urteile
orientieren sich anhand von bestimmten Vorstellungen, was in einer Kultur zu einer Zeit richtig oder falsch ist.
Es gibt hier bestimmteKategorien und Labels. Aufmerksamkeit auf das, was der andere ist oder macht (DU/ER/SIE).
Führt zu Rechthaberei und der Tendenz andere zu bestrafen
„Du bist unverschämt.“
Sie will immer Recht haben.“
„Das ist aber schön.“
„Dafür sollte man ihn einsperren“
„Nie sagst du mir, dass du mich liebst“
Werturteile
orientieren sich anhand der persönlichen Bedürfnisse und Werte, es ist ein Nachspüren, ein Verbinden mit dem Bauch.
Aufmerksamkeit auf das, was mir wichtig ist, was ich brauche (ICH). Kategorien von richtig,/falsch, gut/ schlecht, auf Konventionen/ Gesetze gerichtet. Werte/ Bedürfnisse stehen dabei  im Vordergrund. Ich  bin mit mir und meiner Lebendigkeit
verbunden.
Führt zu Aktivitäten und Bitten, um meine Bedürfnisse zu erfüllen
„Mir ist ein Ausgleich im Geben und Nehmen wichtig.“
„Ich brauche meinen Freiraum“
„Das gefällt mir.“
„Mir ist Rücksichtnahme und Kooperation wichtig.“
„Mir ist meine Ruhe wichtig.“
kommunikation4
Kopfkino. Dank an GFK Center, JR.
Ein Konflikt entsteht,
zwischen mindestens zwei Menschen, die miteinander für längere Zeit verbunden oder aufeinander bezogen sind und
die zu einem Anlass/ Thema unangenehme Gefühle erleben, weil wichtige Bedürfnisse noch nicht erfüllt werden
konnten oder, wenigstens scheinbar,  nicht miteinander vereinbar sind.
Ein Verstehen für die  jeweils dahinter liegenden Bedürfnisse ist noch nicht gegeben.
Was ist Gewalt?
Jeder Versuch, andere Menschen zu bestrafen oder die eigenen Bedürfnisse, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer Menschen, durchzusetzen.
Was ist Kooperationsbereitschaft?
Das Interesse daran, dass die anderen ebenfalls ihre Bedürfnisse erfüllt bekommen.
Was ist ein Konsens?
a) Eine Strategie/ Lösung, bei der die wichtigstenBedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt werden.
b) Eine Strategie/ Lösung, die im Wohlfühlbereich aller Beteiligten liegt, mit der alle (gut) leben können.
Was ist Aufrichtigkeit?
Dem anderen mitteilen,
was ich wahrnehme (Fakten)
wie es mir dabei geht (Gefühl)
was ich brauche (Bedürfnis)
was ich mir wünsche (Bitte)
handaufsherz
Es gibt vier innere Einstellungen mit anderen „zusammenzuarbeiten“:
1. Win-Win: Wir setzen uns zusammen und finden gemeinsam eine Lösung.

Ich bin okay – Du bist okay.
Werschätzung/Fairness. Macht mit anderen.

2. Durchsetzen. Aufwertung, Abwertung.
Macht über andere.
Ich bin okay- Du bist nicht okay.
Ich habe Recht. Du hast Unrecht.
Ich gewinne, du verlierst.
geringe Wertschätzung. mehr Ich als Du.
3. Gleichgültigkeit/ResignationIch bin nicht okay – Du bist nicht okay.
Es hat eh keinen Sinn. Aufgeben.
Beide verlieren.
4. Minderwertigkeit/Schuldgefühle/AngstIch verliere, du gewinnst.
Ich bin nicht okay, du bist okay.
Du bist der Stärkere.
Ich mache, was du sagst. Nachgeben.#
Wer sich in Rosenbergs „Giraffenland“  aufhält
kommuniziert aus einer Haltung der Fülle, einem Grundoptimismus, aus dem Vertrauen  heraus.
WIN-WIN-Lösungen werden angestrebt. Lösungen, bei denen die  Bedürfnisse aller berücksichtigt werden .
Wo ein schützender Einsatz von Macht staffindet,  so ne Art Giraffenschrei
Wo Perlentaucher sich auf die Suche nach den guten Gründen beim anderen machen.

Wo Empathie vor Erziehung, erst der Kontakt, das Verstehen, dann die gemeinsame Lösungssuche
angegangen wird.

