Von alten Schamanen und Senòra Mildred

kabbalahstern2

Ich gähnte und meine Knochen knackten.
Woraus besteht so ein Leben?, fragte ich mich.
Für manche nur darin, alt zu werden. Einsam sind Menschen, weil sie sterben, ohne zu sehen.

Ich streckte meine Arme aus, als würde ich Dinge befühlen. Alles ist voll bis zum Rand. Und alles ist gleich.  Es gibt keine Leere. Alles lohnt sich. Jeder Widerstand, jeder Zweifel, jede Angst, jede Hoffnung, jedes Lachen, jedes Weinen, jedes Sehen, jedes Zuhören, jedes Nicht-Aufgeben,  jedes Nicht-Zurückweichen, jeder Schritt, jedes Innehalten.

Ich fing an zu lachen.  Klare Sache. Du machst dir zu viele Sorgen darüber, ob die Leute dich lieben oder ob du, von ihnen geliebt wirst.
Ein Sehender liebt. Das ist alles.  Er liebt was und wen auch immer.

Mir kam Senòra Mildred, jene Maya-Frau in Mexico,  in den Sinn: “ Die Klarheit sei der zweite Feind eines Wissenden“, sagte sie damals. „Wissende mögen es nicht, ihre Klarheit zu verlieren und weil sie Narren sind, nennen sie es Angst. Sinnloses Wissen bereitet uns nicht auf das Unbekannte vor.“

Wir bestehen darauf, alles zu erklären, als würde die Welt aus Dingen bestehen, die erklärt werden können. Dabei können nur wenige Dinge auf unsere eigene Weise erklärt werden. Wir fallen immer wieder auf Fragen herein. Wir wollen alles vorbuchstabiert haben. Auf diese Weise funktioniert der Verstand.
Wenn du siehst, kannst du dich nicht mehr durch die Mittel  der „normalen Welt“ schützen. Du musst eine neue Art zu leben lernen. Wenn du siehst, dann gibt es keine vertrauten Bilder mehr auf der Welt. Alles ist neu. Nichts war schon einmal da.

Ich sehe noch nicht, fühle aber, diese Welt ist unglaublich!

Alles sind bloße Gedanken. Du kannst daran glauben. Du kannst aber auch Widerstand leisten gegen diese Kräfte. Es bleibt dir überlassen, sagte ich mir.

Chico 023

Foto: Kunze

 

Als ich nah der Stadt Chico auf der Farm von Letisha (Indianerin) und Karel Gast sein durfte, hoch oben auf einem Berg mit Ausblick auf den größten Vulkanberg Mexicos,  las ich in einigen Büchern über Quetzacoatl, was leuchtende Schwanzfederschlange bedeutet und  Nahuatl-Sprache ist. Bei den Mayan, heißt er Kulcucàn. Der Schlangengott war Gott des Windes, der Weisheit  und war schon Gott der Akzteken.

Ich stolperte auch über ein Buch, das von Schamanen des alten Mexico`s erzählte.

 

 

 

 

Chico 130

 freie Miteinander für Tiere

Chico 069

Die Region um Chico herum wird auch die Schweiz von Mexico genannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chico 174

Lamm ist nur wenige Stunden alt.

Für die Schamanen des alten Mexico`s war das Wollen eine Kraft, die sie visualisieren konnten, wenn sie Energie im Universum fließen sahen. Sie betrachteten es als alles durchdringende Kraft, die in jeden Aspekt von Zeit und Raum einwirkte. Es war die Triebkraft, die hinter allem steht. Das Wollen war für diese Schamanen von überragender Bedeutung, stand es für sie in engster Verbindung mit dem Menschen.  Was sie Wollen nannten, ist ihr scharf ausgeprägtes Bewusstsein für eine Kraft gewesen. Sie nannten die alten Schamanen das Wollen. Das Wollen sei die Essenz der Welt jener Schamanen, keine andere Größe sei wichtiger. Aus ihren  eigenen, stillschweigenden Überzeugungen schöpften sie alle Kraft, die sie zu ihrem Fortkommen
brauchten, klaglos und ohne Lob zu begehren. Das wollen war so geschärft und so mächtig bei ihnen, dass es sich bei jedem Menschen festigte, die damit in Berührung kamen, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst waren….

