Höre einfach zu

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Strahlend, sprudelnd, erwartungsfroh – als ob heute etwas Perfektes,  etwas von unendlichem Wert passieren wird. So stand ich heute morgen auf.  Ich stehe seitdem in einer sehr positiven und hoffnungsvollen
Stimmung, mit dem Gefühl, dass dieser Tag kein gewöhnlicher Tag ist.

Ich habe keine Ahnung, was Sie, liebe Leserinnen und Leser, jetzt zu lesen erwarten gedenken. Ich weiß selbst nicht,was ich hier jetzt schreiben werde. Aber bitte, lesen Sie nur ruhig weiter. Bleiben Sie,
bitte. Hören Sie einfach zu.

Die Zahlen 1 bis 13 denke ich gerade. Die Mayan erfanden einen Webstuhl, der die Wirklichkeit durch ein
Muster von Zahlen und Zeichen erfassen kann.  Mit den Zahlen 1 bis 13 stellten sie die Energie des Universums dar. Diese Zahlen stellen die Impulse dar, welche a l l e s in Bewegung halten. Wie Wellen, die
einander ergänzen und gegenseitig hervorbringen.  Die Mayan gabenjenen Zahlen Namen und Bedeutungen.
Die Zahl 3 bedeutet Rhythmus. Die 9 weist auf größere Zyklen und Zusammenhänge hin. Die 1 ist der Beginn einer Welle und die 13 ihr Ende.  Sie nannten die Zahlen auch Töne.

Jeder Ton hat seine eigene Stimmung, aber alle sind notwendig, damit Neues entsteht und Bestehendes sich weiterentwickelt.

Diese 13 Zahlen sind die ‘unsichtbare Hand’, die das Webmuster entstehen lassen. Zum Weben braucht es Fäden. Diese sichtbaren Fäden nennen die Mayan die 20 Sonnensymbole. Mit Hilfe des Pulsierens der 13
Zahlen werden sie zu einem Muster gewebt. Sie wußten, wie wir uns fühlen, hat nicht nur mit uns zu tun, sondern auch mit dem, was sozusagen “in der Luft liegt”, der Energie des jeweiligen Tages. Für die Mayan trägt ein Mensch die Energie jenes Tages, an dem er geboren wurde.

13 Zahlen ineinandergewebt mit 20 Symbolen ergeben 260 verschiedene Möglichkeiten und Tage. Für die Mayan ist das eine heilige Zeit. Es ist die Zeit, das ein Kind für die Entwicklung bis zur Geburt benötigt. Es ist die Energie des Lebens – der Webstuhl der Wirklichkeit. Es ist der Tzolkin-Kalender der Mayan. Sonnensymbole – eines der 20 Sonnensymbole ist immer das prägende Grundmuster eines Menschen. Folgt dem Imix-Tag (Urmutter) ein Ik-Tag (Ik bedeutet Wind, Ausdruck für Bewegung, Atem, Inspiration) folgen daraus andere Tätigkeiten, beispielsweise für die Landwirtschaft oder Heilkunst.

Sonnensymbole

Insgesamt existierten bislang nur drei handschriftliche Maya-Kalender – einer davon befindet sich in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden. Die 3,5 Meter lange Schrift auf Feigenbaumrinde – der Codex
Dresdensis – enthält einen Weissagungskalender und astronomische Tafeln. US-Forscher berichteten in der  “Science” ( Mai 2012) von der Entdeckung des bisher ältesten Maya-Kalenders. Alles stamme aus dem 9.
Jahrhundert. Der bislang älteste Maya-Kalender stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der neue Fund ist also etwa 500 Jahre älter. William Saturno von der Boston Universität gräbt seit 2001 in Guatemala. Die Maya-Hochburg Xultún ist seit 1915 bekannt, doch schwer zugänglich. Die Aufzeichnungen in Xultún stammen von einem Schreiber, der gewöhnlich in den Maya Codices schrieb, sagt der Archäologe Nikolai Grube von der Universität Bonn. In den Malereien werden verschiedene Kalenderzyklen beschrieben – und zwar in einem Format, das den sehr viel späteren Maya-Codices ähnelt. In Stil und Inhalt korrespondieren die Malereien mit den Berechnungen der Kalender sowie der Sonnen- und Mondfinsternissen im Dresdner Codex, sagt Grube. Zudem fanden die
Forscher vier lange Zahlenreihen, die insgesamt 7000 Jahre in die Zukunft reichen.  Die drei erhaltenen Maya-Codices stammen aus der Postklassik, also aus den letzten zwei Jahrhunderten vor der
Spanischen Eroberung von Mittelamerika. Die Maya-Klassik reicht vom 3. bis zum 10. Jahrhundert. Im 9. Jahrhundert begann die Maya-Kultur zusammenzubrechen.

