Schütteln und Augen schließen

Schütteln und Augen schließen

Suchira, Sängerin, eine wunderbare, großartige Sängerin und ebenso Menschin mit Herz.  facebook: Suchira Sängerin
Foto, Illustration: Kunze,

Und wenn es keine  Liebe ist, dann sowieso. Dann vergeude nicht deine Energie. Traum ohne Traumstoff.  Schüttel dich, schließe die Augen und sieh dir das Leid an. Egal, was es ist. Brich die Brücke ab, identifiziere dich nicht mit dem Verhalten anderer, mit ihren Lügen schon gar nicht. Brich die Brücke ab mit Menschen, die es auf die Spitze treiben. Brich die Brücke mit der Identifikation. Umstände sind nicht unser Leben – sondern nur Lebensumstände Wir brauchen sie nicht für unser Selbstgefühl…Laß sterben, was zum Tod gehört und Bewusstheit  wird wachsen, denn sie gehört zum Leben. Dann kommt das Leben. Darum kann Leiden uns den Schlüssel zum Leben geben.

in memory an meine kluge Freundin. Sie sagte an einem Tag im August:  „Die Lüge ist schlicht die ideale Sprache der Seele, denn mit der Lüge bedienen wir uns um uns einander zu verständigen, etwas, das wir vermittels der eigenen und nicht vermittelbaren Wahrheit nie könnten.“

Traum-1

Sie rührt nicht am Leben. Nicht einmal mit den Fingerspitzen.  Nur nicht lieben, nicht einmal in Gedanken. Sie ist die Light-Variante des Allerhöchsten: Sie weiß nicht, was sie tut. Sie weiß nicht, wo sie hingeht. Sie weiß nicht, wonach sie sucht, warum sie unterwegs ist. Das, worauf sie Durst hat, hat sie noch nie gekostet.  Nicht einmal im Traum.  Ihr Leben ist ein einziges Joggen. Ständig auf Achse. DIe Reise geht nirgendwohin. Sie steht sich mal wieder selbst im Weg, weiß es aber noch nicht. Sie lebt stets in Lüge, ist ständig am Suchen, nicht im Finden.  Je dunkler die Nacht, desto näher kommt sie. Sie lebt einfach – das heißt  sie lebt nicht mehr, sie lebt nur noch zigfach – vor sich hin und aus, was ihr in den Sinn kommt, über den Weg läuft!

Wer sucht, soll solange suchen, bis er gefunden hat. Das klingt nicht nach Zen, ich weiß. Für ein feineres Ohr tut es das aber wohl. Zen-Meister sagen: Sei mühelos. Gibt dir keine Mühe, sonst verfehlst du`s. Mit anderen Worten: Suchet und ihr werdet nicht finden. Suchet nicht und ihr werdet finden. Strenge dich an bis zum Crescendo, dann schlägt die Stunde des Zen..

Die Wahrheit ist erreicht: Ein Nein von hoher Qualität.  Das Ausschalten der unwesentlichen Dinge. Das sind gemeinhin jene Dinge, die wir ohnehin nicht ändern können. Wichtiger Spiegel, um zu erkennen, wo man steht.

„Was bedeutet in Wahrheit zu leben eigentlich?“ fragte ich sie vor drei Monaten und vier Tagen.  Es bedeute, nicht nur die Wahrheit zu sagen, nichts zu verfälschen,  sondern auch niemanden – im wahrsten Sinne des Wortes – hinters Licht zu führen, meinte sie.  Schwingungskontinum nennt das meine kluge Freundin. Vermutlich liegen hinter ihren Wahrheiten höhere Wahrheiten.
Das Huhn gibt Eier. Das Schaf Milch. Die Erde gibt den Nährboden. Die Sonne gibt Licht und Wärme. Und alle tun dies umsonst. Nur der Mensch vermarktet alles. Und was wird daraus? Eine Umweltkatastrophe. Eine Einsamkeit. Eine Depression nach der anderen. Jede Mengen Narzissten. Denken in Geldkategorien. Falsches Rechnen: Viel Essen= viel Glück. Viel Bücher= viel Intelligenz. Viel Geld= viel Glück.

Ich bin froh, dass es kluge Freundinnen im Leben gibt, die einen wahnsinnig machen. So kommt das, was unbewusst in einem liegt, ans Licht. Meine kluge Freundin ist mein Sadhana. Meine spirituelle Übung. Ich lasse mich darum gerne von ihr belügen und reagiere gerne auf ihre Unbewusstheit. Sie ist die Meisterin im Projizieren ihrer eigenen Unbewusstheit.  Überhaupt sind Beziehungen nicht dazu da, uns glücklicher zu machen, sondern bewusster.

„Wenn du das nächste Mal über jemanden sagst, du hättest nichts mit ihm gemein, dann denk daran, dass ihr in Wahrheit eine Menge gemeinsam habt: in ein paar Jahren werden wir verwesende Leichen sein und schließlich zu Staub verfallen, bis nichts mehr von uns übrig ist. Das ist kein negativer Gedanke. Das ist eine Tatsache. Namen, Formen, Illusionen vergehen.“

Hier geht es nicht um Leben und Tod – es geht um sehr viel mehr.

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