Guten Rutsch und gute Reise ins Jahr 2014

friedenswunsch

Friede soll von jedem einzelnen geschaffen und erhalten werden, in ihm und in seiner Umgebung, so dass er zum Werkzeug wird, das dabei hilft, Disharmonie, Feindschaft und Kriege zu verhindern, denn die die Bedingungen der ganzen Menschheit hängen von dem Zustand der Atome ab, von den einzelnen, aus denen die Menschheit besteht. Der einzelne soll tief die Notwendigkeit für diesen inneren Frieden empfinden und alles dazu beitragen, um den Frieden aufzubauen und ihn zu erhalten, wo immer er sich befindet.
Friede mit dem Reich des Himmlischen Vaters. Friede mit der Erde. Friede mit der Kultur. Friede mit der Menschheit. Friede mit der Familie. Friede mit dem Geist. Friede mit dem Körper .

Senden Sie diese Botschaft doch heute Abend bei Feuerwerk mit ins Universum. Ich bin mir sicher,  es gibt da einen Engel des Friedens, der Ihre Botschaft gerne hört.

Einen guten Rutsch!

Viele Sprachforscher meinen, der gute Rutsch  leitet sich vom Hebräischen  für Neujahr ab : Rosch HaSchana, was so viel wie Kopf oder der Anfang bedeutet. Das jiddische Neujahrsfest wurde zu Beginn des Monats Tischri  im Herbst gefeiert.  Aus dem hebräischen Rosch wurde ein Rutsch.  Der Begriff ist in Deutschland ungefähr seit 1900 bekannt.

Der jüdische Kalender ist ein Mondkalender, im Gegensatz zum aktuellen gregorianischen Sonnenkalender.  Er beginnt im Herbst im Monat Tischri mit Rosch HaSchana.

Jedes dieser Feste ist ein „moed“,  ist eine festgesetzte, eine verabredete Zeit. Ob Sie wollen oder nicht, wenn Sie heute feiern, haben Sie eine Verabredung mit Gott.

3. Buch Mose: „Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste des Herrn, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste.  Jedes dieser Feste weist auf Jeschua HaMaschiach, Jesus Christus, hin.
Worum  geht  es prinzipiell bei diesem Fest der Freude? Es um Hoffnung, um Erneuerung und Vergebung – es geht um heilende Gedanken für uns Menschen, für diese Erde.

Mit einem guten Rutsch wünscht man sich also einen guten Anfang.

Wie das aber so ist mit  unserer Wissenschaft. Andere  leiten den Rutsch von Reise ab.

frohes

Wenn`se Pech haben, stecken Sie mittendrin im Feuerwerk und sehen vor lauter Rauch überhaupt nichts in den ersten Minuten Ihres  neuen Jahres.
Senden Sie bitte  Ihre Friedensbotschaft dennoch aus.

Vielleicht mag es Sie noch interessieren?

Im  chinesischen Horoskop beginnt  mit dem Jahr 2014 das Jahr des Pferdes
– ein kaum zu bremsender Tatendrang wird dem Pferd nachgesagt.
Wer schon lange etwas Verrücktes tun wollte,
sollte die Gelegenheit 2014 nutzen.
Das Pferd, so heißt es in China, ist allerdings nur einem treu: sich selbst.

Es wird das Jahr der Europawahl, der Fußballweltmeisterschaft.

Für andere wird es
ein Jahr des Gedenkens:

100 Jahre ist er her: der 1. Weltkrieg.
75 Jahre: der 2. Weltkrieg
25 Jahre: die Berliner Mauer

Für mich wird`s ein 7-er Jahr

und für Sie?
Sie haben am 14.03. Geburtstag und möchten Ihre persönliche Zahl für das Jahr 2014 bestimmen: 1 + 4 + 0 + 3 + 2 + 0 + 1 + 4 = 15; 1 + 5 = 6 Somit wäre das Jahr 2014 für Sie ein persönliches 6er-Jahr.

sieben irdische Kräfte, sieben kosmische Kräfte, sieben Tage der Woche,
sieben Wurzeln und sieben Zweige des Lebensbaumes, sieben Körper, sieben Frieden ….

Ein Ereignis der mystischen Art?
Ich freue mich und bin gespannt.

Die Numerologie  war schon seit der Antike bekannt.
Schon damals war man  sicher, dass das Geburtstdatum unser Wesen
und auch unseren Lebensweg mitbestimmt

Licht und Liebe.

sudanlichtklein

Wahrhaftigkeit

flower power

„Martina –, du — hast – da etwas – auf deinem –ähm, da sitzt was – auf deinem Kopf!,“ stottert Brunhilde vorsichtig hervor.

Ein  „Ach, wirklich. Brunhilde? Ist mir noch gar  nicht aufgefallen!“,perlt mir über meine kleine, herzförmigen Lippen.

„Da-s — si-eht seltsam — aus“. Naja, die Brunhilde kennt sich aus. “ Viele Insektenarten haben die Fähigkeit erworben, sich eine Tarnung zuzulegen. Ist das jetzt deine neue Tarnung?“, fragt sie.

Die nennt, wie es ist.

Schließlich tapfer, dem Schicksal ihrer Fragen nicht entrinnend, antworte ich: „Wie sie Ihre gewohnte Persönlichkeit in vier Wochen wandeln können. So war`s versprochen auf dem Buchtitel. Jesus, ich vertraue dir. „Mit klaren blauen Augen einer wachen alten Kinderseele blicke ich in mir ruhend in die Menschenrunde, ähm auf Brunhilde.  Ich hab`keine Ahnung, was hier gerade läuft. Ich hab`nur gedacht, mehr nicht. “
Ungerührt starrt Brunhilde auf mein Kopf- Blumenarrangement.  „Kommt Zeit, kommt Rat“, meint sie dazu.  “ Wäre die Welt vollkommen, was hätten wir dann zu tun? Hast Du vielleicht an ein Baumhaus gedacht?

Sie berichtet  sogleich von einem Buchenbaum in zweieinhalb Meter Höhe. Brunhilde ist mal wieder eine exzellente Dramaturgin.

„Die Geschichte zaubert keine Freude in mein Antlitz. Was soll ich denn jetzt bloß machen?“

brunhildestehend„Papperlapapp, Martina, was sinnierst du da auch schon wieder.  Musste jetzt andere Signale, also andere Verhaltensweisen an den Tag legen, damit dein DNA-Code sich ändert.  Aktiviere deine Gene, laut der Epigenetik funktioniert das. Du kannst deine genetische Bestimmung ändern.  Emotionaler Stress drückt auf die genetischen Auslöser, das führt zur Dysregulation der Zellen und verursacht Krankheiten.  Weil wir immer wieder dieselben Gedanken und Gefühle hegen, Seinszustände also verinnerlichen, aktiviert unsere innere Chemie ständig wieder dieselben Gene, und auch die gleichen Proteine.  Du musst den Genen durch deine Emotionen eine andere Erfahrung senden. Wenn du einen Busch durch Gedanken auf deinem Kopf  wachsen lassen kannst, wirst du ja wohl auch Emotionen durch einen Gedanken erzeugen können. Damit bringst du deine Gene dazu, neue Proteine zu produzieren, die das da auf deinem Kopf wieder verändern. Über Nacht wachsen ja auch bekanntlich graue Haare.  Du brauchste ne neue Verschaltung in deinem Gehirn.  Du weisst ja, im Meer aller Möglichkeiten ist bereits jedes Potenzial existent, du brauchst es dir nur heraussuchen und in ein zukünftiges Ereignis emotional integrieren, als hättest du die Erfahrung schon gemacht, so oft bis das Ereignis dich findet.  Los, du Supermeisterin der Meditation, ab mit deinen Gehirnwellen in den Thetazustand. Lass es schwingen „, erklärt Brunhilde.

