Die Kraft des Sprunges

seid

In Wahrheit schafft erst die Kraft des Sprunges – der Sprung des Glaubens – das Sicherheitsnetz für unser Leben.
Der Glaube ist es, der Berge versetzt. Alles ist möglich, wenn man glaubt. Wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.

Er muss vorhanden sein. Worauf er sich bezieht, entscheiden Sie für sich. Ob es der Glaube an eine andere Person ist, an Gott, an ein Höheres, an das Glück, an den Erfolg, an das Schicksal – woran Sie Ihr Herz hängen. Sie müssen an nichts von all dem Aufgezählten glauben, aber glauben Sie wenigstens an sich!

Haben Sie den Mut zum ersten Schritt. Lehnen Sie bitte nicht gleich den Glauben ab, weil Sie eine gewisse Vorstellung von Gott ablehnen. Denken Sie Ihren Glauben in Richtung Bezugspunkt all unserer Suche nach Wahrheit und Liebe, wenn ihnen das Bild von Gott nicht behagt.

Ein alles veränderndes, heilendes, angstüberwindendes Vertrauen, hieß in der Sprache Jesu „Glaube“.
Ich finde, von dieser Art von Glauben können wir gar nicht genug in unser Leben holen.

Zutiefst daran glauben, dass „die Welt, so wie sie ist, nicht bleibt, nicht bleiben kann, sondern werden wird, wie sie sein soll.“ (C.F . von Weizäcker).

Alles Unmenschliche umkrempeln. Neu machen. Lieben mit weitem, offenen Herzen. Die Frage nach Sinn von Geld und Macht zu stellen. Sich an seinen Früchten erkennen lassen und nicht an frommen Sprüchen. Mitmenschlichkeit wiederbeleben. Personenkult ablegen. Immer wieder über seine eigenen Schatten springen. Urvertrauen entwickeln, das jedes Leben total verändern kann. Für das Naturgesetz des heilenden Vertrauens nicht müde werden. In die eigene Tiefe hinuntersteigen und seinem Selbst begegnen. Herausforderungen begrüßen. Keine Ruhmeshymnen mehr singen. Unabhängig von Gewinn oder Verlust an seinem Glauben festhalten. Dienen. Dienen in Demut, mit Dankbarkeit und Hingabe. Nicht mehr bei anderen nach Fehlern suchen. Neid, Hass, Eifersucht, Wut, Ruhelosigkeit angst um Karrieren, um Autorität mit der Kraft der Liebe auslöschen. Nichts schließt Liebe mehr aus als die Angst. Wirklich heilsam werden für andere Menschen, für die Gesellschaft, für die Natur. Der Schöpferkraft der Liebe vertrauen. Nicht vernünfteln, sondern fühlen. Menschlichkeit dafür bekommen, was wir Tieren antun. Aufrecht gehen, wenn auch gedemütigt und keine Gewalt anwenden. Mit den Leiden der Menschen solidarisch fühlen.

Ein Leben von Angst in Glauben, von Verzweiflung in Selbstannahme, von Aussichtslosigkeit in Zuversicht verwandeln.
Das Prinzip Hoffnung gespeist aus Vertrauen.

Trauen Sie sich, zu lieben: sehen, hören, fühlen, bitten – in Bewegung bleiben, damit die Liebe lebendig bleibt oder wieder lebendig wird. Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Den Kopfmenschen sei gesagt: die richtige Einstellung des Herzens ist nicht gegen den Kopf gerichtet. Das Herz macht den Kopf wieder frei. Dem Kopf schadet allerdings ein versteinertes Herz, aber das wissen Sie sicherlich schon längst.

Es ist die Angst, die uns in das Atomzeitalter und in die Gentechnologie führte. Es ist die Angst und die damit verbundene Raffgier, die uns in die Finanzkrise führte. Wem vertrauen wir? Wie ist es um unsere inneren Maßstäbe, wie ist es um unsere seelische Entwicklung bestellt? Reagieren Sie nicht sogleich mit einem ungeheuren Satz von Einwänden.

Nehmen Sie sich bitte Zeit für diese Fragen. Halten Sie inne .

Bewußtwerdung in einer satten Gesellschaft, wissend, dass Autos und Fernseher, Facebook nicht glücklich machen, wissend das Sein entscheidet, nicht der Schein. Es ist die Angst, die uns zu einer erbarmungslosen anspruchsvollen Gesellschaft hat werden lassen, unter unserer Maßlosigkeit leiden Menschen in anderen Ländern, denen wir zum Teil noch die Nahrungsmittel wegkaufen, unter dieser Maßlosigkeit leiden Tiere, leiden wir , denke ich allein an all die Gesundheitsschäden. Eitel konsumieren wir drauflos. Ich glaube, die Heilung der Welt gelingt nur durch die „Heilung“ des Einzelnen.

Dafür haben wir alle eine Verantwortung. Jeden Tag auf ein Neues. Das Leben hier auf dieser Erde ist unser Job.

Maya 264

Maya-Frau in der Tempelanlage Chichen Itzà, Yucatan, Mexico. Foto:Kunze

Wissen Sie, was die Mayan sagen? Viele von ihnen erzählen folgende Geschichte: Als wir noch im Himmel gewohnt haben, wurde es eines Tages ziemlich eng. Der große Geist entschloss sich daraufhin, uns zur Erde zu senden, um dort als Wesen mit einem physischen Körper zu leben. Und dann hieß es: Jene von euch, die dabei sein wollen, wenn Mutter Erde lebendig und erfüllt mit Leben wird, müssen sie auch beschützen. Wir geben euch machtvolle Medizin der freien Wahl und des freien Willens. Damit seid ihr die Hüter der Erde.

Seit tausenden von Jahren haben sie ihr Wissen gehütet, in den Ländern Guatemalas, Mexico, Honduras und Belize. Das Weisheitsbuch der Maya heißt ‘Popul Vuh’. Am Anfang war Nichts, oder anders ausgedrückt: Alles war in Einheit. Im Popul Vuh findet sich die Schöpfungsgeschichte, der Ursprung des Lebens, wie sie sich in allen anderen Kulturvölkern dieser Welt gleichen. Denn alles steht mit allem in Verbindung.

Wir sind vom Vergessen geprägt. Wir sind Menschen, die in Angst leben. Häufig glauben wir auch, wir seien im Besitze der besseren Zutaten. Glauben, wir backen den besseren Kuchen. Es kommt aber sehr oft vor, dass nicht derjenige mit den besten Zutaten den besten Kuchen backt – immerhin geht es beim Backen nicht nur um die Zutaten, sondern um die Mühe, die Sorge, die Liebe, die man in den Backvorgang steckt.

Stille verändert das Herz. Liebe zieht Liebe an. Glaube versetzt Berge. Vertrauen heilt.

Welche Einstellung haben Sie dazu?

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2 Kommentare zu “Die Kraft des Sprunges

  1. trina59 sagt:

    Was für ein schöner Text, so viele Gedanken, über die es sich nachzudenken lohnt. Danke.

    • martinakunze sagt:

      Ich danke dir von Herzen. Kein Mensch ist ein Insel…wir suchen, was unserem Herzen am nächsten ist…Dass dich meine Worte berühren zu berühren vermochten, berührt mich. LG. Martina

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