Am Nachmittag
„Wissen Sie, wie es ist, wenn Sie aus dem Herzen heraus lächeln?, fragte ich den Mann, der mir am Nachmittag begegnete.  Wenn Sie lächeln, senden Sie Signalstoffe aus, die andere einladen.  Es ist ein Signalstoff, der uns bei unseren Sehnsüchten erwischt,  nicht an unserem Verhalten. „Wissen Sie, das unser Herz von einem messbaren
Energiefeld umgeben ist?“ fragte ich weiter. Unsere technischen Geräte messen es auf 3 Meter. Nun es schwingt viel, viel weiter, aber die Technik reicht nicht weiter.  Viel weiter… Betreten Sie mal einen
Raum gefüllt mit Menschen. Sie können die Schwingung spüren, wenn dort etwas in der „Luft liegt“.  Real bilden wir Menschen dann ein Herzfeld. Aber in unserem Kulturkreis gilt als Wissen ja nur,was sich zwischen zwei Buchdeckel pressen lässt.

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Sehen
Wir sind Experten darin, die Dinge komplex zu machen. Dabei ist es so einfach, nach dem Herzen zu schauen und darin zu lesen, aber wir tun es nicht. Wir lesen in Magazinen und schauen auf die Titelblätter.
Wenn wir einen schönen Menschen sehen wollen, schauen wir uns Werbung an, statt in ein Herz zu blicken. Die wirklich essentiellen Dinge im Leben sind sehr, sehr einfach. Unsere Augen schauen, damit wir lachen
oder weinen oder uns freuen oder traurig oder lustig sein können. Ich bin glücklich, weil ich mich entschlossen habe, Dinge anzuschauen, die mich glücklich machen, und dann erfassen meine Augen ihre lustige
Seite, und ich muß lachen.  Er verstand mein Gesagtes so, als sei Weinen von geringerem Wert als Lachen, oder als sei es zumindest eine Handlung, die uns schwächt. Ich versicherte  ihm, dass es in dieser Hinsicht
keinen wesentlichen Unterschied gebe und dass beides unwichtig sei; ich selbst bevorzuge das Lachen, weil ich mich beim Lachen körperlich besser fühle als beim Weinen. An diesem Punkt wandte er ein, dass
bevorzugen und gleichsetzen einander ausschlössen; wenn ich lieber lachte als weinte, dann sei daserstere tatsächlich wichtiger. Ich blieb unbeirrt dabei, dass meine Vorliebe nicht ausschloß, dass sie gleich sind; und er wandte ein, dass mein Standpunkt in letzter Konsequenz zu der Aussage führen müsse,
dass man, wenn alle Dinge absolut gleich wären, genauso gut den Tod wählen könnte.
Viele Wissende tun das auch, behauptete ich. Eines Tages sind sie einfach verschwunden.

Hören

Man muß immer den Weg mit Herz finden, um es richtig zu machen — vielleicht kann man dann immer lachen.
Die Reise wird möglich, wenn du dich den Dingen zuwendest, die auf dich zukommen. Wenn du dich dem zuwendest, was mit voller Wucht auf dich zukommt. Vertrauensvoll in der Offenheit lebst, um echt zu sein.
Bereit bist, dich verletzen zu lassen, es aufprallen lässt und dich – tief im Einklang mit den Elementen – auf genau diesen Tanz einlässt.

Wie ein Fisch, der stromaufwärts zurück schwimmt. Zuwenden, vom Wasser getroffen werden, von der Kraft  hochschleudern lassen, und durch Wasser und Luft zurück zum Ursprung reisen. Sich der Wahrheit stellen,
ohne uns zu verschließen. Der Erfahrung zuwenden, denn auch der Aufprall – vielleicht sogar gerade er – bringt uns weiter.

Lehren des Öffnens, Lehren des Verändertwerdens und Landens in meinem Herzen.  Langsam atmen.  Meiner Energie von innen her begegnen.

Auf der tiefsten Ebene ist es nicht unsere Aufgabe, gehört zu werden, sondern still genug zu werden, um zu hören.

Zu hören, was ist.

„Wirklich zuhören, bedeutet, zu riskieren, für immer verändert zu werden.“
(Sa`key Henderson, indianischer Älteste)

Sehen und Hören.  Einfach sehen. Einfach zuhören. Aufhören zu denken.

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