“ Das haste jetzt nicht in so einem Reclam-Heft gelesen, oder? Hafte an der Wahrheit wie an der Luft zum Atmen“, sage ich mit ernster Stimme und  gekräuselter Stirn. “

“ Wie kommst du denn darauf? Hast du mir noch immer nicht meine letzte Wahrheit vergeben? Der Schmerz war notwendig , um die Wahrheit zu erkennen“, darauf bestand Brunhilde, “ aber du brauchst nicht den Schmerz lebendig zu halten, damit die Wahrheit lebendig bleibt. Höre auf, dich durch jene zu definieren, die dich verletzt haben. Denke dran, der Lohn der Vergebung liegt tiefer, als eine Entschuldigung derer, die uns verletzt haben. Tausche besser deinen inneren Groll gegen innere Freiheit ein.“

Ich tauchte meinen Lippen in einen aromatischen Minztee mit Zimstange ein. „Die Menschen sind in vielem, was sie tun und sagen nicht wahrhaftig und das bringt  ihr Leben durcheinander und das anderer.   Alles in der Welt hat seine Ordnung.  Wenn jemand nicht tut, was er sagt, wie kann dann Ordnung bestehen? Wo soll da Wahrheit sein? Wenn jemand etwas sagt, was er nicht wirklich denkt – auch da gibt es weder Wahrheit noch Ordnung, sondern nur innere Zerrissenheit“,  urteile ich am offenen Mund von Brunhilde vorbei.

brunhildestehendrechts

„Ich sagte und sage auch jetzt die Wahrheit“, mosert sie. “ Alles liegt in mir, der Heilige als auch der Verbrecher, damit zeigte schon Goethe die ungeheure Spannbreite des Möglichen auf.  Du kannst nur das wachrufen, was tief in deinem Inneren schwingt. Das Gesetz der Resonanz…Der Schlüssel zur Umwelt liegt in dir.  Je reiner der Ton, je reiner das Echo.  Rachmaninow, der berühmte russische Komponist wurde 1899 nach England eingeladen. Er litt unter schwersten Depressionen, hatte aber versprochen für die Londoner Philharmonie ein Klavierkonzert zu schreiben. Er griff auf einen Hypnosearzt zurück. Rachmaninow erhielt eine neue Programmierung und neue Gedanken und schrieb sein Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll, das in die Musikgeschichte eingegangen ist. Also, du brauchst nur dein jetztiges Ich schreddern.“

„Schreddern? Wo soll denn das hinführen“, jammerte ich. Wippende Baumkronen, grüne Töne und Wellen, Blumenmeere legen mein reales Gedächtnis lahm.

„Anders fühlen, anders denken, anders tun- hin zum Sein. Sozusagen deinen geistigen Garten versorgen“, höre ich meine gute Fee sagen.

flower powerklein

„Willst du dich etwa lustig machen über mich?“ frage ich. Seltsamerweise ist  weit und breit kein böses Lachen auszumachen. Ich war kein Körper mehr. Ich war ein einziges Blumenmeer.

„Tief atmen. Betrachte immer die helle Seite aller Dinge – und wenn sie keine helle hat, dann reibe die dunkle, bis sie glänzt.  Den alten Gedanken keine Macht mehr einräumen.  Alte Schaltkreise im Gehirn, die zu vorhersehbaren Reaktionen verleiten, neu ausrichten.  Nicht mehr in alten Emotionen gefangen.   Gedanken aktivieren, die mit einem bestimmten Bewusstseinsstrom zu tun haben.  Dein Denken in neue Bahnen lenken. Eine neue Realität organisieren.

Es ist möglich, wenn, wie die Quantenphysik besagt, die Umwelt eine Ausdehnung des Geistes ist, organisiert sich das Leben neu, um deinen neuen Geist zu spiegeln. Die inneren Gefühle  und Gedanken spiegeln sich im Außen wider.  Brenn dir deinen Weg nach außen. Entspanne deine Seele in die Offenheit hinein.   Nocheinmal:  alles Materielle kommt aus dem unsichtbaren Feld des Immateriellen, jenseits von Raum und Zeit. Einfach ausdgedrückt: Säe in die Welt die Saat aus, wird sie mit der Zeit Früchte tragen. Träume einen Traum mental und emotional in der  inneren Welt der Potentiale umfassend, ist er bereits geschehen.  So lautet das Gesetz. Das Schwierigste dabei: dein kostbares Ich.  Wir sind göttliche Schöpfer.  Aber wir sind auch Gewohnheitstiere“,  dringt da die Stimme eines erdigen Schutzengels, der Brunhilde, in mein Bewusstsein.

„Offensichtlich gelang mir meine Zielmanifestation nicht“ , sage ich.

blume

Empfangen, ohne voll zu werden
Vergossen werden, ohne leer zu werden
und nicht wissen, wie einem geschieht –
das ist die Kunst der Bewahrung des Lichtes.
Laotse

„Wie wäre es mit ein wenig Zurückhaltung.  Ein Blume blüht auch nicht, wann es ihr beliebt. Sie sammelt im Winter Kräfte, um bereit zu sein für das Frühjahr. Zurückhaltung richtet sich nicht nach einem Ego, das die Welt nach seinen eigenen Vorstellungen manipulieren möchte. Dein Wille hat Kraft.  Ja. Ob er allerdings immer  im Einklang mit den universellen Gesetzen, nun ja, …eben,  die Welt ist ein vollkommener Spiegel, sie zeigt dir mitunter auf merkwürdige Weise, wo dein Wille im Einklang oder auch nicht im Einklang ist  mit  dem, was du dir als Seele für die Inkarnation gesetzt hast, und ob er im Einklang mit den universellen Gesetzen ist.  Letzteres kannst du auch „zum Wohle aller dienen“ nennen. Du erkennst es an den Früchten, die du hervorbringst und erntest.  Erinnere dich…diese duale Welt ist nicht wirklich….die Hingabe lässt dich mit der Einheit verschmelzen, zwischen dir und dem, was geschieht. Wenn du dir selbst mit dem Eigenwillen im Weg stehst, ist er derjenige, der dich selbst bekämpft. Halte dich im Gebrauch zurück, sodass deine Kräfte im Inneren wachsen können. Übe dich im Gebrauch, ohne sie zu missbrauchen, dass du sie anwendest, wenn du nicht zuständig bist. Zurückhaltung stärkt Kräfte. Du pflanzt doch auch nicht einen Samen und gräbst ihn dann ständig aus, um nachzusehen, ob er wächst. Nicht alles zugleich. Alles zu seiner Zeit, nicht zu einer beliebigen Zeit, nicht an einem beliebigen Ort, dosiert“, sagt sie.

„Mmhh, wenn das Ego verbrannt ist, bleibt Weisheit. Sie entsteht nicht durch das Alter, sie ist immer da. Sie wird nur durch das Ego verdeckt, so las ich erst kürzlich.  Des Weisheit letzter Schluß, heißt es doch, also wenn man nicht mehr weiterweiß und aufhören muss, es selbst besser wissen zu wollen. ….Der Wille hat Kraft, sobald wir aufhören, uns zu wehren…gegen die Einheit..gegen uns selbst, gegen die schöpferische Intelligenz. —  Techniken…. deren Ursprung sich im Dunkel der Zeit verlieren und von den alten Ägyptern, Palästina und den Mystikern des Himalaya ererbt wurden. Alte Traditionen sprechen doch schon von einer Energieform, die das ganze Universum durchdringt. Alles ist eins.  Die Erde hat ein Herz… Leere dein Labyrinth in deinem Kopf…Verlangsame deinen Gang. Finde deine Achse wieder…“,  las ich Brunhilde weiter aus meinem aktuellen Manuskript vor.

„Du musst dein Herz kennen und dich deines bedienen, Martina.  Bewusst – Sein. Wir können durch Schwingung verändert werden. Wir sind Licht.  Licht ist Schwingung. Unsere Körper, jede einzelne Zelle von uns hat ihren eigenen individuellen Rhythmus. Wir sind überall da krank, wo wir nicht heil sind. In unserer Aura zeigt sich das in Form von energetischen Löchern. Also fehlt uns Lichtinformation.  Die Hömöopathie, ein gutes Beispiel, sie  arbeitet mit Heilmitteln, deren Schwingungsmuster die Schwingungsmuster einer Krankheit umzuwandeln vermögen. “

„Ist noch immer alles dran auf meinem Kopf?“ , frage ich besorgt.

