Gleich am Ende deiner Fingerspitze findest du die große Welt

Gleich am Ende deiner Fingerspitze findest du die große Welt

Es fiel mir nicht leicht. Ich fragte meine kluge Freundin dennoch. „Kannst du mir mal sagen, wieso Gott ausgerechnet von Moses verlangte, er solle ein ga-a-nzes Volk in das Promised Land führen?  Was hat er sich nur dabei gedacht, einen stotternden Mann mit jener Aufgabe zu betrauen? Es galt die kleine Winzigkeit von immerhin sechshunderttausend Menschen zu überzeugen. Es heißt, einige waren halsstarrig und murrten.

Es dauerte ewig bis ich eine Antwort erhielt, und dann….
Önnemarie schluckte schwer. Fast eine Stunde saßen wir bereits im Cafè. Dann endlich: „Sprichst du von dem Mann mit dem weißen Bart, da oben im Himmel?“
„Nein, das ist Gott. Ich frage nach Moses, das ist natürlich der interessante grauhaarige Mann, den Gott auserwählt hatte, um zu den Kindern Israels zu sprechen. Das Meer teilte sich und die Reise begann.“ Ich klang, als sei es dringend.

Önnemarie bestellte noch eine Kanne Oolong-Tee. Sie kickte ihr Buch Mr Fix-it-Anleitung für Haus und Heim beiseite.

„Ja eben, das tat er  und dann verbrachten sie 40 Jahre in der Wüste und erreichten niemals das Promised Land. See you later, Aligator“, seufzte sie, trank ein Schluck Tee und dann erst meinte sie:  „Also ich würde sagen – Gott entschied sich für Moses wegen seiner überaus großen Menschlichkeit.

„Na, das wäre doch mal was, in Menschlichkeit eingewickelt zu werden“, sagte ich in hochromantischer Stimmung.

„Wo? Hier zwischen all den großen  Egos dieser Welt wünschst du dir Menschlichkeit. Okay, okay, meine Liebe,du weißt aber schon, dass wir, also,ähm – dass jede unserer Seele aus dem Himmel gerissen wird.Iimmer und immer wieder.  Nach jedem Zyklus beginnt die Illusion aufs Neue. Sieh dich bitte  um, bemerkst  du hier auch nur einen Menschen, der seinem Gegenüber ins Gesicht sieht, ihm signalisiert Ich sehe dich. Twitter &Co lässt grüßen. Triffst du noch auf Menschen, die sich mit anderen Menschen verbinden wollen, dich wahrnehmen mögen? So`ne Art menschliche Menschen, die da sein wollen für jemand anderen, dich wärmen, wenn du dich  hilflos fühlst. Menschen, die  Dich auf deinem Weg -zum- Ganz-werden- wollen unterstützen mögen? Mit der Leidenschaft der Liebe? Compassion.  Heile mein Herz. Halleluja! Physische Kontakte? Wer hat die denn heute noch? Die meisten gehen mit ihrem Pad oder ihrem Handy ins Bett. Und wenn du vorsichtig darauf hinweist, heimst du dir noch Spielverderber-Rhetorik ein. Lovers of the EGO.  Es ist doch wohl eher  das Haus, es ist das Geld, es ist das MEIN, es ist das Ego, es ist die Angst vor dem Geben, vor dem Leben, es ist die Lüge. Hörst du sie? Hörst du sie nicht schon sagen: Das ist ja ein toller spiritueller Slogan. Wie können wir etwas geben, wenn wir selbst nichts haben? Geben? Einfach so, ohne selbst etwas zu erwarten?  Es ist die Nähe, nach der auch sie sich sehnen. Kommst du ihnen aber nah, laufen sie weg und rufen sogleich nach ihrer Freiheit. Es klebt an ihren Ohren: gekränkte Eitelkeiten. Alles ist  austauschbar in ihrem Leben:  Menschen werden zu Accecoires, gleich ihren Autos und Telefonen. Was du hast kein I Phone?“ kicherte sie hämisch. „Sie reden von Liebe und meinen: Liebe mich, damit ich mich lieben kann. Mach es mir mit deinem Verhalten auch ja nur recht angenehm, sonst bin ich weg. Tust du es nicht, verfrachten sie dich auf ein  emotionales Trockendock. Was auch immer du siehst, es ist eine Täuschung! “

Meine Gedanken liefen in alle Richtungen. „Ähm…ich weiß nicht, …“, stammelte ich. „..Also an den großen Gesetzen des Universums kommt niemand vorbei. Du weißt schon…Giving-Receiving.  Wann immer wir  anderen etwas geben, etwas teilen mögen, spürt es unser Körper zuerst! Wir geben immer auch uns selbst  etwas damit!  Vielleicht sollten wir mehr  in uns hineinhören. Ist es wirklich das Haus, das Geld, was wir wollen? Oder ist es  nicht eher jenes Gefühl, das wir mit dem Haus und dem Geld verbinden? Energien, die sich dann wohl verschieben würden…“, meinte ich.