Für sie waren Zeit und Raum nicht die gleichen Phänomene, wie sie Teil unseres Lebens sind, fest in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eingeteilt.
Für die Schamanen des alten Mexico`s war Zeit so etwas wie ein Gedanke – ein Gedanke, gedacht von etwas in seiner Größe Unerkennbarem. Die logische Schlussfolgerung war für sie also, dass der Mensch, Teil dieses Gedankens war, der von für seinen Verstand unbegreiflichen Kräften gedacht wurde.
Der Raum war für sie keine undurchschaubare Abstraktion, wie wir ihn uns denken, sondern integraler Bestandteil des Menschen.
Zeit war für sie wie ein Tunnel von unbegrenzter Länge und Breite  – ein Tunnel mit reflektierenden Spalten. Jede der Spalten war unendlich, und es gab eine unendliche Anzahl von ihnen. Die Lebewesen waren durch die Kraft des Lebens gezwungen, in eine der Spalten zu blicken. In eine Spalte allein zu blicken bedeutete, in ihr gefangen zu sein, in dieser Spalte zu leben. Darum galt es, frei  zu sein vom Blick in nur eine Spalte. Denen es gelungen ist, in alle Spalten zu sehen, können aus ihr beziehen, was immer sie wünschen.

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Ich las: Ein schamanistischer Praktiker bedeutet so viel wie ein natürlicher Führer, eine Person, die fähig ist, energetische Tatsachen ohne Nachteil für ihr Wohlergehen zu erkennen. Er war daher befähigt, seine Mitmenschen erfolgreich auf neue Bahnen des Denkens und der Wahrnehmung zu führen, die mit Worten nicht zu beschreiben sind. Sie brauchen Erben ihres Wissens, nicht Leute, die sich unbestimmt, aus intellektuellen Gründen, für ihr Wissen interessieren.

Versuche nicht, als Schriftstellerin ein Buch zu schreiben. Bemühe dich, es als Schamanin zu tun…….martina,….Senòra Mildred……als ich zurück in Xalapa war….
Wie meinen Sie das? ….war meine Frage…
Ich weiß nicht. Finde es selbst heraus.

computerfreiertag3 It`s all about harmony….sagte sie mir auch…

Wir sind da, das ist alles.
Von wegen….

Wir sind nur Mensch. Wir haben zwei Hände und ein Herz.
Alles ist nur einer von Millionen von Wegen. Ein Weg ist nur ein Weg. Ihn zu gehen oder weiterzugehen, muss frei sein von Ehrgeiz und von Furcht, las ich damals.  Alle Wege sind gleich: sie führen nirgendwo hin.   Na dann….

Nicht nur das, wir wählen auch unsere Wege, indem wir mit uns selbst reden.  Darum wiederholen wir bis zu unserem Tode. Es sei denn, wie schalten unser inneres Reden ab.  Die Welt ist all das, was in uns als beschlossen gilt.

Wir haben ebenso guten Grund anzunehmen, dass der Mensch so geschaffen wurde, dass es ihm möglich ist, zu expandieren…an Erfahrung und Bewusstsein. Wenn man sich allerdings wichtig nimmt, wird man nur schwerfällig, unbeholfen und eitel. Man muss aber leicht und beweglich bleiben.

Der Mensch als  Energiefeld

Für einen Sehenden sehen wir aus wie leuchtende Eier. Was könnten wir je daran ändern?
Als Energiefelder gesehen, erscheinen wir als Lichtfasern, lange oder auch kurze Fäden. Ganz feine Fäden, die zwischen Kopf und Zehenspitzen kreisen.  An den Armen  leuchtende Borsten, die abstehen. Aus der Mitte des Körpers stehen auch Fasern ab. Sie halten uns in Verbindung mit unserer Umgebung.  Diese Fasern geben uns Stabilität. Sie halten uns im Gleichgewicht.

Lauter Spiralen aus Energie. Light. Spirit. Body.

hellsichtiginneresenergiefeld

Nach einer Beschreibung einer Hellsichtigen erstellt. So sieht sie uns Menschen.

Viel wichtiger, als unser Ehrgeiz und was uns sonst noch so alles treibt. Viel wichtiger als alles andere  ist vermutlich das Wunder, Energie fließen zu sehen.

Wir können mit unseren Augen, Dinge anschauen. Und wir können mit unseren Augen, Energie fließen sehen. Die Augen aber nur darin zu üben, Dinge anzuschauen, ist ein unnötiger Verlust, sagen die alten Schamanen. Wir rennen umher, wie Pferde mit Scheuklappen. Wir klammern uns an unsere Sorgen und erschöpfen unweigerlich.

Wir sind von energetischen Wahrheiten umgeben. Energie fließt frei im Universum. Das ist eine energetischer Tatsache. Sie können sie glauben oder auch nicht glauben.

Die Dinge selbst  haben sich nicht geändert. Wir müssen unsere Vorstellung darüber verändern. Unsere Vorstellung von der Welt zu ändern, das ist die Crux…

letisha

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