“ Die Dinge kommen und gehen. Wir atmen ein. Wir atmen aus. Das Leben macht keinen Unterschied zwischen dem Ein-und Ausatmen. In unser Leben kommen Menschen. Du nimmst ihn entweder hinein oder du wirfst ihn hinaus. Nenn es Liebe, meinetwegen auch Hass, das Anziehende und das Abstoßende.  Wir mögen. Und wir mögen nicht.  Gerade bist du voller Hoffnung. Wenig später bist du hoffnungslos. Es gibt Momente, in denen du dich stark fühlst. Es gibt Momente, in denen du dich selbst vor einem Schatten fürchtest. Dieser Prozess läuft ununterbrochen, jeden Moment. Wir nehmen Einflüsse auf und stoßen sie wieder ab. Der andere Pol ist immer da. Die Lebensenergie existiert in Polarität. Du kannst niemanden lieben, ohne ihn irgendwann zu hassen. Wir brauchen allerdings das eine nicht dem anderen vorzuziehen. Wenn wir allerdings eine Wahl treffen: die Liebe oder den Hass, ruft es eine Störung hervor. Moralisches Auswählen macht es erst zur Hölle. Es gibt beides in uns. Die Dinge kommen und gehen. Wer darum weiß, hängt sich an keines von beiden, denn was wird sonst aus dem anderen Pol?  Sei Zeuge dieser Polarität. Spalte dich nicht in ihr auf.  Sei keines von beiden, dann ist eine dritte Kraft entstanden.
Es ist allerdings auch eine Wahrheit,  dass uns nichts und niemand ohne Grund begegnet und:

wahrheit

Vergebung

energie

Wenn ein Stammesmitglied der Babemba in Südafrika ungerecht gewesen ist oder unverantwortlich gehandelt hat,wird er in die Dorfmitte gebracht, aber nicht daran gehindert wegzulaufen. Alle im Dorf hören auf zu arbeiten und versammeln sich um den „Angeklagten“. Dann erinnert jedes Stammesmitglied, ganz gleich welchen Alters, die Person in der Mitte daran, was sie in ihrem Leben Gutes getan hat. Alles, an das man sich in Bezug auf diesen Menschen erinnern kann, wird in allen Einzelheiten dargelegt. Alle seine positiven Eigenschaften, seine guten Taten. Seine Stärken und seine Güte werden dem „Angeklagten“ in Erinnerung gerufen. Alle, die den Kreis um ihn herum bilden, schildern dies sehr ausführlich. Die einzelnen Geschichten über diese Person werden mit absoluter Ehrlichkeit und großer Liebe erzählt. Es ist niemanden erlaubt, das Geschehene zu übertreiben und alle wissen, dass sie nichts erfinden dürfen. Niemand ist bei dem, was er sagt, unehrlich und sarkastisch. Die Zeremonie wird so lange fortgeführt bis jeder im Dorf mitgeteilt hat, wie sehr er diese Person als Mitglied der Gemeinschaft schätzt und respektiert. Der ganze Vorgang kann mehrere Tage dauern. Am Ende wird der Kreis geöffnet und nachdem der Betreffende wieder in den Stamm aufgenommen worden ist, findet ein fröhliches Fest statt.

BabembaAls ich davon las, dachte ich: Ja. Ja. Ja. Das ist es. Ja!

„Ja. Ja. Ja.“ dachte ich wieder. Gott hat die Vielfalt geschaffen und gibt allem seinen Raum, er gibt jedem die Möglichkeit sich zu entfalten und sein eigenes Sosein zu leben.
Warum geben wir nicht allem Raum, auch dem, was wir nicht verstehen? Warum nehmen wir es nicht in Liebe auf, vielleicht verstehen wir es dann besser?

„Ja. Ja. Ja.“ , rief ich erneut. Diese Geschichte der Babemas ist ein Beispiel für das, was  möglich ist, wenn wir anderen gerade dann  Liebe reichen, wenn sie es am nötigsten haben. Eben in  genau solchen Momenten, in denen wir denken, sie hätten sie am wenigsten „verdient“, weil  sie uns das Leben  schwer machen. Sie nicht abstrafen, sondern ihnen zeigen, wie wichtig und wertvoll sie für die Gemeinschaft sind.  Sie  an all ihre positiven Eigenschaften  erinnern. Ihnen Respekt und Achtung nicht entziehen.

 

Es würde mehr Frieden auf der Erde geben, wenn jeder an seinem eigenen Platz sein würde und mit diesem Platz zufrieden wäre. Und ich dachte auch : Aber es gibt immer wieder Menschen, die gerne da wären, wo andere sind und diese zurückdrängen und einschränken, um selbst mehr Platz zu haben. Anstatt dem anderen liebevoll zu begegnen und danach zu streben, ihn zu verstehen, versucht man, sich starr abzugrenzen und den anderen loszuwerden. Und dann dachte ich über die Seelen nach und ihr Ankommen in einem Körper und wie sich das Menschenleben so zeigt.

der weg2Es ist doch so: Man wird vollgestopft mit Wissen. Das Motto: ‘Teile und Herrsche’ regiert die Welt. Wir leben abgetrennt von der Natur und von uns.  Am Ende versklaven wir uns selbst.  Man flösst uns ein, wir seien schwach und machtlos. Das alles ist vermutlich eine große, fette Lüge.
Es gibt keinen Grund. Weshalb sollte ich nicht mächtig sein?

Und überhaupt!
Was ist ein Menschenleben?
Die ersten 30 Jahre versucht man etwas zu werden. Zunächst  ein gutes Kind, dann ein guter Schüler, ein guter Auszubildener, ein guter Berufstätiger, eine gute Ehefrau, ein guter Ehemann.  Alles, was ich aus diesem Blickwinkel sah, war: es ist nicht okay,  wie ich bin. Ich musste gut werden. Sie, liebe Leser, vermutlich ebenso.
Irgendwann begriff ich, dass ich das Spiel nicht verstanden hatte.
Das Spiel ist nämlich, herauszufinden, was ich bereits bin.

Ich bin nicht als Martina geboren, sondern als Mensch.  Als Seele, die sich diesen Körper ausgesucht. Das Land, das Geschlecht, wem ich begegnen möchte – alles schon vor der Geburt ausgesucht.  So lernen wir auf unsere bestimmte Art, was wir lernen wollen. Kein Mensch gleicht dem anderen, dachte ich und staunte mit großen, blauen Augen.  Und doch orientieren wir uns am Kulturkreis, an der eigenen Familie, an Freunden, Bekannten oder Kollegen, dachte ich auch. Ich lernte  also  schon kurz nach meiner Geburt, wer ich bin, ob ich gut bin oder böse, erfolgreich oder nicht.  All das ist angelernt. Du siehst jemanden an und es heißt in unserem Kulturkreis: schlauer, dümmer, älter, jünger, ärmer, reicher, hübscher, moralischer. Wir machen all diese Unterscheidungen, um Menschen in Kategorien einteilen zu können und sie dementsprechend zu behandeln. Wir betrachten die Menschen als von uns getrennt, weil wir nur das wahrnehmen, was uns von ihnen unterscheidet.
Seither stört uns das Ausdrücken der Zahnpastatube, der Waschlappen der immer am Becken liegen bleibt, der Nachbar, der die Musik zu laut aufdreht,

weniger stört uns,was ein Eingeborener gerade im Kongo tut.

Ich lernte, dass viele Menschen sich erst richtig wohl fühlen, wenn sie kämpfen können und sie ihr aggressives Verhalten selbst als Stärke erleben. Die Aggression begegnet uns in vielen Schattierungen, als Ehrgeiz, als Eitelkeit, als Eifersucht, als Neid, als Geiz, als Haß, als Überheblichkeit, Arroganz, Zorn oder als Recht des Stärkeren.  Gewinnt die Aggression nicht seinen Kampf -trotz der vielen eingesetzten Energien – richtet sich diese Aggression gegen ihn selbst. Die Diagnose lässt dann nicht lange auf sich warten: Magenkrämpfe, Darmerkrankungen, Gallenleiden, Herzerkrankungen.

Ich lernte, wir leben zwischen Ying und Yang und zwischen Krieg und Frieden in dieser Welt.

Wenn unser eigenes Leben von etwas Fremden berührt wird, fängt es an, zu stören. Toleranz ein großes Wort, gerne verwendet von vielen Menschen.  Letztlich hat Toleranz nur mit unseren eigenen Grenzen zu tun. Aber gerade an der Grenze zwischen Ich und Du wird erst Begegnung möglich. Toleranz hat auch mit Verständigungsproblemen zu tun. Wen du liebst und magst, den kannst du leicht tolerieren. Toleranz hat auch mit Toleranzerweiterung zu tun, da, wo dein Bewusstsein zu eng ist, wo du den anderen nicht verstehst, fängt er an, dich zu stören.
Toleranz kommt aus dem Lateinischen. Ich dulde. Aus meiner Sicht, fühlt es sich nach einer erhabenen Haltung. Für wie lange toleriere ich?  Was, wenn das Tolerierte auf  Toleranzgrenzen eines engen Bewusstseins trifft? Toleranz heißt nicht, dass ich das zu Tolerierende verstanden haben muss.

Nun hat Gott aber jedem Menschen Willensfreiheit gegeben und er lässt jedem Wesen den Raum, sich innerhalb der Gesetze der Schöpfung frei zu entfalten.  Und so sitzen wir mitten drin in vielen, bunten Lernerfahrungen.

Wie wäre es mit Akzeptanz? In Anerkennung der Vielfalt dieser Schöpfung,  dem Anderen mit Respekt und Achtung zu begegnen.