Es lohnt sich darüber nachzudenken, was sind die Zutaten einer Bitte.
Wie kann ich meine Bedürfnisse erfüllen?
Was brauche ich? Welche Bedürfnisse sind im Kontakt mit dem anderen unerfüllt?
Was erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sie erfüllt werden?
Was ist der Unterschied zwischen Bitte und Forderung?
Was braucht mein Gegenüber in der Situation?
Was könnte eine Bitte sein, die die Bedürfnisse von uns beiden erfüllt?
Was könnte es uns leichter machen in dieser Situation, in der wir BEIDE stehen?
Was kann ich davon nachvollziehen?
Was habe ich noch nicht verstanden?
Was macht es schwierig, ein Nein als Geschenk zu sehen?
Wie kann ich das Nein zur Sache, von der Person getrennt sehen?
Wo sind die Grenzen. Wo genau?
Was möchte ich noch unbedingt geklärt haben, um zufrieden nach Hause zu gehen?
good in others2

Danke an KC.

Was hilft im Gesprächsverlauf?

Empathie geben. 
Dem Anderen zuhören.
Auf Gefühle und Bedürfnisse eingehen. Du bist und  brauchst…
Bei Schweigen weiter Empathie geben bzw. nachfragen.
Wie geht es dir damit?

Aufrichtigkeit

Das Gehörte integrieren. Das Ausdrücken, was in mir ist.
Ganz die Bedürfnisse des Anderen in mir aufnehmen.
Klären, was von dem Gesagten bei mir und umgekehrt angekommen ist.
„Einerseits sind mir auch … wichtig. Andererseits wenn ich … an denke..

Was könnte eine Lösung sein, die für uns BEIDE passt.?

Im Wechsel zwischen Aufrichtigkeit und Empathie.
Versteckte Urteile, Bewertungen und Interpretationen  loslassen.

fingersprache

Es gibt Grundmuster von Konfliktlösungsstrategien.

Bei einigen wird der Konflikt erst gar nicht zum Konflikt. Sie weichen aus, ignorieren, schieben auf.
Es scheint bequem. Man weicht dem Verletzungsrisiko aus. Schmerzlos, keine Verlierer. Er wird sich wieder melden.
Andere wiederum kämpfen und vernichten. Der „Stärkere“ setzt sich durch. Ressourcen für das Gesamte verschwinden.
Kostet mitunter viel Kraft.
Es gibt die Unterwerfung/Unterordnung, Drohungen, Befehle, Bestrafung. A setzt B für sich ein.  Gefahr der Demotivation. Innere Kündigung. Bereitschaft zum Miteinander sinkt.

Es gibt die Delegation. Da entscheiden dann Dritte.
Es gibt den Kompromiss des kleinsten gemeinsamen Nenners.  Kann auch ein fauler Kompromiss werden.

Es gibt den  Konsens.  Eine vorher nicht angedachte Lösung wird ausgehandelt.  Kreatives Potential möglich, setzt Bereitschaft beider Parteien voraus.

Wahrnehmungen mitteilen:

Wenn ich sehe…
Wenn ich höre…
Wenn ich wahrnehme…
Wenn ich daran denke…
Wenn Du siehst…
Wenn Du hörst…
Wenn Du bemerkst…
Wenn Du daran denkst…
fühle ich (mich) …

bin ich … + Gefühlswort

Erfassen,was der andere fühlt.
Wenn Du siehst…
Wenn Du hörst…
Wenn Du bemerkst…
Wenn Du daran denkst…