„Oh ja, wir könnten  einen Unterschied machen! Wir könnten der Liebe dienen. Wir könnten uns selbst lieben. Wie könnten dem Geben dienen. Wir könnten der Schönheit dienen. Wir könnten dem Guten dienen. Wir könnten der Freude dienen. Wir könnten dem Frieden dienen. Wir könnten den Weg nach Innen antreten. Wir könnten einander tief uns selbst finden. Wir könnten Gottes Vehikel sein, in denen er sich zum Ausdruck bringen kann. Wir könnten jedem dienen, jedem, mit dem wir in Kontakt kommen, aber wir kümmern uns nur um uns selbst – Ego. Wir könnten Menschlichkeit geben, mitten hinein in die Tiefendimension des Lebens.  Könnten wir. Wir könnten das mit viel Liebe und Weisheit tun, und dabei selbst heilende Gedanken und  heilenden Frieden in unser Leben bringen. In diesem Sinne repräsentiert Moses dich und mich. Er durchlebte auf seiner Reise alle möglichen Schwierigkeiten. Er zweifelte und haderte. Moses glaubte nicht an seine Kräfte.  Ich reiche nicht. Ich bin nicht genug. Aber, was er letztlich tat, war JA zu sagen. Er hatte ein Ziel vor Augen und spürte eine große Sehnsucht darin, mit jenen Menschen in das Land von Milch und Honig zu ziehen.

Menschlichkeit? Die siehst du in unserer Ecke der Welt nur, wenn die Katastrophen ausbrechen, wenn das Chaos geschieht. Ground Zero oder die letzten Überschwemmungen. Für einen kurzen Moment konntest du dort spüren, fühlen, in welchen Farben diese Welt leuchten könnte, wenn das Ego verschwindet und die Menschen erkennen, wir sind alle miteinander verbunden.  Was in dir ist, ist auch in mir. Und was du nicht bist, bin auch ich nicht. Das Materielle ist  am Ende nicht mehr als Müll. Der erste gefundene Tote am Ground Zero war ein Feuerwehrmann, der sich schützend unter seinen Feuerwagen legte. Das Auto, das ihm sicher schien, zerdrückte ihn.
Alles ist miteinander verbunden im Feld der unendlichen Möglichkeiten. Wir wollen ein Auto, wir wollen einen Job, wir wollen Geld, wir wollen Sein, aber wir kennen unsere Seele nicht, ist das nicht verrückt mit uns Menschen… „

Seelchen

Önnemarie redete weiter. „Gott wählte Moses, weil er  auf Menschlichkeit setzte. Gott fragt nicht nach Qualifikationen. Gott qualifiziert die Gerufenen. Gott qualifiziert uns. Wir wachsen in die Sachen hinein, wenn wir JA sagen.

Gott, nenne ihn auch gerne Schöpfer oder das  Universum mit seinen unsichtbaren Energien – es  wird sich auf dein Ja ausrichten. Wenn du Ja sagst, entfaltest du dich.  Eine Person, die Ja sagt, ist nicht mehr die Person von gestern. Wir wachsen dauerhaft. Wir  entfalten  uns ständig.  All das basiert auf deinem Willen. Atme. Energize that. Das Einzige, woran wir persönlich scheitern, ist unser Intellekt, unser Bequemlichkeit, unser Ego, das Richtende,  die Kälte und Gleichgültigkeit anderer Menschen on top. Zum Glück haben wir aber immer noch einen anderen Teil in uns: die Sehnsucht, einen Unterschied machen zu wollen und  uns im unseren Sein erfahren zu wollen.   Warum sonst sollte unsere Seele sich in  physische Körper stecken. Immer und immer wieder? Weil sie  sich erfahren, entfalten, erleben will. Weil sie ihr Bewusstsein erweitern solll.

Wir brauchen inneren Frieden, Sinn, Liebe, kreativen Ausdruck und Bindung, die Verbindung mit unserer Seele, unserem Seelenauftrag – dann sind wi r glücklich. Dann fließt es. Dann müssen wir uns nicht sorgen, was könnte, was müsste geschehen..

Ich bin, was ich bin.
Ich bin.

Werde, was du bist. Was möchte ich mehr als alles andere? Denke über dein Ziel nach – von allen Seiten.  Denke nicht darüber nach, was du nicht kannst. Lege den Fokus auf das, was du kannst.  Du hast die Aussicht auf ein ganz großes Leben: DEIN LEBEN. Sage Ja. Habe Sehnsucht. Gib. Denn was du gibst, wird zu dir zurückkommen.  Lebe im Fluss der Energie.

Ich bin das, was auch immer ich sehe.

Go for it. Geh in dein  versprochenes Land. Teile das Meer und lass deine Reise beginnen.

Mach`einen Unterschied.

Wenn du Ja sagst, findest du die große Welt gleich hinter deiner Fingerspitze.

In diesem Sinne:
Licht und Liebe

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu “Gleich am Ende deiner Fingerspitze findest du die große Welt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s