Akzeptanz  bedeutet annehmen, anerkennen, mit jemanden einverstanden sein. Akzeptieren können wir nicht jeden und nicht ohne weiteres. Es setzt voraus, daß wir verstanden haben und das, was wir sehen und hören auch in unser Weltbild aufnehmen können.
Akzeptanz verschließt sich nicht, sondern öffnet sich und lässt Vielfalt hindurch strömen, um selbst zu lernen und zu wachsen. Um sich bereichern zu lassen.

Die meisten Dinge sind so wie sie sind.  Was kümmert uns denn ein Berg, ob er hoch oder steil ist? Interessiert uns doch auch erst, wenn wir ihn besteigen wollen, wenn wir von ihm hören.

Wir sind eins mit allem, was ist. Das ist einfach so.

Eine der dramatischsten Erfahrungen in meinem Leben war es, mit einer Person zusammen zu sein und dann plötzlich zu erkennen, wie sehr ich ihr gleiche und diese Person nicht anders ist, als ich bin.  Man erlebt, dass das Wesentlichste in dir und mir in der Tat ein und dasselbe ist. Man versteht, dass es überhaupt kein „anders“ gibt.

Es ist alles eins. Alles ist aus dem Einen.

Das Leben ist wie eine Fahrt in einem Vergnügungspark. Wenn wir die Fahrt beginnen und denken, es wäre die Realität, dann ist unser Gehirn problemlos in der Lage, es real erscheinen zu lassen. Die Fahrt geht hoch und runter, hin und her, mal Nervenkitzel,  mal mit kaltem Schauer. Sie ist sehr hell und in Farbe und es ist ziemlich laut – und es macht Spaß – eine Weile lang. Man fragt sich. Ist das echt, oder ist das nur ne` Fahrt?  Andere sagen: Macht euch keine Sorgen und habt niemals Angst, denn das ist nur ne` Fahrt. Und wir bringen diese Leute um. Bringt ihn zum Schweigen! Ich hab in diese Fahrt investiert! Schaut Euch meine Sorgenfalten, mein dickes Bankkonto und meine Familie an, das muss echt sein.

Es ist nur eine Fahrt. Es ist nur die Wahl. Aber das macht nichts, denn es ist nur eine Fahrt, die wir jederzeit ändern können. Es ist nur die Wahl. Kein Aufwand, keine Arbeit, kein Job, keine Ersparnisse.

Nur die Wahl, hier und jetzt, zwischen Angst und Liebe.

Das Ego-Bewusstsein ist dabei der größte Betrüger, den man sich vorstellen kann. Weil man es nicht sehen kann. Das Problem ist, dass das Ego sich da versteckt, wo man es am wenigsten erwartet. In sich selbst. Es verkauft seine Gedanken als die Ihren. Seine Gefühle als die Ihren. Sie halten es für Ihr Selbst. Menschen verteidigen ihr Ego ohne Grenzen. Sie werden lügen, betrügen, stehlen, morden, um ihre Ego- Grenzen zu behalten. Die Leute haben keine Ahnung, dass sie im Gefängnis sitzen. Man realisiert nicht, wie durchtrieben das Ego wirklich ist.  Durch die Erfindung dieser ur-eingebildeten Abgrenzung entstehen dann echte Feinde. Etwas wie einen äußeren Feind gibt es aber nicht. Egal, was die Stimme in ihrem Kopf mir oder  Ihnen sagt,  Alle Feindbilder, die wir haben, spiegeln nur die Ängste unseres Egos wieder. Den Feind in uns.
Dein größter Feind ist deine eigene Selbstwahrnehmung, deine eigene Ignoranz, dein EGO.

 

In einem Tempel des Friedens ist es vollkommen friedlich, weil alles an seinem Platz ist und nichts den anderen stört.  Hier können wir selbst sein, weil uns niemand dabei stört. Was den anderen stört, sind Übergriffe auf sein Leben, auch verbale Übergriffe, wenn du zum Beispiel versuchst, den anderen zu manipulieren oder dafür beinflusst, damit er sein eigenes Leben deiner Meinung nach besser leben kann.
(S.B)

 

elefantliebe

 

Es heißt, Vergebung ist das Mächtigste, was wir Menschen uns reichen können, um diese Welt zu heilen.

Nelson Mandela war einer der großen, der darum wußte. Der innere Frieden ist ein wichtiges Ziel jedes Menschen.  Dann kann die Lebensenergie wieder frei fließen. Aus der Ruhe kommt die Kraft. Es geht dabei nicht um das Vergessen oder darum, alles hinzunehmen, sondern darum, uns nicht als  hilfloses Opfer zu fühlen und uns davon zu befreien.  Vergebung befreit uns von gedanklichen Bindungen des „Was- uns- angetan- wurde“ und sie befreit uns von  jenen destruktiven  Gefühlen, die sich letztlich gegen uns selbst richten.  Vergebung ist  ein Prozess der Selbstheilung.  Wir finden zurück zu einer bejahenden Haltung. Unser Glück hängt nicht von einem anderen Menschen ab, auch wenn wir und das immer mal wieder einreden.  Wir machen unsere wahre Stärke geltend. Unser Leben nimmt seinen Lauf. Wir tragen Sorge für uns selbst. Das nennen wir innere Heilung.  Wir vertrauen diesem Prozess. Wir können darauf vertrauen, dass etwas Gutes geschieht. Vergebung kann sogar chronische Rückenschmerzen und Depressionen lindern.  Wir lassen innere Widerstände los. Wir gehen im Moment der Vergebung mit unseren Gefühlen um.  Wer anderen vergibt, ist für etwas, das ihm angetan worden ist, nicht nachtragend und zur Versöhnung bereit .  Vergebung findet immer im eigenen Geist statt.  Erst die Vergebung befreit von Energieknollen, die wir Groll und unterdrückten Zorn nennen.

Wir sind angehalten, viele Dinge anzunehmen, uns selbst, so wie wir sind, unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse, den Stand unserer Beziehungen mit ihnen, Probleme, Segnungen. Eine Abwehrhaltung bringt uns nicht weiter. Akzeptieren ist jene Zauberformel, die eine Veränderung ermöglicht. Sie bringt Frieden und Zufriedenheit. Sie wirkt nicht ewig, sondern für den Augenblick. Sie richtet das Licht positiver Energie auf alles, was wir haben und sind. Ich setze mich nicht zur Wehr. Ich mache Fortschritte, indem ich akzeptiere, dort zu sein, wo ich heute bin.

Ich bin bereit zu vergeben. Mir selbst und anderen zu vergeben befreit mich von der Last der Vergangenheit. Vergebung ist die Antwort auf fast alle Probleme. Ich vergebe, und schenke mir damit die Freiheit

 Alles, was wir brauchen, wird uns zuteil.
Ich lehne Angst ab.  Ich lehne kurzsichtiges und
kleinmütiges Denken ab.

Ich öffne mich der Fülle.

 

 

 

 

liebe-licht

Never give up; No matter what is going on, never give up. Develop the heart; Too much energy in your country Is spent developing the mind, Instead of the heart. Develop the heart. Be compassionate; Not just with your friends, But with everyone. Be compassionate. Work for peace; In your heart, And in the world. Work for peace. And I say again, Never give up. No matter what is going on around you, Never give up.
— Dalai Lama

 DU UND ICH, WIR SIND DER HIMMEL.

ALLES ANDERE IST NUR DAS WETTER.

DAS WETTER

KÖNNEN

WIR BEEINFLUSSEN.

MIT UNSEREN
GEDANKEN

MIT DEM KLANG
UNSERER WORTE

INDEM WIR
EIN LICHT SIND

FÜR UNS SELBST
UND
FÜR ANDERE.

INDEM WIR UNSER
HERZ BERÜHREN

UND

UNS VON ANDEREN
IM HERZEN
BERÜHREN
LASSEN.

(kunze)

sudanlicht

Foto: Kunze

May the sun bring you new energy by day, may the moon softly restore you by night, may the rain wash away your worries, may the breeze blow new strength into your being, may you walk gently through the world and know it’s beauty all the days of your life
Metta to all of you Dhammahearts

Glück ist für alle da

herzinsel

Das Christentum  ist die frohe Botschaft der Liebe. In der Bibel ist kein Gebot  häufiger wiederholt  – und weniger beachtet- als das Gebot „Freut euch und seid außerordentlich froh“.  Unsere Region müsste demnach eine der glücklichsten Regionen der Welt sein.

Haben Sie eine Ahnung davon, wie es sich anfühlt, wenn  Ihr Herz einen Augenblick  lang von Liebe, Dankbarkeit und Freude erfüllt ist?

Werdet wir kleine Kinder, sagte Jesus.  Vergessen ist es.