fühlst Du (Dich)…
bist Du … (+ Gefühlswort)
Benutze möglichst „reine“ Gefühlsworte und weniger
Worte, die wie Gefühle klingen, aber eher beschreiben,
was Du denkst oder was eine andere Person getan hat.
Eine Hilfe zur Unterscheidung ist die Frage: „Wenn Du denkst …, wie fühlst Du Dich dann…?“
beispielsweise:
„Ich fühle mich ausgenutzt!“
“Wenn ich denke, ich wurde ausgenutzt, bin ich verärgert/ traurig/verletzt“
weil ich brauche …
weil mir wichtig ist …
weil ich gerne hätte, dass …
weil mir sehr daran liegt, dass…
Erfassen, welches Bedürfnis der andere hat
weil Du brauchst …?
weil Dir wichtig ist …?
weil Du gerne gehabt hättest, dass…?
weil Dir am Herzen liegt, dass…?
Sprich eine Bitte aus. Etwas, was die anderePerson konkret tun könnte,
um dein Bedürfnis zu erfüllen
Bitte aussprechen
Und ich hätte gerne, dass du…
Wäre es für dich in Ordnung, wenn…
Wärest du bereit…
Und du hättest gerne, dass ich… ?
Und du möchtest, dass ich …?
Und du fragst dich, ob ich bereit bin …?
Sei Dir im Klaren über den Unterschied zwischen einer Bitte und einer Forderung. Eine Bitte lässt dem Empfänger die freie Entscheidung, ob er/sie sie erfüllen möchte.
Im Wesentlichen gibt es drei Arten von Bitten: „Was hast Du verstanden?“ (Verstanden werden),
„Wie geht es Dir damit?“ (Verstehen wollen) und „Kannst Du bitte..?“ (Lösungsbitte)
Eine Lösungsbitte enthält positiv beschriebenes, sichtbares Verhalten (Sagen oder Tun).
Die besonderen Merkmale von Gefühlen
–  zeigen an, dass bestimmte Bedürfnisse erfüllt oder nicht erfüllt sind
–  sind deutlich im Körper spürbar, können von jedem nachvollzogen werden,  sind sie universell
Konkrete Beispiele:
Man wird beschuldigt
Man fühlt sich verärgert, ängstlich, verwirrt, irritiert, verwundert, verletzt- all das sind mögliche Gefühle.
Mögliche Bedürfnisse: Verantwortlichkeit, Fairness, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit
Man wird  eine Schublade gesteckt
Man fühlt sich  ärgerlich, ängstlich, sauer, frustriert
Mögliche Bedürfnisse: Freiheit, Offenheit, als Individuum gesehen werden, Einzigartigkeit
Man wird kritisiert,
Man wird sauer, enttäuscht, niedergeschlagen, mutlos, wütend
Mögliche Bedürfnisse: Verständnis, Anerkennung, einbezogen werden, Eigenverantwortung
Man wird eingeschüchtert.
Man wird verängstigt, erschrocken,mutlos
Mögliche Bedürfnisse: Sicherheit, Gleichwertigkeit, Kraft, Stärke, Selbstbewusstsein
Verantwortung für die eigenen Gefühle übernehmen
Jeder Satz nach dem Muster „Ich fühle mich…, weil DU…“ macht den anderen für meine Gefühle verantwortlich.
Verändere diese Sätze und verwende Formulierungen wie:
Ich fühle mich,
weil mir wichtig ist…
weil ich brauche…
weil ich gerne hätte…
weil mir am Herzen liegt…
weil ich Wert lege auf…

weil ich möchte.

Bedürfnisse sind die aktuelle Manifestation der göttlichen Energie/ menschlichen Lebensenergie

 –  alles, was uns motiviert, sind Bedürfnisse (intrinsische Motivation )
wichtigstes Element beim Zuhören: das Benennen des Gefühls kann weggelassen werden, aber nicht das Bedürfnis
Bedürfnis = Werte (verwandte Wörter sind Interessen/ Sehnsüchte/ Hoffnungen/ Motive/ Anliegen)
Auf der Bedürfnisebene gibt es keine Konflikte, sondern nur auf der Strategieebene.
Hinter jedem Urteil steckt ein Bedürfnis

Oftmals hilft die Gegenteilmethode:
„Du bist aber rücksichtslos!“ – das Gegenteil von rücksichtslos ist Rücksichtnahme –„Dir ist Rücksichtnahme wichtig?“

Es können Bedürfnisse hinter Bedürfnissen liegen.
Mein Bedürfnis nach Schönheit – gleichzeitig mein Bedürfnis nach sozialer Akzeptanz.

Schnell bewerten wir die Bedürfnisse auf negative Weise
Oh, der/ die ist aber bedürftig.  „Kinder, die was wollen, kriegen was auf die Bollen!“oder „Sei doch nicht so egoistisch!