Vergessen ist die Dankbarkeit. Vergessen ist die Fröhlichkeit.  Vergessen die Menschlichkeit. Vergessen die Bibelstelle: „Denen,die Gott lieben, wirken alle Dinge zum Guten.“  Status, Image, Rollenspiele kennen wir ja – auf dem anderen Weg, der vielleicht unpopulär ist, kann man wirklich wieder einmal etwas Menschliches mit einem anderen aufbauen. Es ist möglich, aber es ist Arbeit.

Ja,  ja, Glück ist gut für Sie, für uns alle.
Wie viele kostenlose Dinge schenkte Ihnen heute dieser Tag. Wie viel Glück schenkte Ihnen vielleicht ein anderer Mensch?

Sieht`s nicht immer ganz so glücklich in Ihrem Leben aus? Glauben Sie auch lieber an die schlichte Philosophie? Es werden die zu „Siegern“, die am wenigsten an ihre Menschlichkeit gebunden sind. Um „Wahrhaftigkeit“ geht es denen dabei nicht, die Ideologie Macht setzt sich durch.

Was ist das mit uns nur, dass wir es uns so schwer machen mit der Menschlichkeitß

Wir können die Gefühle nicht ertragen, die mit Menschlichkeit, mit Wärme, mit Zuwendung zu tun, Menschlichkeit wird als Schwäche gesehen. Der Fremde in uns wird ja andauernd stimuliert von der Welt, in der wir leben. Da sind Menschen, die uns erinnern an ein Herz, da sind Menschen, die uns erinnern an unsere Empathie, die wir einmal hatten. Und ausgerechnet diese Menschen können wir nicht ertragen, die müssen wir quälen, erniedrigen und herabsetzen, weil sie gefährlich sind, sie gefährden uns, weil sie etwas in uns wecken.

Es gibt eine Menge Menschen, aber  noch viel mehr Gesichter.

Der gesamte Raum lebt von der Pose – als ob. Das lernen wir ja schon in der Schule. Die Bengels melden sich oft, und schon scheinen sie als interessiert, dafür bekommen sie eine gute Zensur. Schon früh lernt man in unserer Kultur, dass nicht Wahrheit, sondern Pose zum Erfolg führt. Das Wichtige ist ja, wie man aussieht, und dass man für die Rolle, die man spielt, gelobt wird.  Dann braucht man nichts für andere Menschen fühlen. Darum werden auch gerade in Deutschland Dienstwege so gut eingehalten. Den Dienstweg einhalten, befreit von persönlicher Verantwortung.

Eichmanns persönliche Schuld für das, was er getan hatte, hat er nie gefühlt. Die Schuld hat er nicht gehabt. Aber als der oberste Richter sein Urteil verkündete und Eichmann vergaß  aufzustehen, sodass der Richter meinte, der Angeklagte solle aufstehen, wurde der Massenmörder rot.  Eichmann stand nicht nur auf, er wurde rot im Gesicht, voller Scham. Warum wohl? Er schämte sich, weil er sich nicht richtig verhalten hatte. Die Pose war es, die Eichmann bewegte, er spielte die Rolle nicht richtig, die er gelernt hatte. Er wusste doch, dass man vor einer Autoritätsperson aufzustehen hatte. Da fühlte er etwas. Für einen Eichmann war jener Moment nicht etwas Oberflächliches.

In kurzen und kräftigen Schritten verstehen wir es,  Schuldgefühle zu wecken und  tatsächliche Situationen zu vernebeln. Die Schuldzuweisung wird gebraucht, um den Selbstwert des anderen herunter zu setzen, um es gefügig zu machen. Wie soll ich mich auf Schuld einlassen, wenn sie mich gleich wertlos macht?  In so einem Gefühl, kann ich mir nichts.  Du taugst nichts, wenn du so bist. Du bist böse, wenn du so etwas machst. Auf diesem Wege kommt abhanden, was der Person eigen ist. Wir verleugnen dann unsere traurigen Gefühle, lehnen sie ab, denn traurig sein, verursacht Schuldgefühle.

Man darf nicht schwach sein. Man darf sich nicht bemitleiden. Man darf,  wenn man sich gut fühlt, nicht zeigen, dass man sich gut fühlt, dann heißt es, sogleich, du machst dich wichtig. Das heißt, alles, was uns eigen ist, was ganz natürlich ist, was positiv, ja sogar Selbstliebe ist, wird heruntergemacht. So darf es nicht sein. Die Schwäche wurde uns schon als Kind schlecht erklärt. Als Kind lernt man sehr früh, dass es besser ist, nichts zu merken, zu fühlen, so zu tun, als wäre alles in Ordnung.  Das, was uns angetan wurde, geben wir weiter, und indem wir es weitergeben, können wir weiterleben. Viele Menschen haben den Hass gegen die Schwäche in sich.

Liebe wurde entzogen statt ausgesendet.

Viele haben auch den  Hass auf den Fremden in sich.  Was ist das überhaupt für ein Hass? Warum brauchen wir solche Feindbilder in unserem Leben?  Es ist der Hass darauf, dass wir selbst Opfer waren. Es ist der Hauss darauf, das wir gar nicht das Opfer in uns als Opfer erkennen dürfen. Wir bestehen darauf, andere zu Opfern zu machen. Dann brauchen wir nie zu wissen, dass wir selbst Opfer waren. Wir müssten nämlich sonst sehen, wie unsere Eltern wirklich waren.

Auch das falsche Mitgefühl dient der Leugnung destruktiver Gefühle.
Wie soll man mit Menschen umgehen, deren empathische Gefühle so verschüttet sind?

Konformismus verträgt sich mit jeder Ideologie. Er findet sich überall dort, wo Macht ist.

Das volle Ausmaß der Gewalt gegen Kinder ist nicht wirklich bekannt. Die Menschen leugnen lieber die Existenz  dessen, was  ihrem Mythos der Ordnung zuwiderläuft.
Hinter einer Fassade moralischer Korrektheit verbirgt sich Destruktivität.  Im Namen von Regeln werden Gefühle niedergewalzt. Darin liegt auch der Grund,w arum es  in der Welt der Angepassten nicht möglich ist, Gewalt einzudämmen, die sie verschlingt. Um zu ihren Wurzeln zu gelangen, muss man erkennen, dass die offene Gewalt und die latente konformistische Gewalt von gleicher Herkunft ist.  „Konformistisches Denken ist nicht daran interessiert  etwas zu begreifen.“ Darauf verwies schon Heinrich Böll in seinem Buch Wie alles anfing. Konformistisches Denken kennt nicht das Potential, das im Verstehen liegt.
Der Konformist braucht die Gewalt des anderen, denn sie bestätigt sein Feindbild.

Ruanda Memorial SudanRwandaMemorialSudan2Rwanda MemorialSudan3

kinder im Sudan2 kinder im Sudan

(alle Fotos: copyright martina kunze, bitte kopieren Sie diese Fotos nicht einfach raus – hier geht es um mehr als nur Fotos. Danke.)

Dies sind Erinnerungen an sudanesische Kinder, grausam ermordet während des Massakers in Rwanda 1994. In Rwanda richtete man eine Gedenkstätte, einen Raum ein, der diesen Kindern ihre Namen zurückgeben mochte. Kinder, die Träume hatten, wie Kinder  sie hier in unserem Land haben.  So unterschiedlich sind  die Träume von Kindern auf der Welt eben  nicht. David, 10 Jahre, wollte Fußballer werden. Diese  hier abgebildeten Kinder sind mit Macheten  oder mit Holzknüppeln erschlagen worden. Manche von ihnen überlebten nur, weil die Täter annahmen, sie seien bereits tot und sie deswegen von ihnen abließen.

sudanIm Sudan, konkret im Südsudan, in Juba, Bor und Umgebung fürchten Menschen gerade wieder sehr und ganz konkret um ihr Leben. 

All die Jahre der angeblich erfolgreichen Entwicklungshilfe verpuffen mal wieder im Nirwana. Die Berichte der Entwicklungshelfer müssen nicht schön geschrieben werden – das werden sie nämlich gern. Fehler im System schaffen genau jenen Umstand. Jedes Scheitern ihrer Arbeit vor Ort und in den Verwaltungen Deutschlands rechtfertigt sich nun  im Schatten des erneuten Ausbruchs von Gewalt. Die ersten Ausreisenden sind vermutlich jene  per se zu  „Gutmenschen“ deklarierten. Die einheimischen Mitarbeiter deutscher Entwicklungshilfe, die die Wäsche von deutschen Entwicklungshelfern für 50 Cent die Ladung bügeln mussten, ihnen die Wasserkanister ins Haus schleppten, für sie zum Markt zu laufen hatten, um ihnen das Bügeleisen zu kaufen, all jene, die offiziell Putzmanndienste für Entwicklungshelfer leisteten, die hier in Deutschland zuvor arbeitslos waren, gerissen genug, um jene Leistung offiziell als Babysitting für Entwicklungshelfer mit Familie abzurechnen, all jene, die seit Jahren dafür sorgten, dass Projekte, die offiziell schon gar nicht mehr existierten, so taten als existierten, ja, ja, liebe Steuergeldzahler, auch das gibt es in der Entwicklungszusammenarbeit,

 

Entwicklungshelfer, sogenannte „Gutmenschen“, die Projekte auf dem Papier laufen lassen, wollen sie nicht zurück nach Deutschland, naja, vermutlich werden jetzt doch liebend gern in den Flieger einsteigen. Vermutlich sind auch die Schutzbarrikaden auf dem UN-Camp bereits errichtet?
Als es im Kosovo 2003 zu den März-Unruhen kam, war von der täglichen Patrouille-Truppe KFOR seltsamerweise nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Rückzug ins Camp. Einen Tag später wurden viele Stacheldrahtzäune aufgestellt. Panzer rollten vor sämtliche kirchliche Einrichtungen. Das UN-Gebäude mit Soldaten umstellt. Da war allerdings schon alles wieder vorbei – zu spät. Menschen verbrannten bei lebendigem Leib. Tote, Verletzte. Sämtliche UN-Autos ausgebrannt. Sämtliche Fensterscheiben des UN-Gebäudes eingeschlagen. Wild wurde umhergeschossen. Die  ja bereits kriegserfahrenen Zivilisten tankten  ihre Autos voll und fuhren in Gedanken ihren Fluchtweg über die albanische Grenze.  Auch damals war klar, wenn es zur Evakuierung gekommen wäre, wozu es nicht hätte kommen können, war der Flughafen als erstes gesperrt, aber wäre es dazu gekommen,  wären die einheimischen Mitarbeiter jener internationalen Entwicklungshilfeorganisationen zurückgeblieben. Sehr wohl bezogen sie uns hingegen  mit ein,   als man über die Flucht nachdachte – und  man hätte uns mitgenommen.

Bereits 450 Menschen sollen wieder in Juba  getötet worden sein. Es geht weiter.
Vierzig Jahre Bürgerkrieg, wenige Jahre des Friedens.
Es sind bereits  traumatisierte Menschen, die jetzt erneut Schutz suchen auf dem UN Camp. Werden sie ihn dort finden?   Es geht wieder um Macht. Der Flughafen ist geschlossen. Uganda schickte bereits Soldaten und unterstützt den südsudanesischen Präsidenten. 45 Soldaten der USA sollen eingeflogen sein. 12 Bundeswehrsoldaten, die im Einsatz der UNMISS ihren Dienst dort weiter verrichten sollen. Wie beeindruckend, die werden bestimmt, das Unheil abwenden können.  Die Kämpfe finden nicht mehr nur in Juba statt, sondern  bereits vor den Ölfeldern.
Manchmal muss man sich wundern, warum die großen Abgesandten der Internationalen Gemeinschaft so wenig Weitblick aufbringen.
War dieses Desaster, war dieser Machtkampf nicht schon längst vorauszusehen?

kueche im Sudan

sudanesische Frauen nach dem Friedensabkommen sudanesische Kinder

 Diese Frauen freuten sich 2005 über das geschlossene Friedensabkommen. Wer erklärt es ihnen und diesen fröhlichen Kindern,
das ihr Leben nun wieder ein Leben in Angst und Schrecken sein wird? Wer erklärt ihnen die wahren Gründe dafür?

Unity ist ein Gliedstaat im Sudan. Er ist das Zentrum der südsudanesischen Ölförderung. Mitarbeiter von Ölfirmen bereiteten sich auf eine mögliche Evakuierung vor. 200 suchten bereits Zuflucht in einer UN-Basis. Die chinesische Ölfirma CNPC flog 32 Mitarbeiter aus.
Die Ölförderung sei aber bisher nicht beeinträchtigt worden, heißt es in der internationalen Presse.

 Wieder Menschen, die panikartig flüchten.

trinkwasser

So sieht Trinkwasser für viele der Sudsudanesen aus. Die wenigen, die Leitungen auf ihren Höfen haben, verkaufen es mitunter teuer an ihre Nachbarn, Für viele Menschen  zu teuer. Auch ein einstiger einheimischer Mitarbeiter deutscher Entwicklungshilfe ging diesem Zusatzgeschäft nach. Wann immer er mit dem Dienstwagen deutscher Entwicklungshilfe vorfuhr, zuckten die Menschen in der Umgebung zusammen, wussten sie, jetzt will er Geld. Sie  konnten es aber nicht bezahlen.  Foto: Kunze

Was hat das mit uns zu tun, werden Sie jetzt fragen?

Nun, mal davon abgesehen, dass es unsere Entwicklungshilfe ist, die es scheinbar wiederholt nicht vor Ort schafft, sind es vor allem faustdicke Ölinteressen, die den Motor für den Bürgerkrieg anheizen  und Bestandteil hinter den humanitären Zielen sind. Dahinter kleben milliardenschwere Aufträge für deutsche, österreichische und andere europäische Firmen. Der Siemens-Konzern kündigte im Januar 2002 an, dort das weltweit größte Dieselkraftwerk zu errichten; einige Tage zuvor hatte die russische Firma Slawneft ein 200-Mio. US$-Abkommen zur Förderung von Öl und Gas unterzeichnet. Khartum kündigte an, die Produktion von rund 210 000 Barrel pro Tag Anfang 2002 bis zum Jahr 2005 zu verdoppeln. Mit der kanadischen Ölfirma Talisman Energy befasste sich ab 8. November 2001 ein Gericht in New York wegen des Vorwurfs, sie habe die sudanesische Armee 1999 zu „Aufräumarbeiten“ im Fördergebiet aufgefordert. Ganze Dörfer seien daraufhin mit Luftangriffen und Bodentruppen ausgelöscht worden. Lizenzen haben sie all schon viele Jahre.  Öltransport, Ölförderung. Bahnlinienbau. Im Süden und Zentrum wird das Öl gefördert. Im Norden ist die Verbindungslinie , der Hafen Port Sudan. Chinesische und deutsche Politik standen in jenen Jahren im krassen Gegensatz. Deutschland sorgte für Bahnlinienbau im Süden. China sorgte in Kooperation mit der Nordregierung für eine Nordpipeline. So berichteten die Zeitungen im Jahr 2004. Mittlerweilen ist der Sudan in zwei unabhängige Staaten aufgeteilt. Der Leidensweg, den diese Menschen jetzt wieder ganz aktuell  erdulden müssen, ist zweifellos nicht losgelöst vom ökonomischen Krieg um die Kontrolle der Ressourcen im Land es Südens. Auch im Nachbarland Zentral African Republic (ZAR) wünscht Frankreich jetzt EU-Gelder, um militärische Einsätze durchführen zu können. Will man einen Völkermord verhindern? Kupfer, Gold, Diamanten. Uran-Minen sind bereits in der Hand französischer Atom- Konzerne. In Sachen Öl wandte man sich China zu. Regionen, die an den Tschad und an den Sudan grenzen. Von den Reichtümern des Landes hat die Bevölkerung nie profitiert.

Ex-Außenministerin Condoleezza Rice saß  fast 10 Jahre lang im Direktorium der Öl-Firma Chevron. Diese fördern seit Jahren gemeinsam mit Shell und Exxon Öl in Nigeria. Chevon  war einer der Hauptspender für die Republikaner bei US-Wahlen.

rose und Sabina

GOD BLESS YOU.

Das sind Sabina (vorne i. Bild) und Rose . Zwei Frauen, Witwen, die in den Jahren des Bürgerkriegs alles nur Machbare möglich machten, damit Schwächere versorgt wurden. Noch heute engagieren sie sich – es ist ihr Leben. Beide sind zudem beschenkt mit wunderschönen Gesangsstimmen,  und so sorgen sie auch noch dafür, dass ein Kinderkirchenchor lebt. Ich erlebte sie als humorvolle, fröhlich-singende Frauen in ihrem Sein, in ihrer Arbeit. Sie halten die Hände von Kindern, die plötzlich zu Waisen werden. Sabina kämpft als Witwe und Mutter eines Sohnes selbst um das tägliche Überleben,  adopierte aber noch ein Mädchen. Weniger als sieben Kinder sind nie auf ihrem Hof. Alle essen sie von einem Teller. Das Leben in Juba ist sehr, sehr teuer geworden, seitdem die UN sich dort platzierte. Ein Deo kostete vor wenigen Jahren umgerechnet  6 Euro. Getränke sind Luxusgüter. Tägliches Wasser muss teuer bezahlt werden. Die überhaupt nur anzumietenden Häuser wurden sogleich von der internationalen Gemeinschaft belegt, weil nur sie die horrenden Mieten oder Kaufpreise zahlen konnten.