Es gibt ein ganzes Bedürfnisbündel. Neben den bekannten Grundbedürfnissen gibt es noch eine ganze Reihe anderer Bedürfnisse, wie die Verbindung zum Anderen:
Akzeptanz; soziale Akzeptanz, Toleranz, Nähe/ Begegnung der Herzen, Wertschätzung/ Anerkennung, Respekt/ Menschlichkeit und Würde, ernst genommen werden, gesehen werden, Rücksichtsnahme/ Kooperation/ Sensibilitätas Leben des anderen zu bereichern, anderen eine Freude machen, emotionale Sicherheit/ Stabilität, Verlässlichkeit/ Kontinuität/ Beständigkeit

Loyalität/ Treue, Liebe, Schutz/ Trost/ Mitgefühl, Gerechtigkeit/ Fairness, Gleichberechtigung/ Gleichwertigkeit – neben Luft, Essen, Trinken, Ruhe, Entspannung,  Stimmigkeit mit sich selbst, Autonomie, spirituelle Verbundenheit, Kompetenz, Effektivität, Abenteuer, Vergebung,  etc.
kommunikation1
kommunikation2
Grundlegendes für eine gewaltfreie Kommunikation:
Erst wenn ich mir selbst klar bin, kann ich auch anderen effektiv zuhören: Erkenne dich selbst und Dich in Anderen! Das Universelle des Menschseins erkennen – das verbindet.
Voraussetzung der Selbstverantwortung : Alle Gefühle, Bedürfnisse, Gedanken, Konzepte gehören mir und ich selbst kann sie verändern (oftmals brauche ich dafür Unterstützung)
So wie ich mich behandle, so behandle ich auch die anderen. Meine schwarzen Stellen, sehe ich deutlich in den anderen. D.h. wenn mich etwas ganz besonders stark stört, ist das aller Wahrscheinlichkeit nach mein eigener innerer Schatten.
Wichtig ist Selbstakzeptanz, das Beruhigen vom inneren Kritiker/ Perfektionisten/ Entwerter und Antreiber. Dafür dann Perlentaucher/ Alles ist gut Stimme/ Gelassener/ liebevolle Eltern/ Weise.
Einen Ort finden, wo Du in Ruhe in Dich gehen kannst und alles andere ausschaltest.
Mehr Vertrauen in meine Fertigkeit bekommen, für mich zu sorgen und wenn unangenehme Gefühle auftreten, kann ich innehalten und mir selbst Einfühlung geben oder darum bitten. So komme ich wieder zurück ins Leben.
Sie mögen mitunter die Herrschaft in uns übernehmen- das innere Team:
unser inneres Kind, Perfektionist, Kritiker, Entwerter, Diktator, Richter, Antreiber, Romantiker, Nihilist, Sinnsucher, Katastrophenlüstling, Geizhals, Neidhammel, Weise.  Manchmal sind wir ein ganzes Theater – es gilt sie zu  integrieren.
maedchenmilch2

Zu jedem Handeln gibt es Alternativen, zu jedem Bedürfnis eine ganze Menge an Strategien und Möglichkeiten, es zu erfüllen

Lasst uns darüber nachdenken, welche Geste wir haben,
mit der wir uns selbst als Person wertschätzen können.

Lasst uns darüber nachdenken, welches kleine Ding jeder
von uns bei sich trägt,
das wir anderen geben können.
Es kann lebenserhaltend sein, sich diese Fragen zu stellen.
Wir sind nicht alleine in diesem Leben.
Und es bestärkt uns, selbst wenn wir leiden, noch wertvoll zu sein.
Advertisements

2 Kommentare zu “Ich lebe nicht, um unberührt zu sein

  1. Renate Schönig sagt:

    Toller Beitrag Martina.

    MIR fällt dazu auch noch diese Geschichte ein:

    Was wir auch tun, es gibt immer jemand, dem das missfällt und der uns dafür ablehnt. Darum geht es in dieser Lebensweisheit.
    http://www.palverlag.de/lebensweisheit-angst-vor-ablehnung.html

    Liebe Grüße Renate

    • martinakunze sagt:

      Wunderbare Ergänzung. Vielen, lieben Dank, Renate.
      Darum geht es auch und vor allem.
      Selbstachtung.
      Es geht auch um das Sehen.
      Es geht auch um das Herzhören.
      Es geht um weit mehr, als nur sein moralisches Urteil loszuwerden. Immer sind mindestens Zwei daran beteiligt. B e i d e Parteien haben Bedürfnisse.
      Wer das erkennt und -wichtig – offen und einfühlsam darauf eingehen mag – hat den Herzweg eingeschlagen Wir dürfen auch das Leben des anderen bereichern. .
      Ich finde es wichtig, zu erkennen, wie sehr sich Gewalt in unsere alltägliche kommunikative Umgangsform eingeschlichen hat.
      Wie sagt Rosenberg: Im Wolf steckt auch eine Giraffe. Er hat nur die Giraffensprache vergessen.
      So, there is still hope.
      LG
      martina

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s