Hunderttausende vertrieben, Zehntausende verschleppt, Verhaftungswellen. Ugandische Rebellen kidnappten Kinder aus dem Sudan und setzen sie in Uganda als Soldaten ein- so zeichnete sich das Leben von Sabina und Rose und die meisten der Sudanesen, die nicht aus dem Norden kamen – und das  für vierzig Jahre.  Für Stunden versteckten sie sich hinter Hügeln, um älteren Menschen Nahrung zu bringen oder eine Decke in  einem vom Bürgerkrieg zerrissenes Land.

Auch nach dem Friedensabkommen im Jahr 2005 wirken Sabina und Rose weiter als Sozialarbeiterinnen in Juba. Sie kümmern sich um Kinder, deren Eltern gestorben sind, um alte Menschen, deren Familien alle umkamen im Bürgerkrieg. Sie fahren in die abgelegenen Gegenden, was immense Gefahren mit sich bringt,  ist der Süden des Sudans eines der vermintesten Gegenden der Welt.  Zudem existieren  jede Menge Rest-Munitionslagerstätten. Splitterspringminen des Typs S. Mi  wurden im Norden des Sudans aufgefunden,  die waehrend des zweiten Weltkriegs von Deutschen hergestellt und eingesetzt wurden. Da die Produktion und der Einsatz mit Kriegsende eingestellt wurden, steht zu vermuten, dass die Minen entweder durch Grossbritannien oder durch Ägypten eingefuehrt wurden. Chinesische, Russische, Italienische. Munition, Waffen aus China und Korea, sowie alle weiteren „Herren Länder“  treten hierbei in Erscheinung. Und  auch vor dem Einsatz von  Chemiewaffen schreckte man nicht zurück.

flugzeug

Ein abgeschossenes Passagierflugzeug. Das Überbleibsel eines jahrzehnelangen Bürgerkrieges. Foto: Kunze

minenfahrzeug

Ja, all das fand und findet weit von uns entfernt statt.  Wenn man Ereignisse bagatellisiert und als belanglos ablegt, kann  man sich auch von Gefühlen trennen.Es gelingt uns täglich dieses zu tun, sonst würden wir doch etwas unternehmen und dafür sorgen, dass sich  in dieser Welt für alle Menschen ein besseres Gesicht zeigt,  oder nicht?

Wir tun es nicht. Wir fordern höhere Mauern für das sichere Europa. Wir fallen auf die Angstmetaphern der Medien noch immer hinein. Wir glauben solchen Politikern, die uns verniedlichende Denkschablonen servieren: „Jetzt schauen wir wieder nach Vorne“.

Hören Sie sich manchmals auch so etwas sagen?: Das sind doch Wilde. Was können wir für diese Gewalt afrikanischer Buschmänner?

Stellen Sie sich mal vor, wir würden alle wegen unserer Gedanken zur Rechenschaft gezogen werden.  Was, Sie hatten in Ihrem Leben noch keine Wutgedanken, keine Rachegedanken, keine Verurteilgedanken, keine rassistischen Gedanken, keine „Ich könnte dich gerade erschießen, weil du mir Schmerz zufügst-Gedanken?  Sie wünschten noch nie jemanden zur „Hölle“. Ich behaupte, jeder von uns hatte schon solche Gedanken. Machen Sie sich nur jetzt keine  Sorgen.  Sie haben nichts zu befürchten, die Gesellschaft sagt doch: Nur die physischen Handlungen können geahndet werden.

Und solche Gedanken sind ja auch nicht so schlimm, schaffen wir es doch immer wieder, sie uns selbst zu vergeben.
Die Frage, warum können wir dann eigentlich nicht der anderen Person vergeben, die Rache übt, möchte ich an dieser Stelle dann aber doch schon stellen? Die andere Person lebt doch nur aus, was wir gedacht haben?

Nein, nein, es geht hier nicht darum, gewalttätige Akte zu rechtfertigen oder irgendeinem diesen nahzulegen!  Die Frage ist doch, jedenfalls ist das meine Frage,  warum wir solche Leute aus unseren Herzen ausschließen? Müsste die Frage nicht eher sein, würden wir es viel besser machen, wenn wir in seiner Haut steckten?  Seine oder auch  ihre Angst ist nicht so verschieden wie Ihre oder meine Angst? Oder, sehen Sie das anders?

Wir ächten und strafen, statt uns auf das Heilen zu konzentrieren.

Es ist  der sicherste Weg, sich keine Rechenschaft mehr ablegen zu müssen, über das, was man tut. Es zerstört die Verbindung zwischen dem Ereignis und den Gefühlen, die sie in uns auslösen. Oder  man lenkt die Aufmerksamkeit auf ein stark gefühlsbesetztes Detail („Das Boot ist voll-Gerede“. „Die wollen doch nur unsere Sozialhilfe), um uns damit  an der unserer Wahrnehmung irre zu machen,  weckt es Zweifel, ob wir nicht falsch fühlen.  Wer da auf das eigentliche Problem beharrt, der riskiert,  exkommuniziert zu werden.

Die eigene Schwäche auf andere abwälzen, die ihr ausgeliefert sind. Unsere Gesellschaften institutionalisieren solches Verhalten. Und auf der globalen Ebene wirkt sich so etwas dann wie folgt aus:

„Die anderen hoffen auf Frieden. Wir hoffen darauf, im Urlaub nicht entführt zu werden.
Die haben Angst, dass ihre Kinder verhungern. Wir sorgen uns darum, dass unser Deo versagt oder wir beim Telefonieren im Auto erwischt werden.
Wir kaufen uns deren Frauen und behaupten, sie würden uns unsere Arbeitsplätze wegnehmen.
Unsere Beichtväter sind die Steuerberater, unser Ablaßhandel ist Unicef.
Herr, wir wissen nichts von den Hermes-Bürgschaften für Staudammprojekte und Turnschuhproduktionen.
Herr, wir sind so hohl, wie wir voll sind. Wir können uns nicht mal unsere vierstelle EC-Kartennummer merken.
Herr, mit 12 Jahren ist man in Asien zu alt zum Teppich knüpfen, weil die Finger zu groß sind.
Herr, wir haben keine Ahnung von Sklavenhandel.
Und klar: Sie werden alle über die Natozäune stürmen. Sie werden auf unseren Teak-Holz-Möbeln gammeln. Sie werden unsere blonden Töchter heiraten und mit ihnen Wer wird Millionär gucken. Sie werden in unseren Swinger-Clubs swingen. Sie werden uns mit ihrem Reis,Langkornreis, Parfümreis, Basmatireis, Milchreis bewerfen.
Sie werden mit unseren Geländewagen im Stau stehen und über die Ökosteuer fluchen. “ (Auszug aus Vater unser von Hagen Rether)

Ich ergänze:
Vater unser, vergib du ihnen doch ihre Schuld, wir vergeben uns unsere Kredite und  eine Entwicklungshilfe, die es einfach nicht hinbekommt.

Und dann haben wir doch unser Fernsehen. Da  wirst  du vollkommen schmerzfrei. Betäubungsmittel in immer höheren Dosen  bekommste da verabreicht – quasi über Gebühr, so ne Art privates Wachkoma..unsere vertonte Bild-Zeitung.  Kaufland wird zum Gotenstaat erklärt.
Bei den anderen steigen die Raketen wieder auf, hier bei uns der Patriotismus

Warum stellen wir uns gegen das, was uns miteinander verbindet? Ja , richtig. Wir hassen das Menschliche in uns und bestrafen es im Fremden außerhalb von uns. Und die Folge: Eine Welt, in der Beziehungen beziehungslos werden, in der Menschen mit anderen so umgehen, als müssten sie ständig Bestätigung für „richtiges“ Verhalten bekommen, in der das eigene Selbst und seine Bedürfnisse nicht wahrgenommen werden dürfen und in der es immer um Unter- oder Überlegenheit geht.

dogood2

Die Welt ist nicht von Menschen bedroht, die böse sind, sondern von denen die Böses zulassen. (Albert Einstein)

Die größte aller Freuden besteht darin, andere glücklich zu machen, das Beste in ihnen zum Vorschein zu bringen und ihnen zu helfen, sich selbst zu helfen. Bringen wir uns und anderen Glück, heben wir beiläufig die ganze Welt ein wenig mehr auf die Ebene des universellen Friedens und Verstehens.  Wir können nicht glücklich sein, wenn wir jemand abwerten, an einem Groll festhalten. Ebensowenig können wir wirklich glücklich sein, wenn wir dafür sorgen, dass andere für unser Glück leiden müssen. Lasst uns lieber Schönheit aussenden, durch unseren Umgang mit der Natur, durch eine liebevolle Weisheit im Umgang mit anderen, durch unsere Bereitschaft hilfreich und verständnisvoll zu sein, dadurch, dass wir der Liebe dienen. „Ihr seid das Licht der Welt“ , das ist eine der Botschaften von Jesus gewesen. Putzen wir unser Licht und lassen es leuchten. Denken wir daran, dass Glück geteilt werden muss, um real zu sein. (eine afrikanische Lebensphilosophie :Ubuntu). Es ist das, was uns in unseren Gedanken beschäftigt, was  -je nachdem – so viel Freude oder so viel Problem hervorruft.
Glück ist gut für Sie, für uns, für alle- auch für die Menschen im Sudan und anderen Konfliktzonen.  Glück ist gut für den Körper, für  den Geist und die Seele. Glück braucht einen Kreislauf – es muss ein lebendiger, vitaler Fluss sein, der stetig anwächst und andere Leben berührt.
Es geht nicht darum, ein Gefühl herbeizwingen zu wollen. Es kommt still und tief auf seine eigene Weise – und dies geschieht, wenn wir in der Liebe leben. Glück und Freude sind das Ergebnis tätiger Liebe.  Freude, Begeisterung, Lob und Dankbarkeit gehören alle zu derselben wunderbaren Familie. Alles Geschenke, die man gibt und empfängt. Sie stammen alle aus der tätigen Liebe im Innern, und wir geben es unserer Welt, die auf ihre eigene Weise froh darauf anspricht.

Es gibt nichts, was mehr inspirieren könnte, als jemand zu beobachten, der Freude am Leben hat, an seiner Arbeit, was sie auch sein mag, und der Freude am Menschen hat –  an allen Menschen, gleich welcher Herkunft, welcher Nation, welchen Glaubens.  „Werdet wieder Kinder“. Sie werden nicht rassistisch geboren. Ihr Blick ist noch klar und nicht getrübt durch Vorurteile und Angst.

Wir haben Gitterstäbe für Verbrecher geschaffen.  Manchmal aber frage ich mich, ob wir bemerken, welche Gitterstäbe wir uns selbst geschaffen haben? All das unbewusste Material, dass sich durch verdrehte Art Ausdruck verleiht.

Die, die wir ausgrenzen, tragen die Wunden aller auf der Haut. Sie sind die Zeugen für den Schmerz, mit dem wir nichts zu tun haben wollen.

Juba droht ein erneuter Bürgerkrieg. Sabina und Rose, zwei Frauen, die nichts anderes leben als Liebe in einem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land wünsche ich auf diesem Wege Gottes Segen. Möge Gott Euch  und alle in Juba und Umgebung schützen.

Glauben

wirklichkeiten

Glauben bedeutet, in dem was schlecht scheint, das Gute wahrzunehmen.
Es ist das Gewahrsein der Fülle dort, wo Mangel zu herrschen scheint.
Es ist das Gewahrsein von Gerechtigkeit in dem, was unfair zu sein scheint.
Glauben heißt, den Nichtliebenswerten Liebe zu schenken.
Den Gnadenlosen Mitgefühl zu schenken.

Glauben ist das Wissen um ein höheres Gut, eine höhere Wahrheit, eine höhere Ordnung.

achtsamkeitEin falscher Prophet ist der, der sein Ego zu Gott macht. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.  Dies gilt auch für jene, die spirituelle Autorität für sich beanspruchen.
Sieh auf ihre Taten.  Schau, ob das, was sie tun, sich mit dem, was sie sagen, widerspricht.

Wenn du klug bist, wirst du niemandem nachlaufen. Wenn du aber einen Lehrer suchst, dann finde einen, der dich achtet und mit Würde und Respekt behandelt. Suche dir einen, der fähig ist, dir seine Wahrheit zu sagen, ohne  zu erwarten, dass du ihr zustimmst.  Suche dir einen Lehrer, der dich liebt und nicht darauf aus ist, dich zu kontrollieren. Suche dir einen, der dir hilft, auf die Wahrheit in deinem eigenen Herzen zu hören.

Suche nicht die Nähe von einem, der dich erstickt, statt dir die Freiheit einzuräumen, du selbst zu sein. Nimm niemanden als Lehrer an, der versucht, deine Entscheidungen für dich zu treffen.

Sei du selbst und erlaube es den anderen, sie selbst zu sein.

Wie soll jemand, der sein eigenes Opferdrama nicht geheilt hat, dir helfen können? Wie soll jemand, der die Reise zu seinen eigenen Schatten noch nicht gemacht hat, dir helfen? Den Himmel zu stürmen, ohne den sicheren Weg zurück auf die Erde zu kennen, ist nicht ganz ungefährlich. Ein Lehrer sollte seine eigenen Schatten darum auch bereits begegnet sein.

Von nichts ist der Mensch so fest überzeugt, wie davon, dass er wach sei; dennoch ist er in Wirklichkeit in einem Netz gefangen, das er sich selbst aus Schlaf und Traum gewebt hat. Je dichter dieses Netz, desto mächtiger herrscht der Schlaf. Es gibt nur wenig erwachte Menschen auf dem Planeten. Es könnte also gut sein, dass Sie und ich nicht zu den erwachten Menschen gehören.

Das sage ich Ihnen und mir nur, damit wir unser spirituelles Leben realistisch einschätzen können. Mit  verschlossenen Herzen können wir nicht erwachen.

Verbinde dich mit der Liebe, dann bekommst du deine Flügel zurück. Wenn du heil werden willst, fühle den Schmerz. Vergib dir und denen, die dich verletzt haben. Steig aus der Opferrolle aus. Weigere dich, anzunehmen, was sich nicht gut anfühlt. Klar, wir können uns mit unserem Schmerz auch in eine Zigarette, in Alkohol, in eine Tablette, eine Höhle, eine Meditationtechnik flüchten. Solange wir unseren Schmerz ignorieren, wird er uns dennoch packen, zumeist, wenn wir es am wenigsten erwarten.
Schmerz ist ein Weckruf, keine Strafe.  Schmerz ist ein Aufruf zur Bewusstwerdung. Jede Beziehung gibt dir Gelegenheit, Nein zu dem zu sagen, was dich nicht achtet.

Du musst auf das Echte warten.  So ist das Leben. Wir erleben Harmonie und verlieren sie wieder.  Wir erleben, wie wir im Rhythmus sind und aus ihm herausfallen, um uns  nach einigen steifen Tänzen dann wieder mit behutsamen Bewegungen  im Rhythmus zu finden.

Kapituliere nicht vor denen, die dir Schuldgefühle machen wollen, weil du deinem Herzen folgst.

Die Lehrer des „neuen“ Bewusstseins(neu ist daran nichts. Es ist  altes Wissen, das wiedergefunden wurde) geben nicht vor, Antworten für andere zu haben. Sie sprechen nur von ihren eigenen Erfahrungen. Sie nehmen andere so an, wie sie sind, und ermutigen sie, ihre eigene Wahrheit zu finden.  Sie sehen das Licht in den anderen und fördern es.  Sie wissen, das Licht alle Wunden heilen kann. Sie ermutigen andere, sich durch Selbstliebe und Selbstakzeptanz zu heilen. Sie zeigen ein Beispiel bedingungsloser Liebe durch ihr mitfühlendes Zuhören, ohne zu urteilen oder Dinge „in Ordnung“ zu bringen.   Sobald wir ein Problem im anderen Menschen sehen und glauben, es müsse behoben werden, berauben wir ihm seiner Kräfte.  Lass es sein.

Etwas über uns zu selbst zu lernen, ist ziemlich unbequem, denn es stellt die Welt, in der wir leben, auf den Kopf.

Es ist, was es ist.

Der einzige Mensch, der aufwachen muss, bist DU.  Niemand hat dir etwas zu geben, was du nicht schon längst hast.

Im Rhythmus sein

 

Die heilsame Kraft rhythmischer Urbewegungen.

TA KE TI NA ist ein einzigartiger musikalischer Gruppenprozess zur Aktivierung musikalischen und menschlichen Potentials durch Rhythmus.

Rhythmische Muster sind im Bewusstsein von Menschen verankert. Über diese Art von Trommeln gelangt jeder mit seinem rhythmischen Urwissen in Berührung. Der Körper ist dabei das Hauptinstrument. Der Puls einer Basstrommel kann beisielsweise den Grundrhythmus von Schritten stabilisieren. Lernende bekommen Zugang zu Rhythmuswelten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Die Rhythmuspädagogik wurde 1970 begründet von Rheinhard Flatischler.